Freitag, 23. Februar 2024

Agrofert: Lieken AG drückt nicht mehr aufs Ergebnis

Prag / CZ. (eb) Die Agrofert Gruppe, Muttergesellschaft der deutschen Lieken AG, hat ihren Bericht für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegt. Demnach setzte der Konzern mit 167,134 Milliarden Tschechischer Kronen (CZK) 2015 ähnlich viel um wie 2014 mit 166,772 Milliarden CZK. Der Konzerngewinn 2015 beträgt allerdings 8’614 Millionen CZK gegenüber 6’143 Millionen CZK im Vorjahr. Das Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) stieg auf 15’987 Millionen CZK gegenüber 13’079 Millionen CZK im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 10’864 Millionen CZK.

Hauptgrund für die Verbesserung des Ergebnisses im Berichtsjahr ist das Segment «Chemische Industrie». Die deutschen SKW Stickstoffwerke Piesteritz trugen einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 2’754 Millionen CZK zum Ergebnis bei. Der slowakische Düngemittelproduzent Duslo Sala steuerte 1’360 Millionen CZK Gewinn vor Steuern bei. Insgesamt erzielten alle Chemie-Töchter des Konzerns ein operatives Ergebnis von 4’114 Millionen CZK vor Steuern, was einem Anteil am Konzerngewinn von 37,86 Prozent entspricht.

Signifikante Auswirkungen auf das Berichtsjahr 2015 hat auch die Großbäckerei Lieken AG, für die im Jahr 2014 noch in erheblichem Umfang Rückstellungen für Restrukturierungen gebildet werden mussten. Andere Unternehmen aus anderen Segmenten der Gruppe verzeichneten eine leichte Verbesserung. Allerdings nicht so deutlich, dass sie in der Mitteilung aus Prag einzeln Erwähnung fänden.

Alles in allem zählt die Agrofert Gruppe heute über 34’000 Beschäftigte in 235 Tochterunternehmen, die in den Segmenten Chemische Industrie, Landwirtschaft und Urproduktion, Lebensmittelindustrie, Forstwirtschaft, Erneuerbare Energien und Kraftstoffe, Landtechnik und Medien tätig sind. Allein die Lieken AG zählt gut 4’000 Mitarbeitende und der Chemieproduzent SKW Stickstoffwerke Piesteritz über 800 Leute.

Die Bilanzsumme (netto) des Konzerns stieg von 112’478 Millionen CZK in 2014 auf 119’926 Millionen CZK in 2015, was einer Steigerung von etwa 6,6 Prozent entspricht.

Info: 1,00 CZK entspricht 0,037 EUR und 1,00 EUR entspricht 27,023 CZK (Interbankkurs vom 31. Mai 2016).

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