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Bäckerhandwerk: «Perspektive nur gemeinsam …»

Hamburg. (ngg) Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hat bei der Eröffnung einer Tagung mit 80 Betriebsräten aus dem Bäckerhandwerk die Arbeitgeber in Hamburg, Schleswig-Holstein und Sachsen aufgefordert, «anständige» Tarifverträge mit der NGG zu verhandeln. «Wir brauchen keine Magerangebote und kein Verstecken hinter illusorischen Forderungen zu Ungunsten der Arbeitnehmer/innen. 8,50 Euro als Mindestlohn müssen drin sein. Das können die Unternehmen auch leisten. Nur mit engagierten und gut ausgebildeten Beschäftigten kann das Bäckerhandwerk einen besseren Service als die Aufbackstationen der Discounter bieten». Möllenberg verwies darauf, dass die NGG seit Jahren auf steigende Mitgliederzahlen im Bäckerhandwerk verweisen kann. Er rief die Beschäftigten dazu auf, «sich noch besser bei der NGG zu organisieren. Vor allem in den Filialbetrieben brauchen wir mehr Betriebsräte, damit eine stärkere Teilhabe an den Unternehmenserfolgen gesichert werden kann». Scharf kritisiert hat der NGG-Vorsitzende die Entscheidung des Handelsgiganten Edeka Minden, sein Tochterunternehmen Schäfer’s Brot- und Kuchenspezialitäten umzustrukturieren und damit faktisch zu zerschlagen. «Statt Schäfer’s zu stärken und sich gut im Wettbewerb aufzustellen, sägt Edeka den Ast ab und vernichtet auf Kosten der Beschäftigten ein erfolgreiches Unternehmen».