Dienstag, 2. März 2021

WB-47-2008

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 47. KW 2008 (15.11. bis 21.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/08archivphp/wb4708.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Hochdorf Nutribake: konzentriert sich auf Bäckereimarkt
02. Backbranche: geschlossen gegen die EU «Geschmackspolizei»
03. FALA: restrukturiert und festigt ihr Geschäft
04. Fotostrecke: 100 Jahre Bäko Zentrale Nord

TERMINE + EVENTS:
05. «iran food + hospitality»: Wachstumsmarkt für den Lebensmittelexport
06. Nachhaltigkeit: Leitidee unternehmerischer Verantwortung
07. Fresenius-Konferenz: über Novel Food und Nanotechnologie
08. Mühlenwirtschaft: erstes wissenschaftliches Symposium tagte

MANAGEMENT + BETRIEB:
09. Gehrke Econ Gruppe: über die neue Erbschaftsteuerreform
10. Stendaler Landbäckerei: «Turnarounder des Jahres 2008»
11. Hidden Champions: Strategien erfolgreicher Mittelständler

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
12. EU-Lebensmittel-Info-VO: Künftig noch mehr Angaben?
13. Kompetent + schnell: Nährwertberechnung in Marvin
14. VDM: Forsa-Umfrage belegt Vertrauen in Brot und Gebäck

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. VDMA: Mitgliederversammlung Bäckereimaschinen wählt Vorstand
16. DIHK: Präsident Braun schlägt Driftmann als Nachfolger vor

BOOKMARKS + BOOKS:
17. IHK Leipzig: bietet kostenloses Merkblatt zum KfW-StartGeld
18. BfR: Vorsicht bei zugesetzten Pflanzensterinen
19. Global Industry: Nestle and its out-of-home business

REZEPTE + IDEEN:
20. Vinschgauer Roggenmischbrot


MARKT + UNTERNEHMEN


Hochdorf Nutribake: konzentriert sich auf Bäckereimarkt

Hochdorf / CH. (19.11. / hn) Die Hochdorf Nutribake AG konzentriert sich ab 2009 verstärkt auf ihre Kernkompetenzen im Bäckereimarkt und hebt das Gastronomiegeschäft zum Jahreswechsel auf. Nutribake als Teil der Hochdorf Gruppe beliefert derzeit noch den Bäckerei- wie den Gastronomiebereich. Zwei Gründe führten zu dieser Entscheidung: Erstens sich verändernde Rahmenbedingungen unter anderem im Bereich der Fettstoffe und zweitens eine klare Ausrichtung auf die Kernkompetenz im Bäckereimarkt. Für ihre Produkte ist die Hochdorf Gruppe auf diverse Fettstoffe angewiesen. Der wachsende Bedarf an Fettstoffen lässt deren Beschaffung zu einem strategisch wichtigen Faktor werden, weshalb das Unternehmen beschlossen hat, neben der Nutriswiss AG / Grüninger AG einen weiteren Partner zu suchen. Die Hochdorf-Gruppe hat sich für die Florin AG entschieden und wird künftig einen Teil der Fettstoffe dort beziehen. Gleichzeitig empfiehlt Hochdorf seinen Gastro-Kunden die Zusammenarbeit mit Florin.

Backbranche: geschlossen gegen die EU «Geschmackspolizei»

Berlin. (18.11. / ZV) Die Verbände der deutschen Backwarenbranche – Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, Verband Deutscher Großbäckereien und Deutscher Konditorenbund – protestieren gegen die EU-Planungen zur Reduzierung des Salzgehalts in Brot und Backwaren. Unterstützt werden sie dabei vom europäischen Dachverband des Bäcker- und Konditorenhandwerks in der EU, CEBP. Deutschland ist weltberühmt für seine Brotkultur, die selbst wiederum durch eine große Vielfalt geprägt ist. Diese vom Verbraucher – den Kunden – hoch geschätzte Vielfalt ist untrennbar und traditionell mit der handwerklichen Lebensmittelherstellung verbunden. Neben den natürlichen Rohstoffen Wasser, Mehl, Sauerteig und Hefe gehört das Salz neben seiner technologischen Funktion als wichtiger Geschmacksträger zu den Kernbestandteilen eines würzigen und kräftigen Brotes. Als Faustformel für die handwerkliche Brotherstellung gilt ein Salzanteil von zwei Prozent – bezogen auf die verwendete Mehlmenge. Dies bedeutet einen Wert von rund 1,5 Prozent Salz im Endprodukt. Im Entwurf der EU für die so genannten Nährwertprofile ist ein Wert von 400 Milligramm Natrium auf 100 Gramm des Endprodukts bei Brot vorgesehen. Dies bedeutet ein Gramm beziehungsweise ein Prozent Kochsalz bezogen auf das Endprodukt. Dieser vorgeschlagene Wert ist erheblich zu niedrig.
Info: https://www.webbaecker.de/r_markt/2008/4708-ZV-SALZ.HTM

FALA: restrukturiert und festigt ihr Geschäft

Bühl. (17.11. / fa) Die FALA GmbH setzt ihren Kurs, das Unternehmen schrittweise an veränderte Marktanforderungen heranzuführen, konsequent fort. Der im September diesen Jahres durchgeführten ersten Etappe auf dem Weg zu einer effizienteren Vertriebsstruktur folgt nun konsequent der nächste Schritt. Im Vordergrund steht eine klare Zuordnung der Vertriebsgebiete. Die Gesamtverantwortung für den Vertrieb liegt bei Deutschlandchef Mathias Kollmann. Unterstützt wird er von vier regionalen Vertriebsleitern: Uwe Bargmann (Region Nord), Georg Asseburg (Region West), Peter Nestler (Region Ost) und Karl-Heinz Stoll (Region Süd). «Hierdurch ergibt sich eine Stärkung der regionalen Verantwortung, die zudem eine bessere Vernetzung zwischen Vertrieb, Innendienst, Key-Account-Management und Feldorganisation bietet», sagt Mathias Kollmann. «Für unsere Geschäftspartner hat das viele Vorteile: Wir werden effizienter, heben Synergieeffekte und können mit diesem vereinfachten System Entscheidungsprozesse im Sinne unserer Kunden beschleunigen».
Info: https://www.webbaecker.de/r_markt/2008/4708-FALA.HTM

Fotostrecke: 100 Jahre Bäko Zentrale Nord

Duisburg. (17.11. / bae / eb) Am 15. November 1908 gründeten die Genossenschaften Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Steele, Goch, Hagen und Dortmund die «Zentral-Einkaufsgenossenschaft rheinisch-westfälischer Bäckermeister eGmbH». Der Jahresumsatz des Zentraleinkaufs war damals noch bescheiden und betrug gerade mal 1.334,65 Mark. Im Geschäftsbericht 2007 kommt die heutige Bäko Gruppe Nord, der 24 aktive Regionalgenossenschaften und GmbHs angehören, auf einen Gesamtumsatz von etwas mehr als eine Milliarde Euro. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens fand am 15. November 2008 ein feierlicher Festakt in der ehemaligen Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg-Nord statt. «Was dem Einzelnen nicht möglich, das vermögen viele». Peter Becker in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Bäko Zentrale Nord brachte dort Sinn und Tragweite des Festakts zum 100-jährigen Bestehen der Einkaufsgenossenschaft auf den Punkt. Rund 450 Gäste kamen – darunter NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Das Seil oder besser das Geflecht von Seilen zog sich als Sinnbild durch die Veranstaltung – nach und nach verknüpft zu einer informativen und unterhaltsamen Gesamtschau. Eine kurze Fotostrecke gibt Einblicke in den offiziellen Festakt.

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TERMINE + EVENTS


«iran food + hospitality»: Wachstumsmarkt für den Lebensmittelexport

Heidelberg. (21.11. / fma) Mit erwarteten 260 Ausstellern ist die 16. «iran food + hospitality» weiter auf Wachstumskurs. Die auf den Lebensmittel- und Gastronomiebereich spezialisierte Messe wird vom deutschen Veranstalter fairtrade organisiert. Bereits sechs Länder haben für 2009 Gemeinschaftsstände gebucht – zwei mehr als im Vorjahr. Den wachsenden Ausstellerzahlen entsprechend wird die Ausstellungsfläche der iran food + hospitality vom 24. bis 27. Mai 2009 um drei auf jetzt zehn Hallen des Teheraner Messegeländes ausgedehnt. Die erwarteten Zahlen spiegeln die Bedeutung des Iran für die gesamte Region Nahost wider. In den vergangenen Jahren hat sich das Land unter anderem zu einem wichtigen Handelspartner für westliche Industrienationen entwickelt – gerade im Lebensmittel- und Gastronomiesektor. Denn zunehmend sind auch westliche Leckereien für die 70 Millionen Iraner in 12,4 Millionen Haushalten attraktiv. Zwar werden ausländische Lebensmittel mit bis zu 50 Prozent Importzoll belegt, doch im Gegensatz zu lokal produzierter Ware hat Importware keinen Fixpreis. Iranische Konsumenten sind qualitäts- und markenorientiert und daher gewillt, entsprechend höhere Preise zu akzeptieren …

Nachhaltigkeit: Leitidee unternehmerischer Verantwortung

Nürnberg. (20.11. / bf) Vom 17. bis 18. Februar 2009, im Vorfeld der Weltleitmesse BioFach, findet im CongressCenter Ost der Messe Nürnberg die erste «International Conference on Sustainable Production, Trade, Consumption and Lifestyle» statt. Die Veranstaltung biete Teilnehmern aus aller Welt ein ideales Forum, um sich über nachhaltiges Wirtschaften vor allem unter dem Aspekt der Verifizierbarkeit zu informieren und auszutauschen, heißt es in einer Presseinfo. Glaubwürdigkeit und Transparenz sind wichtige Leitlinien für die unternehmerische Verantwortung, neudeutsch «Corporate Social Responsibility» (CSR). Echte Nachhaltigkeit gilt es dabei gegenüber dem so genannten «Greenwashing» abzugrenzen. Verbraucher sollen besser nachvollziehen und überprüfen können, wie sich Unternehmen mit CSR der gesellschaftlichen Verantwortung stellen.

Fresenius-Konferenz: über Novel Food und Nanotechnologie

Dortmund / Köln. (17.11. / af) Die Lebensmittelindustrie ist über die Novel-Food-Verordnung 258/97 (EG) nicht gerade erfreut. Wie sich in der Vergangenheit zeigte, ist es schwierig, ein neuartiges Lebensmittel auf den Markt zu bringen: Ein langwieriges Zulassungsverfahren, ein hoher Verwaltungsaufwand und erhebliche Kosten wirken hemmend. Die Europäische Kommission hat die Mängel der gegenwärtigen Verordnung erkannt und sich drei Hauptthemen für die Revision vorgenommen: Zentralisierung des Zulassungsverfahrens, Umgang mit traditionellen Lebensmitteln aus Drittstaaten und Datenschutz. Erfahrungen mit der Novel-Food-Verordnung, Erwartungen für die Zukunft und nanotechnologische Anwendungen in Lebensmitteln waren zentrale Diskussionspunkte auf der zweiten internationalen Fresenius-Konferenz «Novel Food» Anfang November in Köln.
Info: https://www.webbaecker.de/r_termine/2008/4708-FRESENIUS.HTM

Mühlenwirtschaft: erstes wissenschaftliches Symposium tagte

Würzburg. (15.11. / vdm) Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete kamen zum ersten wissenschaftlichen Symposium des Verbands Deutscher Mühlen e.V. (VDM). Die deutsche Mühlenwirtschaft ist gekennzeichnet von Innovationsdichte und hohen Standards in der Qualitätssicherung. Innovative Mahlprodukte für den Frühstückstisch standen in Würzburg daher ebenso auf der Tagesordnung wie der Einsatz moderner RFID-Technologie in der Lebensmittelproduktion.
Info: https://www.webbaecker.de/r_termine/2008/4708-VDM-SYMPOSIUM.HTM


MANAGEMENT + BETRIEB


Gehrke Econ Gruppe: über die neue Erbschaftsteuerreform

Hannover. (21.11. / gg) Nach langem Hin und Her hat sich am 06. November der Koalitionsausschuss auf eine Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts nun endlich geeinigt. Mit der – auf Basis des vom Bundeskabinett am 11. Dezember 2007 verabschiedeten Gesetzentwurfes – gefundenen Einigung soll der Fortbestand der Erbschaftssteuer gesichert sein. Insofern lösen sich die Spekulationen zu dem Wegfall der Erbschaftsteuer auf. Die wichtigsten Regelungen im Einzelnen haben die Spezialisten der hannoverschen Gehrke Econ Gruppe für Sie zusammengefasst.
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2008/4708-GEHRKE-ERBSCHAFT.HTM

Stendaler Landbäckerei: «Turnarounder des Jahres 2008»

Magdeburg. (20.11. / ots) Die Stendaler Landbäckerei GmbH gehört zu den «Turnaroundern des Jahres 2008». Mit dem Titel zeichnen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG und das Wirtschaftsmagazin «impulse» Unternehmer aus, die existenzgefährdende Entwicklungen ihrer Firmen durch die konsequente Umsetzung innovativer und mutiger Schritte gemeistert haben. Landbäckerei-Chef Andreas Bosse war in 2003 als Sanierer in die heutige Stendaler Landbäckerei gerufen worden. Aus dem ehemaligen DDR-Unternehmen mit diversen Standorten und aufgegliederter Produktion machte Bosse einen schmucken kompakten Familienbetrieb, der inzwischen mit 800 Mitarbeitern 21 Millionen Umsatz erwirtschaftet. Mit Controlling und einer Profit-Center-Struktur wurden die 130 Filialen kostendeckend – Quersubventionen gibt es bei Bosse nicht. Das Verkaufspersonal bekam Weiterbildung im Bedienen und Beraten, alle Filialen einen einheitlichen «Ihr Landbäcker»-Stil. Auf der Produktseite startete mit dem «Bördekanten» eine neue Backlinie, die nach alter handwerklicher Manier im Sinne des Firmen-Mottos «Backen wie früher» hergestellt wird. Als nächstes hat Andreas Bosse den Komplett-Neubau des Bäckereibetriebs im Auge und vielleicht eine Aufstockung der Filial-Zahl auf 150 Standorte (vgl. WebBaecker 33/2008: «Stendaler Landbäckerei: plant neue Produktion»).

Hidden Champions: Strategien erfolgreicher Mittelständler

Hannover. (19.11. / mvr) Nicht-öffentliche mittelständische Marktführer mit einem Umsatz unter drei Milliarden Euro nennt man neudeutsch «Hidden Champions». Was diese Unternehmen von anderen unterscheidet, hat «Mittelstand Direkt» kurz und knapp zusammengefasst. Beispiele für Hidden Champions seien Baader (Fischfiletier-Anlagen), Winterhalter (Gastro-Geschirrspülmaschinen) oder Uhlmann (Pharma-Verpackungen). Die Marktführer in ihren Segmenten wachsen jährlich um zehn Prozent und folgende Faktoren seien für deren Erfolg ausschlaggebend:

  1. Die Firmen spezialisieren sich meist auf ein Produkt. Das beherrschen sie von A bis Z: Sie produzieren alle Teile selbst. Nur so können sie sich hinsichtlich der Qualität sicher sein und von der Konkurrenz abheben.
  2. Die Unternehmen vermarkten ihre Produkte weltweit. Der Fokus richtet sich dabei auf China, die USA und auf Russland.
  3. Sie investieren sehr stark in Forschung und Entwicklung und melden fünfmal mehr Patente an als Großunternehmen.
  4. Sie haben eine große Kundennähe gegenüber Großunternehmen. Bei den Hidden Champions arbeiten fünfmal soviele Mitarbeiter für den regelmäßigen Kundenkontakt. Dem Top-Kunden wird überall hin gefolgt.
  5. Sie verkaufen ihre Produkte über den Wert und nicht über den Preis.
  6. Sie suchen aktiv die Konkurrenz, um ihre Leistungen ständig zu verbessern.
  7. Sie haben einen hohen Anteil an jungen Geschäftsführern, Frauen in hohen Positionen und an Akademikern (19,1 Prozent) im Unternehmen (Quelle).

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


EU-Lebensmittel-Info-VO: Künftig noch mehr Angaben?

Bonn. (20.11. / aid) Geht es nach einem Vorschlag der EU-Politiker, dann ist die Schriftgröße auf Lebensmittel- Etiketten künftig mit drei Millimetern vorgeschrieben. Außerdem sollen Gebrauchsanweisungen eine Hilfestellung bei der Verwendung der Lebensmittel geben. «Das könnten zwei der Neuerungen sein, die eine neue europäische Lebensmittel- Informations- Verordnung mit sich bringt», erklärte Astrid Freund vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales während der 30. Ernährungsfachtagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Sachsen, in Leipzig. Seit Januar 2008 liegt der Vorschlag für die Verordnung auf dem Tisch. Sie soll die Vielzahl bestehender Vorschriften zur Kennzeichnung straffen und klarstellen. Der Text ist zwar noch lange nicht verabschiedet, wird aber in Fachkreisen intensiv diskutiert. Relativ unstrittig ist die Einführung einer verpflichtenden Nährwertkennzeichnung. Vermutlich werden sechs Nährwertangaben künftig auf allen Lebensmitteln stehen, die so genannten «Big Six».
Info: https://www.webbaecker.de/r_verbraucher/2008/4708-AID-KENNZEICHNUNG.HTM

Kompetent + schnell: Nährwertberechnung in Marvin

Kronau. (19.11. / goe) Eines der wichtigen Themen in den nächsten Wochen und Monaten wird die Nährwertberechnung und Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln bleiben. Machen wir uns nichts vor: auf der einen Seite steht die Kennzeichnungswut der EU-Verwaltung in Brüssel, auf der anderen Seite der berechtigte Wunsch der Verbraucher nach Information über das, was wir essen. Diesen Spagat zu schaffen, ohne dass ein enormer Aufwand getrieben werden muss, ist das Ziel der Nährwertberechnung in Goecom,:::::.de/Produkte/marvin/marvin.php” >Marvin. Goecom benötigte also – neben der üblichen Programmierung – eine wirklich kompetente, zuverlässige und anerkannte Datenquelle für die jeweiligen Nährwerte. Davon fanden die Software-Spezialisten gleich zwei, deren Daten auch in das neue Modul einfließen:

  • der Bundeslebensmittelschlüssel, in dem die durchschnittlichen Nährwerte (137 Inhaltstoffangaben pro Lebensmittel) von etwa 10.000 Lebensmitteln, die auf dem Markt erhältlich sind, weitestgehend erfasst sind.
  • die Daten der Souci-Fachmann-Kraut-Datenbank, in der ebenfalls mehrere Tausend Nahrungsmittel mit den wesentlichen Nährwerten enthalten sind.

Die Daten dieser beider Datenbanken nutzt Goecom, um für jeden Rohstoff in Marvin die grundlegenden Daten angeben zu können. Diese Werte fließen dann über die Rezepte in die Berechnung der Nährwerte für die fertigen Artikel ein. Natürlich können diese Daten auch an anderen Stellen von Marvin genutzt werden: Eine Möglichkeit ist zum Beispiel das Qualitätsmanagementsystem, das die Erstellung von Präsentationsmappen für alle Artikel aus Marvin ermöglicht oder etwa das Modul Marvin-Power-Print, mit dem Sie diese Daten dann auf Etiketten, Aufkleber oder Schilder drucken können …

VDM: Forsa-Umfrage belegt Vertrauen in Brot und Gebäck

Bonn. (18.11. / vdm) Brot und Gebäck genießen bei Deutschlands Verbrauchern großes Vertrauen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Qualität und Sicherheit GmbH (QS). Einen wichtigen Beitrag zu Qualität und Sicherheit von Backwaren leistet die Mühlenbranche mit dem Europäischen Getreidemonitoring. Ein solches Prüfsystem, ähnlich dem Fahrzeug-TÜV, wünschen sich für Lebensmittel vier von fünf Befragten. Mit der Qualitätssicherung von Getreidemahlerzeugnissen befassten sich Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Fachrichtungen während des ersten wissenschaftlichen Symposiums des Verbands Deutscher Mühlen e.V. (VDM) in Würzburg.
Info: https://www.webbaecker.de/r_verbraucher/2008/4708-VDM-FORSA.HTM


PERSONEN + EHRUNGEN


VDMA: Mitgliederversammlung Bäckereimaschinen wählt Vorstand

Frankfurt / Main. (18.11. / vdma) Während der Mitgliederversammlung der Fachabteilung Bäckereimaschinen stand turnusgemäß die Wahl des Vorstands an. Dr. Wolfgang Eißer, Geschäftsführer der Diosna Dierks + Söhne GmbH in Osnabrück, wurde für drei weitere Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Jürgen Horstmann, Inhaber der Horstmann Gruppe, zu der unter anderem die Bäckereimaschinenunternehmen Werner + Pfleiderer Lebensmitteltechnik GmbH in Dinkelsbühl, Werner + Pfleiderer Industrielle Backtechnik GmbH in Tamm sowie die Emil Kemper GmbH in Rietberg gehören, wurde in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Thomas Mertes, Geschäftsführer der Anneliese Mertes GmbH in Eschweiler. Mertes folgt Hans Dieter Eisinger nach, der als Geschäftsführer und Direktor Vertrieb der Reimelt Food Technology GmbH in Rödermark mehrere Jahre im Vorstand der Fachabteilung Bäckereimaschinen aktiv war und sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellte.

DIHK: Präsident Braun schlägt Driftmann als Nachfolger vor

Berlin. (15.11. / dihk) Der bisherige Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) Prof. Hans Heinrich Driftmann soll neuer DIHK-Präsident werden. Das hat Ludwig Georg Braun der Vollversammlung vorgeschlagen. Braun wird nach acht Jahren an der Spitze nicht mehr antreten. Die Satzung sieht maximal zwei vierjährige Amtsperioden vor. Braun sagte in Frankfurt am Main, die Findungskommission unter seiner Leitung empfehle einhellig Driftmann als neuen DIHK-Präsidenten. Er stehe als aktiver Unternehmer einem erfolgreichen, mittelständischen Familienunternehmen vor und wisse genau, wo Unternehmern der Schuh drücke. Als Präsident der IHK zu Kiel, DIHK-Vizepräsident und Vorsitzender des DIHK-Bildungsausschusses sei er in der Organisation verwurzelt und habe entscheidend daran mitgewirkt, sie inhaltlich voranzubringen. Bereits in seinen bisherigen ehrenamtlichen Funktionen habe er großes Geschick im Umgang mit der Politik bewiesen. Der 60-jährige Driftmann, Vater von vier Töchtern und seit 1990 persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter der Elmshorner Kölln AG, betonte, er sei stolz darauf, dass man ihm die Aufgabe zutraue. DIHK-Präsident sei ein gewichtiges Amt, das er nutzen wolle, um gerade auch die Belange des Mittelstands gegenüber der Politik immer wieder mit Nachdruck zu vertreten. Dies wolle er mit Freude und viel Einsatz tun, spreche ihm die DIHK-Vollversammlung Ende März 2009 in Berlin das Vertrauen aus.


BOOKMARKS + BOOKS


IHK Leipzig: bietet kostenloses Merkblatt zum KfW-StartGeld

Leipzig. (21.11. / ihk) Die KfW Mittelstandsbank unterstützt Neueinsteiger bis zu drei Jahre nach der Gründung mit günstigen Investitionskrediten. Ein Merkblatt erläutert, was Interessenten wissen müssen. Auf drei Seiten im Format PDF beantwortet die Industrie- und Handelskammer Leipzig alle wichtigen Fragen zur StartGeld-Finanzierung.
Info: «KfW-StartGeld: Investitionskredite für Existenzgründer, kleine Unternehmen und freiberuflich Tätige»

BfR: Vorsicht bei zugesetzten Pflanzensterinen

Berlin. (15.11. / bfr) Auf dem deutschen Markt werden Lebensmittel wie zum Beispiel Margarine, Milch, Joghurt-Drinks oder Brot angeboten, denen Pflanzensterine zugesetzt sind. Diese Lebensmittel wurden entsprechend den Vorschriften der Novel-Foods-Verordnung gesundheitlich bewertet. Aus der Bewertung ist bekannt, dass die maximale Senkung des Plasmacholesterinspiegels im Allgemeinen durch ein bis zwei Gramm Pflanzensterine täglich erreicht wird und dass eine Erhöhung dieser Dosis den Effekt nicht mehr wesentlich steigert. Der tägliche Verzehr wirksamer Mengen an Pflanzensterinen hemmt außerdem die Aufnahme bestimmter Carotinoide und fettlöslicher Vitamine aus der Nahrung und führt zu einer Erhöhung der Pflanzensterinspiegel im Blutplasma. Da noch nicht sicher abgeschätzt werden kann, ob aus beiden Effekten langfristig unerwünschte gesundheitliche Beeinträchtigungen resultieren, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfohlen, den täglichen Verzehr von Pflanzensterinen auf drei Gramm zu begrenzen. Details sind nachzulesen in der «Stellungnahme Nr. 042/2008» vom Bundesinstitut für Risikobewertung unter dem Titel «Menschen mit normalen Cholesterinwerten sollten auf den Verzehr von Lebensmitteln mit zugesetzten Pflanzensterinen verzichten» (Format PDF | sechs Seiten).

Global Industry: Nestle and its out-of-home business

Hamburg. (bm) Nestle S.A. opened a new Professional Customer Innovation Campus in Solon, Ohio (U.S.), dedicated to the development of culinary food solutions for the out-of-home business. The establishment underlines the importance that Nestle attributes both to R+D and the out-of-home business. The out-of-home market has a potential of 500 billion CHF (328,35 billion EUR) and Nestle expects to double its sales within the next ten years. Other topics of the week:

Title Region Date
Lance Inc.: in line to acquire two bankrupt cookie companies (US) Thu 11-20
Corporate responsibility: sustainability as guiding principle (DE) Thu 11-20
Weston Foods: operating income falls in Q3/2008 (CA) Wed 11-19
Grupo SOS: lifts net profit to 16,9 million Euro (ES) Wed 11-19
CSM: opens new innovation centre for frozen and bakery products (UK) Wed 11-19
Nestle: opens second R+D facility dedicated to out-of-home business (CH) Wed 11-19
Nestle: Executive Vice President leaves the company (CH) Wed 11-19
Premier Foods: 2008 Interim dividend will no longer be paid (UK) Tue 11-18
Bunge: buys corn dry milling assets from J.R. Short Milling (US) Tue 11-18
Latin American Gruma plans to expand in Asia (MX) Mon 11-17
Yum Brands: will cut several hundred jobs in the U.S. (US) Sat 11-15
Teamsters: approve agreement with Interstate Bakeries (US) Fri 11-14


REZEPTE + IDEEN


Vinschgauer Roggenmischbrot

Isernhagen. (18.11. / is) «Der hohe Roggenanteil verleiht diesem Gebäck seinen herzhaften, leicht säuerlichen Geschmack», heißt es in der Verkaufsinformation zum Vinschgauer Brot aus dem IsernHäger VorteigCentrum. Ausgehend von 100 Kilogramm Gesamtmehlmenge und einer TA 176 ergeben sich daraus 518 Teiglinge von je 350 Gramm. Brotfermentation, etwas Kümmel und Fenchel sorgen für eine gute Frischhaltung und einen angenehm abgerundeten Geschmack.
PDF (1.050 KB): https://www.webbaecker.de/r_rezepte2008/4708-ISERN-VINSCHGAUER.PDF