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Backwaren: Handel ist heute der größte Anbieter

Düsseldorf. (vdg) Deutschlands Verbraucher kaufen heute zwei von drei Broten im Supermarkt, der Lebensmittel-Einzelhandel ist inzwischen also faktisch der größte Anbieter von Qualitätsbackwaren in Deutschland. Die Discounter setzen verstärkt auf Backstationen. Das Wachstum der Backstationen für Brot und Backwaren im Handel hat sich verlangsamt, was auch ein Zeichen für eine allmähliche Sättigung ist. Einzelne Discounter und Handelshäuser haben sich parallel zur Ausweitung der Backstationen von den eigenen Vorkassen- Bäckereien getrennt. Ob dieser Trend anhält, vermag zurzeit niemand abschließend zu beurteilen, sagte Prof. Dr. Ulrike Detmers, Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, in Gütersloh. Backstationen sind eine vom Verbraucher akzeptierte Bereicherung des Angebots. Allerdings verändert sich das Angebot: Ein Teil der bisher im Brotregal angebotenen Brotsorten kommt jetzt über die Backstation, das Brotregal bietet ausreichend Platz für Spezialitäten. Der Anteil mediterraner und «exotischer» Spezialitäten wächst. Ciabatta, Fladenbrot und andere Sorten sind aus den Regalen kaum noch wegzudenken. Bei den Wellness-Produkten nimmt die Differenzierung zu. Roggen- und Vollkornbrot und natürlich auch Pumpernickel bleiben weiterhin im Trend. Die nach wie vor zunehmende Backwaren-Vielfalt hierzulande ist auch ein Grund dafür, dass Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verbrauch an Brot und Backwaren von rund 57 Kilogramm Brot und Brötchen zu den führenden Brotnationen der Welt gehört. Hinzu kommen fast 15 Kilogramm sonstige Backwaren und rund drei Kilogramm Backwarenprodukte.