Freitag, 1. März 2024

WB-45-2011

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 45. KW 2011 (05.11. bis 11.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/11archivphp/wb4511.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. BackWerk: Backwarenhändler entdeckt Bäckergastronomie
02. Coppenrath + Wiese: Markenstärke und Innovation sind der Schlüssel
03. Heberer: ist mit drittem Quartal 2011 sehr zufrieden
04. Das ging schnell: Jomo übernimmt Thurner Beugl
05. Wurzbacher Backhaus: kämpft gegen Liquiditätsengpass

TERMINE + EVENTS:
06. Immer aktuell: der «Brennpunkt Kasse»
07. Internorga 2012 ist ausgebucht
08. GFFA: Rund 50 Minister kommen zum Agrarministergipfel
09. Bäko Workshop 2011: über Emotionen zu Innovationen

MANAGEMENT + BETRIEB:
10. Anlagenbau: Auslandsgeschäft nimmt wieder Fahrt auf
11. McDonalds: eröffnet Kinderkrippe
12. Lieken: besteht McDonalds Energiemanagement-Audit
13. Elena: Der Weg für die Einstellung ist jetzt frei

MARKETING + VERKAUF:
14. Bio-Lebensmittel sind am deutschen Markt gut etabliert
15. UTZ Certified: verbucht deutlichen Zuwachs

PERSONEN + EHRUNGEN:
16. Schleswig-Holstein: ermittelt «beste Stollenbäcker 2011»
17. Klausberger: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
18. Spültechnik: Präsident geht neue Wege

BOOKMARKS + BOOKS:
19. Global Industry: Sara Lee in Talks to Sell EuroDough

REZEPTE + IDEEN:
20. Weizenmischbrot mit Sauerkraut


MARKT + UNTERNEHMEN


BackWerk: Backwarenhändler entdeckt Bäckergastronomie

Essen. (11.11. / bw) Anlässlich der Eröffnung des ersten BackWerks vor zehn Jahren in Düsseldorf fand die Jahreshauptversammlung 2011 des Franchise-Unternehmens Mitte Oktober in der Landeshauptstadt statt. Der Marktpionier und nach eigener Einschätzung Marktführer unter den SB-Bäckereien etablierte einen weltweit neuen Betriebstyp im Handel und baut seine Position weiter aus. Die aktuelle Geschäftsentwicklung zeige dies. Im laufenden Geschäftsjahr werden die nunmehr 215 Franchise-Partner mit ihren 286 Betrieben und insgesamt gut 2’000 Mitarbeitenden die Umsatzmarke von 150 Millionen Euro überspringen. Die System-Zentrale rechnet für 2011 mit einem Wachstumsschub von elf Prozent auf dann 153 Millionen Euro. Auf der bestehenden Fläche beträgt der Umsatzzuwachs fünf Prozent. Damit zählt BackWerk zur Spitzengruppe der Filialbäckereien in Deutschland. Den Erfolg des Marktpioniers spiegelt ebenso die erfreuliche Umsatzkurve wider. So stieg der durchschnittliche Umsatz je Partnerbetrieb von 538’000 Euro in 2007 auf 589’000 Euro in diesem Jahr. «Mit Brot und Brötchen wäre uns dieser Zuwachs allerdings nicht beschieden», räumt Geschäftsführer Dr. Dirk Schneider ein, «sondern dank der konsequenten Neuausrichtung auf den wachsenden Markt des Sofort-Verzehrs». Vor allem in den hoch frequentierten City-Lagen und an den Verkehrsmittel-Knotenpunkten erzielen BackWerk-Shops heute bis zu 50 Prozent des Umsatzes mit frischen Snacks und warmen und kalten Drinks. Kurzum: BackWerk entwickelt sich vom reinen SB-Backwaren-Discounter hin zum Backgastronomen. Da der Trend zum Außer-Haus-Verzehr nach allen Prognosen in den nächsten Jahren weiter zunimmt, vollzieht BackWerk derzeit – sukzessive – den Richtungswechsel auch im Ladenbau.

Coppenrath + Wiese: Markenstärke und Innovation sind der Schlüssel

Osnabrück. (11.11. / div) Martin Möllmann und Andreas Wallmeier, Geschäftsführer der Conditorei Coppenrath + Wiese, verkündeten in dieser Woche bemerkenswerte Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2010 und erlaubten sich am Standort Mettingen einen Ausblick auf 2011. So setzte Deutschlands drittgrößter Produzent tiefgekühlter Lebensmittel in 2010 insgesamt 333 Millionen Euro um und will den Gesamtumsatz im laufenden Geschäftsjahr auf 370 Millionen Euro steigern. Wachstumstreiber seien Markenstärke und Innovation, was von den Verbrauchern gerne angenommen werde, heißt es aus dem Tecklenburger Land – und die «Goldstücke». Der Absatz der tiefgekühlten Brötchen stieg 2010 um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neue Produkte würden «raketenartig» durchstarten und hätten ihren Teil zum Umsatzplus von insgesamt elf Prozent beigetragen. Seit 1997 gibt es Frühstücksprodukte aus Osnabrück und Mettingen, seit 2011 Desserts. Das Bestreben, Verbraucher vom Aufstehen bis zum Zubettgehen mit qualitativ hochwertigen Produkten zu begleiten, habe ebenfalls zum deutlichen Umsatzplus beigetragen. Das kommt nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland zunehmend gut an. So liegt die Exportquote aktuell bei rund 30 Prozent. Um die Nachfrage auch künftig bewältigen zu können, investiert Coppenrath + Wiese gerade 17 Millionen Euro in zwei neue Produktionslinien am Standort Mettingen – eine für Desserts, eine für Brötchen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen insgesamt rund 2’200 Mitarbeitende.

Heberer: ist mit drittem Quartal 2011 sehr zufrieden

Mühlheim / Main. (11.11. / wfh) Die Wiener Feinbäckerei Heberer zieht ein positives Fazit aus ihrem 120-jährigen Firmenjubiläum in diesem Jahr – und: Der Filialist konnte das operative Ergebnis im dritten Quartal 2011 mit 265’000 Euro erheblich um 56 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum verbessern (2010: 170’000 Euro). Kumuliert liegt das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2011 jetzt bei 2,854 Millionen Euro (2010: 2,206 Millionen Euro), was einer Steigerung von 30 Prozent entspricht. Erfreulich aus Sicht des Unternehmens ist auch die Umsatzsteigerung auf bestehender Fläche gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent, die den Kurs der nachhaltigen Optimierung der Filialstruktur bestätigt, heißt es aus Mühlheim am Main. Maßgeblichen Anteil an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung haben neue Produkte und Aktionen. «Bei uns kann der Kunde rund um die Uhr vielfältig, individuell und gesund essen», sagt Geschäftsführer Alexander Heberer. «Wir setzen hochwertige Rohstoffe ein und haben einen hohen Anteil an traditionell handwerklicher Fertigung. Zum Beispiel heben wir mehrere Sorten Brot wie vor 100 Jahren von Hand aus, weil das die Aromabildung unterstützt. An 50 Standorten kneten unsere Mitarbeiter den Teig vor den Augen der Kunden und backen die Brötchen auf Schamottstein. Das kommt sehr gut an». Mit rund 350 Filialen ist Heberer einer der führenden Filialisten im deutschen Bäckereimarkt. Die Filialen gliedern sich in die zwei wesentlichen Marken Wiener Feinbäckerei und Erster Wiener. Bei einer Produktionsmenge von rund 150 Millionen Stück setzte das Unternehmen in 2010 insgesamt 115 Millionen Euro um.

Das ging schnell: Jomo übernimmt Thurner Beugl

Steinberg-Dörfl / AT. (09.11. / div) Im September hatte die burgenländische Thurner Beugl GmbH Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war bereits vor Eröffnung des Sanierungsverfahrens an mögliche Investoren herangetreten, um mit diesen eine gesunde, finanzielle Basis für die Zukunft auszuloten (siehe WebBaecker 37/2011). Wie jetzt bekannt wurde, hat die Jomo Zuckerbäckerei Ges.m.b.H. aus Leobendorf – vor den Toren Wiens – in diesen Tagen Thurner Beugl übernommen. Jomo zählt in Produktion und Verwaltung 151 Mitarbeitende. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Produktion von Guglhupf, Rouladen, Kuchen, Schnitten, Linzeraugen und Muffins. Die Exportquote beträgt 50 Prozent. Neben Österreich beliefert Jomo alle angrenzenden europäischen Länder. Bevor Thurner Beugl vor dem Landesgericht Eisenstadt Insolvenz angemeldet hatte, wies das Unternehmen knapp 180 Beschäftigte aus. Spezialisiert auf gefülltes und ungefülltes Hefegebäck sowie Plundergebäck, zählt die Feinbäckerei neben Billa, Merkur, Penny, Spar Österreich, Hofer, Zielpunkt auch Netto Deutschland und Aldi Süd zu seinen Kunden. Vornehmlich eine präzise Ursachenforschung mit Blick auf die finanzielle Schieflage und die Nutzung von Synergieeffekten in Einkauf und Logistik sollen nun innerhalb eines Jahres dazu beitragen, aus Thurner Beugl eine Einheit zu formen, die auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht und als selbständige Gesellschaft am bestehenden Standort fortgeführt werden kann.

Wurzbacher Backhaus: kämpft gegen Liquiditätsengpass

Saale-Orla-Kreis. (08.11. / div) Die Wurzbacher Backhaus GmbH aus Thüringen hat vor dem Amtsgericht Gera Insolvenz angemeldet. Geschäftsführende Gesellschafterin ist Michaela Aberra aus Wurzbach. Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestimmte das Amtsgericht RA Kerstin Jeska-Zimmermann aus Gera. Im Einzugsgebiet Thüringen, Franken und Sachsen unterhält die Bäckerei 20 Filialen und beliefert rund 60 Netto-Märkte. Von der finanziellen Schieflage seien etwa 100 Mitarbeitende betroffen, berichtet die OTZ. 2006/2007 war der Betrieb als «Rennsteigbäckerei» in die Insolvenz geraten. Nachdem sich neue Investoren fanden, wurde das Filialnetz von 20 auf 34 Standorte deutlich erweitert, der Fuhrpark erneuert und der Investitionsstau sukzessive abgebaut. Der Aufwärtstrend endete 2009, als Supermärkte und Discounter begannen, eigene Backstationen zu installieren. Ein zunehmendes Preisbewusstsein der Konsumenten und teilweise explodierende Rohstoffkosten erschwerten das Geschäft zusätzlich. Als Reaktion darauf reduzierte das Wurzbacher Backhaus sein Filialnetz wieder auf 20 Standorte. RA Jeska-Zimmermann favorisiert bei der Sanierung des Unternehmens ein Insolvenzplanverfahren, weil die Situation des Backbetriebs mehr oder weniger aus einem «temporären Liquiditätsengpass» resultiert. Für den Ausstieg aus diversen Mietverträgen und die Optimierung der Zusammenarbeit mit dem neuen Kunden Netto habe man zunächst tief in die Tasche greifen müssen. «Wir stehen jetzt eigentlich gut da», gibt sich Michaela Aberra optimistisch. Wichtig sei, dass die Belegschaft jetzt bei der Stange bleibe. Löhne und Gehälter seien mindestens bis Ende 2011 gesichert.


TERMINE + EVENTS


Immer aktuell: der «Brennpunkt Kasse»

Hechingen. (11.11. / KMZ / goe) Die Kontrolle des Waren- und Geldflusses ist für Unternehmer und leitende Angestellte immer ein aktuelles Thema. Deshalb veranstalten die Systemspezialisten von KMZ-Kassensystem gemeinsam mit den Software-Experten von Goecom ein eintägiges Informationsseminar. Dafür sind drei Termine vorgesehen: 18. Januar, 19. Januar und 20. Januar. Der Kurs mit maximal zwölf Teilnehmern pro Tag findet bei KMZ in Hechingen statt. Die Veranstaltung beginnt jeweils um 10:00 Uhr und endet voraussichtlich um 16:00 Uhr. Die Kursgebühr beträgt 80 Euro. KMZ und Goecom wollen Ihnen alle Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie mehr Kontrolle über Ihren Waren- und Geldfluss innerhalb Ihres Betriebs erhalten. Das Thema erstreckt sich vom Finden von Differenzen über die Snackkontrolle bis hin zum Filialcontrolling schlechthin. Die Veranstaltung setzt nicht zwingend ein vorhandenes Warenwirtschafts- oder Kassensystem voraus.
Info: Interessenten haben die Wahl zwischen der Seminar-Anmeldung über KMZ und der Goecom,:::::.de/Events/events.php” >Seminar-Anmeldung über Goecom.

Internorga 2012 ist ausgebucht

Hamburg. (11.11. / hmc) Die Internorga 2012, 86. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, öffnet ihre Tore vom 09. bis 14. März auf dem Hamburger Messegelände. Zur Leitmesse für den Außer-Haus-Markt erwarten die Veranstalter über 1.200 Aussteller aus mehr als 25 Ländern und rund 100.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland. Ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt die Fachmesse, die nun ausgebucht ist.

GFFA: Rund 50 Minister kommen zum Agrarministergipfel

Berlin. (11.11. / igw) Die Welternährungslage bleibt angespannt. Von den aktuell rund sieben Milliarden Menschen hungern nach Angaben der Food and Agricultural Organization (FAO) derzeit 925 Millionen. Die Ernährungsversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung ist eine der dringendsten politischen Aufgaben unserer Zeit. Auf dem Weg zu Antworten sind dabei Bevölkerungswachstum, steigende Energie- und Rohstoffnachfrage, Klimawandel sowie die unterschiedliche Ressourcenausstattung, Struktur und Kultur der verschiedenen Länder zu beachten. Dabei hat die nachhaltige Landwirtschaft in allen Ländern eine Schlüsselfunktion in der Ernährungssicherung. Das Leitthema des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) vom 19. bis 21. Januar 2012 – «Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – Landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen» – greift deshalb die zentrale Rolle des Agrarsektors für die Weltgemeinschaft auf. Seit 2009 ist das GFFA in Berlin parallel zur Grünen Woche eine internationale Plattform für die Zukunftsfragen zur globalen Ernährungssicherung. Das Forum ist in seiner Art einzigartig und erfährt wachsende Resonanz. Rund 50 Agrarminister/innen aus aller Welt treffen hier mit den Spitzen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Vertretern von Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen und erörtern Probleme im Dialog. Gemeinsam wollen sie neue Lösungsansätze entwickeln, um die anstehenden globalen Herausforderungen zu bewältigen.

Bäko Workshop 2011: über Emotionen zu Innovationen

Köln. (09.11. / eb) Vier branchenspezifische Themen bildeten den fachlichen Rahmen des 23. Bäko Workshops, der in dieser Woche in Köln zu Ende ging. So beschäftigte sich der Kongress mit Chancen und Risiken alternativer Vertriebswege. Aktuelle Ernährungstrends und deren Bedeutung für das Brot von morgen wurden ebenso diskutiert und hinterfragt wie die repräsentative Studie «Brauche ich den Bäcker noch?», die eigens und exklusiv für den Workshop angefertigt wurde. Nicht zuletzt stellten erfahrene Backbetriebe – vor dem Hintergrund des allgemeinen Fach- und Lehrkräftemangels – ihr Ausbildungs- und Beschäftigungskonzept unter besonderer Berücksichtigung älterer Arbeitnehmer vor. Aufgelockert durch allgemeine, teils prominent besetzte Beiträge aus Wirtschaft, Wissenschaft, Humor sowie die Kongress-typischen Exkursionen zu spannenden Winkeln der Stadt hatte der Workshop in der Rhein-Metropole wieder einmal viele Anregungen zu bieten. Gut 420 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur Information, Unterhaltung und zum gepflegten Gespräch. Rund 45 Prozent davon kamen aus backenden Betrieben und den Backwaren-Sparten des Lebensmittel-Einzelhandels. Ausgerichtet wurde der führende Branchenkongress wie gewohnt von der Bäko Marken und Service eG in Bonn. Der 24. Bäko Workshop findet vom 04. bis 06. November 2012 in Ulm statt.

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MANAGEMENT + BETRIEB


Anlagenbau: Auslandsgeschäft nimmt wieder Fahrt auf

Arnstein. (10.11. / mi) Mit einem Gesamtumsatz von knapp 87 Millionen Euro konnte die Miwe Michael Wenz GmbH im Geschäftsjahr 2010 gut an das Wachstum vor der weltweiten Finanzkrise 2009 anknüpfen. Besonders die Auftragseingänge aus dem Ausland nahmen wieder deutlich an Fahrt auf. Der Gesamtumsatz stieg daher vor allem Export-getrieben gegenüber 2009 um 8,4 Prozent. Im Inland wurde die vorsichtige Jahresprognose um drei Prozent überschritten, der Jahresauftragswert von 2009 aber noch nicht ganz erreicht. Der Exportanteil lag 2010 bei etwa 47 Prozent. Im Auslandsgeschäft hat sich die Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern bewährt und die Zeichen stehen für die Bäckereianlagenbauer fast überall auf Wachstum. Nur in den besonders von der Finanzkrise betroffenen USA blieben die Umsätze leicht hinter den Erwartungen zurück, erreichten aber dennoch eine Steigerung gegenüber 2009. Zur Sicherung der Marktposition weitete das Unternehmen mit Hauptsitz im fränkischen Arnstein seine internationale Präsenz auch 2010 kontinuierlich aus. Änderungen in der Struktur von Vertrieb und Service-Desk sorgten zudem dafür, dass Miwe auf den Bedarf seiner Kunden noch zielgerichteter eingehen kann. Durch laufende interne Optimierungen – in der Fertigung, dem Auftrags-bezogenen Prozess und der kompletten Administration – konnten die Anlagenbauer weitere Verbesserungen erzielen. Die Investitionen beliefen sich 2010 auf insgesamt knapp 2,4 Millionen Euro. Darüber hinaus leistete das Unternehmen für geplante Erweiterungen und Verbesserungen Anzahlungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Für 2011 rechnen die Anlagenbauer mit einer weiteren Konsolidierung der Märkte und weiterem Wachstum besonders im Segment der industriellen Backwarenfertigung und der Backstationen.

McDonalds: eröffnet Kinderkrippe

München. (08.11. / mcd) Im Stadtteil Solln eröffneten Susanne Herrmann, Leiterin der Abteilung Kindertagesbetreuung im Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München, und McDonalds Personalvorstand Wolfgang Goebel in diesen Tagen eine neue Kinderkrippe. Im Nebengebäude der deutschen McDonalds Hauptverwaltung ist nun Platz für zwei Gruppen von jeweils zwölf Kindern unter drei Jahren. «Mit dem Anbau der Krippe unterstreichen wir unser Ziel, unseren Mitarbeitern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mehr Flexibilität zu bieten», sagt Goebel. Die Betreuungsstätte ist eine Kooperation des Unternehmens und der Stadt München. McDonalds Deutschland finanzierte den Bau der Krippe auf dem eigenen Gelände in Höhe von 500.000 Euro, während die Stadt die Trägerschaft übernahm. Die Plätze werden jeweils zur Hälfte durch die Stadt München und McDonalds vergeben. Bis zu 24 Kleinkinder ab acht Wochen werden in der Krippe von einem insgesamt achtköpfigen Team ganztags betreut. Die Kinderkrippe ergänzt das Betreuungsangebot des bereits seit 1993 bestehenden Kindergartens. Der benachbarte Anbau bietet jeweils zwei Schlaf- und Gruppenräume sowie eine eigene Küche und sanitäre Einrichtungen.

Lieken: besteht McDonalds Energiemanagement-Audit

Günzburg. (07.11. / lag) Die Lieken Brot- und Backwaren GmbH richtet die Produktion im Regierungsbezirk Schwaben immer stärker nach ökologischen und ökonomischen Aspekten aus. Die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft Det Norske Veritas (DNV) zeichnete den langjährigen McDonalds-Partner jetzt als einen der ersten Hersteller in der McDonalds Lieferantengemeinschaft am Standort Günzburg mit dem Energiemanagement-Zertifikat für nachhaltiges Lieferkettenmanagement aus – heißt es in einer ausführlichen Medienmitteilung. Ergänzung: Lieken erzeugt im Werk Günzburg etwa 55’000 Hamburger-Buns je Stunde. Der Großbäcker ist seit 1996 Teil der «Foodtown Günzburg». Mit einem Ausstoß von 400 Millionen Brötchen per Anno gilt Lieken Günzburg als der leistungsfähigste und modernste Betrieb seiner Art in Europa. Das Werk zählt knapp 90 gut ausgebildete Mitarbeitende.

Elena: Der Weg für die Einstellung ist jetzt frei

Berlin. (05.11. / bmwi) Das Gesetz zur Aufhebung von Vorschriften über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises (Elena) hat jetzt den Bundesrat passiert. Damit ist der Weg frei, um das Elena-Verfahren noch vor Jahresende einzustellen. «Die Einstellung ist eine gute Nachricht, vor allem für die durch Elena besonders belasteten kleinen Unternehmen. Die Wirtschaft wird von der zuletzt bestehenden Doppelbelastung durch Papierbescheinigungen und elektronische Meldungen befreit. Es bietet sich nun die Chance, aus den bei Elena gesammelten Erfahrungen zu lernen und ein praktikables und unbürokratisches Verfahren für die elektronische Übermittlung von Entgeltdaten zu entwickeln. Eine vollständige oder teilweise Massenspeicherung von Daten wie im Elena-Verfahren muss vermieden werden», heißt es aus dem BMWI. Das Elena-Verfahren regelt die elektronische Übermittlung von Entgeltdaten durch den Arbeitgeber an eine zentrale Speicherstelle. Der Bundestag hatte die zur Einstellung von Elena erforderlichen Gesetzesänderungen bereits Ende September beschlossen. Das Gesetz muss nun noch vom Bundespräsidenten ausgefertigt und anschließend im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Ab Inkrafttreten des Gesetzes am Tag nach seiner Verkündung sind die Arbeitgeber von den elektronischen Meldepflichten befreit. Es werden dann keine Arbeitnehmerdaten mehr angenommen und alle bisher gespeicherten Elena-Daten unverzüglich gelöscht.


MARKETING + VERKAUF


Bio-Lebensmittel sind am deutschen Markt gut etabliert

Bonn. (11.11. / gtai) Bio-Produkte stehen in Deutschland nach wie vor hoch in der Verbrauchergunst. Die Nachfrage nach biologisch erzeugten oder naturbelassenen Nahrungsmitteln entwickelte sich im deutschen Lebensmitteleinzelhandel im Verlauf des Jahres 2011 fortdauernd zufriedenstellend. Nach Einschätzungen von Produzenten und Händlern gelten die Wachstumsaussichten am Bio-Markt als weiterhin gut – berichtet Germany Trade + Invest (GTAI) in einer Übersicht. Das Produktsegment Bio-Lebensmittel bleibt ein interessanter Teilmarkt und ein Wachstumsfeld. Allerdings sollen die Umsatzanstiege in mittelfristiger Perspektive nicht mehr so hoch wie in den Vorjahren ausfallen. Doch nimmt die Nachfrage weiterhin zu, heißt es in der Zusammenfassung «Bio: Der Markt ist noch längst nicht an seinen Grenzen».

UTZ Certified: verbucht deutlichen Zuwachs

Amsterdam. (10.11. / utz) Die Nachfrage nach Kaffee, Tee und Kakao aus nachhaltigem Anbau nimmt weiter zu. UTZ Certified als eines der weltweit größten Nachhaltigkeitsprogramme kann für das dritte Quartal 2011 erhebliche Umsatzzuwächse verbuchen. Im Vergleich zu Januar bis September 2010 hat der Verkauf von nachhaltigem Kaffee im selben Zeitraum 2011 um 23 Prozent zugenommen, womit UTZ insgesamt auf ein Verkaufsvolumen von 105’757 Tonnen Kaffee kommt. Auch die Teeverkäufe sind deutlich gestiegen – um 74 Prozent auf 2’416 Tonnen. Der erst kürzlich registrierte UTZ-zertifizierte Kakao schoss auf 29’719 Tonnen – plus 149 Prozent. «Der stetige Zuwachs an verkauftem Kaffee, Tee und Kakao ist für uns sehr ermutigend. Produzenten von Lebensmitteln sind bereit, über künftige Einkäufe und langfristige Vereinbarungen zu diskutieren», sagt Han de Groot, geschäftsführender Direktor von UTZ Certified in Amsterdam. Mars Inc., einer der Gründungspartner des UTZ-Kakao-Programms, will für die in den Niederlanden verkauften Mars-Riegel ab 2012 nur noch UTZ-zertifizierten Kakao verwenden. Der Discounter Lidl hat sich verpflichtet, für seine Schokoladen-Eigenmarke zunächst einen zunehmenden Anteil und bis 2020 hierfür 100 Prozent UTZ-zertifizierten Kakao einzusetzen. Das gesamte Sortiment an schwarzem, grünem und weißem Tee, sowie Früchtetee und Rooibos von Ahold in den Niederlanden enthält einen immer größer werdenden Anteil von Teeblättern mit UTZ-Zertifikat. Die 65 Tee-Geschmacksrichtungen sollen nach und nach auf vollständig nachhaltigen Inhalt umgestellt werden.


PERSONEN + EHRUNGEN


Schleswig-Holstein: ermittelt «beste Stollenbäcker 2011»

Rellingen. (11.11. / bkv) Jetzt ist es amtlich: Joachim Lessau von der Bäckerei Braaker Mühle in Braak ist Schleswig-Holsteins bester Stollenbäcker 2011. Eine prominent besetzte Jury wählte seinen Butterstollen im Rahmen der offiziellen Stollensaison-Eröffnung im Kieler Holstentörn auf den ersten Platz. Platz 2 ging an Bäckermeister Dirk Baumgarten, Inhaber der Bäckerei Baumgarten e.K. aus Aumühle. Platz 3 teilten sich gleich drei Bäckereien: Stauch Ihr Bäcker GmbH + Co. KG aus Neustadt, Bäckerei Oliver Stäß aus Lübeck und Bäckerei Wegener UG aus Lütjenburg. Die fachkundigen Jurymitglieder – unter anderem Mathias Apelt, Küchenchef des Hotels «Kieler Kaufmann» und Peter Raabe, Landesinnungsmeister der Fleischer – bewerteten insgesamt 18 Stollen nach Aussehen, Geschmack, Geruch und Früchteverteilung. «Eine wirklich schwierige Aufgabe», sagt Raabe. «Denn die Stollen sind alle sehr gut und unterscheiden sich nur in Nuancen». Auch Holger Rathjen, Landesinnungsmeister der Bäcker Schleswig-Holsteins (BKV Nord), war zufrieden mit der Arbeit seiner Kollegen und lobte die Qualität der Handwerksstollen.

Klausberger: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Lübeck. (07.11. / ihk) Preisträger des erstmals verliehenen HanseBelt «Wirtschaft und Kultur» Preises 2011 sind die Bäckerei Klausberger in Eutin und neue impulse GründerCamp Lübeck GmbH. «Nach der Bewertung der Auswahlkriterien Nachhaltigkeit, Mitarbeitereinbindung, innovativer Ansatz und Teil der Unternehmenskultur haben gleich zwei Unternehmen die höchste Punktzahl erhalten – und somit gibt es zwei Gewinner», würdigt die IHK zu Lübeck die Leistungen der beiden Preisträger. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von jeweils 2.500 Euro verbunden. Die Bäckerei Klausberger konnte sich mit ihrem «Kultur Cafe Klausberger» und der Förderung von Personen und Institutionen der Kulturszene durchsetzen. Das Motto des Preisträgers lautet: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein». Es war ein ehrgeiziges Konzept, mit dem die Inhaber die Bäckerei in ein Eventhaus umgewandelt haben. «Die Einbindung ihrer Mitarbeiter hat Anja und Peter Klausberger vor große Herausforderungen gestellt, doch nach anfänglicher Skepsis waren alle von der Idee überzeugt», heißt es aus Schleswig-Holstein.

Spültechnik: Präsident geht neue Wege

Offenburg. (05.11. / itw) Die Sparte «Spültechnik EMEA+AP» im ITW Konzern braucht einen neuen Präsidenten: Ralf Hübner, seit elf Jahren für den Konzern tätig, ist zum 31. Oktober ausgeschieden, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Zur Spültechnik-Sparte des US-amerikanischen Konzerns gehört Hobart in Offenburg. Hübner war dort lange Jahre Geschäftsführer und hatte erst Mitte/Ende 2009 als Vize-Präsident von Hobart Europe die Verantwortung für internationale Geschäftsfelder übernommen. Die Trennung erfolgte einvernehmlich. Das Unternehmen würdigt ausdrücklich Hübners Engagement und Verdienste.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Sara Lee in Talks to Sell EuroDough

Hamburg. (bm) Sara Lee Corporation announced it is considering on an exclusive basis a binding offer from French Sagard Private Equity Partners for the sale of EuroDough – Sara Lee´s European chilled dough business – for a purchase price of 115 million Euro. EuroDough, headquartered in France, is the leading European chilled dough player with operations in Belgium, Denmark, Italy, France, Germany, Netherlands, Portugal and Sweden. Other topics of the week:

Title Region Date
Barry Callebaut: Solid and profitable growth in FY 2011 (CH) Fri 11-11
Burger King: Reports Third Quarter Results (US) Fri 11-11
Nestle: invests ten million EUR in Spain (CH) Fri 11-11
Flowers Foods: Announces Third Quarter Results (US) Fri 11-11
Krispy Kreme: Expanding Its Presence in the Philippines (US) Thu 11-10
Wendy´s: Company Reports Solid Q3/2011 Results (US) Thu 11-10
China: Government Approves Yum´s Offer for Little Sheep (US) Thu 11-10
AarhusKarlshamn: AAK Interim Report Q3/2011 (SE) Thu 11-10
Corner Bakery Cafe: Breaks into Northern California (US) Wed 11-09
Technomic: Names Seven Leading U.S. Restaurant Trends (US) Wed 11-09
ADM: Senior Executive Vice President to Retire (US) Wed 11-09
UTZ Certified: Q3/2011 Shows Significant Increase in Sales (NL) Wed 11-09
Sara Lee: in Talks with Sagard to Sell EuroDough (US) Tue 11-08
Agrana: consolidates presence in South Africa (AT) Tue 11-08
Lantmannen Unibake: start-up costs in Bedford hit profit (SE) Tue 11-08
Starbucks Reports Record Q4 and Fiscal 2011 Results (US) Mon 11-07
Kellogg Company: Reports Third Quarter 2011 Results (US) Mon 11-07
J+J Snack Foods: reports sales and earnings 2011 (US) Mon 11-07
Tate + Lyle: Half Year Results Announcement (UK) Sat 11-05
Ralcorp: Estimates FY 2011 Adjusted Diluted EPS of 5,21 USD (US) Sat 11-05
Einstein Noah: Reports Q3/2011 Financial Results (US) Sat 11-05


REZEPTE + IDEEN


Weizenmischbrot mit Sauerkraut

Image Isernhagen. (11.11. / is) Die außergewöhnliche Zusammensetzung der Zutaten verleiht diesem Brot seinen unvergleichlichen Geschmack, hieß es 2010 an dieser Stelle aus dem IsernHäger VorteigCentrum. Ein «bewährtes» Rezept also, sprechen doch die Downloadzahlen für sich. Und wie immer bei Rezeptvorschlägen aus Isernhagen, können Interessenten auch beim «Weizenmischbrot mit Sauerkraut» sicher sein, dass die Frischhaltung überdurchschnittlich ist. So sorgen Weizen- und Roggenmehl, eine dreistufige Sauerteigführung, Sauerkraut inklusive Saft und ein paar andere Zutaten – bei präziser Führung und geduldigem Ausbacken – für ein ebenso überdurchschnittliches Brotvergnügen. Das Rezept bezieht sich auf 100 Kilogramm Mehl, was bei einer TA 160 und einer TE von 850 Gramm rund gerechnet 227 Teiglinge ergibt.

ODS (19 KB): 0510-ISERN-SAUERKRAUTBROT.ODS
XLS (26 KB): 0510-ISERN-SAUERKRAUTBROT.XLS
PDF (159 KB): Weizenmischbrot_mit_Sauerkraut.pdf

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