Donnerstag, 26. November 2020

WB-46-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 46. KW 2014 (08.11. bis 14.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb4614.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Lieken AG: konkretisiert Pläne zur Umstrukturierung
02. Lieken AG: neue Produktionsstätte «wichtiger Schritt»
03. Baguette: Café-Bistro-Kette feiert 25-jähriges Bestehen

TERMINE + EVENTS:
04. 26. Bäko Workshop: bot vielfältiges Programm
05. chocolART: Schokoladenfestival lädt ein
06. Dehoga Branchentag: Bundeskanzlerin würdigt Jobmotor
07. Vorteige: Nutzen oder nur lästige Mehrarbeit?

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Kennzahlen bringen Erkenntnis und Orientierung
09. Umfrage: Jeder Fünfte hat keine Computerkenntnisse
10. Attraktiv: Förderprogramm «Energieberatung im Mittelstand»
11. EHI + BDSW: entwickeln «Sicherheitskraft im Handel»
12. BayWa: Niedrige Getreidepreise drücken Agrarergebnis

TRENDS + KONZEPTE:
13. !Auf dem Bau: Billig ist selten kostengünstig

MARKETING + VERKAUF:
14. Zeit zu handeln: Der digitale Wandel ist in vollem Gang

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
15. Nährwertberechnung: Kunden wünschen oft mehr als nur Brot
16. EU-Öko-VO: BÖLW stärkt Minister Schmidt den Rücken

PERSONEN + EHRUNGEN:
17. Harry Brot: erhält Goldenen Zuckerhut 2014
18. Ausbildungs-Ass: Staatssekretärin würdigt Vorbilder
19. Bester Butterstollen: Schleswig-Holstein eröffnet Saison

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Flowers Foods announces Q3/2014 results

REZEPTE + IDEEN:
21. Roter Zwiebelkuchen nach Dornfelder Art


MARKT + UNTERNEHMEN


Lieken AG: konkretisiert Pläne zur Umstrukturierung

Düsseldorf. (14.11. / lag) Bereits im Juli hatte die Lieken AG umfangreiche Investitionen und Umstrukturierungen in der Produktion angekündigt und ein Investitionspaket in Höhe von 100 Millionen Euro angestoßen. Nun hat der Aufsichtsrat grünes Licht für weitere konkrete Maßnahmen in Höhe von 300 Millionen Euro beschlossen: Neben umfangreichen Investitionen in bestehende Standorte wird Lieken im Rhein-Main-Gebiet ein neues Werk bauen. Lieken ist hier bereits auf der Suche nach einem konkreten Standort, an dem bis 2017 der Neubau einer Produktionsstätte fertiggestellt werden soll. Im Zuge der Fertigstellung des Neubaus und der Erweiterungen werden die kleineren und älteren Produktionsstandorte in Essen, Garrel, Stockstadt und Weißenhorn in den nächsten drei Jahren geschlossen. «Durch veränderte Marktbedingungen und neue Backwarenkonzepte im Handel sind diese Schritte für Lieken unerlässlich», berichtet Markus Biermann, Vorstand Vertrieb und Produktion der Lieken AG. «Wir haben das große Glück, mit Agrofert einen starken Eigentümer an der Seite zu haben, der dieser kapitalintensiven Vorwärtsstrategie ausdrücklich zustimmt». Investiert wird in den kommenden Jahren unter anderem an den Standorten Brehna, Lünen und Lüdersdorf. «In Brehna haben wir dieses Jahr das Grundstück und Gebäude erworben», erläutert Alexander Bott, Vorstand Finanzen der Lieken AG. «Dieser Schritt ermöglicht es uns, das Werk nach unseren Vorstellungen umzubauen und zu modernisieren». Auch in Lüdersdorf haben die Bauarbeiten bereits begonnen: «Hier erweitern wir die Tiefkühlanbindung des Werkes», sagt Markus Biermann. «Dazu zählt auch der Bau eines neuen Tiefkühllagers mit etwa 6.000 Stellplätzen». Am Standort Lünen will Lieken ein zusätzliches Grundstück von 16.000 Quadratmetern Fläche erwerben, um auch hier das Werk weiter auszubauen. Auch die anderen verbliebenen Standorte werden von dem freigegebenen Investitionspaket profitieren.

Lieken AG: neue Produktionsstätte «wichtiger Schritt»

Düsseldorf. (14.11. / lag) Ein wichtiger Schritt im Rahmen der Investitionen und Umstrukturierungen der Lieken AG ist der Bau einer neuen Produktionsstätte im Rhein-Main-Gebiet. Alexander Bott, Vorstand Finanzen der Lieken AG, sagt zum aktuellen Stand: «Der Aufsichtsrat hat diesem Projekt im November zugestimmt. Die Standortsuche ist bereits angelaufen». Geplant ist der Neubau eines Werkes inklusive Tiefkühllager und Logistikflächen auf einem Grundstück in der Größe von 80.000 Quadratmetern. Dies geht auch einher mit dem Abbau bestehender Kapazitäten. «Ein stabiler Pro-Kopf-Verbrauch sowie der Bedarf des Handels, eigene Kapazitäten auszulasten, zwingen Lieken zum Abbau bestehender, nicht mehr leistungsfähiger älterer Kapazitäten. Dies zumal im eigenen Hause moderne Kapazitäten geschaffen werden müssen», sagt Markus Biermann, Vorstand Vertrieb und Produktion der Lieken AG. Um in zukunftsfähige Standorte zu investieren, hat Lieken die bestehenden Werke einer genauen Analyse unterzogen. «Dabei hat sich gezeigt, dass die Werke in Essen, Garrel, Weißenhorn und Stockstadt den zukünftigen Marktanforderungen nicht entsprechen werden», sagt Bott. Daher wird Lieken die Produktion an diesen Standorten einstellen. Die Schließungen werden entsprechend der Erweiterungen in den anderen Werken sowie des Neubaus bis Ende 2017 erfolgen. «Wir haben die Mitarbeiter an den Standorten bereits persönlich informiert. Im eigenen Interesse suchen wir selbstverständlich nach sozialverträglichen Lösungen für die Mitarbeiter», erklärt Biermann.

Baguette: Café-Bistro-Kette feiert 25-jähriges Bestehen

Völs / AT. (12.11. / eb) Die aktuell 161 Baguette-Bistros der Tiroler Supermarktkette MPreis zählen insgesamt 1.160 Beschäftigte, dazu kommen noch 120 in der Bäckerei. 94 Prozent aller Beschäftigten in den Café-Bistros seien Frauen, drei Viertel hätten Teilzeitjobs. «Wir versuchen, den Wünschen der Mitarbeiterinnen entgegen zu kommen, und haben 800 verschiedene Arbeitszeitmodelle», sagt David Mölk von der österreichischen MPreis Warenvertriebs GmbH gegenüber der Tiroler Regionalpresse. Die Mitarbeitenden kämen aus 50 verschiedenen Nationen, im Sommer biete das Unternehmen darüber hinaus 300 Jobs für Ferienkräfte. Dabei ist die Café-Bistro-Kette «nur» ein Tochterunternehmen der MPreis Gruppe mit ihren aktuell 235 Supermärkten. Die Großbäckerei «Therese Mölk» auf 10.000 Quadratmetern Völs ist die größte Bäckerei Tirols und die modernste Bäckerei Österreichs. Der Neubau war im April erst zu 50 Prozent ausgelastet, hatte sich auf 6.000 Tonnen Brot und Gebäck per Anno eingerichtet (von 12.000 Tonnen Gesamtkapazität) und zählte um die 80 Mitarbeitende (siehe WebBaecker 16/2014). Ein gutes halbes Jahr später geht die Produktion von rund 7.000 Tonnen Brot und Gebäck aus und die Zahl der Mitarbeitenden ist um 50 Prozent gestiegen. Zum Jubiläum «40 Jahre MPreis» läuft es also rund für das Familien geführte Unternehmen. Anlass, dies noch einmal aufzugreifen, ist ein anderes Jubiläum: Die «Baguette» Café-Bistro-Kette feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. 1989 sei das Konzept für Tirol richtiggehend «revolutionär» gewesen, habe sich im bekannten Umfang bewährt und mit den Kundenwünschen stets weiterentwickelt – weitere Expansion nicht ausgeschlossen.


TERMINE + EVENTS


26. Bäko Workshop: bot vielfältiges Programm

Ladenburg. (14.11. / bae) (bae) Brauchen Bäcker und Konditoren mehr Innovationen, um sich in Zukunft erfolgreich am Markt zu behaupten? Wie finden sie neue Ideen und wie steht es um das Image der Branche? Außerdem: Lassen sich nachhaltiges Wirtschaften, niedrige Energiekosten und steigende Umsätze unter einen Hut bringen? Wer dieser Tage den 26. Bäko Workshop in Baden-Baden besuchte, dem wurde nicht nur eine breite Palette an Themen geboten. Die Chancen, mit vielfältigen Impulsen aus dem kleinsten Stadtkreis Baden-Württembergs heimzukehren in den eigenen Betrieb, waren auch in diesem Jahr groß. Kurzweilige Beiträge aus Wirtschaft, Wissenschaft und Humor standen auf dem Programm und natürlich auch Starkoch Johann Lafer, der den rund 300 Workshop-Teilnehmenden noch einmal seine Sicht auf «Deutschlands bester Bäcker» näher brachte. Eine exklusive GfK-Studie zum Thema «Innovationskraft im backenden Handwerk. Was wünscht sich eigentlich der Kunde?» gehörte ebenso dazu wie eine fachlich versierte Diskussion rund um «Umwelt, Ressourcen, Kosten und Geldverdienen». Ein bunter Strauß an Themen, aus denen die Moderatoren, Holger Knieling und Marcus Höffer von der Bäko Zentrale Süddeutschland, ein logisches Band zu knüpfen verstanden, dem jeder Teilnehmer gerne folgte. Wenn nicht in diesem, dann vielleicht im nächsten Jahr: Der 27. Bäko Workshop findet vom 08. bis 10. November in Weimar statt.

chocolART: Schokoladenfestival lädt ein

Tübingen. (13.11. / ca) Das 9. Internationale Schokoladenfestival chocolART findet in diesem Jahr vom 02. bis 07. Dezember in der Universitätsstadt am Neckar statt. Über 100 Aussteller aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Niederlande werden Tübingens Altstadt zum Paradies für Schokoladenfans verwandeln. Im letzten Jahr lockte die bezaubernde Veranstaltung rund 283.000 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet an den Neckar.

Dehoga Branchentag: Bundeskanzlerin würdigt Jobmotor

Berlin. (12.11. / dehoga) Bei ihrer Rede vor mehr als 1.000 Gastronomen und Hoteliers aus ganz Deutschland hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel das Beschäftigungsplus der Branche gewürdigt: Das Gastgewerbe schaffe «sehr viele zukunftsfähige Arbeitsplätze». Im letzten Jahrzehnt seien in Gastronomie und Hotellerie mehr als 200.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Gleichzeitig würdigte sie die Funktion der Betriebe als «öffentliche Wohnzimmer». Dehoga-Präsident Ernst Fischer kritisierte die zunehmende Zahl staatlicher Auflagen, Vorgaben und Gesetze, die den Jobmotor Gastgewerbe abzuwürgen drohten. «Die Politik ist aufgefordert, Unternehmerlust zu fördern statt für Bürokratiefrust in der Wirtschaft zu sorgen». So greife der Staat etwa beim Mindestlohn in die Lohnfindung ein. Bei den Bettensteuern würden deutsche Hotels sowie Privatreisende aus aller Welt für marode Kommunalhaushalte zur Kasse gebeten. In einigen Bundesländern sollen die Betriebe künftig selbst die Kosten für Lebensmittelkontrollen tragen. Die EU-Allergenverordnung sieht ab Mitte Dezember vor, dass Restaurants alle 14 Allergen-Gruppen schriftlich in ihren Speisekarten aufführen müssen. Fischer: «Wir erwarten, dass bis zum 13. Dezember eine nationale Regelung in Kraft tritt, die auch die mündliche Information erlaubt». Jetzt müsse Rechtssicherheit her. Immer neue Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten zu Lasten des Gastgewerbes – dagegen Null-Regulierung in der sogenannten «Sharing Economy» wie etwa bei organisierten Privatübernachtungen. Fairen Wettbewerb fordert der Dehoga auch bei der Besteuerung: «Sieben Prozent für Lebensmittel sind richtig, aber dann bitte auch für die von uns zubereiteten Speisen. Das wäre zeitgemäß, ernährungspolitisch klug und wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Gastronomie», sagte Fischer. Nach wie vor könne die Politik nicht erklären, weshalb die Tütensuppe im Discounter oder die Pizza zum Mitnehmen beim Bäcker mit siebenProzent besteuert werde, die Speisen in der Gastronomie dagegen mit 19 Prozent. Der Dehoga-Branchentag ist das Top-Event des Gastgewerbes. Neben der Bundeskanzlerin sprachen in diesem Jahr unter anderem Bundesministerin Andrea Nahles (BMAS) und die Parlamentarische Staatssekretärin Iris Gleicke (BMWI). Weitere Details gibt es auf dem Dehoga-Server.

Vorteige: Nutzen oder nur lästige Mehrarbeit?

Isernhagen. (11.11. / is) Mehr als 30 Teilnehmer kamen ins Backhaus Heislitz nach Kriftel, in den beeindruckenden Neubau, um Antworten auf den etwas provokanten Titel dieser Veranstaltung von den Vorteig-Experten aus Isernhagen zu erhalten. Gastgeber Matthias Heislitz begrüßte die Teilnehmer und berichtete, wie die Herausforderungen des Neubaus zum Umdenken genutzt und mit neuen Ideen deutliche Veränderungen herbeigeführt wurden. Sicherheit der Abläufe, Effizienz mit wenig Personal, Energierückgewinnung, natürlich auch die Erweiterung des Angebots, im Cafébereich Front-Cooking und die gläserne Produktion sind nur einige von vielen Beispielen, auf die Beate und Mattias Heislitz zu Recht stolz ist. Dr. Torsten Zense von IsernHäger machte zu Beginn seines Vortrags deutlich, dass die alte Lehre, «Sauerteig braucht man zur Hemmung der Enzyme», heutzutage abgelöst wird durch «Wir nutzen Vorteige, um bei den heutigen Mehlen die Verquellung zu verbessern, Teige und Gebäcke zu optimieren und gleichzeitig ein tolles Aroma zu erhalten». Schaut man sich die gerade veröffentlichten Ernteberichte an, rufen die Mehlqualitäten geradezu nach Methoden der Verquellung und Unterstützung der Teigreifung. Großes Thema war, wie man durch besonderes Gebäckaroma und Verbesserung der Frischhaltung seine Marktposition festigt und ausbaut. Anhand von Beispielen demonstrierte Zense den Nutzen für verschiedene Gebäcke. Mit Spannung erwarteter Abschluss des Thementags war ein besonderes Schmankerl des Gastgebers: die Betriebsführung. Das, was Matthias Heislitz eingangs erläutert hatte, konnte man sich nun selbst anschauen. Die intensiven Diskussionen unter den Bäckerkollegen zeigte, dass man in Kriftel viele Impulse hat aufnehmen können. Aufgrund der positiven Rückmeldungen aller Teilnehmer und der großen Nachfrage – IsernHäger hatte zahlreichen Bäckern absagen müssen, weil der Thementag sehr schnell ausgebucht war – werden die Vorteig-Experten diese Veranstaltung Anfang 2015 bei einem weiteren Vorreiter der Branche durchführen. Details hierzu folgen in Kürze. Weitere Informationen gibt es bei Stephanie Vorwerk von IsernHäger.

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MANAGEMENT + BETRIEB


Kennzahlen bringen Erkenntnis und Orientierung

Isernhagen / Hannover. (14.11. / ge) Der Backwarenmarkt ist weiter im Umbruch. Im Schnitt scheidet täglich ein Bäckereiunternehmen aus dem Marktgeschehen aus. Um jedoch in diesem schwierigen Wettbewerbsumfeld erfolgreich bestehen zu können, muss ein Unternehmer stets über aktuelle Kenntnisse über sein Unternehmen verfügen, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Dabei werden die Unternehmensprozesse durch äußere (zum Beispiel Wettbewerb, Konjunktur) und innere Faktoren (etwa Qualität, Krankenstand, Fortbildung, Kenntnisstand der Mitarbeiter) beeinflusst. Je früher der Unternehmer die Auswirkungen auf das Unternehmen erkennt, umso schneller kann er reagieren. Unternehmerische Geschäftsprozesse verändern sich häufig unbemerkt für die verantwortlichen Personen im Unternehmen. «Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Eine jedoch immer wieder anzutreffende Fehlerquelle ist die Qualität der erfassten Daten», berichten Oliver Vogt und Carsten Klingebiel von der Gehrke Econ Gruppe aus Isernhagen / Hannover aus vielen durchgeführten Beratungsprojekten in Bäckereiunternehmen. Denn: Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind nur aussagefähig, wenn die diesen Zahlen zu Grunde liegenden Daten zeitnah erfasst wurden, vollständig und richtig sind. Das ist häufig jedoch nicht der Fall, so dass möglicherweise Entscheidungen, zum Beispiel Investitionen oder Filialeröffnungen, auf falscher Basis getroffen werden – heißt es in dem Beitrag «Bäckereispezifische Kennzahlen bringen Erkenntnis und Orientierung».

Umfrage: Jeder Fünfte hat keine Computerkenntnisse

Berlin. (14.11. / bk) Viele Menschen wissen mit Computern nichts anzufangen. Jeder Fünfte (19 Prozent) hat keine Computerkenntnisse. Das entspricht gut 13 Millionen Bundesbürgern ab 14 Jahren. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. Ähnlich viele Menschen (22 Prozent) verfügen zumindest über Grundkenntnisse, können also etwa ein Programm installieren oder einfache Büroanwendungen bedienen. Mittelmäßiges Wissen über Computer ist nach eigenen Angaben bei 37 Prozent der Deutschen vorhanden. Nur jeder Fünfte (19 Prozent) schreibt sich hohe oder sehr hohe Computerkenntnisse zu. «Wenn fast die Hälfte der Bürger gar nichts oder nur wenig mit Computern anfangen kann, muss uns das wachrütteln», sagt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. «Für eine digitale Gesellschaft ist es herausragend wichtig, flächendeckende IT-Bildungsangebote zu machen». Erwartungsgemäß verfügen vor allem ältere Menschen über geringe Computerkenntnisse. 79 Prozent der Menschen ab 65 Jahren haben dazu kein oder nur wenig Wissen. Gut jeder Dritte der 50- bis 64 Jährigen (37 Prozent) weiß nichts oder wenig zur Computerbedienung. Aber auch viele Jüngere können nur schlecht mit Computern umgehen: Gut jeder Vierte (28 Prozent) der 14- bis 29-jährigen schätzt seine Kenntnisse gering ein. Dagegen geben fast zwei von fünf (38 Prozent) der Jüngeren an, hohe oder sehr hohe Computerkenntnisse zu haben. Insgesamt kennen sich Frauen und Männer ähnlich gut mit Computern aus: 18 Prozent der Frauen verfügen nach eigener Einschätzung über hohe oder sehr hohe Kenntnisse, bei den Männern sind es 21 Prozent. Berg: «IT- und Computer-Kompetenzen gehören heute zum Alltag und sind in fast allen Branchen und Berufen erforderlich».

Attraktiv: Förderprogramm «Energieberatung im Mittelstand»

Berlin. (13.11. / bmwi) In dieser Woche wurde die neue Richtlinie für das Programm «Energieberatung im Mittelstand», die ab 2015 in Kraft tritt, im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die unabhängige Beratung hilft Informationsdefizite abzubauen, Energiesparpotenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und damit Energieeinsparungen zu realisieren. Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWI): «Wir wollen Unternehmen noch umfassender als bisher in die Lage versetzen, durch Investitionen in Energieeffizienz Energiekosten zu sparen. Die neue Richtlinie setzt größere Anreize für eine qualifizierte Beratung und für fachmännische Hilfe bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Höhere Zuschüsse sollen die Zahl der durchgeführten Energieberatungen erhöhen und vor allem die Investitionen in effiziente Technologien in KMU weiter voranbringen». Die neue Richtlinie hebt den Zuschusshöchstbetrag für die Energieberatungen auf 8.000 Euro an. Erstmals kann auch eine Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen durch den Energieberater und ein Konzept zur Nutzung von Abwärme gefördert werden. Kleine Unternehmen mit weniger als 10.000 Euro Energiekosten erhalten ein gefördertes Beratungsangebot mit einem Höchstbetrag von 800 Euro. Um einen höheren Beratungsstandard sicherzustellen, werden künftig nur noch Energieberatungen gefördert, die den Anforderungen an «Audits» nach der EU-Energieeffizienzrichtlinie entsprechen. Die Durchführung wird künftig nicht mehr bei der KfW, sondern beim BAFA liegen, wo online ein Antrag gestellt werden kann. Von 2008 bis 2013 wurden im Rahmen des Programms «Energieberatung im Mittelstand» rund 17.000 Unternehmen beraten. Aus der Beratung induzierte Investitionen belaufen sich auf 0,7 bis 1,4 Milliarden Euro und haben zu Energieeinsparungen von 1,5 bis 2,7 Terawattstunden geführt. Jeder Euro öffentliche Ausgaben führt zu 16 bis 29 Euro private Investitionen. Weitergehende Infos zur aktuellen Energiepolitik gibt es im alle zwei Wochen erscheinenden Newsletter «Energiewende direkt».

EHI + BDSW: entwickeln «Sicherheitskraft im Handel»

Bonn. (10.11. / ihk) Gemäß Paragraf 34a GewO ist für die Ausübung einer Tätigkeit als Einzelhandelsdetektiv / Shopguard das Ablegen der Sachkundeprüfung zwingende Voraussetzung. Die Absicherung eines Geschäftes, welches durch offene Konzepte und ansprechende Warenpräsentationen Kunden zum Konsum anregen will, erfordert aus sicherheitsspezifischer Sicht eine sichere Anwendung einer Fülle von Rechtsvorschriften, Kenntnisse in handelsspezifischen Sicherheitsvorkehrungen und ein Verständnis von organisatorischen Vorgängen im Handel. Um auch den Umgang mit Kunden, den präventiven Ansatz der Schadensverhütung, die benötigten Fachkenntnisse im Bereich Warenwirtschaft, die Kenntnisse über Täterverhalten und Betrugsmuster sowie den richtigen Einsatz von Warensicherungs- und Kameratechnik unter Beachtung aller für den Handel spezifischen Rechtsvorschriften abzudecken, wird zwingend ein Fortbildungsangebot für qualifiziertes Personal benötigt. Viele Händler haben erkannt, dass eine weitere Qualifizierung dringend erforderlich ist. Nicht zuletzt um Schaden durch unqualifizierte Kräfte von den zu schützenden Handelsunternehmen abzuwenden. Vor diesem Hintergrund haben das EHI Retail Institute und der BDSW Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft auf Initiative des Handels in Zusammenarbeit mit der Weiterbildungsgesellschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg den IHK-Zertifikatslehrgang «Sicherheitskraft im Handel (IHK)» entwickelt. Der Lehrgang richtet sich an alle im Handel mit Sicherheitsaufgaben betraute Beschäftigte, besonders Einzelhandelsdetektive und Shopguards.

BayWa: Niedrige Getreidepreise drücken Agrarergebnis

München. (10.11. / bag) Das Abschneiden der BayWa AG ist nach neun Monaten des laufenden Jahrs von den sehr unterschiedlichen Geschäftsentwicklungen in den einzelnen Segmenten geprägt: Der Umsatz des internationalen Handels- und Dienstleistungskonzerns betrug zum 30. September 2014 rund 11,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 12,2 Milliarden Euro); das Ebit beläuft sich auf 74,5 Millionen Euro (Vorjahr: 177,7 Millionen Euro). Die große Differenz zwischen den beiden Ergebnissen im Ebit ist zum einen auf Sondereffekte im Vorjahr zurückzuführen, da hier der Buchgewinn aus dem Verkauf von Immobilienpaketen realisiert worden war. Das operative Ebit der Geschäftssegmente liegt nach neun Monaten bei 111,4 Millionen Euro (Vorjahr: 133,8 Millionen Euro). Zum anderen bildet sich die diesjährige niedrige Preissituation im Agrarhandel ab: Geprägt von hohen Erntemengen sowohl bei Getreide als auch bei Obst sowie von kontinuierlich sinkenden Preisen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen, reduzierte sich der Ergebnisbeitrag des Agrargeschäfts der BayWa spürbar. Die Marktauswirkungen im Agrarhandel konnte auch die weiterhin sehr gute Entwicklung bei den Agrarbetriebsmitteln und den Segmenten Energie und Bau nicht komplett auffangen. Vor allem das internationale Projektgeschäft im Bereich erneuerbare Energien trug mit einer Verdopplung des Ebit nach neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zum Konzernergebnis bei. Das Segment Bau steigerte sein Ergebnis zum 30. September 2014 ebenfalls gegenüber dem Vorjahreszeitraum – heißt es in einer ausführlichen Mitteilung aus München.


TRENDS + KONZEPTE


Auf dem Bau: Billig ist selten kostengünstig

Buchholz / Nordheide. (13.11. / ele) Sicher haben Sie schon mal an Rezepturen getüftelt, um kleine Köstlichkeiten aus noch kleineren Küchen Ihres Bekannten- oder Verwandtenkreises nachzubacken und auf die professionelle Herstellung zu übersetzen. Das ist schwieriger als gedacht und setzt umfangreiches technologisches Wissen, präzise Planung und auch Disziplin voraus. Die Tücken liegen in den Details und wenn Sie nicht aufpassen, laufen Ihnen die Kosten aus dem Ruder. Ähnlich verhält es sich mit dem Neubau oder der Erweiterung Ihrer Bäckerei. Ginge es nur um ein paar Quadratmeter mehr Platz, wäre das Thema schnell erledigt. Der Baukörper muss aber unzähligen Verordnungen und Bestimmungen genügen, weil Ihre Produktion nicht irgendwas, sondern ein Lebensmittel verarbeitender Betrieb ist. Er muss auch bestimmten Rahmenbedingungen genügen, die auf Ihre persönliche Art des Backens abgestimmt sind. So setzt zum Beispiel der Einsatz von Thermoölöfen andere bauliche Maßnahmen voraus als etwa der Einsatz von Gasöfen. Das muss man vorher wissen, um teure Umplanungen und noch teurere bauliche Änderungen von vorn herein auszuschließen. Kurzum: Der Ansatz, mal eben kurz einen schicken Neubau zu planen, um dann erst zu sehen, welche Technik installiert werden soll, führt zu kaum kalkulierbaren Mehrkosten. Die sind vermeidbar, begreift man den Betrieb als Bau, für den die Bäckereitechnik integrativ, also Hand in Hand geplant und ausgeführt werden muss. Dafür freilich bedarf es eines Fachwissens, über das ein Bauleiter ohne Planungserfahrung im Bäckereisegment nicht verfügt und sich so schnell auch nicht aneignen kann. Wollen Sie nicht die Erfahrung machen, dass billig kaum kostengünstig ist, wenden Sie sich vertrauensvoll an ELEKOM Technik aus Buchholz in der Nordheide. Die Fachleute für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte, für Brandschutz, Tragwerksplanung sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz-Koordination (SiGeKo) unterstützen Sie gern. Wenden Sie sich unverbindlich an info@elekom.de.


MARKETING + VERKAUF


Zeit zu handeln: Der digitale Wandel ist in vollem Gang

Köln. (08.11. / ehi) Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, bringt die deutsche Politik die Digitale Agenda auf den Weg. Auch der deutsche Handel reagiert auf den digitalen Wandel und passt seine Unternehmensstrategien an. Bei deren Umsetzung haben die Marketingverantwortlichen den Hut auf. Darin sind sich das Top-Management und die Marketingprofis der Handelsunternehmen einig, wie eine Befragung des EHI Retail Institutes zum Marketing im digitalen Zeitalter zeigt.

Marketing hat Schlüsselrolle: Laut der befragten Geschäftsführer existieren bei 38 Prozent der Unternehmen bereits umfassende digitale Unternehmensstrategien im Handel und ein gutes Drittel (36 Prozent) arbeitet daran. Nur rund ein Viertel (26 Prozent) gibt an, noch keine passende Strategie zu haben. Beim digitalen Umbau der strategischen Ausrichtung ordnet fast die Hälfte der Geschäftsführer (46 Prozent) dem Marketing die führende Rolle zu.

Zeit zu handeln: Die Digitalisierung bringt aber nicht nur strategische Veränderungen mit sich, das Marketing braucht zudem neue Organisationsstrukturen. Handlungsbedarf für die Marketingabteilungen sehen in großer Mehrheit die befragten Geschäftsführer (78 Prozent) und Marketingleiter (73 Prozent). In der Beurteilung, wie einschneidend die Veränderungen sein müssen, sind die letzteren allerdings etwas selbstbewusster als die Geschäftsführer. Nur 14 Prozent der Marketingleiter halten grundlegende Veränderungen für nötig im Vergleich zu einem Drittel der Geschäftsführer. Immerhin 20 Prozent der CEOs und 27 Prozent der Marketeers sehen ihre Marketingabteilungen schon jetzt gut aufgestellt.

Kompetenz erweitern: Die Marketing-Profis müssen ihre Strategien sowie Prozesse an die Digitalisierung und die dadurch veränderten Marktbedingungen anpassen, um ihren Kunden – und anderen Stakeholdern – gerecht zu werden. Dabei gehören die wachsende Zahl der Kommunikationskanäle (59 Prozent) und das immer schnellere Tempo der Kommunikation (55 Prozent) für sie zu den größten Herausforderungen des Transformationsprozesses. Der schwierigste Aspekt in diesem Prozess ist aber für Geschäftsführer (82 Prozent) wie Marketeers (75 Prozent) richtig auf den Wandel des Kommunikations- und Mediennutzungsverhalten ihrer Kunden zu reagieren.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Nährwertberechnung: Kunden wünschen oft mehr als nur Brot

Kronau. (14.11. / goe) Was eine nationale Durchführungsverordnung zur europäischen Lebensmittelinformations- Verordnung (LMIV) angeht, können wir nur hoffen, dass sich in Bälde etwas bewegt. Wie auch immer: Ab dem 13. Dezember 2014 gelten erweiterte Informationspflichten für die Hersteller von Lebensmitteln. Natürlich auch für Bäckereien. Betroffen sind nicht nur verpackte Waren, die mit Inhaltsstoffen, Allergenen und Zusatzstoffen, Zutaten und Nährwerten versehen sein müssen, sondern auch nicht verpackte Ware, bei denen der Kunde «auf geeignete Art und Weise» über Allergene, Zusatzstoffe und Nährwerte informiert werden soll. Die modulare Bäckereisoftware Marvin von Goecom bietet verschiedene Möglichkeiten, solche Informationen, wenn Sie bereits im Programm hinterlegt sind, an den Kunden weiterzugeben:

  • Mit Marvin Power Print kann eine Kladde mit Produktblättern ausgedruckt und im Laden ausgelegt werden; auch Thekenschilder mit diesen Informationen oder Preisetiketten für verpackte Ware können einfach und doch grafisch ansprechend gestaltet werden;
  • Über den Filial- und Kassenmanager können die Informationen an viele Kassensysteme weitergegeben werden;
  • Allergenlisten können einfach aus dem Artikelstamm heraus ausgedruckt und zur Schulung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Filialen genutzt werden;
  • die Ausgabe dieser Daten als Excel-Tabelle oder als PDF-Ausdruck zur elektronischen Weitergabe ist ebenfalls problemlos möglich.

In Zusammenarbeit mit der Firma Casio bietet Goecom darüber hinaus Marvin P.i.T. an – ein Terminal für die Filiale, in dem Kunden alle relevanten Daten für Ihre Artikel abrufen und auf Wunsch auch ausdrucken können. Gerne informiert Sie die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Vertriebspartner über die Möglichkeiten der Bäckereisoftware mit Blick auf die neue LMIV.

EU-Öko-VO: BÖLW stärkt Minister Schmidt den Rücken

Berlin. (12.11. / boelw) Bundesminister Christian Schmidt (BMEL) hat beim Treffen der EU-Agrarminister Anfang November in Brüssel seine Kritik an der Revision der EU-Öko-Verordnung verschärft. Er stützte die Forderungen einer Gruppe von sieben östlichen EU-Ländern, die eine Weiterentwicklung der bestehenden Verordnung aufbauend auf den jahrelangen Erfahrungen der Praxis fordern und darin den besten Weg zur Stärkung des Öko-Landbaus in Europa sehen. «Es ist ein wichtiges Signal Deutschlands an die anderen EU-Staaten, dass Minister Schmidt die Untauglichkeit des vorliegenden Kommissionsvorschlags im EU-Agrarrat klar benannt hat. Wer den Öko-Landbau wirksam weiter entwickeln will, muss den vorliegenden Vorschlag zurückweisen und die bestehende Öko-Verordnung weiterentwickeln», sagt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Auch zahlreiche andere EU-Staaten äußerten deutliche Kritik am Kommissionsvorschlag. Mit Blick auf das erste Treffen von Minister Schmidt und dem neuen EU-Agrarkommissar Phil Hogan stärkt Löwenstein dem Minister den Rücken und hofft, dass es gelingt, den Kommissar zu einem Neuanfang zu bewegen und den Kommissionsvorschlag für eine neue Öko-Verordnung, wie derzeit beraten, zurück zu ziehen. «Minister Schmidt kann mit starkem Rückhalt aus Deutschland in das Gespräch mit dem EU-Kommissar gehen. Bundestag und Bundesrat lehnen den Kommissionsvorschlag einhellig ab», sagt Löwenstein. Neben erheblichen rechtstechnischen Problemen und kontroversen Detailvorschlägen sieht der BÖLW die Abkehr von der bewährten Prozesskontrolle als besonders kritisch. Die Aufzeichnung der Beratung «Agriculture and Fisheries Council – Public Session» vom 10. November in Brüssel können sich Interessenten auf dem Europa-Server ansehen. Für das Abspielen des Videostreams ist MS Silverlight erforderlich. Der Videostream ist in 24 Sprachen verfügbar und Silverlight ist momentan die einzige Plattform, die das simultan bewerkstelligen kann. Windows-Nutzer haben Silverlight vermutlich schon an Bord ihres Rechners oder Smartphones.


PERSONEN + EHRUNGEN


Harry Brot: erhält Goldenen Zuckerhut 2014

Frankfurt. (11.11. / dfv) Der «Goldene Zuckerhut» ist eine Auszeichnung für beispielhafte Leistungen in der Ernährungswirtschaft. Seit 1958 wird er einmal jährlich von der Lebensmittel Zeitung (dfv) vergeben. Der Preis gilt als einer der bedeutendsten in seiner Branche. Preisträger des Goldenen Zuckerhuts 2014 sind die Markant AG mit dem Präsidenten des Verwaltungsrats Claus-Jürgen Kaiser (Pfäffikon); der Bio-Händler Alnatura und sein Gründer Götz Rehn (Bickenbach); die Familie Stenger und deren Aufbau einer kundennahen Edeka Händler-Marke (Aschaffenburg); die Entwicklung der Großbäckerei Harry Brot unter Leitung ihres geschäftsführenden Gesellschafters Hans-Jochen Holthausen (Schenefeld). Die Auszeichnung würdigt neben den Unternehmen die herausragenden Persönlichkeiten, die sich nachhaltig um die Gesamtentwicklung dieses Wirtschaftsbereichs verdient gemacht haben. Als Nummer eins im deutschen Backwarenmarkt steht die Harry-Brot GmbH aus Schenefeld als Paradebeispiel für ein erfolgreich geführtes Familienunternehmen. Holthausen repräsentiert seit 1988 als geschäftsführender Gesellschafter die 1688 gegründete Großbäckerei in der 10. Generation. Heute produziert das Unternehmen an neun Standorten und beliefert den Lebensmittelhandel mit mehr als 800 Frischdienst-Touren täglich. Über 3.700 Mitarbeitende erarbeiten im laufenden Jahr rund 920 Millionen Euro Umsatz. Markttrends frühzeitig erkennen und rasch die nötigen Entscheidungen treffen, das zeichnet Harry aus. So wurde Pre-Bake zu einem Wachstumsmarkt gemacht. Heute beliefern die Schenefelder mit rund 6.700 etwa die Hälfte der im deutschen LEH betriebenen Aufbackstationen – mit einem Leistungsgrad, der dem Kunden und dem Unternehmen selbst eine hohe Wertschöpfung sichert.

Ausbildungs-Ass: Staatssekretärin würdigt Vorbilder

Berlin. (11.11. / bmwi) Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin beim BMWI, Iris Gleicke, hat zehn Unternehmen und Ausbildungsinitiativen zu ihrer Auszeichnung als «Ausbildungs-Ass 2014» gratuliert. Der Preis wurde in diesem Jahr bereits zum 18. Mal von den Wirtschaftsjunioren Deutschland und den Junioren des Handwerks in Kooperation mit der Inter Versicherungsgruppe und dem Wirtschaftskurier verliehen. Die Versicherungsgruppe fördert den Preis mit 15.000 Euro. Schirmherr ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI). Gleicke: «Mit dem Ausbildungs-Ass werden Unternehmen für ihr herausragendes Engagement bei der Vorbereitung Jugendlicher auf das Berufsleben ausgezeichnet. Viele der Ausgezeichneten haben dazu beigetragen, dass auch solche Jugendlichen eine Chance bekommen, die besondere Förderung brauchen. Diese Unternehmen handeln vorbildlich. Wir müssen uns verstärkt auch um diejenigen kümmern, die keinen Schul- oder Ausbildungsabschluss besitzen. Darüber hinaus brauchen wir für eine dem Lebensalter angemessene Arbeitswelt mehr Möglichkeiten der Weiterbildung für Ältere; Und wir brauchen flexiblere Arbeitszeiten für Jung und Alt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern». In den verfügbaren drei Preiskategorien erhielt der jeweils Erste 2.500 Euro, die Zweitplatzierten 1.500 Euro und die Drittplatzierten 1.000 Euro. Zusätzlich wurde ein weiteres Projekt mit dem Sonderpreis geehrt. Den dritten Platz in der Kategorie «Handwerk» erzielte Ihre kleine Backstube von Holger Schüren aus Bergholz-Rehbrücke bei Potsdam.

Bester Butterstollen: Schleswig-Holstein eröffnet Saison

Rellingen. (11.11. / bkv) Klaus Funke von der Bäckerei Abeling auf Westerland hat seinen Titel erfolgreich verteidigt. Zum zweiten Mal in Folge hat er den besten Butterstollen in Schleswig-Holstein gebacken, so haben sechs unabhängige Stollenschmecker anlässlich des Stollenverbrauchertests dieser Tage in Kiel entschieden. Platz 2 ging an Stauch Ihr Bäcker aus Neustadt, Platz 3 an Thaysens Backstube aus Malente, beide im Kreis Ostholstein/Plön ansässig. Insgesamt wurden 18 Butterstollen öffentlich getestet anlässlich der Stollensaisoneröffnung im hohen Norden.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Flowers Foods announces Q3/2014 results

Hamburg. (bm) Flowers Foods, second-largest producer and marketer of fresh packaged bakery foods in the U.S., reported results for its Q3/2014 ended October 04. Third quarter sales decreased 3.3 percent compared to Q3/2013, reflecting positive net price/mix of 1.1 percent and decreased volume of 4.4 percent. Shares of the company dropped after Flowers Foods lowered its 2014 guidance. Other topics of the week:

Title Region Date
Flowers Foods: Announces Q3/2014 Results, Revises Guidance (US) Fri 11-14
Snyder´s-Lance: Completes 10 Million USD Investment (US) Fri 11-14
ADM: opens sweetener-manufacturing portion in Tianjin (US) Fri 11-14
Wilmar: Q3/2014 earnings up two percent to 422 million USD (SG) Thu 11-13
Research: identifies key challenges for food retail channels (US) Thu 11-13
Krispy Kreme: Elects Member to Board of Directors (US) Thu 11-13
Mondelez: to acquire 80% of Kinh Do’s snack unit (US) Wed 11-12
Fitch: Upgrades Gruma’s Ratings, Outlook is stable (MX) Wed 11-12
Burger King Worldwide: Reports Third Quarter 2014 Results (US) Tue 11-11
Mondelez: 50 Million USD Investment for UK Coffee Site (US) Tue 11-11
Burger King Worldwide: Opens First Restaurant In India (US) Tue 11-11
Hershey: CEO Appointed to President’s Advisory Council (US) Tue 11-11
Tim Hortons: sees «strong momentum» in business (UK) Mon 11-10
General Mills: Updates Targets For Fiscal 2015 Growth (US) Mon 11-10
J+J Snack Foods: reports Q4 and FY-2014 sales and earnings (US) Mon 11-10
Tate + Lyle: announces statement of H1/2014 results (UK) Mon 11-10
Barry Callebaut: significantly grows volume and profit (CH) Sat 11-08
Wendy’s: Company Reports 2014 Third-Quarter Results (US) Sat 11-08
Hain Celestial: Announces Q1/2015 Record Net Sales (US) Sat 11-08
Aldi U.S.: plans to open 650 new stores across the country (DE) Sat 11-08


REZEPTE + IDEEN


Roter Zwiebelkuchen nach Dornfelder Art

Bonn. (14.11. / GMF) Zum Herbst passt ein Zwiebel-Speck-Kuchen und ein Glas Wein. Interessant wird es, wenn der pikante Kuchen als Zutat selbst Wein enthält. Die Bonner GMF Vereinigung Getreide, Markt- und Ernährungsforschung hatte vor zehn Jahren gemeinsam mit dem Bäckerfachverein Bonn eine Variante ersonnen, die sich durchaus noch heute nachzubacken lohnt. «Roter Zwiebelkuchen nach Dornfelder Art» heißt das Rezept und bezieht sich auf ein Blech von 60×40 Zentimetern.

Zutaten: Für den Teig benötigen Sie 0,750 kg Weizenmehl (Type 550); 0,050 kg Backhefe; 0,150 kg Schmalz; 0,300 Liter Milch; 0,010 kg Zucker; 0,015 kg Salz; 0,180 kg Eier (3 St.). Für den Belag benötigen Sie 1,800 kg rote Zwiebeln; 0,500 kg Räucherspeck; 0,450 kg saure Sahne; 0,360 kg Eier (6 St.); 0,750 Liter Dornfelder Rotwein; etwa 0,040 Liter Öl; 0,300 kg Schmand; 0,400 kg geriebener Käse; Salz, Pfeffer.

Herstellung: Aus Weizenmehl, Backhefe, Schmalz, Ei, Salz, Zucker, Milch einen Teig herstellen. Im Spiralkneter zwei Minuten langsam und vier Minuten schnell kneten lassen. 20 bis 30 Minuten Teigruhe einhalten. Die roten Zwiebeln in Streifen, den Räucherspeck in Würfel schneiden. Speck und die Zwiebel in Öl anbraten und nach und nach den Rotwein dazu geben. Köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Den Teig auf gewünschte Blechgröße (hier: 60 x 40 cm) ausrollen. Unter die abgekühlte Masse den geriebenen Käse rühren. Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf dem Teig verteilen. Eier, saure Sahne und Schmand verrühren und über die Masse verteilen.

Backzeit: Je nach Ofen bei rund 200° Celsius etwa 50 bis 60 Minuten.