Sonntag, 19. September 2021

Bäckerhandwerk: Neue Azubi-Tarife sind allgemeinverbindlich

Berlin. (zv) Nach der Einigung des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) von Januar 2021 mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf einen neuen Tarifvertag über Ausbildungsvergütungen für Auszubildende des Bäckerhandwerks wurde dieser nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich erklärt.

Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich danach wie folgt:

Ab 01. März 2021

  • Im 1. Ausbildungsjahr plus 30 Euro auf 645 Euro monatlich brutto,
  • im 2. Ausbildungsjahr plus 20 Euro auf 720 Euro monatlich brutto,
  • im 3. Ausbildungsjahr plus 30 Euro auf 850 Euro monatlich brutto.

Ab 01. Februar 2022

  • Im 1. Ausbildungsjahr plus 35 Euro auf 680 Euro monatlich brutto,
  • im 2. Ausbildungsjahr plus 35 Euro auf 755 Euro monatlich brutto,
  • im 3. Ausbildungsjahr plus 35 Euro auf 885 Euro monatlich brutto.

Der neue Tarifvertrag kann erstmals zum 31. Januar 2023 gekündigt werden. In einer Protokollnotiz zum Tarifvertrag weisen die Tarifvertragsparteien die ausbildenden Betriebe auf die unstrittigen, gesetzlich festgelegten Rechte und Pflichten der Auszubildenden hin. Der Zentralverband hatte gemeinsam mit der NGG beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beantragt, den Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären. Der Tarifausschuss im BMAS hat im Mai 2021 über den Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung des Tarifvertrages (AVE) öffentlich verhandelt und der AVE zugestimmt. Das BMAS hat die AVE nun am 02. Juli 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung hat die AVE rückwirkend zum 01. März 2021 Rechtskraft erlangt.