WB-50-2009

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 50. KW 2009 (05.12. bis 11.12.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bastian’s: neue Attraktion im Salzburger Land
02. Muschelknautz: Insolvenzverfahren eröffnet
03. Müller GmbH: stellt Produktion komplett ein
04. Fraport: «Shopping Plaza fertig gestellt»

TERMINE + EVENTS:
05. iba 2012: vorverlegt in den September
06. «Hauptsache Arbeit»: aid infodienst unterstützt HDG
07. HS OWL: Neues aus der Back- und Süßwarentechnologie
08. IGW 2010: Partnerland Ungarn kommt groß raus

MANAGEMENT + BETRIEB:
09. Goecom: unterstützt «Leben pur» für Kinder
10. E-Invoicing: Potenzial längst nicht ausgeschöpft
11. BMELV und DIHK: Exportförderung für die Ernährungsbranche
12. ZDH: Handwerk profitiert 2010 von Steuererleichterungen

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
13. GfK: Salziges vorm Fernseher – Süßes vor dem PC

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
14. Gewürznelke: Exot mit besonderer Wirkung
15. VDM: Pro-Kopf-Verbrauchs an Mahlerzeugnissen geht zurück
16. BDSI: Spekulanten lassen Kakaopreise explodieren

PERSONEN + EHRUNGEN:
17. Bundesverdienstkreuz würdigt Engagement
18. Lekkerland: Vice President Operations geht
19. LIV: Staatsehrenpreis für Bayerns beste Bäcker

BOOKMARKS + BOOKS:
20. On Line: Abstimmung über neues EU-Bio-Logo läuft
21. BVE: Corporate Responsibility in der Ernährungsbranche
22. Global Industry: Cadbury workers unite to resist Kraft’s bid

REZEPTE + IDEEN:
23. Sterntaler Torte: ein besonderer Genuss


MARKT + UNTERNEHMEN


Bastian’s: neue Attraktion im Salzburger Land

Wals / AT. (11.12. / div) Aller guten Dinge sind Drei und so öffnete das erste «Bastian´s» außerhalb Deutschlands dieser Tage im österreichischen Bundesland Salzburg seine Pforten – im Designer Outlet Center (DOC) Wals-Siezenheim oder, wie es die Homepage des Premium-Bäckerei-Konzepts ausweist, in Wals-Himmelreich. Wie auch immer: Es sei eine Auszeichnung für das DOC, dass es als erster Standort außerhalb Deutschlands für eine Betriebsstätte des deutschen Meisterbäckers Bastian´s ausgewählt wurde. Bestechend und erfolgversprechend sei das Konzept des Unternehmens, das die Zeit zurückdreht und die traditionelle Handwerkskunst des Backens auf seine Weise wieder hochleben lässt, sagte Landeshauptfrau Magister Gabi Burgstaller während der Eröffnung. Sie kann zufrieden sein, denn neben den bereits vorhandenen 600 Arbeitsplätzen brachte Bastian´s 25 weitere mit hinzu. Neben der «Keimzelle» in Düsseldorf sowie einer Filiale in Köln empfinden Bastian´s Geschäftsführerinnen Hiltrud Seggewiß und Stephanie Manegold den neuen Standort sicher ebenfalls als interessante Bereicherung. Die Bastian´s GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf ist ein Unternehmen der International Food Retail Capital PLC (IFR Capital), in Deutschland besser bekannt durch das Subunternehmen Heiner Kamps Beteiligungsgesellschaft.

Muschelknautz: Insolvenzverfahren eröffnet

Edingen-Neckarhausen. (05.12. / div) Über das Vermögen der Bäckerei Muschelknautz GmbH ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das teilte Insolvenzverwalter Michael Bauer aus Mannheim der Lokalpresse mit. Der Geschäftsbetrieb werde zunächst fortgeführt. Nach wie vor laufen demnach Gespräche mit möglichen Investoren, um die Bäckerei aus Edingen-Neckarhausen zu retten. «Ich bin positiv gestimmt, dass wir erfolgreich sein werden», sagte Bauer gegenüber dem «Mannheimer Morgen». Das Unternehmen mit rund 140 Mitarbeitenden und 15 Filialen im Rhein-Neckar-Kreis ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte im September Insolvenz angemeldet.

Müller GmbH: stellt Produktion komplett ein

Leverkusen. (05.12. / wz) Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang Dezember haben alle 70 Mitarbeiter der Bäckerei Müller GmbH in Pattscheid vom Wuppertaler Insolvenzverwalter Jörg Bornheimer die Kündigung erhalten. Ein verlustfreier Betrieb sei nicht mehr möglich, sagte ein Sprecher gegenüber der «Westdeutschen Zeitung». Die Beschäftigten seien mit sofortiger Wirkung freigestellt und bezögen jetzt Arbeitslosengeld. In der GmbH mit den Geschäftsführern Norbert Müller und den Söhnen Norbert und Frank waren acht Filialen in Leverkusen, Burscheid, Leichlingen, Wermelskirchen und Monheim sowie ein Verkaufswagen vor dem Pattscheider Firmensitz zusammengefasst. Mehrere Filialen seien bereits verkauft; für andere zeichne sich eine Nachfolgeregelung ab.

Fraport: «Shopping Plaza fertig gestellt»

Frankfurt / Main. (05.12. / fra) Ein neuer Marktplatz mit mehr als 1.000 Quadratmetern Fläche steht jetzt Besuchern und Fluggästen im Terminal 2 komplett zur Verfügung. In der zentral unter der Sky Line Station gelegenen «Shopping Plaza» haben die letzten Geschäfte ihren Standort bezogen, berichtet die Fraport AG – Frankfurt Airport Services Worldwide. Im Zentrum der tagsüber von natürlichem Licht durchfluteten «Shopping Plaza» befindet sich demnach ein Gastronomie-Betrieb, der hierzulande noch zu den Raritäten zählt: «Le Pain Quotidien» (LPQ) – eine gemütliche Mischung aus Bäckerei und Restaurant mit rustikaler Anmutung im Landhausstil. Hier wird auf Basis von frischen, knusprigen Sauerteigbroten Typisches aus der belgisch-französischen Küche geboten, darunter die beliebten sandwichartigen Tartines – endet die Fraport-Meldung. Wie wir wissen, handelt es sich hierbei um LPQ Nr. 3 in Deutschland – siehe WebBaecker 46/2009.


TERMINE + EVENTS


iba 2012: vorverlegt in den September

München. (11.12. / ghm) Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und die Gesellschaft für Handwerksmessen teilen mit, dass der Termin für die iba 2012 vorverlegt ist. Sie findet nun in München vom 17. bis 22. September 2012 statt. Damit beginnt die Weltleitmesse für Bäcker und Konditoren vor dem Oktoberfest und endet am ersten Tag des weltweit größten Volksfests.

«Hauptsache Arbeit»: aid infodienst unterstützt HDG

Image Bonn. (10.12. / aid) Im Bonner Haus der Geschichte (HDG) läuft seit Anfang Dezember die Wechselausstellung «Hauptsache Arbeit». Die beschäftigt sich mit dem Wandel der Arbeitswelt nach 1945 und beleuchtet damit hochaktuelle Aspekte in der Geschichte. Arbeit macht für die meisten Menschen den Großteil des Lebens aus und sie definierten sich über die Arbeit. Arbeit bildet nicht nur die materielle Basis, sondern ist auch Selbstbestätigung. Das gilt in der Landwirtschaft noch viel mehr als in anderen Wirtschaftsbereichen, weiß der aid Infodienst. Die Ausstellung im HDG setzt sich in neun Bereichen anhand von Fallbeispielen mit persönlichen Erfahrungen in Ost- und Westdeutschland auseinander und stellt Bezüge zu aktuellen Entwicklungen her. Ein Teil der Ausstellung widmet sich auch der Landwirtschaft. Die Dokumentation erfolgt ganz wesentlich mit Filmen und Heften, die unter anderem der aid infodienst zur Verfügung gestellt hat. Hier zeigt sich im historischen Rückblick, wie wichtig der aid die Entwicklung in der Landwirtschaft seit dem zweiten Weltkrieg zum Beispiel mit seinem Filmvorführdienst mitbestimmt und begleitet hat, aber auch wie aktuell manche Themen nach 60 Jahren noch sind. Insgesamt eine sehenswerte Ausstellung, die ebenso zurückblickt wie sie Bezüge zur aktuellen Arbeitswelt herstellt und Fragen zur Zukunft nicht außer acht lässt. Die Ausstellung läuft bis zum 05. April 2010.

HS OWL: Neues aus der Back- und Süßwarentechnologie

Lemgo. (09.12. / owl) Der Fachbereichstag Life Science Technologies an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe Anfang Dezember stand unter dem Motto «Fakten, Trends und News: Back- und Süßwarentechnologie» (Programm – Format PDF). Professoren, Gäste aus der Industrie, Ehemalige als auch viele Studierende folgten der gut besuchten Veranstaltung in Lemgo.
Info: https://www.webbaecker.de/r_termine/2009/5009-HS-OWL-FB4.HTM

IGW 2010: Partnerland Ungarn kommt groß raus

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Berlin. (07.12. / igw) Im kommenden Januar ist Ungarn Partnerland der Internationalen Grünen Woche (IGW). Vom 15. bis 24. Januar stehen beim bislang größten Auftritt des Landes neben der gesamten Agrar- und Lebensmittelproduktion touristische und kulturelle Highlights im Mittelpunkt der Präsentation. Dafür hat Ungarn die komplette Halle 10.2 des Berliner Messegeländes belegt. Deutschland ist für die ungarische Agrarwirtschaft der Markt Nummer eins. Im letzten Jahrzehnt hat sich der Wert, der auf den deutschen Markt gelangten Erzeugnisse verdoppelt und erreichte 2008 nahezu 860 Millionen Euro. 15 Prozent des gesamten ungarischen Agrarexports, der sich auf rund 5,7 Milliarden Euro beläuft, ging nach Deutschland. Die IGW ist die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Regelmäßig rund 400.000 Besucher (davon etwa 112.000 Fachbesucher) nutzen das Angebot der über 1.500 Aussteller auf 115.000 Quadratmetern brutto – sowie das umfangreiche Rahmenprogramm mit mehr als 300 Veranstaltungen – um sich über die Themen aus Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus auf dem Laufenden zu halten. Kurzum: Die IGW ist sicher einen Abstecher wert.


MANAGEMENT + BETRIEB


Goecom: unterstützt «Leben pur» für Kinder

Bruchsal / Kronau. (11.12. / goe) Gemeinsam mit der Fachstelle Sucht am baden-württembergischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation (bwlv) hat der Software-Spezialist Goecom in Bruchsal die Einrichtung einer Kindergruppe ermöglicht. «Im Vergleich zu anderen haben Kinder aus Suchtfamilien ein sechsmal höheres Risiko, selbst abhängig zu werden», sagt die Sozialpädagogin und Leiterin der Gruppe Lisa Häntsch. Durch die unbeschwerte Zeit in der Kindergruppe soll ein Ausgleich geschaffen werden und ein Freiraum, in dem die Kinder vertrauensvoll miteinander spielen und etwas unternehmen können – und zudem über ihre häusliche Situation reden. Hierzu ist ein freundlicher Raum notwendig, in dem sich die Kinder wohlfühlen und öffnen können. «Wer die Augen aufmacht erkennt, wie diese Kinder unter ihrer familiären Situation leiden und von ihr beeinträchtigt werden», sagt Goecom-Geschäftsführer Bernd Ratzel. Sein Angebot gilt für die Ausstattung der Gruppe mit notwendigem Material, für die Einrichtung des Raumes und für sonstige Aufwendungen. «Eine Fachkraft soll die inhaltliche Arbeit tun», sagt er. «Ich möchte dem Verband finanziell den Rücken frei halten, damit er sich dieser wichtigen Aufgabe langfristig widmen kann». Ratzels Ziel ist, dass sogar ein Heilpädagoge für die Kinder zur Verfügung steht. «So sollen aus Verlierern Gewinner werden», sagt Ratzel zu seinem Engagement bei «Leben pur».

E-Invoicing: Potenzial längst nicht ausgeschöpft

Neuss. (11.12. / vc) Einer aktuellen Studie zufolge arbeiten noch immer 35 Prozent der Betriebe im deutschsprachigen Raum ausschließlich mit Papierrechnungen und verschwenden damit Zeit und Geld, berichtet der Verband der Vereine Creditreform. Nur 15 Prozent haben bereits maximal die Hälfte ihrer Eingangsrechnungen digitalisiert. Damit hinken in vielen Unternehmen die Gemeinkostenbereiche in Hinblick auf Modernität der Prozesse den Produktionsbereichen, in denen der Einsatz innovativer Verfahrenstechnologien üblich ist, deutlich hinterher – heißt es in einer Mitteilung aus Neuss.

BMELV und DIHK: Exportförderung für die Ernährungsbranche

Berlin. (10.12. / dihk) Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) werden künftig auf ausgewählten Auslandsmärkten zusammenarbeiten. «Wir haben die Weichen gestellt, um deutsche Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Exportmärkten gezielt beim Markteinstieg zu unterstützen», sagt Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einer DIHK-Meldung. Die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) übernehmen die Betreuung und Beratung deutscher Unternehmen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft. «Speziell für diese Firmen werden sie Kooperationsbörsen durchführen, Marktanalysen erstellen sowie Markterkundungs- und Geschäftsreisen organisieren, um diese unmittelbar an potenzielle Geschäftspartner in den Zielmärkten heranzuführen», unterstreicht DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die praktische Bedeutung der neuen Vereinbarung. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf die Standorte Brasilien (für Mercosur), China, Italien, Japan, Nordamerika, Österreich (für Mittelosteuropa) und Russland. Die Auswahl wurde gemeinsam mit der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft getroffen. An allen sieben Standorten würden die AHKs mit den ehemaligen CMA-Vertretern eng arbeiten, sagt Müller. Das BMELV unterstützt die Zusammenarbeit mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro über eine Laufzeit von rund zwei Jahren (Volltext).
Info: Zusätzliche Details siehe http://www.agrarexportfoerderung.de

ZDH: Handwerk profitiert 2010 von Steuererleichterungen

Berlin. (08.12. / zdh) Ob Unternehmensteuerreform, Ist-Versteuerung oder erhöhter Kinderfreibetrag, der Jahresbeginn 2010 bringt einen ganzen Reigen von Neuerungen im Steuerbereich mit sich. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gibt den Handwerksbetrieben und ihren Beschäftigten einen Überblick über die wesentlichen Veränderungen.
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2009/5009-ZDH-STEUERN.HTM


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


GfK: Salziges vorm Fernseher – Süßes vor dem PC

Nürnberg. (08.12. / gfk) Drei Hauptmahlzeiten täglich, nachmittags Kaffee und Kuchen. Das Mittagessen ist im Regelfall warm und wird bei den meisten zuhause serviert. Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen sind mehrheitlich noch immer traditionell, wie die neue Studie «Essen + Trinken in Deutschland» der GfK Panel Services zeigt. Eine Trendwende zeichnet sich jedoch ab: Die jüngere Generation tendiert zu unregelmäßigeren Essenszeiten und stärkerem Außer-Haus Verzehr.
Info: https://www.webbaecker.de/r_verbraucher/2009/5009-GFK-STUDIE.HTM


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Gewürznelke: Exot mit besonderer Wirkung

Bonn. (11.12. / aid) Der Gewürznelkenbaum ist die Heilpflanze des Jahres 2010. Denn die Blütenknospen geben nicht nur Weihnachtsplätzchen und Glühwein ein besonderes Aroma. In der Medizin hilft das ätherische Öl des Baumes gegen Zahnschmerzen und wird unterstützend zur Behandlung von Diabetes und Rheumaerkrankungen eingesetzt. Nelken wirken schmerzstillend, antibakteriell und entzündungshemmend, aber auch stark belebend auf den Körper. Zudem beseitigt die exotische Heilpflanze unangenehmen Mundgeruch, regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Ursprünglich stammt die Gewürznelke von den Molukken. Heute wird sie vor allem in Madagaskar und Tansania angebaut. In der Küche verfeinert die Nelke süße, aber auch herzhafte Speisen. Das feurig-scharfe Gewürz macht schwer verdauliche Beilagen wie Rotkohl und Sauerkraut bekömmlicher und gibt Eintöpfen, Marinaden, Kompott, Wildbraten und Fischgerichten eine besondere Note. Zudem sind Nelken in vielen Gewürzmischungen enthalten. In Deutschland wird die Gewürznelke vor allem in den Wintermonaten geschätzt und in Lebkuchen, Gebäck, Punsch und Glühwein verwendet. Im Handel sind Nelken ganz, gemahlen oder als Öl erhältlich. Die Qualität der ganzen Knospen lässt sich durch einen einfachen Test prüfen. Hochwertige Nelken sind so reich an ätherischen Ölen, dass sie sich fettig anfühlen und im Wasser aufrecht schwimmen oder untergehen. Minderwertige Exemplare hingegen liegen waagerecht im Wasser (Quelle).

VDM: Pro-Kopf-Verbrauchs an Mahlerzeugnissen geht zurück

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Bonn. (09.12. / vdm) Der Verbrauch von Mehlen in Deutschland bleibe von der wirtschaftlichen Lage nicht unberührt, berichtet der Verband Deutscher Mühlen (VDM): Mit 65,7 Kilogramm Getreidemahlerzeugnissen liegt der Konsum im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2008/2009 um 2,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. Davon entfallen 56,8 Kilo auf Weichweizen- und 8,9 Kilo auf Roggen-Mahlerzeugnisse. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist damit auf das Niveau des Jahres 2006/2007 zurückgefallen. Er ist gleichzeitig aber immer noch der dritthöchste seit Anfang der 1960er Jahre. Mit einem Minderabsatz an Mahlerzeugnissen von rund 130.000 Tonnen ist damit die konjunkturelle Lage an der Müllerei nicht spurlos vorbeigegangen. Zudem macht sich der demografische Wandel mit einem Rückgang der Wohnbevölkerung um rund 215.000 Einwohner auf den Absatz von Mehl, Schrot, Grieß und Vollkornerzeugnissen negativ bemerkbar. Nach dem dramatischen Einbruch in den 1950er und 1960er Jahren ist es den Mühlen gelungen, sich mit ihren gesunden und vielseitigen Produkten auf einem um etwa zehn Kilo pro Kopf der Bevölkerung höheren Niveau als in den 1970er Jahren zu stabilisieren. Der hohe Stellenwert von Getreidemahlprodukten in unserer Ernährung und die Innovationsfähigkeit der deutschen Müllerei haben hierzu wesentlich beigetragen, heißt es aus Bonn.

BDSI: Spekulanten lassen Kakaopreise explodieren

Bonn. (09.12. / bdsi) Der Preis für den Rohstoff Kakao von aktuell knapp 2.200 Euro je Tonne befindet sich auf dem höchsten Niveau seit 1977. Starken Anteil daran hat eine von Spekulationen getriebene Entwicklung, die nun auch die Rohstoffmärkte erfasst hat. Die Schokoladenpreise sind daher nicht mehr absehbar, berichtet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) aus Bonn. Schuld ist demnach eine Verlagerung des Börsengeschäfts auf Rohstoffzertifikate. Spekulanten, Banken und Fonds glauben zur Zeit auf den Rohstoffmärkten deutlich höhere Gewinne erzielen zu können als mit anderen Investments. Das niedrige Zinsniveau trägt mit dazu bei, dass auch deutsche Banken am Spekulationskarussell teilnehmen und ihren Anlegern bessere Renditen auf den Rohstoff-Märkten versprechen. «Der Kakaopreis ist dieses Jahr geradezu in die Höhe geschnellt und das ist eine besorgniserregende Entwicklung», meint Dr. Torben Erbrath, Geschäftsführer der Fachsparte Schokolade im BDSI. «Der Preis für Schokoladenprodukte blieb dagegen auf nahezu gleichem Niveau. Die Verbraucher profitieren derzeit noch vom Preiskampf im deutschen Einzelhandel und die dadurch weiterhin günstigen Preise für Schokolade. Folglich hat der durch Marktspekulationen beeinflusste hohe Kakaopreis für die Verbraucher noch keine erkennbaren Auswirkungen. Ob dies so bleibt, ist angesichts der spekulativ getriebenen Höchstpreise für Kakao aber nicht absehbar», sagt Erbrath (Volltext).


PERSONEN + EHRUNGEN


Bundesverdienstkreuz würdigt Engagement

Schweinfurt. (11.12. / liv) Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland hat Otto Wirth (67) als Anerkennung für sein unermüdliches Engagement für das Allgemeinwohl mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Die Ordensverleihung fand Ende November in den Räumen der Regierung von Unterfranken in Würzburg statt und wurde von Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, vorgenommen. Der Einsatz und das Augenmerk von Otto Wirth gelten seit vielen Jahren vor allem zwei Bereichen: seiner Profession, dem Bäckerhandwerk, und seiner Heimatstadt Schweinfurt (Volltext).

Lekkerland: Vice President Operations geht

Frechen. (10.12. / ld) Der Vice President Operations von Lekkerland Deutschland Torsten Winter hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Der 44-Jährige möchte sich in Zukunft neuen beruflichen Herausforderungen stellen. «Wir bedauern die Entscheidung sehr und bedanken uns für Winters Engagement», sagt Stefan Punke, Geschäftsführer Lekkerland Deutschland. Seit Januar verantwortete Torsten Winter die deutschlandweite Logistik des Convenience-Großhändlers.

LIV: Staatsehrenpreis für Bayerns beste Bäcker

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München. (05.12. / liv) Mit dem Staatsehrenpreis hat Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die 20 besten Bäckereien im Freistaat ausgezeichnet. Im Rahmen eines Festakts in der Münchner Residenz überreichte der Minister die Auszeichnung an die Preisträger. «Dieser Preis zeichnet Spitzenleistungen auf höchstem Niveau aus und krönt ihre langjährige erfolgreiche Qualitätsarbeit», sagte der Minister in seiner Laudatio. Die Bewerber mussten mit ihren Produkten über einen durchgehenden Zeitraum von fünf Jahren dauerhaft herausragende Ergebnisse bei den Qualitätsprüfungen erzielen. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 125 Bäckereien aus ganz Bayern dafür qualifiziert. Die Preisträger kommen aus allen sieben Regierungsbezirken des Freistaats. «Dauerhafte Spitzenqualität ist keine Frage des Standorts, sondern eine Frage des Könnens», sagte Brunner. Seinen Worten zufolge können sich Bäckereien durch die Verbindung von handwerklicher Herstellung und die Verwendung heimischer Rohstoffe im Wettbewerb profilieren und sich mit ihren vielfältigen Produkten gegenüber industriell gefertigter Ware abgrenzen. Die knapp 3.200 bayerischen Bäcker mit insgesamt 8.200 Verkaufsstellen erwirtschafteten im letzten Jahr einen Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Euro. Besonders erfreulich ist dabei laut Brunner die hohe Ausbildungsquote von rund 16 Prozent mit 7.500 Auszubildenden.


BOOKMARKS + BOOKS


On Line: Abstimmung über neues EU-Bio-Logo läuft

Brüssel / BE. (10.12. / eu) Die Europäische Kommission hat die Bürger der Europäischen Union aufgerufen, via Internet zu entscheiden, welches EU-Bio-Logo künftig auf Verpackungen biologischer Lebensmittel zu sehen sein soll. Bis zum 31. Januar 2010 können Interessenten über die drei zur Auswahl stehenden Entwürfe abstimmen. Ab Juli 2010 müssen alle in den Ländern der EU-27 biologisch erzeugten, vorverpackten Lebensmittel mit dem neuen EU-Logo gekennzeichnet werden. Das neue Logo soll die EU sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas repräsentieren. «Durch die Online-Abstimmung möchte die Europäische Kommission sicherstellen, dass das neue Logo so viele Menschen wie möglich anspricht. Gleichzeitig trägt die öffentliche Auswahl zu dem größeren Ziel bei, die Menschen für die Bedeutung des biologischen Landbausektors zu sensibilisieren», sagt EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel.
Übrigens: Die Kommission geht davon aus, dass Ihnen einer der drei Entwürfe gefällt. Ist dem NICHT so, stimmen Sie mit NEIN – in dem Sie eine E-Mail senden an info@organic-logo-competition.eu oder Mariann.Fischer-Boel@ec.europa.eu. Formulierungshilfe: «The three organic draft logos put up for a public vote do not communicate that the product is organic. None of the three is destinctive when printed in small scale on packing. I vote NAY and reject all three. A new draft shall be proposed».

BVE: Corporate Responsibility in der Ernährungsbranche

Berlin. (07.12. / bve) Die Schriftenreihe «Consumers´ Choice 2009» aus der Feder der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) setzt sich in ihrer dritten Ausgabe mit «Corporate Responsibility» als langfristiger Unternehmensstrategie auseinander, die die Verantwortung von Unternehmen für unsere Gesellschaft annimmt und die konsequente Umsetzung im betrieblichen Alltag anstrebt. Den Dreiklang von wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit zu erreichen, ist eine komplexe Aufgabe für die Unternehmen. Die Lebensmittel verarbeitenden Branchen sind für die Herstellung qualitativ hochwertiger Lebensmittel auf eine dauerhaft intakte Umwelt angewiesen. Ressourcenschonende, energieoptimierte und emissionsarme Produktionsprozesse sind Pflicht für die Unternehmen. Nachhaltiges Wirtschaften ist angesichts langfristig steigender Rohstoff- und Energiepreise aber auch eine Frage der betriebswirtschaftlichen Vernunft, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Publikation (Format PDF, 80 Seiten, 3.871 KB) entstand anlässlich der Anuga 2009 in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), den Roland Berger Strategy Consultants sowie der Koelnmesse.

Global Industry: Cadbury workers unite to resist Kraft’s bid

Hamburg. (bm) Workers at Cadbury PLC will launch a campaign to fend off a hostile takeover bid from Kraft Foods Inc. and avoid potential job losses and pay cuts at a combined company. Britain´s largest trade union Unite said it was organising the demonstration in Cadbury´s home city of Birmingham, the day after top executives publish an official defence document on December 14 to fight off the bid from the American giant. Other topics of the week:

Title Region Date
Cargill: Acquires Goodman Fielder Commercial Oils Unit (AU) Fri 12-11
ibex 2009: meeting point for the Iranian industry (IR) Thu 12-10
Belarus: bakeries increased groats production by 1,4 percent (BY) Thu 12-10
Kellogg Company: names new Chief Financial Officer (US) Thu 12-10
Lees Foods: agrees Patisserie UK settlement (UK) Wed 12-09
Fazer Amica: still leading in Finland (FI) Wed 12-09
Krispy Kreme: Reports Improved Results for Q3/2010 (US) Tue 12-08
Cadbury: to formally respond to Kraft offer (UK) Tue 12-08
IGW: Food industry focuses on «Food and Activity» (DE) Mon 12-07
Kraft Foods: sends offer to Cadbury investors (US) Sat 12-05


REZEPTE + IDEEN


Sterntaler Torte: ein besonderer Genuss

Image Hamburg. (11.12. / am) Sind Sie auf der Suche nach etwas Besonderem für sich und Ihre Kunden? Anregungen zuhauf bietet Ihnen die Aurora Weihnachtsbäckerei. Unter vielen schönen Rezepten ist dort auch die «Sterntaler Torte» zu finden. Das Rezept bezieht sich auf eine Springform von 24 Zentimeter Durchmesser (zwölf Tortenstücke). Profis fällt es sicherlich nicht schwer, die folgenden Angaben in betriebliche Größen zu übersetzen:

Für den Biskuitteig: 4 Eier; 1 Prise Salz; 100g Zucker; 100g weiche Butter; je 1 Prise Nelken, Muskatnuss-, Zimt-, Anispulver, Vanillegranulat; 100g Zartbitter-Kuvertüre; 100g Aurora Bestes Korn Instant-Mehl; 50g gemahlene Mandeln; 1 gehäufter TL Backpulver.

Für den Mürbteig: 100g Aurora Sonnenstern-Mehl Type 405; 1 Prise Salz; 30g Zucker; 50g Butter; 1 Eigelb; 1 EL saure Sahne.

Für die Butterkrem: 1/2 Packung Vanille-Puddingpulver; 30g Zucker; 1 Eigelb, 1/2 Liter Milch; 150g weiche Butter; 30g Puderzucker.

Zum Verzieren: 100g Marzipan; 30g Puderzucker; 200g Aprikosenmarmelade; 3 bis 4 EL Aprikosenlikör; 300g Zartbitter-Kuvertüre.

Für die Form: 30g gemahlene Mandeln, Margarine zum Einfetten.

Zubereitung: Die Springform (Durchmesser 24 Zentimeter) gut einfetten und mit Mandeln bestreuen. Für den Biskuitteig Eier trennen. Eiweiße und Salz steif schlagen. 50 Gramm Zucker unter Rühren einrieseln lassen, weiterschlagen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Butter mit restlichem Zucker und Eigelb schaumig schlagen. Gewürze und geschmolzene Kuvertüre unterrühren. Restliche Teigzutaten mit dem Eischnee unterheben, Teig in die Form füllen und bei 180° Celsius 35 bis 40 Minuten backen. Aus der Form nehmen und auskühlen lassen.

Teigzutaten für den Mürbeteig rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit etwas Mehl dünn ausrollen und in die Springform geben. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 200° Celsius etwa 15 Minuten hellbraun backen. Aus der Form nehmen und auskühlen lassen.

Inzwischen für die Buttercreme Puddingpulver mit Zucker, Eigelb und 5 EL Milch verrühren. Restliche Milch zum Kochen bringen, angerührtes Pulver einrühren. Einmal aufkochen und unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.

Für die Creme Butter mit Puderzucker schaumig rühren. Pudding löffelweise unter die Buttermasse schlagen. Marmelade mit dem Likör erhitzen. Den Biskuitboden zweimal waagerecht durchschneiden. Biskuit und Mürbeteig mit der Aprikosenmarmelade bepinseln und auskühlen lassen. Die unteren Hälften des Biskuits mit der Buttercreme bestreichen. Die Böden aufeinander setzen, die Torte kühl stellen.

Zum Verzieren Marzipan auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen und Sterne in beliebiger Größe ausstechen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Torte mit der restlichen Marmelade bepinseln, mit Kuvertüre überziehen und leicht antrocknen lassen. Tortenoberfläche mit den Marzipansternen verzieren und die Kuvertüre vollkommen fest werden lassen. Zum Schluss hauchdünn mit Puderzucker bestäuben.