Mittwoch, 2. Dezember 2020

WB-49-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 49. KW 2014 (29.11. bis 05.12.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb4914.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bereket Brot: will Produktion weiter ausbauen
02. Explosion in der Backstube: Wenn die Existenz in Gefahr ist …
03. Stauffenberg: Großbäcker meldet erneut Insolvenz an
04. Erfolgreich in der Nische: Müllers Lust
05. Brotzeit! Hat auch was mit Patriotismus zu tun, oder?

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Wärmeverbundsysteme: Kennen Sie Ihre Optionen?
07. Energieeffizienz: Ernährungsindustrie tritt Netzwerk-Initiative bei
08. IGV: international gefragter Partner bei der Berufsbildung
09. Meyer QSL: bleibt Logistik-Partner von Pizza Hut
10. Bund: bietet neue Hotline für internationale Fachkräfte
11. Neuordnung des Mess- und Eichwesens abgeschlossen

MARKETING + VERKAUF:
12. Übersicht: Mobile Payment Systeme im Einzelhandel
13. «So schmeckt Rügen»: Tradition neu interpretiert
14. Online-Shop: Daten schnell und bequem an Marvin übergeben
15. Trends im Blick: DLG-Qualitätsprüfung Brot und Kleingebäck
16. HDE: Gutscheine beliebtestes Weihnachtsgeschenk

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
17. BMEL: Rechtssicherheit für Anbieter durch LMIEV
18. Leporello: Kennzeichnungsrecht – die neuen Regeln
19. Durchführungsverordnung: Bundesrat winkt VorlLMIEV durch

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Aryzta announces trading update for Q1/2015

REZEPTE + IDEEN:
21. Vorweihnachtszeit: Und was gibt’s bei Ihnen?


MARKT + UNTERNEHMEN


Bereket Brot: will Produktion weiter ausbauen

Wattenscheid. (05.12. / div) Schon immer zeichnete sich die 1986 gegründete Großbäckerei Bereket durch ein sicheres Gespür für den deutschen Markt aus. Auf dem Weg vom kleinen Familienbetrieb zur leistungsstarken Unternehmensgruppe passierten die Großbäcker so manchen Meilenstein: 1997 der Umzug von der Dortmunder Pachtbäckerei an den eigenen Firmensitz nach Bochum-Wattenscheid, der Erwerb einer handwerklichen Backstube in Duisburg 2007 und die neu erbaute Tiefkühl-Produktion auf 17.500 Quadratmeter Herne 2012. Mit Errichtung dieser Produktion wurde gleichzeitig auch eine neue Vertriebsgesellschaft gegründet, die PanoBake GmbH. Somit konnten die zwei Vertriebsbereiche Frischbackwaren und Tiefkühlbackwaren komplett getrennt werden. Die Muttergesellschaft Bereket GmbH + Co. KG widmet sich heute allein der Produktion aller Backwaren in den verschiedensten Conveniencegraden und hat die Versand- und Vertriebsgesellschaft des Frischebereichs in eine neue Gesellschaft, die Bereket + Overbeck GmbH umgewandelt. So entwickelt sich die Unternehmensgruppe Zug um Zug und es ist wohl nur dem Zufall zu verdanken und einer engagierten Lokalberichterstattung zu einer Wattenscheider Sportanlage, dass wir Kenntnis von einem Vorgang erhalten, nach dem die benachbarte Großbäckerei Bereket der Stadt Bochum rund 11.000 Quadratmeter dieses Sportplatzgeländes gerne abkaufen würde. Damit könnte die Großbäckerei am bestehenden Hauptsitz wachsen und die Stadt Bochum endlich den vom lokalen Fußballklub geforderten Kunstrasenplatz bauen. Weil aber hierdurch die Großbäckerei, die im Drei-Schicht-System arbeitet, noch dichter an die Wohnbebauung heranrücken täte, regt sich Widerstand bei den Anwohnern. Die möchten besser gegen Emissionen und Immissionen geschützt werden, die sowohl von Sportplatz als auch Großbäckerei ausgehen. Durch das Grundstücksgeschäft könnte die Stadt 660.000 Euro einnehmen, der neue Sportplatz würde etwa 750.000 Euro kosten. Für die geplante Erweiterung bei Bereket soll jetzt ein Bebauungsplanverfahren «mit Bürgerbeteiligung und öffentlicher Auslegung» eingeleitet werden.

Explosion in der Backstube: Wenn die Existenz in Gefahr ist …

Königswinter. (05.12. / SHB) «Produziere und verkaufe nur das, was du selbst kaufen würdest» – lautet das Motto der Bäckerei- Konditorei Görlitz im Südwesten Mecklenburg- Vorpommerns. Produzieren und Verkaufen gerieten schlagartig in Gefahr, als im April dieses Jahres in Neu Kaliß (Amt Dömitz-Malliß) ein Stikkenofen explodierte. Mit dem Schaden an Haus und Technik geriet natürlich auch die Existenz des Unternehmens in Gefahr, das Bäckermeister Roland Görlitz in zweiter Generation führt – und das 19 Mitarbeitenden den Lebensunterhalt sowie vier Lehrlingen die berufliche Ausbildung sichert. Doch die Versicherung handelte schnell: Durch die reibungslose Abwicklung des Vorgangs konnte der Betrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen und größerer Schaden vom Unternehmen abgewendet werden. «Die letzten Jahre und vor allem dieses Beispiel zeigen, dass die Zusammenarbeit mit der SHB Versicherung durch ein gutes Vertrauensverhältnis und durch die professionelle Arbeit seitens der SHB vieles bewirken konnte», sagt Bäckermeister Görlitz. Gegründet 1960, hat sich das Unternehmen am Rande des Mecklenburgischen Elbetals mit Zuverlässigkeit und Service in bester Qualität einen guten Ruf erworben. Beides erwartet der Unternehmer auch von seiner Versicherung: «Ich baue darauf, dass wir auch in Zukunft erfolgreich gemeinsam an einem Strang ziehen, wie es in der Vergangenheit immer der Fall war».

Stauffenberg: Großbäcker meldet erneut Insolvenz an

Essen / Ruhr. (04.12. / ag) Die Großbäckerei Stauffenberg kommt nicht zur Ruhe. Nachdem der Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering im Februar dieses Jahres die Rettung des Unternehmens verkündet hatte (siehe WebBaecker 06/2014), befindet sich die Großbäckerei erneut in finanzieller Schieflage. Wie das Amtsgericht Essen unter dem Aktenzeichen 165 IN 151/14 mitteilt, ist in dieser Woche für die Stauffenberg GmbH + Co. KG aus Gelsenkirchen, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Stauffenberg Verwaltungs I GmbH, ebenfalls Gelsenkirchen, diese vertreten durch Geschäftsführer Dr. Sebastian Papst, das Insolvenzeröffnungsverfahren angeordnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den Rechtsanwalt Rolf Weidmann aus Essen. Unter dem Aktenzeichen 165 IN 152/14 teilt das Amtsgericht mit, dass auch für die Stauffenberg Besitz GmbH + Co. KG, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Stauffenberg Verwaltungs II GmbH (beide Gelsenkirchen), diese ebenfalls vertreten durch Sebastian Papst, das Insolvenzeröffnungsverfahren angeordnet wurde. Auch hier bestellte das Amtsgericht den Rechtsanwalt Rolf Weidmann aus Essen zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Erfolgreich in der Nische: Müllers Lust

Hamburg. (03.12. / zm) Dem ZeitMagazin Ausgabe 48, das nun schon ein paar Wochen alt ist, hatten wir uns an dieser Stelle schon mal gewidmet. Bislang nicht erwähnt hatten wir die schöne Reportage über den Bäcker und Müllermeister Stefan Blum aus der Münchener Innenstadt. Eine Getreidemühle mitten in einer der teuersten Einkaufslagen! Da hat man nicht viele Möglichkeiten, und so kam Müllermeister Blum zum Backen. Doch zu welcher Zeit: «2010: Auch die Supermärkte haben das Prinzip Teiglinge für sich entdeckt. Rewe lässt an einem Standort täglich Vorgebackenes in Hunderttausendermengen produzieren und bundesweit ausliefern. Aldi und Penny stellen Backautomaten auf. Und jeden Tag schließt irgendwo ein Handwerksbäcker. Blum eröffnet seine Backstube», schreibt Elisabeth Raether von der «Zeit». Blum konnte sich 2010 schlicht nicht vorstellen, dass den Deutschen allesamt plötzlich der Sinn für gutes Brot abhanden gekommen ist, stellte einen Gesellen ein und nannte seine Bäckerei «Knapp und Wenig» – was durchaus Programm ist. Zitat: «Blums minimalistische Backstube lässt die Großbäckereien und ihre Anlagen, riesig wie Atomkraftwerke, ein bisschen lächerlich aussehen. Brotbacken ist eine Tätigkeit von schlichter Eleganz, eine simple, naheliegende Erfindung, weshalb es keine menschliche Kultur auf der Erde gibt, die kein Brot isst». Mehr über die Kunstmühle Jakob Blum und die kleine Bäckerei «Knapp und Wenig» gibt es in der wunderschönen Reportage «Müllers Lust» zu lesen.

Brotzeit! Hat auch was mit Patriotismus zu tun, oder?

Hamburg. (03.12. / gpd) Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace Deutschland hat ihr eigenes Magazin. Seit 1996 geht es darin gelegentlich ums BesserEssen, um Nahrungsmittel und andere Sichtweisen zum täglichen Brot. Und ja, die Ausgabe 6.14 des Greenpeace Magazins widmet sich dem Thema «Brot», was derzeit irgendwie «in» ist. Schließlich bewirbt sich das deutsche Brot um den Titel des immateriellen Weltkulturerbes. Hat es das verdient? Svenja Beller vom Hamburger Magazin forschte nach. Nicht, dass sie irgendwas geschrieben hätte, was wir nicht wüssten. Andererseits ist es ihr – bei aller Sympathie für das echte Bäckerhandwerk – sehr wohl gelungen, die Vielschichtigkeit des Themas herauszustellen, das in Deutschland kaum jemanden kaltlässt. Nüchtern hingegen das Fazit: Das meiste Brot ist heute ein Massenprodukt, ob aus dem Backofen oder dem Automaten. Daran werde auch eine mögliche Ernennung zum immateriellen Weltkulturerbe nichts ändern, schreibt sie in dem lesenswerten Beitrag «Brotzeit».


MANAGEMENT + BETRIEB


Wärmeverbundsysteme: Kennen Sie Ihre Optionen?

Buchholz / Nordheide. (05.12. / ele) Trotz derzeit etwas geringerer Preise werden die Kosten für Energie auf längere Sicht wieder steigen. Das sollte jeden, der nicht schon über ein modernes Wärmeverbundsystem verfügt, zum Nachdenken anregen. Viele Bäckerei-Unternehmer sind bereits einen Schritt weiter und haben die Fachleute von ELEKOM mit der Planung beauftragt. Den größten Teil der Energie benötigen Bäcker immer noch für die Wärmeerzeugung im Backofen. Leider geht ein großer Teil davon nicht in das Backgut, sondern verpufft durch den Schornstein – sofern keine Rückgewinnung installiert ist. Dabei lässt sich die Abwärme von Abgasen und Schwaden vielfach weiter sinnvoll einsetzen. Deren nutzbare Temperaturen sind besonders hoch, daher ist es wichtig, diese getrennt von anderen Systemen zurückzugewinnen. Fachleute unterscheiden bei der Wärmenutzung den Hoch-, Mittel- und Niedertemperaturbereich, in denen jeweils unterschiedliche Systeme betrieben werden. So benötigen zum Beispiel Korbspülmaschinen ein höheres Temperaturniveau als etwa Raumheizung oder Trinkwasser. Die Abwärme aus Kälteanlagen lässt sich zum Beispiel gut für das Vorwärmen von Trinkwasser nutzen. Da Wärmeerzeugung und Wärmenutzung in den meisten Fällen nicht gleichzeitig stattfinden, sind Pufferspeicher für die unterschiedlichen Temperatur-Niveaus nötig. Hierfür sollte bei der Planung von Energiezentralen großzügig Platz reserviert werden – um für eine spätere Erweiterung oder Nutzung der «neuen» Energie offen zu sein. Die Grundlage für ein passend dimensioniertes Wärmeverbundsystem sind Energie- und Wasserverbrauch; anhand dieser Zahlen lassen sich Aussagen über die sinnvolle Anwendung von Wärmerückgewinnungsanlagen machen. Das speichern der zurückgewonnenen Energie muss immer zusammen mit der möglichen Verwendung betrachtet werden, denn nur bei sinnvoller Nutzung lohnt sich auch die Investition. Die Praxis hat zudem gezeigt, dass die zeitlichen Abhängigkeiten bei genauer Betrachtung viel komplexer sind als ursprünglich angenommen. Auch bestehende Betriebe, die sich gerade nicht mit Umbau- oder Erweiterungsplänen befassen, sollten regelmäßig einen Blick auf ihre Wärmeerzeugung werfen, um die Möglichkeiten der Zweitnutzung von Energie zu prüfen. Was sich vor ein paar Jahren noch nicht gerechnet hat, könnte heute durchaus eine Option sein. Fragen Sie das Team von ELEKOM. Die Experten aus Buchholz prüfen gerne für Sie, was in Ihrem Betrieb Sinn macht.

Energieeffizienz: Ernährungsindustrie tritt Netzwerk-Initiative bei

Berlin. (05.12. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hat sich im Rahmen der Regierungs-Initiative «Energieeffizienz-Netzwerke» gemeinsam mit anderen großen Wirtschaftsverbänden dazu verpflichtet, den Verbrauch von Primärenergie sowie die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen zu reduzieren. «Energiekosten stehen in der Regel an dritter Stelle der betrieblichen Kostenstruktur. Somit ist der Energieverbrauch für die Unternehmen ein wichtiges Thema. Die Ernährungsindustrie verfügt bereits eine große Expertise bei der Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen», sagt BVE-Geschäftsführer Peter Feller. «Energieeffizienz stellt sowohl einen Beitrag zum Kostenmanagement der Unternehmen als auch zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von Lebensmitteln dar». Ziel der Initiative, die in dieser Woche zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und deutschen Wirtschaftsverbänden unterzeichnet wurde, ist die Verpflichtung von Unternehmen zum Aufbau von 500 sogenannter Energieeffizienz-Netzwerke bis 2020. Die Netzwerke sollen durch einen freiwilligen und systematischen Erfahrungsaustausch von Unternehmen zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen und somit zusätzlich 75 Petajoule Primärenergie respektive fünf Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen sparen. Seitens der Bundesregierung wird die Vereinbarung durch vielfältige Maßnahmen unterstützt, zum Beispiel durch die Finanzierung des jährlichen Monitorings.

IGV: international gefragter Partner bei der Berufsbildung

Nuthetal. (04.12. / igv) Die IGV GmbH als Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Bäcker, Konditoren und Fachverkäufer ist ein nachgefragter Konsultationspartner für die Vermittlung von Erfahrungen im dualen Ausbildungssystem Deutschlands. IGV Campus fungiert hierbei als Partner für nationale und internationale Interessenten. Ende November war eine Gruppe Bäckermeister aus Spanien in Begleitung von Vertretern der Handwerkskammer Potsdam im Institut und informierte sich sowohl zu den Inhalten der theoretischen Unterrichtsbausteine als auch zur Durchführung praktischer Module bei der Ausbildung. Die Herstellung von deutschen Spezialitäten nahm bei der Vorführung in der Ausbildungsbäckerei einen breiten Raum ein. Die bei diesem Erfahrungsaustausch ebenfalls anwesenden Handwerksbäcker aus dem Land Brandenburg ergänzten die Informationen mit ganz praktischen Beispielen aus ihrem Berufsalltag. Anfang Dezember sandte das Auswärtige Amt eine Delegation von Experten nationaler Berufsbildungssysteme aus 16 Ländern von vier Erdteilen an das IGV Institut für Getreideverarbeitung. Ziel der Informationsreise war ebenfalls die Vermittlung von Kenntnissen zum dualen Berufsbildungssystem in Deutschland vor allem in den Berufsgruppen der traditionellen handwerklichen Lebensmittelproduktion und des Einzelhandels. Beeindruckt waren die Gäste von den in der Adventsbäckerei in der Ausbildung vermittelten obligatorischen deutschen Spezialitäten wie Christstollen und Pfefferkuchenhäuser. Das traditionelle und umfassende Berufsbildungssystem in Deutschland wird international bewundernd zur Kenntnis genommen. Anfragen nach Unterstützung durch das IGV beim Aufbau vergleichbarer nationaler Systeme sind oftmals Folgeaktivitäten solcher Erfahrungsaustausche.

Meyer QSL: bleibt Logistik-Partner von Pizza Hut

Friedrichsdorf. (03.12. / qsl) Die 65 deutschen Filialen von Pizza Hut werden weiterhin von Meyer Quick Service Logistics (QSL) beliefert. Beide Unternehmen verständigten sich auf die Fortführung der Zusammenarbeit über den bestehenden, bis Mitte 2015 laufenden Vertrag hinaus. QSL verantwortet damit für sechs weitere Jahre das Management der Lieferkette für die Franchise-Pioniere unter den Pizzabäckern. Der Vertragsverlängerung ist ein Benchmarking durch Yum! Restaurants International vorausgegangen, zu deren Marken Pizza Hut gehört. «Wir sind stolz, dass wir uns weiter um die Beschaffung der Zutaten kümmern dürfen», sagt QSL-Geschäftsführer Florian Entrich zur Verlängerung. Der Dienstleister für die Quick Service-Branche steuert damit auch künftig die komplette Supply Chain inklusive operativem Einkauf für Pizza Hut. Er bündelt die Waren in seinen Lagern und liefert das gesamte Sortiment – von den Getränken über den Pizzateig bis hin zu Gemüse und Salat – mehrmals pro Woche nach dem Prinzip «One-Stop-Shop» in seinen Multitemperatur-Lkw bei einer einzigen Anlieferung zu den einzelnen Standorten.

Bund: bietet neue Hotline für internationale Fachkräfte

Berlin. (92.12. / bmwi) Die neue «Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland» hat in dieser Woche ihren Service aufgenommen. Die Bundesregierung schafft damit erstmalig ein umfassendes, mehrsprachiges Beratungsangebot zu Fragen der Zuwanderung und Integration. Zugewanderte und interessierte Fachkräfte, Studierende und Auszubildende erhalten unter der Telefonnummer +49 (0)30-1815-1111 eine persönliche Beratung zu den Themen Einreise und Aufenthalt, Deutsch lernen, Arbeitssuche sowie Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWI): «Unsere Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte – auch aus dem Ausland. Mit der Hotline schaffen wir ein Angebot, das uns als Einwanderungsland attraktiver macht und ein Zeichen des Willkommens setzt». Bundesminister Thomas de Maizière (BMI): «Internationale Fachkräfte, die sich für eine Arbeit in Deutschland interessieren oder bereits hier arbeiten, haben vielfältige Fragen rund um Einreise, Aufenthalt und Leben in unserem Land. Mit der neuen Hotline bekommen sie künftig zentral die Antworten auf ihre Fragen. Wir wollen zugewanderten und zuwanderungsinteressierten Fachkräften helfen, sich persönlich wie beruflich bei uns zurechtzufinden». Bundesministerin Johanna Wanka (BMBF): «Mit der neuen Hotline weiten wir das Beratungsangebot für internationale Fachkräfte auf alle Fragen von der Einreise über das Deutsch lernen bis zur Anerkennung der Abschlüsse aus. Damit bieten wir den Menschen ein zentrales Angebot, schneller und besser in Deutschland Fuß zu fassen». Die neue Telefon-Hotline begleitet die bestehenden Informationsangebote von make-it-in-germany.com, anerkennung-in-deutschland.de, bamf.de, arbeitsagentur.de und zav.de.

Neuordnung des Mess- und Eichwesens abgeschlossen

Berlin. (29.11. / bmwi) In seiner 928. Sitzung hat der Bundesrat die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) erarbeitete Verordnung zur Neuregelung des gesetzlichen Messwesens und zur Anpassung an europäische Rechtsprechung gebilligt. Zusammen mit dem neuen Mess- und Eichgesetz wird die neue Mess- und Eichverordnung am 01. Januar 2015 in Kraft treten. Damit wird das Mess- und Eichrecht modernisiert und zugleich das bestehende hohe Schutzniveau des deutschen Messwesens beibehalten. Es schafft ein Qualitätssiegel für Hersteller von Messgeräten und sichert einen lauteren Handelsverkehr. Zudem schafft die Neuregelung einheitliche Vorgaben für den Marktzutritt von Messgeräten – unabhängig davon, ob das jeweilige Gerät europäisch oder national geregelt ist. Dies bedeute für die betroffenen Wirtschaftsakteure eine deutliche Vereinfachung und sei ein Beitrag zum Bürokratieabbau, heißt es aus Berlin. Künftig gelten für europäisch und national geregelte Messgeräte die gleichen Anforderungen, wenn sie auf den Markt gebracht werden. Die innerstaatliche Bauartzulassung und die Erst-Eichung von national geregelten Messgeräten werden ab dem Jahreswechsel 2014/2015 durch eine Konformitätsbewertung ersetzt. Das neue Regelungssystem ist innovationsoffen und kann technologische Neuentwicklungen zeitnah erfassen. Die Nacheichung von verwendeten Messgeräten bleibt im bisherigen Umfang den Eichbehörden der Länder und den staatlich anerkannten Prüfstellen vorbehalten. Die Eichung ist die amtliche Prüfung eines Messgeräts in periodischen Abständen oder aus Anlass eines Fehlers oder eines Eingriffs in das Messgerät. Das gesetzliche Messwesen gewährleistet die Messrichtigkeit und -beständigkeit im geschäftlichen Verkehr, von amtlichen Messungen und von Messungen im öffentlichen Interesse für über 120 Millionen verwendete Messgeräte.


MARKETING + VERKAUF


Übersicht: Mobile Payment Systeme im Einzelhandel

Isernhagen / Hannover. (05.12. / ge) Seit Jahren fehlen in Deutschland Standards für das Mobile Payment. Aus diesem Grund hat sich die Zielsetzung der Implementierung von Mobile Payment gewandelt. War früher noch die Erzielung von Transaktionskosten beziehungsweise die Einsparung der Kartengebühren oder die Verminderung des Bargeld-Handling das Ziel, ist heutzutage das Hauptziel oftmals das Mobile Marketing, wodurch Transaktionsdaten gewonnen und die Beziehung zum Kunden verbessert werden kann. Philipp Hartmann von der Gehrke Econ Gruppe hat die Möglichkeiten, die mobile Payment auch Ihrem Unternehmen bringen kann, kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

«So schmeckt Rügen»: Tradition neu interpretiert

Sassnitz. (04.12. / kbp) Brot ist das Lebensmittel Nummer eins der Deutschen und heute überwiegend ein Massenprodukt. Einer, der sich mit seinen Broten von genau dieser Masse abhebt, ist Nils Peters, Bäckermeister auf Rügen. Der Unternehmer des Familienbetriebs Konditorei Bäckerei Peters setzt in seiner Backstube auf Regionalität, Individualität, Tradition und Innovation und vertritt seine ganz eigene Philosophie. Auf der Suche nach neuen Kreationen, die sein Credo «Auch Brot braucht eine Heimat» unterstreichen, haben Peters und seine Bäcker die Besonderheiten der Insel Rügen in drei Brote gebacken. Im Sommer 2014 war die Geburtsstunde der Brotserie «So schmeckt Rügen», die den Geschmack der Rügener Salzwiesenkräuter, das Aroma der Räuchereien und den Duft der Rapsfelder Rügens in den Teigwaren vereint. So wird zum Beispiel das Brot «Salzwiese» vor dem Backen in Heu von Wiesen eingewickelt, die oft von der Ostsee überflutet werden. Kräuter wie Bodden-Binse und Strand-Wegerich begleiten die Krume beim Reifen und Backen und verleihen den Roggenkörnern einen würzigen Geschmack. Das Brot «Rapshonig» enthält Walnusskerne, die in Rapshonig geröstet und karamellisiert werden und erinnert somit an Rügens weite, sonnengereifte Rapsfelder. Die Roggenkörner im Brot «Rauchkorn» werden vor dem Backen auf Buchenholz aus den typischen Rügener Buchenwäldern geräuchert. Der Roggen für die Serie «So schmeckt Rügen» kommt vom Venz-Hof auf der Insel. Er wird eigens für die Bäckerei Peters angebaut und auf hauseigenen Mühlen vermahlen und verschrotet. Das Mehl wird kurz nach der Vermahlung verarbeitet und für die Ernährung wichtige Bestandteile wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bleiben dabei erhalten. Gebacken wird mit eigenem Sauerteig, ohne Stabilisatoren, Konservierungsstoffe oder Backmittel. Die Bäcker arbeiten jeden Brotlaib von Hand auf Buchenholztischen auf. Traditionelles Handwerk und Geduld bei der Teigruhe sorgen für einen natürlichen Geschmack und eine vollwertige Ernährung. Die Brote der Serie werden nur auf Bestellung produziert und bei Bedarf auch deutschlandweit verschickt. Da es Roggenvollkornbrote sind, die nach dem Backen einen Tag ruhen müssen, wird das Brot frisch beim Kunden angeliefert, auch wenn es mit der Post verschickt wurde.

Online-Shop: Daten schnell und bequem an Marvin übergeben

Kronau. (04.12. / goe) Im Internet einkaufen ist bei vielen Artikeln heute selbstverständlich: Bücher, Software, Reisen, Musik, Filme. Und immer mehr entwickelt sich das Internet auch als Marktplatz für Lebensmittel – selbst für solche mit geringer Haltbarkeit. Viele Bäcker haben das erkannt und bieten einen Teil ihrer Produktpalette auch online an. Grund genug, sich Gedanken über die Anbindung des jeweiligen Webshops an die Marvin zu machen. Immer mehr Kunden fragten nach einer solchen Möglichkeit für die modulare Bäckereisoftware von Goecom – sei es als offener Shop für alle Kunden oder als zusätzliche Option, um Wiederverkäufern einen schnellen Kontakt zu ermöglichen. Das Modul «Marvin Internet-Schnittstelle» ist die Antwort aus Kronau. Diese Schnittstelle wurde geschaffen, damit Bestellungen aus Online-Shops schnell und bequem in Marvin eingelesen und verarbeitet werden können. Marvin prüft dabei auf Wunsch in regelmäßigen Abständen, ob neue Daten vorhanden sind. Diese Daten können entweder per Datei direkt aus dem Shop eingelesen werden oder aber aus den E-Mails, die das Shopsystem automatisch nach Eingang einer Bestellung generiert. Aufgrund der Vielzahl möglicher Shops passt Goecom selbstverständlich die Schnittstelle individuell an den von Ihnen eingesetzten E-Shop an. Details nennt Ihnen die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner.

Frankfurt. (03.12. / dlg) Trends wie Natürlichkeit, Regionalität, Gesundheit und Convenience sowie das damit einhergehende veränderte Verhalten der Konsumenten bestimmen zunehmend die Marktentwicklung für Backwaren. Dies bestätigte auch die aktuelle Internationale DLG-Qualitätsprüfung für Brot und Kleingebäck. Im Rahmen des Tests der DLG Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft wurden jetzt rund 1.800 Produkte geprüft. Im Mittelpunkt stand die sensorische Analyse der Backwaren, die um Verpackungs- und Kennzeichnungsprüfungen sowie Laboranalysen ergänzt wurde (Volltext auf dlg.org). Die Ergebnisse der jüngsten Internationalen DLG-Qualitätsprüfung für Brot und Kleingebäck werden ab Januar 2015 veröffentlicht unter dlg-verbraucher.info.

HDE: Gutscheine beliebtestes Weihnachtsgeschenk

Berlin. (02.12. / hde) Geschenkgutscheine sind dieses Jahr das beliebteste Weihnachtsgeschenk. Das ist das Ergebnis einer aktuellen HDE-Verbraucherumfrage in Kooperation mit der Hochschule für Oekonomie + Management (FOM). Insgesamt schätzt der Handelsverband Deutschland das Umsatzvolumen, das auf Gutscheine entfällt, für dieses Weihnachtsgeschäft auf rund drei Milliarden Euro. Gutscheine gelten, wenn sie nicht ausdrücklich befristet sind, drei Jahre ab Ende des Jahres in dem der Gutschein gekauft wurde. Das heißt für dieses Weihnachtsgeschäft: Unbefristete Gutscheine gelten bis zum 31. Dezember 2017. Für befristete Gutscheine gibt es keine Regelung. Im Allgemeinen wird aber davon ausgegangen, dass sechs Monate oder ein Jahr Gültigkeit zu kurz sind. Eine Laufzeit von zwei Jahren könne je nach Branche durchaus als angemessen gelten, schreibt der HDE.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


BMEL: Rechtssicherheit für Anbieter durch LMIEV

Berlin. (01.12. / bmel) Der Bundesrat hat vor wenigen Tagen grünes Licht für den vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegten Entwurf einer Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln gegeben. Damit besteht Klarheit über die Umsetzung der ab 13. Dezember europaweit neu geregelten Allergenkennzeichnung bei Lebensmitteln. «Mit der Verordnung stellen wir sicher, dass Allergiker fortan besser informiert und geschützt werden. Nur wenn ein Allergiker weiß, ob in einem Brötchen oder in einer Eiskugel für ihn gefährliche Allergene enthalten sind, kann er gesundheitlichen Schaden abwenden. Zugleich schafft die Verordnung Rechts- und Planungssicherheit für die beteiligten Branchen. Das Maß an Aufwand bleibt insbesondere für kleine handwerkliche Betriebe und die klassische Ladentheke begrenzt», erklärt Bundesernährungsminister Christian Schmidt. Die Neuregelung sei eine wichtige Maßnahme des gesundheitlichen Verbraucherschutzes, da allergische Reaktionen auf Lebensmittel auch durch lose Ware ausgelöst werden können (Volltext).

Leporello: Kennzeichnungsrecht – die neuen Regeln

Berlin. (01.12. / bmel) Das europäische Lebensmittelkennzeichnungsrecht sorgt für umfassende Verbraucherinformationen. Mit der Lebensmittel-Informationsverordnung der EU (LMIV), die ab dem 13. Dezember 2014 EU-weit gilt, werden diese Vorschriften nochmals verbessert. Die Broschüre «Kennzeichnung von Lebensmitteln» (Format PDF; 16 Seiten) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert in Text und Bild über die Anwendung des neuen Kennzeichnungsrechts.

Durchführungsverordnung: Bundesrat winkt VorlLMIEV durch

Berlin. (29.11. / bund) Der Bundesrat hat am 28. November 2014 einer Verordnung zur Kennzeichnung allergener Stoffe bei unverpackten Lebensmitteln zugestimmt. Mit ihr soll die Verbraucherinformation bei loser Ware künftig praxisnah ausgestaltet werden. Zu diesem Zweck wird die Möglichkeit der mündlichen Auskunft – neben den vorgesehenen schriftlichen und elektronischen Informationsmöglichkeiten – ausgeweitet. Derzeit bestehen besonders in der Wirtschaft große Unsicherheiten hinsichtlich der konkreten nationalen Ausgestaltung der ab dem 13. Dezember 2014 europaweit geltenden Allergenkennzeichnung. Mit der vorläufigen Durchführungsverordnung (VorlLMIEV) wird ein lückenloses Ineinandergreifen von EU-Recht und nationalem Recht erreicht. Die VorlLMIEV der Bundesregierung war dem Bundesrat kurzfristig zugeleitet worden. Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit hatte er der Behandlung bereits in der Plenarsitzung am 28. November 2014 zugestimmt (siehe auch WebBaecker 48/2014: «LMIV: Vorläufige Durchführungsverordnung soll’s richten»).


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Aryzta announces trading update for Q1/2015

Hamburg. (bm) Swiss Aryzta AG announced its trading update for the first quarter 2015, ended 31 October 2014. Food Europe revenue grew by 7.0 percent to 404.1 million EUR. Underlying revenue growth was up 3.1 percent and there was a contribution of 2.7 percent from acquisitions. Food North America revenue increased by 30.5 percent to 475.5 million EUR. Underlying revenue growth declined by (3.2) percent, while there was a very strong contribution from acquisitions of 31.2 percent. Other topics of the week:

Title Region Date
ADM: Outlines Strategy to Accelerate Growth (US) Fri 12-05
Heinz: Opens Infant Cereal Factory in China (US) Fri 12-05
NRA: Culinary Forecast Predicts Menu Trends (US) Fri 12-05
Aryzta: First Quarter 2015 Trading Update (CH) Thu 12-04
Tesco: announces Changes to Executive Committee (UK) Thu 12-04
FDA: Finalizes Calorie Labelling Rules (US) Wed 12-03
PepsiCo: Announces Leadership Appointments (US) Wed 12-03
Orkla ASA: sells Orkla Brands Russia to Slavyanka (NO) Tue 12-02
Candyking: announces lower sales in Sweden (SE) Tue 12-02
Union: UB to cut 202 jobs at McVitie’s Glasgow (UK) Mon 12-01
Truvia: Cargill agreed to better inform consumers (US) Mon 12-01
Profile America: About Coffee Rationing 1942 (US) Sat 11-29


REZEPTE + IDEEN


Vorweihnachtszeit: Und was gibt’s bei Ihnen?

Image Berlin. (05.12. / vdm) Falls Sie noch auf der Suche nach dem ultimativen Bäckersnack sind, mit dem Sie Ihre Gäste in der Vorweihnachtszeit erfreuen können, hätte der Verband Deutscher Mühlen (VDM) eventuell eine nette Kleinigkeit für Sie: «Kräutersterne-Tarte» heißt sie und gibt in der Einzelanfertigung immerhin acht Portionen her. Zu finden ist die pfiffig dekorierte Tarte auf «mein-mehl.de». Das Rezept ist überzeugend einfach und schnell zuzubereiten. Also das Richtige nicht nur für Ihre Gäste, sondern angesichts des Trubels in den kommenden Tagen und Wochen auch für Sie.