Donnerstag, 26. November 2020

WB-51-52-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 51. UND 52. KW 2014 (13.12. bis 27.12.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb51+5214.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

FESTTAGSGRUSS:
01. Frohe Festtage! Und wo bleibt der Jahresrückblick ?!

MARKT + UNTERNEHMEN:
02. Burger King: Situation entspannt sich zusehends
03. Stauffenberg Brot: Geschäftsbetrieb vorläufig gesichert
04. Thüringen: Werk «Panem» nimmt Testbetrieb auf
05. Bäcker Jann: Hubert Schöllhorn aus Manching übernimmt
06. Tirol: Bäckerei Rudigier muss saniert werden
07. Ostfriesland: Bäckermeister zu einem Jahr Haft verurteilt

TERMINE + EVENTS:
08. Bundesakademie: stellt Seminarprogramm H1/2015 vor
09. Anuga FoodTec 2015: Herausforderung Automatisierung

IN EIGENER SACHE:
10. Knapp und kompetent: So werden Sie gelesen …

MANAGEMENT + BETRIEB:
11. Erbschaftssteuer: BMF zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts
12. Bundestag: stärkt Meisterbrief und duale Ausbildung
13. BVerwG: Gericht stärkt Ruhe an Sonn- und Feiertagen
14. Systemgastronomie: BdS und NGG einigen sich
15. Wasserleitungen: Kleines Leck, großer Schaden
16. BMWI: Gemeinsam die duale Ausbildung stärken
17. Marvin: HotFix 50 – Final Release für die Allergene
18. ZDH: Stopp der Aufzeichnungsbürokratie beim Mindestlohn!
19. Deutsches Know-how in Kamerun: Hilfe willkommen!
20. Volkswirtschaft: Mittelstand altert im Zeitraffer

TRENDS + KONZEPTE:
21. Immaterielles Kulturerbe: Genossenschaftsidee einzigartig
22. Immaterielles Kulturerbe: Deutsche Brotkultur aufgenommen
23. Definition: Was genau nochmal ist «Deutsche Brotkultur»?
24. Debatte: Was ist und darf «echte» Handwerksbäckerei?

MARKETING + VERKAUF:
25. Statistik: 63 Prozent der Internetnutzer surfen auch mobil
26. Was ist «Virales Marketing» und welchen Nutzen hat es?
27. TTIP: GTAI bietet umfangreiches «Special»

BOOKMARKS + BOOKS:
28. Global Industry: Costa Coffee continues to perform strongly

REZEPTE + IDEEN:
29. Brunsli: mit besonders viel Schokoladengeschmack


FESTTAGSGRUSS


Frohe Festtage! Und wo bleibt der Jahresrückblick ?!

Hamburg. (19.12. / eb) Merken Sie was? Von «Jahresrückblick» keine Spur. Im Gegenteil: Auf den letzten Metern hat das Jahr 2014 noch mal richtig Gas gegeben. Sind im Dezember Dinge ans Licht gekommen, die Sie sich als Otto Normalbürger so vielleicht gar nicht hätten vorstellen können – oder sind Entscheidungen zu Sachverhalten getroffen worden, über die wir zwar schon seit Jahren reden, die aber erst auf dem letzten Drücker geklärt wurden und Sie unnötig unter Zugzwang setzen mussten. Man könne sie kaum noch ertragen, diese «Jahresrückblicke»; Anfang Dezember fange das schon an, schreibt etwa der aid Infodienst in seiner letzten Aussendung 2014. Da möchte man gar nicht wissen, wann diese «Jahresrückblicke» produziert wurden. Man kann auch einfach darüber hinwegsehen, rät der WebBaecker – und damit seine Herausgeber-Gemeinschaft und Redaktion, die ihre Kernaufgabe seit jeher nüchtern sehen: Es freut sowohl ELEKOM, Gehrke Econ, Goecom, IsernHäger, KMZ Kassensysten, als auch die SHB Allgemeine Versicherung und das Backnetz MedienBüro, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ihren Nutzwert aus dem WebBaecker ziehen können. Woche für Woche aktuell. Alles andere ist zweitrangig. Punkt. Ob und wie wir unsere Aufgabe erledigen, zeigen uns die wöchentlichen Zugriffszahlen. Für «lustig» ist da wenig Platz. Kennzahlen sind das A+O. Genauso wie in Ihrem Unternehmen: Kennzahlen sind die Variablen des Erfolgs in der Gleichung, anhand der Sie Ihre Chancen ausrechnen für die Zukunft. Wir wünschen Ihnen, dass die Chancen gut stehen und Sie unter dem Strich zufrieden sind mit dem, was Sie 2014 erreichen konnten – und erfolgreich mit dem, was Sie sich für 2015 vorgenommen haben.

Liebe Leserinnen und Leser!
Ein ertragreiches Weihnachtsfest, erholsame Feiertage, einen guten Rutsch, gute Gesundheit und eine glückliche Hand im kommenden Jahr 2015 wünschen Ihnen

Herausgeber und Redaktion.

Der nächste Infodienst erscheint am Freitag, den 02. Januar 2015.


MARKT + UNTERNEHMEN


Burger King: Situation entspannt sich zusehends

Stade / München. (17.12. / ag / gi / eb) Wie das Amtsgericht Stade unter dem Aktenzeichen 73IN104/14 bekannt gegeben hatte, hat die Burger King GmbH aus Stade, zuletzt vertreten durch Geschäftsführer Dr. Dieter Stummel aus Köln, Ende letzter Woche vor dem Gericht Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Rechtsanwalt Marc Odebrecht aus Hamburg. «Mit meinem Team werde ich mich unverzüglich mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage auseinandersetzen und mit den Beteiligten das Gespräch aufnehmen», teilte Odebrecht umgehend mit. Auf Grundlage dieser Analyse wollte Odebrecht «prüfen und klären, ob und wann die Filialen wieder beliefert und eröffnet werden können». Darüber hinaus kündigte Odebrecht Ende letzter Woche an, sich umgehend um die Löhne und Gehälter der rund 3.000 Beschäftigten kümmern zu wollen. Dann trat wohl das ein, was der WebBaecker in der Ausgabe 50/2014 schon gemutmaßt hatte: Die Insolvenz macht den Weg frei für den Neuanfang. Burger King Europe (BKE) finanziert den Neustart der 89 Restaurants mit einem Massekredit in Millionenhöhe und steht auch sonst mit Rat und Tat zur Seite. Die Mitarbeitenden legen sich ins Zeug und irgendwie sind alle Beteiligten happy – fast schon eine «Weihnachtsgeschichte» der besonderen Art. Der Countdown auf der Seite burgerking.de läuft und als wir zum letzten Mal geguckt haben, waren schon fast wieder alle Restaurants geöffnet. «Whoppervoll!» heißt es dazu auf Facebook. Alles andere wird sich finden. Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Stauffenberg Brot: Geschäftsbetrieb vorläufig gesichert

Essen / Gelsenkirchen / Daun. (17.12. / gi) Der vorläufige Insolvenzverwalter der Stauffenberg GmbH + Co. KG, Rechtsanwalt Rolf Weidmann aus Essen, hat den Geschäftsbetrieb bei Stauffenberg Brot zunächst für die Dauer des vorläufigen Insolvenzverfahrens gesichert. Weidmann war vom zuständigen Amtsgericht in Essen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden – siehe WebBaecker 49/2014. «Die diversen Gespräche mit Kunden und Lieferanten waren zielführend», sagt Weidmann. «Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind für die Monate November 2014 bis einschließlich Januar 2015 sichergestellt». Weidmann kündigte an, «… so zügig wie möglich einen Investor als neuen Eigentümer der Unternehmensgruppe zu identifizieren». Ziel sei «das bestmögliche Ergebnis im Interesse der Gläubiger», in dem die Kunden und Lieferanten «zeitnah wieder Geschäfte mit einem langfristig verlässlichen Partner betreiben können».

Thüringen: Werk «Panem» nimmt Testbetrieb auf

Bleicherode. (16.12. / eb) Seit März wissen wir, dass die M-Back GmbH aus Gebesee und die Coolback GmbH aus Jänickendorf ein gemeinsames, großzügig bemessenen Werk im Landkreis Nordhausen entstehen lassen. Seit September wissen wir, dass der Neubau gut voran kommt. Neueste Nachricht: Die Testphase ist erreicht. Das Werk «Panem» in Bleicherode prüft seit dieser Woche erstmals, ob alles zusammenpasst. Laufe alles nach Plan, werde Mitte Januar der Probebetrieb beginnen, zitiert die Thüringer Allgemeine Jürgen Fleige von Coolback. Zuverlässigen Quellen zufolge wird «Panem» hauptsächlich die Aufgabe haben, die Backstationen der Edeka-Tochter Netto zu bestücken. Die Investitionssumme betrage rund 40 Millionen Euro, zitiert die Zeitung wiederum den Unternehmer. Wie auch immer: Mitte 2013 hatte der Edeka Verbund erstmals verlauten lassen, dass ein Umbau der Backwarensparte in Arbeit sei. April 2014 folgte die Meldung, dass die Schäfer’s Brot- und Kuchen-Spezialitäten GmbH ab Anfang 2016 alle drei Fertigungsstufen – Fertiggebackenes, Halbgebackenes und Tiefkühl- Teiglinge – aus einer Hand produzieren werde. «Damit sind wir in der Lage, den Edeka-Einzelhandel mit Backwaren sowohl für die Bedientheken als auch die SB-Backstationen aus eigener Herstellung zu beliefern», hieß es in der damaligen Ankündigung einer Investition von rund 60 Millionen Euro in Osterweddingen (Sachsen-Anhalt). Sieht so aus, markiere «Panem Bleicherode» und die Zusammenarbeit mit Karlheinz Bindewald (M-Back) und Jürgen Fleige (Coolback) einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg, sich im Verbund und in anderen Vertriebslinien von Lieferanten unabhängig zu machen.

Bäcker Jann: Hubert Schöllhorn aus Manching übernimmt

Rohrenfels. (15.12. / eb) Die Bäcker Jann GmbH aus Wagenhofen, vertreten durch Geschäftsführer Martin Gubo aus Starnberg, hatte Anfang November vor dem Amtsgericht Ingolstadt Insolvenz angemeldet – siehe WebBaecker 45/2014. Zum Insolvenzverwalter hatte das Amtsgericht den Rechtsanwalt Dr. Hans-Peter Lehner aus Ingolstadt bestellt, der sich sofort auf die Suche nach einem Investor machte. Wie Lehner nun verlauten ließ, ist ein Investor gefunden: die Bäckerei Hubert Schöllhorn aus Manching im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen. Damit wäre die Insolvenz abgewendet und die verbliebenen rund 140 Mitarbeitenden erleichtert, denn Schöllhorn übernimmt alle Filialen und alle Beschäftigten. Hubert Schöllhorn will seine Produktion nach Wagenhofen verlegen, weil die Backstube in Manching für die bislang bewirtschafteten zehn Filialen längst zu klein sei, weiß die «Augsburger Allgemeine». Mit den beim Bäcker Jann übrig gebliebenen 14 Filialen kommt Schöllhorn jetzt auf 24 Fachgeschäfte, die ab 16. Dezember auch alle unter Schöllhorn firmieren. Neun Bäcker-Jann-Filialen mussten im Zuge der Insolvenz schließen. Weitere drei Standorte sind weder von der Insolvenz noch von der Übernahme berührt, weil sie zu einer anderen Gesellschaft gehören – mit Christine Jann als Eigentümerin. Diese Fachgeschäfte oder/und Shops firmieren weiter unter «Bäcker Jann». Die jetzt abzuwickelnde Gesellschaft gehörte zu 24,5 Prozent Gabriele Jann, zu 24,5 Prozent Christine Jann und zu 51 Prozent dem bisherigen Geschäftsführer Martin Gubo seit April 2013. Bis Juli 2013 hatte Bäckermeister Ulrich Jann als Geschäftsführer gezeichnet und bis Juli 2012 Bäckermeister Heinz Wünsche, wie aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 hervorgeht. Da «klingelt» was und führt uns zu «Bäcker Jann tritt Gerüchten entgegen» von Juli 2012, wo sich der Betrieb, der nun größtenteils von der Bildfläche verschwindet, erstmals mit der Annahme konfrontiert sah, er könne vor der Insolvenz stehen. Damals noch mit rund 40 Verkaufsstätten und etwa 280 Mitarbeitenden.

Tirol: Bäckerei Rudigier muss saniert werden

Innsbruck / AT. (15.12. / ksv) Die Bäckerei Rudigier aus dem Tiroler Oberinntal ist in finanzieller Bredouille. Inhaber ist Ferdinand Rudigier aus Haiming, wo auch das Unternehmen seit 1990 seinen Sitz hat. Unter dem Aktenzeichen 19S108/14a hat das Landesgericht Innsbruck ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, berichtet der österreichische Kreditschutzverband KSV 1870. Zum Masseverwalter wurde demnach der Rechtsanwalt Dr. Erich Pfanzelt aus Telfs bestellt. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung sowie die Sanierungsplantagsatzung wurden mit 16. Februar 2015 festgelegt. Die Geschichte der Bäckerei, die heute 18 Dienstnehmer und vier Filialen zählt, geht zurück bis 1960. Der Hauptgrund der Insolvenz ist laut KSV in der wachsenden Konkurrenz von Billiganbietern von Brot und Gebäck zu suchen. An Verbindlichkeiten dürften rund eine Million Euro aufgelaufen sein. Ein Teil dieser Verbindlichkeiten ist auf der Betriebsliegenschaft pfandrechtlich besichert, sodass von unbesicherten Verbindlichkeiten in diesem Verfahren von rund 640.000 Euro auszugehen sei. Der Masseverwalter wird zeitnah zu prüfen haben, ob eine Fortführung des schuldnerischen Betriebes ohne weitere Nachteile für die Gläubiger überhaupt möglich ist. Die Schuldnerin hat bereits einen Sanierungsplanantrag bei Gericht eingebracht. Zur Erlangung der Restschuldbefreiung bietet die Schuldnerin den Gläubigern eine Quote in Höhe von 20 Prozent, zahlbar in zwei Jahren. Es handelt sich dabei um das gesetzliche Mindestangebot an die Gläubiger. Ob dieses Angebot überhaupt angemessen respektive finanzierbar ist, werde sich erst zeigen müssen, heißt es aus Tirol.

Ostfriesland: Bäckermeister zu einem Jahr Haft verurteilt

Aurich. (15.12. / usp) Zu einem Jahr Haft plus einer geringen Geldstrafe von 800 Euro ist Anfang Dezember ein Bäckermeister vor dem Amtsgericht Aurich verurteilt worden. Der ehemalige Bäckerei-Unternehmer hatte es über mehrere Monate versäumt, Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Die Haftstrafe wurde ob des angeschlagenen gesundheitlichen Zustands des Bäckermeisters zur Bewährung ausgesetzt, bestätigte der zuständige Richter Ulrich Kötting gegenüber dem WebBaecker. Richter Kötting wies darauf hin, dass das gewählte Strafmaß das höchste ist, das zur Bewährung hätte ausgesetzt werden können. Konkret ging es um den Vorwurf, 2011 in 39 Fällen Kassenbeiträge nicht gezahlt zu haben. Den betroffenen Krankenkassen waren hierdurch insgesamt rund 29.000 Euro entgangen. Das Urteil des Amtsgerichts Aurich entspricht den Forderungen sowohl von Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung – und berücksichtigt, dass der Bäckermeister schon zweimal wegen eines ähnlichen Delikts vor dem Kadi stand – zuletzt beim Amtsgericht Schwerin, wo er mit einer Geldstrafe davonkam. Nach Angaben von Richter Kötting habe der Bäckermeister «wohl noch was» in Schleswig-Holstein zu erwarten. Soll heißen, dass der 60-Jährige im Zuge seiner unternehmerischen Aktivitäten auch im nördlichsten Bundesland versäumte, alle Sozialversicherungsbeiträge ordentlich abzuführen. Der Bäckermeister, der vor Jahren aus dem Landkreis Aurich nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen war, ist heute nicht mehr als Unternehmer tätig.


TERMINE + EVENTS


Bundesakademie: stellt Seminarprogramm H1/2015 vor

Weinheim. (18.12. / adb) Die Bundesakademie des Bäckerhandwerks (ADB) hat das Seminarprogramm für das erste Halbjahr 2015 fertiggestellt. Mit 78 Weiterbildungsmöglichkeiten ist es das umfangreichste Fortbildungsprogramm für die Backbranche. Darin finden sich viele Highlights, wie zum Beispiel die weltweit erste staatlich anerkannte Fortbildung zum Brot-Sommelier respektive zur Brot-Sommeliére, die «Chefschmiede» für die strategische Entwicklung von Führungskräften und natürlich auch viele Trendthemen, wie zum Beispiel «Vegane Torten». Auch wenn Sie gerne von Stars der Bäcker- und Konditoren-Szene lernen möchten, sind Sie gut in Weinheim aufgehoben: Viennoiserie- Weltmeister Peter Yuen aus Chicago, Konditoren- Weltmeister Bernd Siefert, Konditoren-Weltmeisterin Eveline Wild aus Österreich, Josep Pascual aus Barcelona, Martin Yeo aus Singapur, Kultbäcker Peter Kapp und Barista-Weltmeister Thomas Schießl zeigen Ihnen ihre Tricks. Manche Seminare im Offline-Programm sind on Line bereits ausgebucht. Das sollte Sie nicht hindern, Das ADB Seminarprogramm für das erste Halbjahr 2015 (PDF; 6’690 KB) nach Anregungen zu durchsuchen.

Anuga FoodTec 2015: Herausforderung Automatisierung

Berlin. (17.12. / bve) Die Digitalisierung der Produktion hat einen umfassenden Wandel in der Automatisierung in Gang gesetzt, von dem viele Experten als vierte industrielle Revolution sprechen. Werden Anlagen in der Lebensmittelindustrie heute noch zentral gesteuert, sollen künftig cyberphysische Systeme das Kommando übernehmen und die Produktion selbst organisieren. Wie real das Zusammenwachsen von Produktions- und Unternehmens-IT bereits ist und welche Herausforderungen damit für die Automatisierung verbunden sind, können Besucher der Anuga FoodTec vom 24. bis 27. März 2015 in Köln erfahren. Auf der internationalen Leitmesse für die Zulieferer der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wird Industrie 4.0 an vielen Ständen das Schlagwort sein. Fast 200 Unternehmen von insgesamt über 1.400 Ausstellern der Anuga FoodTec 2015 stellen Lösungen aus dem Bereich Automatisierung auf der Messe vor, schreibt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).


IN EIGENER SACHE


Knapp und kompetent: So werden Sie gelesen …

Hamburg. (19.12. / eb) Wie schon erwähnt, wird der WebBaecker auch künftig keine Werbe-Einblendungen der üblichen Art enthalten. Doch will die WebBaecker Herausgeber- Gemeinschaft ab 2015 auch Unternehmen außerhalb der Gemeinschaft die Möglichkeit geben, ihre Konzepte und Dienstleistungen im wöchentlichen Infodienst vorzustellen. Allerdings dürfen die werbenden Unternehmen nicht in Konkurrenz mit den Unternehmen stehen, die die Herausgeber-Gemeinschaft bilden. Auch sollten sie ihre Anliegen klar und deutlich auf den Punkt bringen können ohne irgendein verzwicktes Kauderwelsch. Der WebBaecker Infodienst wird pro Woche von tausenden Bäckerei-Inhabern und anderen Berufsleuten im deutschsprachigen Europa gelesen – die den Newsletter nicht nur erhalten, sondern auch aufmerksam lesen. Zielgerichteter kann die Erklärung Ihrer Konzepte und Dienstleistungen also kaum erfolgen. Dafür erwartet die Herausgeber-Gemeinschaft eine Aufwandsentschädigung, die sich grob an den Anzeigenpreisen anderer Medien in den backenden Branchen orientiert. Die zur Verfügung stehenden Kompetenz-Plätze, auf denen Unternehmen ihre Produkte, Dienstleistungen und Konzepte angemessen darstellen können, sind in der Zahl begrenzt. Jedoch können Interessenten auf die Hilfe aus der Redaktion setzen. Für Details wenden Sie sich bitte an redaktion@webbaecker.de.


MANAGEMENT + BETRIEB


Erbschaftssteuer: BMF zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Berlin. (19.12. / bmf) Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 17. Dezember 2014 entschieden, dass die Verschonungsregelungen der Paragrafen 13a und 13b ErbStG für Betriebsvermögen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften jeweils in Verbindung mit Paragraf 19 Absatz 1 ErbStG nicht mit Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes vereinbar sind. Gleichzeitig hat es deren weitere Anwendung bis zu einer Neuregelung angeordnet und den Gesetzgeber verpflichtet, eine Neuregelung spätestens bis zum 30. Juni 2016 zu treffen. Dazu sagt der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Michael Meister beim Bundesministerium der Finanzen (BMF): «Die Bundesregierung begrüßt die jetzt geschaffene Rechtsklarheit. Das Bundesverfassungsgericht hat die steuerliche Begünstigung des Übergangs von Betriebsvermögen wegen der damit geschützten Arbeitsplätze an sich als mit dem Grundgesetz vereinbar angesehen und lediglich einzelne Aspekte der geltenden Regelungen beanstandet. Nach sorgfältiger Prüfung der schriftlichen Urteilsgründe wird der Gesetzgeber über eine notwendige Neuregelung entscheiden». Die Ertrags- und Verwaltungskompetenz für die Erbschaft- und Schenkungsteuer liegt bei den Ländern. Anfang 2015 wird das BMF die Länder zu einer Besprechung einladen, um das weitere Verfahren für die gebotenen gesetzlichen Änderungen zu besprechen. Die Vergünstigungen sind aus betriebs- und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten notwendig. Die Bundesregierung hält an den Maximen fest:
– keine Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Belastung
– verfassungskonforme Begünstigung übertragenen betrieblichen Vermögens.
In den betroffenen Fällen ergehen die Erbschaft- und Schenkungsteuerbescheide bis zu einer gesetzlichen Neuregelung auch künftig vorläufig.

Bundestag: stärkt Meisterbrief und duale Ausbildung

Berlin. (19.12. / zdh) Nach Bundesregierung und Bundesrat hat sich in dieser Woche auch der Bundestag klar zum Meisterbrief und zum qualifikationsgebundenen Berufszugang im Handwerk bekannt. «Das Handwerk wird so gestärkt an seinem Ziel festhalten, durch hohe Qualifikationsstandards für Ausbildung, Qualität und Verbraucherschutz bei handwerklichen Leistungen in Deutschland zu sorgen», sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Er begrüßt, dass sich die Abgeordneten fraktionsübergreifend für den Antrag der Regierungsfraktionen «Der deutsche Meisterbrief – Erfolgreiche Unternehmerqualifizierung, Basis für handwerkliche Qualität und besondere Bedeutung für die Ausbildung» ausgesprochen haben. «Das ist ein eindeutiges, unumkehrbares Signal an die EU», sagt Wollseifer. Zudem enthält der Antrag viele weitere Punkte, in denen die Bundesregierung aufgefordert wird, das Handwerk und seine Selbstverwaltung zu stärken. Mit einer Ausbildungsquote von acht Prozent bilden Handwerksbetriebe doppelt so viel aus wie andere Wirtschaftsbereiche. 95 Prozent der Jugendlichen werden dabei in meisterpflichtigen Gewerken ausgebildet. Viele von ihnen wechseln als hochqualifizierte Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche. Somit leistet das bundesdeutsche Handwerk einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur europaweit niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit.

BVerwG: Gericht stärkt Ruhe an Sonn- und Feiertagen

Leipzig. (18.12. / bverwg) Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat mit einem in dieser Woche veröffentlichten Beschluss klargestellt, dass es gegen Verfassungsrecht verstößt, wenn Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden, um nach Ladenschluss am vorausgegangenen Werktag um 24:00 Uhr noch anwesende Kunden zu bedienen oder Abwicklungsarbeiten vorzunehmen. Der Klägerin, einer Supermarkt- Handelskette, war vom beklagten Land Berlin aufgegeben worden, die Öffnungszeiten an Samstagen und vor Wochenfeiertagen so zu gestalten, dass nach 24:00 Uhr keine Arbeitnehmer zur Bedienung von Kunden oder zur Erledigung von Abwicklungsarbeiten beschäftigt werden müssen. Die Klägerin hat daraufhin die gerichtliche Feststellung begehrt, hierzu nicht verpflichtet zu sein. Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Feststellungsklage abgewiesen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Berufung der Klägerin zurückgewiesen. Das Berliner Ladenöffnungsgesetz sei nach den Vorgaben des Grundgesetzes einschränkend so auszulegen, dass die fehlende Begrenzung der Ladenöffnung an Werktagen den Arbeitgebern nicht das Recht gebe, an den darauf folgenden Sonn- oder Feiertagen nach 00:00 Uhr Arbeitnehmer zur Bedienung noch anwesender Kunden oder zur Vornahme von Abschlussarbeiten zu beschäftigen. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Auffassung bestätigt und die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision zurückgewiesen (BVerwG 8 B 66.14).

Systemgastronomie: BdS und NGG einigen sich

Berlin. (18.12. / bds) Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben für die über 100.000 Beschäftigten in den Betrieben der deutschen Systemgastronomie ein neues Tarifpaket abgeschlossen, bestehend aus Entgelt- und Manteltarifvertrag. Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden konnte im Rahmen der angesetzten Schlichtung unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer eine Einigung erzielt werden. Die Schlichtung fand unter Führung von BdS-Präsident Wolfgang Goebel und NGG-Vizevorsitzendem Burkhard Siebert statt, die sich Anfang Dezember auf das Schlichtungsverfahren verständigt hatten. Das Tarifpaket tritt zum 01. Januar 2015 in Kraft. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten, der Manteltarifvertrag wurde für fünf Jahre abgeschlossen. Der Entgelttarifvertrag sieht über den gesetzlichen Mindestlohn hinaus gehende Entgelterhöhungen in den unterschiedlichen Tarifgruppen vor. Der Manteltarifvertrag bleibt in weiten Teilen bestehen. Weiterhin wurden für die Beschäftigten in der Systemgastronomie folgende Eckpunkte vereinbart:

  • Ab dem 01. Januar 2015 gilt ein unterster Tariflohn von 8,51 Euro pro Stunde.
  • Die Entgelte der unteren Tarifgruppen steigen überdurchschnittlich.
  • Eine Ost-West-Angleichung in allen Tarifgruppen wird bis spätestens bis zum 01. August 2018 umgesetzt.
  • Der Manteltarifvertrag bleibt für Bestandsmitarbeiter unverändert. Für neue Mitarbeiter bestehen bis zum 31. Juli 2018 Übergangsregelungen.
  • Die Ausbildungsvergütungen werden deutlich erhöht.

Ursula Engelen-Kefer: «Ich bin besonders erfreut über das konstruktive und sachliche Klima für diese schwierigen Tarifverhandlungen nach Einführung des Mindestlohns von beiden Seiten. Ebenfalls möchte ich positiv hervorheben, dass sich beide Tarifparteien darauf geeinigt haben, den Mindestlohn ab dem 01. Januar 2015 voll umfänglich umzusetzen. Gerade in der Systemgastronomie wird der gesetzliche Mindestlohn für viele Arbeitnehmer/innen zu einer Verbesserung ihrer Löhne führen».

Wasserleitungen: Kleines Leck, großer Schaden

Königswinter. (17.12. / SHB) Hätten Sie das gewusst? Leitungswasserschäden sind für Hausbesitzer zunehmend ein Problem. In der Versicherungsstatistik liegen geplatzte Wasserleitungen in bewohnten Gebäuden bei den Schadenursachen ganz vorne, wissen die Fachleute der SHB Allgemeinen Versicherung in Königswinter. Allein 2013 haben die Wohngebäudeversicherer in Deutschland 1,1 Millionen Schadensfälle gezählt, die auf Leitungswasserschäden zurückgehen. In strengen Wintern, wie etwa 2012, entstehen über zehn Prozent der Leitungswasserschäden durch Frost. Auch jetzt wächst wieder die Gefahr, dass Wasserleitungen einfrieren und bei sporadisch einsetzendem Tauwetter platzen. Bevor Sie sich also dem Festtagsgeschäft, den Festtagen an sich und Ihrer verdienten Erholung widmen, prüfen Sie besser noch mal nach, ob Sie Ihrerseits alles getan haben, um etwaige Wasserschäden zu vermeiden. Böse Überraschungen kann man übrigens schon mit einfachen Mitteln vermeiden, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf seiner Homepage kurz zusammengefasst hat. Unter dem Titel «Kleines Leck, großer Schaden» bietet der GDV zudem eine PDF-Broschüre zum Download, die zusätzliche wichtige Informationen enthält, wie Sie Frostschäden vermeiden. Für Detailfragen stehen Ihnen auch gerne die Ansprechpartner der SHB zur Verfügung – und zwar nicht erst, wenn Sie schon mit den Knien im Wasser stehen …

BMWI: Gemeinsam die duale Ausbildung stärken

Berlin. (17.12. / bmwi) Die neue Allianz für Aus- und Weiterbildung ist besiegelt: Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWI), DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer, DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann und KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann haben als Verhandlungsführer für Bundesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Länder die Allianzvereinbarung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin unterzeichnet. Die Partner der Allianz wollen gemeinsam die duale Berufsausbildung in Deutschland stärken und für die Gleichwertigkeit der betrieblichen und akademischen Ausbildung werben. Jedem an Ausbildung interessierten Menschen soll ein Pfad aufgezeigt werden, der ihn frühestmöglich zu einem Berufsabschluss führen kann. Die betriebliche Ausbildung hat dabei klaren Vorrang.

Marvin: HotFix 50 – Final Release für die Allergene

Kronau. (17.12. / goe) Allen Unkenrufen zum Trotz ist es dem BMEL tatsächlich gelungen, gerade noch rechtzeitig eine vorläufige Durchführungsverordnung zur Lebensmittel- Informations- Verordnung EU 1169/2011 auf den Weg zu bringen. Deutschland hat jetzt immerhin eine «VorlLMIEV», die festlegt, wie und in welcher Form der Endverbraucher seit dem 14. Dezember über Allergene und Inhaltsstoffe informiert werden muss. Aus diesem Grund gibt es jetzt per HotFix eine kleine Aktualisierung der Allergenfunktionen und Ausdrucke in der modularen Bäckerei-Software Marvin. Speziell die Erstellung der Allergenkladden für Filialen und Wiederverkäufer wurde dabei angepasst und optimiert. Zusätzlich wurde die Excel-Export-Funktion für Allergene erweitert, so dass Anwender auf einfachste Weise für jeden Wiederverkäufer eine E-Mail-versandfertige Datei erzeugen können, die dessen Sortiment enthält. Selbstverständlich wurden auch andere Teilbereiche, die mit dieser Funktion zusammenhängen, nochmals erweitert. Hierzu gehört zum Beispiel die Anbindung an das Internet-basierte Datenportal «datenlink.info» der Bäko Zentrale Süddeutschland. Eine weitere Schnittstelle zum «Backbüro» der Zentrale Nord wird im Januar 2015 verfügbar sein. Die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner informieren Sie gerne über das neue Marvin Edition 2014 Hotfix 50 und unterstützen Sie bei Bedarf auch bei der Installation.

ZDH: Stopp der Aufzeichnungsbürokratie beim Mindestlohn!

Berlin. (17.12. / zdh) Geradezu Angst vor einer unverhältnismäßigen Aufzeichnungsbürokratie herrsche im Handwerk. Grund seien die praxisfernen Regelungen zur Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns, die der Entwurf einer Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales enthalte. «Tausende Betriebe und hunderttausende gut verdienende Beschäftigte werden damit unnötig gegängelt», sagt der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. Hier dürfe nach Meinung des Handwerks kein Schutzbedürfnis künstlich konstruiert werden. Auch die bewährte Kultur der Vertrauensarbeitszeit dürfe nicht beschädigt werden. Der Verordnungsentwurf sieht vor, nur Führungskräfte mit einem Monatsentgelt über 4.500 Euro und mit einer herausgehobenen arbeitsrechtlichen Stellung von den Dokumentationspflichten des Mindestlohngesetzes zu befreien. «Das ist eine Placebo-Verordnung», sagt Schwannecke. Er fordert, dass zumindest kaufmännisch / technische Angestellte, die ohnehin weit über dem Mindestlohn vergütet würden, von unnötigen Aufzeichnungspflichten befreit werden. Damit würden auch die Vollzugsbehörden entlastet. Schwannecke: «Wir erwarten auch weiterhin eine effektive Kontrolle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung in besonders betroffenen Branchen».

Deutsches Know-how in Kamerun: Hilfe willkommen!

Buchholz / Nordheide. (17.12. / ele) Génération Tiers Monde (GTM) ist ein Verein mit Sitz in Deutschland, dessen Mitglieder sowohl in Europa als auch in verschiedenen Staaten Afrikas leben. Gemeinsam versuchen sie ihren Beitrag zum Kampf gegen die Armut und gegen die globale Zerstörung der Umwelt zu leisten. Um den Problemen beizukommen, die sich vor allem aus dem enormen Bevölkerungszuwachs in den Ländern der sogenannten Dritten Welt ergeben, ist es dem Verein wichtig, eine internationale Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren und Handwerkern anzuregen – um damit etwa die Techniken einer klimagerechten und Ressourcen schonenden Bauweise zu vermitteln oder (in Kamerun) Bäcker/innen nach dem Vorbild des bundesdeutschen Bäckerhandwerks auszubilden. Um seinen Zielen näherzukommen, hat der Verein GTM «AWOLI» gegründet, um zum Beispiel den Aufbau einer Berufsschule im Grasland Kamerun finanziell zu unterstützen. Natürlich ist Génération Tiers Monde auf Spenden, Partnerschaften und andere materielle wie immaterielle Zuwendungen angewiesen. Das Team von ELEKOM Technik ist in beratender Funktion für AWOLI tätig. Dabei geht es vor allem um den Aufbau der Berufsschule in Banenga (German Cameroonian Know How School) und die weitere Entwicklung der Lehrbackstube in Douala. Fragen zur Produktionstechnik, zu Produktionsabläufen und der Beschaffung von Maschinen können von Buchholz aus leichter geklärt werden. So ist es den Fachleuten aus der Nordheide bereits gelungen, das gemeinnützige Projekt in Kamerun mit einem potentiellen Partner aus Deutschland zu verbinden. «Da wir alles aus einer Hand bieten können, sind wir für GTM und AWOLI sehr interessant. So können die Organisationen mit den wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, das Maximum rausholen – weil wir das im Vorfeld genau betrachten und nach unseren hohen Standards analysieren», sagt Alberto Baptista von ELEKOM. Örtliche Gepflogenheiten und Arbeitsweisen würden dabei selbstverständlich berücksichtigt. Fragen zum Projekt beantwortet Alberto Baptista gerne unter info@elekom.de.

Volkswirtschaft: Mittelstand altert im Zeitraffer

Frankfurt / Main. (15.12. / kfw) Deutschland steckt in der Demografiefalle. Die Bevölkerungszahlen sinken. Das Durchschnittsalter steigt. Die mittelständischen Unternehmer folgen diesem Trend im beschleunigten Tempo. Der Anteil der über 60-jährigen Unternehmer steigt rapide. Gleichzeitig rücken immer weniger junge Unternehmer nach. Ältere Unternehmer zeichnen sich aus durch Erfahrung, Fachwissen und Treue zum Unternehmen. Der Nachwuchs kann davon profitieren. Gefahren drohen dennoch, denn ältere Unternehmer sind weniger investitionsfreudig als jüngere – heißt es im jüngsten «Volkswirtschaft Kompakt» der KfW Bankengruppe (Format PDF).


TRENDS + KONZEPTE


Immaterielles Kulturerbe: Genossenschaftsidee einzigartig

Bonn. (13.12. / duk) Deutschland nimmt 27 Traditionen und Wissensformen in sein neues bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf und setzt damit das entsprechende Unesco-Übereinkommen um. Zu den lebendigen Traditionen, die die Kriterien erfüllen, zählen etwa das Chorsingen, die Morsetelegrafie, die Flößerei, die Orgelbautradition und die Brotkultur. Außerdem nominierten die Experten aus den 27 Kulturformen die Genossenschaftsidee für die internationale «Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit». «Das bundesweite Verzeichnis ist ein Spiegelbild der kulturellen Vielfalt in Deutschland. Und es macht gleichzeitig deutlich, mit welchem großartigen Engagement die Zivilgesellschaft traditionelle kulturelle Bräuche und Techniken bis heute pflegt, modern interpretiert und an nachfolgende Generationen weitergibt», sagt Sylvia Löhrmann als Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK). Deutschland wird seine erste Nominierung bei der Unesco im März 2015 einreichen. Die Aufnahme der Genossenschaftsidee würde der internationalen Vielfalt des immateriellen Kulturerbes eine neue Facette hinzufügen. Bislang ist eine solche Form der gesellschaftlichen Selbstorganisation auf den Unesco-Listen nicht vertreten. Die Genossenschaftsidee wurde gemeinsam von Gruppen aus Rheinland-Pfalz und Sachsen vorgeschlagen und mit Empfehlungen beider Länder weitergeleitet. Insgesamt waren 83 Traditionen und Wissensformen nach einer Auswertung durch die Bundesländer in der engeren Wahl (Volltext).

Immaterielles Kulturerbe: Deutsche Brotkultur aufgenommen

Berlin. (13.12. / ZV) Die Kultusministerkonferenz (KMK) der Bundesrepublik Deutschland hat unter anderem die Deutsche Brotkultur in das neue bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und setzt damit ein entsprechendes Unesco-Übereinkommen um. Damit ist die erste große Hürde zur Aufnahme in das internationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco genommen, schreibt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV). «Wir freuen uns, dass unsere Bewerbung von November 2013 das Expertenkomitee der Deutschen Unesco-Kommission überzeugt hat und möchten uns herzlich für die Anerkennung bedanken», freut sich ZV-Präsident Peter Becker. «Unser besonderer Dank gilt aber auch allen Landesinnungsverbänden und Bäckerorganisationen, die uns bei der Bewerbung und im Antragsverfahren unterstützt haben. Und natürlich allen Bäckern, die ihre Brotrezepte in unser bundesweites Brotregister eingetragen haben». Nach Aussage des Expertenkomitees würdigt der Antrag des Zentralverbands in besonderer Weise die lebendige soziale und symbolische Praxis der Deutschen Brotkultur, die vom vielfältigen Wissen der Bäcker geprägt sei. Mit über 3.200 eingetragenen Brot-Spezialitäten im Brotregister ist die Deutsche Brotkultur einzigartig. Darum bemühte sich der Verband seit geraumer Zeit um den Schutz und die Förderung der Deutschen Brotkultur durch die Unesco. Nachdem Deutschland 2013 das Unesco-Abkommen zum Erhalt des immateriellen Kulturerbes ratifiziert hatte, reichte der Verband die Bewerbung ein. «Mit der jetzigen Entscheidung haben wir für den Schutz und Erhalt der Deutschen Brotkultur in Deutschland einen wichtigen Schritt gemacht», betont ZV-Hauptgeschäftsführer Amin Werner. «Wir sind stolz und freuen uns im Namen des gesamten Bäckerhandwerks über diese bedeutende Anerkennung».

Definition: Was genau nochmal ist «Deutsche Brotkultur»?

Hamburg. (13.12. / usp) Da gibt es einen Satz in der Pressemitteilung des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) zur Aufnahme der Deutschen Brotkultur in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes, den fand der WebBaecker bemerkenswert: «Der Zentralverband und die angeschlossenen Organisationen werden gebeten, besonders darauf zu achten, dass bestimmte Entwicklungen, vor allem die industrielle Fertigung, nicht als Teil des immateriellen Kulturerbes ‘Deutsche Brotkultur’ betrachtet werden …». Nun begleitet die Diskussion, wo Bäcker-Hand-Werk aufhört und das überwiegende Bäckerhandwerk mit seinen halb-automatisieren Manufakturen beginnt, die Branche seit vielen Jahren. Der ZV versteht sich als Verband «aller Bäcker» und vernetzt sich entsprechend. Wie soll ein Verband also, der möglicherweise in verschiedenen Interessenkonflikten steht, «besonders darauf achten, dass bestimmte Entwicklungen, vor allem die industrielle Fertigung, nicht als Teil des immateriellen Kulturerbes ‘Deutsche Brotkultur’ betrachtet werden»? Andererseits hat Deutschland eine innovative Brotindustrie, die ihrerseits zum Teil ebenfalls auf eine zumindest Jahrhunderte alte Tradition zurückblickt. Ist die jetzt von der «Deutschen Brotkultur» ausgeschlossen, nur weil sie vollautomatisiert – formschön und wohlschmeckend – das zustande bringt, was mancher Hand-Werker allein schon aus Kostengründen gar nicht mehr leisten kann? Überhaupt: Sind die Verfahren der bundesdeutschen Großbäckereien nicht auch Teil der «Deutschen Brotkultur»? Fragen über Fragen! Also wandte sich der WebBaecker an den zuständigen Sprecher der Deutschen Unesco-Kommission, der eine angenehm knappe Definition für die Deutsche Brotkultur lieferte:

Produkte sind grundsätzlich nicht Teil einer Ausdrucksform immateriellen Kulturerbes. Beim immateriellen Kulturerbe geht es um das weitergegebene Wissen und Können. Insofern ist die Deutsche Brotkultur eine lebendige Tradition. Jedoch zählen zu stark industriell geprägte Kulturformen, bei denen der Mensch als Wissensträger zunehmend eine nachrangige Rolle spielt, nicht zum immateriellen Kulturerbe.

Genau hier sei die Grenze zu ziehen. Die eingangs erwähnte Formulierung «Der Zentralverband und die angeschlossenen Organisationen werden gebeten …» stammt aus der Begründung des Unesco-Expertenkomitees, aus der der ZV in seiner Mitteilung zitierte. Er gehört nicht zur Darstellung des Bäckerhandwerks auf unesco.de, sondern zum Schreiben, mit dem das Komitee den Verband über die Aufnahme der Deutschen Brotkultur in das bundesweite Verzeichnis informierte.

Debatte: Was ist und darf «echte» Handwerksbäckerei?

Hamburg. (13.12. / usp) «Beim immateriellen Kulturerbe geht es um das weitergegebene Wissen und Können. Insofern ist die Deutsche Brotkultur eine lebendige Tradition. Jedoch zählen zu stark industriell geprägte Kulturformen, bei denen der Mensch als Wissensträger zunehmend eine nachrangige Rolle spielt, nicht zum immateriellen Kulturerbe». Das ist die Definition für die Brotkultur, die in das neue bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Jedenfalls hatte sich der WebBaecker diese Beschreibung von der Deutschen Unesco-Kommission schriftlich geben lassen, womit die Fragen aber nicht aufhören: Was sagen Bäckereitechniker und -technologen zu dieser Definition, wissen die nix? Was sagt die VDMA-Fachabteilung Bäckereimaschinen, sitzen in deren Mitgliederversammlung nur Ahnungslose? Oder anders herum: Wissen die vielen Handwerksbäcker im Land, die Tag für Tag mit industriell erzeugten Brotbackmitteln, Vor- und Fertigmischungen hantieren immer, was sie da tun? Wissen sie um jeden einzelnen Inhaltsstoff und dessen Wirkungsweise? Könnten sie von heute auf morgen auf diese Mittel verzichten, ohne dass die Produktion zusammenbricht? Kurzm: So leicht ist die Grenze, wo bäckerhandwerkliche Manufaktur aufhört und Brotindustrie beginnt, nicht zu ziehen. Im Grunde ist das auch nur eine Phantom-Diskussion. Die Menschen im Land wollen «ehrliches Brot» und «ehrliche Brötchen». Was immer das ist. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) wiederum, der berufliche Heimat für «alle Bäcker» sein möchte und bleiben will, konnte kaum mehr tun, als die Diskussion um die hiesige Brotkultur anzustoßen. Absolut unbefangen und ohne jeden Sachzwang geht hingegen das BackBlog «Das kleine Glück» von Philipp Schreyer aus Wendlingen das Thema an. Schreyer hat einen Aufruf initiiert, um Handwerksbäcker in Deutschland zu unterstützen. Er wünscht sich eine Bäckerei nach dem Vorbild Frankreichs (Stichwort: Décret N°93-1074) und hat dafür sogar eine Petition ins Leben gerufen auf OpenPetition.de. Man muss sich nicht mit jedem Wort einverstanden erklären. Das Anliegen jedoch ist ehrenhaft, die Debatte interessant. Nehmen Sie sich eine Minute Zeit und unterstützen Sie diese Bewegung.


MARKETING + VERKAUF


Statistik: 63 Prozent der Internetnutzer surfen auch mobil

Wiesbaden. (18.12. / destatis) Immer mehr Internetnutzer gehen auch mobil ins Netz: Im ersten Quartal 2014 haben 63 Prozent der Nutzer ab zehn Jahren einen mobilen Zugang zum Internet gewählt. Im Q1/2013 hatte der Anteil noch bei 51 Prozent gelegen. Insgesamt gingen im Q1/2014 rund 37 Millionen Personen mobil ins Internet, 7,3 Millionen mehr als im Q1/2013 (plus 25 Prozent). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war der Anteil unter den 16- bis 24-jährigen Personen, die im Q1/2014 mobil online waren, mit 90 Prozent am höchsten. Bei der mobilen Internetnutzung werden vor allem Handys, Smartphones und tragbare Computer wie Laptops, Netbooks und Tablet-Computer über ein Mobilfunknetz oder ein drahtloses Netzwerk verwendet. Insgesamt waren 82 Prozent aller Personen, die im Q1/2014 das Internet nutzten, fast täglich online, 13 Prozent mindestens einmal in der Woche und fünf Prozent seltener als einmal in der Woche. Besonders häufige Online-Aktivitäten waren das Versenden von E-Mails (91 Prozent), die Informationssuche im Netz über Waren und Dienstleistungen (90 Prozent), das Online-Lesen von Nachrichten und Zeitungen (68 Prozent), die Nutzung von Reisedienstleistungen (61 Prozent) und die Teilnahme an sozialen Netzwerken im Internet (50 Prozent). Der Anteil der privaten Haushalte mit Zugang zum Internet nahm 2014 mit 84 Prozent gegenüber 2013 (82 Prozent) noch einmal leicht zu.

Was ist «Virales Marketing» und welchen Nutzen hat es?

Isernhagen / Hannover. (17.12. / ge) Nach dem Viral-Hit «Supergeil» aus dem Frühjahr diesen Jahres hat Edeka in den letzten Wochen die «Kassensymphonie» veröffentlicht. In diesem Video dienen die Einkaufskassen eines gut besuchten Edeka Marktes zur Überraschung der Kunden als Instrumente für das Weihnachtslied «Jingle Bells». Der Konkurrent Rewe zog daraufhin mit dem YouTube-Video «Weihnachtszeit mit Rewe» nach. Darin singt eine Vielzahl von Menschen aus dem Alltag – von einer Opernsängerin über Feuerwehrmänner, bis hin zu Fußball spielenden Kindern – gemeinsam das Weihnachtslied «Oh du fröhliche». Währenddessen stopfen sie sich den Mund mit Essen von Rewe voll. Doch warum bezeichnet man bestimmte Werbespots als viral? Der Term «viral» besagt, dass Informationen über ein oder mehrere Produkte oder Dienstleistungen innerhalb kürzester Zeit, ähnlich einem biologischen Virus, von Mensch zu Mensch weiter getragen werden. Dieser Effekt entsteht, wenn ein Besucher zum Beispiel ein Video seinem Freundeskreis empfiehlt und diese es wiederum an ihre Freunde weiterreichen, und so weiter. Fand die Erstellung von solchen Videos ursprünglich mit minimalem finanziellem Aufwand statt oder wurde es oft sogar gar nicht vom Unternehmen selbst geplant, ist aktuell eine Tendenz dahingehend zu erkennen, dass einige Unternehmen viel Geld investieren, um einen viralen Hit zu landen. Dabei wird in der Regel das Ziel verfolgt, die Markenbekanntheit zu steigern und der Marke durch die Kampagne bestimmte, gegebenenfalls auch neue Attribute zuzuordnen. Virale Marketing Kampagnen beinhalten allerdings auch ein großes Risiko. Hat eine Kampagne erst einmal angefangen, ist es so gut wie unmöglich, diese im Nachhinein zu stoppen oder zu kontrollieren. Darüber hinaus wird nur ein sehr geringer Prozentsatz der viral geplanten Kampagnen wirklich zu einem viralen Hit. Haben Sie Fragen rund um das Thema «Virales Marketing», wenden Sie sich gerne an Philipp Hartmann von der Gehrke Econ Gruppe per E-Mail oder Telefon unter 0511/70050-484.

TTIP: GTAI bietet umfangreiches «Special»

Berlin. (17.12. / gtai) Germany Trade + Invest (GTAI) bietet seit neuestem ein kompaktes Informationsangebot zu der geplanten transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die seit Juli 2013 zwischen der EU und den USA verhandelt wird. Dieses «Special» bündelt aktuelle und kompakte GTAI-Hintergrundberichte zu den wichtigsten deutschen Exportbranchen sowie weitere Details, um eine transparente und konstruktive Diskussion zu TTIP zu unterstützen und deutschen Unternehmen einen ersten Überblick zu ermöglichen. Die Amerika-Korrespondenten der GTAI in Washington, San Francisco und New York sowie die Länderspezialisten in Bonn und Berlin berichten hier regelmäßig und praxisnah zu den wichtigsten Themen, die auf der Tagesordnung der TTIP-Verhandlungspartner in Brüssel und Washington stehen.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Costa Coffee continues to perform strongly

Hamburg. (bm) British Whitbread PLC reported its trading update for Q3/2014. Costa Coffee, Europe´s largest coffee shop chain and part of Whitbread, continues to perform strongly, growing total system sales by 15.9 percent to 1’022.0 million GBP, (17.5 percent at constant currency). Within this, franchise sales were up 14.7 percent to 398.1 million GBP. Other topics of the week:

Title Region Date
General Mills: Reports Fiscal Q2/2015 Results (US) Fri 12-19
ADM: Completes Sale of South American Fertilizer Business (US) Fri 12-19
Krispy Kreme: Morgan to Transition to Non-Executive Chairman (US) Fri 12-19
Wendy’s: Company Elevates Executive Leadership Assignments (US) Fri 12-19
50 million USD: Gruma to build factory in Russia (MX) Thu 12-18
USDA: recognizes unique needs of organic industry (US) Thu 12-18
OTA: about check-off exemption for organic (US) Thu 12-18
ADM: to Sell Global Cocoa Business to Olam (US) Wed 12-17
RBI: Announces Senior Leadership Team and Board of Directors (CA) Wed 12-17
Krispy Kreme: New Member Joins Board of Directors (US) Wed 12-17
Greggs: Announces H2/2014 Trading Update (UK) Tue 12-16
Domino’s Pizza: Opens First Store in Kenya (US) Tue 12-16
Restaurant Brands: Completes THI and BKW Transaction (CA) Mon 12-15
Berkshire Hathaway: Completes Investment in RBI (US) Mon 12-15
ADM: to Establish Tech Center in Erlanger, Kentucky (US) Mon 12-15
Food security: Egypt launches country-wide network (US) Mon 12-15
Whitbread: reports trading update for Q3/2014 (UK) Sat 12-13
Krispy Kreme: Expands Its Presence In South Korea (US) Sat 12-13


REZEPTE + IDEEN


Brunsli: mit besonders viel Schokoladengeschmack

Hamburg. (19.12. / eb) Gutes Essen gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum. Manche kulinarische Tradition geht dabei zurück bis ins Mittelalter oder gar zu den alten Germanen. Dass Weihnachten nach wie vor (oder wieder …) so viel gebacken wird, sei so ein Brauch aus alter Germanenzeit, schreibt die «Deutsche Welle». Das Gebäck habe in grauer Vorzeit als Opfergabe für die Götter gedient. Und weil Weihnachten alles aus der Ernte des Jahres auf den Tisch gekommen sei, enthielten die meisten Weihnachtsbrote oder Weihnachtskuchen bis heute alles, was die Natur hergibt: Getreide und Nüsse, Pflaumen, Honig, Rosinen, Marzipan, Kirschwasser und, und. Wikipedia hingegen weist Parallelen zwischen Weihnachten und alten germanischen Bräuchen eher zurück. Auch beim Thema Weihnachtsbaum räumt die Online-Enzyklopädie mit mancher lieb gewonnenen Vorstellung auf und erklärt, weshalb die Entwicklung des Christbaums keinen eindeutigen Anfang hat, sondern sich aus Bräuchen verschiedener Kulturen zusammensetzt. Viele Zeilen später erst darf das Bäckerherz endlich aufatmen: «Die erste Erwähnung eines Christbaums stammt aus dem Jahr 1419. Die Freiburger Bäckerschaft hatte einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt, den die Kinder nach Abschütteln an Neujahr plündern durften». Mit dem Stichwort Naschwerk ist die Brücke geschlagen zur badischen Backkunst. «Brunsli» gehören zweifellos dazu und sind in der Region weit verbreitet. Das folgende Rezept «mit besonders viel Schokoladengeschmack» ist dem Fundus von «Betty Bossi» entnommen. Es beschränkt sich auf haushaltsübliche Mengen – Profis wissen damit umzugehen.

Zutaten: 250g Zucker, 250g gemahlene Mandeln, 1 Prise Zimt, 2 EL Mehl, 2 Eiklar, 100g dunkle Kuvertüre.

Zubereitung: Zucker, Mandeln, Zimt und Mehl mischen. Die zwei Eiklar aufschlagen und darunter ziehen. Die Kuvertüre schmelzen, beigeben und mischen. Eine Stunde gekühlt ruhen lassen.

Den Teig auf fünf Millimeter ausrollen. Brunsli mit einer Form von rund fünf Zentimeter Durchmesser ausstechen und auf einem mit Backpapier belegten Blech einige Stunden stehen lassen. Danach bei 250° Celsius für etwa fünf Minuten backen.

Hinweis: Insgesamt gibt es sehr viele verschiedene Brunsli-Anleitungen. Ein Streifzug durchs Internet lohnt auf jeden Fall, sofern Sie «Ihr» Rezept nicht längst gefunden haben.