WB-48-2010

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 48. KW 2010 (27.11. bis 03.12.)
Download: https://www.webbaecker.de/10archivphp/wb4810.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bäckerei Peter Ellger: Die Chancen stehen nicht schlecht

TERMINE:
02. Unternehmertag Lebensmittel: Gemeinsam Märkte bewegen

MANAGEMENT + BETRIEB:
03. Rating: Qual oder Chance für Ihr Unternehmen?
04. SBG: Qualifizierung mit guten Job-Chancen
05. Energiemanagement: Bäckerhandwerk beim Umweltpakt Bayern
06. Verwirrung um Gutschein-Verkauf: Alles nur Panikmache?
07. NRW: Pizza-Bringdienst siegt vor Verwaltungsgericht
08. Ausbildung: große Aufgabe, selten gewürdigt

MARKETING + VERKAUF:
09. DB Südwest: kürt «besten Bahnhofs-Shop des Jahres»
10. ADB: große DLG-Qualitätsprüfung erstmals in Weinheim

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
11. VZBV: fordert klare Regeln für regionale Lebensmittel
12. LIV: Bäcker engagieren sich für «Kulinarisches Erbe Bayern»
13. BfR: über Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln

PERSONEN + EHRUNGEN:
14. ZDH: Vollversammlung bestätigt Otto Kentzler
15. Ausbildungs-Asse 2010: auch zwei Bäcker dabei …

BOOKMARKS + BOOKS:
16. Aktualisiert: Leitlinie für gute Lebensmittelhygienepraxis
17. BLE: bietet Daten aus der Marktbeobachtung
18. Destatis: «Wirtschaft und Statistik» zum Download
19. Global Industry: Orkla Brands considers sale of Bakers

REZEPTE + IDEEN:
20. mein-mehl.de: bietet Rezepte zur Adventszeit


MARKT + UNTERNEHMEN


Bäckerei Peter Ellger: Die Chancen stehen nicht schlecht

Ihlow. (03.12. / eb) Die Bäckerei Peter Ellger GmbH ist in finanzielle Schieflage geraten und hat vor dem Amtsgericht Aurich Insolvenz angemeldet (siehe WebBaecker 47/2010). Die Gründe werden aufzuarbeiten sein in den Gesprächen, die Geschäftsführer Peter Ellger und Insolvenzverwalter RA Axel Gerbers derzeit gemeinsam führen. Wichtig ist, dass der Betrieb weiterläuft. Eine Sanierung im Ganzen wäre wünschenswert, doch: «Rentabilität geht vor Umsatz», sagt Ellger gegenüber dem WebBaecker. Deshalb würde er auch einer Konsolidierung zustimmen. Es könne sein, dass sich die eine oder andere Filiale für einen Mitbewerber als profitabler erweist – das müsse im Einzelfall entschieden werden. Auch RA Gerbers schätzt die Lage der Bäckerei als stabil ein. Ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze werde wohl erhalten bleiben. Das sieht auch Peter Ellger so – allerdings mit dem Hinweis auf eine eventuell nötige Konsolidierung. Frohe Botschaft für die Beschäftigten: Ab Anfang nächster Woche fließt das Insolvenzausfallgeld. «Die Arbeitsagentur hat gleich die vollen drei Monate bewilligt», zeigt sich der Unternehmer erleichtert – gerade mit Blick auf Weihnachten. Normalerweise werde das Geld nur Monat für Monat bewilligt, weiß Ellger von RA Gerbers. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung in Ihlow stehen insgesamt also nicht schlecht. «Wobei der Aufwand, zusätzlich zum Tagesgeschäft, natürlich enorm ist», sagt Ellger. Angesprochen auf seine Gelassenheit sagt der Unternehmer, dass ihm die Erfahrungswerte aus der Insolvenz seines Vaters von Ende 2003 zugute kommen. Viele Fragen, auch die seiner Mitarbeiter, kann er schnell beantworten.

Hinweis: In der Ausgabe 47/2010 hatte der WebBaecker eine Meldung von 2004 aus der Regionalpresse zitiert, nach der die Bäckerei Ende 2003 / Anfang 2004 schon einmal Insolvenz angemeldet habe. Peter Ellger legt Wert auf die Feststellung, dass die Meldung (und damit das Zitat) nicht zutrifft. Persönlich haftender Gesellschafter der damaligen «Manfred Ellger – Bäckerei Konditorei KG» war Vater Manfred Ellger. Sohn Peter Ellger war an dieser KG nur als Kommanditist beteiligt – ohne Geschäftsführungsbefugnisse. Die Bäckerei Peter Ellger GmbH wurde 2004 als Auffanggesellschaft gegründet.


TERMINE + EVENTS


Unternehmertag Lebensmittel: Gemeinsam Märkte bewegen

Berlin. (01.12. / bve) Der Markt für Lebensmittel befindet sich in schnellem Wandel. Überfluss, Überangebot, gesättigte Märkte, so sah bisher unsere Lebensmittelwelt aus. Aber wird das so bleiben? Weltweit werden Ressourcen knapp, Rohstoffe verteuern sich, und immer mehr Menschen wollen ernährt werden. Die Konsumenten in den Industrieländern haben sich durch ihren Lebensstil von der Lebensmittelproduktion weit entfernt. Sie sehnen sich nach Natürlichkeit – und kaufen gleichzeitig immer mehr Convenience-Produkte. Verbraucher sind zunehmend sensibel, wenn es um ihre Lebensmittel geht. Wie werden unsere Lebensmittel morgen aussehen? Was erwarten die Kunden? Welche Unternehmensstrategien werden erfolgreich sein? Nachhaltigkeit, Naturnähe, Convenience, Qualität, Marken, Regionalität, Internationalität – wie müssen Unternehmen ihren Zukunftskompass neu ausrichten, um erfolgreich zu bleiben? Wie kommunizieren wir künftig mit Konsumenten? Politik und Wettbewerbshüter nehmen die Lebensmittelkette und die Märkte genau ins Visier. Um die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen, ist die Kooperation über die gesamte Produktions- und Distributionskette notwendiger denn je. Diskussionsbeiträge dazu liefert der «Unternehmertag Lebensmittel 2011» am 14. und 15. März 2011 in Köln. Rund 500 Fachleute aus Handel und Industrie werden der Einladung von HDE und BVE voraussichtlich folgen.


MANAGEMENT + BETRIEB


Rating: Qual oder Chance für Ihr Unternehmen?

Isernhagen. (03.12. / ge) Bäckereien sind aufgrund ihrer hohen Anlageintensität, bedingt durch Produktionsgebäude, Maschinen in Form von Backöfen und Kältetechnik oder den eingebauten Ladeneinrichtungen auf Fremdkapital angewiesen. In der Regel werden diese von den Kreditinstituten auf der Basis von Ratings an die Kunden verliehen.

Das Rating der Kreditinstitute hat seit langem schon eine entscheidende Bedeutung bei der Vergabe von Krediten. Denn Rating ist mehr als nur eine Note – es ist ein Spiegelbild der aktuellen Situation des Unternehmens und gibt Auskunft über die Zahlungsfähigkeit. Damit hat es einen großen Einfluss auf die Kreditkonditionen.

Allerdings kann das Rating auch als Chance oder als Ansatzpunkt für Veränderungen gewertet werden. Die detaillierten Rating-Ergebnisse können aufzeigen, wo die Stärken liegen und wo es noch Optimierungsbedarf gibt. Die Identifikation der Handlungsfehler kann aber nur der erste Schritt sein. Mindestens genau so wichtig sind die daraus resultierenden Maßnahmen. Was kann der Bäckereimeister konkret tun, um sein Unternehmen nachhaltig zu stärken?

  • Nutzen Sie betriebswirtschaftliche Planungs- und Steuerungsinstrumente.
  • Optimieren Sie die strategische Unternehmens- und Finanzplanung.
  • Verbessern Sie die Rentabilität.
  • Stärken Sie Ihre Eigenkapitalbasis.
  • Verbessern Sie Ihre Finanzierungsstruktur, z. B. über alternative Finanzierungsformen.
  • Stärken Sie Ihre Marktposition.
  • Sichern Sie die Unternehmensnachfolge.
  • Betreiben Sie ein kontinuierliche Verbesserung der Personalführung und damit der Mitarbeitermotivation.

Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen, hat die Gehrke Econ Gruppe speziell für Bäckereien einen Unternehmens-Check entwickelt, der neben der Aufnahme der Ist-Situation in den Bereichen Finanzen, Kunden, Betriebsabläufen und Personal auch den Handlungsbedarf deutlich sichtbar macht, um daraus einen Maßnahmenplan zu erarbeiten. Durch diesen Unternehmens-Check sind Sie in der Lage, unmittelbar Einfluss auf Ihren Erfolg und auf Ihr Rating zu nehmen. So wird das nächste Bankgespräch zum entspannten Spaziergang.

Sollten Sie Interesse an dem Unternehmens-Check haben, der in der Regel nur ein bis zwei Tage dauert, nehmen Sie bitte mit der Gehrke Econ Gruppe Kontakt unter info um gehrke-econ.de auf, die Ihnen gern weitere Informationen zum Ablauf des Unternehmens-Checks geben kann.

SBG: Qualifizierung mit guten Job-Chancen

Norderstedt. (03.12. / bkv) Die Service- und BeratungsgeselIschaft (SBG) der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord (BKV-Nord) hat erfolgreich ein neues Qualifizierungsprogramm aufgenommen. Es richtet sich an Arbeitssuchende. In einer dreimonatigen Ganztags-Schulung werden sie zu Verkaufshilfen im Lebensmittelhandwerk ausgebildet – mit besten Chancen auf einen Arbeitsplatz. Die Qualifizierungsmaßnahme ist AZWV-anerkannt und wird deshalb vom Arbeitsamt gefördert. Sie wird von den 412 Innungsbäckereien in den drei norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern getragen. Sie soll helfen, den rund 2.000 Bäckerei-Filialen im Norden, aber auch den Fleischerfachgeschäften, langfristig gut ausgebildetes Personal zu sichern.
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2010/4810-SBG-BKV.HTM

Energiemanagement: Bäckerhandwerk beim Umweltpakt Bayern

München. (03.12. / liv) Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) widmet dem Energiemanagement einen aktuellen Schwerpunkt seiner Arbeit zum Nutzen seiner Mitgliedsbetriebe. In Fortsetzung seiner langjährigen Energiemanagementstrategie beteiligt er sich deshalb mit zwei Projekten am Umweltpakt Bayern, dessen 4. Staffel Mitte November in München unterzeichnet wurde. Inhalt der LIV-Projekte sind die Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien und die Förderung der Abwärmenutzung. Steht im ersten Projekt besonders der Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheizkraftwerk) im Fokus der Bemühungen, so hat das zweite Projekt die Erhöhung der Energieeffizienz durch sinnvolle Abwärmenutzung zum Ziel (Volltext).

Verwirrung um Gutschein-Verkauf: Alles nur Panikmache?

Hamburg. (03.12. / div) Gängige Praxis in Deutschland ist, dass die Mehrwertsteuer bei Gutscheinen im Produktpreis steckt und nicht im Gutschein-Preis. Anfang der Woche nun sorgte ein Bericht für Aufregung, nach dem die Einzelhändler neuerdings in der Pflicht stünden, die Mehrwertsteuer bereits beim Verkauf eines Gutscheines abführen. Dass die Steuer beim Verkauf eines Gutscheins – und nicht erst bei dessen Einlösung – abgeführt werden müsse, habe der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden (Aktenzeichen C-40/09). Das berichtete das Handelsblatt und zitierte mehrere Steuerexperten, die prompt ein Steuerchaos im Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels befürchteten. Gleichwohl räumte das Handelsblatt ein, dass sich das Bundesministerium der Finanzen (BMF) zu diesem Urteil noch gar nicht geäußert hat. Für uns nachprüfbar ist jedenfalls, dass der EuGH in der Rechtssache C-40/09 die Entscheidung gefällt hat, nach der Einkaufsgutscheine, die Unternehmen ihren Beschäftigten im Rahmen der Vergütung aushändigen, eine umsatzsteuerpflichtige Leistung darstellen. Dies widerspricht der deutschen Auslegung wie eingangs genannt. Dennoch wird es kaum zu einem Steuerchaos im Weihnachtsgeschäft 2010 kommen. Jochen Bohne, Steuerfachmann des Handelsverbands HDE, meldete sich jetzt in LZ-Net zu Wort und wies darauf hin, dass das BMF dem HDE offiziell mitgeteilt habe, dass über die Relevanz des EuGH-Urteils für das deutsche Steuerrecht noch nicht entschieden ist. Mit einer Klarstellung sei frühestens 2011 zu rechnen. Bis dahin gelte der steuerrechtliche Status quo. Für ihn, Bohne, seien die derzeit kursierenden Alarmmeldungen daher nur «Panikmache».

NRW: Pizza-Bringdienst siegt vor Verwaltungsgericht

Düsseldorf. (02.12. / vg) Mit einem Urteil vom 16. November hat das Verwaltungsgerichts Düsseldorf VG der Feststellungsklage des Betreibers eines Pizza-Bringdiensts aus Moers entsprochen und festgestellt, dass eine Erklärung von September 2008, mit der der damalige Arbeitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen den Entgelttarifvertrag für das Gaststätten- und Hotelgewerbe in NRW vom 19. Februar 2008 für allgemeinverbindlich erklärt hatte, rechtswidrig ist (AZ 3 K 8653/08). Gemäß Tarifvertragsgesetz kann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales – oder nach Übertragung die oberste Arbeitsbehörde eines Landes – einen Tarifvertrag im Einvernehmen mit dem Tarifausschuss für allgemeinverbindlich erklären, wenn unter anderem die tarifgebundenen Arbeitgeber nicht weniger als 50 Prozent der unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallenden Arbeitnehmer beschäftigen. Diese Voraussetzungen hat das beklagte Ministerium aber nicht zur Überzeugung des Gerichts darlegen können. Nach den jetzt für 2008 verfügbaren Zahlen aus dem Statistischen Jahrbuch 2009 ergibt sich unter Berücksichtigung verschiedener Abzugsposten im Ergebnis eine Zahl von 243.319 der vom Geltungsbereich des Tarifvertrags erfassten Arbeitnehmer, der eine Zahl von 121.288 bei tarifgebundenen Arbeitgebern beschäftigten Arbeitnehmern gegenüber steht – weniger als 50 Prozent. Die Einschätzung des damaligen Arbeitsministers, dass die Allgemeinverbindlich-Erklärung des Tarifvertrags im öffentlichen Interesse geboten erschien, ist vom VG nicht in Zweifel gezogen worden.

Hintergrund: Die tarifvertraglichen Mechanismen brachten es mit sich, dass selbst Bringdienst-Mitarbeiter mit einfachsten Tätigkeiten durch die Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit automatisch in die nächst höhere Tarifgruppe gerutscht wären, deren Tariflohn um rund 40 Prozent höher liegt. Dies wiederum kann für Pizza-Bringdienste existenzbedrohend sein, denn die Lohnkosten machen im Schnitt ein Drittel des Pizza-Preises aus.

Ausbildung: große Aufgabe, selten gewürdigt

Kronau. (30.11. / goe / eb) «An dieser Stelle danken wir allen Unternehmern und Ausbildern, dass sie sich jeden Tag neu gegen eine gewisse Verrohung stemmen und versuchen, jungen Menschen Höflichkeit, Respekt und die Achtung voreinander beizubringen» – heißt es im Editorial des jüngsten Goecom,:::::.de/Service/newsletter.php” >Goecom Newsletters. Ein Seufzer zur rechten Zeit, denn unlängst wurden die «Ausbildungs-Asse 2010» gewürdigt. Zielte das unternehmerische Engagement lange Zeit vor allem darauf, neue Ausbildungsplätze zu schaffen, so hat inzwischen ein starker Wettbewerb um gut ausgebildete Schulabgänger eingesetzt. Gleichzeitig unternehmen viele Firmen Anstrengungen, um selbst Jugendlichen eine Chance zu geben, die eine besondere Förderung brauchen. Eben die, die viel Geduld beanspruchen und einen Ausbilder schon mal auf die Palme bringen und Kunden flüchten lassen können. Die Ursachen sind vielfältig und so werden Sie auch im Goecom Newsletter 11/2010 kein Patentrezept finden. Dafür nachfühlende Worte: «Die wahrlich nicht leichte Aufgabe wird viel zu selten honoriert». Gut, dass es in diesem Sinn das «Ausbildungs-Ass» gibt. Seit 14 Jahren zeigt es unzähligen Ausbildern und Ausbilderinnen, dass sie nicht alleine sind. Dass sich ihr Engagement lohnt – auch wenn das Ergebnis manchmal Jahre auf sich warten lässt …


MARKETING + VERKAUF


DB Südwest: kürt «besten Bahnhofs-Shop des Jahres»

Schutterwald. (02.12. / abs) Die Armbruster Back-Shop GmbH hat im Südwesten der Republik den schönsten Bahnhofs-Shop des Jahres 2010. Die Auszeichnung der Deutschen Bahn, Region Südwest erhielt der Back-Shop im Bahnhof von Karlsruhe-Durlach. Die DB Südwest hatte den Preis erstmals ausgelobt. Er soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden. Bei den Kriterien ging es um die Konzeption, das Ladenbild, Sortiment und besondere Angebote. Auch die Zufriedenheit der Kunden und besondere Service-Angebote standen im Fokus. Ebenso wurde die Philosophie hinter dem Unternehmen beleuchtet und die Schulung sowie Führung der Mitarbeiter beurteilt. Insgesamt standen 20 Teilnehmer aus verschiedenen Branchen im Wettbewerb. Mit der Verleihung an Armbruster wollte die Bahn das überragende Engagement des Unternehmens in Durlach würdigen. Denn heute kommen viele Kunden in den Bahnhof, die gar nicht mit der Bahn fahren, sondern sich nur im Back-Shop eindecken wollen. Im Bild das erfolgreiche Team des Armbruster Back-Shops im Bahnhof Karlsruhe-Durlach mit der Geschäftsführerin der Armbruster Back-Shop GmbH, Jutta Armbruster-Oberdorfer (links) und Bezirksleiter Wolfgang Kempf (rechts).

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ADB: große DLG-Qualitätsprüfung erstmals in Weinheim

Weinheim. (27.11. / adb) Im Zuge der Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) aus Frankfurt/Main und der Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks (ADB) richtete die DLG erstmals ihre große Qualitätsprüfung für Brote, Kleingebäcke und Getreidenährmittel in Weinheim aus. Hierzu reichten 462 Betriebe aus Handwerk und Industrie insgesamt 1.440 Brote, 405 Kleingebäcke und 303 Getreidenährmittel ein. Diese wurden in Weinheim vier Tage lang von 180 ehrenamtlich tätigen DLG-Experten aus dem gesamten Bundesgebiet geprüft und bei entsprechender Qualität mit dem bekannten Qualitätszeichen «DLG-prämiert» ausgezeichnet. Der Prüfungsbevollmächtigte Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer aus Detmold war mit der Qualität der eingesandten Backwaren insgesamt sehr zufrieden. Durch die Großveranstaltung waren alle Räume der Bundesakademie komplett belegt.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


VZBV: fordert klare Regeln für regionale Lebensmittel

Berlin. (03.12. / vzbv) Gesetzlich verbindliche Kriterien für die Regionalkennzeichnung von Lebensmitteln fordern die Verbraucherzentralen und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Wie eine aktuelle Studie im Auftrag der Verbraucherzentralen zeigt, ist nicht einmal bei den öffentlich mitfinanzierten Landesproprogrammen die regionale Herkunft der Produkte sichergestellt. «In Schleswig-Holstein und Thüringen etwa müssen verarbeitete Produkte nur zur Hälfte aus Zutaten regionaler Herkunft bestehen», sagt Hartmut König, Ernährungsexperte der Verbraucherzentrale Hessen. «Wir brauchen eindeutige, am besten einheitliche Vorgaben für die Regionalkennzeichnung». Hinzu komme, dass die Landeszeichen oft als «Qualitätsprogramme» bezeichnet würden, obwohl sie – neben der Herkunft – selten zusätzliche Qualitäten böten. Meist würde nur der Marktstandard erfüllt (Volltext).

LIV: Bäcker engagieren sich für «Kulinarisches Erbe Bayern»

München. (01.12. / liv) Traditionelle Lebensmittel haben in Bayern seit Kurzem einen Förderer erster Güte: Den Verein «Kulinarisches Erbe Bayern». Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) ist Gründungsmitglied dieses Vereins. Dessen Zweck ist der Erhalt und die Pflege des Wissens um bäuerliche Landwirtschaft, handwerklich hergestellte Lebensmittel und regionale Spezialitäten. Zudem hat sich der Verein die Weiterentwicklung der Esskultur und der Geschmacksbildung im Freistaat auf die Fahnen geschrieben. Mittel zur Realisierung dieser Ziele sind die Beratung und Information von Personen, Institutionen sowie der Öffentlichkeit zu Produktion, Verarbeitung und Kennzeichnung geschmacklich anspruchsvoller bayerischer Lebensmittel – sowie die Herausgabe von Informationen zu geschmacklich hochwertigen Erzeugnissen, die mit handwerklichen Methoden unter Maßgabe traditioneller und/oder neuer Fertigungstechniken sowie mit möglichst wenig Hilfs- und Zusatzstoffen hergestellt werden (Volltext).

BfR: über Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln

Berlin. (01.12. / bfr) Pflanzenschutzmittel werden eingesetzt, um Kulturpflanzen nachhaltig vor Schaderregern zu schützen. Rund 640 solcher Mittel sind derzeit in Deutschland zugelassen. Selbst wenn diese Pflanzenschutzmittel sachgerecht und bestimmungsgemäß angewendet werden, können Rückstände auf dem Erntegut verbleiben. Diese Rückstände sollen so gering gehalten werden, dass sie die Gesundheit der Verbraucher weder bei lebenslanger täglicher Aufnahme noch bei einmaligem Verzehr großer Lebensmittelmengen schädigen können. Um das sicherzustellen, nimmt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Rahmen der Zulassung eine umfangreiche gesundheitliche Bewertung der Pflanzenschutzmittel vor und erarbeitet auf dieser Basis Vorschläge für Rückstandshöchstgehalte (Höchstmengen). Rückstandshöchstgehalte sind maximal zulässige Konzentrationen für Pflanzenschutzmittel, die höchstens im oder auf dem Lebensmittel verbleiben dürfen. Diese rechtliche Regelung ist in der Bevölkerung häufig unbekannt. Viele Verbraucher/innen gehen davon aus, dass in Lebensmitteln gar keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten sein dürfen. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Befragung der deutschen Bevölkerung zum Thema «Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln», die im Auftrag des BfR durchgeführt wurde. Vor diesem Hintergrund hat das BfR häufig gestellte Fragen und Antworten zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, zur Festsetzung von Höchstgehalten und zu den Konsequenzen möglicher Überschreitungen zusammengefasst.


PERSONEN + EHRUNGEN


ZDH: Vollversammlung bestätigt Otto Kentzler

Bayreuth. (03.12. / zdh) Für weitere drei Jahre ist Otto Kentzler zum Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) gewählt worden. Die ZDH-Vollversammlung gab während des Handwerkstags in Bayreuth für den 69-jährigen Familienunternehmer ein einstimmiges Votum ab. Der langjährige Präsident der Handwerkskammer Dortmund tritt zum Jahreswechsel 2010/2011 seine dritte und laut Satzung letzte Amtszeit an. Dem ZDH gehören die 53 Handwerkskammern und 36 Bundesfachverbände des Handwerks an, sowie dem Handwerk nahestehende wirtschaftliche Einrichtungen. Vertreten werden aktuell rund 965.000 Betriebe mit 4,8 Millionen Mitarbeitern, davon rund zehn Prozent Auszubildende.

Ausbildungs-Asse 2010: auch zwei Bäcker dabei …

Berlin. (27.11. / aa) Aus 204 Bewerbungen für das «Ausbildungs-Ass 2010» hatte die Jury 13 Preisträger gewählt, die Ende November im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin geehrt wurden. Den Preis vergeben die Wirtschaftsjunioren Deutschland und die Junioren des Handwerks in Kooperation mit dem Wirtschaftskurier. Er wird von der Inter Versicherungsgruppe mit 15.000 Euro gefördert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Unter den Preisträgern 2010 sind auch zwei backende Betriebe. In der Kategrorie Handwerk belegte die Stendaler Landbäckerei (Stendal) den zweiten Platz und die Bäckerei Erich Lehnen aus Brüggen erhielt einen Sonderpreis.


BOOKMARKS + BOOKS


Aktualisiert: Leitlinie für gute Lebensmittelhygienepraxis

Mannheim. (02.12. / bgn) Mit der vorliegenden Schrift wurde die in 2002 erstellte «Leitlinie für eine gute Lebensmittelhygienepraxis in ortsveränderlichen Betriebsstätten» aktualisiert und an die grundlegend geänderten Rechtsvorschriften angepasst. Sie stellt somit den aktuellen, allgemein anerkannten Stand der Hygienepraxis für ortsveränderliche Betriebsstätten und die dort be- und verarbeiteten Lebensmittel dar. Auf dem BGN-Server steht die «ASI 11.1» im Format PDF zum Download bereit (100 Seiten; 2.538 KB).
Info:

BLE: bietet Daten aus der Marktbeobachtung

Bonn. (29.11. / ble) Zur «ordnungsgemäßen Durchführung gesetzlicher Vorgaben» (was immer das heißt …) benötigen sowohl die Europäische Kommission, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) als auch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) regelmäßig Infos über die Entwicklung der Märkte. Unter anderem mache die fortschreitende Deregulierung der Agrarmärkte eine intensive Marktbeobachtung notwendig, heißt es aus Bonn. Also erhebt die Bundesanstalt entsprechende Daten von den Wirtschaftsbeteiligten. Soweit möglich, stellt die BLE Ergebnisse für folgende Märkte zur Verfügung: «Zucker»; «Milch und Milcherzeugnisse»; «Öle und Fette»; «Getreide und Getreideerzeugnisse» und neuerdings auch «Obst und Gemüse».
Info: BLE » Marktangelegenheiten » Marktbeobachtung

Destatis: «Wirtschaft und Statistik» zum Download

Wiesbaden. (29.11. / destatis) «Wirtschaft und Statistik» ist die Monatszeitschrift des Statistischen Bundesamts. Mit Fachbeiträgen interner und externer Autoren aus Wissenschaft und Forschung leistet sie einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion um Methoden, Klassifikationen und andere grundlegende Fragen des statistischen Programms. Die Aufsätze umfassen Texte, Tabellen und Grafiken. Darüber hinaus informiert ein Tabellenanhang über monatliche Ergebnisse aus den Erhebungen der amtlichen Statistik. Interessenten können sich die gedruckte Ausgabe als kostenpflichtige Monatszeitschrift bestellen. Oder sie laden sich die kompletten Hefte als kostenfreie PDF-Dateien vom Destatis-Server herunter. Dies gilt für alle Ausgaben ab dem Jahrgang 2001.
Info: Destatis » Publikationen » Querschnitt » Wirtschaft und Statistik

Global Industry: Orkla Brands considers sale of Bakers

Hamburg. (bm) Orkla Brands is considering selling Norway´s leading bakery company, Bakers. A sale process is now being initiated, with a view to having a new owner in place by the end of the first half of 2011. Bakers has undergone significant restructuring in the past few years and is now a highly competitive company. Other topics of the week:

Title Region Date
CPK: Opens First Company-Owned Restaurant in China (US) Fri 12-03
Krispy Kreme: reports surprise 3rd-quarter profit (US) Fri 12-03
NutraCea: Emerges From Chapter 11 Reorganization (US) Thu 12-02
Cosun: investigates the potential sale of Unifine F+Bi (NL) Thu 12-02
Compass Group: announces revenue growth of 7,6% in 2010 (UK) Wed 12-01
Trading Update: Finsbury´s cake division returns to growth (UK) Wed 12-01
Goodman Fielder: Resignation of Chief Financial Officer (AU) Wed 12-01
Aryzta AG: Acquisitions drive revenues (CH) Tue 11-30
Orkla Brands: considers sale of Bakers (NO) Tue 11-30
IGW: Experience and enjoy organic food in all its diversity (DE) Mon 11-29
BfR: Food packaging from recycled materials must be safe (DE) Mon 11-29
Ebro Foods: to pay 195 million EUR for SOS rice division (ES) Sat 11-27
Ebro Foods: to buy Australia’s SunRice for 440 million EUR (ES) Sat 11-27
ADM: Company Announces Appointments (US) Sat 11-27


REZEPTE + IDEEN


mein-mehl.de: bietet Rezepte zur Adventszeit

Bonn. (30.11. / vdm) Weihnachtsgebäck gehört traditionell zur Adventszeit. Passende Rezepte für gelungene Plätzchen und Lebkuchen gibt es seit neuestem auf mein-mehl.de in einem animierten Adventskranz: Heidesand, Lebkuchen, Walnuss-Plätzchen, Zimtschnecken mit Pecannüssen. Auf der Verbraucherwebsite des Verbands Deutscher Mühlen (VDM) finden Internetnutzer zudem – und in der Hauptsache – nützliche Details über Mehl und andere Mahlerzeugnisse, gesunde Ernährung sowie weitere kreative Rezeptideen.