Donnerstag, 15. April 2021
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Authentisches Brot ist nachhaltig und handwerklich

Barsinghausen. (db) Brot ist existentiell und grundsätzlich. Und zwar so grundsätzlich, dass es neben den Grundzutaten Getreide, Wasser und Salz zudem Zeit, handwerkliches Know-how und Verantwortung braucht – geht es nach Lesart des Vereins Die Freien Bäcker. Wo ließ sich das in diesem Jahr besser demonstrieren als während der BrotZeit 2017 in Berlins Markthalle Neun? Hier präsentierten die Freien Bäcker Ende April den Besuchern und Besucherinnen eine vielfältige Mischung aus bunten Marktständen, Mitmachaktionen und spannenden Debatten rund um das Thema Brot: vom nachhaltigen Anbau über die handwerkliche Herstellung bis hin zu den sicht- und unsichtbaren Qualitätsmerkmalen.

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Bildunterschrift: Die Freien Bäcker – Auszeichnung von zwei Mitgliedsbetrieben während der BrotZeit 2017 in Berlin. Von links: Joachim Seidel, Bäckerei Beumer + Lutum; Anke Kähler, Vorsitzende des Vereins; Cord Buck, Bäckerei Buck’s Backparadies sowie Olaf Bauermann, IGV Institut für Getreideverarbeitung (Foto: Die Freien Bäcker).

Ziel des Vereins ist es, das ursprüngliche handwerkliche Wissen und Können von Bäckereien neu zu beleben, mit aktuellen Erkenntnissen der Verarbeitungstechnik anzureichern und ohne Einsatz von Convenience-Produkten oder auch technischen Enzymen, die sich in Clean-Label- Backmitteln verstecken können, qualitativ hochwertige Backwaren herzustellen. Verbrauchern nachhaltiges Wissen über die Herstellung von Brot zu vermitteln, gehört für Die Freien Bäcker mit dazu, sagt die Vorstandsvorsitzende Anke Kähler.

So zeigten engagierte Getreidezüchter/innen, Bäcker/innen und Müller/innen aus aller Welt in der historischen Markthalle Neun, wie durch Verwendung bester Rohstoffe und den sorgfältigen Umgang mit diesen sowie durch handwerkliche Fähig- und Fertigkeiten qualitativ hochwertiges Brot entsteht. Die gläserne Schaubackstube lud Besucher/innen dazu ein, engagierten Bäckern und Bäckerinnen über die Schulter zu schauen und dabei gezielt Fragen zu stellen. Besucher der BrotZeit hatten dabei die Möglichkeit, sich auch selbst in der Handwerkskunst zu versuchen.

«Was macht die Qualität von gutem, handwerklich hergestelltem Brot aus?» Darüber diskutierten unter anderem Ursula Hudson von Slow Food Deutschland, Bettina Edmeier, Bäckermeisterin aus Palling und Johannes Dackweiler, Bäckermeister aus Düsseldorf. Für Johannes Dackweiler ist es ganz klar: «Je weniger Zutaten das Brot braucht, desto eher ist es echtes Handwerksbrot».

Die Auszeichnung von zwei Mitgliedsbetrieben des Vereins stellte ein weiteres Highlight der Veranstaltung dar. Buck’s Backparadies aus Langenhagen und Beumer + Lutum aus Berlin waren im April nach den konsequenten Richtlinien des Vereins für die handwerkliche Herstellung von Brot und Backwaren durch das unabhängige Institut für Getreideverarbeitung GmbH (IGV) aus Bergholz-Rehbrücke geprüft und zertifiziert worden.