Sonntag, 28. Februar 2021

WB-45-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 45. KW 2012 (03.11. bis 08.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/12archivphp/wb4512.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Wunderlichs Backstuben: wollen sich vergrößern
02. Strela-Back: steckt in Schwierigkeiten
03. Backhaus Kraschowitz: in finanzieller Schieflage
04. Bäckerhaus Ecker: übernimmt Bär Brot Bexbach

TERMINE + EVENTS:
05. Bäko Workshop: Viele Wege führen zum Erfolg …
06. BioFach 2013: im Zeichen rumänischer Vielfalt

MANAGEMENT + BETRIEB:
07. Vielschichtig: Video- und Überwachungstechnik in der Bäckerei
08. Tachographenpflicht: bekommt schlechte Noten vom Handwerk
09. Online-Branchenleitfaden: Umwelttipps für KMU
10. BVE: Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie 02/2012
11. Lebensmittelrecht + Praxis: viel «Stoff» zum Schmökern

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
12. «Regionalfenster»: Erster Probelauf hat begonnen
13. DGE: Wie viel Vitamin D braucht der Mensch?
14. Statistik: Jeder Deutsche verzehrt 5,4 Kilo Reis pro Jahr
15. LGL: stellt sachlichen «Online-Pranger» vor

PERSONEN + EHRUNGEN:
16. Dehoga Bundesverband: Delegierte wählen Präsidium

BOOKMARKS + BOOKS:
17. Global Industry: Allied Bakeries made good progress

REZEPTE + IDEEN:
18. Walnuss-Schokoladen-Biskuitrolle


MARKT + UNTERNEHMEN


Wunderlichs Backstuben: wollen sich vergrößern

Markneukirchen. (09.11. / div) Wunderlichs Backstuben aus dem Vogtland wollen sich vergrößern: Die Bäckerei, gegründet 1942 und bekannt für «Grubenstollen», «Stollenfeuer» und andere Leckereien, will in Oelsnitz an der Bundesstraße eine neue Produktion mit angedachtem Café und Außengastronomie errichten. Das sagte Roman Wunderlich, in dritter Generation Geschäftsführer des Familienbetriebs, gegenüber der Lokalpresse. Die Bäckerei zählt 16 Filialen in der Region, beschäftigt rund 110 Mitarbeitende und platzt am gegenwärtigen Standort zunehmend aus den Nähten. «Wir wollen wachsen», sagt Wunderlich und denkt über eine 1.800 Quadratmeter große Halle nach, über zusätzliche 500 Quadratmeter Nebengebäude sowie eine 350 Quadratmeter große Verkaufsstelle. Neue Maschinen und Anlagen noch nicht mit eingerechnet, belaufe sich die geplante Investition auf mehrere Millionen Euro. 15 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen. Da das Grundstück, das sich Wunderlich ausgeguckt hat, an «ziemlich prominenter Stelle» in Oelsnitz liegt, könne es allerdings noch dauern, bis ein Verkauf (oder nicht …) ausreichend debattiert und besiegelt sei, heißt es in der «Freien Presse».

Strela-Back: steckt in Schwierigkeiten

Stralsund. (08.11. / ag / sb) Die Strela-Back GmbH + Co. KG, vetreten durch die H+L Verwaltungs GmbH, diese wiederum vertreten von den Geschäftsführern Jens Heichel und Bodo Lorenz, hat vor dem Amtsgericht Stralsund Insolvenz angemeldet. Von den finanziellen Problemen betroffen sind knapp 20 Filialen und insgesamt knapp 100 Mitarbeitende. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Christian Langhoff aus der Hansestadt. Das Vertriebsgebiet des handwerklich orientierten Bäckerei- und Konditoreiunternehmens erstreckt sich von Stralsund aus über Altenpleen, Altefähr auf Rügen, Richtenberg, Reinberg und Brandshagen bis Negast.

Backhaus Kraschowitz: in finanzieller Schieflage

Klagenfurt / AT. (07.11. / ksv) Der KSV1870 informiert über den Antrag der Backhaus Kraschowitz GmbH aus Wolfsberg auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung. Mit der Eröffnung des Verfahrens sei in Kürze zu rechnen. Die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Dem stehen 1,2 Millionen Euro Aktiva gegenüber. Von der Insolvenz betroffen sind zehn Betriebsstandorte mit insgesamt 64 Dienstnehmern. Das Unternehmen wurde ursprünglich 1923 vom Großvater des heutigen Geschäftsführers als Bäckerei gegründet, vom Vater des Geschäftsführers fortgeführt und seit 1984 im Rahmen einer KG betrieben, die mit Einbringungsvertrag von 1998 in die Backhaus Kraschowitz GmbH überführt wurde. Seit Januar 2012 zeichnet Josef Kraschowitz als alleinvertretungsbefugter Geschäftsführer verantwortlich. «Durch die vermehrte Betreibung von Backshops durch Handelsketten sowie die stark gestiegenen Rohstoffkosten in der Verarbeitung und die ebenso stark gestiegenen Energiekosten sind in den letzten Jahren kontinuierlich die Umsätze im Bereich Bäckerei und Konditorei zurückgegangen», heißt es im Insolvenzantrag unter anderem. Der Sanierungsplan sieht 20 Prozent binnen zweier Jahre vor. Das Erfordernis für den Sanierungsplan soll im Rahmen der Unternehmensfortführung erwirtschaftet werden. Kraschowitz hofft nun, dass die 20-prozentige Quote Akzeptanz findet.

Bäckerhaus Ecker: übernimmt Bär Brot Bexbach

Offenburg. (05.11. / esw) Das Bäckerhaus Ecker, seit 2010 Teil der Bäckerbub Gruppe (K+U), hat seine Kapazitäten mit der Übernahme eines Produktionsstandorts der Bäckerei Bär Brot in Bexbach (Saarpfalz-Kreis) zum 01. November erweitert. Die Bäckerbub GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Edeka Südwest mit Sitz in Offenburg und plant im Rahmen dieser Erweiterung die Verlagerung der Produktion und ihren rund 90 Mitarbeitern vom benachbarten Standort Homburg-Erbach ins Industriegebiet der Gemeinde Bexbach sowie die zusätzliche Übernahme von 50 ehemaligen Mitarbeitern von Bär Brot. «Mit diesem Standort ist es möglich, die Backwarenproduktion für das Bäckerhaus Ecker nachhaltig in der Region zu sichern und dem wachsendem Bedarf anzupassen. Mit diesem Schritt können zudem alle Arbeitsplätze erhalten bleiben», sagt Dr. Detlev Weiler, Geschäftsführer der Edeka Südwest. «Durch die Verlagerung sind alle Pläne, den Standort Erbach zu erweitern, hinfällig». Bäckerbub will die für Homburg geplanten Investitionen auf Bexbach übertragen und auch in den nächsten Jahren weiter investieren. Die Nachnutzung der Produktions- und Verwaltungsgebäude in Homburg-Erbach ist noch offen. Die Bär Brot GmbH ist seit 2007 ein Unternehmen der Albert Stauffenberg Nachfolger GmbH + Co. KG mit Sitz in Gelsenkirchen. Dortige Geschäftsführer sind Frank Ostendorf, Martin Lindemann und Carsten Kelbch.


TERMINE + EVENTS


Bäko Workshop: Viele Wege führen zum Erfolg …

Ladenburg. (09.11. / bae / eb) Viele Wege führen nach Ulm und noch mehr zum Erfolg – einer davon über den Bäko Workshop, der in diesem Jahr – nach 1993 zum zweiten Mal – in Ulm stattfand unter dem Leitmotiv «Cogito ergo sum». Ich denke, also bin ich. Namhafte Referenten sprachen zu ausgesuchten Themen und präsentierten Wissenswertes aus der Branche und umzu, diskutierten Theoretisches und Praktisches und zeigten mögliche Handlungswege auf. Für jeden der rund 350 Teilnehmer war etwas dabei beim 24. Kommunikations-Highlight der backenden Branchen Anfang November an der Donau. Aufgelockert durch allgemeine, teils prominent besetzte Beiträge aus Wirtschaft, Wissenschaft, Humor sowie die Kongress-typischen Exkursionen zu spannenden Winkeln der Stadt, hatte der Workshop am Rande der Schwäbischen Alb viele Anregungen zu bieten. Aus fachlicher Sicht von besonderem Interesse war unter anderem die Betrachtung «Strukturwandel mit neuen Dimensionen – Bäckereien im Konzert der Distributionskanäle». Eine der möglichen Antworten für das traditionelle Bäckerhandwerk lautete «Inszenieren – Reduzieren – Differenzieren. Viele Wege führen zum Erfolg». Einer davon, wie schon gesagt, über den Bäko Workshop. Die 25. Ausgabe des Kongresses findet 2013 übrigens vom 03. bis 05. November in Aachen statt.

BioFach 2013: im Zeichen rumänischer Vielfalt

Nürnberg. (03.11. / nm) Vor wenigen Tagen war es so weit: In der rumänischen Hauptstadt Bukarest wurde feierlich der Vertrag für das «Land des Jahres» der BioFach 2013 unterzeichnet. Rumänien, ein Bio-Markt mit einer wachsenden Zahl zertifizierter Bio-Betriebe, die sich – Angaben des rumänischen Bio-Verbands Bio Romania zufolge – zwischen 2010 und 2011 auf 9.800 verdreifachte, rückt damit in den Fokus der Weltleitmesse für Bio-Produkte. Diese versammelte zuletzt, gemeinsam mit der Wellness-Messe «Vivaness», 2.420 Aussteller und 40.315 Facheinkäufer in Nürnberg. «Herzlich Willkommen» oder «Bine ati venit», wie es in Rumänien heißt. Die BioFach 2013 findet vom 13. bis 16. Februar statt.


MANAGEMENT + BETRIEB


Vielschichtig: Video- und Überwachungstechnik in der Bäckerei

Königswinter. (09.11. / SHB) Unter anderem von der «Diktatur der Gutmenschen» handelte in diesem Jahr der Bäko Workshop und legte dem Auditorium ans Herz, was sie sich alles nicht gefallen lassen dürfen, wollen sie etwas bewegen. Wie so oft, und damit lösen wir uns vom Branchenkongress, hat auch diese «Diktatur» mehrere Seiten. «Gutmenschen» sind nämlich nicht automatisch gute Menschen, nur weil sie – zum Beispiel – Videotechnik oder/und Überwachungstechnik anprangern. Schlagworte wie Anpassungsdruck, Verletzung der Persönlichkeitsrechte oder Überwachungsdruck sind schnell in den Raum gestellt – Unternehmen verunglimpft. Der Unternehmer wiederum steht nicht automatisch auf der sicheren Seite, nur weil er sich gegen die steigende Kriminalität von innen und außen wappnen will, dabei aber den Datenschutz und andere Gesetze und Verordnungen nicht ausreichend berücksichtigt. Ein vielschichtiges Thema. Es treibt Filialisten um, die ein Auge auf ihre Verkaufsstellen haben wollen und ganz nebenbei ihrem Personal vorsorglichen Schutz angedeihen lassen möchten. Es treibt «Einzelkämpfer» um, die nicht rund um die Uhr präsent sein können und wo nicht jedes Familienmitglied bereit ist, immer und überall in die Verantwortung zu treten. Der Einzug von Überwachungstechnik in die Betriebe folgt jedenfalls keinem Selbstzweck, sondern nimmt zu, weil sich viele Entscheidungsträger nicht mehr anders zu helfen wissen. Was dabei zu beachten ist und welche Möglichkeiten es gibt, darüber hat die SHB Allgemeine Versicherung gemeinsam mit ESU Control nachgedacht und entsprechende Konzepte erarbeitet. Die wiederum hat der WebBaecker sicher schon vorgestellt, so dass wir in den kommenden Ausgaben einen eher allgemeinen Blick auf «Video- und Überwachungstechnik in der Bäckerei» werfen können – mit Unterstützung von ESU-Control-Geschäftsführer Michael Hasecke als anerkanntem Sachverständigen und Gutachter für technische oder/und mechanische Sicherheitseinrichtungen sowie Gefahrenmeldetechniken und das gesamte Leitstellenwesen.

Tachographenpflicht: bekommt schlechte Noten vom Handwerk

Brüssel / EU. (09.11. / zdh) Die im Sommer 2012 vom Europäischen Parlament beschlossenen Neuregelungen zur Tachographenpflicht würden besonders kleinere Handwerksbetriebe mit Mehrkosten und zusätzlicher Bürokratie belasten. Laut ZDH-Präsident Otto Kentzler sind gerade kleinere Handwerksunternehmen im ländlichen Raum auf eine sachgerechte Ausweitung der Ausnahmen von der Nutzungspflicht für digitale Tachograpfen angewiesen. Um auf das Missverhältnis zur ursprünglich beabsichtigen Entlastung der KMU durch die aktuelle Reform der Regelung hinzuweisen, luden der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit den beiden Partnerverbänden Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zu einem Experten-Frühstück mit der Europa-Parlamentarierin und Schattenberichterstatterin im federführenden Transportausschuss des Europaparlaments Gesine Meißner ein. Bei dem Treffen schilderte auch ein Metallbau-Unternehmer seine Erfahrungen und die negativen Auswirkungen der Neuregelung für seinen Handwerksbetrieb (Volltext).

Online-Branchenleitfaden: Umwelttipps für KMU

München. (07.11. / stmug / liv) Eine neue Online-Hilfe für den betrieblichen Umweltschutz soll vor allem kleinen Betrieben Nutzen bringen. Dafür hat das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (STMUG) das Projekt «Online-Branchenleitfäden – Umwelttipps für Ihren Betrieb» ins Leben gerufen. Konkrete Tipps helfen, die Umweltleistung im eigenen Betrieb zu verbessern. Beispiele zeigen, wie Unternehmen Kosten sparen können. Die Leitfäden – vorhanden für Bäckereien, Friseure, Kfz-Werkstätten, Einzelhändler sowie auch branchenübergreifend – sind ein Angebot des Infozentrums UmweltWirtschaft im Rahmen des Umweltpakts Bayern. Enthalten sind Checklisten zur Selbstüberprüfung und zum schnelleren Identifizieren von Handlungsmöglichkeiten, Hilfen zur pragmatischen Umsetzung rechtlicher Anforderungen oder Hinweise für den Aufbau eines systematischen betrieblichen Umweltschutzes. Umweltschutz rechnet sich laut STMUG für die Betriebe und verbessert ihre Wettbewerbsfähigkeit. Dies haben 61 Prozent der befragten Unternehmen mit zertifiziertem Umweltmanagementsystem in einer Untersuchung des Bayerischen Landesamts für Umwelt bestätigt. Durch gezieltes Umweltmanagement können sich die Gesamtkosten eines jeden Unternehmens um bis zu fünf Prozent reduzieren. Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) ist Mitglied im Umweltpakt Bayern und hat bei der Entwicklung des Online-Leitfadens aktiv mitgewirkt. Mit dem neuen Angebot für die Mitgliedsbetriebe in den Innungen gehört er damit zu den Pionieren.

BVE: Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie 02/2012

Berlin. (07.11. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) veröffentlicht den Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie 02/2012 zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Branche in den letzten sechs Monaten. Die überwiegend klein- und mittelständisch geprägte Branche widersetzte sich im zweiten und dritten Quartal 2012 den umliegenden rezessiven Tendenzen. Ein deutlicher Wachstumstrend bleibt aber bisher aus. Die Lebensmittelhersteller zeigten sich zuversichtlich. Der BVE-Konjunkturbericht gibt eine aktuelle Übersicht über die Entwicklungen der Umsätze, Exporte, Erzeuger-, Verbraucher- und Rohstoffpreise sowie des Geschäfts- und Konsumklimas. Ausführliche Situationsberichte aus den Branchen verdeutlichen das breite Branchenspektrum.

Lebensmittelrecht + Praxis: viel «Stoff» zum Schmökern

Berlin. (03.11. / ZV) Ende Oktober hieß es an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim (ADB) zum 2. Mal «Lebensmittelrecht + Praxis». Die erfolgreiche Seminarreihe des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) für Bäckereien vermittelt den Teilnehmern umfassende Kenntnisse über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet des Lebensmittelrechts. Themenschwerpunkte der Expertenvorträge waren diesmal das Wettbewerbsrecht, Hygiene und Krisenmanagement, die Nährwertkennzeichnung, die Kennzeichnung von Allergenen und Clean Label sowie die Umsetzung einer praxisgerechten Verbraucherinformation. Wer die Manuskripte der Vorträge nachlesen will, kann dies auf der ZV-Homepage im Mitgliedsbereich tun. Dort stehen sie für Teilnehmer und Innungsbetriebe als PDF-Dateien zum Download zur Verfügung.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


«Regionalfenster»: Erster Probelauf hat begonnen

Berlin. (06.11. / bmelv) Im Rahmen der Erprobung und Evaluierung des neuen «Regionalfensters» für Lebensmittel wurden jetzt in fünf Modell-Regionen jeweils vier Testmärkte ausgewählt. Dort wird die neue transparente Kennzeichnung auf bestimmten regionalen Produkten eingeführt und in einem ersten Probelauf getestet – berichtet das BMELV. Das Regionalfenster soll eine freiwillige Möglichkeit zur Kennzeichnung sein, die verlässliche Angaben zur Herkunft der eingesetzten Zutaten sowie den Ort der Verarbeitung beinhaltet.

DGE: Wie viel Vitamin D braucht der Mensch?

Bonn. (06.11. / dge) Die Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlichten im Januar 2012 neue Referenzwerte für die Vitamin D-Zufuhr. Da der Mensch Vitamin D im Gegensatz zu anderen Vitaminen durch Sonnenbestrahlung selbst bildet und nicht allein über Lebensmittel aufnimmt, hat das Vitamin D unter den Vitaminen eine Sonderstellung, die zu den verschiedensten Fragen führen. Die häufigst gestellten Fragen zu Vitamin D haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), das Max Rubner-Institut und das Bundesinstitut für Risikobewertung in einem gemeinsam veröffentlichten Papier beantwortet.

Statistik: Jeder Deutsche verzehrt 5,4 Kilo Reis pro Jahr

Berlin. (06.11. / bmelv) Im Schnitt verzehrte jeder Deutsche 2011 rund 5,4 Kilogramm Reis. Damit hat sich der Reis-Verbrauch hierzulande in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt, schreibt das BMELV. Mit knapp 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Reis-Produzent der Welt, gefolgt von Indien (144 Millionen Tonnen) und Indonesien (66 Millionen Tonnen). Die gleichzeitig hohe Binnennachfrage in diesen Ländern führt allerdings dazu, dass gegenwärtig Thailand mit jährlich rund neun Millionen Tonnen der weltweit größte Reis-Exporteur ist. Danach folgen Vietnam, Pakistan und die USA. Zusammen decken die vier Länder fast Dreiviertel des weltweiten Reis-Exporthandels ab (72 Prozent).

LGL: stellt sachlichen «Online-Pranger» vor

Erlangen. (05.11. / lgl) Seit September sind die Behörden zur Information über herausgehobene Verstöße im Bereich des Lebens- und Futtermittelrechts verpflichtet. Damit wird mehr Transparenz für Verbraucher erreicht, schreibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sind die Behörden verpflichtet, die Öffentlichkeit in zwei Fallgruppen zu informieren: einerseits bei der Überschreitung gesetzlich festgelegter Grenzwerte oder Höchstmengen, sowie andererseits bei sonstigen Verstößen gegen das LFGB, die dem vorsorgenden Gesundheitsschutz dienen, sowie vor allem bei Verstößen gegen Hygiene- oder Täuschungsvorschriften (etwa Mängel bei der Kennzeichnung). In der zweiten Fallgruppe ist zudem erforderlich, dass die Verhängung eines Bußgelds von mindestens 350 Euro zu erwarten ist. Die Rechte der Lebens- und Futtermittelunternehmen werden gewahrt, in dem das LGL betroffene Unternehmen vor einer Veröffentlichung anhört. Ferner besteht die Möglichkeit, gerichtlichen Schutz in Anspruch zu nehmen, bevor eine Veröffentlichung Tatsachen schafft. Die bayerische «Liste der Verstöße gegen das Lebensmittel- und Futtermittelrecht nach § 40 Abs. 1a LFGB» finden Interessenten auf der LGL-Homepage. Die jeweiligen Datensätze werden für sechs Monate veröffentlicht. Um die Liste aktuell zu halten, werden erfolgte Mängelbeseitigungen umgehend auf der Plattform vermerkt. Ergebnis: Nach gut zwei Monaten gibt es insgesamt 31 Datensätze; davon drei aus dem Segment Backwaren. Die genannten Beanstandungen bei den backenden Betrieben sind erledigt, die Mängel beseitigt. Die Liste sei bis heute etwa 45.000 mal aufgerufen worden, heißt es aus Bayern. Das sind im Schnitt rund 750 Besuche pro Tag.


PERSONEN + EHRUNGEN


Dehoga Bundesverband: Delegierte wählen Präsidium

Berlin. (08.11. / dehoga) Die Delegiertenversammlung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bundesverband) in der Bundeshauptstadt hat Ernst Fischer in geheimer Wahl für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Fischer wurde erstmals im November 2000 zum Präsidenten des Verbands gewählt. Fischer (68) ist Inhaber des Landhotels Hirsch in Tübingen und betreibt zudem ein Cateringgeschäft. Fischer ist seit 1970 selbstständiger Gastronom. Als Vizepräsident steht ihm Guido Zöllick zur Seite. Zöllick ist Präsident des Dehoga Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern und seit 2008 Mitglied im Präsidium des Bundesverbands sowie General Manager des Hotels Neptun in Warnemünde. Neuer Schatzmeister des Bundesverbands ist Gereon Haumann (Rheinland-Pfalz). In das Dehoga-Präsidium wählten die Delegierten zudem Ulrich Brandl (Bayern), Hermann Kröger (Niedersachsen), Olaf Offers (Nordrhein-Westfalen) sowie Peter Schmid (Baden-Württemberg). Im Vorfeld der Delegiertenversammlung wurden bereits die Vertreter der Fachbereiche Gastronomie und Hotellerie in ihren Gremien gewählt. Details siehe dehoga-bundesverband.de.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Allied Bakeries made good progress

Hamburg. (bm) Food, ingredients and retail group Associated British Foods PLC (ABF) announced its results for the 52 weeks ended 15 September 2012. The market remained competitive for Allied Bakeries with promotional activity reducing margins and the recent increase in wheat costs will give rise to further margin pressure in the coming year. However, ABF continued the investment in efficient production at Allied Bakeries and the Bakeries made good progress in reducing their cost base. Other topics of the week:

Title Region Date
Mondelez International: announces Q3/2012 results (US) Fri 11-09
Snyder´s-Lance: Reports Results for Q3/2012 (US) Fri 11-09
CHS: posts record fiscal 2012 earnings of 1,26 billion USD (US) Fri 11-09
Barry Callebaut: announces results for FY 2011/2012 (CH) Thu 11-08
Britannia: Q2/2012 consolidated revenue grows 9,5 percent (IN) Thu 11-08
AarhusKarlshamn: Interim Report for Q3/2012 (SE) Thu 11-08
Horizon Milling: doubles wheat milling capacity (US) Thu 11-08
ABF: delivers strong set of 2012 results (UK) Wed 11-07
Limagrain Group: continues to grow (FR) Wed 11-07
Baker’s Pride: Announces Donut Production Launch in Iowa (US) Wed 11-07
Carr’s: Announces Management Succession Plans (UK) Wed 11-07
Hain Celestial: Announces Acquisition in the U.S. (US) Tue 11-06
Cargill: chief financial officer to step down (US) Tue 11-06
Starbucks: Reports Record Q4 and Fiscal 2012 Results (US) Mon 11-05
Kellogg: Announces Third-Quarter Results (US) Mon 11-05
Ebro Foods: Net profit up 19 percent to 110 million EUR (ES) Sat 11-03
Sonneveld: successfully achieved unannounced AIB audit (NL) Sat 11-03


REZEPTE + IDEEN


Walnuss-Schokoladen-Biskuitrolle

Image Frankfurt. (08.11. / cwc) Insgesamt 40 Minuten benötigt die Herstellung der «Walnuss-Schokoladen-Biskuitrolle» aus der Ideenbäckerei der California Walnut Commission (CWC). Sicher ist das Rezept auf den professionellen Bedarf umzustellen. Doch wem Biskuitmassen oder/und Wiener Massen leicht von der Hand gehen, den wird das kaum stören, denn: Das vorweihnachtlich anmutende Ergebnis macht was her und ist sicher nicht in jeder Auslage zu finden. Das Rezept inklusive Herstellungsanleitung laden sich Interessenten als PDF-Datei direkt vom CWC-Server herunter.