WB-44-2008

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 44. KW 2008 (25.10. bis 31.10.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Grabner GmbH: Auffanglösung ist gescheitert
02. Bauer: wegen Insolvenzverschleppung verurteilt
03. «minute bread»: Wenn es mal ganz schnell gehen muss …
04. Lebkuchen + Co.: Erfolgreicher Start in die Saison 2008
05. Linauer: der aufmerksame Nahversorger
06. Glocken Bäckerei: baut modernste Großbäckerei Deutschlands
07. BackWerk: erstmals auch in Wien präsent

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Nordzucker: legt Bericht für das erste Halbjahr vor
09. Marvin Power Print: Etiketten für die Profis
10. GKV: Einheitsbeitrag kostet Unternehmen zwei Milliarden Euro
11. Russland: will Sozialabgaben für Arbeitgeber deutlich anheben
12. IHK Besten-Ehrung: «Goldene Kathi» für Elektroniker

TRENDS + KONZEPTE:
13. Boom: Russen kaufen immer mehr Tiefkühlprodukte
14. VR China: Anzahl der Job-Wechsler nimmt weiter zu
15. bfai: Harter Wettbewerb um die besten Köpfe Asiens

PERSONEN + EHRUNGEN:
16. Lebensmittel Recht Preis 2008 verliehen
17. Backofenbauer mit neuem Mann in Italien
18. Bagel Brothers: meldet Änderung in der Geschäftsführung
19. BVB: Stühlerücken im Vorstand
20. DIHK: Kölln-Flocken-Chef vermutlich neuer Präsident

BOOKMARKS + BOOKS:
21. Lebensmittelhygienerecht: Sauberkeit ist Trumpf
22. Pestizidhöchstmengen: Greenpeace-Aussagen «nicht belastbar»
23. Global Industry: «Sweets Middle East» offers international platform

REZEPTE + IDEEN:
24. Brotzeit «to go»: Bäckers Bistro-Tarte


MARKT + UNTERNEHMEN


Grabner GmbH: Auffanglösung ist gescheitert

Kirchbach / AT. (31.10. / klz) Über das Vermögen der Bäckerei Grabner GmbH hatte das Landesgericht Graz im August das Konkursverfahren eröffnet (vgl. WebBaecker 34/2007). Wie jetzt bekannt wurde, muss das traditionsreiche Unternehmen von 1640 schließen, weil die Auffanglösung für die Gesellschaft, die die Kirchbacher Bäckerei betreibt, nicht zustande kam. Im August war Geschäftsführer Hans Gogg noch optimistisch, dass es Grabner-Brot auch in Zukunft geben werde. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Arno Lerchbaumer hat es intensive Bestrebungen gegeben, das Unternehmen weiterzuführen. Einerseits jedoch fehlten die Interessenten. Andererseits sind die Bemühungen um eine Auffanglösung gescheitert. Die Auffanggesellschaft habe ihren Willen zur Finanzierung bestätigt – jedoch nicht um jeden Preis. Kurzum: Aufgrund geänderten Konsumentenverhaltens sei ein Umsatzrückgang eingeplant worden. «Als Vorsorge dafür hätten die Mitarbeiter auf bis zu zehn Prozent des Lohns verzichten sollen für den Fall, dass das eintritt. «Zu dieser Absicherung ist es nicht gekommen», sagt Geschäftsführer Gogg gegenüber der alpenländischen Presse. Die Gewerkschaft in Vertretung durch ÖGB-Regionalsekretär Reinhard Puffer macht indes keinen Hehl daraus, was sie davon hält: «Das ist kein Konzept. Leute, die 7,30 Euro verdienen, sollen auf 1,5 Euro verzichten. Das ist nicht möglich und würde nicht halten». Man könne das Scheitern nicht auf die Mitarbeiter schieben, nur weil sie den Lohnverzicht nicht eingegangen sind.

Bauer: wegen Insolvenzverschleppung verurteilt

Regensburg. (31.10. / ag / mz) «Bauer´s Backstube: Lichtstreif am Horizont» hieß es Mitte 2007 an dieser Stelle (vgl. WebBaecker 24/2007) – wobei man über den «Lichtstreif» im Nachhinein geteilter Meinung sein kann. Sie erinnern sich: Der oberpfälzische Filialist «Bauer´s Backstube» hatte Insolvenz angemeldet und Inhaber Jürgen Bauer hatte bis zuletzt um sein Unternehmen gekämpft – 35 Filialen, in den besten Zeiten mit bis zu 400 Mitarbeitern. Die Grenze zwischen «bis zuletzt kämpfen» und «Verschleppung» ist dabei wohl aus dem Fokus geraten, denn wie jetzt bekannt wurde, hat das Amtsgericht Regensburg den 45-jährigen Bäckermeister wegen Insolvenzverschleppung in drei Fällen zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Rechtsmittel will der Unternehmer nicht einlegen. «Der neue Bauer» unter Leitung von Wolfgang Gural (Abensberg) und Hans Seidl (Laaber) firmiert heute unter «Bauer´s Backstube Vertriebs GmbH und Co. KG». Jürgen Bauer selbst arbeitet derweil bei seinem 78-jährigen Vater Johann Bauer in einer kleinen Bäckerei in Prüfening. Nach Angaben der «Mittelbayerischen Zeitung» wollte der Senior eigentlich seinen Ruhestand genießen. Wegen der Probleme sei er jedoch in die Bresche gesprungen und helfe seinem Sohn so gut er kann.

«minute bread»: Wenn es mal ganz schnell gehen muss …

Bühl. (31.10. / fa) «minute bread» heißt das Convenience-Konzept für Bäckereien, Caterer und Gastronomen, die mit einer der bundesweit 10.000 Backstationen arbeiten. Das Verfahren ermöglicht es, aus tiefgekühlten, zu 50 Prozent vorgebackenen Brotwaren und Brötchen in nur drei Minuten knuspriges Gebäck zu zaubern. Neben der Zeitersparnis von 50 Prozent zu herkömmlichem Halbgebackenen begeistert zusätzlich die Technik: Für das «minute bread» Verfahren reicht nämlich ein gewöhnlicher Ofen ohne Dampf. Das Ergebnis kann sich sehen und erst recht schmecken lassen, heißt es von FALA in Bühl: Mit «minute bread» gelingt eine ofenfrische Kruste (die nicht abblättert!) ebenso wie eine besonders fein strukturierte Krume mit beeindruckender Frischhaltung. Über die hohe Effizienz und Flexibilität freuen sich Verbraucher und Verarbeiter gleichermaßen. Brot und Brötchen kommen schnell aus dem Ofen und stehen für den Verkauf jederzeit bedarfsgerecht zur Verfügung.
Info: Mehr zum FALA «minute bread» erfahren Sie bei Ihrem Fachberater oder direkt in Bühl unter der Rufnummer 07223/281660, Telefax 07223/28166109 oder per E-Mail an info um fala-hefe.de

Lebkuchen + Co.: Erfolgreicher Start in die Saison 2008

München. (29.10. / sg) Nach den ersten Verkaufswochen der neuen Saison für Herbst- und Weihnachtsgebäck zeigen sich die Anbieter größtenteils optimistisch, was die derzeitige Marktsituation betrifft. Das hat der Süßwarenhandelsverband Sweets Global Network (SG) anhand einer Umfrage ermittelt. Brechen die ersten kühlen Tage an, greifen die Verbraucher in Deutschland vermehrt zu traditionellen Saisongebäcken wie etwa Lebkuchen, Stollen und Spekulatius. Die Chancen für ein erfolgreiches Saisongeschäft 2008 scheinen durchaus vielversprechend zu sein, sagt SG-Geschäftsführer Hans Strohmaier. Unter anderem bedingt durch die eher herbstlichen Temperaturen der letzten Wochen habe der Handel bereits nach kurzer Zeit Ware nachgeordert. Die Nachfrage von der Verbraucherseite sei durchweg erfreulich. Nach einer gewissen Stagnation im Markt, deren Ursache wesentlich in den teilweise erheblichen Preissteigerungen in 2007 begründet war (rund sechs Prozent), erhofft sich die Branche nun wieder Aufwind und Umsätze. Dabei bleibt das Saisongeschäft für die deutsche Süßwarenwirtschaft weiterhin bedeutend und ist für zahlreiche Anbieter die Zeit ihrer Hauptumsätze: Allein in 2007 wurden in Deutschland von September bis Dezember Saisongebäcke im Gesamtwert von 303,2 Millionen Euro verkauft (plus 5,6 Prozent im Vergleich zu 2006, sagt ACNielsen); die Gesamttonnage betrug 76,3 Tonnen (minus 0,3 Prozent). Gewinner in 2007 waren die Discounter, die bei Saisongebäck heute auf einen Umsatzanteil von 60 Prozent kommen. Allerdings gelang es 2007 auch dem übrigen Lebensmittelhandel zu wachsen. Besonders kleine Verbrauchermärkte (plus acht Prozent) und große Supermärkte (plus neun Prozent) toppten das Gesamtmarktwachstum um mehrere Prozent. Drogeriemärkte konnten mit einem Plus von zehn Prozent eine noch positivere Bilanz ziehen (Quelle).

Linauer: der aufmerksame Nahversorger

Wien / AT. (29.10. / kat) Regelmäßig die beliebtesten Nahversorger Niederösterreichs sucht die Wirtschaftskammer NÖ gemeinsam mit dem Wiener «Kurier». Wo kaufen die Menschen am liebsten ein, wer betreut sie persönlich, wer ist täglich für sie da? Die Empfehlung der laufenden Woche: die Linauer + Wagner Services GmbH aus der Wiener Neustadt. Rund 28 Millionen Stück Gebäck pro Jahr, dazu 800.000 Brote, 600.000 Torten sowie Schnitten und dennoch immer für jeden einzelnen Kunden da – das ist das Rezept, mit dem die Bäckerei und Konditorei die Menschen erfolgreich anspricht. 1953 gegründet, führt heute Karl Linauer gemeinsam mit seiner Schwester Brigitte das Unternehmen in zweiter Generation. «Mit hat die Arbeit von Anfang an Spaß gemacht. Nur dann kann es gut gehen», weiß Karl Linauer. Sein Konzept: «Man muss seine Chancen sehen. Kommt Wind auf, setzt man die Segel». In den letzten Jahren kaufte das Unternehmen zahlreiche neue Filialen. Heute sorgen 18 Standorte und zwei mobile Filialen dafür, dass täglich frische Backwaren auf den Tisch kommen. In Supermärkten sieht Linauer keine Konkurrenz: «Wir sind ein Fachgeschäft. Bei uns gibt es mehr Auswahl, mehr Beratung und mehr Service». Besonders in den kleineren Gemeinden werde oft der Greißler ersetzt (… vermutlich der Tante-Emma-Laden). Auch oder gerade an Sonntagen bekommen die Kunden bei Linauer alles, was sie für ein perfektes Frühstück brauchen. Neue Ideen sorgen zudem regelmäßig für Abwechslung.

Glocken Bäckerei: baut modernste Großbäckerei Deutschlands

Köln / Bergkirchen. (28.10. / rg) Der modernste Backbetrieb Deutschlands entsteht in Bergkirchen im Landkreis Dachau. Mit dem offiziellen Spatenstich haben in dieser Woche die voraussichtlich zehnmonatigen Bauarbeiten für den neuen Standort der Glocken Bäckerei begonnen. Der Produktionsbetrieb der Kölner Rewe Group investiert in den rund 27.000 Quadratmeter großen Backbetrieb (Grundstück: 40.00 Quadratmeter) rund 80 Millionen Euro. Am Standort entstehen etwa 400 neue Arbeitsplätze. Von Bergkirchen aus werden ab 2009 rund 1.100 Rewe- und Penny-Märkte mit verpackten und unverpackten Backwaren beliefert. Die Großbäckerei wird pro Jahr allein 36.000 Tonnen Mehl verarbeiten. Neben modernster Fertigungstechnik setzt der neue Standort der Glocken Bäckerei auch im Hinblick auf den Umweltschutz Maßstäbe. Durch ein zukunftsweisendes Energiekonzept, die Nutzung von Fernwärme aus dem Kraftwerk in Geiselbullach und Wärmerückgewinnung kann der Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt werden, heißt es aus Köln. Rewe bringe mit dem Engagement klar zum Ausdruck, dass die Gruppe in Deutschland weiter wachsen wolle. Mit den Millioneninvestitionen in den Ausbau des Lagerstandorts Buttenheim bilde der Freistaat dabei einen Schwerpunkt. Insgesamt steige mit Bergkirchen die Produktion um 70 Prozent, sagte Guido Siebenmorgen, Geschäftsführer der Produktionsbetriebe der Rewe Group, in Bergkirchen (Volltext).

BackWerk: erstmals auch in Wien präsent

Baden / AT. (28.10. / bws) BackWerk Österreich meldet die Eröffnung des ersten Standorts in der alpenländischen Bundeshauptstadt. Die neue Aufbäckerei im 3. Wiener Bezirk ist die insgesamt fünfte Franchisefiliale in Österreich. Über 1.100 Kunden haben das Geschäft am Eröffnungstag besucht. Weitere Filialen in Wien sind bereits in Planung, sagt Ingrid Dubowy, BackWerk-Geschäftsführerin für Österreich. Darüber hinaus ist Dubowy in ganz Österreich auf der Suche nach stark frequentierten Standorten. In Frage kommen Standorte in Einkaufszentren oder Fußgängerzonen mit einer stündlichen Kundenfrequenz von mindestens 1.000 Personen. Geplant ist die Eröffnung von zehn weiteren Geschäften auf Franchise-Basis, sagt die Österreich- Geschäftsführerin in einer Presse-Info.


MANAGEMENT + BETRIEB


Nordzucker: legt Bericht für das erste Halbjahr vor

Braunschweig. (31.10. / nag) Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 konnte die Nordzucker AG einen Umsatz von rund 561 Millionen Euro erwirtschaften. Das Betriebsergebnis (EBIT) der ersten sechs Monate liegt bei rund 44 Millionen Euro. Das Vorjahresniveau wurde damit bei Umsatz und Betriebsergebnis nahezu erreicht. Der Umsatz Vorjahresperiode betrug 575 Millionen Euro, der EBIT 49 Millionen Euro. Insgesamt hat die Reform der Zuckermarktordnung weiterhin erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft. Dazu zählen die erwartete Zahlung der EU-Restrukturierungsbeihilfe aus der zweiten Welle der Quotenrückgabe sowie die Belastungen aus der Restrukturierungsabgabe und aus der Werkschließung in Ungarn. Die Veränderungen in der europäischen Zuckerbranche erfordern eine klare strategische Weiterentwicklung. Mit dem geplanten Erwerb der Danisco Sugar A/S hat Nordzucker die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt. Für die Durchführung der Akquisition steht noch die Zustimmung der Kartellbehörden aus.

Marvin Power Print: Etiketten für die Profis

Kronau. (31.10. / goe) Als vielgenutztes Modul in Marvin bietet MPP (Marvin Power Print) die Möglichkeit, Daten aus Marvin an ein Etikettendruckprogramm zu übergeben, um daraus Etiketten aller Art zu drucken. MPP und Marvin sind schon seit Jahren ein optimal aufeinander abgestimmtes Duo: Viele Daten, die in Marvin vorliegen, können auf Etiketten in MPP ausgedruckt werden. Die Jobs dafür sind schnell konfiguriert und durch Speicherung der Daten können viele Jobs nahezu automatisiert laufen. Dennoch beschäftigte die Spezialisten von Goecom die Frage: Geht das nicht noch einfacher und noch besser? Eine Überlegung war, den Datenaustausch weiter zu vereinfachen. Warum also nicht einfach MPP in Marvin integrieren? Gesagt – getan. Das Ergebnis ist das neue Marvin Power Print – ein Modul, das nicht nur seine Daten aus Marvin erhält, sondern in Marvin selbst integriert ist. Hier werden die Etiketten, Flyer und Plakate gestaltet; hier werden die Daten direkt übernommen, und von hier aus erfolgt der Ausdruck. Natürlich besteht die Möglichkeit, sich das Ergebnis vor dem Ausdruck auf dem Bildschirm noch einmal anzeigen zu lassen – um so zu kontrollieren, ob alles passt oder noch Änderungen nötig sind. Und auch die Anbindung an Spezialdrucker wie Heyden Securit oder Dyno Label Printer ist kein Problem – steht der Drucker in Windows zur Verfügung, dann auch für Marvin Power Print.
Info: Ihr Vertriebspartner von Goecom informiert Sie gerne näher über Marvin Power Print. Es hilft Ihnen auch gerne die Goecom,:::::.de/Kontakt/kontakt.php” >Goecom Hotline.

GKV: Einheitsbeitrag kostet Unternehmen zwei Milliarden Euro

Köln. (30.10. / insm) Der von der Bundesregierung festgelegte Einheitsbeitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung von 15,5 Prozent ist für viele deutsche Unternehmen eine schwere Hypothek (vgl. WebBaecker 43/2008). 2,04 Milliarden Euro zahlen Arbeitgeber in 2009 voraussichtlich mehr. Das sind im Schnitt plus 75 Euro je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem. Das hat der Freiburger Ökonom Professor Bernd Raffelhüschen errechnet. Beispiele: Der Darmstädter Pharmaproduzent Merck mit 10.300 Beschäftigten in Deutschland und eigener Betriebskrankenkasse überweist in 2009 rund 1,3 Millionen Euro mehr für GKV-Beiträge. Das sächsische Handwerksunternehmen Unser Bäcker GmbH mit 28 Filialen und 160 Beschäftigten muss 27.000 Euro zusätzlich aufbringen. «Die anstehenden Beitragserhöhungen sind ein gewaltiger Rucksack, den wir schultern müssen», sagt Geschäftsführer Günter Hiersemann. Für das Unternehmen wird es besonders teuer, weil seine Mitarbeiter bislang bei sächsischen Krankenkassen mit Sätzen von 11,8 und 12,9 Prozent versichert sind. Zwangsweise gehen diese Beiträge jetzt auf 15,5 Prozent hoch. Der im sächsischen Klipphausen beheimatete Backbetrieb gehört zur baden-württembergischen Härdtner Gruppe.
Info: Mehrbelastungen Arbeitgeber 2009 nach Bundesländern (Format PDF, 27 KB)

Russland: will Sozialabgaben für Arbeitgeber deutlich anheben

Moskau / RU. (28.10. / bfai) Russlands Regierung will ab 2010 die Sozialabgaben für Arbeitgeber um acht Prozentpunkte anheben. Mit dem Beschluss von Anfang Oktober will das Kabinett die Renten- und Krankenversicherung stabilisieren. Bislang zahlen Arbeitgeber insgesamt 26 Prozent vom Bruttolohn. Erstmals eingeführt wird eine Beitragsbemessungsgrenze von 415.000 Rubel Jahresgehalt. Experten fürchten dennoch für die Wirtschaft Mehrausgaben von zehn Milliarden Euro pro Jahr (Volltext).

IHK Besten-Ehrung: «Goldene Kathi» für Elektroniker

Halle / Saale. (27.10. / ihk) 42 Ausbildungsbeste und fünf Beste der Fortbildung aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) sind dieser Tage im Rahmen der alljährlichen «Bestenehrung» in Halle von IHK-Präsident Albrecht Hatton und Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff für ihre Spitzenleistungen in der Aus- und Weiterbildung geehrt worden. Die 42 Absolventen erzielten in 38 Berufen die besten Abschlüsse von insgesamt 6.746 Absolventen. Von den 42 Besten sind fünf sogar die deutschlandweit Führenden ihres Fachs und werden im Dezember bei der nationalen Bestenehrung in Berlin dabei sein. Ein Grund mehr für die hallesche Kathi Rainer Thiele GmbH, im Rahmen der Bestenehrung den von ihr gestifteten Sonderpreis «Goldene Kathi» auch in diesem Jahr – zum achten Mal – an den Besten des Ausbildungsjahrgangs zu vergeben. Die mit Gold verzierte Porzellanfigur erhielt Tobias Reißmann, Elektroniker für Automatisierungstechnik aus Schkopau gemeinsam mit einem Scheck über 1.500 Euro. «Kathi» ist seit mehr als zehn Jahren in Sachen Ausbildung und Förderung junger Menschen aktiv. So haben die Spezialisten für Haushalts-Backmischungen zu Beginn des neuen Lehrjahrs fünf Lehrlinge eingestellt. Damit absolvieren derzeit insgesamt elf Azubis und Studenten ihre Ausbildung in Halle an der Saale. Das ist bei rund 90 Beschäftigten ein «ganz ordentlicher» Prozentsatz und im besten Sinn überdurchschnittlich.


TRENDS + KONZEPTE


Boom: Russen kaufen immer mehr Tiefkühlprodukte

Moskau / RU. (28.10. / bfai) Russlands Markt für Tiefkühlprodukte entwickelt sich überdurchschnittlich schnell. Nach Meinung von Experten könnte das Verkaufsvolumen schon 2011 bei rund 7,7 Milliarden US-Dollar liegen und damit doppelt so hoch wie 2007. Besonders Fertiggerichte legen in der Käufergunst zu. Für Hersteller von entsprechenden Kühlausrüstungen für den Einzelhandel sowie von Verpackungsmaschinen für die Lebensmittelindustrie bietet der Boom gute Absatzchancen, berichtet die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) aus Köln in ihrem Artikel «Russen kaufen immer mehr Tiefkühlprodukte». Wie Euromonitor ermittelt hat, lagen die Umsätze mit Tiefkühlkost 2007 bei rund 3,7 Milliarden US-Dollar und damit um knapp ein Drittel über dem Vorjahreswert. Für 2008 erwarten die Marktforscher ein Verkaufsvolumen von 4,7 Milliarden US-Dollar, für 2011 bereits 7,7 Milliarden US-Dollar. Die aktuelle Wirtschaftskrise könnte diese sehr optimistischen Annahmen zwar etwas dämpfen, weil die Kaufkraft sicherlich nicht mehr so schnell wachsen wird. Dennoch werden Tiefkühlprodukte einen immer größeren Anteil am russischen Lebensmittelmarkt bekommen.

VR China: Anzahl der Job-Wechsler nimmt weiter zu

Shanghai / CN. (28.10. / bfai) Innerhalb von drei Jahrzehnten hat sich die VR China von einer weltwirtschaftlichen Marginalie zur viertgrößten Volkswirtschaft entwickelt. Eine Folge dieses Aufstiegs ist die Verknappung qualifizierter Arbeitskräfte sowie ein starker Anstieg der Lohnkosten. Dieser Trend setzt sich unvermindert fort. So meldet das Nationale Büro für Statistik, dass sich die Löhne städtischer Arbeiter im ersten Halbjahr 2008 um 18 Prozent auf 12.964 Renminbi Yuan (CNY) pro Kopf erhöhten. Darunter stiegen die Gehälter in Staatsunternehmen um 17 Prozent auf 13.800 CNY pro Arbeitskraft, in Kollektivbetrieben erhöhte sich der Wert um 18,9 Prozent auf 7.789 CNY, und in Privatunternehmen (chinesische und ausländische) wurde ein Plus von 19,2 Prozent auf 12.610 CNY registriert.

Wechselkurs am 27. Oktober 2008:
100 Euro = 865,95 Chinesische Renminbi Yuan (CNY)
100 Chinesische Renminbi Yuan (CNY) = 11,55 Euro (EUR)

Treibende Kraft sind nicht zuletzt die Aufschläge, die bei einem Arbeitsplatzwechsel fällig werden. Jobwechsler erwarten mindestens ein Plus von 15 bis 20 Prozent. Auch der Umfang des «Job-Hoppings» nimmt unvermindert zu. Während in 2001 «nur» 8,3 Prozent der Angestellten den Job wechselten, stieg diese Quote bis 2007 landesweit auf 14,7 Prozent. Waren es in Shanghai 14,2 Prozent, die ihren Arbeitgeber verließen, ist dieses Phänomen in den Second-Tier-Städten (traditionell …) noch weiter verbreitet. Etwas entspannter sehen Unternehmen nur die Situation bei der Einstellung von Berufseinsteigern. Allein 2007 verließen nach Angaben des Personaldienstleisters Mycos 4,95 Millionen Absolventen die chinesischen Hochschulen (0,82 Millionen mehr als 2006). Weitere interessante Einzelheiten über den Arbeitsmarkt in der Volksrepublik liefert der Artikel «Anzahl der Job-Wechsler in der VR China nimmt weiter zu» aus der Feder der Bundesagentur für Außenwirtschaft in Köln.

bfai: Harter Wettbewerb um die besten Köpfe Asiens

Köln. (28.10. / bfai) Hochqualifiziertes Personal in Asien ist bald so teuer wie in den etablierten Industriestaaten, schreibt die Bundesagentur für Außenwirtschaft in ihrem Artikel «Härterer Wettbewerb um die besten Köpfe in Asien». Demnach trocknet Asiens Talentpool langsam aus. Das rapide Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern erfordert immer mehr Fachkräfte. In wenigen Jahren könnte sich das Lohnniveau für Hochqualifizierte in der Region dem der Industriestaaten anpassen. Multinationale Unternehmen stehen zunehmend vor einem Rekrutierungsproblem …


PERSONEN + EHRUNGEN


Lebensmittel Recht Preis 2008 verliehen

Frankfurt / Main. (31.10. / bmi) Im Rahmen des «Deutschen Rechtstages für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel» wurde der nicht dotierte «Lebensmittel Recht Preis 2008» verliehen. Preisträger ist RA Amin Werner aus Bonn. Die Laudatio in Frankfurt am Main hielt Prof. Dr. Wolfgang Voit, Sprecher der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittel- und Futtermittelrecht der Philipps-Universität Marburg. Er betonte, dass es nicht die zahlreichen Veröffentlichungen sind, die den Rechtsanwalt als Preisträger qualifizieren, sondern es vielmehr dessen besondere Art ist, Menschen zusammenzuführen und für eine gemeinsame Sache zu begeistern. Amin Werner wurde 1966 in Bad Salzuflen geboren. Nach seinem rechtswissenschaftlichen Studium in Marburg und Kiel und seinem Zweiten Staatsexamen wurde er geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Backmittelinstitut. Bald wurde er zudem Geschäftsführer des Verbands der Backmittel- und Backgrundstoffhersteller in Bonn. Unter seiner Geschäftsführung konnte sich der Verband stetig erweitern und auch über die Grenzen Deutschlands hinweg tätig werden. So wurde Werner 2006 Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Getreidewirtschaft und -technologie Austria. Der «Lebensmittel Recht Preis» wird in Form einer Medaille und einer Urkunde verliehen. Er wird vom pmi Verlag, Frankfurt/Main, und dem Verlag C.H. Beck, München, gestiftet.

Backofenbauer mit neuem Mann in Italien

Affalterbach. (30.10. / wie) Zum 01. Oktober hatte «Deutschlands führender Hersteller von Backöfen und Kombi-Dämpfern» – Originalton Wiesheu – seinen Vertrieb in Italien neu strukturiert und in Alberto Del Favero (40) einen neuen Mitarbeiter dafür gefunden. Von Trient aus wird er das Unternehmen künftig als Area Sales Manager vertreten und ist zuständig für die Branchen Bäckerei, Lebensmittel-Einzelhandel und Gastronomie.

Bagel Brothers: meldet Änderung in der Geschäftsführung

Hamburg. (30.10. / bb) Auf eigenen Wunsch verlässt Mario C. Bauer, Gesellschafter der Bagel Brothers GmbH, das Unternehmen zum 31. Oktober. Seine Gesellschaftsanteile übernimmt Sven Freystatzky (39), der seit August 2007 zum Team in der Hamburger Zentrale gehört. Er wird ab 01. November 2008 gemeinsam mit den Gründern und Gesellschaftern Gregor Gerlach und Christian Kiefer die Geschäftsführung des Unternehmens teilen. Freystatzky behält zudem die Verantwortung für die sieben Eigenshops von Bagel Brothers. Darüber hinaus wird er intensiv an der Produktentwicklung und am Ausbau der Marke im In- und Ausland arbeiten.

BVB: Stühlerücken im Vorstand

Bonn. (30.10. / bvb) Im Rahmen einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der Verband der Backmittel- und Backgrundstoffhersteller e.V. Bonn / Wien (BVB) Reinhard Meißner, Geschäftsführer der Jung Zeelandia GmbH in Frankfurt am Main, einstimmig in den Vorstand für die laufende Legislaturperiode gewählt. Er tritt die Nachfolge von Karin Nikolai an, die als Vertreterin von BakeMark Deutschland GmbH ausgeschieden war.

DIHK: Kölln-Flocken-Chef vermutlich neuer Präsident

Frankfurt / Main. (29.10. / faz) Der Elmshorner Familienunternehmer Hans Heinrich Driftmann, Chef des Haferflocken-Konzerns Peter Kölln KGaA, wird voraussichtlich neuer Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Damit würde Driftmann Nachfolger von Ludwig Georg Braun, der im März 2009 aus dem Amt scheidet. Aktuell ist der geschäftsführende Gesellschafter von Kölln-Flocken Präsident der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UV Nord). Der DIHK vertritt 3,6 Millionen Unternehmen im In- und Ausland. Während der Vorstandssitzung Mitte November im Frankfurt soll der Kandidat für die Nachfolge Brauns offiziell vorgeschlagen werden.


BOOKMARKS + BOOKS


Lebensmittelhygienerecht: Sauberkeit ist Trumpf

Bonn. (30.10. / aid) Hygiene ist das oberste Gebot für jede Küche. Vor allem wenn es sich um Großküchen handelt, die täglich eine Vielzahl von Tischgästen bedienen. Um die Verbraucher optimal vor Infektionskrankheiten zu schützen, gilt seit 2006 EU-weit ein einheitliches Hygienerecht, das durch eine nationale Durchführungsverordnung ergänzt ist. Die wichtigsten gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Lebensmittelhygiene erklärt das aktualisierte Internet-Spezial «Hygiene» in der Rubrik Außer-Haus-Verpflegung auf aid.de. Küchenprofis erfahren hier alles über die wichtigsten Änderungen gegenüber dem alten Hygienerecht. Zum Beispiel wurden etliche Regelungen aufgehoben, die Anforderungen zur Schulungspflicht der Mitarbeiter erweitert. Zudem werden die wichtigsten mikrobiologischen Grundlagen erläutert und die häufigsten Infektionswege beschrieben. Mit diesem Wissen können alle Mitarbeiter in Großküchen von Mensen, Gastronomie und der Außer-Haus-Verpflegung dazu beitragen, die gesundheitlichen Risiken für ihre Gäste zu minimieren.
Ergänzung: «Sauber isst gesund» – eine kostenlose Broschüre des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (Format PDF, 1,27 MB).

Pestizidhöchstmengen: Greenpeace-Aussagen «nicht belastbar»

Berlin. (25.10. / bfr) Die aktuelle Greenpeace-Studie «Die unsicheren Pestizidhöchstmengen in der EU» hat sich mit den harmonisierten Rückstandshöchstgehalten befasst und kommt zu dem Schluss, dass bei 567 der von der EU erlassenen Höchstgehalte die ARfD überschritten wird. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daraufhin die Aussagen des Greenpeace-Berichts zu den Höchstgehalten aus Anhang III bewertet: Der Greenpeace-Bericht stützt sich bei der Überprüfung der Höchstgehalte weitgehend auf die Screeningmethode, die auch von der EFSA im ersten Schritt der Überprüfung angewendet wurde. Er zieht allerdings im Gegensatz zur Vorgehensweise der EFSA aus den Ergebnissen dieses Screenings wissenschaftlich unzulässige Schlussfolgerungen hinsichtlich des gesundheitlichen Risikos der Verbraucher. Die erforderlichen wissenschaftlich üblichen Methoden der Expositionsabschätzung zur Ermittlung des chronischen und akuten Risikos wurden nicht angewendet. Aus Sicht des BfR sind somit die Aussagen des Greenpeace-Berichts zu möglichen Gesundheitsrisiken wissenschaftlich nicht belastbar.
Info: Greenpeace-Bericht «Die unsicheren Pestizidhöchstmengen in der EU» enthält keine belastbaren Aussagen über mögliche Gesundheitsrisiken von Verbrauchern – BfR-Stellungnahme Nr. 040/2008 vom 26. September – 13 Seiten, Format PDF, 135 KB.

Global Industry: «Sweets Middle East» offers international platform

Hamburg. (bm) Figures released by Euromonitor estimate that the UAE confectionery market is worth 300 million AED (Arabic Emirates Dirham | approximately 63’969’000 EUR) and is growing at ten percent annually. With expanding trade opportunities through dedicated exhibitions such as «Sweets Middle East», retailers are more interested than ever in the way in which the market performs. Other topics of the week:

Title Region Date
Sweets Middle East: Offers International Platform (UAE) Thu 10-30
2. Conference: «Grain of Russia» in Rostov-on-Don (RU) Thu 10-30
Kontos Foods: will expand in Pennsylvania (US) Thu 10-30
Sara Lee: To Restate Prior-Period Results (US) Thu 10-30
Kraft Foods: Reports Strong Operating Momentum in Q3/2008 (US) Wed 10-29
Kellogg: Announces Strong Third-Quarter Results (US) Wed 10-29
Canada Bread: reports third quarter results (CA) Wed 10-29
PepsiCo´s Frito-Lay buys Spitz International (US) Wed 10-29
McDonald´s USA: awarded Ralcorp as «Supplier of the Year» (US) Tue 10-28
Vel Pitar: reached market share of 10% in Romania (RO) Tue 10-28
ISO: announces new standard for state-of-the-art spaghetti (CH) Tue 10-28
Bunge Lumited: reports 33% drop in profit in Q3/2008 (US) Mon 10-27
Corn Products: reports 74% increase in Q3/2008 diluted EPS (US) Mon 10-27
Mrs. Fields Emerges from Bankruptcy (US) Sat 10-25
Grupo Bimbo: reports Q3/2008 results (MX) Fri 10-24


REZEPTE + IDEEN


Brotzeit «to go»: Bäckers Bistro-Tarte

Image Bonn. (31.10. / GMF) Zusätzliche Marktchancen für Backbetriebe gibt es nach wie vor im Außer-Haus-Verzehr: Die zunehmende Mobilität, vor allem jüngerer Verbraucher, unterstützt als «Megatrend» den Außer-Haus-Konsum. Zwischendurch, unterwegs oder auf die Hand sind Backwaren ein Renner – besonders bei Kunden unter Dreißig: Ein Drittel von ihnen verzehren zum Beispiel Kleingebäcke zwischendurch und 43 Prozent tun dies auch außerhalb der eigenen vier Wände. Sie bilden damit ein enormes Kundenpotenzial für Angebote zum Verzehr von kleinen Backwaren-Mahlzeiten außer Haus, wie Ergebnisse der CMA-Marktforschung gezeigt haben. Die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) aus Bonn hat unlängst eine interessante Rezeptalternative zum allgegenwärtigen Pizzasnack veröffentlicht: Ein Blechkuchen mit Pfiff und regionalem Backcharakter (JPG / 254 KB), der sich gut portionsweise in der Mikrowelle erwärmen und so heiß als «Brotzeit to go» anbieten lässt – oder im Bistroangebot mit einem Gläschen Wein serviert werden kann, oder, oder.