WB-44-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 44. KW 2014 (25.10. bis 31.10.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Großbäcker: Mittelständler und Familienbetriebe prägen die Branche
02. Backwaren: Handel ist heute der größte Anbieter

TERMINE + EVENTS:
03. Richemont: seit 70 Jahren individuelle Branchenkurse
04. Nettolohnoptimierung: Was Sie als Arbeitgeber schnell umsetzen können
05. GFFA: 7. Global Forum for Food and Agriculture 2015
06. Alles für den Gast: und alles da in Salzburg – auch Kassensysteme
07. Internorga Zukunftspreis: Bewerbungsfrist läuft

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Halloren: meldet strategische Partnerschaft mit US-Investor
09. GoBD: Die Finanzverwaltung nimmt endlich Stellung
10. BIV: Gebühren für Hygienekontrollen weiter strittig
11. Marvin: Hilfe auf Knopfdruck dank «Rückruf-Service»
12. Ernährungsindustrie: Handelsbarrieren drücken auf Ertragslage
13. Dialog: In der Manege des Medienzirkus …
14. Großbäcker: kritisieren Gebühren für Regelkontrollen
15. Großbäcker: Sonntagsarbeit muss flexibel bleiben
16. Mindestlohn-Einführung: Bessere Vorbereitung gefordert

TRENDS + KONZEPTE:
17. ELEKOM: verzahnt General- und Fachplanung eng und effizient
18. Trendmonitor: Roboter in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie

MARKETING + VERKAUF:
19. Back-Duell: Mikado-Torte erzielte die höchste Punktzahl
20. Kanada: Lebensmittelbranche weiter auf Wachstumskurs
21. Verbraucherrechte: EHI bietet kostenfreien Leitfaden

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
22. Zum Weltvegantag: 900.000 Menschen in Deutschland leben vegan
23. Allergen-Pass für Kuchen: LMIV fordert genaue Kennzeichnung
24. EU-Verordnung zwingt Gastronomen Allergene offen zu legen
25. Online-Service: alle Produktinformationen nach LMIV

PERSONEN + EHRUNGEN:
26. Bester Bäcker: Sechs Finalisten kämpfen um den Titel

BOOKMARKS + BOOKS:
27. Global Industry: Tesco PLC announces new management team

REZEPTE + IDEEN:
28. Mehlreport: mit tollen Rezeptideen im Anhang


MARKT + UNTERNEHMEN


Großbäcker: Mittelständler und Familienbetriebe prägen die Branche

Düsseldorf. (27.10. / vdg) «Hersteller von Backwaren sind trotz Wachstum beim Umsatz und Verschiebungen der Marktanteile überwiegend Mittelständler und Familienunternehmen geblieben». Das betonte Prof. Dr. Ulrike Detmers, Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, in Gütersloh. Mit 47 Prozent Marktanteil 2012 im Absatzmarkt Backwaren seien kleine bis mittlere Hersteller bis zu zehn Millionen Euro Jahresumsatz gut vertreten. Unternehmen mit einem Umsatz zwischen zehn und 250 Millionen Euro kämen auf einen Anteil von 38 Prozent. Den restlichen Marktanteil in Höhe von 15 Prozent teilten sich die fünf größten Betriebe. «Das zeigt, dass die Hersteller von Backwaren überwiegend kleine und mittlere Betriebe sind, bei denen Eigentum und Leitung eine Einheit bilden. Die überwiegende Zahl der Hersteller sind Familienunternehmen». Ausgewählte Strukturdaten:

Unternehmen nach Größenklassen (in Millionen Euro)
Der Rückgang der Betriebszahl konzentriert sich fast ausschließlich auf Betriebe mit einem Umsatz von weniger als einer Million Euro, in allen anderen Größenklassen ist die Zahl der Unternehmen gestiegen.

. 2007 2008 2009 2010 2011 2012
bis 1 14.076 13.511 12.249 11.938 11.568 11.114
1-50 2.076 2.153 2.105 2.119 2.196 2.259
über 50 27 29 28 34 35 38
insgesamt 16.179 15.693 14.382 14.091 13.799 13.411
Quelle: Umsatzsteuerstatistik 2012 des Statistischen Bundesamts

Unternehmen, Umsätze und Marktanteile
Die rund 2.300 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Million Euro haben einen Marktanteil (MA) von 82 Prozent, die restlichen 18 Prozent entfallen auf rund 11.100 Unternehmen. Die 38 Unternehmen mit einem Marktanteil über 50 Millionen haben einen Marktanteil von 31 Prozent.

Größenklasse in Millionen Euro 2010 . . 2011 . . 2012 . .
. Unternehmen Umsatz MA Unternehmen Umsatz MA Unternehmen Umsatz MA
bis 1 12.249 3.509 21 11.938 3.445 20 11.114 3.298 18
1-50 2.105 8.559 50 2.119 8.744 51 2.259 9.550 52
über 50 28 4.921 29 34 5.207 30 38 5.745 31
insgesamt 14.382 16.988 100 14.091 17.396 100 13.411 18.594 100
Quelle: Umsatzsteuerstatistik 2012 des Statistischen Bundesamts

Backwaren: Handel ist heute der größte Anbieter

Düsseldorf. (27.10. / vdg) Deutschlands Verbraucher kaufen heute zwei von drei Broten im Supermarkt, der Lebensmittel-Einzelhandel ist inzwischen also faktisch der größte Anbieter von Qualitätsbackwaren in Deutschland. Die Discounter setzen verstärkt auf Backstationen. Das Wachstum der Backstationen für Brot und Backwaren im Handel hat sich verlangsamt, was auch ein Zeichen für eine allmähliche Sättigung ist. Einzelne Discounter und Handelshäuser haben sich parallel zur Ausweitung der Backstationen von den eigenen Vorkassen- Bäckereien getrennt. Ob dieser Trend anhält, vermag zurzeit niemand abschließend zu beurteilen, sagte Prof. Dr. Ulrike Detmers, Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, in Gütersloh. Backstationen sind eine vom Verbraucher akzeptierte Bereicherung des Angebots. Allerdings verändert sich das Angebot: Ein Teil der bisher im Brotregal angebotenen Brotsorten kommt jetzt über die Backstation, das Brotregal bietet ausreichend Platz für Spezialitäten. Der Anteil mediterraner und «exotischer» Spezialitäten wächst. Ciabatta, Fladenbrot und andere Sorten sind aus den Regalen kaum noch wegzudenken. Bei den Wellness-Produkten nimmt die Differenzierung zu. Roggen- und Vollkornbrot und natürlich auch Pumpernickel bleiben weiterhin im Trend. Die nach wie vor zunehmende Backwaren-Vielfalt hierzulande ist auch ein Grund dafür, dass Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verbrauch an Brot und Backwaren von rund 57 Kilogramm Brot und Brötchen zu den führenden Brotnationen der Welt gehört. Hinzu kommen fast 15 Kilogramm sonstige Backwaren und rund drei Kilogramm Backwarenprodukte.


TERMINE + EVENTS


Richemont: seit 70 Jahren individuelle Branchenkurse

Luzern / CH. (31.10. / rf) Seit 70 Jahren bietet das Richemont Kompetenzzentrum angehenden oder bereits gestandenen Berufsleuten Aus- und Weiterbildungen an. Wiederum hat die Fachschule das Kursprogramm 2015 angepasst und weiterentwickelt. Die Fachspezialisten unterrichten Sie in individuellen Lehrgängen, in neuen Techniken oder innovativen Kreationen. Neben den etablierten Angeboten bieten wir auch neue Kurse mit internationalen Gastreferenten an, wie zum Beispiel «3D-Schaustücke aus Sirupteig» mit Weltmeister Ciril Hitz oder holen Sie sich Inspirationen im Kurs «Französische Kleintorten und Patisserie» mit Jean-Michel Perruchon. Machen Sie sich fit für die neuen und zukünftigen Marktanforderungen und investieren Sie in Ihren Erfolg. Details zu sämtlichen Lehrgängen finden Sie unter richemont.cc.

Nettolohnoptimierung: Was Sie als Arbeitgeber schnell umsetzen können

Isernhagen / Hannover. (30.10. / ge) Die Personalkosten sind in fast allen Unternehmen eine der größten Aufwandspositionen. Dennoch sind Lohnanpassungen auf Mitarbeiterebene notwendig, um Beschäftigte weiter an das Unternehmen zu binden. Hier kann die Nettolohnoptimierung einen wichtigen Beitrag unter anderem zur Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen leisten, in dem die vom Gesetzgeber eingeräumten Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Aus diesem Anlass lädt die Gehrke Econ Steuerberatungsgesellschaft zu einer Informationsveranstaltung zur Nettolohnoptimierung am 20. November 2014 um 16:30 Uhr in den Räumen der Gehrke Econ Gruppe, Imkerstraße 5 in 30916 Isernhagen ein. Sie erhalten als Unternehmer Einblick über verschiedene Möglichkeiten der Nettolohnoptimierung. Die Mitarbeiter der Gehrke Econ Gruppe werden unter anderem Vor- und Nachteile aus Sicht der Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufzeigen sowie verschiedene Beispiele anführen, um die Auswirkungen zu verdeutlichen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Unternehmer darzustellen. Bei Interesse an dieser kostenfreien Informationsveranstaltung melden Sie sich bitte per E-Mail unter info@gehrke-econ.de an.

GFFA: 7. Global Forum for Food and Agriculture 2015

Berlin. (28.10. / igw) Unter dem Leitthema «Wachsende Nachfrage nach Nahrung, Rohstoffen und Energie: Chancen für die Landwirtschaft, Herausforderungen für die Ernährungssicherung?» findet vom 15. bis 17. Januar parallel zum Auftakt der IGW Internationalen Grünen Woche 2015 (16. bis 25. Januar) das 7. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Gezeigt werden soll, wo Chancen, Potenziale und Herausforderungen einer biobasierten Agrarwirtschaft unter der Prämisse der Ernährungssicherung liegen und wie eine nachhaltige, Ressourcen-schonende und Klima-gerechte Landwirtschaft der Zukunft vorstellbar ist. Veranstalter ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Alles für den Gast: und alles da in Salzburg – auch Kassensysteme

Salzburg / AT. (28.10. / re / KMZ) Wenn in Salzburg vom 08. bis 12. November 2014 die mit Abstand umfassendste, repräsentativste, hochkarätigste und damit bedeutendste Fachmesse für die Gastronomie und Hotellerie im Alpen-Donau-Adria-Raum auf dem Programm steht, lautet nicht nur der Messetitel «Alles für den Gast Herbst». Bei der Besucher-stärksten B2B-Fachmesse Österreichs bedeutet das auch «alles restlos belegt»: In der Tat füllt die Fachmesse bei ihrer 45. Ausgabe das Messezentrum Salzburg inklusive SalzburgArena einmal mehr bis auf den letzten Quadratmeter. Es heißt auch «alles da»: Mit rund 700 Ausstellern aus dem In- und Ausland ist die «Alles für den Gast Herbst» der größte Branchen-Marktplatz für die rund 46.000 erwarteten Fachbesucher aus Österreich und den Nachbarländern. Und es bedeutet «alles im Angebot»: Neben Nahrungs- und Genussmitteln, Küchen-, Großküchen- und Gastrotechnik, Einrichtung und Ausstattung für Restaurant und Hotel dreht sich an den fünf Messetagen alles um Kommunikation und Information, Berufsbekleidung, Betriebshygiene, Convenience, Franchisesysteme, Gastgärten / Wintergärten, Getränke, Hotelorganisation / EDV, Hoteltextilien und, und. Auch die Kassensystem-Fachleute der KMZ-Gruppe nehmen die Gelegenheit wahr, Kontakte zu Kunden und Interessenten in Salzburg zu pflegen. Zumal die Messe sowohl für Gastronomen als auch Bäckereien in Südbayern und Österreich fast ein Pflichttermin und Salzburg immer eine Reise wert ist. Geschäftsführer Oliver Buch von der KMZ Kassen Buch GmbH mit Sitz in Germering bei München bietet Interessenten und Kunden die komplette Vectron-Kassentechnologie am Vectron-Stand 317 in Halle 10 der Fachmesse. Die KMZ Geschäftsführer Sascha Kaierle und Murat Zorlu werden dem wichtigen Branchen-Event ebenfalls einen Besuch abstatten …

Internorga Zukunftspreis: Bewerbungsfrist läuft

Hamburg. (28.10. / hmc) Die Bewerbungsfrist für den Internorga Zukunftspreis 2015 hat begonnen. Der Preis ist im kommenden Frühjahr erneutes Highlight zum Auftakt der Leitmesse für den Außer-Haus-Markt und wird im Rahmen der festlichen Eröffnungsfeier verliehen. Zum ersten Mal wird der Preis auch in der Preiskategorie «Trendsetter Unternehmen – Artisan» ausgelobt. Hier werden Handwerksbetriebe ausgezeichnet, die traditionelles Handwerk mit dem Einsatz innovativer Technologien und nachhaltigem Wirtschaften verbinden. Der unabhängige Preis hat sich seit seiner Premiere 2011 binnen weniger Jahre zu einer anerkannten Branchen-Auszeichnung entwickelt.


MANAGEMENT + BETRIEB


Halloren: meldet strategische Partnerschaft mit US-Investor

Halle / Saale. (31.10. / hag) Während der deutsche Schokoladenmarkt nahezu gesättigt ist, gibt es im Ausland noch einiges an Potential, schreibt die Halloren Schokoladenfabrik AG in der Ankündigung einer strategischen Partnerschaft mit einem US-Investor. Demnach wird Charlie Investors SARL 50 Prozent (minus einer Aktie) der Anteile an Bouchard Daskalidès NV übernehmen, einer hundertprozentigen Tochter der Hallenser. Im Gegenzug beteiligte sich Halloren zu 25 Prozent an der US-Vertriebsgesellschaft Charlie Distribution Company LLC. «Mit dieser strategischen Partnerschaft schaffen wir die besten Voraussetzungen, um unsere Wachstumsziele in Asien und Amerika zu sichern», sagt der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé von Halloren. Durch den direkten Zugang zu den lukrativen Exportmärkten soll der Umsatz der über 200 Jahre alten Schokoladenfabrik bis zum Jahr 2018 von 120 auf 300 Millionen Euro steigen. Lellé ist von dieser Strategie überzeugt: «Durch die Partnerschaft setzen wir unsere Auslandsstrategie konsequent fort, die nötig ist, um nachhaltig zu wachsen. Dabei setzen wir gezielt auf Beteiligungen oder den Zukauf von Unternehmen, die unser Produktportfolio optimal ergänzen». Deshalb hatte Halloren bereits 2011 mit Steenland Chocolate einen niederländischen Hersteller von Schokoladenmünzen unter dem Konzerndach versammelt und im letzten Jahr mit Bouchard einen der renommiertesten Pralinen- und Schokoladenhersteller Belgiens für seine Expansionspläne gewonnen. Zum Sortiment des belgischen Traditionsunternehmens zählen hochwertige Pralinenspezialitäten und Napolitains, die bereits jetzt weltweit exportiert werden.

GoBD: Die Finanzverwaltung nimmt endlich Stellung

Isernhagen / Hannover. (30.10. / ge) Die betrieblichen Abläufe in den Unternehmen werden ganz oder teilweise unter Einsatz von Informations- und Kommunikations-Technik abgebildet. Auch die nach außersteuerlichen oder steuerlichen Vorschriften zu führenden Bücher und sonst erforderlichen Aufzeichnungen werden in den Unternehmen zunehmend in elektronischer Form geführt. Darüber hinaus werden in den Unternehmen zunehmend die aufbewahrungspflichtigen Unterlagen in elektronischer Form aufbewahrt. Aufgrund dieser sich in den letzten Jahren stark veränderten tatsächlichen Gegebenheiten stieg die allgemeine Unsicherheit gegenüber der Finanzverwaltung. Bisher wurde nicht ausreichend und nur sehr unübersichtlich in verschiedenen Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) berichtet, wie eine elektronische Buchführung aussehen kann oder muss, was und wie digitale Daten aufbewahrt und archiviert werden müssen und wie weitreichend der Datenzugriff durch die Finanzverwaltung ist. Nun wurde der Druck auf die Finanzverwaltung immer höher und der Ruf nach einer Stellungnahme zur Beseitigung der Unsicherheit beim Steuerpflichtigen immer lauter. Bereits am 11. April 2014 hatte das den bisher letzten Entwurf eines neuen BMF-Schreiben veröffentlicht, in dem die neuen sogenannten «GoBD’s – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff» geregelt werden. Nach unseren letzten Informationen wird sich dieser letzte Entwurf in dieser Fassung wohl durchsetzen, sodass mit einer baldigen Veröffentlichung in einem BMF-Schreiben zu rechnen ist. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, steht Ihnen die Gehrke Econ Gruppe unter Tobias.Ostermeier@gehrke-econ.de gern zur Seite. Oder fordern Sie einfach unter dem Stichwort «GoBD» den Entwurf des BMF-Schreibens kostenlos bei den Fachleuten aus Isernhagen und Hannover an.

BIV: Gebühren für Hygienekontrollen weiter strittig

Hannover. (29.10. / biv) Die Bäckerei-Unternehmen in Niedersachsen geben ihren Widerstand gegen die vom Verbraucherschutzminister Christian Meyer forcierte neue Gebührenordnung (GOVV) nicht auf. Durch sie werden künftig die routinemäßigen Hygienekontrollen der staatlichen Gewerbeaufsicht kostenpflichtig. Sie werde noch in diesem Jahr umgesetzt, bestätigte die zuständige Referatsleiterin im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), Dr. Andrea Luger, bei der Fachtagung «Lebensmittelsicherheit und betriebliche Hygiene» des Bäckerinnungsverbands (BIV) Niedersachsen/Bremen in Hannover. Laut Luger setze das Ministerium mit der GOVV die europäische Rechtslage in niedersächsisches Recht um. Auch der Landesrechnungshof habe bereits die Gebührenerhebung für Lebensmittelkontrollen angemahnt. Landesinnungsmeister (LIM) Karl-Heinz Wohlgemuth beschrieb die aufgebrachte Stimmung in der Branche und kündigte erneut den geschlossenen Widerstand der vom BIV vertretenen Handwerksbäckereien an, wobei er ausdrücklich auch die Ausschöpfung des Rechtsweges nicht ausschloss. Nach Auffassung des BIV und des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) gebe die derzeitige europäische Rechtslage weder eine Pflicht zur Kostendeckung des Behördenhandelns noch eine Vorschrift zur Gebührenerhebung für die Routinekontrollen der Gewerbeaufsicht her. Die Landesregierung habe trotz intensiven Bemühens seitens des niedersächsischen Lebensmittelhandwerks keinerlei Entgegenkommen gezeigt. Er registriere «voller Sorge», sagte Wohlgemuth, dass die mangelnde Bereitschaft zum Konsens seitens der Landesregierung die Kommunikationskultur nachhaltig negativ belaste (Volltext).

Marvin: Hilfe auf Knopfdruck dank «Rückruf-Service»

Kronau. (29.10. / goe) Wer auf den Goecom-Seiten stöbert, findet unter «Events» einige «Stimmen und Meinungen» zu den Seminaren der Software-Experten. Da heißt es zum Beispiel: «Die Schulung (…) hat uns einen besseren Einblick in das komplexe Programm von Marvin gegeben. Wir haben Anregungen bekommen, werden diese in Angriff nehmen. Fragen wurden sehr kompetent und umgehend beantwortet (…). Ebenso bekommt man immer bei der Hotline umgehend Hilfe». Stellungnahmen wie diese haben Goecom veranlasst, darüber hinaus in die Bäckerei-Software Marvin einen speziellen «Rückruf-Service» einzubauen. Die Funktion kann jederzeit über das Hauptmenü unter dem Menüpunkt «?» aufgerufen werden. Hier können Sie Ihr Anliegen schnell formulieren und per E-Mail direkt an den Goecom-Support versenden. Alle für Ihre Anfragen nötigen Informationen werden dabei automatisch vom Programm ergänzt. Kompetente Bearbeitung respektive Rückmeldung innerhalb der Geschäftszeiten gewährleisten Ihnen eine schnelle Hilfe bei allen auftretenden Aufgabenstellungen zu Marvin. Nutzen Sie diese einfache alternative Möglichkeit zum Telefonat, um die Goecom-Hotline zu kontaktieren.

Ernährungsindustrie: Handelsbarrieren drücken auf Ertragslage

Berlin. (29.10. / bve) Die Unternehmen der Ernährungsindustrie erwirtschafteten im August 2014 mit einem Umsatzergebnis von 13,7 Milliarden Euro gut 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Durch sinkende Verkaufspreise im In- und Ausland sank der Branchenumsatz real noch um 5,4 Prozent. Das macht den August zum bisher wachstumsschwächsten Monat der Lebensmittelhersteller; mit ausschlaggebend ist die mäßige Produktionsentwicklung. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Aber auch dem Exportgeschäft als Ertragsstütze der Branche fehlten im August nötige Wachstumsimpulse, hinzu kamen zunehmende Handelsbarrieren in Drittländern wie Russland. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Lebensmittelexporte um 3,6 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Fehlendes Wachstum, steigender Wettbewerb und ein hohes Kostenniveau drücken empfindlich auf die Ertragslage der Lebensmittelhersteller, schreibt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Das Konsumklima in Deutschland hält sich hingegen auf hohem Niveau – trotz zunehmender konjunktureller Unsicherheiten. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher trübten sich im Oktober nicht weiter ein und die Einkommensaussichten verbesserten sich bei guter Beschäftigungslage wieder. Stabile private Konsumausgaben können der Binnenkonjunktur wichtige Impulse geben, hier wirkt sich die geringe Teuerung positiv aus. Im September 2014 blieben die Preise für Lebensmittel und die allgemeinen Lebenshaltungskosten gegenüber September 2013 stabil. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Lebensmittelpreise um 0,9 Prozent und die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.

Dialog: In der Manege des Medienzirkus …

Berlin. (28.10. / bll) Wie verhalte ich mich richtig im «Medienzirkus», was muss ich bei meinem Auftritt in der Manege beachten? Die beiden Spitzenverbände der Ernährungswirtschaft, BVE und BLL, haben gemeinsam drei Videoclips im Zeichentrick-Stil produziert, die auf unterhaltsame Weise Tipps geben für die «Krisenkommunikation», die «Interviewsituation» und den «Talkshowauftritt». So muss man sich bei der Zusage zu einer Talkshow im Klaren sein, dass man eine zugewiesene Rolle in einem fertigen Drehbuch spielt. Die Kunst ist, den eigenen Part zu begreifen, die anderen Teilnehmer genau zu analysieren und sich Verbündete zu suchen. Während der Diskussion zählen in erster Linie Sprachbilder, die die Zuschauer auf emotionaler Ebene erreichen. Auch bei einem Interview kommt es auf klare Botschaften an, weil man oft nur auf wenige Sätze reduziert wird. Bei einem Printmedium sollte man in jedem Fall das Recht auf Autorisierung wahrnehmen. Das Schlagwort für Krisenkommunikation ist Glaubwürdigkeit. Ein Leitfaden für mögliche Krisen, Ehrlichkeit, Offenheit und vor allem Schnelligkeit in der Kommunikation sind die wesentlichen Kernpunkte.

Großbäcker: kritisieren Gebühren für Regelkontrollen

Düsseldorf. (27.10. / vdg) Als «absurd und wettbewerbsverzerrend» bezeichnet die Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, Prof. Dr. Ulrike Detmers die Kostenpflicht für Regelkontrollen in Niedersachsen. «Die Polizei verlangt doch von Ihnen bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle auch keine Gebühren, wenn Sie sich völlig regelkonform verhalten!». Durch diesen Alleingang würden niedersächsische Unternehmen gegenüber ihren Wettbewerbern in anderen Bundesländern und anderen EU-Mitgliedstaaten benachteiligt. Der Verband unterstütze uneingeschränkt Kontrollen und bei Beanstandungen sollten auch Gebühren erhoben werden. Zur Sicherheit eines Produkts gehöre eben auch eine sichere Produktion. «Hygiene ist das A und O bei unserer Arbeit. Die meisten Großbäckereien sind nach den höchsten Qualitätsstandards des IFS zertifiziert». Doch das Zertifikat sei kein Grund, sich zurückzulehnen, denn Hygieneansprüche seien nie auf Dauer gelöst, sondern müssten jeden Tag neu gesichert werden. «Wer nur an einem Tag, in einer Schicht nachlässt, der wird die Konsequenzen möglicherweise sehr schnell spüren», sagte Detmers in Gütersloh. 2013 habe der Verband mit dem International Food Standard und Zertifizierern in einem Modellprojekt für Einzelhandel und Backbetriebe ein Prüfsystem erarbeitet, das allen Beteiligten, allen voran den Verbrauchern, nachprüfbar Sicherheit garantiere. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass der beschrittene Weg richtig sei.

Großbäcker: Sonntagsarbeit muss flexibel bleiben

Düsseldorf. (27.10. / vdg) Die Großbäckereien in Deutschland kritisieren Pläne, nach denen der Gesetzgeber die Sonntagsarbeit weniger flexibel gestalten will. Prof. Dr. Ulrike Detmers, Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, befürchtet hierdurch eine erhebliche Einschränkung der Arbeit, besonders die der Filialbäckereien. «Das Backen von Brot ist ein kontinuierlicher Prozess, der am Samstag und/oder Sonntag nicht einfach unterbrochen werden kann. Die Verbraucher erwarten auch am Montagmorgen frisches Brot und frische Brötchen – und das erfordert Zeit für die Herstellung, aber auch für die Auslieferung an die Verkaufsfilialen, die in strukturschwachen Gebieten oft das einzig verbliebene «Geschäft im Dorf» darstellen», sagte sie in Gütersloh. In diesem Punkt sieht Detmers große Übereinstimmung mit dem Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks. Unabhängig vom intensiven Wettbewerb zwischen großen und kleinen Bäckereien, zwischen Filial- oder Lieferbäckereien gebe es viele Punkte, die die gesamte Branche betreffen. Weitere Felder einer möglichen Zusammenarbeit seien das Lebensmittelrecht, die Beschleunigung der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen, die Nachwuchssicherung und andere soziale Themen.

Mindestlohn-Einführung: Bessere Vorbereitung gefordert

Berlin. (25.10. / hde) Der jetzt öffentlich gewordene Mangel an Personal zur Kontrolle des Mindestlohns zeigt, dass die Bundesregierung auf die Einführung zum Jahreswechsel nicht ausreichend vorbereitet ist. Das macht einmal mehr deutlich, dass eine Verschiebung dieses ökonomischen Freiland-Experiments die bessere Lösung gewesen wäre, schreibt Heribert Jöris, Geschäftsführer beim Handelsverband Deutschland (HDE). Nur so wäre allen Beteiligten eine optimale Vorbereitung möglich gewesen. Dort wo ab dem 01. Januar Kontrolleure auftauchen, ist ein fairer und angemessener Umgang mit den Unternehmen gefordert. Der Zoll darf im Handel nicht wie auf den Baustellen üblich im Kampfdress und mit Pistole die Kunden verschrecken. Hier muss die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Außerdem ist die Rechtslage in Sachen Mindestlohn alles andere als übersichtlich oder einfach. Wie sich im Vorfeld bereits in einschlägigen Fachzeitschriften zeigt, werden die Vorschriften zum Teil erheblich unterschiedlich ausgelegt. Selbst das Bundesministerium für Arbeit und Soziales musste seine Broschüre an einigen Punkten überarbeiten, weil rechtliche Positionen nicht mehr haltbar waren. Der Handel und seine Unternehmen brauchen jetzt dringend Rechtssicherheit. Amtliche Informationen und die Auslegung der Vorschriften müssen aus einem Guss sein. Ein drohendes Broschüren-Sammelsurium von Zoll, Ministerium, Rentenversicherung und Mindestlohn-Geschäftsstelle würde nur immer neue Fragen aufwerfen und nicht zur Klärung des Durcheinanders beitragen.


TRENDS + KONZEPTE


ELEKOM: verzahnt General- und Fachplanung eng und effizient

Buchholz / Nordheide. (31.10. / ele) In der Nachbereitung der Südback hat sich für ELEKOM Technik das Thema «Bauen aus einer Hand» als Kernpunkt der Nachfrage herauskristallisiert. Natürlich erfragten Interessenten auch einzelne Bausteine wie etwa Betriebsoptimierung, Produkt- und Warenströme oder Beratung zu An- und Umbauten. Diese oft mit Erweiterungen einhergehenden Veränderungen sollen möglichst aus einer Hand geliefert werden. «So können wir eine allfällige Fehlerquote senken und die Schnittstellen zwischen Produktionsplanung und Bauplanung weiter optimieren», sagen Alberto Baptista und Cornelius Schlattner aus Buchholz in der Nordheide. Die gezielte Erweiterung der Kompetenzfelder von ELEKOM trägt erste Früchte, und: Künftig wird es aufgrund immer komplexer werdender Techniken und steigender gesetzlicher Anforderungen immer wichtiger, General- und Fachplanung eng miteinander zu verzahnen. Baptista: «Durch die Integration entsprechender Fachleute haben wir Schnittstellen reduziert und unsere Strukturen gestrafft. Für sämtliche Bereiche wie Betriebsoptimierung, Produktions- und Tragwerksplanung, Brandschutz, Bautechnik und Technische Gebäudeausstattung haben wir Fachleute, die bereits in frühen Phasen zur Planung beitragen und so eventuelle Komplikationen rechtzeitig erkennen und vermeiden». Wie die Ingenieurkonzepte aus Buchholz auch für Ihren Fachbetrieb perfekt aufgehen, können Sie in aller Ruhe nachlesen in einer ausführlichen Broschüre (PDF), die Ihnen ELEKOM gerne unverbindlich per E-Mail zukommen lässt.

Trendmonitor: Roboter in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Frankfurt. (29.10. / dlg) Roboter sind schon seit längerem nicht mehr aus der modernen Lebensmittel- und Getränkeindustrie weg zu denken, wobei sie dort lange Zeit aber vornehmlich «fürs Grobe» eingesetzt wurden. Infolge wegweisender Fortschritte in Wissenschaft und Technik hat sich dieses Bild rasant gewandelt. Der DLG-Arbeitskreis Robotik hat in einem Trendmonitor untersucht, welche Rolle Roboter heute in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie spielen. 98 deutsche und österreichische Unternehmen beteiligten sich an dem DLG-Trendmonitor «Roboter in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie», der zum ersten Mal durchgeführt wurde. Die Umfrage zeigt, dass Roboter am häufigsten in Betrieben der alkoholischen und alkoholfreien Getränkeindustrie eingesetzt werden, gefolgt von Betrieben aus den Bereichen «Backwaren», «Milch, Milchprodukte und Käse» sowie «Fleisch/Geflügel». Aber auch in diesen Branchen gibt es nach Angaben der Unternehmen weiteres Anwendungspotenzial. Werden in einem Betrieb bereits Roboter eingesetzt, so wurde nach deren Anzahl gefragt: Während in einem Drittel der Betriebe derzeit ein einziger Roboter zum Einsatz kommt, gibt es auch solche, in denen 20 und mehr Roboter ihren Dienst tun. Von den 41 Betrieben, die angegeben hatten, dass sie bereits Roboter einsetzen, gaben 19 zu Protokoll, dass sie beabsichtigen, weitere Roboter zu installieren. Es zeigt sich dabei, dass positive Erfahrungen mit dem Einsatz von Robotern die besten Fürsprecher sind (Volltext).


MARKETING + VERKAUF


Back-Duell: Mikado-Torte erzielte die höchste Punktzahl

Bad Driburg. (30.10. / gb) Auch in diesem Jahr luden Goeken Backen und Radio Hochstift Hobbybäcker und -bäckerinnen zu einem Back-Duell. Das Finale fand am Tag der Deutschen Einheit in der Goeken Backgalerie statt. Wer sich das kleine Video zum Event ansieht, dem ist schnell klar: Vermissen möchten die Menschen in und um Bad Driburg «ihr» Back-Duell nicht mehr – das es geschafft hat, binnen kürzester Zeit zu einer Institution zu werden im Kreis Höxter. Bei der dritten Ausgabe ging es um Kirschen. 19 verschiedene Kuchen und Torten mit Kirschen kamen auf den Tisch. Jeder eine Klasse für sich und hin und wieder auch eine kleine Sensation dabei. Jedenfalls hatte es die Jury um Matthias Goeken an diesem Tag nicht leicht. Wichtiges Kriterium war auch in diesem Jahr die handwerkliche Umsetzung der Kreationen, denn der Gewinner-Kuchen schafft es ins Sortiment der Bäckerei. Am Ende konnte eine hübsche Mikado-Torte aus Altenbeken die Jury am meisten überzeugen. Die Kombination aus dunklem Biskuit-Boden, Kirschen, Kokos-Sahne und Schokoladen-Haube erzielte die höchste Punktzahl.

Kanada: Lebensmittelbranche weiter auf Wachstumskurs

Toronto / CA. (30.10. / gtai) Die Aussichten für die kanadische Lebensmittelindustrie bleiben positiv. Die Nachfrage nach Bio-Erzeugnissen soll stärker zulegen und die USA sind das mit Abstand wichtigste Lieferland. Jedoch könnte das geplante Freihandelsabkommen mit der EU die Absatzchancen für europäische Anbieter verbessern – schreibt Germany Trade + Invest (GTAI) im Marktbericht «Kanadische Lebensmittelbranche weiter auf Wachstumskurs». Deutschland exportierte 2013 Lebensmittel im Wert von 269 Millionen Kanadischer Dollar (CAD) nach Kanada – plus elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dank der kontinuierlich wachsenden Bevölkerung sowie steigender Haushaltseinkommen in Kanada dürfte die Nachfrage nach Lebensmitteln in den kommenden Jahren im Schnitt um drei Prozent pro Jahr zulegen, sagen Branchenkenner. Daneben wird die Produktpalette vermutlich an Vielfalt gewinnen, um die kulinarischen Präferenzen der Zuwanderer besser zu bedienen. Der Gesamtumsatz in der Lebensmittelindustrie belief sich 2013 auf 110 Milliarden CAD (etwa 80 Milliarden Euro). Die Verkäufe von lokal produzierten Lebensmitteln stiegen um drei Prozent auf 89 Milliarden CAD. Die Branche ist damit eines der wachstumsstärksten Segmente des produzierenden Gewerbes. In den ersten sechs Monaten 2014 nahmen die Umsätze im Inland gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sogar um fast sieben Prozent auf 46 Milliarden CAD zu. Etwa zwei Drittel der kanadischen Lebensmittelimporte stammen aus den USA. Weitere wichtige Lieferländer sind die VR China, Thailand, Brasilien und Italien. Deutschland findet sich in diesem Ranking auf Platz 7 wieder. Die Bezüge verzeichneten 2013 ein Plus von elf Prozent auf 269 Millionen CAD. In den ersten sieben Monaten 2014 legten die Importe um 17 Prozent auf 157 Millionen CAD zu. Interessant: Kanada bezieht vor allem Süß- und Backwaren aus Deutschland.

Verbraucherrechte: EHI bietet kostenfreien Leitfaden

Köln. (25.10. / ehi) Die neue europäische Verbraucherrechte-Richtlinie (VRRL) – seit Juni in Kraft – ruft bei vielen Händlern immer noch Verunsicherung hervor. Hunderte Onlineshop-Betreiber sind dem Aufruf des EHI Retail Institutes und der IT-Recht Kanzlei gefolgt und haben ihre Fragen gestellt. Daraus ist ein umfangreicher Leitfaden entstanden mit praxisrelevanten Lösungsvorschlägen von Händlern für Händler, den Shopbetreiber kostenlos verwenden können, um ihre Kaufprozesse rechtskonform und gleichzeitig verbraucherorientiert zu gestalten. Im neuen Leitfaden zum neuen Widerrufsrecht (PDF) gibt es zahlreiche Beispiele aus der Praxis und Handlungsempfehlungen, so zum Beispiel zum Umgang mit Kunden, die Waren ohne Angabe von Gründen oder unfrei zurücksenden, zu Fragen des Wertersatzes oder wer das Versandrisiko trägt. «In unserem Leitfaden zeigen wir anschauliche Beispiele zu komplizierten Rechtsfragen und schlagen Muster-Formulierungen vor. Das Dokument ist keine Paragrafenschlacht, es soll vielmehr eine praktische Hilfestellung für das tägliche Geschäft sein», sagt Julian Wirtler, EHI Geprüfter Online-Shop. Grundsätzlich ist das neue Verbraucherrecht inklusive Widerrufsrecht und -belehrung eine positive Entwicklung, weil es eine deutlich klarere Rechtslage beschreibt und auf eine Harmonisierung im europäischen Markt abzielt. Sollte es dennoch zu Streitfragen kommen, bleibt die wichtigste Empfehlung der Rechtsexperten, dass in vielen Fällen durch Kulanz und geschickte Kommunikation mit den Verbrauchern auch wirtschaftlich mehr zu gewinnen ist als durch Beharren auf der eigenen Rechtsposition.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Zum Weltvegantag: 900.000 Menschen in Deutschland leben vegan

Berlin. (31.10. / vebu) Der Weltvegantag am 01. November feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat erhoben, dass in Deutschland aktuell rund 900.000 Menschen vegan leben. Die Wirtschaft reagiert auf diesen Trend. Anbieter von Lebensmitteln und Konsumgütern stellen sich auf die Zielgruppe ein und bieten eine immer vielfältiger werdende Produktpalette pflanzlicher Alternativen an. Ausschlaggebend für die Entscheidung, sich vegan zu ernähren, sind Themen wie Tierrechte und Tierschutz, außerdem Gesundheit und Fitness sowie der Wunsch nach aktivem Klima- und Umweltschutz. Ein weiterer Aspekt ist das Welthungerproblem, das in direktem Zusammenhang mit dem hohen Konsum von Fleisch und anderen Produkten tierischen Ursprungs steht. «Die jüngere Generation ist heute offener für Tierschutzthemen und Nachhaltigkeit und lebt diese Werte jeden Tag mit Messer und Gabel», sagt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbunds Deutschland (VeBu), in einer Mitteilung, die auch für Nicht-Veganer interessant ist.

Allergen-Pass für Kuchen: LMIV fordert genaue Kennzeichnung

Köln. (29.10. / gs1) Der europäische Gesetzgeber will Verbraucher besser schützen – auch beim täglichen Einkauf von Brot und anderen Backwaren. So müssen Bäckereien ihre Kunden laut Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV) unter anderem über potenzielle Allergieauslöser wie glutenhaltiges Getreide, Ei, Soja oder Milch informieren – und die Inhaltsstoffe jedes einzelnen Croissants und Kuchenstücks dazu detailgenau dokumentieren. «Auf alle Bäcker kommt eine enorme Fleißarbeit zu», sagt Frieder Francke, Inhaber einer Bäckerei mit mehreren Filialen im sächsischen Torgau. Allein in seinem Betrieb werden derzeit rund 200 Rezepturen elektronisch dokumentiert – eine Aufgabe, die Francke mithilfe eines Computerprogramms bewältigt. Das Online-Portal der Bäko Zentrale Nord vernetzt die Daten von Zulieferern, Herstellern und Händlern. «So wissen wir zum Beispiel, aus welchen Einzelzutaten das Zitronat für unseren Torgauer Stollen zusammengesetzt ist. Ändert sich bei den Lieferanten etwas an der Rohstoffkombination, können wir das auf Knopfdruck aktualisieren». Die vielfältigen Produktinformationen müssen laut LMIV in schriftlicher Form bereitgehalten werden. Francke favorisiert die sogenannte Kladdenlösung, soll heißen: Die Daten werden ausgedruckt, in einem Hefter zusammengefasst und an die Filialen verteilt. «Auf Wunsch können die Kunden dann genau nachlesen, was in den Produkten steckt und ob eventuell Allergene enthalten sind». Wie genau nicht vorverpackte Ware wie Brot und Kuchen gekennzeichnet werden muss, regelt die nationale Durchführungsverordnung zur LMIV. Ihr Umsetzungstermin steht jedoch noch nicht fest. Sicher ist aber, dass eine ausdrückliche Kennzeichnung von Allergenen vorgesehen ist (Volltext).

EU-Verordnung zwingt Gastronomen Allergene offen zu legen

Köln. (29.10. / gs1) Ab Dezember 2014 gilt die Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV) – und stellt Gastronomiebetriebe vor völlig neue Herausforderungen. Auch der Frankfurter Caterer Bumb Junior hat sich mit den anstehenden Aufgaben auseinandergesetzt. So muss der Gast künftig bereits vor der Bestellung erkennen können, was in einem Gericht steckt. Die Angaben sind schriftlich zu dokumentieren – spontane Rezeptänderungen scheiden damit aus. «Wir werden für jedes Gericht eine Rezeptur in einem elektronischen System hinterlegen», sagt Inhaberin Britta Hirsch, die in der Bankenmetropole ein Business-Restaurant betreibt. Die geforderten Angaben zu Inhaltsstoffen und möglichen Allergenen in Lebensmitteln will sie per iPad präsentieren, das für jeden zugänglich aufgestellt wird. «Interessierte Gäste können die Informationen dann aktiv abrufen, ohne dass jeder zwangsläufig damit konfrontiert wird» (Volltext).

Online-Service: alle Produktinformationen nach LMIV

Herford. (29.10. / vd) Was die nationale Durchführungsverordnung zur europäischen Lebensmittelinformations- Verordnung (LMIDV) angeht, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis der nationale Verordnungsentwurf vom Bundesrat verabschiedet wird. Die neue Lebensmittel- Informationsverordnung (LMIV) der EU steht jedoch kurz bevor. Unabhängig davon, ob eine nationale Durchführungsverordnung existiert, wird diese zum 13. Dezember europaweit in Kraft treten. Die LMIV stellt alle herstellenden und weiterverarbeitenden Unternehmen beim Verkauf von unverpackter (loser) Ware vor eine große Herausforderung: Künftig müssen neben der Kennzeichnung von Zusatzstoffen auch die Deklaration der enthaltenen Allergene ausgewiesen werden. Vandemoortele Deutschland hat für seine Kunden hierzu ab Anfang Dezember auf der Homepage des Unternehmens alle Produktspezifikationen übersichtlich in einer eigenen auf LMIV-Anforderungen angepassten Datenbank aufbereitet. Mit einem einfachen Kunden-Login im Servicebereich lassen sich sämtliche Produktspezifikationen zu den Basisprodukten einsehen und bequem herunterladen. Zudem wird Vandemoortele die Allergeninformationen zu seinen Produkten gemäß LIMV (EU) Nr. 1169/2011 auf der zertifizierten GSDN-Datenbank vom Unternehmen 1World Sync bereitstellen.


PERSONEN + EHRUNGEN


Bester Bäcker: Sechs Finalisten kämpfen um den Titel

Hamburg. (28.10. / eb) Nicht nur im Schwäbischen sagt man, dass, wenn man nix hört oder liest, allein das schon ein Lob sei. Ob das auf «Deutschlands bester Bäcker» zu übertragen ist, müssen die Zuschauer entscheiden. Jedenfalls hat der WebBaecker nach der anfänglichen Kritik-Routine (siehe Infodienst 38/2014 und 40/2014) keine weitere Meldung mehr aufgetan, die sich mit den Zuschauerquoten an sich auseinander setzen würde. Andererseits verdichten sich die Hinweise gerade aus der Lokal- und Regionalpresse, nach denen das Bäcker-Casting für die teilnehmenden Betriebe durchaus ein Erfolg ist – und zwar im Sinne von überwältigender Resonanz aus Kundenkreisen. Das führt zu mehr Umsatz und Sendung für Sendung rückt die Frage näher: Wer ist denn nun Deutschlands bester Bäcker? Nach sechswöchiger Suche stehen die Finalisten fest, die in just dieser Woche um den Titel kämpfen. Sich so weit vorgearbeitet haben die Familie Simon aus Löhne in Nordrhein-Westfalen, George und Paula Gouveia aus Berlin, Stefan Dümig aus Haar bei München, Jörg und Marion Ripken, Nadja Pietrzyk und Torsten Siehlmann aus Augustfehn, die Familie Hirth aus Bad Friedrichshall sowie Regina Graff aus Frankfurt. Auf die Backstuben-Teams warten jeweils knifflige Aufgaben. Täglich scheidet ein Team aus, so dass sich am Finaltag, Freitag 31. Oktober, die letzten beiden Teams gegenüberstehen.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Tesco PLC announces new management team

Hamburg. (bm) Tesco PLC announced its unaudited results for the 26 weeks ended 23 August 2014. Chairman Sir Richard Broadbent: «The issues that have come to light over recent weeks are a matter of profound regret. We have acted quickly to clarify the financial performance of the company. A new management team is in place to address the root causes of the miss-statement and to develop and implement the actions that will build the company´s future. I am confident that the new Chief Executive and Chief Financial Officer will move rapidly and effectively in this respect». Other topics of the week:

Title Region Date
Hershey: Announces Third-Quarter Results (US) Fri 10-31
Tate + Lyle: announces Board changes (UK) Fri 10-31
Tesco PLC: new management team is in place (UK) Thu 10-30
Study: reveals cutting-edge culinary trends for 2015 (US) Thu 10-30
Gruma: S+P revised outlook to «positive» (MX) Wed 10-29
Breaded Chicken Sandwich: Steps Out of the Shadow (US) Wed 10-29
Sial 2014: confirms that happiness is on the plate (FR) Tue 10-28
Krispy Kreme: to enter South America (US) Tue 10-28
Dunkin’ Brands: reports Q3/2014 results (US) Mon 10-27
Corbion: Q3/2014 Interim Management Statement (NL) Mon 10-27
Grupo Bimbo: reports third quarter 2014 results (MX) Sat 10-25
Premier Foods: Interim Management Statement for Q3/2014 (UK) Sat 10-25


REZEPTE + IDEEN


Mehlreport: mit tollen Rezeptideen im Anhang

Image Bonn. (30.10. / GMF) «Große Mengen mit kleinen Mängeln», so lautet die Überschrift zum Thema «Brotgetreide-Ernte 2014» im jüngsten Mehlreport Nr. 24, herunterzuladen vom Server der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) in Bonn. Herausgeber des Mehlreports ist der Verband Deutscher Mühlen (VDM), der mit der jüngsten Ausgabe natürlich auch Tipps zur Verarbeitung bietet. Zudem hat der Mehlreport eher beiläufig ganze neun «Jugendliche Rezeptideen aus dem Grand Prix für Roggenbäcker 2013/14» im Angebot. Die Rezepte zum Nachbacken gibt es zum Download ebenfalls auf dem GMF-Server. Interessenten haben die Wahl zwischen «Roggen Deli 2 Go», «HopfMalz-Brot», «Roggen-Reiskornbrot», «Schwäbisches Rogge-Blümle», «Roggel Hawaii», «Roggenquarkies», «Brot-Brot», «Feuersalamander» sowie «Roggen-Berries». Alle Rezepte verfügen über eine ausführliche Herstellungsanleitung.