Mittwoch, 2. Dezember 2020

WB-47-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 47. KW 2014 (15.11. bis 21.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb4714.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Elsass: 20 Jahre Argru Boulangerie
02. Zeit zum Backen: alles nur Folklore, oder?
03. BKE: kündigt Yi-Ko Holding mit sofortiger Wirkung
04. Wulfs Backwelt: geht den Gang zum Insolvenzgericht
05. SBC: gestiegene Kosten zwingen zu Preisanpassungen

TERMINE + EVENTS:
06. Anuga FoodTec: Ressourceneffizienz steht im Fokus
07. Hoga 2015: eröffnet im Februar Reigen der Gastromessen
08. Internorga 2015: wird die größte Fachmesse aller Zeiten

IN EIGENER SACHE:
09. Damit Sie gelesen werden …

MANAGEMENT + BETRIEB:
10. Quartalszahlen: Halloren setzt Wachstumskurs weiter fort
11. Deutscher Handelskongress: Regierung bremst Investitionen
12. AUMA: veröffentlicht Auslandsmesseprogramm 2015
13. Tipp: Sonderbestellmengen schnell und einfach kennzeichnen
14. Neuer KoFa-Service: Wo steht Ihr Unternehmen?
15. ADB Bayern: Spatenstich in Lochham

TRENDS + KONZEPTE:
16. Werkstoffe: Viele Vorteile sprechen für Holzleimbinder in der Bäckerei
17. Deutscher Verpackungspreis: innovativ und inspirierend

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
18. Kennzeichnungspflicht: ZV räumt mit Fehlinformationen auf
19. datenlink.info: Backmittler einigen sich mit Bäko Zentrale Süd

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
20. Baguette: Vorteige und Backprozess sind von entscheidender Bedeutung
21. Einkorn, Emmer, Dinkel: AGF bietet erstmals Webinar an
22. Deutscher Zukunftspreis: für Lebensmittel aus Lupinensaat

PERSONEN + EHRUNGEN:
23. Meisterschaft der Bäckerjugend: meldet zwei Siegerinnen
24. Bahlsen: meldet Veränderung in der Geschäftsleitung
25. ZV: Abgeordnete zu Gast beim Parlamentarischer Abend
26. «Back dir deine Zukunft»: überzeugte die Expertenjury

BOOKMARKS + BOOKS:
27. Global Industry: Turf wars between bakery and coffee cafes?

REZEPTE + IDEEN:
28. Für die Vorweihnachtszeit: Walnuss-Stollen-Petit fours


MARKT + UNTERNEHMEN


Elsass: 20 Jahre Argru Boulangerie

Erstein-Krafft / FR. (21.11. / argru) Die Großbäckerei Argru Boulangerie S.A.S. im Elsass feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Den WebBaecker erreichte eine sehr informative Reportage hierzu nach Redaktionsschluss. Um die Verarbeitung abzukürzen und damit Sie nicht bis nächste Woche warten müssen, lesen Sie «20 Jahre Argru Boulangerie» ausnahmsweise auf backnetz:eu. Die vor einem Jahrhundert im badischen Schutterwald gegründete Familienbäckerei Armbruster siedelte sich 1994 mit der eigenständigen Boulangerie Argru auch im Elsass an. Bei Argru werden Frisch- und Tiefkühlbackwaren sowie französische Spezialitäten hergestellt. Heute produziert Argru für den deutschen und den französischen Handel sowie für einige weitere Länder täglich rund eine Million Teiglinge für Brezeln, Siedegebäck, Brote, Feingebäck und Konditoreiwaren. In dem Unternehmen mit über 12.000 Quadratmetern und 230 Angestellten werden jährlich rund 26 Millionen Euro Umsatz generiert.

Zeit zum Backen: alles nur Folklore, oder?

Hamburg. (21.11. / zm) «Als wir unsere Leser baten, uns ihre Lieblingsbäcker zu nennen, beteiligten sich mehr als 15.000 Menschen. Dass die guten Bäckereien aussterben, beschäftigt offenbar viele». Warum aber werde nicht endlich etwas dagegen getan, fragt das neue ZeitMagazin Ausgabe 48, das die Kunst des Backens zum Titelthema erhebt. In der Vorbereitung wollte die Redaktion zudem von ihren Lesern wissen, wo es in ihrer Nähe noch einen Bäcker gibt, der «richtig backt». 2.516 dieser Bäckereien, die mindestens zweimal genannt wurden, sind nun in einer interaktiven Karte verzeichnet, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Drumherum plätschert die Reportage «Back for Good», in der der Autor etwas wehmütig alten Zeiten hinterher hängt. Aber auch Fragen stellt, die wir uns alle schon mal irgendwann gestellt haben. Und vorsichtig auf Versäumnisse der letzten Jahrzehnte zeigt …

BKE: kündigt Yi-Ko Holding mit sofortiger Wirkung

München. (19.11. / bke / eb) Burger King Europe (BKE) hat die Kündigung aller 89 Franchiseverträge mit der Yi-Ko Holding bekannt gegeben. Die Kündigung mit sofortiger Wirkung betrifft alle die 89 Restaurants, die im Besitz der Yi-Ko sind und von ihr betrieben werden. Die übrigen 599 Burger King Restaurants in Deutschland setzen ihren Betrieb wie gewohnt fort. Die Entscheidung fiel, nachdem sich Yi-Ko wiederholt nicht an die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen für ihre 3.000 Restaurant- Mitarbeiter gehalten hat. Die fortgesetzte Missachtung der Burger King Standards durch die Holding hat auch die Existenz der übrigen 165 Franchisenehmer und 25.000 Mitarbeiter in Deutschland gefährdet, heißt es bei Burger King auf Facebook. «Die Kündigung stellt für uns nur den letzten Schritt dar», sagt Andreas Bork, Vice President + General Manager, Burger King Central Europe. Das Video mit der Stellungnahme gibt es auf der Facebook-Seite zu sehen. Unterdessen zeichnet sich ab, dass der Franchisenehmer Yi-Ko Holding die Kündigung für rechtswidrig hält und gerichtlich dagegen vorgehen will. Zudem hat Burger King ein Lieferstopp verhängt (auch dagegen geht Yi-Ko gerichtlich vor), doch würden einmal bestellte Lebensmittel noch ausgeliefert. Auf das Orderprogramm könne in den betroffenen Filialen allerdings nicht mehr zugegriffen werden, doch reichten die Vorräte aus, um durchschnittlich noch eine Woche den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Auch die zuständige Gewerkschaft NGG rechnet nicht mit sofortigen Schließungen der Restaurants, sondern mit einem Rechtsstreit zwischen Burger King und seinem größten Franchisenehmer in Deutschland. Die 89 Restaurants zählen insgesamt rund 3.000 Mitarbeitende.

Wulfs Backwelt: geht den Gang zum Insolvenzgericht

Langenfeld. (15.11. / ag / eb) Die Hans-Jürgen Klems GmbH + Co. KG, besser bekannt als «Wulf Backwelt», hat am 12. November vor dem Amtsgericht Düsseldorf Insolvenz angemeldet. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Hans-Jürgen Klems Verwaltungs GmbH, diese vertreten durch Geschäftsführer Hans-Jürgen Klems. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres. Insgesamt zählt «Wulfs Backwelt» 23 Verkaufsstätten: «Neben klassischen Bäckerei-Filialen und Backshops in Supermärkten laden wir an einigen Standorten mit gemütlichen Cafébereichen zum Verweilen ein», heißt es auf der Homepage, die an anderer Stelle 250 Mitarbeitende und elf Auszubildende erwähnt. Die «Rheinische Post» geht von insgesamt 195 Beschäftigten aus. «Wulfs Backwelt» ist vor dem Amtsgericht Düsseldorf keine Unbekannte: Im November 2007 hatte das Gericht ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der damaligen Wulf Bäckerei GmbH + Co. KG eröffnet. Insolvenzverwalter 2007/2008 war der Düsseldorfer Rechtsanwalt Horst Piepenburg. Der verkaufte das Unternehmen mit seinen damals 33 Filialen (und 270 Mitarbeitenden) an die Hans-Jürgen Klems GmbH + Co. KG aus Dortmund, die daraufhin ihren Firmensitz nach Langenfeld verlegte (siehe WebBaecker 15/2008).

SBC: gestiegene Kosten zwingen zu Preisanpassungen

Bern / CH. (15.11. / sbc) Den gewerblichen Bäckereien- Konditoreien- Confiserien in der Schweiz bläst ein scharfer Wind ins Gesicht. Oder wie es SBC-Präsident Kaspar Sutter mit Blick auf den derzeit herrschenden Verdrängungs- und Preiskampf auf dem eidgenössischen Brotsektor formuliert: «Migros und Coop forcieren Hausbäckereien und das Backen vor Ort, Aldi und Lidl setzen auf Ausbackstationen in den Filialen und damit auf warmes Brot zu jeder Tageszeit. Außerdem haben die Einkäufe von Schweizern im Ausland dieses Jahr um 18 Prozent zugenommen». Ungeachtet dessen sehen sich die gewerblichen Bäckereien- Konditoreien- Confiserien mit steigenden Rohstoffpreisen und Personalkosten konfrontiert, die zum Handeln zwingen. Der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) geht deshalb davon aus, dass die Preise in den gewerblichen Bäckereien- Konditoreien- Confiserien für Brot und Backwaren sowie Schokoladenartikel und Kaffee steigen werden. Verschiedene Faktoren führten zu Preiserhöhungen bei den Rohstoffen Getreide, Kakao, Kaffee und Nüssen. Die Branche verfügt zudem ab Januar 2015 über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der eine Erhöhung der Mindestlöhne und ab 2016 generell fünf Ferienwochen für die dem GAV unterstellten Mitarbeitenden vorsieht.


TERMINE + EVENTS


Anuga FoodTec: Ressourceneffizienz steht im Fokus

Frankfurt. (20.11. / dlg) Das Fachprogramm der Anuga FoodTec 2015, die vom 24. bis 27. März 2015 in Köln stattfindet, nimmt konkrete Formen an. 27 Foren sowie weitere Konferenzen und Fachveranstaltungen werden die ganze Bandbreite an Technologien, Technik und Anwendungen abbilden. Als globale Leitmesse ist die Anuga FoodTec wichtigster Impulsgeber für die internationale Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie deckt als weltweit einzige Fachmesse alle Aspekte der Lebensmittelproduktion ab, von Maschinen und Anlagen, über Packstoffe und Analytik bis hin zu Ingredienzien oder Dienstleistungen. Dabei wird das Thema «Ressourceneffizienz» als ein Top-Thema die Diskussionen auf der kommenden Anuga FoodTec bereichern. Wie der Einsatz von Energie, Wasser und Lebensmittelrohstoffen in der Produktion reduziert werden kann, beleuchten Veranstaltungen im Fachprogramm aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Anuga FoodTec wird gemeinsam von der Koelnmesse und der DLG durchgeführt.

Hoga 2015: eröffnet im Februar Reigen der Gastromessen

Nürnberg. (19.11. / afag) Vom 22. bis 25. Februar eröffnet die 65. Hoga den Reigen der Branchenmessen für das Gastgewerbe im neuen Jahr. Die bayerische Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und GV ist 2015 die einzige Messe ihrer Art in Süddeutschland. Sie dürfte damit zum Pflichttermin für alle werden, die sich über Neuheiten, aktuelle Trends und innovative Gastronomie-Konzepte informieren möchten, Einkäufe planen und den Messebesuch zur Kommunikation und zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen nutzen wollen. Fachlicher Träger ist der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern. Die Hoga gehört heute nach den Veranstaltungen in Hamburg und Stuttgart zu den drei wichtigsten deutschen Branchenmessen des Gastgewerbes. 2013 zählte sie rund 35.000 Besucher und erwartet 2015 – in fünf Messehallen mit rund 40.000 Quadratmetern Bruttoausstellungsfläche – knapp 700 Aussteller. Bereits zum dritten Mal nach der Premiere 2011 ist die Bäko Franken Oberbayern-Nord auf der Hoga vertreten und lädt erneut zu ihrem Frühjahrstreff ins Nürnberger Messezentrum. Bei der letzten Hoga 2013 lag der Anteil der Bäcker und Konditoren schon bei 9,2 Prozent, schreibt der Veranstalter AFAG Messen und Ausstellungen.

Internorga 2015: wird die größte Fachmesse aller Zeiten

Hamburg. (17.11. / hmc) 2015 übertrifft die Internorga alles bisher Dagewesene: Die internationale Leitmesse vergrößert sich mit dem neuen Ausstellungsbereich für das Fleischerhandwerk in der Halle H des CCH – Congress Center Hamburg – auf insgesamt rund 100.000 Quadratmeter. Zur größten Internorga aller Zeiten rechnet die Hamburg Messe und Congress GmbH mit insgesamt 1.300 Ausstellern, die vom 13. bis 18. März 2015 ihre neuesten Produktentwicklungen, Trends und Innovationen auf dem Messegelände im Herzen der Hansestadt präsentieren. Ein echtes Highlight beim jährlichen Branchentreff ist das Rahmenprogramm. Die hochkarätigen Kongresse und innovativen Ausstellungs- und Sideevents versprechen eine Fachmesse der Superlative. «Eine hervorragende Entwicklung, die den Leitmessecharakter der Internorga wieder einmal bestätigt. Unser Anspruch ist es, den Fachbesuchern den bestmöglichen Überblick über alle Bereiche des Außer-Haus-Geschäftes zu geben. Daran arbeiten wir hart und freuen uns darum umso mehr auf eine erfolgreiche Internorga 2015», sagt Projektleiterin Claudia Johannsen. Die Internorga erfindet sich immer wieder neu. 2015 feiert die neue «Craft Beer Arena» mit eigener Präsentationsfläche ihre Premiere – mit einer großen Vielfalt an Bierstilen und einem exklusiven Rahmenprogramm. Auch bestehende Formate werden beständig auf den Prüfstand gestellt und weiterentwickelt: Aufgrund der herausragenden Resonanz sind die «Newcomers’ Area», das Trendforum «Pink Cube», die «LiquID Bar» und die «SkyWalk Tafel» wieder dabei und werden mit neuen Ausstellern und Themen gefüllt. Die Vorbereitungen für die 89. Internorga laufen auf Hochtouren, das Messegelände ist längst ausgebucht. Auch die neuen Formate treffen auf eine hohe Resonanz. Aussteller und Besucher können sich auf eine spannende Messe freuen, heißt es von der Alster.


IN EIGENER SACHE:


Damit Sie gelesen werden …

Hamburg. (21.11. / eb) Um es vorweg zu nehmen: Im WebBaecker wird es auch künftig keine Werbe-Einblendungen der üblichen Art geben. Doch will die WebBaecker Herausgeber-Gemeinschaft ab 2015 auch Unternehmen außerhalb der Gemeinschaft die Möglichkeit geben, ihre Konzepte und Dienstleistungen im Newsletter vorzustellen. Allerdings dürfen die werbenden Unternehmen nicht in Konkurrenz mit den Unternehmen stehen, die die Herausgeber-Gemeinschaft bilden. Der WebBaecker Infodienst wird pro Woche von tausenden Bäckerei-Inhabern und anderen Berufsleuten im deutschsprachigen Europa gelesen – die den Newsletter nicht nur erhalten, sondern aufmerksam lesen. Zielgerichteter kann die Erklärung Ihrer Konzepten und Dienstleistungen also kaum erfolgen. Dafür erwartet die Herausgeber-Gemeinschaft eine Aufwandsentschädigung, die sich grob an den Anzeigenpreisen anderer Medien in den backenden Branchen orientiert. Die zur Verfügung stehenden Plätze, auf denen Unternehmen ihre Produkte, Dienstleistungen und Konzepte angemessen darstellen können, sind in der Zahl begrenzt. Da der Gemeinschaft aktuell noch fast jeder Erfahrungswert fehlt, wie Kompetenz-Plätze zu behandeln sind, empfiehlt sich eventuell eine frühe Buchung der zur Verfügung stehenden Plätze. Dabei können Interessenten auf die Hilfe aus der WebBaecker-Redaktion setzen. Für Details wenden Sie sich bitte an redaktion@webbaecker.de.


MANAGEMENT + BETRIEB


Quartalszahlen: Halloren setzt Wachstumskurs weiter fort

Halle / Saale. (21.11. / hag) Die Halloren Schokoladenfabrik AG konnte an das Wachstum der letzten Jahre auch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2014 anknüpfen. So erhöhte sich der Konzernumsatz von 71,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 79,0 Millionen Euro, das entspricht einem Zuwachs von 11,3 Prozent. Auch die Gesamtleistung verbesserte sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an Fertigwaren und sonstigen betrieblichen Erträgen im gleichen Zeitraum um 9,3 Prozent auf 84,0 Millionen Euro. Diese Kennzahlen beinhalten die hundertprozentige Konsolidierung des jüngsten Tochterunternehmens Bouchard NV. Die Einbeziehung von Bouchard wirkt sich natürlich auf die Ertragssituation der ersten neun Monate aus. So verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) in dieser Zeit gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Millionen auf 1,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt minus 0,9 Millionen Euro (Vorjahr 1,0 Millionen Euro). «Wir blicken dennoch auf sehr erfolgreiche neun Monate zurück und bewegen uns mit diesem Ergebnis absolut im Rahmen unserer Erwartungen», sagt der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé in einer Mitteilung auf halloren.de.

Deutscher Handelskongress: Regierung bremst Investitionen

Berlin. (20.11. / hde) Während des Deutschen Handelskongresses in dieser Woche bestätigten die Delegierten Josef Sanktjohanser als Präsidenten des Handelsverbands Deutschland (HDE). Sanktjohanser ist seit 2006 Präsident des Verbands. Zur Eröffnung des Kongresses in Berlin hatte Sanktjohanser eine positive Bilanz des Jahres 2014 gezogen. Die Verbraucherstimmung sei robust, die geopolitischen Krisen hätten keine negativen Auswirkungen auf die Binnenkonjunktur. Auch für 2015 sei mit einem leichten Anstieg der Konsumausgaben zu rechnen. Allerdings sei der Handel auf die Unterstützung der Politik bei der Bewältigung des Strukturwandels in der Branche angewiesen. Beschleunigt werde dieser Strukturwandel durch das rasante Wachstum des Online-Handels, das zu rückläufigen Kundenfrequenzen führe. «Wir brauchen eine neue Phalanx der Politik, der Kommunen und Gemeinden, um die Innenstädte attraktiv und vital zu halten. Stadt und Handel müssen sich neu erfinden». Lösungen müssten in der Vernetzung mit Gastronomie, Kultur und Freizeit gefunden werden. Gleichzeitig sichere das Wachstum des E-Commerce auch immer mehr stationären Händlern steigende Umsätze. «Die Händler sind auf investitionsfreundliche Rahmenbedingungen angewiesen. Die Bundesregierung macht derzeit leider oft das Gegenteil», sagte Sanktjohanser. Immer neue Belastungen und Regulierungen nähmen den Händlern die notwendigen Spielräume, den tiefgreifenden Umbruch erfolgreich und aktiv zu gestalten. So stelle der gesetzliche Mindestlohn eine enorme Belastung für die Unternehmen dar. Aber auch bei der Gewerbesteuer, bei Baugenehmigungsverfahren oder bei den Ladenöffnungszeiten sei ein neues Denken gefragt. Sanktjohanser forderte die Durchsetzung eines digitalen Binnenmarkts innerhalb der EU: «Märkte lassen sich nicht mehr abschotten. Nur ein Binnenmarkt sichert gleiche Bedingungen für alle».

AUMA: veröffentlicht Auslandsmesseprogramm 2015

Berlin. (19.11. / auma) Messetermine und Kontaktdaten für die Messebeteiligungen des Bundes und der Länder im Ausland enthält die Broschüre «Auslandsmesseprogramme der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesländer 2015», die der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) jetzt herausgegeben hat. Der AUMA ist Mitveranstalter der Gemeinschaftsbeteiligungen des Bundes, auf denen sich deutsche Unternehmen zu günstigen Konditionen präsentieren können.

Tipp: Sonderbestellmengen schnell und einfach kennzeichnen

Kronau. (19.11. / goe) Die Kennzeichnung einer Bestellmenge als Kundenbestellung wird meist über die Buchstaben «T», «B» und «L» realisiert. Diese Eingabeform kann aber zu aufwendig sein, da es sich in der Regel nur um einen internen Hinweis für eine Kundenbestellung handelt. Um die Eingabe auf ein Minimum zu beschränken, genügt es in der Bäckereisoftware Marvin, wenn Sie direkt bei der Eingabe der Bestellmenge den Buchstaben «T» anhängen. Beispiel: Ihr Kunde bestellt 200 Brötchen und dies soll als Sonderbestellung vermerkt werden. Hierzu geben Sie die Menge wie folgt ein: «200T» und bestätigen danach die Menge. Der Artikel und die Menge werden sofort und ohne weitere Eingaben als «bestellt» gekennzeichnet. Noch Fragen? Die beantwortet Ihnen gerne die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Vertriebspartner.

Neuer KoFa-Service: Wo steht Ihr Unternehmen?

Köln. (18.11. / iw) Mit einem kostenlosen Online-Tool können kleine und mittlere Unternehmen ab sofort Ihre Personalarbeit mit der anderer Betriebe vergleichen. Der neue Service heißt «Spiegel der Personalpolitik» und ist nur über die KoFa-Website zugänglich. Das Benchmarking ermöglicht Unternehmen eine individuelle Stärken- Schwächen- Analyse ihrer Personalpolitik. Vergleichen Sie Ihre Personalarbeit mit der anderer Unternehmen: Welche Personalstrategie verfolgen Unternehmen Ihrer Branche am häufigsten? Oder: Auf welche personalpolitischen Maßnahmen setzen Unternehmen, die bei Fachkräften keine oder nur kaum Rekrutierungsprobleme haben? Investieren Sie zehn Minuten und finden Sie Antworten auf diese und weitere Fragen auf kofa.de. «KoFa», das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, ist beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert.

ADB Bayern: Spatenstich in Lochham

Gräfelfing / Lochham. (17.11. / liv) Im Beisein von rund 100 Gästen konnte die Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks Lochham Mitte November den Spatenstich für ihren Erweiterungsbau vornehmen. Die Vertreter des Landesinnungsverbands für das bayerische Bäckerhandwerk als Bauherr zeigten sich glücklich und zufrieden, nun endlich in die Realisierung der Architektenpläne gehen zu können. Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann betonte, dass nach dem Gründungsbau 1949/1950 und der ersten Erweiterung 1979/1980 dies nunmehr der dritte Spatenstich in Lochham ist. Das Bäckerhandwerk habe sich verändert und damit auch die Anforderungen an die Aus-, Fort- und Weiterbildung. «Der geplante Erweiterungsbau ist die passende Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft», sagte Hoffmann. Mit dem Spatenstich fand eine fast fünfjährige Vorbereitungszeit ihr Ende. Erste Überlegungen zur Erweiterung und Modernisierung der Akademie hatte der Verband bereits 2009 angestellt. Die ersten Projektskizzen stammen aus 2010. Auf Basis einer Machbarkeitsstudie und eingehenden Beratungen im Vorstand beauftragte dann 2011 die Mitgliederversammlung des Verbands den geschäftsführenden Vorstand, die notwendigen Beschlüsse zu fassen, um die Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks zukunftsfest zu machen und die in Aussicht genommene Erweiterung und Modernisierung zu realisieren. Der Erweiterungsbau mit seinen 25 x 25 Metern soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 fertig werden. Die anschließende Modernisierung des Bestandsgebäudes wird ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen.


TRENDS + KONZEPTE


Werkstoffe: Viele Vorteile sprechen für Holzleimbinder in der Bäckerei

Buchholz / Nordheide. (21.11. / ele) Beim Bau von Hallen und anderen großen Räumen hat sich in den letzten Jahrzehnten die Bauweise mit Holzleimbindern immer mehr durchgesetzt, wissen die Fachleute von ELEKOM Technik. Holzleimbinder werden auch als Brettschichtholz bezeichnet, wobei der Name auch die Herstellung erklärt, denn dabei werden Lamellen in vielen Schichten zu Trägern in den statisch oder konstruktiv erforderlichen Abmessungen zusammengeleimt. So kann etwa durch Aussortieren von asthaltigen Hölzern eine wesentlich höhere Güte als bei Vollholz erreicht werden. Vor der Verarbeitung wird das Holz sowohl an der freien Luft vorgetrocknet als auch in einer Trocknungsanlage künstlich bis auf den Grad der künftig zu erwartenden Feuchte gebracht. Gegenüber anderen Bauweisen bieten Holzleimbinder damit entscheidende Vorteile. Sie haben eine hohe Tragfähigkeit und Stabilität bei einem gleichzeitig relativ geringen Eigengewicht. So lassen sich weite Spannweiten realisieren, ohne dass Zwischenstützen erforderlich werden. Sogar bei Ausbruch eines Brandes bietet Leimholz einen hohen Schutz, da der Feuerwiderstand ohne weitere Maßnahmen schon sehr hoch ist. Durch moderne Fertigungsmethoden und eine schnelle Montage können die Kosten für die Bauweise mit Holzleimbindern im Verhältnis zu vergleichbaren Bauweisen niedrig gehalten werden. Achtet man bei der Planung auf die Verwendung des richtigen Leimes, lassen sich Holzleimbinder auch für ein feuchtwarmes Klima, wie es in Backstuben herrscht, widerstandsfähig herstellen. Damit sprechen also nicht nur wirtschaftliche Aspekte für einen Einsatz von Brettschichtholz in Backstuben. Gleichzeitig sorgt die Verwendung dieses Baustoffes auch für eine angenehme und natürliche Atmosphäre. Ist das Ihr Thema? Dann wenden Sie sich unverbindlich an ELEKOM Technik in Buchholz bei Hamburg unter der Rufnummer 04181/99056-0 oder per E-Mail. Die Fachleute für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte, für Brandschutz, Tragwerksplanung sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz-Koordination (SiGeKo) unterstützen Sie gern.

Deutscher Verpackungspreis: innovativ und inspirierend

Berlin. (17.11. / dvi) «Deutscher Verpackungspreis zeichnet die Besten 2014 aus», heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Verpackungsinstituts (dvi). Der Deutsche Verpackungspreis ist der wohl renommierteste Verpackungspreis Europas. Einmal im Jahr zeichnet er die besten und innovativsten Entwicklungen aus dem Verpackungsbereich öffentlich aus. Unter den Gewinnern finden sich neben Verkaufs-, Transport und Logistikverpackungen auch Verpackungsmaschinen, Displays und Etiketten. In der Kategorie «Transport und Logistik» schaffte es in diesem Jahr zum Beispiel die «DHL Paket Multibox» der DHL Vertriebs GmbH aufs Treppchen: Der erste Mehrweg-Isolierbehälter, der für den Einsatz im Paketnetz bis 31,5 Kilogramm geprüft und für Sortieranlagen zugelassen ist. Vor allem die funktionalen und innovativen Aspekte der Multibox wurden von der Jury hervorgehoben. In der Kategorie «Lebensmittel Verkaufsverpackungen» ist zum Beispiel Griesson – de Beukelaer mit der Marke «Cookie Bakery» vertreten: Durch eine umlaufende Siegelnaht sei das Einzelpack demnach ein wirklicher Handschmeichler – eine runde Verpackung für runde Produkte. Das gesamte Verpackungskonzept der Einzelverpackung, Faltschachtel und des Kartons vermittele 100 Prozent authentischen Genuss. Beachtenswert ist auch das Faltbesteck «Göffel» von Pöppelmann: Der Göffel ist verlustsicher und hygienisch im Becherdeckel integriert. Dadurch entfällt bei der Abfüllung die aufwändige Befestigung und zusätzliche Verpackung eines extern beigefügten Bestecks. Deckel und Besteck bereits vorkonfektioniert. Das Funktionsprinzip lässt sich mit geringem Aufwand übertragen. Weitere interessante Verpackungslösungen gibt es zum Nachlesen auf verpackungspreis.de.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Kennzeichnungspflicht: ZV räumt mit Fehlinformationen auf

Berlin. (21.11. / ZV) Ab dem 14. Dezember 2014 gelten die neuen Kennzeichnungspflichten der Lebensmittel- Informations- Verordnung (LMIV). Die detaillierten Änderungen der umfangreichen Verordnung stellen eine Herausforderung an die Lebensmittelbranche dar. Gerade für das Handwerk gelten in verschiedenen Bereichen Ausnahmeregelungen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) beobachtet, dass verschiedene Dienstleister die Verunsicherung der Branche nutzen, um durch die Streuung von Fehlinformationen ihre Produkte an den Mann zu bringen. Daher stellt der Zentralverband im Folgenden die wichtigsten Änderungen und Kennzeichnungspflichten bei loser und vorverpackter Ware für Bäckereien dar:

  • Bei loser Ware gilt nur die neue Allergeninformationspflicht. Es verbleibt daneben bei der schon jetzt geltenden Kenntlichmachung von Zusatzstoffen auf dem Warenschild oder in einer Kladde. Weitere schriftlich anzugebende Kennzeichnungselemente wie etwa Nährwertangaben werden weder von der LMIV noch von einem nationalen Gesetz gefordert.
  • Bei vorverpackter Ware gelten ab dem 14. Dezember 2014 weiterhin folgende verpflichtende Kennzeichnungselemente auf der Verpackung, die sich aber auch schon bislang darauf befinden mussten:
    • Bezeichnung des Lebensmittels
    • Zutatenverzeichnis
    • Allergene (neu ist deren Hervorhebung Zutatenverzeichnis)
    • Mindesthaltbarkeitsdatum
    • Nettofüllmenge
    • Unternehmeranschrift
    • QUID-Kennzeichnung (mengenmäßige Angabe von bestimmten herausgestellten Zutaten)

Für diese Angaben ist eine Mindestschriftgröße von 1,2 Millimetern (bezogen auf den Kleinbuchstaben «x») neu vorgeschrieben. Die Nährwertdeklaration wird erst ab dem 13. Dezember 2016 für vorverpackte Ware Pflicht. Diese wird jedoch nicht für in kleinen Mengen handwerklich produzierte Lebensmittel gelten. Konkretere Informationen stehen in der LMIV, die jedermann auf dem Europa-Server nachlesen kann. Mitglieder des Zentralverbands finden auf dem ZV-Server im internen Bereich unter «Lebensmittelrecht» weitere Informationen, unter anderem umfangreiche Informationen zur neuen Allergeninformationspflicht bei loser Ware.

datenlink.info: Backmittler einigen sich mit Bäko Zentrale Süd

Berlin. (21.11. / bzv) Der Backzutatenverbands (BZV) hatte zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen und das, was Dr. Detlev Krüger als 1. Vorsitzender verkündete, war von zukunftsweisender Bedeutung für die Branche: Die letzte noch offene Frage hinsichtlich der Anbindung des Internet-basierten Datenportals «datenlink.info» von der Bäko Zentrale Süd an die in Zusammenarbeit mit der Bäko Zentrale Nord und der GS1/1WorldSync GmbH entwickelte Daten-Plattform betraf die finanzielle Beteiligung der Zulieferindustrie. Sie konnte jetzt einvernehmlich einer für alle Parteien akzeptablen Lösung zugeführt werden. Somit steht der Implementierung des gemeinsam von Zulieferindustrie und Fachgroßhandel betriebenen Datensystems zum elektronischen Austausch von Spezifikationen nichts mehr im Wege, sagte Krüger in Berlin. Wie von 1WorldSync GmbH zugesichert, würden die technischen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die Lauffähigkeit der Systeme in Kürze gegeben sein. Krüger dankte in diesem Zusammenhang Verbandsgeschäftsführer RA Christof Crone und den beiden Vorstandsmitgliedern Thomas Krupp und Thomas Tanck für das erfolgreiche, fast zweijährige Engagement zur Realisierung des elektronischen Datentransfers. Auf «datenlink.info» ist der Hinweis zu lesen, nach dem die Informationen der Backmittler in Kürze zur Verfügung stehen sollen. Die gesetzlichen Vorgaben zur Produktkennzeichnung im Sinn der Lebensmittel Informations- Verordnung EU 1169/2011 müssen bis 13. Dezember umgesetzt sein. Die nationale Durchführungsverordnung lässt indes noch auf sich warten.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Baguette: Vorteige und Backprozess sind von entscheidender Bedeutung

Isernhagen. (21.11. / is) Die typischen Qualitätsmerkmale von Baguette, Ciabatta und Fladenbroten werden stark von den Herstellungstechnologien bestimmt. Ursprünglich wurden diese Gebäcksorten in ihren Herkunftsländern aus weniger gut backfähigen Weizenmehlen mit langer Teigführung oder mit einer Vorteigführung hergestellt. Gerade die Vorteigführungen haben in diesen Ländern eine lange Tradition. So kennt man aus Frankreich «Poolisch», «Levain» und aus Italien «Biga». Sie werden in vielen Fällen noch heute angewendet und garantieren eine aromareichen Gebäckgeschmack. Baguettes haben eine lange Tradition in Frankreich. Allerdings hat es auch in Frankreich eine Änderung in den Gebäckqualitäten gegeben. Die Baguettes sind immer heller und feinporiger geworden. Inzwischen ist aber auch hier eine Trendwende eingetreten. Immer stärker gefragt sind wieder die Baguettes nach traditioneller Herstellung. Was macht ein gutes Baguette aus? Was ist in der Herstellung zu beachten? Die Experten aus dem IsernHäger VorteigCentrum haben für Sie einige Empfehlungen zusammengestellt, wie Sie zu erstklassigen Ergebnissen kommen – nachzulesen im Beitrag «Vorteige und Backprozess sind von entscheidender Bedeutung».

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Einkorn, Emmer, Dinkel: AGF bietet erstmals Webinar an

Detmold. (21.11. / agf) Nach fast 70jähriger Tagungs- und Seminartätigkeit am Detmolder Schützenberg bietet die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) erstmals ein Webinar an. Für die, die es nicht wissen: Ein Webinar ist ein Seminar, das Teilnehmende live im Internet verfolgen. Der Referent sitzt vor einer Kamera, Sie sitzen vor Ihrem Bildschirm zu Hause oder im Büro und können live mit dem Referenten sprechen – oder chatten, falls Sie über kein Mikrofon verfügen. Referent zum Thema «Einkorn, Emmer, Dinkel – Erfolgreicher Anbau und Verarbeitung» ist Dr. Friedrich Longin von der Uni Hohenheim, gleichzeitig Vorsitzender des Durum- und Teigwarenausschusses der AGF. Natürlich müssen Interessenten für die Veranstaltung am 09. Dezember etwas berappen. Andererseits: Mit dem Webinar feiert die AGF Premiere, was dem WebBaecker wiederum diese Notiz wert ist.

Deutscher Zukunftspreis: für Lebensmittel aus Lupinensaat

Berlin. (20.11. / dzp) Bundespräsident Joachim Gauck hat in dieser Woche die Entwickler des Projekts «Lebensmittelzutaten aus Lupinen – Beitrag zu ausgewogener Ernährung und verbesserter Proteinversorgung» mit dem Deutschen Zukunftspreis 2014, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Forscherinnen und Forscher Dr. rer. nat. Stephanie Mittermaier, Dr.-Ing. habil. Peter Eisner und Dipl.-Ing. agr. Katrin Petersen haben ein Verfahren geschaffen, mit dem sich aus den Samen von Lupinen Zutaten für vegetarische und vegane Lebensmittel gewinnen lassen, die tierischen Proteinen ähneln. Damit können geschmacklich überzeugende Fleisch- und Milchersatzprodukte hergestellt werden – eine Chance, um den Verzehr pflanzlicher Lebensmittel zu steigern und so eine bessere Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern. Die Leguminosen, die hierfür benötigt werden, wachsen auf bundesdeutschen Äckern. Import-Soja wird also nicht benötigt. Ein informatives und kurzweiliges Video auf der Homepage des Deutschen Zukunftspreises erklärt, worum es geht – und was der Nutzen für uns alle ist.


PERSONEN + EHRUNGEN


Meisterschaft der Bäckerjugend: meldet zwei Siegerinnen

Weinheim. (21.11. / adb) Tanja Angstenberger und Debora Gatti sind die stolzen Siegerinnen der Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend, die in dieser Woche an der Bundesakademie Weinheim (ADB) ausgetragen wurde. Nach spannenden Wettkämpfen mit vielen kreativen Gebäcken zum Thema «Heimat» konnte deren Direktor Bernd Kütscher bei der mit rund 140 Gästen besuchten Siegerehrung auch den Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) Peter Becker sowie viele weitere Ehrengäste begrüßen. Becker stellte in seiner Ansprache die Bedeutung der Aus- und Weiterbildung heraus, deren «Mekka» die Bundesakademie darstelle. Vizepräsident Wolfgang Schäfer – zugleich Jury-Vorsitzender – lobte die außerordentlich hohe Leistungsdichte der 19 Teilnehmenden sowie das ehrenamtliche Engagement der 14 Jury-Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet. Im Wettbewerb der jungen Bäckergesellen wurde die Landessiegerin aus Baden-Württemberg, Tanja Angstenberger aus Aalen, als Deutsche Meisterin 2014 gekürt. Auf Platz 2 folgt Stavrosw Evangelou aus Münster, Landessieger Nordrhein-Westfalen. Dritter wurde der Landessieger aus Schleswig-Holstein, Reiner Thomas aus Vaale. Die beiden Erstplatzierten werden Deutschland bei der nächsten Europameisterschaft der Bäckerjugend vertreten, die voraussichtlich Januar 2016 in Weinheim stattfindet. Auch bei den Bäckereifachverkäuferinnen gewann mit Debora Gatti aus Tübingen die Teilnehmerin aus Baden-Württemberg. Platz 2 ging an Vicky Wulfert aus Pattensen in Niedersachsen, Platz 3 gewann Katharina Hepper aus Neuwied, Landessiegerin Rheinland-Pfalz. Die Erstplatzierten beider Wettbewerbe wurden mit ZV-Gutscheinen für die Fortbildung im Wert von jeweils 3.000 Euro ausgestattet, die für einen Meisterkurs oder eine Ausbildung zur Verkaufsleiterin genutzt werden können.

Bahlsen: meldet Veränderung in der Geschäftsleitung

Hannover. (20.11. / bkg) Helge Wieneke (44) ist seit dem 17. November 2014 Mitglied des Management Boards beim Gebäckhersteller Bahlsen und verantwortet ab Januar 2015 als Geschäftsführer die Bereiche Corporate Procurement, Corporate HR, Legal + Compliance und Corporate Finance. Er übernimmt damit die Zuständigkeiten von Michael Gawron, der sich künftig auf die strategische Entwicklung des Unternehmens konzentriert. Hierzu gehören neben dem weiteren Aufbau des chinesischen Geschäfts besonders der systematische Ausbau und die Intensivierung der M+A Aktivitäten. Zudem wird er Bahlsen weiterhin in den sozial- und tarifpolitischen Gremien der Branche vertreten. Bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden Ende 2015 bleibt Gawron Mitglied des Management Boards. Mit dem Umbau der Geschäftsleitung stellt Bahlsen eine nahtlose Übergabe des bisherigen Verantwortungsbereichs von Gawron an Wieneke sicher. «Durch diese Regelung können wir das umfangreiche Know-how von Michael Gawron sowie seine Erfahrung, die er im Rahmen seines beruflichen Werdegangs bei unterschiedlichen Unternehmen gesammelt hat, in seiner verbleibenden Zeit als Geschäftsführer optimal für unser Unternehmen nutzen», sagt Inhaber Werner M. Bahlsen. Wieneke (MBA) begann 1996 seine berufliche Laufbahn bei Bahlsen. 2001 wechselte er zur Deutschen Lufthansa und kehrte Anfang 2005 zu Bahlsen zurück. Nach verschiedenen beruflichen Stationen innerhalb der Bahlsen Gruppe war er zuletzt als Leiter Corporate Development für den Strategie-Prozess des Unternehmens verantwortlich. Zum Management Board der Bahlsen GmbH + Co. KG gehören darüber hinaus Werner M. Bahlsen und Sönke Renk.

ZV: Abgeordnete zu Gast beim Parlamentarischer Abend

Berlin. (19.11. / ZV) Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Volker Kauder, und weitere Abgeordnete des Deutschen Bundestags diskutierten dieser Tage angeregt die aktuellen Anliegen des Deutschen Bäckerhandwerks. Zahlreiche Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Arbeit und Soziales, für Ernährung und Landwirtschaft und für Wirtschaft und Technologie waren der Einladung des Zentralverbands (ZV) gefolgt, um beim Parlamentarischen Abend mit Vertretern des Deutschen Bäckerhandwerks politische Standpunkte auszutauschen. «Ein gelungener Dialog», sagt Bäcker-Präsident Peter Becker zu den Gesprächen mit den Parlamentariern. Becker hatte bereits in seiner Eingangsrede die Positionen und Anliegen des Deutschen Bäckerhandwerks deutlich zum Ausdruck gebracht. Die fatalen Konsequenzen des Mindestlohns für viele Bäckereien in strukturschwachen Regionen, die Forderung nach einem Wechsel in der Finanzierung der EEG-Umlage und die derzeit unklaren Vorgaben für die Allergen-Information, lieferten Impulse für fruchtbare Gespräche. Christian Schmidt zeigte Verständnis für die steigenden Belastungen der mittelständischen Bäckereien durch hohe Energie- und Sozialkosten. In seiner Gastrede betonte der Bundesminister den hohen Stellenwert des Handwerks und begrüßte zudem die Bestrebungen des Zentralverbandes, die deutsche Brotkultur als immaterielles Kulturerbe durch die Unesco schützen zu lassen. Peter Becker nutzte die Gelegenheit, um die anwesenden Mitglieder des Deutschen Bundestags zum Tag des Deutschen Brotes am 05. Mai 2015 einzuladen.

«Back dir deine Zukunft»: überzeugte die Expertenjury

Berlin. (19.11. / ZV / mh) Der Online-Auftritt von «Back dir deine Zukunft», der Nachwuchskampagne des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), wurde zur «Handwerkerseite des Jahres 2014» in der Kategorie «Verbände, Kammern + Innungen» gekürt. Die Webseite überzeugte sowohl das Publikum, dass über das Portal MyHammer drei Monate abgestimmt hatte als auch die neunköpfige Expertenjury. Ebenfalls in der genannten Kategorie landete die Homepage der Bundesakademie Weinheim auf dem dritten Platz – vor der Webseite des Zentralverbands auf dem fünften Platz – «Handwerkerseite des Jahres 2013». Weitere schöne Beispiele für gelungene Handwerkerseiten gibt es unter handwerkerseite-des-jahres.de.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Turf wars between bakery and coffee cafes?

Hamburg. (bm) While bakery and coffee cafes have much in common, consumers have distinct preferences towards one over the other for certain types of visits. For example, U.S. bakery cafes have a stronghold on midday occasions, whereas U.S. coffee cafes win with breakfast and beverage occasions. Other topics of the week:

Title Region Date
Tiger Brands: audited group results for FY-2014 (ZA) Fri 11-21
Bakery and coffee cafes have much in common, but … (US) Fri 11-21
Weston Foods: Announces Q3/2014 Unaudited Results (CA) Thu 11-20
Boparan Holdings: Full Year 2014 Results (UK) Thu 11-20
Gluten-free: foods surge 63 percent in last two years (US) Thu 11-20
ADM: announces management appointments (US) Thu 11-20
2 Sisters: appoints Senior Independent Director (UK) Thu 11-20
Autogrill: announced results for Q3/2014 (IT) Wed 11-19
Technomic: Forecasts Strong Growth for Top Restaurant Chains (US) Wed 11-19
NPC International: Reports Third Quarter Results (US) Tue 11-18
Horizons: Specialist eating out operators head «Ones to Watch» (UK) Tue 11-18
Britannia Industries: Revenue Grows 15% in Q1/2015 (IN) Mon 11-17
Cloetta AB: Interim Report Q3/2014 – July to September (SE) Mon 11-17
Specialty’s: GE Capital Provides Credit Facility (US) Mon 11-17
Mondelez: to Expand Confectionery Plant in Turkey (US) Sat 11-15
Monsanto and Wheat Farmers Reach Settlement Agreement (US) Sat 11-15


REZEPTE + IDEEN


Für die Vorweihnachtszeit: Walnuss-Stollen-Petit fours

Image Frankfurt. (21.11. / cwc) Schon werden die ersten Weihnachtsmärkte aufgebaut und in gut einer Woche ist 1. Advent. Wissen Sie schon, was Sie Ihren Kunden oder/und Gästen dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit Besonderes anbieten wollen? Die «California Walnut Commission» (CWC) mit Deutschland-Vertretung in Frankfurt am Main hat hübsche «Walnuss-Stollen-Petit fours» im Angebot, die Ihnen auch gelingen, wenn Sie sich nicht originalgetreu an das CWC-Rezept halten. In bundesdeutschen Backstuben wird schließlich kaum mit Trockenhefe gearbeitet. Andererseits ist die Idee, einen schweren Hefeteig mit Walnüssen, Pistazien und einem exotischen Früchte-Mix zu kombinieren, eine schöne Idee, die nicht jeder im Angebot hat.