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Ackerbohnen: Anbaufläche hat sich mehr als verdreifacht

Berlin. (ufop) Die Landwirte in Deutschland haben zur Ernte 2020 auf einem größeren Areal Ackerbohnen gesät. Besonders in Baden-Württemberg wurde die Fläche kräftig ausgedehnt. Die Anbaufläche von Ackerbohnen zur Ernte 2020 in Deutschland dürfte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 56.500 Hektar betragen. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber Vorjahr und einem Rekord. Damit hat sich die Ackerbohnenfläche in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht.

Das größte Areal ist mit 12.700 Hektar, wie schon im Vorjahr, in Nordrhein-Westfalen zu finden. Dort haben die Landwirte die Ackerbohnenanbaufläche um 23 Prozent ausgedehnt. Zweitgrößtes Anbauland ist mit 9.000 Hektar Schleswig-Holstein. Das entspricht einer Ausdehnung von 15 Prozent gegenüber Vorjahr. Den größten Flächenzuwachs gab es allerdings in Baden-Württemberg. Dort wurde der Anbau um 39 Prozent auf 3.900 Hektar gesteigert. Auch in vielen anderen Bundesländern haben die Landwirte ihre Ackerbohnenfläche ausgedehnt.

Flächenrückgänge gab es nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern. Der stärkste Rückgang ist in Sachsen zu verzeichnen. Dort ist die Fläche um 21 Prozent auf 1.900 Hektar gesunken. In Brandenburg werden am wenigsten Ackerbohnen in ganz Deutschland angebaut, das dortige Areal ist um 20 Prozent auf 400 Hektar geschrumpft. Darauf macht die UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen aus Berlin aufmerksam.