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Bäckerhandwerk: zeigt sich mit Entwicklung zufrieden

Berlin. (zv) Im vergangenen Jahr haben die deutschen Handwerksbäcker rund 11,88 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem nahezu stabilen Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahresergebnis. Die Anzahl der Betriebe ist weiter gesunken auf 16.280 gegenüber dem Vorjahr mit 16.741 Betrieben – minus 2,7 Prozent). Wenn auch noch keine belastbaren statistischen Werte vorlägen, wiesen doch deutliche Tendenzen auf einen leichten Umsatzzuwachs von rund 1,5 Prozent im ersten Quartal 2007 hin, hieß es während der Frühjahrs-Pressekonferenz des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) in Berlin. ZV-Präsident Peter Becker: «Der wirtschaftliche Aufschwung ist für Handwerksbäcker ebenso zu spüren wie das steigende Bewusstsein unserer Kunden für gesunde Ernährung und guten Geschmack». Trotz der positiven Tendenz warnte Peter Becker davor, dass durch nach wie vor steigende Personal- und Energiekosten der Druck auf die Betriebe weiter steige. Es stehe im Ermessen des Gesetzgebers, Beiträge zur Kostensenkung zu leisten, vorzugsweise im Bereich der Energiekostensteigerung. Die Energiekosten für Backen, Kühlen und Transport seien in den vergangenen beiden Jahren um etwa 50 bis 60 Prozent gestiegen, der Mehlpreis im vergangenen Jahr um 20 Prozent. Die Preiserhöhungen würden «moderat» ausfallen, sagte Becker. Er erwarte einen Anstieg, der leicht über der Inflation, aber unter fünf Prozent liegen werde. Kritisch sieht der ZV die geplante Novellierung der Verpackungsverordnung, nach der Bäckereien Lizenzgebühren für die Entsorgung ihrer Papiertüten zahlen müssten. Becker schätzt die Gesamtkosten für die Branche auf rund 20 Millionen Euro jährlich. Diese Schätzung beruht auf Gebühren, wie sie für Pappverpackungen etwa von Zahnpasta anfallen. Da über 70 Prozent der Kunden die Papiertüten als Hausmüll entsorgen, fordert der ZV eine Reduzierung der Lizenzgebühren um 70 Prozent. Becker zog zudem eine positive Ausbildungsbilanz. Über 36.000 junge Menschen werden derzeit im Bäckerhandwerk ausgebildet – plus vier Prozent gegenüber den Vorjahren. Knapp ein Drittel der Betriebe sucht in den kommenden zehn Jahren Nachfolger.
Volltext: https://www.baeckerhandwerk.de/index.php?id=218