Sonntag, 28. Februar 2021

WB-42-2011

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 42. KW 2011 (15.10. bis 21.10.)
Download: https://www.webbaecker.de/11archivphp/wb4211.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Lekkerland: liefert Aral künftig auch TK-Backwaren
02. Bäckerei Exner: setzt konsequent auf Qualität

TERMINE + EVENTS:
03. AGF: lädt zur 62. Tagung für Bäckerei-Technologie
04. Rückblick: 62. Tagung für Müllerei-Technologie
05. Rückblick: 12. Detmolder Erntegespräch

THEMA DER WOCHE: Südback – vier Tage am Puls der Branche
06. Trendmesse: ein Besuch lohnt auf jeden Fall
07. Service: Kleine Helfer sparen viel Zeit

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Neutralisierung: Wenn das Abwasser zu sauer oder zu alkalisch ist …
09. Cappuccino: Bundeskartellamt verhängt Millionengeldbußen

TRENDS + KONZEPTE:
10. Deutscher Kältepreis: erstmals auch für Kleinbetriebe
11. «ProEclair»: interessante Idee für Spritzkuchen + Co.

MARKETING + VERKAUF:
12. «Backen wir’s an!»: Bürgerbüro gewinnt Innovationspreis
13. Für Innungsbäcker: eigene Großplakate leicht gemacht

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
14. Die Hungermacher: Spekulieren auf Kosten der Ärmsten
15. BMELV: Lebensmittel aus heimischen Rohstoffen haben Vorrang
16. Nordzucker: profitiert von guten Marktbedingungen

BOOKMARKS + BOOKS:
17. Global Industry: Krispy Kreme to expand in the UK

REZEPTE + IDEEN:
18. Moseltaler Winzer-Wähe: Gaumenschmaus aus dem Südwesten


MARKT + UNTERNEHMEN


Lekkerland: liefert Aral künftig auch TK-Backwaren

Frechen. (21.10. / lk) Die Lekkerland Deutschland GmbH + Co. KG und die BP Europa SE verlängern ihre Zusammenarbeit zum April 2012 um weitere fünf Jahre und weiten das Belieferungsvolumen für das Tochterunternehmen der BP Europa SE – die deutsche Aral AG – aus. Beide Vertragspartner unterzeichneten jetzt eine entsprechende Absichtserklärung. Das gelieferte Sortiment von Tabakwaren, Getränken, Süßwaren, Non-Food, Frische und Superfrische wird künftig um Tiefkühlbackwaren, andere tiefgekühlte Lebensmittel und Impulseis ergänzt. «Lekkerland entspricht den hohen Qualitätsansprüchen, die Aral an ihre Lieferanten stellt. Die hervorragende Belieferungsleistung, enorme Zuverlässigkeit und die hohe Kompetenz in allen Sortimentsbereichen waren entscheidend für die Verlängerung und Ausweitung unserer Kooperation mit Lekkerland», sagt Anja Schreck, Leiterin des Shop-Geschäfts der Aral AG, in einer Medienmitteilung. Lekkerland liefert den etwa 1.100 Aral-Stationen mit «Petit Bistro» künftig alle Sortimentsbereiche gebündelt. Dieses Lieferkonzept sei besonders kostengünstig und umweltschonend, heißt es aus Frechen bei Köln.

Bäckerei Exner: setzt konsequent auf Qualität

Beelitz. (20.10. / div) Die Bäckerei Exner im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist ein modernes mittelständisches Unternehmen in der Region. Gegründet vor etwa 35 Jahren von Ingo Exner, liegt die unternehmerische Verantwortung heute bei dessen Sohn Tobias Exner. Der hat seinem Betrieb Wachstum verordnet und so zählt die Familienbäckerei heute 40 Filialen und Cafés. Wobei Exner gemeinsam mit seiner Frau Kathleen konsequent am Profil feilt und auf Qualität setzt. So ist die Bäckerei zum Beispiel die einzige, die im Land Brandenburg und in Teilen Berlins das «Pain Pailasse» herstellen und verkaufen darf. In seinen Cafés schenkt Exner seit 2007 nur noch Fairtrade-Kaffee aus. Darüber hinaus ist das Unternehmen in der Region fest verankert und verarbeitet, wo möglich, Rohstoffe aus der Region. Ein selbst auferlegtes Reinheitsgebot signalisiert, dass die Bäckerei insgesamt große Sorgfalt walten lässt. Alles Schritte, die bei den Menschen gut ankommen, so dass sie gerne bei Exners kaufen. Das wiederum spiegelt sich in der betrieblichen Entwicklung, so dass das Unternehmen unlängst mehr als eine Million Euro in die Erweiterung seiner Kapazitäten investierte. Dabei wurde für das – auch personell – ständig wachsende Unternehmen ein Seminarraum für die Fortbildung sowie Sozial- und Besprechungsräume eingerichtet. Die Verwaltung erhielt neue Büroräume und das Rohstofflager umfasst jetzt 70 Paletten-Stellplätze, berichtet die Regionalpresse. Neben den aktuell 40 Filialen und Cafés zählt die Bäckerei Exner namhafte Großkunden, wie zum Beispiel die Bundeswehr in Beelitz, die Kliniken in Beelitz-Heilstätten sowie die Universität Potsdam.


TERMINE + EVENTS


AGF: lädt zur 62. Tagung für Bäckerei-Technologie

Detmold. (19.10. / agf) In Zusammenarbeit mit dem Max Rubner Institut, Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) vom 15. bis 17. November ihre 62. Tagung für Bäckerei-Technologie. Auch in diesem Jahr erwartet die Teilnehmer auf dem Detmolder Schützenberg ein vielseitiges Programm (PDF). Für die verbindliche Anmeldung haben Interessenten die Möglichkeit, ein Online-Formular zu nutzen.

Rückblick: 62. Tagung für Müllerei-Technologie

Detmold. (19.10. / agf) Mitte September hatte die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) zur 62. Tagung für Müllerei-Technologie geladen. 252 Besucher/innen aus Belgien, Dänemark, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Slowenien und Deutschland verfolgten nahmen an der Tagung teil und folgten dem Programm mit Themen über Rohstoffe, Technologie, Hygiene und Energie. Die Vorträge wurden simultan in die englische Sprache übersetzt. Eine deutschsprachige Zusammenfassung des Tagungsgeschehens finden Interessenten im Format PDF auf dem AGF-Server.

Rückblick: 12. Detmolder Erntegespräch

Detmold. (19.10. / agf) Gemeinsam mit dem Max-Rubner-Institut und den Verbänden der Getreidewirtschaft veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) Mitte September das nunmehr 12. Detmolder Erntegespräch. 184 Besucher/innen aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, USA und Deutschland verfolgten die Berichte über die Erfahrungen mit der neuen Ernte. Begleitet wurde die Tagung durch eine umfangreiche Maschinen- und Geräteausstellung. Eine Zusammenfassung im Format PDF finden Interessenten auf dem AGF-Server.


THEMA DER WOCHE: Südback – vier Tage am Puls der Branche


Trendmesse: ein Besuch lohnt auf jeden Fall

Image Stuttgart. (mstgt) Gemessen an der Zahl der Aussteller ist die Südback 2011 schon jetzt die größte Trendmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, die der Südwesten je gesehen hat. Während der Fachmesse vom 22. bis 25. Oktober sind auf den Fildern immerhin 518 Aussteller auf insgesamt 42.000 Quadratmetern Fläche vertreten. Den größten Anteil haben die Anbieter von Arbeits- und Betriebstechnik (44,3 Prozent), gefolgt von Lieferanten und Herstellern für Rohstoffe, Halbfabrikate, TK-Backwaren und Convenience (21,6 Prozent). Auch der Bereich rund um Geschäftseinrichtungen, Ladenbau, Eis und Zubehör ist gut vertreten (20 Prozent). Komplettiert wird das Angebot durch Vertreter branchenspezifischer Dienst- und Beratungsleistungen (12,2 Prozent) sowie Firmen für Bäckerfahrzeuge und mobile Verkaufseinrichtungen (1,9 Prozent). Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das an allen vier Messetagen spannende Impulse zu aktuellen Themen aus der Praxis liefert, rundet das Angebot ab. Die Messe ist täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und ein Besuch lohnt auf jeden Fall (!).

Service: Kleine Helfer sparen viel Zeit

Stuttgart. (mstgt) Ausstellerverzeichnis, Geländeplan, Tipps für die Anreise, Unterkunft und den Aufenthalt oder die Möglichkeit, Eintrittskarten online zu erwerben – unter suedback.de bietet die Messe Stuttgart jeden Service, den Fachbesucher zur Planung ihres Messebesuchs erwarten können. Das spart Zeit und schafft Raum fürs Wesentliche – das Sichten von Produkten und Dienstleistungen sowie das ergänzende Expertengespräch. Die Unternehmen aus der WebBaecker Herausgeber-Gemeinschaft, die ihre Angebote während der Südback vom 22. bis 25. Oktober in Stuttgart zeigen, finden Interessenten wie folgt:
ELEKOM,:::::.de” >ELEKOM Technik, Halle 9, Stand B29;
Goecom,:::::.de” >Goecom; Halle 3, Stand B12;
IsernHäger; Halle 9, Stand 9D31 und 9D29;
KMZ Kassensystem; Halle 9, Stand C40 und C11.
Die Fachleute von ELEKOM, Goecom, IsernHäger und KMZ Kassensystem laden Sie herzlich ein und freuen sich schon jetzt auf Ihren Besuch. Weitere Unternehmen sind dem Ausstellerverzeichnis zu entnehmen. Das finden Interessenten einerseits als Datenbank vor, in der sie mit mehr oder weniger freien Begriffen suchen können. Andererseits gibt es die Möglichkeit, Anbieter anhand einer Nomenklatur zu erschließen, wie sie auch im Katalog Verwendung findet.

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MANAGEMENT + BETRIEB


Neutralisierung: Wenn das Abwasser zu sauer oder zu alkalisch ist …

Buchholz / Nordheide. (21.10. / ele) Gewerbliches Abwasser lässt sich nicht immer ohne Vorbehandlung in die öffentliche Kanalisation einleiten. Hierzu geben regionale Entsorger Beschränkungen vor, die einzuhalten sind (siehe Teil 1 im WebBaecker 41/2011). Je nach Art der einzuleitenden Abwässer können dafür sehr verschiedene Methoden zur Vorbehandlung nötig sein, wissen die Fachleute von ELEKOM aus Buchholz in der Nordheide. Durch Messungen sind die nicht eingehaltenen Parameter festzustellen und die entsprechenden Behandlungsmethoden auszuwählen. Ein häufiges Problem ist der ph-Wert, der angibt, ob eine Flüssigkeit eine Säure (pH zwischen 0 und 7) oder eine Lauge (pH zwischen 7 und 14) ist. Reicht dieser Wert stark in den sauren oder alkalischen Bereich hinein, genügt eine reine Verdünnung des Abwassers oft nicht mehr. Dann kann zum Beispiel durch Zugabe von Lauge der pH-Wert eines zu sauren Abwassers erhöht werden, um die Einleitbedingungen zu erfüllen. Genauso kann bei stark alkalischem Wasser Säure zur Kompensation zugegeben werden, um so den pH-Wert in den neutralen Bereich zu bringen. Wie genau diese Zugabe des sogenannten Neutralisators oder die Behandlung des Abwassers vorgenommen wird, ist stark anhängig von der Abwassermenge, der Zusammensetzung des Abwassers, aber auch von der Differenz zu den Einleitbedingungen und den Produktionszeiten und -zyklen. Dazu ist in jedem Fall eine detaillierte Analyse der Zusammensetzung und der örtlichen Rahmenbedingungen erforderlich. Die verschiedenen Anlagen zur Abwasserbehandlung werden dabei nach den grundsätzlichen Verfahren unterschieden: dem Durchlaufverfahren, dem Batchverfahren und dem Reaktorverfahren. Allen Verfahren ist gemeinsam, dass die Werte des abgeleiteten Wassers kontinuierlich mitgeschrieben werden und auf Verlangen dem Entsorger jederzeit vorgelegt werden können.
Info: Ist das Ihr Thema? Dann besuchen Sie das Ingenieurbüro für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte während der Südback in Stuttgart – vom 22. bis 25. Oktober – in Halle 9, Stand B29. Die Fachleute von ELEKOM freuen sich schon jetzt auf Ihren Besuch.

Cappuccino: Bundeskartellamt verhängt Millionengeldbußen

Bonn. (19.10. / bund) Wegen Abstimmung einer Preiserhöhung bei Instant-Cappuccino hat das Bundeskartellamt Geldbußen in Höhe von rund neun Millionen Euro gegen die Kraft Foods Deutschland GmbH (Bremen) und die Krüger GmbH + Co. Kommanditgesellschaft (Bergisch-Gladbach) verhängt. Eingeleitet wurde das Verfahren durch einen Bonusantrag der Melitta Kaffee GmbH (Bremen), gegen die deshalb keine Geldbuße verhängt wurde. Kraft Foods wurde für die Kooperation bei der Aufklärung der Vorwürfe eine Reduktion der Geldbuße gewährt. Die abgestimmte Preiserhöhung bezog sich sowohl auf den Fabrikabgabepreis als auch auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP). In Telefongesprächen zwischen leitenden Mitarbeitern der Unternehmen wurden Höhe und Zeitfenster der beabsichtigten Preiserhöhung besprochen. Gegenstand waren dabei exakte Beträge zwischen 20 und 40 Cent je Packung für den Fabrikabgabepreis sowie für die Regalpreis- und Aktionspreisempfehlungen der verschiedenen Produkte. Solche Absprachen verursachen hohen volkswirtschaftlichen Schaden und die Verbraucher dürften spürbar zu viel bezahlt haben, heißt es aus Bonn. Die Geldbuße gegen Kraft Foods ist bereits rechtskräftig; ihr ging eine einvernehmliche Einigung voraus. Die Geldbuße gegen Krüger ist dagegen noch nicht rechtskräftig. Gegen den Bußgeldbescheid kann Einspruch eingelegt werden, über den das OLG Düsseldorf entscheidet. Mit dem vorliegenden Fall hat das Bundeskartellamt nach den beiden bereits abgeschlossenen Verfahren gegen Kaffeeröster in den Bereichen des LEH und des Außer-Haus-Verzehrs nunmehr alle Verfahren wegen horizontaler Preisabsprachen im Segment Röstkaffee und Cappuccino abgeschlossen.


TRENDS + KONZEPTE


Deutscher Kältepreis: erstmals auch für Kleinbetriebe

Berlin. (21.10. / bmu) 2012 vergibt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) den 4. Deutschen Kältepreis. Preisgelder von insgesamt 52.500 Euro warten auf die Preisträger. «Der Deutsche Kältepreis schafft Anreize für energieeffiziente und zukunftsweisende Entwicklungen im Bereich der Kältetechnik. Gleichzeitig werden damit innovative Konzepte bekannt gemacht, die als Best-Practices mit gutem Beispiel voran gehen», sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH, die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Kälte für das BMU die Organisation und Ausrichtung übernimmt. Dieses Jahr richtet sich der Kältepreis erstmals – explizit – auch an kleine Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern, heißt es in einer Mitteilung (PDF) aus Berlin. Insgesamt sind neun Förderpreise in den Kategorien «Kälte- oder klimatechnische Innovation», «Installation von Kältemaschinen oder/und Klimaanlagen durch kleine Unternehmen» sowie «Kälte- oder klimatechnische Sonderanwendung» ausgelobt. Details siehe co2online.de.

«ProEclair»: interessante Idee für Spritzkuchen + Co.

München / Stuttgart. (17.10. / fg) Windbeutel und andere Gebäcke aus Brandmasse sollen leicht und locker schmecken. Sind jedoch zu viele Mikroorganismen enthalten, geht diese beim Backen nicht auf. Forscher haben nun eine Anlage entwickelt, die sich nach jeder hergestellten Charge automatisch selbst reinigt. Die Masse ist daher steril und kann erstmals in großen Mengen dezentral hergestellt und an Bäckerfilialen ausgeliefert werden. Diese und andere Kombinationen von Reinigungsverfahren und Anlagendesign zeigen Forscher während der internationalen Fachmesse «parts2clean» vom 25. bis 27. Oktober in Stuttgart. Die Erfinder kommen ebenfalls aus dem Ländle: Forscher des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB aus Stuttgart hatten sich im Rahmen des EU-Projekt «ProEclair» (Englisch) für die Brandmasse ins Zeug gelegt. Einen Prototypen der Anlage nahmen die Forscher bei einem Industriepartner bereits in Betrieb, heißt es in einer Mitteilung (Deutsch). Typische Erzeugnisse aus Brandmasse sind – neben Windbeuteln und Eclairs – Spritzkuchen, Krapfen oder Klöße, Profiteroles, Lucca-Augen und Churros. Es könnten aber auch Tortenböden (etwa die Saint-Honoré-Torte) und Marillenknödel aus Brandmasse hergestellt werden, weiß Wikipedia.


MARKETING + VERKAUF


«Backen wir’s an!»: Bürgerbüro gewinnt Innovationspreis

Ravensburg. (19.10. / rv) Das Bürgerbüro der Stadt Ravensburg vermittelt Bürger/innen kreativ und erfolgreich ins Ehrenamt. Diese Kreativität wurde jetzt in Potsdam – zum zweiten Mal nach 2009 – mit dem bundesweiten Innovationspreis für Freiwilligenagenturen ausgezeichnet. Für sein Migrationsprojekt «Backen wir’s an!» wurde es von der Jury für einen Start-up-Preis in Höhe von 1.000 Euro ausgewählt. Unter dem Motto «Gemeinsam lokal engagiert» vergab die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) insgesamt 13.000 Euro Preisgeld an sechs Freiwilligenagenturen, die als Netzwerker mit innovativen und kreativen Vorhaben lokale Herausforderungen anpacken. Das Bürgerbüro der oberschwäbischen Kreisstadt wurde von der Jury mit seinem Migrationsprojekt für einen Start-up-Preis in Höhe von 1.000 Euro ausgewählt. Bei diesem Projekt backen Migrant/innen ihren traditionellen Lieblingskuchen in Zusammenarbeit mit der Bäckerei Hamma und verkaufen diesen gemeinsam mit Ehrenamtlichen des Bürgerbüros am ersten Samstag des Monats auf dem Wochenmarkt. Dabei versuchen sie, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Für Innungsbäcker: eigene Großplakate leicht gemacht

Berlin. (18.10. / ZV) Mitgliedsbetrieben der Bäckerinnungen steht ab sofort im geschützten Bereich unter baeckerhandwerk.de die Möglichkeit zur Schaltung individualisierter Großplakate zur Verfügung. Die Auswahl an Motiven für die Kampagnen sei groß, meldet die Werbegemeinschaft. Demnach lassen sich Großflächenplakate durch wenige Klicks mit dem eigenen Logo und der eigenen Anschrift versehen. Die werden dann in unmittelbarer Nähe zum Betrieb automatisch plakatiert – Ort und Zeit legen die Bäcker fest. Für diesen Service kooperiert der Zentralverband mit dem Plakat-Anbieter «123Plakat». «In unserem Plakat-Buchungs-Portal finden die Betriebe attraktive Motive für jeden Zweck, kombiniert mit schlagkräftigen Texten. Damit können sie sich an der Plakatwand um die Ecke werbewirksam in Szene setzen – zum Beispiel auf dem Parkplatz des nächsten Discounters», sagt ZV-Präsident Peter Becker. «Wir geben unseren Mitgliedern ein tolles Instrument an die Hand, mit dem sie sich im Wettbewerb behaupten können. Zum Beispiel auf dem hart umkämpften Frühstücksmarkt». Weitere Marketingmaterialien, wie etwa Handzettel, Theken-Aufsteller oder Deckenhänger sind bereits in Planung, heißt es aus Berlin.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Die Hungermacher: Spekulieren auf Kosten der Ärmsten

Berlin. (19.10. / fw) «Mit Essen spielt man nicht». Das haben uns schon unsere Eltern eingeimpft. «Auch nicht an der Börse» – möchte man heute hinzufügen, wo wir mit ansehen müssen, wie die Spekulation mit landwirtschaftlich erzeugten Rohstoffen die Nahrungsmittelpreise weltweit in die Höhe treiben. Auch «Landgrabbing» gehört dazu – für die einen ein durchaus legitimes Monopoly, für die anderen eine moderne Form des Kolonialismus. Investmentbanken und die Verwalter von Versicherungen, Pensionsfonds wie Stiftungen machten sich dadurch mitschuldig an Hungersnöten in den ärmsten Ländern der Welt, heißt es im Foodwatch-Report «Die Hungermacher – Spekulieren auf Kosten der Ärmsten» (Format PDF; 2’441 KB). Auf 88 Seiten versucht die Verbraucherorganisation, das vielschichtige Thema aus Sicht von Foodwatch auf den Punkt zu bringen und so zu vermitteln, dass auch Herr und Frau Deutschländer besser verstehen, worum es geht. Eine begleitende E-Mail-Aktion soll helfen, auf politischer Ebene geeignete Instrumente gegen diese Spekulation zu entwickeln und durchzusetzen.

BMELV: Lebensmittel aus heimischen Rohstoffen haben Vorrang

Berlin. (19.10. / bmelv) Das BMELV will Forschungsvorhaben zur Entwicklung und Herstellung von neuen Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten aus heimischen Eiweißpflanzen wie Erbsen und anderen Leguminosen gezielt unterstützen. «Erbsen und Ackerbohnen sind besonders reich an wertvollen Eiweißen und wertvollen Pflanzenstoffen. Mit den neuen Forschungsvorhaben wollen wir die Vermarktungschancen für Lebensmittel, die aus Erbsen oder Ackerbohnen hergestellt sind, erhöhen und den seit Jahren sinkenden Anbau von heimischen Eiweißpflanzen wiederbeleben», sagte Bundesministerin Ilse Aigner anlässlich der Übergabe von Zuwendungsbescheiden für das Forschungsvorhaben «Innovative und ganzheitliche Wertschöpfungskonzepte für Lebensmittel aus heimischen Körnerleguminosen vom Anbau bis zur Nutzung» in Berlin. Gegenstand des geplanten Vorhabens sind Entwicklungsarbeiten von der Züchtung über Anbau, Verarbeitung, Produktentwicklung bis hin zu Studien zur Verbraucherakzeptanz sowie ökonomische Analysen. An dem Projekt beteiligen sich sieben Forschungseinrichtungen, neun Industrieunternehmen sowie die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung. Ein Lenkungsgremium wird das Verbundvorhaben beratend begleiten. Das Gesamtvolumen des Verbundvorhabens beträgt etwa drei Millionen Euro und wird mit Mitteln aus dem Innovationsprogramm in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro vom BMELV finanziell unterstützt. Das Vorhaben, das Teil einer umfassenden Eiweißpflanzen-Initiative ist, hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Nordzucker: profitiert von guten Marktbedingungen

Braunschweig. (17.10. / nag) Die Nordzucker AG konnte von guten Marktbedingungen profitieren und das erste Halbjahr 2011/2012 mit einem sehr erfreulichen Ergebnis abschließen. Fortlaufende interne Effizienzmaßnahmen sowie die in 2010 abgeschlossene Bereinigung der Beteiligungsstruktur zahlten sich nun aus, heißt es aus Braunschweig. Nordzucker erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2011/2012 einen Umsatz von 900,3 Millionen Euro. Der Periodenüberschuss lag mit 72,6 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis (33,8 Millionen Euro). Der erwirtschaftete Umsatz sank leicht unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 914,0 Millionen), denn durch die unterdurchschnittliche Kampagne 2010/2011 waren geringere Zuckermengen zur Vermarktung verfügbar. Der Mengenrückgang konnte jedoch Dank hoher Marktpreise fast vollständig kompensiert werden. Das operative Ergebnis (Ebit) im ersten Halbjahr betrug 112,0 Millionen Euro (Vorjahr: 83,1 Millionen). Unter Berücksichtigung von Steuern und Zinsen ergab sich ein Periodenüberschuss von 72,6 Millionen Euro (Vorjahr: 33,8 Millionen). Die positive Ergebnisentwicklung ließ zudem den Eigenkapitalanteil deutlich ansteigen. Verglichen mit dem entsprechenden Stichtag des Vorjahrs ergab sich eine Zunahme um 115,8 Millionen Euro auf 854,6 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erreichte 50,6 Prozent. Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Finanzmittel) sank im gleichen Zeitraum von 250,1 auf 148,0 Millionen Euro. Angesichts der anhaltend guten Marktsituation geht der Konzern für das gesamte Geschäftsjahr 2011/2012 von einer positiven Entwicklung aus. Nordzucker werde das Vorjahresergebnis vermutlich «bei weitem übertreffen», sagt der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Krispy Kreme to expand in the UK

Hamburg. (bm) Krispy Kreme Doughnuts Inc., member of the South Korean Lotte Group, announced that it has signed a new development agreement with its franchisee in the United Kingdom, Krispy Kreme UK Limited, under which the franchisee has agreed to open an additional 35 locations in Great Britain over the next six years. Krispy Kreme UK currently operates 45 doughnut shops across the country. Other topics of the week:

Title Region Date
Lantmännen: CEO Per Strömberg is leaving the Group (SE) Fri 10-21
Nestle: reports strong, broad-based organic growth (CH) Fri 10-21
Food Ingredients Asia 2011: Exceed All Expectations (TH) Fri 10-21
Cheesecake Factory: Reports Results for Q3/2011 (US) Fri 10-21
ABA: CFTC Vote Includes ABA Proposal on Position Limits (US) Fri 10-21
Food Ingredients Europe: 25 Years of Food Innovation (NL) Thu 10-20
Cocoa: WCF, USAID and IDH Launch African Initiative (US) Wed 10-19
Cloetta Q4/2011: Lower Sales but Profit on Par with Q4/2010 (SE) Tue 10-18
Krispy Kreme: to Expand in the United Kingdom (US) Mon 10-17
Bunge Limited: appoints new independent director (US) Mon 10-17
Ukraine: becomes world’s largest sunflower oil exporter (UA) Sat 10-15
Ukraine: grain stocks up 23% compared to last year (UA) Sat 10-15


REZEPTE + IDEEN


Moseltaler Winzer-Wähe: Gaumenschmaus aus dem Südwesten

Image Bonn. (20.10. / GMF) Es ist Herbst und für diese Zeit schlägt uns der Rezeptkalender der Bonner GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung die «Moseltaler Winzer-Wähe» vor. In Kombination mit Federweißem oder nicht ist das Rezept bei WebBaecker-Leserinnen und Lesern sehr beliebt. Die Herstellungsanleitung bezieht sich auf vier Portionen.

Zutaten: Für den Teig 125g Mehl Type 1050, 125g Mehl Type 405, 1/2 Würfel Backhefe, 1 gestrichenen Tl Salz, 1 Prise Zucker, 20g zerlassenes Butterschmalz, 1/8l lauwarme Milch. Für den Belag 300g Schweinefilet, 100g durchwachsenen Speck in Scheiben, 150g weiche Backpflaumen, 1 Stange Porree, 3 Eier, 75g Creme Fraiche, 50ml Sahne, Salz, weißen Pfeffer aus der Mühle.

Zubereitung: Die Hefe zerbröckeln und in der Milch mit einer Prise Zucker auflösen. Mehl, Butterschmalz und Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig angehen lassen. In der Zwischenzeit die Speckscheiben in einer beschichteten Pfanne hellbraun braten, herausnehmen und zur Seite stellen. Schweinefilet in dünne Scheiben schneiden und kurz im Speckfett anbraten, beiseite stellen. Porree in Ringen ebenfalls in die Pfanne geben und 5 Minuten dünsten. Backpflaumen halbieren. Den Hefeteig nochmals durchkneten und eine gefettete Form (32 cm) damit auskleiden, an den Rändern etwas hochziehen. Erneut einige Zeit gehen lassen, dann mit Schweinefilet, Porree, Backpflaumen und Speckscheiben belegen. Eier mit Sahne und Crème Fraîche verquirlen und mit Salz und reichlich weißem Pfeffer aus der Mühle würzen. Den Guss über der Wähe verteilen und im Backofen bei 200° Celsius 25 bis 30 Minuten backen.

Nährwert: Je Portion 730 kcal / 3090 kJ.

Quelle: https://www.gmf-info.de/info/verbrauchertipps/rezept10.htm