Mittwoch, 2. Dezember 2020

WB-37-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 37. KW 2014 (06.09. bis 12.09.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb3714.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bundeskartellamt: genehmigt Übernahme durch Dahlback
02. Stöck Brot: partnert mit Starbucks Austria

TERMINE + EVENTS:
03. Südback: zeigt neue Lösungen für die Backstube
04. SBC: über die 1. Schweizer Berufsmeisterschaften
05. Swiss Bakery Trophy: Anmeldungen noch möglich
06. FEI-Jahrestagung: präsentiert Spitzenergebnisse
07. Geschmackstage: Engagement für eine bewusste Esskultur

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Steigende Energiepreise: Wie anfällig ist der Mittelstand?
09. Deutschland ist «Überstundenland»: Was ist dran?
10. DNHK: «Wirtschaftsprofil Niederlande» überarbeitet
11. ZV und NGG: beschließen Erhöhung der Ausbildungsvergütung
18. Ausbildungsreport: «Armutszeugnis für das Gastgewerbe»
19. H1/2014: Halloren meldet hohes organisches Wachstum
12. Aufstiegsfortbildung: Trendwende zum Positiven

TRENDS + KONZEPTE:
13. EHEDG: Hygienic Design of Bakery Equipment
14. Der moderne Zweckbau: Worüber es sich nachzudenken lohnt
15. BGN untersucht Sicherheit: UV-Strahler in Abluftanlagen

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
16. Druckfarben: Lassen Sie sich die Unbedenklichkeit bestätigen
17. TTIP: Beirat diskutiert über Verbraucherschutzstandards
18. Aromenstreit: Erfolg für Ritter Sport
19. EU-Öko-VO: Agrarminister lehnen Brüsseler Pläne ab

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Barilla Secures Loan For Growth

REZEPTE + IDEEN:
21. Zwiebelkuchen: passend zur Jahreszeit


MARKT + UNTERNEHMEN


Bundeskartellamt: genehmigt Übernahme durch Dahlback

Bonn. (12.09. / eb) Unter dem Aktenzeichen B2-71/14 hat das Bundeskartellamt in diesen Tagen die formlose Freigabe des Zusammenschlusses von «Lila Bäcker» und «De Mäkelbörger» bestätigt. Demnach hat die Behörde das Vorhaben der Dahlewitzer Landbäckerei GmbH Blankenfelde, das Vermögen der De Mäkelbörger Gruppe zu erwerben, am 17. Juli genehmigt. Durch den Zusammenschluss ist eine der größten Bäckerei-Gruppen hierzulande mit einem Umsatz von rund 150 Millionen Euro, über 3.000 Beschäftigten und mit mehr als 500 Filialen entstanden. Der Dahlback Konzern plant, sowohl das Filialgeschäft als auch das B2B-Geschäft auszubauen. Die Vorgeschichte zur Fusion gibt es zum Nachlesen unter der Überschrift «Dahlback übernimmt De Mäkelbörger» im WebBaecker 27/2014.

Stöck Brot: partnert mit Starbucks Austria

Wien / AT. (10.09. / div) Starbucks Coffee Austria, ein Unternehmen der gleichnamigen Coffee Company mit Niederlassungen in Nordamerika, Lateinamerika, Europa, im Mittleren Osten sowie im asiatisch-pazifischen Raum, hat die Zeichen der Zeit erkannt. Seit Ende 2001 im Alpenland unterwegs, setzt das Unternehmen seit Anfang dieses Monats auf einen regionalen Anbieter in Sachen Snacks und Backwaren – die facettenreiche Ströck Brot Gesellschaft aus Wien. Mit der Kooperation sichere sich die Kaffeehaus-Kette höchstes Qualitätsniveau bei frischen Produkten wie Wraps, Salate, Müsli und Co. für die Filialen in Wien und Salzburg, heißt es aus Österreich. Ströck verfügt über ein umfangreiches Sortiment an Biobackwaren und veganem Gebäck, darunter auch ein fesches Gugelhupf-Trio.


TERMINE + EVENTS


Südback: zeigt neue Lösungen für die Backstube

Stuttgart. (12.09. / mstgt) Bäckereien und Konditoreien, die trotz wirtschaftlicher Herausforderungen der Branche erfolgreich am Markt sind, behalten stets den technischen Fortschritt im Auge. Denn hier eröffnen sich vielfache Möglichkeiten für Wettbewerbsvorteile: Vom neuen Ofen, der dank seiner technologischen Raffinesse für eine bessere Produktqualität sorgt, über rationellere Vorproduktion durch ausgetüftelte und Ressourcen schonende Kältetechnik und platzsparende Küchentechnik für ein attraktiveres gastronomisches Angebot, bis hin zu speziellen Bäckereimaschinen. Während der Südback, die vom 18. bis 21. Oktober zum 25. Mal ihre Pforten öffnet, diskutieren Experten die aktuellen Neuheiten in der Betriebstechnik und Marktführer sowie Spezialisten bieten der backenden Branche passende Lösungen. Ob klassisches Equipment oder boomender Außer-Haus-Markt: Für künftige Erfolge im Markt müssen sich Bäckereien und Konditoreien entsprechend rüsten. «Das Thema Snack und der wachsende To-go-Markt sind zu einem wichtigen Segment für das backende Handwerk geworden», sagt zum Beispiel Andreas Kofler, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands für das Württembergische Bäckerhandwerk in Stuttgart. Für Sie auf den Fildern mit dabei sind im Oktober natürlich auch ELEKOM (Stand EO23 vor der Halle 1 im Eingangsbereich Ost), Goecom (Halle 1, Stand E31), IsernHäger (Halle 7, Stand C32), KMZ Kassensystem (Halle 7, Stand C11 sowie Stand C40) und die SHB Allgemeine Versicherung (Halle 3, Stand A57).

SBC: über die 1. Schweizer Berufsmeisterschaften

Bern / CH. (11.09. / sbc) An den vom 17. bis 21. September stattfindenden ersten gemeinsamen Berufsmeisterschaften in der Schweiz treffen sich die besten jungen Berufsleute aus 130 Berufen, in 70 Berufen werden Meisterschaften durchgeführt, unter anderem in den Fachrichtungen Bäckerei-Konditorei und Konditorei-Confiserie sowie im Detailhandel. Die Organisatoren erwarten rund 1000 Wettkämpfer aus allen Regionen der Schweiz. Die SwissSkills Bern 2014 sind in ihrer Art neu, denn zum ersten Mal messen sich junge Talente verschiedener Berufe gleichzeitig am selben Ort. «Ein einmaliges Erlebnis, das es nicht zu verpassen gilt», sagt Gesamtprojektleiter Michael Stocker, «denn hier können Berufe hautnah – und insbesondere auch im Wettkampf – erlebt werden». Die Schweizer Bäcker-Confiseure sind mit 36 Kandidatinnen und Kandidaten mit dabei und werden die Schweizer Meisterschaften zum ersten Mal mit allen Berufen an einer Publikumsmesse durchführen. In den Fachrichtungen Bäckerei-Konditorei, Konditorei-Confiserie sowie im Detailhandel wird in einer gemeinsamen Wettkampfarena um Medaillen gekämpft und für die künftigen Fachleute geworben. «Das bedingt nicht nur seitens der Organisatoren eine gute Vorbereitung», sagt Urs Wellauer, Vizedirektor und Projektleiter des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbands (SBC) für die SwissSkills. Der SBC ist seit längerem gefordert und wird mit einer eigens für die Schweizer Meisterschaften konzipierten Wettkampfarena präsent sein.

Swiss Bakery Trophy: Anmeldungen noch möglich

Bern / CH. (11.09. / sbc) Seine Spezialitäten einem breiten Publikum zeigen, von einer Jury aus Fachleuten und Konsumenten testen lassen und nationale Anerkennung erlangen. Das ermöglicht die Swiss Bakery Trophy. Die sechste Auflage der eidgenössischen Prüfung von Bäckerei-, Konditorei- und Confiserie-Produkten findet vom 29. Oktober bis 02. November in Bulle (Freiburg) im Rahmen der Gastromesse «Gouts et Terroirs» statt. Organisator ist der Westschweizer Regionalverband der Bäcker-Confiseure in Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband SBC und der Richemont Fachschule. Es wird erwartet, dass rund 1.300 Produkte zur Taxierung angemeldet werden, schreibt der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) in einer Aussendung. Die Anmeldung muss für jedes Produkt bis zum 30. September auf dem auf lepain.ch unter der Rubrik «Swiss Bakery Trophy» in Deutsch und Französisch verfügbaren Formular erfolgen.

FEI-Jahrestagung: präsentiert Spitzenergebnisse

Bonn. (11.09. / fei) Während der Jahrestagung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI) Anfang September in Freising präsentierte FEI-Geschäftsführer Dr. Volker Häusser für das vergangene Jahr erneut eine Förderbilanz auf Spitzen-Niveau. Die Förderung fließt unmittelbar in anwendungsnahe Forschungsprojekte, deren Ergebnisse der mittelständischen Lebensmittelwirtschaft zugute kommen. Im letzten Jahr koordinierte der FEI insgesamt 116 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit einem Gesamtvolumen von 46,6 Millionen Euro – das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent. Rund 170 Unternehmer, Manager und Wissenschaftler kamen zur zweitägigen Netzwerkveranstaltung, die jährlich an wechselnden Forschungsstandorten stattfindet. In diesem Jahr war der FEI Gast auf dem Freisinger Campus des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der Technischen Universität München, an dem jedes Jahr auch zahlreiche Institute und Forschergruppen mit IGF-Projekten des FEI beschäftigt sind. Im Rahmen der Vortragsveranstaltung präsentierten sechs Wissenschaftler die herausragenden Ergebnisse ihrer IGF-Projekte, die für die Bandbreite der FEI-Projektförderung stehen und zugleich jedes für sich “Beiträge Industrieller Gemeinschaftsforschung für den Innovations- und Produktionsstandort Deutschland” bilden – so auch das Motto des diesjährigen Spitzentreffens. Die Präsentationen und Abstracts der Vorträge sowie Fotos der Veranstaltung stehen ab dem 15. September auf dem FEI-Server zur Verfügung unter «Veranstaltungen / Jahrestagungen».

Geschmackstage: Engagement für eine bewusste Esskultur

Stromberg. (06.09. / dlg) «Gemeinsam Geschmack erleben» – unter diesem Motto stehen die Geschmackstage 2014, die für die regionale Genussvielfalt in Deutschland und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren wollen. Für eine neue Ess- und Genusskultur werben Landwirte, Gastronomen und Gärtner, Betriebs- und Schulkantinen sowie Hersteller, Verarbeiter und Vermarkter von regional erzeugten Lebensmitteln. Die bundesweite Aktionswoche findet vom 26. September bis zum 05. Oktober statt. Teilnehmer können sich mit ihren eigenen Veranstaltungen und Aktionen unter geschmackstage.de anmelden. Unter dem Dach der Geschmackstage haben sich Akteure entlang der gesamten Lebensmittelkette versammelt – ein Bündnis, das in dieser Form bisher nicht existierte. Landwirte, Gastronomen und Gärtner, aber auch Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebs- und Schulkantinen sowie Hersteller, Verarbeiter und Vermarkter von regionalen Lebensmitteln beteiligen sich an der Initiative. An der letztjährigen Aktionswoche nahmen bundesweit rund 620 Betriebe und Organisationen mit weit mehr als 1.100 Einzelveranstaltungen teil. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen mit dem Ziel geplant, Verbraucher für die kulinarische Vielfalt regional produzierter Lebensmittel und deren bewussten Genuss zu begeistern.


MANAGEMENT + BETRIEB


Steigende Energiepreise: Wie anfällig ist der Mittelstand?

Frankfurt. (12.09. / kfw) Auf Basis der Ergebnisse einer Sonderbefragung des KfW-Mittelstandspanels hat die KfW Bankengruppe erstmals eine quantitative Analyse der Auswirkungen von Energiekostenerhöhungen auf Umsatzrenditen durchgeführt. Im Verarbeitenden Gewerbe hat demnach bereits ein relativ kleiner Energiekostenanstieg im einstelligen Prozentbereich für große Mittelständler und KMU relativ große Folgen für die Profitabilität. Energieeffizienzmaßnahmen zahlen sich aus: KMU mit niedrigen Energiekosten erweisen sich in der Tendenz als deutlich robuster gegenüber Energiekostenanstiegen als KMU mit hohen Energiekosten. Für Bäckereibetriebe jeder Größenordnung wird diese Erkenntnis nicht neu sein. Dennoch lohnt sich ein Blick auf folgende Beiträge im Format PDF:
Lassen höhere Energiekosten die Mittelstandsgewinne abschmelzen?
Steigende Energiepreise – Wie anfällig ist der Mittelstand?

Deutschland ist «Überstundenland»: Was ist dran?

Isernhagen / Hannover. (11.09. / ge) Aktuellen Schlagzeilen kann man entnehmen, dass Deutschland laut einer neuen EU-Studie die größten Unterschiede von tarifvertraglich vereinbarter Arbeitszeit zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit aufweist. Kein anderes Land in der EU soll demnach so große Abweichungen aufweisen wie Deutschland. Grund zur Sorge? Ja und Nein, denn man darf nicht vergessen, dass in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen Überstunden geleistet werden dürfen und auch müssen. Die durchschnittliche Arbeitszeit von 37,7 Stunden ist im EU-Vergleich zudem eher im unteren Drittel angesiedelt, wodurch schnell Engpässe in einem Unternehmen entstehen können, gerade in konjunkturellen Hochzeiten. Schaut man sich darüber hinaus die jährlichen Urlaubstage an, steht Deutschland mit durchschnittlich 30 tariflich vereinbarten und zehn gesetzlichen Feiertagen gut da. Dass Überstunden oder Mehrarbeit geleistet wird, ist unter einer gewissen Betrachtung verständlich, doch steigt der Anteil unbezahlter Mehrarbeit. Laut Statista-Portal ist die Anzahl der «bezahlten Überstunden» nämlich von 1.676 Millionen auf 1.381 Millionen Stunden gesunken. Werden diese auch nicht durch Freizeitausgleich belohnt, kann schnell Unmut und schlechte Stimmung aufkommen. Das sollte in jedem Fall vermieden werden. Um in einem Unternehmen Mitarbeiter zu überzeugen, Mehrarbeit zu leisten, ist es wichtig ihnen die Notwendigkeit und die Bedeutung von Mehrarbeit zu erklären – dass diese in Spitzenzeiten gelegentlich geleistet werden müssen. Zudem ist anzuraten, Überstunden nicht zu streichen, sondern diese auf einem Mitarbeiterkonto zu sammeln, um die Überstunden entweder zu bezahlen oder durch Freizeit auszugleichen. Hierbei muss jedes Unternehmen seinen eigenen Weg finden, Mitarbeiter langfristig zu motivieren – jedoch gleichzeitig darauf achten, die Personalkostenquoten stabil zu halten. Für Rückfragen zum Thema Mitarbeiterführung oder Prozessoptimierung wenden Sie sich am besten per E-Mail an den Unternehmensberater Zenai Abraha von Gehrke Econ unter zenai.abraha@gehrke-econ.de oder rufen Sie direkt an unter 0511/70050-175.

DNHK: «Wirtschaftsprofil Niederlande» überarbeitet

Den Haag / NL. (10.09. / ahk) Alles, was Unternehmer über den Wirtschaftsstandort Niederlande wissen müssen, steht im neuen «Wirtschaftsprofil Niederlande» (Format PDF), das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) soeben veröffentlicht hat. Die 20-seitige Publikation fasst die wichtigsten ökonomischen Entwicklungen und Trends, die aktuellen Außenhandelszahlen und Wachstumsbranchen zusammen und kann kostenfrei von der DNHK-Website heruntergeladen werden.

ZV und NGG: beschließen Erhöhung der Ausbildungsvergütung

Berlin. (09.09. / ZV) Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) hat sich mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) über einen Neuabschluss des Tarifvertrags über Ausbildungsvergütungen für Auszubildende (Lehrlinge) des Bäckerhandwerks in der Bundesrepublik Deutschland einigen. Die Ausbildungsvergütung erhöht sich danach rückwirkend zum 01. September 2014 wie folgt:
– im 1. Ausbildungsjahr 450 Euro monatlich brutto;
– im 2. Ausbildungsjahr 570 Euro monatlich brutto;
– im 3. Ausbildungsjahr 690 Euro monatlich brutto.
Der neue Tarifvertrag kann erstmals zum 30. August 2015 gekündigt werden. In einer Protokollnotiz zum Tarifvertrag weisen die Tarifvertragsparteien die ausbildenden Betriebe auf die unstrittigen, gesetzlich festgelegten Rechte und Pflichten der Auszubildenden hin. Der ZV wird gemeinsam mit der NGG beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beantragen, den Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären.

Ausbildungsreport: «Armutszeugnis für das Gastgewerbe»

Hamburg. (09.09. / ngg / dge) Es sei fünf Minuten nach Zwölf. Das Gastgewerbe müsse endlich die Ausbildungsqualität verbessern und an seinem Image arbeiten. Mehr als 11.000 Ausbildungsplätze seien unbesetzt: jeder dritte Platz für Restaurantfachkräfte und fast jeder fünfte für Köche. Gleichzeitig breche fast die Hälfte der jungen Leute seine Ausbildung zum Koch ab; fast 40 Prozent bei den Hotelfachkräften. «Das Gastgewerbe hat es selbst in der Hand, diese dramatische Entwicklung zu beenden oder weiter Fachkräfte zu vertreiben», sagt Burkhard Siebert, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft NGG, angesichts des Ausbildungsreports 2014 der DGB-Jugend. Bei den Top 25 der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe belege das Gastgewerbe seit Jahren die letzten Plätze. Bei der fachlichen Qualität der Ausbildung bilde die Branche das Schlusslicht. 64 Prozent der Auszubildenden leisten regelmäßig Überstunden, für die bis zu 36 Prozent keinerlei Ausgleich erhalte, weder in Freizeit noch Geld. Andererseits werde ein großer Anteil der Ausbildungszeit für ausbildungsfremde Tätigkeiten genutzt. «Diese miesen Bedingungen sind eine Ursache für viele unbesetzte Ausbildungsplätze sowie die extrem hohe Abbrecherquote im Gastgewerbe». Angesichts schöner und spannender Berufe sei dies zu bedauern. Siebert: «Wer Auszubildende als Billig-Arbeitskräfte verschleißt, schaufelt sich auf Dauer sein eigenes Grab».

H1/2014: Halloren meldet hohes organisches Wachstum

Halle / Saale. (08.09. / hag) Die Halloren Schokoladenfabrik AG blickt zufrieden auf das erste Halbjahr 2014 zurück. So kann das Unternehmen mit Hauptsitz in Halle an der Saale ein deutliches Wachstum sowie eine Vergrößerung des Marktanteils verzeichnen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 22 Prozent von 37,7 Millionen Euro auf 46 Millionen Euro. Die Gesamtleistung verbesserte sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an Fertigwaren und der sonstigen betrieblichen Erträge im gleichen Zeitraum um 11,4 Prozent auf 50,1 Millionen Euro. Die Halbjahreszahlen beinhalten erstmals die hundertprozentige Konsolidierung von Bouchard NV. Die belgische Pralinenfirma erzielte einen Umsatz von rund 2,9 Millionen Euro. Das bereinigte, organische Wachstum beträgt also auf Halbjahresbasis 14,3 Prozent. Die positiven Halbjahreszahlen spiegeln sich auch in einem Anstieg des Auftragsvolumens wider. «Die Auftragssituation der Halloren Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2014 absolut und strukturell verbessert. Insgesamt gingen in dieser Zeit Aufträge im Gesamtvolumen von 36,53 Millionen Euro ein, was einem Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht», sagt der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2014 zeigt sich Halloren zuversichtlich: «Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, dass wir den Wachstumstrend der vergangenen Jahre fortsetzen und unsere Planzahlen erfüllen», sagt Lellé. Die Umsätze sollen um etwa sechs Prozent auf 125 Millionen Euro steigen, die operativen Ergebniskennziffern gegenüber 2013 verbessert und ein Jahresüberschuss in Höhe des Gesamtergebnisses 2013 erreicht werden.

Aufstiegsfortbildung: Trendwende zum Positiven

Bonn. (06.09. / bibb) Der Anteil der Erwerbstätigen mit Meister- oder Technikerabschluss steigt nach einem starken Rückgang im letzten Jahrzehnt wieder an. Rund jeder zwölfte westdeutsche erwerbstätige Mann zwischen 15 und 65 Jahren (8,4 Prozent) verfügte 2012 über einen dieser beiden Abschlüsse. 1992 waren es noch 12,1 Prozent, 2006 nur noch 7,0 Prozent. Dies zeigen Analysen der letzten sechs Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Auch auf der Grundlage des Mikrozensus zeigt sich zwischen 1999 und 2011 eine Kehrtwende für Personen mit einem Abschluss einer Aufstiegsfortbildung: Hier steigt der Anteil erwerbstätiger Männer mit einem Fortbildungsabschluss seit dem Tiefpunkt im Jahr 2007 ebenfalls wieder langsam, aber stetig an. Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Fortbildungsprüfungen, die jährlich vom Statistischen Bundesamt gemeldet werden: Auch hier sind nach einem starken Rückgang in den 90er-Jahren wieder steigende Zahlen zu beobachten. Betrachtet man alle Fortbildungsabschlüsse – also zusätzlich zum/zur Meister/-in und Techniker/-in auch die zum/zur Betriebswirt/-in, Fachwirt/-in oder Fachkaufmann/-frau – so verfügten im Jahr 2012 laut BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 10,1 Prozent der erwerbstätigen Männer und 4,4 Prozent der erwerbstätigen Frauen über einen entsprechenden Abschluss (insgesamt: 7,6 Prozent). «Aufstiegsfortbildungen eröffnen sowohl breitere Beschäftigungsperspektiven als auch attraktive Karrieremöglichkeiten. Sie machen die berufliche Bildung für alle interessant», sagt BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. «Die sich abzeichnende positive Entwicklung ist daher sehr zu begrüßen. Sie sollte weiter verstärkt werden, zum Beispiel durch eine noch bessere Verzahnung von Ausbildung und Aufstiegsfortbildung».


TRENDS + KONZEPTE


EHEDG: Hygienic Design of Bakery Equipment

Frankfurt / Main. (12.09. / ehedg) Aus akutem Anlass und wegen ständig steigender Qualitätsanforderungen sind sowohl das Bäckereigewerbe als auch die Maschinenindustrie an den Vorteilen interessiert, die durch «Hygienic Design» erreicht werden können. Bei einem Workshop während der IBA 2012, der von der Vereinigung der Backbranche zusammen mit der EHEDG (European Hygienic Equipment and Design Group) veranstaltet wurde, befürworteten die Teilnehmer, eine Leitlinie für Hygienic Design von Bäckereimaschinen und –anlagen zu entwickeln. Zu den Teilnehmern gehören auch die Vorteig-Experten von IsernHäger. Beim Kick-Off Meeting der daraufhin gebildeten EHEDG Arbeitsgruppe nahmen Anfang 2013 eine Reihe von Experten aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus Großbäckereien teil, schreibt der Arbeitsgruppen-Vorsitzende Dr. Gerhard Hauser. Dabei wurde beschlossen eine allgemein anerkannte Leitlinie zu verfassen, die praktisch anwendbare konstruktive Anforderungen unter Gesichtspunkten von Hygienic Design beschreiben soll. Zur Erstellung der neuen Leitlinie wurden zunächst Struktur und Definitionen als auch die jeweiligen Reinigungsverfahren (trocken/nass) diskutiert und festgelegt. Wegen der unterschiedlichen und vielfältigen Apparate-Typen wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich am Ablauf der Backwarenherstellung orientieren:
Gruppe 1 – Rohstoffzuführung bis Teigherstellung,
Gruppe 2 – Weiterverarbeitung bis zum Ofen,
Gruppe 3 – Ofen und Kühlung.
Die Diskussion in den einzelnen Gruppen zeigte, dass einige Anforderungen und Bauelemente gemeinsam für alle Apparate sind, andere wiederum sehr spezifisch für den jeweiligen Arbeitsbereich. Daher sollen in der Leitlinie die gemeinsamen Gesichtspunkte zunächst in einem allgemeinen Teil zusammengestellt werden, auf den immer wieder verwiesen werden kann. Die spezifischen Anforderungen werden dann gesondert behandelt. In drei weiteren Treffen wurde damit begonnen, den allgemeinen Teil der Leitlinie zu erarbeiten. Außerdem stellten die Gruppen für ihre Bereiche die notwendigen hygienischen Anforderungen in Tabellenform zusammen, die zur weiteren Ausarbeitung dienen sollen – fasst Hauser den Stand der Dinge zusammen.

Der moderne Zweckbau: Worüber es sich nachzudenken lohnt

Buchholz / Nordheide. (11.09. / ele). Über Geschmack lässt sich streiten. Wirklich? Mindestens ebenso viele Zeitgenossen würden Ihnen im gleichen Atemzug erklären, dass man das nicht kann: Entweder man hat ihn, oder man hat ihn nicht. Doch was ist «Geschmack» und welchen Regeln folgt er? Da gibt es traditionelle Richtlinien wie den «Goldenen Schnitt», der nicht nur in der Architektur für harmonische Proportionen sorgt. Wir kennen den Funktionalismus, dessen Hauptmerkmal darin besteht, dass die angewandten ästhetischen Gestaltungsprinzipien hinter den Verwendungszweck eines Gebäudes zurücktreten («Form follows function»). Wir kennen eine Postmoderne, einen Dekonstruktivismus und viele andere Strömungen bis hin zu liebenswerten Kunstobjekten, in denen man zufällig noch wohnen und/oder arbeiten kann. Was also ist «guter Geschmack»? Im besten Fall «additive Ästhetik», die den Zweckbau nicht nur funktional und auf lange Sicht kostengünstig macht, sondern ihn auch ins Umfeld einpasst. Nachhaltige Architektur mit dem Streben nach möglichst geringem Einsatz von Ressourcen. Energieeffizientes Bauen, bei dem die Form Maßgaben zu Wärmeisolierung, Wetterschutz und anderen Erfordernissen gehorcht. Nicht zu vergessen, weshalb Sie ein Bauvorhaben planen: Es soll eine Bäckerei hineinpassen, die eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt und vielen Anforderungen genügen muss, die über die Planung eines Wohn- oder Bürogebäudes weit hinausgehen. Medientrassen, die Berücksichtigung branchenüblicher technischer Anlagen, Arbeitsschutz, Brandschutz – da kommt einiges zusammen. Alles unter einen Hut zu bekommen – und zwar so, dass der moderne Zweckbau Ihnen alle gewünschten Spielräume verschafft und gleichzeitig Ihre Kunden und Nachbarn erfreut – das ist Aufgabe von ELEKOM Technik. Die Fachleute aus Buchholz in der Nordheide unterstützen Sie gern bei Ihren Fragen rund um Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte, zu Brandschutz, Tragwerksplanung sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz-Koordination (SiGeKo). Während der kommenden Südback vom 18. bis 21. Oktober finden Sie ELEKOM am Stand EO23 vor der Halle 1 im Eingangsbereich Ost der Messe Stuttgart.

BGN untersucht Sicherheit: UV-Strahler in Abluftanlagen

Mannheim. (09.09. / bgn) Mit ihrem Jahrbuch Prävention 2014/2015 will die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) Sie darüber informieren, was die BGN-Prävention aktuell alles so macht. Sie stellt Ihnen neue Erkenntnisse vor und die daraus entwickelten Angebote für ihre Mitgliedsbranchen. Dabei geht es zum Beispiel auch um Sicherheitstipps beim Einsatz von UV-Strahlern in Küchen-Abluftanlagen. UV-Strahler in Küchen-Abluftanlagen verhindern Fettablagerungen im Abluftkanal, reduzieren Gerüche, Brandlasten und Reinigungskosten. Aufgrund dieser überzeugenden Wirkung sind sie weit verbreitet. Bei nicht sachgerechter Nutzung aber bergen die UV-Reinigungssysteme Gefahren für das Küchenpersonal – wenn zum Beispiel durch unsachgemäße Handhabung UV-Strahlen oder das Ozon in den Arbeitsbereich gelangen. Mehr zum Thema «Blaues Licht – UV-Strahler in Abluftanlagen» gibt es auf Seite 32 des eingangs erwähnten Jahrbuchs zu lesen – kostenfrei im BGN-Medienshop erhältlich.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Druckfarben: Lassen Sie sich die Unbedenklichkeit bestätigen

Hamburg / Engen. (12.09. / ws) Noch einmal zurück zum Infodienst 36/2014 in Bezug auf die Meldung «BfR über Druckfarben für Lebensmittelverpackungen». Darin hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Empfehlung gegeben, dass besorgte Verbraucher/innen eine langfristige Aufbewahrung von Lebensmitteln in bedruckten Papierverpackungen oder eingewickelt in bedruckten Servietten derzeit schlicht vermeiden könnten. Bis eine «Druckfarbenverordnung» in Kraft trete, könnten Lebensmittel verarbeitende Betriebe (Bäckereien …) ihre Kundschaft darauf hinweisen, dass die verwendeten Papiertüten nur für den Transport, nicht aber für die längerfristige Lagerung von Erzeugnissen gedacht sind. Hierzu hat den WebBaecker ein Hinweis von der Bäckerei-Konditorei Waldschütz erreicht. Bäckermeister Jürgen Waldschütz hat sich nämlich von seinem Lieferanten bestätigen lassen, dass die bei dessen Papierverpackungen verwendeten Farben unbedenklich sind und bereits den Anforderungen der BfR Stellungnahme entsprechen. Eine gute Idee aus Engen bei Konstanz, die hiermit vielleicht Nachahmer findet …

TTIP: Beirat diskutiert über Verbraucherschutzstandards

Berlin. (11.09. / bmwe) Der neu gegründete TTIP-Beirat des BMWI, bestehend aus Vertretern von Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen, diskutierte in seiner jüngsten Sitzung über das Thema Verbraucherschutz. Bundesminister Sigmar Gabriel stellte im Vorfeld klar: «Das Thema Verbraucherschutz ist in den Verhandlungen mit den USA ein besonders wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Handelserleichterungen dürfen nicht auf Kosten der Verbraucher gehen. Unser Schutzniveau in Deutschland und in Europa steht in den Verhandlungen nicht zur Disposition». Als externer Experte berichtete Ulrich Weigl, Verhandlungsführer der Europäischen Kommission, vom Verhandlungsstand im Bereich der besonders sensiblen Lebensmittelsicherheit. Er betonte, dass die Europäische Kommission in den Verhandlungen das in der EU und in Deutschland bestehende Schutzniveau sicherstellen werde. Dies sei schon im Verhandlungsmandat für die EU-Kommission so vorgesehen. Die vollständige Mitteilung zur dritten Sitzung des TTIP-Beirats gibt es auf dem BMWE-Server zu lesen. Dort finden Interessenten auch Details zum TTIP-Beirat im Allgemeinen, dem 22 Vertreter von Gewerkschaften, Sozial-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden sowie des Kulturbereichs angehören.

Aromenstreit: Erfolg für Ritter Sport

Waldenbuch / München. (10.09. / rsp) Im Rechtsstreit zwischen der Stiftung Warentest und der Alfred Ritter GmbH + Co. KG hat das Oberlandesgericht München (OLG) die Berufung der Stiftung Warentest mit deutlichen Worten zurückgewiesen. Eine Revision ließ das OLG nicht zu. Entgegen der schriftlichen Äußerungen hat die Stiftung ihre Behauptung den «chemisch hergestellten Aromastoff Piperonal nachgewiesen» zu haben, bis heute nicht belegt. Ritter Sport und der Aromenhersteller Symrise AG hingegen hatten bereits in erster Instanz die Natürlichkeit des verwendeten Piperonals glaubhaft dargelegt. Das Urteil des Landgerichts München I (LG) vom 13. Januar 2014 ist damit rechtskräftig. «Die Entscheidung ist richtig. Sie zeigt, auch eine Stiftung Warentest darf nicht willkürliche Behauptungen in die Welt setzen, die jeder Grundlage entbehren», sagt Thomas Seeger, Leiter Recht bei Ritter Sport. «Nur weil der Stiftung kein geeignetes Verfahren zur Gewinnung natürlichen Piperonals bekannt war, haben die Verantwortlichen auf einen Verstoß gegen die Aromenverordnung geschlossen – nach dem Motto, was ich nicht kenne, kann es auch nicht geben – und unserem wichtigsten Produkt die Verkehrsfähigkeit abgesprochen. Einen belastbaren Beweis für ihre Behauptung ist die Stiftung bis heute schuldig geblieben». In einem Bericht von November 2013 hatten die Warentester die Kennzeichnung des in der Sorte Voll-Nuss enthaltenen Aromastoffs Piperonal als «natürliches Aroma» beanstandet und die Verkehrsfähigkeit der Ritter Sport Voll-Nuss in Abrede gestellt. Um drohenden Auslistungen des Handels entgegenzutreten, die für das mittelständische Familienunternehmen existenzbedrohend gewesen wären, hatte Ritter Sport vor dem LG München I eine einstweilige Verfügung erwirkt. Diese ist in erster Instanz vom Gericht bestätigt worden, wogegen die Tester Berufung eingelegt hatten (siehe WebBaecker 03/2014). Diese ist jetzt vom OLG München zurückgewiesen worden.

EU-Öko-VO: Agrarminister lehnen Brüsseler Pläne ab

Berlin. (08.09. / bmel) Bundesminister Christian Schmidt (BMEL) hat eine positive Bilanz der Herbstkonferenz der Agrarminister von Bund und Ländern gezogen. «Es herrschte große Einigkeit, dass wir dem russischen Lebensmittel-Boykott mit einem wirksamen Maßnahmenpaket der Europäischen Union begegnen müssen. Die EU-Kommission hat hier für Obst und Gemüse sowie Milch und Milchprodukte bereits erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Auch die Forderung nach verstärkten Marketingmaßnahmen hat sie aufgegriffen. Unser Ziel muss es sein, die Auswirkungen für die betroffenen Erzeuger und den deutschen Agrarmarkt beherrschbar zu halten und zugleich neue Absatzmärkte zu erschließen», bilanzierte Schmidt, der im Anschluss an die Agrarministerkonferenz in Potsdam am Sondertreffen der europäischen Agrarminister in Brüssel teilnahm. Auch die Ratssitzung stand ganz im Zeichen der Auswirkungen des russischen Embargos. Ein weiteres gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist die Stärkung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung, auch wenn die Vorstellungen über die geeigneten Instrumente nicht immer deckungsgleich sind. Mit Blick auf den Ökolandbau sprachen sich Bund und Länder gegen überzogene Anforderungen aus, wie sie die Europäische Kommission vorgeschlagen hat. Schmidt: «Wir wollen alle zusammen ein gesundes Wachstum des ökologischen Landbaus ermöglichen. Er trägt wegen seiner ökologischen Vorteile und seiner Anforderungen hinsichtlich des Tierwohls entscheidend zur Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft bei». Bei der Weiterentwicklung der Branche müsse die Kommission mit Augenmaß vorgehen, um so der steigenden Verbrauchernachfrage nach Ökoprodukten gerecht zu werden (Volltext).


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Barilla Secures Loan For Growth

Hamburg. (bm) Barilla Group announces that it has refinanced its credit lines with a pool of 13 international and Italian banks for an amount of 700 million EUR with a five year term – expiring in July 2019. «This transaction is part of the Group´s renewed growth strategy, which includes a significant increase in activities aimed at international growth both in the markets that are currently strongest and in selected emerging economies, as well as implementing technological innovations in our production processes that will allow us to offer superior quality products in a sustainable manner», the Group explained in a statement. Other topics of the week:

Title Region Date
«All Things Organic»: OTA to highlight key organic issues (US) Fri 09-12
Profile America: about decaffeinated coffee (US) Fri 09-12
Barilla Group: Secures Loan For Growth (IT) Thu 09-11
McDonald´s: global sales decreased 3,7% in August (US) Thu 09-11
Krispy Kreme: Reports Q2/2015 Financial Results (US) Thu 09-11
Annie´s: to be Acquired by General Mills (US) Thu 09-11
Mondelez: Releases First Well-being Progress Report (US) Thu 09-11
Profile America: about the National Rice Month (US) Thu 09-11
Campbell: Reports Fourth-Quarter and Full-Year Results (US) Wed 09-10
Vandemoortele: Condensed Interim Statement H1/2014 (BE) Wed 09-10
General Mills: To Acquire Annie’s (US) Wed 09-10
Einstein Noah: Appoints President and Chief Executive (US) Wed 09-10
ABF: Pre Close Period Trading Update (UK) Tue 09-09
Barry Callebaut: Opens First Chocolate Factory in Chile (CH) Tue 09-09
Domino’s Pizza: Opens First Store in Norway (US) Mon 09-08
Nestle: opens coffee capsule factory in Germany (CH) Mon 09-08
AarhusKarlshamn: AAK investing in China (SE) Sat 09-06
Dave’s Killer Bread: Rocks Non-GMO Project (US) Sat 09-06


REZEPTE + IDEEN


Zwiebelkuchen: passend zur Jahreszeit

Image Bonn. (12.09. / dvh) Bäckerhefe ist Bäckerhefe. Nicht so ganz, denn es gibt durchaus Züchtungen für verschiedene Anwendungsgebiete. Auch die Standard-Bäckerhefe unterliegt regelmäßigen Anpassungen – je nach dem, was der Zeitgeist fordert. «Nachdem die Hauptsorge des Bäckers lange Zeit den Eigenschaften des Teigs galt und deren Toleranzen bis zum Einschieben in den Backofen, entdeckt er heute neu, dass das Brot auch einen guten Geschmack haben muss, den man nur durch lange und gut geführte Gärung erzielen kann», lesen wir auf hefeindustrie.de. «Ist es möglich, die sekundären Gärungen stattfinden zu lassen, die für die Entwicklung des Brotaromas wesentlich sind, ohne die arbeitsintensiven Techniken wie bei der Verwendung von Sauerteig oder Weizenvorteig anwenden zu müssen?» Das sei eine Herausforderung, der die Hefehersteller derzeit gegenüberstehen. Das bedeute, dass eine Hefe bei gleichbleibender CO2-Produktion eine beschleunigte Synthese der volatilen Aromastoffe ermöglichen muss (aber noch nicht so recht zulässt, sonst hätten wir davon gehört). Wie auch immer: Ein Streifzug durch die Webseiten des Deutschen Verbands der Hefeindustrie ist durchaus interessant und bietet zudem eine Handvoll Rezepte, wovon wir Ihnen – der Jahreszeit entsprechend – einen unprätentiösen Zwiebelkuchen empfehlen möchten.