Donnerstag, 1. Oktober 2020

Allied Bakeries: übersteht 2020 dank Corona ordentlich

London / UK. (eb) Die Vorzeichen für die Allied Bakeries – eine Division der ABF Grain Products Limited und damit der Associated British Foods PLC (ABF) – standen in diesem Jahr nicht wirklich gut. So sah es zu Beginn wenigstens aus. Die zu erwartenden Einnahmen 2020 gingen in der Projektion deutlich zurück, nachdem der größte Private Label-Liefervertrag der Großbäckerei mit der Cooperative Group Limited zu Beginn des Geschäftsjahrs gekündigt war. Dieser Vorgang beschäftigte 2019 ganz Großbritannien. Zumindest las es sich so in den Gazetten.

ABF schließt/schloss am 12. September das Geschäftsjahr 2020. Bei den Briten ist es üblich, regelmäßig auf sich abzeichnende Trends hinzuweisen, schon bevor die testierten Zahlen erscheinen. Aus dem jüngsten «Trading Update» geht hervor, dass Kostensenkungen – in Reaktion auf den verlorenen Kontrakt – sowie ein mit Covid-19 verbundener Umsatzanstieg entgegen der Projektion zu einem verbesserten zugrunde liegenden Betriebsergebnis führten.

Nach dem Verlust des Co-op-Vertrags wurden die Buchwerte einiger der Vertriebsaktiva überprüft, was zu einer einmaligen Belastung von 15 Millionen Britische Pfund (GBP) führte. Andererseits hat ABF jetzt 30 Millionen GBP für einen Versicherungsanspruch in Zusammenhang mit einem Brand in der Backwarenproduktion Wakefield von Februar 2020 erhalten – was die im Halbjahr verbuchte einmalige Belastung von 25 Millionen GBP mehr als ausgleichen werde.

Kurzum: Allied Bakeries, Erzeuger von Marken wie Kingsmill, Allison’s, Burgen und Sunblest, hat 2020 wider Erwarten ganz ordentlich überstanden. Unter dem Eindruck der Corona-Pandemie wird 2021 in der Projektion neu zu bewerten sein. Wirklich aufgehoben sind die alten Probleme jedoch nicht.