Donnerstag, 25. Februar 2021

WB-39-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 39. KW 2012 (22.09. bis 28.09.)
Download: https://www.webbaecker.de/12archivphp/wb3912.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. VK Mühlen: legt Wesermühlen Hameln still
02. Lebensmittelkontrolle: Heinz KG kassiert Rüffel
03. Valora Holding: übernimmt Ditsch Gruppe
04. Löwenbäcker: Großbäcker meldet Insolvenz an
05. Großbäcker: Angebotsvielfalt steigt dank Industrie
06. Großbäcker: über die Struktur des Backwarenmarkts
07. Großbäcker: Konzentration setzt sich fort

TERMINE + EVENTS:
08. Bayern: Unternehmensführungstagung zu Social Media
09. DLG: über den «Brennpunkt Lebensmittelkommunikation»
10. Coteca: Veranstalter mit Entwicklung zufrieden
11. iba 2012: Hohe Investitionsbereitschaft prägte Weltleitmesse

MANAGEMENT + BETRIEB:
12. ZDH: Mehr Energieeffizienz lohnt sich für KMU mehrfach
13. ADB Weinheim: vereinbart Partnerschaft mit ZDS
14. Großbäcker: planen Pilotprojekt zu IFS Food Hygieneaudits
15. Tegut: ordnet seine Geschäftsfelder neu

TRENDS + KONZEPTE:
16. Brotfermentation: Ein Sauerteig kommt selten allein

MARKETING + VERKAUF:
17. Studie: Bereitschaft zum Lebensmittelkauf on Line steigt
18. «Filial-Ranking»: Ermitteln Sie Renner und Penner
19. Brot-Symposium: Ein Grundnahrungsmittel im Wandel der Zeit

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
20. Studie: «Quality Eater» erobern den Supermarkt
21. Brot + Co.: Pro-Kopf-Verbrauch bei 57 Kilo stabil
22. Großbäcker: Brot und Gebäck bleiben preiswert

PERSONEN + EHRUNGEN:
23. DLG: 25 Jahre «Preis der Besten»
24. iba-Cup Konditorei: Südkorea vor Taiwan und Deutschland
25. BVE: Geschäftsführerin wechselt zum Tiefkühlinstitut
26. Großbäcker: berufen neuen Geschäftsführer

BOOKMARKS + BOOKS:
27. BVE: bietet kompakte Daten zur Ernährungsindustrie 2012
28. Global Industry: Aryzta announces 2012 financial results

REZEPTE + IDEEN:
29. Pain de Lodéve: Klassiker für viele Gelegenheiten


MARKT + UNTERNEHMEN


VK Mühlen: legt Wesermühlen Hameln still

Hamburg. (27.09. / vkm) Im Rahmen der konzernweiten Modernisierung und Restrukturierung unterzieht die VK Mühlen AG alle Produktionsstandorte einer betriebswirtschaftlichen Prüfung. Nach Analyse zahlreicher Szenarien plant das Unternehmen jetzt, die Wesermühlen Hameln still zu legen. Kunden würden künftig von anderen, modernisierten VK-Mühlen-Standorten aus beliefert. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Kempkes weist in einer Mitteilung darauf hin, dass im zunehmend harten Wettbewerb nur bestehe, «wer Mehl zu niedrigeren Kosten bei gleichzeitig höherem Qualitätsniveau produzieren kann». Dazu bedürfe es der «Konsolidierung von Standorten und der Bündelung von Produktionsaufträgen in einem ohnehin durch hohe Überkapazitäten geprägten Verdrängungsmarkt». VK Mühlen hat 2011 bundesweit alle neun Mühlen mit Blick auf die Rohwarenbeschaffung, Kunden, Verkehrsinfrastruktur und technische Ausstattung überprüft. Im Ergebnis entschieden sich die Müller zum Beispiel in Köln, Frankfurt, Landshut und Jarmen für millionenschwere Investitionen. Auch für die Wesermühlen Hameln, die seit geraumer Zeit empfindliche Verluste produzierten, wurden mehrere Modernisierungs- Szenarien entwickelt und auf Machbarkeit geprüft. «Leider hat sich keines dieser Szenarien gerechnet», sagt Kempkes. Die Produktion (der Standard-Typen-Mehle …) wird nach Stilllegung auf andere, technisch modern ausgestattete Mühlen des Konzerns verlagert. In Hameln verbleibt allein die Herstellung von thermisch behandelten Spezialmehlen für die nationale und internationale Industrie.

Lebensmittelkontrolle: Heinz KG kassiert Rüffel

Altdorf. (27.09. / div) Lebensmittelkontrolleure des Landratsamts Landshut hatten gemeinsam mit Mitarbeitern des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Kontrollen bei der Bäckerei-Konditorei Heinz KG vorgenommen. Dabei beanstandeten die Kontrolleure Mängel bei der Prozess- und Betriebshygiene, Reinigungsmängel sowie Mängel bei der Dokumentationspflicht. Die Mängel waren alle unter der Schwelle der Gesundheitsgefährdung und sind noch am selben Tag respektive am Tag darauf weitestgehend abgestellt worden, berichtet die Behörde. Das Landratsamt leite wegen der vorgefundenen Verstöße jedoch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen das Unternehmen ein. Die Heinz KG unterliegt der regelmäßigen Überwachung durch die Lebensmittelkontrolleure des Landratsamts Landshut. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren regelmäßig kontrolliert worden und festgestellte Mängel sind stets umgehend abgestellt worden, betont die Behörde. Das Familien geführte Unternehmen unter Leitung von Sieglinde und Reinhard Heinz zählt nach Angaben auf der Homepage rund 250 Großhandelskunden, 23 eigene Filialen, drei Produktionsstätten sowie etwa 250 Mitarbeitende. Sieglinde und Reinhard Heinz gingen nach dem jetzigen Rüffel sofort in die Offensive und informierten ihr Umfeld ausführlich.
P.S.: Dabei mag es «pikant» sein, dass die Höflinger Müller GmbH, in Teilen Nachfolgerin der bankrotten Müller Brot GmbH, bei der Heinz KG gerade Oktoberfest-Brezen produziert oder produzieren lässt – doch «wichtig» für den geschilderten Vorgang ist das nicht. Andererseits: Vor Beginn der Wiesn 2012 hatte Evi Müller der Lokalpresse gesagt, dass die Brezen in einem angemieteten Betrieb bei Landshut von «unseren eigenen Bäckern» hergestellt würden …

Valora Holding: übernimmt Ditsch Gruppe

Muttenz / CH. (26.09. / vh) Die schweizerische Valora Holding übernimmt die deutsche Ditsch Gruppe. Valora übernimmt mit der Brezelbäckerei Ditsch und dem Brezelkönig ein kleinflächiges Retailformat mit 230 Verkaufsstellen in Deutschland und der Schweiz. Der Jahresumsatz der Ditsch Gruppe beträgt rund 190 Millionen Schweizer Franken (knapp 157 Millionen Euro) und weist mit einer Ebit-Marge von mehr als 14 Prozent eine hohe Profitabilität aus. Das integrierte Geschäftsmodell – Produktion und Vertrieb von Laugenbackwaren – mit einem hervorragenden Verkaufsstellennetzwerk im Agentursystem ermögliche den Einstieg in den attraktiven und stark wachsenden Sofortverzehr-Markt, heißt es in einer ausführlichen Mitteilung (PDF). Die mit 195 Verkaufsstellen bundesweite Abdeckung in Deutschland sowie der hohe Bekanntheitsgrad der 35 Brezelkönig-Verkaufsstellen in der Schweiz böten ein bedeutendes Potenzial für weiteres Wachstum. Zum Kaufpreis insgesamt wurde Stillschweigen vereinbart. Ein Teil des Kaufpreises jedenfalls – rund 100 Millionen CHF (gut 82 Millionen EUR) – werde in Valora Aktien gezahlt. Hierzu wird Valora rund 635‘000 neue Aktien an Peter Ditsch ausgeben. Nach Abschluss der Transaktion wird Ditsch als Ankeraktionär 18,5 Prozent der ausstehenden Aktien halten. Ditsch verlagert dann seine Tätigkeit von der operativen auf die strategische Ebene und wird 2013 wohl in den Verwaltungsrat der Valora Holding einziehen. Die Gesamtleitung des Geschäftsbereichs Ditsch/Brezelkönig übernimmt Thomas Eisele, bisheriger Leiter Corporate Business Development bei Valora. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamts.

Löwenbäcker: Großbäcker meldet Insolvenz an

Leipzig. (26.09. / ag) Wie das zuständige Amtsgericht unter dem Aktenzeichen 403.IN.2268/12 mitteilt, hat die LBL Löwenbäcker Leipzig GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Stefan Huhn, am 21. September Insolvenz angemeldet. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Lucas F. Flöther aus Leipzig. Das traditionsreiche Unternehmen – gegründet 1711 – gehört seit 2004 zur Ostendorf Gruppe und ist ein Schwesterunternehmen der Müller Brot GmbH, die Mitte Februar vor dem Amtsgericht Landshut Insolvenz angemeldet hatte. Den Angaben auf der Homepage ist zu entnehmen, dass der Löwenbäcker – zumindest in den letzten Jahren – etwa 30 Millionen Euro per Anno umsetzte und rund 240 Mitarbeitende zählt. Der Backwarenausstoß beträgt oder betrug bis vor kurzem 100 Tonnen pro Tag. Unter den Marken Löwenbäcker, Bäckers Bestes sowie diverse Handelsmarken produziert die Leipziger Großbäckerei Ganz- und Schnittbrote, Bauernbrote, Vollkornbrote, Toast, Kleinbackwaren, Sandwichs, SB-Kuchen, Feingebäck, Kuchen sowie Aufback- und Tiefkühlware. Als Geschäftsführer zeichnen laut Homepage Klaus Ostendorf und der bereits genannte Stefan Huhn verantwortlich. Nach Angaben der Lokalpresse gab es im Frühjahr Probleme mit der Lohn- und Gehaltszahlung. Explodierende Energie- und Rohstoffpreise, Lieferprobleme sowie die Kündigung der Zusammenarbeit durch einen Diskonter per Ende Oktober haben jetzt den Gang zum Insolvenzgericht erforderlich gemacht.

Großbäcker: Angebotsvielfalt steigt dank Industrie

Düsseldorf. (24.09. / gb) «Auch wenn die Zahl der Bäckereien in den nächsten Jahren weiter zurückgehen wird, das Angebot an Brot und Backwaren wird dank der Großbäckereien weiter steigen», sagte Helmut Klemme, Präsident des Verbands Deutscher Großbäckereien, dieser Tage in Düsseldorf. «Gerade Großbäckereien haben sich bereits in der Vergangenheit durch zahlreiche Innovationen bei Herstellung und Produkten ausgezeichnet». Die Zahl der Bäckereien wird in Deutschland nach Auffassung des Verbands weiter sinken, von derzeit knapp 14.000 Betrieben langfristig auf etwa 8.000 Einheiten. Parallel zu dieser Entwicklung werde der Marktanteil der Großbäckereien weiter steigen. Die 34 größten Bäckereien hatten nach den letzten verfügbaren Zahlen von 2010 einen Marktanteil von rund 30 Prozent, die 12.000 kleinsten Unternehmen von nur noch 20 Prozent. «Dieser Trend wird sich fortsetzen», sagt Klemme. Der Druck auf die kleineren Betriebe werde weiter zunehmen, denn 60 Prozent aller Einkäufe erfolgten heute im Lebensmittel-Einzelhandel. Hinzu komme, dass immer mehr Handelspartner sich selbst in der Herstellung von Brot und Backwaren engagierten. Backstationen nähmen besonders bei den Diskontern zu.

Großbäcker: über die Struktur des Backwarenmarkts

Düsseldorf. (24.09. / gb) Der Backwarenmarkt in Deutschland zeichnet sich nach wie vor aus durch eine große Produktvielfalt und leistungsfähige Hersteller in allen Betriebsgrößen. Nach der letzten verfügbaren Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamts für 2010 nimmt die Gesamtzahl der Unternehmen seit Jahren ab. Neuere Zahlen der amtlichen Statistik für das 2011 werden voraussichtlich im März 2013 vorliegen. Von mehr als 20.000 Unternehmen im Jahr 2000 ist die Zahl der Unternehmen um rund 6.000 Unternehmen in zwölf Jahren zurückgegangen. Diese Tendenz wird sich nach übereinstimmender Meinung aller Experten fortsetzen, nahezu ausschließlich bei den Betrieben mit einem Umsatz von weniger als einer Million Euro – heißt es in einer Mitteilung des Verbands Deutscher Großbäckereien anlässlich der Jahrspressekonferenz in dieser Woche.

Größenklasse Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl
in Millionen Euro 2006 2007 2008 2009 2010
bis 01 14.666 14.076 13.511 12.249 11.938
01 bis 10 1.887 1.913 1.977 1.925 1.926
10 bis 50 149 163 176 180 193
50 bis 250 21 24 26 24 29
über 250 3 3 3 4 5
insgesamt 16.726 16.179 15.693 14.382 14.091

Der Umsatz 2010 ist gegenüber 2009 um mehr als 400 Millionen Euro gestiegen. Dieses Wachstum werde sich fortsetzen, wenn auch voraussichtlich in geringerem Umfang, heißt es aus Düsseldorf.

Großbäcker: Konzentration setzt sich fort

Düsseldorf. (24.09. / gb) 2.153 Backwaren produzierende Unternehmen haben einen Umsatz von mehr als einer Million Euro erwirtschaftet und halten einen Marktanteil von insgesamt 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf die knapp 12.000 Unternehmen mit einem Umsatz von unter einer Million Euro. Ihr Marktanteil verringert sich kontinuierlich. Die 34 größten Unternehmen 2010 in der Größenklasse von über 50 Millionen Euro haben heute einen Marktanteil von 30 Prozent – heißt es vom Verband Deutscher Großbäckereien anlässlich der Jahrspressekonferenz in Düsseldorf.

Größenklasse 2008 2008 2008 2009 2009 2009 2010 2010 2010
in Millionen Euro Firmen Umsatz MA Firmen Umsatz MA Firmen Umsatz MA
bis 01 13.511 3.799 23 12.249 3.509 21 11.938 3.445 20
01 bis 10 1.977 4.972 29 1.925 4.915 29 1.926 4.952 29
10 bis 50 176 3.386 20 180 3.643 21 193 3.792 22
50 bis 250 26 2.412 14 24 2.346 14 29 2.687 15
über 250 3 2.345 14 4 2.575 15 5 2.520 15
insgesamt 15.693 16.914 100 14.382 16.988 100 14.091 17.396 100


TERMINE + EVENTS


Bayern: Unternehmensführungstagung zu Social Media

München. (28.09. / liv) Die 19. Unternehmensführungstagung 2012 des Landesinnungsverbands für das bayerische Bäckerhandwerk eröffnet mit dem Themenkomplex «Social Media» ein neues Feld. Standen bislang abwechselnd die Themen Management, Marketing und – wie im letzten Jahr – Personalführung im Mittelpunkt, kommt nun als vierte Säule der bewährten Tagung der Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln und deren planmäßiger Einsatz zum Erreichen der Betriebsziele hinzu. Wie bedeutend das Thema ist, zeigt sich alleine schon daran, daß ein Großteil handwerklicher Bäckereien noch nicht im Netz und damit bei vielen Menschen nicht präsent ist, nahezu zwei Drittel der Unternehmen über keine Social Media Strategie verfügen, fast jede zweite Bäcker-Homepage rechtlich angreifbar ist, ein zunehmender Umsatzanteil über Internet-Bestellungen läuft und die Rekrutierung neuer Mitarbeiter heute vorzugsweise online erfolgt. Es gibt also viele Gründe, sich mit dem Thema Social Media zu befassen. Der Erfolg jener, die beizeiten die Bedeutung zeitgemäßer Kommunikation erkannt haben, zwingt zukunftsorientierte Unternehmer geradezu, sich einen Platz auf der LIV-Unternehmensführungstagung 2012 zu sichern – am 06. und 07. November im Tagungshotel Schindlerhof in Nürnberg. Anmeldungen sind erbeten unter msg@baecker-bayern.de oder Telefon 089/5442130.

DLG: über den «Brennpunkt Lebensmittelkommunikation»

Frankfurt. (25.09. / dlg) «Vertrauen» rangiert nach «Frische» und «Preis» auf Platz drei der wichtigsten Kriterien beim Kauf von Lebensmitteln. Allerdings misstrauen knapp 60 Prozent der Deutschen der Lebensmittelbranche. Eine Zahl, die aufschrecken lässt und Hersteller von Lebensmitteln dazu führen muss, «sich aus der informationellen Sackgasse zu befreien», sagte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer während der DLG-Lebensmitteltage, die Mitte September in Darmstadt stattfanden. 450 Teilnehmer aus allen Bereichen der Ernährungsbranche diskutierten zwei Tage über aktuelle Themen und Strategien. Im Zentrum der großen Plenarveranstaltung am zweiten Tag der DLG-Lebensmitteltage stand das Thema «Lebensmittelkommunikation».

Coteca: Veranstalter mit Entwicklung zufrieden

Hamburg. (24.09. / hmc) Nach den drei Tagen, an denen sich die Fachwelt des Tees, Kaffees und Kakaos während der Coteca Tea, Coffee and Cocoa Global Industry Expo an der Alster getroffen hat, ziehen alle Seiten eine sehr zufriedene Bilanz. Besonders die hohe Beteiligung internationaler Aussteller und Besucher sowie die Fachlichkeit des Publikums fielen positiv ins Gewicht. Insgesamt kamen rund 3.000 Teilnehmer Mitte September zur Fachmesse, die jedes zweite Jahr stattfindet. «Wir sind wirklich sehr zufrieden, wie sich die Coteca seit ihrem Auftakt 2010 entwickelt hat», sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH. «Die 125 Aussteller, die wir 2012 begrüßten konnten, bedeuten einen Zuwachs von 20 Prozent. Es waren bei dieser zweiten Auflage der Coteca bereits 30 statt 20 Länder unter den Ausstellern vertreten, was uns sehr positiv für die Zukunft stimmt. Man konnte auch auffallend viele internationale Besucher auf der Messe antreffen». Über 30 Prozent der Fachbesucher kamen aus dem Ausland. Vor allem die skandinavischen und osteuropäischen Länder sowie die Niederlande waren stark vertreten, aber auch aus Übersee und dem arabischen Raum waren Fachleute zur Coteca angereist.

iba 2012: Hohe Investitionsbereitschaft prägte Weltleitmesse

München. (22.09. / ghm) Fit für die nächsten drei Jahre: Die iba 2012 an der Isar bot den 70.000 Bäckern, Konditoren, Gastronomen und Entscheidungsträgern aus dem LEH einen Blick in die Zukunft – Informationen, die für die Zeit bis zum nächsten Weltmarkt des Backens geldwert sind, heißt es im offiziellen Schlussbericht aus der Feder der Messegesellschaft. Sechs Tage lang informierten sich die Fachbesucher über die Entwicklungen des Marktes und die kommenden Trends der Branche. Dabei verzeichnete die iba eine neue Bestmarke: 1.255 Aussteller aus 58 Ländern sorgten für einen kompletten Marktüberblick, für den das Fachpublikum in der Befragung Topwerte vergab. 94, 5 Prozent der Besucher waren sich einig: Das Produktspektrum der iba ist einmalig und verdiene daher die Noten «ausgezeichnet bis gut». Insgesamt kamen Besucher aus 177 Ländern zur iba nach München.


MANAGEMENT + BETRIEB


ZDH: Mehr Energieeffizienz lohnt sich für KMU mehrfach

Berlin. (28.09. / zdh) Wer die Energiekosten senkt, schafft sich Wettbewerbsvorteile – Investitionen machen sich hier schnell bezahlt, besonders für kleinere und mittlere Unternehmen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) empfiehlt Betrieben daher, sich von qualifizierten Energieberatern frühzeitig Einsparungspotentiale aufzeigen zu lassen. Die Kosten dafür werden von der KfW gefördert. Unternehmen mit hohen Energiekosten, die zum Beispiel im Rahmen anstehender Investitionen in Modernisierungen oder Baumaßnahmen ihre Energieverbräuche erheben oder optimieren wollen, können sich bei der dafür notwendigen Beratung von der KfW unterstützen lassen: Mit dem Programm «Energieberatung Mittelstand» fördert die KfW professionelle Energieberatungen in kleinen und mittleren Unternehmen. Bedingung: Die Energiekosten müssen jährlich 5.000 Euro übersteigen.

ADB Weinheim: vereinbart Partnerschaft mit ZDS

Berlin. (25.09. / ZV) Mitte September vereinbarten die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim (ADB) und die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) aus Solingen während der iba in München eine Partnerschaft. Die Zusammenarbeit der zwei renommierten Institute nütze der gesamten Branche, sagt Bäcker-Präsident Peter Becker. «Bei aller Verschiedenartigkeit – die ZDS mit Fokus auf die Süßwarenindustrie, die Bundesakademie mit Fokus auf das Bäckerhandwerk – gibt es im Bereich der süßen Backwaren eine Schnittmenge, in der man voneinander lernen kann». Die 1951 gegründete ZDS ist das weltweit renommierteste Aus- und Weiterbildungsinstitut für die Süßwarenindustrie. Neben der berufsschulischen Ausbildung von Fachkräften für Süßwaren- und Lebensmitteltechnik organisiert die ZDS Vorbereitungslehrgänge für die Industriemeister-Prüfung und bildet zum staatlich geprüften Lebensmitteltechniker aus. Ebenso wie die ADB Weinheim ist die ZDS weit über die Grenzen Deutschlands hinaus für ihre Seminare bekannt.

Großbäcker: planen Pilotprojekt zu IFS Food Hygieneaudits

Düsseldorf. (22.09. / gb) Der International Food Standard IFS und der Verband Deutscher Großbäckereien werden gemeinsam in einem Pilotprojekt Möglichkeiten zur Optimierung der IFS-Prüfungen in Großbäckereien prüfen. «Gemeinsam wollen wir auch aus dem Hygieneskandal bei Müller-Brot Anfang des Jahres die richtigen Konsequenzen ziehen, um die Lebensmittelsicherheit in der Backbranche und die Qualität der Prüfungen weiter zu verbessern», sagt Armin Juncker, Hauptgeschäftsführer des Verbands mit Sitz in Düsseldorf. Experten aus Mitgliedsunternehmen des Verbands, des IFS, des Handels und von Zertifizierungsstellen werden die Praxisphase im Herbst 2012 begleiten. Nach Auswertung der Ergebnisse sollen zwei Aspekte im Vordergrund stehen: Zum einen soll die Auswahl der Auditoren in Zukunft durch das IFS erfolgen und nicht mehr durch den zu zertifizierenden Betrieb. Zum anderen sollen unangekündigte IFS Hygienechecks respektive IFS Food-Audits eingeführt werden.

Tegut: ordnet seine Geschäftsfelder neu

Fulda. (22.09. / tgs) Die Tegut Unternehmensgruppe hat sich in den letzten Jahren vielfältig weiterentwickelt: Im Handel wurden neue Vertriebskonzepte entwickelt, wie das «Lädchen für alles» und die «Tegut City-Märkte», zudem sind neue Unternehmensbereiche hinzugekommen, wie das Catering-Unternehmen Tegut Bankett GmbH und das Qualitätssicherungsunternehmen Quant GmbH. Deshalb sei es wichtig, die Struktur der Gruppe dieser Entwicklung anzupassen, heißt es aus Fulda. Das operative Handelsgeschäft, das bislang in der Tegut Gutberlet Stiftung + Co. KG eingebettet war, wird in eine neue Gesellschaft überführt und damit zu einer weiteren 100-prozentigen Tochter der Tegut Gutberlet Stiftung + Co. KG. Diese ist damit in Zukunft eine reine Holding, die alle Gesellschaftsanteile ihrer Tochtergesellschaften hält. Thomas und Johannes Gutberlet werden neben ihrer Funktion als Vorstände der Tegut Gutberlet Stiftung + Co. KG in Zukunft Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sein. Im Rahmen eines Betriebsübergangs werden alle Werte, Verträge und Mitarbeitenden der Tegut Gutberlet Stiftung + Co. KG in die neue Gesellschaft wechseln. Mit der angestrebten, neuen Gesellschaft und dem Betriebsübergang ändert sich für sie nur die Rechtsform des Arbeitgebers. Ansonsten bleiben alle Leistungen, Verpflichtungen, Betriebsrat sowie Betriebszugehörigkeit unverändert erhalten. Bei den bisherigen Tegut Töchtern wie KFF, Herzberger Bäckerei, Tegut Bankett oder Quant Qualitätssicherung ändert sich nichts.


TRENDS + KONZEPTE


Brotfermentation: Ein Sauerteig kommt selten allein

Isernhagen. (26.09. / is) Die IsernHäger Brotfermentation ist die patentierte Technologie für die Verwertung von hygienisch einwandfreiem Restbrot im Sauerteig. Die Brotfermentation ermöglicht es, bis zu 50 Prozent des eingesetzten Mehls durch Brot zu ersetzen. Sie ist sehr vielseitig einsetzbar und findet Verwendung in Roggenbroten, Mischbroten und Weizenbackwaren. Sie verbessert Geschmack und Aroma und bewirkt eine längere Frischhaltung der Brote. Die Brotfermenation ist geradezu geschaffen für Kombinationen. Sie kann mit dem IsernHäger AromaStück und einem Kochstück kombiniert werden, aber auch mit Weizensauerteigen. Schließlich kann sie als Farster Führung in einem dreistufigen Verfahren Anwendung finden. Bekannte Spezialitäten wie Vollkornbrot, Schrotbrot und Mischbrot, aber auch russisches «Zavarnoj» oder Brote baltischen Typs profitieren von der Brotfermentation. Vom steckerfertigen Edelstahlfermenter B200 Ecoline bis hin zur umfangreichen Systemline in verschiedenen Ausbaustufen halten die Vorteig-Experten aus Isernhagen für jede Betriebsgröße oder Anwendung das passende Brotfermentations-System bereit.


MARKETING + VERKAUF


Studie: Bereitschaft zum Lebensmittelkauf on Line steigt

Frankfurt. (28.09. / acn) Laut einer neuen Studie der Nielsen Marktforschung ist das Interesse der Verbraucher am Online-Einkauf von Speisen und Getränken in den letzten zwei Jahren um 44 Prozent gestiegen. Mehr als ein Viertel der Befragten weltweit gab an, im Lauf der nächsten drei bis sechs Monate Lebensmittel und Getränke über ein Gerät mit Internet-Zugang kaufen zu wollen – via Computer, Handy oder Tablet. Für die Nielsen Global Survey «Digital Influence on Grocery Shopping» wurden mehr als 28.000 Internetnutzer in 56 Ländern weltweit befragt, davon 500 in Deutschland. In Deutschland sind diese Kaufabsichten deutlich geringer ausgeprägt: Hier planen nach eigenen Angaben nur sieben Prozent der befragten Internetnutzer, Lebensmittel und Getränke im nächsten halben Jahr online zu kaufen, ebenso sieht es bei Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln aus. Immerhin 17 Prozent planen einen Onlinekauf von Hautpflege und Kosmetikprodukten …

«Filial-Ranking»: Ermitteln Sie Renner und Penner

Kronau. (27.09. / goe) Mit diesem Teilprogramm des Marvin-Moduls «Filialmanager» können Sie Kennzahlen einzelner und/oder mehrerer Filialen respektive Filialgruppen miteinander bequem vergleichen. Sie legen dabei einfach fest, welche Filialen Sie auswerten möchten und welche Kennzahlen Ihnen dafür wichtig sind. Marvin ermittelt anschließend alle benötigten Daten für den gewünschten Zeitraum, wertet sie grafisch aus und stellt diese per Seriendruck als übersichtliche Information zur Verfügung. Sie erhalten schnell und bequem aussagekräftiges Datenmaterial, wie zum Beispiel Umsatzentwicklung, Stundenleitung, Kundenumsatz, Warengruppenumsätze und vieles mehr. Die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner zeigen Ihnen gerne, wie Sie mit dem leistungsfähigen Programmteil «Renner» und «Penner» zuverlässig ermitteln.

Brot-Symposium: Ein Grundnahrungsmittel im Wandel der Zeit

München. (26.09. / hp) «Es gibt kein Stück Brot in der Welt, an dem nicht Religion, Technik und Politik mitgebacken hätten». Dieses Zitat stammt von Heinrich Eduard Jacob und ist Leitmotiv des Brot-Symposiums, das die Ludwig Stocker Hofpfisterei am 12. Oktober im Rahmen des Münchner Klimaherbstes veranstaltet. Der Eintritt ist frei, die Anmeldung erwünscht. Das Programm in Stichpunkten: Von der frühen Brotgeschichte (Dr. Caroline Ebertshäuser); Brot im christlichen Weltbild (Prof. Markus Vogt); Brot und Ackerbau – Ökologische Landwirtschaft und Welternährung (Josef Braun); Worauf es bei einem guten Brot ankommt – Ein Bericht aus der Praxis des Bäckerhandwerks (Rolf Meyer); Unser täglich Brot – Kultur und Unkultur im heutigen Umgang mit der Nahrung (Prof. Harald Lemke); Dem Zeittrend entgegen aber hochmodern – Slow Food – ein Zukunftsmodell (Dr. Ursula Hudson). Das Brot-Symposium richtet sich in erster Linie an Kunden der Hofpfisterei – gäbe aber auch Kollegen und Kolleginnen Gelegenheit, für einen Moment abseits des Tagesgeschäfts zu reflektieren.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Studie: «Quality Eater» erobern den Supermarkt

Frankfurt. (27.09. / ndag) Die Deutschen achten beim Lebensmitteleinkauf immer mehr und immer genauer auf Qualität. Dabei ist für die Mehrzahl der Deutschen eine hohe Qualität wichtiger als ein besonders günstiger Preis. Bereits jeder vierte Verbraucher zählt zur Gruppe der «Quality Eater», die besonders hohe Maßstäbe an die Lebensmittelqualität stellen. Für sie sind ein guter Geschmack, hohe Sicherheit sowie Gesundheit und Nachhaltigkeit gleichermaßen von großer Bedeutung. Grundsätzlich bewerten drei Viertel der Deutschen die Qualität von Lebensmitteln heute als gut bis sehr gut. Der Mehrheit der Verbraucher fällt es aber schwer, diese besonders bei abgepackten Nahrungsmitteln zu beurteilen. Gleichzeitig herrscht bei vielen Verbrauchern heute ein latentes Misstrauen gegenüber Lebensmittelherstellern und -kontrollen, zu der nach Sicht vieler Befragter eine überwiegend kritische Berichterstattung durch die Medien mit beiträgt. Die Nestle Studie 2012 «Das is(s)t Qualität» präsentiert einen umfassenden und aktuellen Überblick, welche Bedeutung Verbraucher in Deutschland der Qualität von Lebensmitteln beimessen und wie differenziert sie diese betrachten. Danach bewerten Verbraucher Lebensmittel immer stärker nach vier Qualitätsdimensionen: Geschmack, Sicherheit, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Grundlage der Studie sind über 1.600 repräsentative Interviews mit Verbrauchern und 120 Meinungsführern durch das Institut für Demoskopie Allensbach sowie 31 Interviews mit Experten aus deutschen Handelsunternehmen durch die Gruppe Nymphenburg.

Brot + Co.: Pro-Kopf-Verbrauch bei 57 Kilo stabil

Düsseldorf. (24.09. / gb) Deutschland gehört beim Pro-Kopf-Verbrauch an Brot und Backwaren mit rund 57 Kilogramm Brot und Brötchen, fast 15 Kilo Backwaren und rund drei Kilo Backwarenprodukten nach wie vor weltweit zu den Spitzenreitern. Die Produktionszahlen liegen zum Teil deutlich höher. Das sei allerdings nicht überraschend, erklärte Helmut Klemme, Präsident des Verbands Deutscher Großbäckereien, während der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf: «Nicht alles, was gebacken wird, wird gekauft und nicht alles, was gekauft wird, wird gegessen. Wir engagieren uns in Sachen Abfallvermeidung, in dem wir mit dem Einzelhandel die Bestellmengen noch enger kalkulieren». Restbrot gehe nicht in den Müll, sondern werde entweder als hochwertiges Tierfutter eingesetzt – und substituiere somit Futtergetreide – oder es gehe in die thermische Verwertung und werde zu Biostrom oder Biogas.

Großbäcker: Brot und Gebäck bleiben preiswert

Düsseldorf. (24.09. / gb) Lang anhaltende Dürre in den USA, überschwemmte Getreidefelder in Russland, der weltweite Rückgang der Anbauflächen und Spekulationen mit Nahrungsmitteln – das sind nach Auffassung des Verbands Deutscher Großbäckereien die wichtigsten internationalen Faktoren, die die Preisgestaltung der Großbäckereien beeinflussen. «Hinzu kommen noch die nationalen Faktoren wie zum Beispiel Energie, Verpackung, Logistik, Personalkosten», sagte der Präsident des Verbandes Helmut Klemme dieser Tage in Düsseldorf anlässlich der Jahrespressekonferenz. In dieser Situation sei es die Entscheidung jedes einzelnen Unternehmens, ob und wenn ja welche Auswirkungen dies auf die Preisgestaltung habe. Brot und Backwaren blieben aber in jedem Falle preiswerte Lebensmittel. Dazu leisteten besonders die Großbäckereien einen entscheidenden Beitrag. Am Preisabstand zwischen den Produkten der Großbäckereien und denen anderer Anbieter werde sich auch nach einer eventuellen Preisänderung nur wenig ändern. «Wenn Klimawandel, Spekulationen und verändertes Konsumverhalten sich in den nächsten Jahren weiter wie bisher fortsetzen, dann wird der mögliche Anstieg der Brotpreise in Deutschland eines der kleineren Probleme sein», ist Klemme überzeugt. Er erinnerte daran, dass sich zahlreiche Aufstände und Revolutionen der letzten Jahre an gestiegenen Preisen für Grundnahrungsmittel oder an fehlenden Lebensmitteln entzündet hätten. In Deutschland würden zudem nur zehn Prozent des Haushaltseinkommens für Lebensmittel ausgegeben.


PERSONEN + EHRUNGEN


DLG: 25 Jahre «Preis der Besten»

Frankfurt. (28.09. / dlg) Im Rahmen ihrer Lebensmitteltage 2012 hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die Auszeichnungen für langjährige Produktqualität, den «Preis der Besten» verliehen. Die Auszeichnung wird seit 25 Jahren jährlich vergeben. Sie honoriert das Qualitätsstreben der Unternehmen, deren Produkte über viele Jahre von den neutralen Lebensmittelexperten positiv bewertet werden und eine DLG-Prämierung erzielen. In diesem Jahr zählten 833 Unternehmen aus den Lebensmittelbranchen «Fleischerzeugnisse / Convenience», «Backwaren» und «Getränke» zu den Preisträgern. Die Verleihung des «Preises der Besten» fand in Darmstadt statt. Der Preis würdigt nicht den einmaligen Erfolg in den DLG-Qualitätsprüfungen. Die Preisträger müssen seit mindestens fünf Jahren mit positiven Testergebnissen ihrer Produkte überzeugt haben.

iba-Cup Konditorei: Südkorea vor Taiwan und Deutschland

München. (25.09. / ghm) Die Kunst aus Zucker siegt beim iba-Cup 2012 der Konditoren über die Köstlichkeiten aus Schokolade. Damit gewinnt das Team aus Südkorea – Yon-Ho Park und Soon-Seung Kwow – beim internationalen Wettbewerb der Konditoren, der in diesem Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der iba, Weltmarkt des Backens, stattgefunden hat. Den zweiten Platz sicherte sich das Team aus Taiwan – Lee Kuo Yi und Chang Yuan-Pin. Die beiden deutschen Konditoren Michael Stahl und Sebastian Nietzsch aus Berchtesgaden wurden Dritter. Alle drei Präsentationen zeigten ein Bild des Landes und gleichzeitig Patissierhandwerk auf höchstem Niveau. «Es ist klasse, dass die drei Ergebnisse so unterschiedlich wurden und durch den Einsatz verschiedenster Materialien und Herangehensweisen entstanden sind», freut sich Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbunds. Die drei Juroren aus Deutschland und der Schweiz hatten keine leichte Aufgabe, die Spezialitäten, bestehend aus Schaustück, Torte, Figuren aus Schokolade, Pralinen und Petits Fours zu bewerten. Kriterien hierfür waren Geschmack, Konsistenz, Beschaffenheit, Vielfältigkeit und Kreativität.

BVE: Geschäftsführerin wechselt zum Tiefkühlinstitut

Berlin. (24.09. / bve) Aus der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) scheidet Dr. Sabine Eichner (51) aus. Dafür übernimmt sie im Lauf des nächsten Jahres die Geschäftsführung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) und wird künftig von Berlin aus die Interessen der Tiefkühlwirtschaft vertreten, die mit einem Umsatz von rund zwölf Milliarden Euro einer der bedeutendsten Zweige der Lebensmittelwirtschaft ist. Eichner wird nach dann 17-jähriger erfolgreicher Tätigkeit aus der Führung des Spitzenverbands der deutschen Ernährungsindustrie ausscheiden, für den sie maßgebliche Aufbauarbeit geleistet hat und in dem sie die Geschäftsbereiche Wirtschaftspolitik, Branche und Markt, Außenwirtschaft, Messen und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Dabei hat sie sich in der Ernährungsindustrie und darüber hinaus in Politik, Verwaltung, Medien und bei den Partnern in der Lebensmittelkette hohe Anerkennung erworben. Der BVE bedauert das Ausscheiden Eichners außerordentlich, beglückwünscht sie aber gleichzeitig zu ihrer neuen beruflichen Herausforderung.

Großbäcker: berufen neuen Geschäftsführer

Düsseldorf. (22.09. / gb) Zum Geschäftsführer des Verbands Deutscher Großbäckereien ist Rechtsanwalt Alexander Meyer-Kretschmer berufen worden. Er ist bereits seit September 2011 im Verband unter anderem für den Schwerpunkt Lebensmittelrecht verantwortlich. Meyer-Kretschmer war zuvor für den Verband Deutscher Mühlen in Bonn tätig.


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BVE: bietet kompakte Daten zur Ernährungsindustrie 2012

Berlin. (24.09. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hat ihr neues Informationsangebot «Ernährungsindustrie 2012» vorgestellt. Das kompakte Taschenformat bietet die wichtigsten Kerndaten zur Leistung und zum Marktumfeld des viertgrößten Industriezweigs Deutschlands in übersichtlicher Form. Mehr als 163 Milliarden Euro Umsatz, 5.960 Betriebe und 550.000 Beschäftigte in 2011 machen die Ernährungsindustrie zu einem wichtigen Faktor für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Die Branche sichert die tägliche Versorgung der Verbraucher mit qualitativ hochwertigen und vielfältigen «Mitteln zum Leben» in Deutschland und der Welt. Eine digitale Version zum gedruckten Exemplar «Ernährungsindustrie 2012» steht zum Herunterladen bereit.

Global Industry: Aryzta announces 2012 financial results

Hamburg. (bm) Swiss Aryzta AG announces financial results for the financial year ended 31 July 2012. Revenue increased 11,3 percent to 2,87 billion EUR. Ebita increased 16,3 percent to 374,8 million EUR – Food Europe 13,7 percent, Food North America 18,6 percent, Food Rest of World by 18,0 percent. Other topics of the week:

Title Region Date
AarhusKarlshamn: delivers responsible growth (SE) Fri 09-28
Yum! China: Celebrates 4’000th KFC Restaurants (US) Fri 09-28
Domino’s: Opens 9’999th Store in California (US) Thu 09-27
Dare Foods: announces new President (CA) Thu 09-27
Aryzta AG: FY Results for the year ended 31 July (CH) Wed 09-26
ConAgra Foods: to Expand Operations in Arizona (US) Wed 09-26
Kellogg And Wilmar Announce China Joint Venture (US) Tue 09-25
Finsbury Food Group: Record sales boost profits (UK) Tue 09-25
Canada: Drought and economic uncertainty squeeze outlook (CA) Mon 09-24
Yum! Brands: quarterly dividend up 18% (US) Mon 09-24
McDonald’s: Raises Quarterly Dividend By 10% (US) Mon 09-24
Barry Callebaut: to sell its factory in Dijon (CH) Sat 09-22
Flowers Foods: Names SVP Finance And Chief Risk Officer (US) Sat 09-22


REZEPTE + IDEEN


Pain de Lodéve: Klassiker für viele Gelegenheiten

Hamburg. (26.09. / eb) In zwölf Jahren WebBaecker Infodienst, die zum Jahreswechsel 2012/2013 voll sein werden, kommt Einiges zusammen. Ob es ein «gutes Dutzend» war/ist, entscheiden freilich Sie als Leserinnen und Leser Woche für Woche per Mausklick. Wie auch immer: Aus den tiefsten Tiefen des WebBaecker-Archivs – von 2001 – stammt das vorliegende IsernHäger Rezept «Pain de Lodéve»: eine der ursprünglichsten französischen Gebäck-Spezialitäten überhaupt – rustikal und mit ausgeprägt grober Krume. Naheliegend, dass sich das Brot (nicht nur) als Beilage zu Allem eignet, was gemeinhin der französischen Küche zugeschrieben wird. Die Angaben des IsernHäger Rezeptdiensts von 2001 beziehen sich auf zehn Kilogramm Mehl.

Für den Teig benötigen Sie 9.200g Weizenmehl Type 812 (51,7%), 1.600g Weizensauer / Hefestück (9%), 80g Hefe (0,4%), 200g Kochsalz (1,1%) sowie etwa 6.700ml Wasser (37,7%). Daraus ergibt sich ein Teiggewicht von 17.780g.

Führungsbedingungen: Die Knetzeit für den Teig beträgt im Spiralkneter zehn Minuten (Stufe 1) und sieben Minuten (Stufe 2). Die Teigruhezeit beträgt 120 und 90 Minuten; die Teigausbeute 175, die Teigeinlage 600 Gramm je Brot.

Aufarbeitung: Den Teig während der Teigruhe ein bis zwei Mal zusammenschlagen. Nach der Teigruhe Stücke von 2,4 Kilo abwiegen, in längliche Form bringen und in mit Weizenmehl bemehlte Tücher einziehen (Abzieherbreite). Nach weiteren 90 Minuten Teigruhe mit einem Schaber Teigstücke von 600 Gramm abstechen, auf Abzieher umsetzen und sofort schieben.

Backprozess: Pain de Lodéve bei 250° Celsius etwa 25 Minuten backen. Beim Einschießen nur etwas Schwaden geben. Der Backverlust beträgt im Schnitt 28 Prozent.