Donnerstag, 26. November 2020

WB-48-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 48. KW 2014 (22.11. bis 28.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb4814.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. LMIV: Vorläufige Durchführungsverordnung soll’s richten
02. Burger King: Yi-Ko Filialen nun alle geschlossen
03. Ihle: Werk Gersthofen stößt an seine Grenzen
04. Burger King: Yi-Ko muss Filialen sofort schließen

TERMINE + EVENTS:
05. Stollenfest: Alle Jahre wieder …
06. Chefschmiede: für den besseren Umgang miteinander
07. bakTAG: Netzwerk traf sich in Dortmund

IN EIGENER SACHE:
08. Damit Sie immer in Reichweite sind …

MANAGEMENT + BETRIEB:
09. Denken Sie daran: Skonto immer konsequent ziehen
10. GOVV: Bäckerinnungsverband verabschiedet Resolution
11. ttz: Stärkung der Lebensmittelwirtschaft im Land Bremen
12. Datensicherung: eine wichtige Grundfunktion
13. akzente 6.2014: BGN-Magazin zum Download bereit
14. Studie: zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Süßwarenindustrie
15. Warenschwund: Einzelhandel verliert 4,7 Milliarden Euro
16. Handwerk in Deutschland: Meisterlich bei Energieeffizienz?
17. BVE: über freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung

TRENDS + KONZEPTE:
18. Bäckerei-Technologie: Umfassendes Datenmanagement prägt die Zukunft
19. Brot + Gebäck: Wie Bäcker pro Woche 15.000 Euro sparen können

MARKETING + VERKAUF:
20. Brot: vom Grundnahrungsmittel zum Trendprodukt
21. Ölz Meisterbäcker: ordnet Vertrieb im Export neu

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
22. Erkenntnisse und Empfehlungen zur Verarbeitung der Ernte 2014

PERSONEN + EHRUNGEN:
23. Bergholz-Rehbrücke: Eine Ära geht zu Ende
24. Die Eberhard Paech-Preis-Stiftung informiert …
25. Ministerpräsident: «Die Selbständigkeit ist nicht ohne»
26. HWK Dresden: Bundespräsident Gauck würdigt das Handwerk

BOOKMARKS + BOOKS:
27. Global Industry: Americans Celebrate Thanksgiving

REZEPTE + IDEEN:
28. Bratäpfel mit Quark-Wallnussfüllung auf Vanillejoghurt


MARKT + UNTERNEHMEN


LMIV: Vorläufige Durchführungsverordnung soll’s richten

Berlin_. (28.11. / bund) Nach Redaktionsschluss, überraschend und kurzfristig auf die Tagesordnung der 928. Sitzung des Deutschen Bundesrats geschafft hat es eine Verordnung zur Kennzeichnung allergener Stoffe in unverpackten Lebensmitteln. Die Plenarsitzung wird am Freitag, den 28. November ab 09:30 Uhr live auf bundesrat.de übertragen. Beeilen muss man sich nicht, denn das, worüber abgestimmt werden soll, ist (a) der letzte von 46 Tagesordnungspunkten und (b) nicht unbedingt das, was Deutschlands Bäcker seit Monaten erwarten: «566/14: Vorläufige Verordnung zur Ergänzung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend die Information der Verbraucher über die Art und Weise der Kennzeichnung von Stoffen oder Erzeugnissen, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen, bei unverpackten Lebensmitteln (Vorläufige Lebensmittelinformations- Ergänzungsverordnung – VorlLMIEV)». Damit versucht das BMEL, noch vor dem Stichtag 13. Dezember im Bundesgesetzblatt eine zumindest vorläufige Durchführungsverordnung zur Lebensmittel- Informations- Verordnung EU 1169/2011 zu veröffentlichen. Bis zum 13. Dezember verkündet und damit in Kraft getreten, hätte Deutschland dann schon mal eine «VorlLMIEV». Unternähme das BMEL diesen Schachzug nicht, würde die LMIV buchstabengetreu in deutsches Recht übergehen. Den Text der VorlLMIEV (14 Seiten) gibt es auf dem Server des Bundesrats zum Download.

Burger King: Yi-Ko Filialen nun alle geschlossen

Hamburg. (26.11. /eb) Nicht einmal eine weitere Woche dauerte es, bis alle 89 Restaurants der Yi-Ko Holding geschlossen sind. 3.000 Mitarbeitende fühlen sich mehr oder weniger allein gelassen und Burger King Europe (BKE) steht ob eines möglichen Management-Fehlers am Pranger: Warum 89 Restaurants an einen Franchisenehmer allein verkaufen, wo es doch sicher mehr Interessenten für eine gleichmäßigere Verteilung gegeben hätte? Sicher ist nach den jüngsten Vorfällen auch: Ein Franchisesystem ist immer nur so stark wie sein schwächstes Glied. Ja, selbst das Franchising an sich steht neuerdings in der Kritik. Burger King auf allen Kanälen und in allen Gazetten. Gesagt ist alles. Nicht nur die übrigen 599 Restaurants, 165 Franchisenehmer und 25.000 Mitarbeitenden der Burgerkette spüren die Nachwehen deutlich. Auch die Marke Burger King ist beschädigt. Selbst andere große Marken im Außer-Haus-Verzehr sind in Zeiten, in denen die Margen gering sind und der Trend ohnehin zum «besseren Burger» oder Bäckersnack geht, zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen. Alle weiteren Entwicklungen zum Thema «BKE / YiKo» entnehmen Sie bis auf Weiteres der Tagespresse.

Ihle: Werk Gersthofen stößt an seine Grenzen

Gersthofen. (24.11. / div) Wie doch die Zeit vergeht: Erst im Oktober 2010 hatten Alexander und Wilhelm Peter Ihle ihr neues Back- und Innovationszentrum der Landbäckerei Ihle im bayerisch-schwäbischen Landkreis Augsburg offiziell in Betrieb genommen (siehe WebBaecker 40/2010). Seit Juni 2008 schwirrte immer mal wieder eine Investitionssumme von 50 Millionen Euro durch den Raum. Tatsächlich flossen wohl gut 80 Millionen Euro in Bau und Ausstattung der Tiefkühlbäckerei. Jetzt soll das Werk Gersthofen weiter wachsen, berichtet die Augsburger-Allgemeine. Nächstes Ziel sei ein Hochregallager mit rund 10.000 Palettenplätzen für tiefgekühlte Erzeugnisse. Im Anschluss daran könnte die Produktionsfläche erweitert werden, denn: Das Werk Gersthofen ist voll ausgelastet, die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. 100 neue Arbeitsplätze seien beim Ausbau des Standorts zusätzlich drin. Just in diesen Wochen lässt Ihle zudem neben der bestehenden Halle auf rund 2.000 Quadratmetern ein neues Packmittellager errichten, das zum Jahreswechsel einsatzbereit sein soll. Mit allem Drum und Dran – inklusive Friedberg und 260 traditionellen Bäckerfachgeschäften – kommt die Landbäckerei Ihle heute auf knapp 3.000 Mitarbeitende: 150 im Werk Gersthofen, 400 in der Manufaktur Friedberg und um die 2.400 Beschäftigte in den Filialen, die in der Regel von Friedberg aus beliefert werden. Das Werk Gersthofen konzentriert sich auf das Großkundengeschäft (vornehmlich mit Aldi Süd).

Burger King: Yi-Ko muss Filialen sofort schließen

München. (22.11. / div) Die Gefahr, dass das Verhalten der Yi-Ko Holding die Existenz der übrigen 599 Restaurants, 165 Franchisenehmer und 25.000 Mitarbeitenden in Deutschland gefährdet, hat wohl auch das Landgericht München gesehen und entsprechend entschieden: Auf Antrag von Burger King Europe (BKE) erging am Freitagnachmittag die einstweilige Verfügung, nach der dem größten Franchisenehmer der Burgerkette – Yi-Ko Holding mit 89 Restaurants und 3.000 Mitarbeitenden – ab sofort untersagt ist, von Burger King markenrechtlich geschützte Gegenstände zu nutzen. Dazu gehört natürlich das Logo, der Schriftzug, Schilder und Speisekarten ebenso wie die Dienstkleidung der Mitarbeitenden. Auch eine Restaurant-Einrichtung kann markenrechtlich geschützt sein. Ob das bei BKE der Fall ist, weiß die Redaktion nicht. Die Belieferung der Yi-Ko-Filialen hatte Burger King jedenfalls schon am Donnerstag eingestellt und den Zugang zum Orderprogramm gesperrt. Damit dürfte Yi-Ko nun am Ende sein. Experten sind sich einig, dass der ehemalige Yi-Ko-Geschäftsführer Ergün Yildiz alles dafür getan hat, um die Marke Burger King zu beschädigen. Nach den schwerwiegenden Missständen im Mai dieses Jahres musste er zwar zurücktreten, doch konnte sich sein Nachfolger oder Statthalter Dieter Stummel nicht gegen ihn durchsetzen. Yildiz funkte immer wieder dazwischen und verletzte vorsätzlich die Standards, zu deren Einhaltung er sich verpflichtet hatte. Burger King Europe (BKE) hatte am Mittwoch die Kündigung mit sofortiger Wirkung aller 89 Franchiseverträge mit der Yi-Ko Holding bekannt gegeben.


TERMINE + EVENTS


Stollenfest: Alle Jahre wieder …

Dresden. (27.11. / sds) Jedes Jahr feiert man den Stollen in Dresden mit dem Stollenfest. Bald ist es wieder so weit und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren für den Dresdner Riesenstollen. Rund 400 jeweils acht Kilogramm schwere, 40 mal 60 Zentimeter große Gebäck-Bausteine braucht es, um ihn zusammenzusetzen. Mit deren Produktion sind derzeit viele Bäcker und Konditoren des Schutzverbands Dresdner Stollen beschäftigt. Auch die Bäckerei-Konditorei Hinkel, wo Luise Fischer, Stollenmädchen 2014/2015, gemeinsam mit ihrem Lehrmeister, Konditormeister Harald Hinkel, Stollenplatten herstellt. Eine Woche vor dem Fest werden die Platten unter Leitung des Bäckerfachvereins Dresden zusammengebaut. Präsentiert wird das Meisterstück beim 21. Dresdner Stollenfest am 06. Dezember. Mit dem Fest in der Dresdner Altstadt feiern die Dresdner Stollenbäcker und Konditoren gemeinsam mit hunderttausenden Gästen Dresdens berühmtes Weihnachtgebäck und die jahrhundertelange Tradition. In tausenden Einzelportionen wird der Riesenstriezel dort an die Festbesucher verkauft. Einen Großteil des Erlöses stiftet der Schutzverband für eine karitative Einrichtung und die Förderung des Bäckernachwuchses.

Chefschmiede: für den besseren Umgang miteinander

Weinheim. (26.11. / adb) Schon der amerikanische Motivationstrainer und Bestsellerautor Dale Carnegie (1888 bis 1955) beschrieb, dass die Fachkenntnisse nur 15 Prozent des Erfolges eines Chefs ausmachen, 85 Prozent jedoch auf dem (richtigen) Umgang mit Menschen beruhen. Diese Fähigkeit ist leider nur selten ein Naturtalent. Sie wird in den oft fachlich oder betriebswirtschaftlich geprägten Ausbildungen einer Führungskraft zudem nur unzureichend vermittelt. Auch im Bäckerhandwerk «menschelt» es, was viel Energie kostet und teure Fluktuation zur Folge hat. Genau hier setzt die neue «Chefschmiede» der Bundesakademie Weinheim an. In sieben Lerneinheiten, die sich über drei Module erstrecken, arbeiten die Teilnehmenden intensiv an der eigenen Persönlichkeit und erhalten wichtige Werkzeuge für den nachhaltigen Erfolg als Führungskraft. Die Fortbildung ist mit Blick auf die strategische Entwicklung von Führungskräften auch gut als Qualifikation für die «zweite Reihe» geeignet.

bakTAG: Netzwerk traf sich in Dortmund

Hechingen. (25.11. / KMZ) Auch in diesem Jahr fand der bakTAG der Einkaufsorganisation BAK Backkontor in der Westfalenhalle Dortmund statt. Die Veranstaltung bot viele Möglichkeiten zu interessanten und informativen Gesprächen und präsentierte sich als lebendiges Netzwerk in der Branche. Murat Zorlu von KMZ Kassensystem in Hechingen und Gerd Zwafink von der KMZ Kassensysteme Nord in Bremen konnten zahlreiche Kunden über den neuesten Stand der Vectron Kassenlösungen informieren. Analog zur Südback 2014 traten die drei Branchengrößen CompData, KMZ Kassensystem und OptimoBercher auch im Ruhrgebiet als Kompetenz-Forum in Sachen IT auf. Ziel ist, Backbetrieben perfekt abgestimmte und integrierte Branchenlösungen für herausfordernde Aufgaben zu bieten. In diesem Sinn oft nachgefragt wurden die Möglichkeiten der Kundenbindung mit BonVito. Weitere Stichworte sind die Lebensmittel Informations- Verordnung EU 1169/2011, das Fiskaljournal und die KMZ-Journalcontrolling-Software Filiafox, die manchen Interessenten an den Stand des Kompetenz-Forums führte. Hochinteressant sind auch die Möglichkeiten der KMZ-eigenen Skript-Programmierung innerhalb der Vectron-Kassensoftware, die die Systemspezialisten von KMZ für den individuellen Bedarf maßschneidern und betreuen.

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IN EIGENER SACHE:


Damit Sie immer in Reichweite sind …

Hamburg. (28.11. / eb) Um es vorweg zu nehmen: Im WebBaecker wird es auch künftig keine Werbe-Einblendungen der üblichen Art geben. Doch will die WebBaecker Herausgeber-Gemeinschaft ab 2015 auch Unternehmen außerhalb der Gemeinschaft die Möglichkeit geben, ihre Konzepte und Dienstleistungen im Newsletter vorzustellen. Allerdings dürfen die werbenden Unternehmen nicht in Konkurrenz mit den Unternehmen stehen, die die Herausgeber-Gemeinschaft bilden. Der WebBaecker Infodienst wird pro Woche an tausende Bäckerei-Inhabern und andere Berufsleute im deutschsprachigen Europa versandt – die den Newsletter nicht nur erhalten, sondern aufmerksam lesen. Zielgerichteter kann die Erklärung Ihrer Konzepte und Dienstleistungen also kaum erfolgen. Dafür erwartet die Herausgeber-Gemeinschaft eine Aufwandsentschädigung, die sich grob an den Anzeigenpreisen anderer Medien in den backenden Branchen orientiert. Unterstützen Sie den WebBaecker und seine große Fan-Gemeinde! Sie können dabei jederzeit mit Hilfe aus der WebBaecker-Redaktion rechnen. Für Details wenden Sie sich bitte an redaktion@webbaecker.de.


MANAGEMENT + BETRIEB


Denken Sie daran: Skonto immer konsequent ziehen

Isernhagen / Hannover. (28.11. / ge) Die Erfahrungen zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen noch nicht immer konsequent beim Thema Skonto handeln. Der Skonto stellt einen Preisnachlass auf die Rechnungssumme dar, sofern die Zahlung der Rechnung innerhalb einer festgelegten Zeit erfolgt. Dabei stellt die Höhe des Skontos den Zins dafür dar, dass der Kunde die volle Zahlungsfrist ausschöpfen kann. In der Praxis sind bei Zahlungszielen häufig Formulierungen wie zum Beispiel «Bei Zahlung innerhalb von sieben Tagen abzüglich drei Prozent Skonto, innerhalb von 30 Tagen netto» anzufinden. Dies bedeutet dann, dass die Rechnung grundsätzlich innerhalb von 30 Tagen in voller Höhe zu bezahlen ist. Sofern die Rechnung bereits innerhalb von sieben Tagen gezahlt wird, wird ein Skonto in Höhe von drei Prozent gewährt. Ausgehend von einem Rechnungsbetrag in Höhe von 10.000 Euro würde der Preisnachlass demnach 300 Euro betragen. Sofern der Käufer für die Zeit von 23 Tagen einen Kredit in Anspruch nimmt würde ihn dies bei einem Zinssatz in Höhe von 8,5 Prozent rund 53 Euro kosten. Die Ersparnis beträgt also selbst bei einer Kreditaufnahme noch rund 247 Euro. Die Inanspruchnahme von Skonto ist daher immer kostengünstiger als die längere Zahlungsfrist zu nutzen. Dies gilt selbst dann, wenn man einen Kredit in Anspruch nehmen muss. Für Rückfragen zum Thema steht Ihnen Christian Bork von der Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft unter der Telefonnummer 0511/70050-400 oder per E-Mail unter christian.bork@gehrke-econ.de für ein unverbindliches Erstgespräch sehr gerne zur Verfügung.

GOVV: Bäckerinnungsverband verabschiedet Resolution

Hannover. (28.11. / biv) Der Gesamtvorstand des Bäckerinnungsverbands Niedersachsen / Bremen (BIV) fordert die niedersächsische Landesregierung erneut auf, die geplante Verordnung über Gebühren für den Verbraucherschutz und die Veterinärverwaltung (GOVV) nicht in Kraft zu setzen. In einer Resolution wirft der Gesamtvorstand der Landesregierung in Hannover unverantwortliches Handeln vor, weil die beabsichtigte Gebührenerhebung für anlasslose Kontrollen nicht auf rechtlich sicherem Boden stehe. Der BIV verweist in diesem Zusammenhang auf die anhaltende kontroverse Diskussion des Themas auf EU-Ebene, verfassungs- und datenschutzrechtliche Bedenken hin und bezichtigt die Landesregierung und das federführende Verbraucherschutzministerium «einer falschen Signalsetzung aus verbraucherpolitischer Sicht». Die handwerklichen Bäckereien in Niedersachsen könnten die «nachhaltig finanzielle Belastung» nicht mehr allein tragen. Die Verordnung würde daher auch zu einer Belastung der Verbraucher führen. Mit der Verabschiedung der Resolution hat der Gesamtvorstand des BIV zugleich seine regionalen Innungen sowie deren Mitgliedsbetriebe aufgerufen, ihren Protest bei den Parteienvertretern ihrer Regionen im Landtag und im Bundestag verstärkt deutlich zu machen. Der Verband, landesweite Spitzenorganisation von mehr als 600 Innungsbäckereien, befürchtet bei der erwarteten Gebührenbelastung unter anderem einen rapiden Anstieg des Betriebssterbens, eine zusätzliche Benachteiligung von Bäckereien in ländlichen Regionen und negative Auswirkungen auf die Beschäftigten- und Ausbildungsbilanz, in der das Handwerk bisher als stabilisierender Partner anerkannt wurde.

ttz: Stärkung der Lebensmittelwirtschaft im Land Bremen

Bremerhaven. (28.11. / ttz) Mit einem Neubau für das Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB) wird Bremerhaven als Standort der Lebensmittelindustrie weiter gestärkt. Das Gebäude am Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) Bremerhaven ist vor wenigen Tagen im feierlichen Rahmen von Wirtschaftssenator Martin Günthner vorgestellt worden. Redner und Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft trafen sich zu einem Dialog der Branchen. Mit 2,7 Millionen Euro fördert der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. «Die Lebensmittelwirtschaft im Land Bremen ist einer der größten Arbeitgeber. Innovationen für die Unternehmen sind häufig «Made in Bremerhaven». Daher wird die Branche durch die Investitionen in das ttz nachhaltig gestärkt», betont der Wirtschaftssenator (Volltext).

Datensicherung: eine wichtige Grundfunktion

Kronau. (26.11. / goe) Damit Sie wirklich entspannt und täglich Ihre Marvin-Daten sichern können, wurde in die Bäckereisoftware Marvin ein eigenes Sicherungswerkzeug für schnelle Kopien von Daten-Beständen integriert. Zu finden ist dies in den Hilfsprogrammen als Unterpunkt «Datenbank-Abbild erstellen». Mit dieser einfach zu bedienenden Funktion können Sie jederzeit – unabhängig Ihrer sonstigen Datensicherungstechnik – eine spontane Kopie Ihrer aktuellen Daten erzeugen. Diese Kopie kann auch im laufenden Betrieb durchgeführt werden und ist auf diese Weise unabhängig von den Nutzungszeiten von Marvin. Alle Marvin-Anwender können dabei wie gewohnt weiterarbeiten. Nutzen Sie diese Funktion als Ergänzung zu Ihrer täglichen Datensicherung und vermeiden Sie auf diese Weise Nacharbeiten und Datenverluste. Die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner informieren Sie gerne über diese Funktion. Ebenso empfiehlt Ihnen Goecom, zum Thema «Datensicherung» einen Blick in Ihr Marvin-Online-Handbuch zu werfen. Dort haben die Software-Experten aus Kronau weitere Sicherungstechniken zusammengestellt.

akzente 6.2014: BGN-Magazin zum Download bereit

Mannheim. (26.11. / bgn) 156 Bewerbungen aus BGN-Mitgliedsunternehmen – so viele wie noch nie – konkurrierten in diesem Jahr um den BGN-Präventionspreis. Nun stehen die Gewinner fest: Sieben Unternehmen freuen sich über die begehrte Auszeichnung mit Preisgeldern von 4.000 bis 6.000 Euro. Die Preisverleihung fand Anfang Oktober während der Arbeitsschutztagung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) in Mannheim statt. Die Preisträger und viele weitere Informationen zu Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Rehabilitation gibt es in der soeben erschienenen Ausgabe «akzente 06.2014», die sich Interessenten vom BGN-Server kostenfrei herunterladen können.

Studie: zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Süßwarenindustrie

Bonn. (25.11. / bdsi) Anlässlich eines Treffens mit Bundesminister Christian Schmidt (BMEL) übergab Stephan Nießner, Vorsitzender des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), eine aktuelle Studie mit dem Titel «Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Süßwarenindustrie». Gleichzeitig bat Nießner den Bundesminister stellvertretend für die Bundesregierung um politische Unterstützung. «Der bisherige Erfolg der deutschen Süßwarenindustrie ist kein Selbstläufer», sagt der BDSI-Vorsitzende. «Die Wettbewerbsfähigkeit der Süßwarenbranche in Deutschland ist nicht nur gefährdet, wenn die Lohn- und Rohstoffkosten weiter steigen, sondern vor allem auch, wenn den deutschen Unternehmen nicht der gleiche Zugang zu liberalisierten Rohstoffmärkten gewährt wird wie ihren wichtigsten Wettbewerbern in der Türkei oder den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika)». Zudem müsse die administrative Abwicklung von Exporten für Unternehmen jeder Größe zu bewältigen sein und dürfe nicht weiter erschwert werden. Ein unüberschaubarer Flickenteppich von Freihandelsabkommen mit unterschiedlichen Regelungen schließe kleine und mittelständische Unternehmen geradezu vom Export aus. Daher müsse seitens der Politik alles für eine Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Süßwarenindustrie getan werden. Eine Kurzfassung der Studie steht hier zum kostenfreien Download bereit.

Warenschwund: Einzelhandel verliert 4,7 Milliarden Euro

Hirschhorn. (24.11. / ots) Warenschwund kostete den weltweiten Einzelhandel 2013 rund 96,8 Milliarden Euro. Das entspricht 1,29 Prozent des Umsatzes, heißt es im «Globalen Diebstahlbarometer 2013/2014», einer unabhängigen Studie von «The Smart Cube» in London/UK, unterstützt von Checkpoint Systems in Hirschhorn. In Deutschland steht der Handel deutlich besser da, doch auch hierzulande summierten sich die Verluste auf 4,7 Milliarden Euro (1,1 Prozent des Umsatzes). Berücksichtigt man dazu die Aufwendungen des Einzelhandels gegen Warenschwund, so «zahlte» jeder Deutsche rein rechnerisch eine «Diebstahl-Steuer» von 87 Euro. Hauptursache für Warenschwund ist der Ladendiebstahl. Unehrliche Kunden sind für 37,6 Prozent der Verluste verantwortlich. Fast genauso hoch schlagen die Kosten durch unehrliche Mitarbeiter (35,4 Prozent) zu Buche, gefolgt von administrativen Fehlern (22,1 Prozent) und unehrlichen Lieferanten (4,9 Prozent). Gestohlen wird, was klein und teuer ist und sich gut weiterverkaufen lässt. Doch auch auf Weine, Spirituosen, Frischfleisch und Delikatessen haben es Langfinger abgesehen. Dass der deutsche Einzelhandel im Ländervergleich verhältnismäßig gut abschneidet, liege auch am konsequenten Einsatz von Anti-Diebstahl-Maßnahmen. Diese lässt sich der Handel 0,82 Prozent seines Umsatzes (3,5 Milliarden Euro) kosten. Schaden entsteht aber nicht nur durch gestohlene Waren, sondern auch durch fehlende Warenverfügbarkeit. Für den stationären Einzelhandel sei eine hohe Warenverfügbarkeit – gerade in Zeiten eines zunehmenden Internethandels – für den Erfolg entscheidend, um Kunden über ein positives Einkaufserlebnis binden zu können.

Handwerk in Deutschland: Meisterlich bei Energieeffizienz?

Frankfurt / Main. (22.11. / kfw) Mittelständische Handwerksunternehmen sind überdurchschnittlich engagiert bei der Erschließung von Energieeffizienzpotenzialen. Das hohe Engagement ist auch nötig: Energiekosten haben im Handwerk ein hohes Gewicht, der Handlungsdruck ist entsprechend ausgeprägt. Im Handwerk wird daher stark investiert, auch bei den kleinen Unternehmen. Aber auch im Handwerk besteht erhebliches Nachholpotenzial. Finanzierungsschwierigkeiten hemmen eine noch stärkere Beteiligung. Energieberatungen, mit denen Einsparmöglichkeiten identifiziert werden können, werden nur zurückhaltend genutzt – heißt es in einer gemeinsamen Analyse von KfW Research und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) auf Basis des KfW-Mittelstandspanels unter dem Titel «Das Handwerk in Deutschland: Meisterlich bei Energieeffizienz?» (PDF).

BVE: über freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung

Berlin. (22.11. / bve) «Wir wollen die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Ernährungsindustrie fördern und unsere Leistungen transparent machen». So lautet das Ergebnis des Workshops «Transparenzinitiative Nachhaltigkeit in der Ernährungsindustrie» der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) im Kreis hochrangiger Branchenvertreter in Berlin stattgefunden hat. Die größte Herausforderung wird dabei sein, es allen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, zu ermöglichen, Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erlernen. Für die Umsetzung braucht die Branche niedrige Hürden und einen Fokus auf wesentliche Einflusskriterien. «Die Lebensmittelhersteller haben die Bedeutung von Nachhaltigkeit für all ihre Unternehmensbereiche erkannt, nachhaltiges Wirtschaften ist für Unternehmer heute unverzichtbar», sagte BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff, Gastgeber der Veranstaltung, in seiner Eröffnungsrede. «Wir müssen allerdings stärker darüber diskutieren, was nachhaltiges Unternehmensmanagement in der Ernährungsindustrie genau bedeutet, wie Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt und besonders kleine und mittelständische Unternehmen in der Kommunikation unterstützt werden können». Ziel des Workshops war die Diskussion der Frage, ob der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) als Instrument für eine freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen der Ernährungsindustrie genutzt werden kann. Eine kurze und prägnante Beschreibung dieses Nachhaltigkeitskodex gibt es auf Wikipedia.


TRENDS + KONZEPTE


Bäckerei-Technologie: Umfassendes Datenmanagement prägt die Zukunft

Detmold. (28.11. / agf) Auch im 21. Jahrhundert birgt das Getreidekorn für die Wissenschaft immer noch neue Erkenntnisse – die 65. Tagung für Bäckerei-Technologie, die Mitte November in Detmold stattfand, lieferte eine ganze Reihe von Anhaltspunkten dafür, dass dieser Befund auch weiterhin Gültigkeit hat und haben wird. Die durchweg hochkarätigen Vorträge aus der Forschungspraxis, die den über 300 Tagungsteilnehmern im Roemer-Haus auf dem Schützenberg geboten wurden, trafen sich oftmals in einen Aspekt: Seit Jahrzehnten etablierte Werte und Parameter wie Fallzahlen, Proteingehalte oder Sedimentationswerte liefern zwar Indizien für die Backeigenschaften der Rohstoffe Mehl und Getreide, aber sie bilden diese nur ansatzweise ab. Überraschende Korrelationen, die es bei den letzten Ernten des Öfteren gab – zum Beispiel enzymschwach aber gut backfähig – deuten darauf hin, dass Erklärungen für die spezifischen Eigenschaften von Getreideprodukten tiefer gesucht werden müssen. «Es kommt auf die Funktionalitäten des Rohstoffs Mehl an und nicht auf die Werte» – brachte Professor Klaus Lösche vom ttz Bremerhaven diesen Befund auf den Punkt. Neben den Vorträgen aus den Bereichen Rohstoffe und Technologie, die üblicherweise den Hauptteil der Tagung bildeten, zog sich auch noch ein anderes Thema wie ein roter Faden durch eine ganze Reihe von Vorträgen aller Themenblöcke: Die zukunftsgerechte Organisation des Wertschöpfungsprozesses in der Backwarenproduktion auf der Basis eines durchgängigen Datenmanagements (Volltext).

Brot + Gebäck: Wie Bäcker pro Woche 15.000 Euro sparen können

Bonn. (27.11. / aid) Wollen Verbraucher wirklich immer volle Regale? Die Optimierung der Retouren aus Bäckereien und Bäckerei-Filialen ist der wichtigste Hebel zur Vermeidung von Lebensmittelmüll bei Backwaren. Dazu muss ein Bäckereiunternehmen zunächst den Status Quo erheben, schreibt der aid Infodienst: An welchen Wochentagen und in welchen Filialen fallen die meisten Reste an, welche Produkte sind wo besonders gefragt und selbst die Wetter-Prognosen müssen Eingang in eine optimierte Planung finden. Ergebnisse hierzu stellten Professor Guido Ritter und Lena Heitkönig von der FH Münster während der Tagung «Von der Verschwendung zur Wertschätzung von Lebensmitteln» des Umweltministeriums NRW vor (MKULNV). Es habe sich gezeigt, dass allein das Erfassen der Backwarenabfälle in den kooperierenden Bäckereien zu einem Umdenken und besserer Planung geführt hätten. Bei den sechs teilnehmenden Handwerksbäckern waren vorab Retourenquoten von 3,8 bis über 16 Prozent ermittelt worden. Das waren durchschnittlich 2.730 Kilogramm für eine Bäckerei. Der monetäre Verlust war entsprechend erheblich: Der Gesamtabfall in einer Messwoche in einer Bäckerei summierte sich auf durchschnittlich 15.700 Euro (Volltext).


MARKETING + VERKAUF


Brot: vom Grundnahrungsmittel zum Trendprodukt

Zürich / CH. (28.11. / zhaw) Rund um das Thema Brot drehte sich die Wädenswiler Lebensmitteltagung 2014 der ZHAW Mitte November. Unter dem Titel «Zukunft des Brotes – Fakten zwischen Romantik, Technologie und Wissenschaft» ließen sich mehr als 200 Teilnehmende über Backwaren im Spannungsbogen zwischen individuellem Konsum und globalem Markt informieren. Weitere Referate widmeten sich Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Getreide – Brot, von speziellen Getreideinhaltsstoffen und funktionellen Zutaten bis zur Vorhersage der Haltbarkeit (Volltext).

Ölz Meisterbäcker: ordnet Vertrieb im Export neu

Dornbirn / AT. (26.11. / oem) Mit Blick auf die «anhaltend dynamische Entwicklung» ihres Exportgeschäfts hat die Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH ihren Vertrieb umstrukturiert und setzt dabei vor allem auf Profis, heißt es aus Österreich. Das gesamte Exportgeschäft außerhalb der DACH-Region sowie das B2B Geschäft im Export verantwortet jetzt Herbert Galuschka. Der gebürtige Tiroler hat 17 Jahre Führungs- und Verkaufserfahrung bei namhaften internationalen Markenartiklern vorzuweisen, die er jetzt als Verkaufsleiter Export bei Ölz einbringt. Frank Mühleneisen, langjähriger Mitarbeiter beim führenden alpenländischen Großbäcker, verantwortet nun als Verkaufsleiter Deutschland den weiteren Ausbau der Ölz-Markenpräsenz im bundesdeutschen Lebensmittelhandel. Der profunde Kenner des deutschen Brot- und Backwarenmarkts, selber gelernter Bäcker mit 25-jähriger Vertriebserfahrung, ist damit ab sofort für das gesamte Umsatzvolumen im umsatzstärksten Exportland für Ölz zuständig. Der eidgenössische Markt wird wie bisher von der Tochtergesellschaft Ölz Frischbackwaren AG mit Sitz in Neuenhof, Schweiz, bearbeitet. «Schon heute beträgt unser Exportumsatz 43,1 Prozent», sagt Daniela Kapelari-Langebner, Geschäftsführerin Marketing + Vertrieb in Dornbirn. 2013 setzte Ölz insgesamt 200,3 Millionen Euro um und zählt um die 880 Mitarbeitende.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Erkenntnisse und Empfehlungen zur Verarbeitung der Ernte 2014

Isernhagen. (28.11. / is) Erkenntnisse und Empfehlungen zur Verarbeitung von Weizen- und Roggenmehlen der Ernte 2014 bildeten einen Schwerpunkt während der 65. Tagung für Bäckerei-Technologie, die Mitte November auf dem Detmolder Schützenberg stattfand. Die Weizenhandelsmehle zeigen eine etwas geringeren Feuchtklebergehalt gegenüber 2013 und führen teilweise zu einer geschwächten Teigstabilität, berichtete Günter Unbehend vom MRI Detmold. Neben der Reaktion, daraufhin die Intensiv-Knetstufe etwas zu verkürzen, wurde von mehreren Referenten empfohlen, die Kleber-Verquellung durch Vor- und Sauerteige wieder zu verbessern. Bei Schnittbrötchen zum Beispiel zeigt sich im Brötchenbackversuch bei Einsatz von Weizensauerteig ein deutlich verbesserter Ausbund.

Bei den Roggenhandelsmehlen der Ernte 2014 ist der Enzymstatus gegenüber 2013 leicht erhöht (niedrigere Fallzahl und verminderte Verkleisterungstemperatur). Gleichzeitig entwickeln die mit den Handelsmehlen hergestellten Sauerteige im Durchschnitt einen um bis zu drei Punkte erhöhten Säuregrad. Die Tendenz zu etwas geringeren Volumenausbeuten der letzten Jahre setzt sich leider fort. Vielleicht ist das sogar ein Grund für den immer kleiner werdenden Anteil an Roggen- und Roggenmischbroten.

Natürlich wird sehr intensiv nach den Ursachen der Veränderung der Roggenmehlqualität geforscht. Forscher aus Nuthetal bei Potsdam haben festgestellt (Dr. Heinz Kaiser et al.), dass die für den Backerfolg wichtige Roggenstärke in der Verkleisterung blockiert wird. Proteine und Pentosane scheinen bei der Teigbildung Komplexe zu bilden und geben ihr Wasser im Backprozess stark verzögert oder gar nicht an die Stärke ab. Die Aufklärung der Ursachen stellt sich als sehr schwierig heraus und steht noch in den Anfängen. Gleichzeitig sucht man natürlich nach Lösungen. Ein Teilerfolg konnte schon erzielt werden: Als man technische Enzyme zugab, war es möglich, die störenden Komplexe abzuschwächen und zum Teil sogar ganz aufzuheben.

Auch die Technologen aus Isernhagen werden immer wieder gefragt, ob sie Empfehlungen haben, Teigbildung und Verkleisterung beim Roggen wieder zu verbessern. In Backtests zeigt sich, dass man mit entsprechendem Starter einen Sauerteig so führen kann, dass im Teig die mehleigenen Enzyme aktiv werden und auf diese Weise die Verquellung des Roggenmehls, die Teigbildung und die Saftigkeit der Krume spürbar verbessert werden. Steht noch genügend Wasser in der Rezeptur zur Verfügung, kann man das noch weiter toppen, in dem man einen Teil des Roggenmehls als Aroma- oder Kochstück zugibt.

«Es wäre doch wirklich schön, könnten wir dem Roggen seine Bedeutung für gelockerte, aromatische Backwaren mit langer Frischhaltung zurückgeben», sagt Dr. Torsten Zense von IsernHäger. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter zense@isernhaeger.de.


PERSONEN + EHRUNGEN


Bergholz-Rehbrücke: Eine Ära geht zu Ende

Nuthetal. (27.11. / igv / eb) In Bergholz-Rehbrücke geht eine Ära zu Ende: Dr.-Ing. Peter Kretschmer, geschäftsführender Gesellschafter des Instituts für Getreideverarbeitung (IGV), geht mit 76 Lebensjahren in den Ruhestand. Promoviert hat Kretschmer erst 2010, weil ihm vorher schlicht die Zeit fehlte. Im gleichen Jahr hatte das IGV auch «50 Jahre Forschung und Entwicklung» gefeiert. Kretschmers Erfindungen sind ehemaligen DDR-Bürgern noch gut bekannt. Er entwickelte unter anderem die Tempo-Erbsen, den Kuko-Reis und den Getreidebrei Mekorna. Er rettete die heutige IGV GmbH über die Wende und führte das Institut erfolgreich in die Privatwirtschaft. Unter seiner Regie entwickelte sich das IGV zu einem festen Bestandteil der nationalen und internationalen Forschungslandschaft. Kretschmer, Träger des Eberhard-Paech-Preises 2007, ist einer der erfolgreichsten Ernährungswissenschaftler Deutschlands mit dem Schwerpunkt Getreide. Auch durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Ausbildung des Bäcker- und Konditoren-Nachwuchses hat sich Kretschmer in herausragender Weise verdient gemacht. Bereits seit 1961 arbeitet der gelernte Diplom-Ingenieur am IGV in Bergholz-Rehbrücke, dessen guter Ruf lange vor der Wende in den Westen drang. Seit 1990 ist Kretschmer Geschäftsführer, seit 1994 Miteigentümer des IGV. Rund 100 qualifizierte Mitarbeitende sowie eine gute Ausstattung an Geräten, Maschinen und Anlagen bietet heute die Voraussetzung für solide Arbeit. Auch komplexe Probleme werden interdisziplinär zwischen Prüflabor, Prozesstechnik, Backwarentechnologie und Campus gelöst. Bei der Verabschiedung von Dr.-Ing. Peter Kretschmer am 27. November würdigten Honoratioren aus Politik und Wirtschaft – neben seiner Rolle als Unternehmer – auch das ehrenamtliche Engagement in Verbänden und Vereinen. Viele Dinge die Kretschmer entscheidend in das Institut einbrachte, sind heute selbstverständlich und tragen weiterhin zum Erfolg des Unternehmens bei. Als Ehrenamtsträger in Vereinigungen und Verbänden wird Dr.-Ing. Peter Kretschmer auch in Zukunft seine Erfahrungen weitergeben.

Die Eberhard Paech-Preis-Stiftung informiert …

Berlin. (26.11. / vdb) Einen Blick hinter die Kulissen des Lebensmittelhandels gewährte Michael Wedell, Group Director Public Policy der Düsseldorfer Metro Gruppe, den Mitgliedern und Freunden der Eberhard Paech-Stiftung. Das Kuratorium der Stiftung hatte zur jährlichen Sitzung nach Berlin geladen. Neben den Mitgliedern des Kuratoriums lauschten Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), ZV-Hauptgeschäftsführer Amin Werner Armin Juncker, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Großbäckereien und Christof Crone, Geschäftsführer des Backzutatenverbands, dem Vortrag des Metro-Cheflobbyisten zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und Veränderungen im Auftritt der Metro Group beim Verkauf von Lebensmitteln. Im Mittelpunkt seines Vortrags standen die Frage des Vertrauens in die Produktion und den Handel mit Lebensmitteln sowie die häufig vermisste Kommunikation zwischen den handelnden Parteien auf allen Seiten. Zuvor war es in der Sitzung des Kuratoriums unter anderem um die Verleihung des Eberhard-Paech-Preises 2016 gegangen, sowie das geplante Buch über den Namensgeber der Auszeichnung. Das Buch über Eberhard Paech und den Preis soll im ersten Halbjahr 2015 vorgestellt werden. Die Ausschreibung zum Paech-Preis 2016 wird im Sommer 2015 erfolgen. Der Preis soll im Oktober 2016 in Berlin verliehen werden.

Ministerpräsident: «Die Selbständigkeit ist nicht ohne»

Potsdam. (26.11. / hwk / igv) «Der Weg in die unternehmerische Unabhängigkeit ist nicht ohne», räumte Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, während der Meisterfeier der Handwerkskammer Potsdam ein. Deshalb werde die Landesregierung die Handwerksmeister nach Kräften unterstützen. Er ermunterte die Jungmeister zu Betriebsgründungen und appellierte an die Absolventen, bei der Ausbildung junger Leute vorausschauend sowie kreativ zu sein und auch auf Studienabbrecher, Altbewerber und leistungsschwächere Jugendliche zuzugehen. Die 40 Absolventen, die in diesem Jahr die Bäcker- und Konditoren- Meisterschule am IGV Institut für Getreideverarbeitung in Nuthetal erfolgreich absolviert hatten, erhielten ihre Meisterbriefe von Bäckermeister Holger Schüren als Vertreter des Fachschulvereins der Bäcker und Konditoren sowie Innungsobermeister Michael Schmidtke. Als jahrgangsbeste Konditormeisterin wurde Carolin Eckardt aus Hartenstein ausgezeichnet. Robert Jurischka aus Vetschau freute sich über die Ehrung als jahrgangsbester Bäckermeister.

Ziel der neuen Handwerksmeister bei der Qualifikation ist vor allem, ihre Aufstiegschancen beim aktuellen oder künftigen Arbeitgeber zu erhöhen. Für Unternehmensgründungen oder Übernahmen sprach sich nur ein geringer Teil der Jungmeister im Segment Bäckerei/Konditorei aus. Fehlendes Kapital und das hohe Risiko sind die wichtigsten Faktoren, die junge Fachkräfte von einer zeitnahen Unternehmensgründung abhalten, berichtet das IGV.

HWK Dresden: Bundespräsident Gauck würdigt das Handwerk

Dresden. (24.11. / hwk) 407 Meister, darunter 51 Frauen, aus dem Einzugsbereich der Handwerkskammer Dresden erhielten in der Messe Dresden ihre Meisterbriefe. Den Absolventen wurde die Ehre zuteil, dass Bundespräsident Joachim Gauck als Festredner an der Veranstaltung teilnahm. Es war die erste Meisterfeier, an der Gauck innerhalb seiner Amtszeit teilnahm. Gauck legte den Meister/innen lebenslanges Lernen ans Herz, denn «Erfolg begegnet Menschen, die nicht stehenbleiben». Gleichzeitig appellierte er an die Verantwortung der neuen Meister/innen – und das «über das Erreichen schwarzer Zahlen» hinaus – sich für die Gesellschaft und für das Gemeinwesen einzusetzen. Dazu gehört für den Bundespräsidenten auch die Ausbildung junger Leute: «In Deutschland haben wir mit dem dualen Ausbildungssystem ein bewährtes Modell. Wenn wir unsere Spitzenposition bei der Ausbildung erhalten wollen, brauchen wir eine nachrückende Generation, die Bewährtes fortführt, aber zugleich die Lehrmethoden und Inhalte auf den Prüfstand stellt». Er ermutigte die jungen Meister/innen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Denn allein in den kommenden zehn Jahren stünden bundesweit 200.000 Handwerksbetriebe vor der altersbedingten Übergabe, davon rund 3.000 im Kammerbezirk Dresden. Zum Abschluss seiner Festrede nannte der Bundespräsident den Meisterbrief ein «Versprechen für die Zukunft». Wer ihn habe, könne vieles meistern. Ein Grußwort überbrachte auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Eine gute Ausbildung von Handwerkern sei der Schlüssel für ein innovatives Handwerk, sagte Tillich. «Deshalb setzt sich die neue sächsische Staatsregierung dafür ein, dass der Meisterbrief als Qualifikationsnachweis im Handwerk erhalten bleibt». Unter den 407 Absolventen waren 26 Handwerksberufe vertreten. Nach den Kraftfahrzeugtechniker mit 59 frisch gebackenen Meistern folgten auf der Hitliste gleich die Bäcker (38) vor den Elektrotechnikern (37).


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Americans Celebrate Thanksgiving

Hamburg. (bm) Thursday this week is/was Thanksgiving Day, one of the most traditional of American holidays, thought to have begun in 1621 in Plymouth, Massachusetts. The holiday became national in scope in 1863, and the fourth Thursday of the month has been the official day since 1941. It is a time for family gatherings that combines solemnity and joy. On theses grounds German WebBaecker did not have to allocate as many – and potentially important for you – business news as in other weeks. If you are living there, where Thanksgiving is a traditional holiday, we wish you and your loved ones a joyful and peaceful Thanksgiving. Other topics of the week:

Title Region Date
SSP: announces financial results for the full year 2014 (UK) Fri 11-28
Campbell: organic sales up 5 percent in Q1/2015 (US) Thu 11-27
Finsbury: held its Annual General Meeting (UK) Thu 11-27
Greencore Group: Full Year 2014 Results Statement (IR) Wed 11-26
Post Holdings: Results for Q4 and Fiscal Year 2014 (US) Wed 11-26
Profile America: it’s «Peanut Butter Lovers Month»! (US) Wed 11-26
ConAgra: 20 Years Against Child Hunger in America (US) Tue 11-25
Mondelez: Names New Member to Board of Directors (US) Tue 11-25
Yili: to Build the World’s Largest Dairy Production Base (CN) Mon 11-24
Flowers Foods: Announces Increased Dividend Rate (US) Mon 11-24
Yum! Brands: to repurchase up to 1 billion USD in shares (US) Mon 11-24
Aldi: Announces New Management Structure of US Business (DE) Mon 11-24
Flowers Foods: Deese Becomes Non-Executive Chairman (US) Mon 11-24
ConAgra: Celebrates Plant Opening in China (US) Sat 11-22
Yum! Brands: appoints two members to its board (US) Sat 11-22


REZEPTE + IDEEN


Bratäpfel mit Quark-Wallnussfüllung auf Vanillejoghurt

Bonn. (28.11. / cma) Immer zur Winterzeit steht der Bratapfel ganz oben auf der Abfrage-Hitliste verschiedener Rezeptdatenbanken. So gefragt die Rezepte sind, so begehrt wären / sind Bratäpfel vielleicht auch als süße Abwechslung in der Bäckergastronomie. Die verblichene CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft bot vor ziemlich genau zehn Jahren eine besonders leckere Variante mit Quark-Wallnussfüllung auf Vanillejoghurt. Das Rezept bezieht sich auf vier Portionen.

Zutaten: 350 g Quark; 8 Äpfel (je 90-100 g); 2 Walnusskerne; 1 1/2 EL Rosinen; 2 Eigelbe; 160 g Kürbis; 250 g Joghurt; 2 cl Rum; 1/4 TL Zimt; 1 EL Honig; 1 kleine unbehandelte Zitrone; 1 kleine unbehandelte Orange; 2 TL Vanillezucker; 1 EL Streuzucker; 4 EL Himbeersoße (Fertigprodukt); 80 g frische Himbeeren; Minze für Garnitur.

Vorbereitung: Zitronen- und Orangenschale abreiben, Frucht halbieren, Saft pressen. Kürbis schälen, entkernen, fein würfeln, mit etwas Orangen- und Zitronensaft und etwas Zucker weich dämpfen und pürieren. Äpfel oben abschneiden, mit einem kleinen Löffel aushöhlen. Walnüsse grob hacken, mit Quark, Rosinen, Eigelben, Zitronen- und Orangenschale, 1 TL Vanillezucker, 1 EL Streuzucker und Rum gut verrühren. Joghurt, Zimt, Kürbispüree, 1 TL Vanillezucker und Honig gut verrühren.

Zubereitung: Äpfel mit Quarkmasse füllen, in eine Pfanne setzen, im Ofen bei 180°C 10 Minuten anbacken, weitere 10 Minuten bei 160°C fertig garen.

Anrichten: Vanillejoghurt auf flachen Teller angießen, mit Himbeersoße beträufeln, die Tropfen mit Zahnstocher verziehen, gebackene Äpfel darauf setzen, mit etwas Himbeersoße überziehen, einige frische Himbeeren rundum streuen, mit Minze garnieren.

Zubereitungszeit: 50 Minuten.