Donnerstag, 25. Februar 2021

WB-35-2009

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 35. KW 2009 (22.08. bis 28.08.)
Download: https://www.webbaecker.de/09archivphp/wb3509.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Österreich: Mühle produziert «mit der Kraft der Sonne»
02. Barilla: modernisiert Wasabröd in Filipstad
03. Burger King: macht demnächst auf McCafe
04. Backhus Güstrow: investiert 800.000 Euro in neue Technik
05. Paris: Weshalb die Präfektur des Bäckers Urlaub regelt

TERMINE + EVENTS:
06. Wasser und Brot: Bäko Workshop 2009
07. AGF und MRI: laden zur 60. Tagung für Müllerei-Technologie
08. AGF und MRI: laden ein zum Detmolder Erntegespräch
09. VDB + IGV: über die Qualität der Getreideernte 2009
10. Norla 2009: Schleswig-Holsteins Bäcker sind dabei

MANAGEMENT + BETRIEB:
11. BIV: Bäckerhandwerk verzeichnet positive Entwicklung
12. Führungsaufgaben: die fünf größten Entscheidungsfallen

MARKETING + VERKAUF:
13. DBV: Agrarhandel wichtige Konjunkturstütze
14. VDM: engagiert sich für mehr Zusammenhalt
15. Krimphove: begeistert mit «pain et gâteaux»

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
16. DBV: Schlechte Preise verhageln gute Ernte
17. Weltenbummler: Hefen kommen weit herum

PERSONEN + EHRUNGEN:
18. Weinheim: meldet 32 frischgebackene Meister
19. Schön + Schön: beenden Kooperation mit Slow Baking
20. Radrennen: Bäcker aus Greiz sprintet zum Titel

BOOKMARKS + BOOKS:
21. Download: «Ich mache mich selbständig»
22. Tipp: die Favoriten-Funktion in Marvin
23. Global Industry: Lantmännen wants to save 39 million Euro

REZEPTE + IDEEN:
24. Auswahl: «La Boule Levain» und mehr


MARKT + UNTERNEHMEN


Österreich: Mühle produziert «mit der Kraft der Sonne»

Graz / AT. (28.08. / ots) Einer ausgesuchten Öffentlichkeit zeigte die Farina Mühlen GmbH an ihrem Standort Raaba die größte Photovoltaik-Anlage der Steiermark. Das Unternehmen der Vonwiller Mühlengruppe ist damit nach eigenen Angaben die erste Mühle Österreichs, die Photovoltaik für die Produktion nutzt. Geschäftsführer Josef Dietrich von der Mühlengruppe und Geschäftsführer Bernhard Gitl von Farina überreichten Dr. Franz Fischler die ersten Packungen Mehl, die allein mittels Solarenergie verpackt wurden. Fischler ist ehemaliger Landwirtschaftsminister sowie EU-Agrarkommissar und heute Präsident des Ökosozialen Forums. Die Photovoltaik-Anlage produziert jährlich 40.000 kWh Strom – ausreichend für 15.000 Tonnen Paketmehl. Dank der Nutzung der Solarenergie werden nun jährlich über 31 Tonnen CO2 eingespart und damit jener Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, der bei einer halben Million gefahrener PKW-Kilometer gemessen wird. Die Kollektoren wurden auf einer Fläche von 400 Quadratmetern auf dem Getreidesilo der Mühle in Zusammenarbeit mit den E-Werken Gösting errichtet. Die Investitionssumme für die größte österreichische Fassadenaufbauanlage beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Die Farina Mühle bei Graz zählt zu den bedeutendsten Mühlen Österreichs. Per Annum verarbeitet sie rund 60.000 Tonnen Getreide zu Haushaltsmehlen, Grieß, Polenta, Bäcker- und Industriemehlen – sowie 15.000 Tonnen Paketmehl. In der Steiermark (35 Prozent) und in Kärnten (26 Prozent) ist Farina Marktführer. Vonwiller ist nach eigenen Angaben Österreichs größte Mühlengruppe.

Barilla: modernisiert Wasabröd in Filipstad

Filipstad / SE. (25.08. / sr) Die Barilla Holding hat beschlossen, in den nächsten vier bis fünf Jahren insgesamt rund 150 Millionen Schwedische Kronen (14,86 Millionen Euro) in ihre Konzerntochter Wasabröd zu investieren. Gleichzeitig werde die Belegschaft im schwedischen Filipstad um 100 Mitarbeitende reduziert, berichtet Sveriges Radio. Für Werksleiter Tommy Mohlin ist das unter dem Strich dennoch «eine positive und wichtige Nachricht». Zug um Zug soll die gesamte Produktion bis hin zu den Verpackungslinien modernisiert werden. Im Ergebnis erwarten die Entscheidungsträger eine um 25 Prozent höhere Effizienz, verbesserte Arbeitsbedingungen und eine noch umweltfreundlichere Produktion. Auf der anderen Seite der Medaille bedeute insbesondere die steigende Effizienz den Verlust von 100 Arbeitsplatzen. Nach der Straffung würden noch 350 Menschen für Wasa in Filipstad arbeiten, sagt Mohlin.

Burger King: macht demnächst auf McCafe

Image München. (24.08. / bk) Längere Zeit hat die Burger King GmbH (BK), deutsche Tochter der US-amerikanischen Schnellkostkette nur zugesehen, wie Erzrivale McDonalds mit seinen McCafes den Umsatz steigert und neue Kundengruppen erreicht. Will man verschiedenen Medien glauben, soll damit nun Schluss sein. Den Berichten zufolge will BK schrittweise alle 141 eigenen Restaurants und die meisten der 529 Franchisebetriebe neu einrichten und nach dem Vorbild McDonalds mit Cafes bestücken. So konkret werde Deutschland-Chef Thomas Berger zwar nicht, räume aber ein, dass die Kette am «Nachmittagsthema» arbeite. Prototypen des neuen Filialtyps würden derzeit in Nürnberg, Heilbronn und Mainz getestet – jedoch ohne Cafe. Nach dem Relaunch wolle BK in den meisten Restaurants kostenlosen Internet-Zugang sowie die EC- und Kreditkarten-Zahlung anbieten. Zudem würde die Produkt- und Preisstrategie verändert. Doch blieben die Billigprodukte für 99 Cent im Sortiment. Hauptkonkurrent McDonalds Deutschland betreibt heute rund 1.350 Restaurants, davon 585 mit Cafe. Bis zum Jahresende sollen es 650 sein.

Backhus Güstrow: investiert 800.000 Euro in neue Technik

Güstrow. (24.08. / svz) Die Backhus Brot- und Backwaren GmbH hat rund 800.000 Euro in neue Back- und Gärtechnik investiert. «Der Energieverbrauch ist entscheidend», sagt Prokurist Georg Mambrey gegenüber der «Schweriner Volkszeitung». So forderten jetzt steigende Energiepreise die Investition in effizientere Technik. «Wir rechnen jetzt mit 30 Prozent sinkenden Verbrauch», schätzt der Prokurist. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert die Investition in nicht genannter Höhe. Backhus hat zudem Geld in die Transporttechnik gesteckt. Hinzu kommen die Filialen: «Jeder neue Standort kostet 100.000 bis 150.000 Euro». Zu den 58 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein kommen in diesem Jahr noch drei hinzu. Für 2010 habe man bereits Mietverträge für vier weitere Filialen in der Tasche. Mit zwei Discountern hege man enge Beziehungen. «Wir müssen mit wachsen», nennt Mambrey einen weiteren Grund für die Investitionen. Nachdem Backhus 2007 in Schleswig-Holstein angekommen war, gehe es jetzt weiter in Richtung Hamburg. Beim Unternehmen arbeiten derzeit 200 Festangestellte und 150 Beschäftigte in Teilzeit; 72 davon direkt in Güstrow. In der Bäckerei seien mit der Erweiterung vier Mitarbeiter hinzugekommen, in den Filialen seien es 27 Beschäftigte. Täglich verlassen rund 8.000 Brote, 80.000 Brötchen und 5.000 bis 7.000 Stück Gebäck den Betrieb. Die 1995 erbaute Produktion werde bald an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Sorge macht das den Bäckern nicht. Sie verfügen in Güstrow noch über 7.000 Quadratmeter Freifläche.

Paris: Weshalb die Präfektur des Bäckers Urlaub regelt

Paris / FR. (22.08. / div) Paris ohne Croissants und Petits Fours? Das klingt absurd, doch so unwahrscheinlich ist diese Vorstellung gar nicht – zumindest nicht im August. Wenn im Hochsommer viele Pariser Metzgereien, Friseursalons und Apotheken über Wochen schließen und dies mit dem Schild «Jahresurlaub» kundtun, zieht es auch die Bäcker in die Sommerfrische. Doch ein amtliches Dekret aus 1790 hindert sie am Kofferpacken nach Lust und Laune: Es besagt, dass jeweils im Juli und im August nur die Hälfte aller Pariser Bäckereien schließen darf. Diese Verordnung sollte die Brotversorgung in der französischen Hauptstadt auch in der Urlaubszeit sichern – wenn auch weite Reisen für das Volk zu jener Zeit noch undenkbar waren. Sie gilt noch heute in der Stadt, in der im Juli 1789 nicht zuletzt der hohe Brotpreis die Französische Revolution auslöste. «Die Behörden wollten keine Hungersnot riskieren in einer Epoche, wo Brot die Basis der Ernährung war», sagt Jacques Mabille, Präsident des Bäcker-Berufsverbands. Die Gefahr einer Hungersnot besteht heute in Paris zwar nicht mehr, doch immer noch werden die Bäcker und ihre Angestellten jährlich abwechselnd dienstverpflichtet – einmal im Juli und einmal im August. Aussuchen können sie sich das nicht. Wer ohne Genehmigung schließt, riskiert eine Strafe von elf bis 33 Euro je Tag. Die Präfektur von Paris verteilt die Urlaubsplanung für alle 1.200 Bäckereien der Stadt, damit jedes Viertel stets ausreichend versorgt ist. Auch wenn dies nicht mehr von so existenzieller Bedeutung ist wie im 18. Jahrhundert. Verzehrte ein Franzose damals im Schnitt 900 Gramm Brot am Tag, sind es heute nur noch 150 bis 250 Gramm.


TERMINE + EVENTS


Wasser und Brot: Bäko Workshop 2009

Ladenburg. (28.08. / bae) Wasser und Brot sind als einfache und billige Grundnahrungsmittel noch immer keine Selbstverständlichkeit für alle Menschen. Und wie es aussieht, wird sich die Lage in vielen Regionen der Welt eher verschlechtern. Wissenschaftler fürchten den Mangel und/oder die Verunreinigung des Wassers inzwischen mehr als den Klimawandel. Vor allem Letzteres auch in den entwickelten Staaten. Wassermangel in bedeutenden Anbaugebieten sowie hohe Investitionen in Aufbereitungsanlagen könnten die beiden wichtigsten Rohstoffe des Bäckers drastisch verteuern. Die Atmosphäre des größten deutschen Seehafens (Hamburg) ist sicher kein schlechter Ort für die Diskussion der Frage, was Backbetriebe zur Verbesserung der Wasserqualität tun können. Das gilt auch für die künftige Rolle der Bäckereien im wachsenden Außer-Haus-Markt, denn die Hansestadt an Alster und Elbe gilt hier als Trendsetter. Um diese und andere spannende Fragen geht es, wenn der Bäko Workshop seine Gäste zur 21. Ausgabe «ans Wasser» nach Hamburg bittet – vom 08. bis 10. November. Nur kulinarisch wollen die Veranstalter die Ebene von «Wasser und Brot» verlassen und ihre Gäste mit edlen Tropfen und hanseatischen Spezialitäten verwöhnen.
Programm: Workshop_Programm_2009.pdf (1.695 KB)
Anmeldung: https://www.baeko-workshop.de/index.php?id=19

AGF und MRI: laden zur 60. Tagung für Müllerei-Technologie

Detmold. (27.08. / agf) Ihre 60. Tagung für Müllerei-Technologie veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) am 15. und 16. September in Zusammenarbeit mit dem Max-Rubner-Institut, Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide. Das Themenspektrum: 60 Jahre Müllerei-Technologie in Detmold; Vorratsschutz; Technologie; Modernisierung von Mühlen; Technik; Gesundheit. Zur zweitägigen Veranstaltung auf dem Detmolder Schützenberg gehört ein Aussteller-Forum. Vorträge und Diskussionen werden simultan übersetzt (Deutsch / Englisch).
Programm:
Anmeldung: https://www.agfdt.de/loads/taginfo/agf-form_mt.php

AGF und MRI: laden ein zum Detmolder Erntegespräch

Detmold. (27.08. / agf) Zum Detmolder Erntegespräch 2009 unter Leitung von Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer lädt die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) am 17. September in Zusammenarbeit mit dem Max-Rubner-Institut, Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide, auf den bekannten Schützenberg.
Programm:
Anmeldung: https://www.agfdt.de/loads/taginfo/agf-form_ernte.php

VDB + IGV: über die Qualität der Getreideernte 2009

Nuthetal. (27.08. / vdb) Die Vereinigung Deutsche Backbranche (VDB) und das Institut für Getreideverarbeitung (IGV) laden am 22. September ab 13:00 Uhr zur traditionellen Gemeinschaftsveranstaltung über die Qualität der Getreideernte – in diesem Fall das Wirtschaftsjahr 2009/2010. Über die «Auswertung der Erntequalität und Verarbeitungseignung von Weizen und Roggen des Landes Brandenburg der Ernte 2009» referieren in Bergholz-Rehbrücke Dr. Gerd Huschek, Dipl.-Ing. Dorothea Klotz und Dipl.-Ing. Annette Lehrack vom IGV. In einem weiteren Vortrag unter dem Titel «Das Methusalem Projekt: Gesundheitlicher Zusatznutzen durch innovative Mahlprodukte» zeigt Michael Gusko von der VK Mühlen AG, welche stofflich-technologischen und ernährungsphysiologischen Inhalte in innovativen Mahlprodukten stecken können – wie sie für die Backbranche wirtschaftlich vorteilhaft sind und adäquat ausgelobt werden.
Info: Die Veranstaltung ist kostenfrei. Interessenten wenden sich an Dr. Heinz Kaiser (Telefon 033200-89-179 / E-Mail h_kaiser um igv-gmbh.de) oder an Dr. Gerd Huschek, (Telefon 033200-89-131 / E-Mail g_huschek um igv-gmbh.de).

Norla 2009: Schleswig-Holsteins Bäcker sind dabei

Rendsburg. (26.08. / bkv) Mehr als 70.000 Besucher zählte die Norla in 2007. Da geht es um Landmaschinen- und Kommunaltechnik, Energietechnik und -beratung, Gesunde Ernährung, Melk- und Milchwirtschaft, Stall- und Bautechnik, Ernährungswirtschaft, Gartenbau, Jagd, Haushaltstechnik – und mittendrin der Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks Schleswig-Holstein. Dort stellt er in seiner gläsernen Backstube vom 03. bis 06. September landestypisches Brot und Gebäck vor und hat Allerhand geplant, um die Messebesucher über die backenden Branchen zu informieren. Dass man im Bäckerhandwerk Karriere machen kann, bleibt da nicht außen vor: Die Bundessiegerin 2008 der Jungbäcker, Franziska Ickert (Bäckerei Braaker Mühle), und die Auszubildende Alina Kruse (Bäckerei Tackmann) müssen am 04. September ran. Dann ist «Tag der Ausbildung» und die jungen Berufsleute stellen in Rendsburg Ausbildungswege und Abschlüsse vor, wie etwa den «Bachelor of Arts» und die Fachleute für Systemgastronomie.


MANAGEMENT + BETRIEB


BIV: Bäckerhandwerk verzeichnet positive Entwicklung

Hannover. (28.08. / biv) Das niedersächsisch-bremische Bäckerhandwerk hat im Jahresverlauf bisher keine Umsatzeinbrüche durch die Rezession hinnehmen müssen, berichtete der Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/ Bremen (BIV) anlässlich seiner betriebswirtschaftlichen Jahrestagung in Hannover. Das gesamte erste Halbjahr 2009 habe einer Auswertung aktueller Marktdaten zufolge weitgehend die Erwartungen erfüllen können, die durch die positive Umsatzentwicklung von Januar bis März entstanden waren. Die robuste Binnenkonjunktur veranlasse Handwerksbäcker zunehmend, bisher zurück gehaltene Investitionen umzusetzen. Gleichfalls seien vielfach Lohnerhöhungen vorgenommen worden. In der Einschätzung des zweiten Halbjahrs zeigen die Innungsbäcker in Niedersachsen und Bremen Zurückhaltung. Vieles hänge von der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab: Die Geschäftslage könne sich spürbar eintrüben, wenn die Arbeitslosigkeit im Herbst und Winter deutlich zunähme.
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2009/3509-BIV-BAECKER.HTM

Führungsaufgaben: die fünf größten Entscheidungsfallen

Hannover. (26.08. / mvr) Für Entscheidungsträger gibt es typische Entscheidungsfallen. Die müssen umschifft werden – sofern man realisiert, dass man drauf und dran ist hineinzutappen. Das ist nicht immer der Fall und deshalb hat «Mittelstand Direkt» die gefährlichsten Fallen einmal zusammengestellt:

  • Die Wahllos-Falle: Auf den ersten Blick stehen Sie bei Entscheidungen nur zwischen zwei Optionen. Aber dieser Schein trügt. Entscheiden Sie erst, wenn Sie sich über Ihre Ziele Klarheit verschafft haben. Dann ergeben sich weitere Alternativen von ganz allein.
  • Die Treibjagd-Falle: Bei Entscheidungen werden Sie häufig unter Zeitdruck gesetzt – etwa bei bald endenden Auktionen oder Schnäppchenangeboten. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Suchen Sie immer erst nach Alternativen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
  • Die Schnecken-Falle: Entscheidungen sollten nicht überstürzt, aber auch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Setzen Sie sich Zeitlimits. Beginnen Sie die Suche nach Alternativen, sobald sich der Entscheidungsbedarf abzeichnet. So vermeiden Sie, später unter Zeitdruck zu geraten – womöglich mit weniger Wahlmöglichkeiten.
  • Die Info-Falle: Viele Entscheidungen werden getroffen, ohne relevante Daten einzuholen. Das spart Zeit, führt aber leicht zu Fehlentscheidungen. Entscheidend ist die Qualität der Informationen. Holen Sie vor jeder Entscheidung mindestens drei relevante Daten über Alternativen und Auswirkungen ein.
  • Die Angebot-Falle: Anbieter versuchen oft, Einfluss auf Ihre Wünsche zu nehmen. Formulieren Sie darum im Vorfeld genau, was Sie eigentlich brauchen. Gleichen Sie Ihren Bedarf vor der Entscheidung mit dem Angebot ab. So vermeiden Sie, dass Sie sich nur an den Optionen des Anbieters orientieren.

MARKETING + VERKAUF


DBV: Agrarhandel wichtige Konjunkturstütze

Berlin. (27.08. / dbv) Der deutsche Agrarexport hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld relativ gut behauptet. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) auf der Grundlage aktueller vorläufiger Ergebnisse des Statistischen Bundesamts mitteilt, haben sich die deutschen Exporte an Agrar- und Ernährungsgütern im ersten Halbjahr 2009 entgegen dem allgemeinen Trend mengenmäßig weiter positiv entwickelt. 2008 war mit über 52 Milliarden Euro ein neuer Ausfuhrrekord erzielt worden. Nach Auffassung des DBV könne der Beitrag des Exports zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland nur gewahrt bleiben, werde die Agrarexportförderung ausgebaut. Dies im Besonderen nach dem Wegfall der CMA. Gegenüber dem Vorjahr wurden im ersten Halbjahr 2009 rund zwei Prozent mehr deutsche Agrargüter im Ausland verkauft. Jedoch erzielten die Exporteure dafür knapp acht Prozent niedrigere Preise, so dass ihre Erlöse über den Export um gut fünf Prozent hinter dem Vorjahr zurückblieben. Dieser Umsatzrückgang fällt wesentlich geringer aus als bei den Exporten der übrigen deutschen Wirtschaft. Deren Erlöse gingen im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um über 24 Prozent zurück, betont der DBV. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei den Importen von Agrar- und Ernährungsgütern. Wertmäßig gingen sie nur um knapp zwei Prozent zurück, während sich die Importausgaben der übrigen deutschen Wirtschaft um über 19 Prozent verringerten. Mengenmäßig stiegen die Importe mit gut plus zwei Prozent ähnlich stark an wie die Agrarexporte.

VDM: engagiert sich für mehr Zusammenhalt

Bonn. (25.08. / vdm) Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) weitet nach dem Aus der Centralen Marketing-Gesellschaft deutscher Agrarwirtschaft seine Öffentlichkeitsarbeit deutlich aus und will im Sinn der Absatzförderung für mehr Zusammenhalt in der Getreidekette sorgen. Das hat VDM-Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer angekündigt. «Wir wollen unsere PR-Aktivitäten verstärken, und zwar hoffentlich in der gesamten Getreidekette vom Züchter bis zum Bäcker», sagt Weizbauer. Man sei gerade dabei, für die Absatzförderung etwas auf die Beine zu stellen. Dr. Heiko Zentgraf von der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) werde versuchen, die Getreidekette für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen. Die ersten positiven Signale gebe es bereits; Klarheit werde man bis zum Jahreswechsel haben. Davon abgesehen habe der VDM seinen Etat für die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber 2008 in etwa verdoppelt.

Krimphove: begeistert mit «pain et gâteaux»

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Münster. (22.08. / em) Berichten regionale Medien über Bäckerfilialen im Allgemeinen, ist in den meisten Fällen eine gewisse Langatmigkeit kaum mehr zu überhören frei nach der Feststellung «Ob wir diese Filiale auch noch brauchen, überlassen wir unseren Lesern». Ganz anders das lokale Echo auf den neuesten Standort der Bäckerei Krimphove in Münster. Das ist genau genommen kein Bäckerfachgeschäft im klassischen Sinn, sondern ein Bäckerei-Cafe nach französischer Art, mit dem sich Susanne und Georg Krimphove einen Herzenswunsch erfüllt haben. Auf Anhieb avancierte «pain et gâteaux» zum ersten Haus am Platz und das Online-Magazin «Echo Münster» überschlägt sich förmlich vor Begeisterung in seiner Reportage «Pain et gâteaux: Krimphove eröffnete individuelles Bäckerei-Cafe nach Art der Franzosen».


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


DBV: Schlechte Preise verhageln gute Ernte

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Berlin. (27.08. / dbv) Die deutschen Ackerbauern haben die Getreideernte mit Ausnahme einiger Höhengebiete weitgehend abgeschlossen. Insgesamt fiel die Ernte 2009 mehr als zufrieden stellend aus. Doch wird die Freude an guten Ernteerträgen durch massiv gesunkene Erzeugerpreise für Raps und Getreide aufgehoben. Hinzu kommen Kostenbelastungen für diese Ernte durch extrem gestiegene Düngemittel- und Energiepreise, so dass die Ernte 2009 nicht kostendeckend erzeugt werden konnte. Dies stellte der Deutsche Bauernverband während der Pressekonferenz zur Erntebilanz 2009 fest.

Weltenbummler: Hefen kommen weit herum

Auckland / NZ. (24.08. / em) Wenn Winzer der Natur ihren Lauf lassen, ist das Ergebnis nicht nur für Weinliebhaber spannend. Das haben neuseeländische Biologen bei der Untersuchung von Spontangärungen entdeckt. In dem «wild» vergorenem Wein fanden sie Hefen aus Übersee und aus Gebieten, in denen gar keine Reben wachsen. Umgekehrt waren unter den verschiedenen Hefestämmen auch einige regionale Spezialitäten, sagt Mat Goddard von der Universität Auckland. «Wir haben beinahe einhundert verschiedene Stämme in dem Gärprodukt identifiziert, und viele davon unterscheiden sich genetisch klar von Hefen aus anderen Teilen der Welt». Seit Jahrtausenden nutzen Menschen Hefepilze der Art Saccharomyces cerevisiae für die Herstellung von Bier, Brot und Wein. Um eine gleichbleibende Produktqualität zu erzielen, setzen Brauer, Bäcker und Winzer heute in der Regel auf Zuchtstämme mit bekannten Eigenschaften. Um sich von der Masse abzuheben, lassen einige dagegen die natürliche Mikroflora zum Zug kommen und akzeptieren dabei auch das Risiko einer Fehlgärung.
Info: https://www.webbaecker.de/r_rohstoffe/2009/3509-WELTENBUMMLER.HTM


PERSONEN + EHRUNGEN


Weinheim: meldet 32 frischgebackene Meister

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Weinheim. (26.08. / adb) Nach mehr als fünf Monaten intensiver Prüfungsvorbereitung an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim (Bundesfachschule) haben 32 Bäcker/innen jetzt ihre Meisterprüfung erfolgreich abgelegt. Die Teilnehmer/innen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine Teilnehmerin kam aus Japan. Kein einziger Absolvent ist bei den Prüfungen durchgefallen, was bei den bekannt hohen Anforderungen der verantwortlichen Handwerkskammer Mannheim/Rhein-Neckar/Odenwald für eine ausgesprochen hohe Motivation der Teilnehmer, aber auch für die Prüfungsvorbereitung durch die Ausbilder der Akademie Weinheim spricht. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer haben sich entschieden, direkt im Anschluss den «Betriebswirt des Handwerks» an der ADB Weinheim zu belegen. Die in Weinheim feierlich verabschiedeten Bäckermeister sind durch ihre Ausbildung nunmehr in der Lage, Führungsaufgaben im Bäckerhandwerk zu übernehmen. Ein Teil der Absolventen hat sich entschlossen, zunächst im Ausland zu arbeiten. Andere Jungmeister unterstützen den elterlichen Betrieb und werden durch neue Fachkenntnisse, aber auch durch ihr in Weinheim erlerntes Wissen im Bereich Marketing/Unternehmensführung erfolgreich Impulse setzen.
Info: Der nächste Meisterkurs der Akademie Weinheim beginnt im Januar 2010 und ist bereits seit einem halben Jahr ausgebucht, mit Warteliste. Vormerkungen für den Meisterkurs 2011 werden per E-Mail an info um akademie-weinheim.de oder per Telefax an 06201-182579 gerne entgegen genommen. Vormerkungen sind für die Teilnehmer unverbindlich.

Schön + Schön: beenden Kooperation mit Slow Baking

Trossingen. (25.08. / hjs) Die Kooperation zwischen dem Verein Slow Baking e.V. und JhD-Bäckereitechnologie ist beendet. Helmut und Judith Schön, die im Auftrag des Vereins die Slowbaking-Erfakreise 2007 mitgegründet und geleitet hatten, sind seit dem 19. August nicht mehr für den Verein tätig.

Radrennen: Bäcker aus Greiz sprintet zum Titel

Elsterberg / Greiz. (24.08. / div) Bäckermeister Hubert Kollascheck aus Greiz mischt den Teig beruflich in Elsterberg bei René Fröbisch. In seiner Freizeit mischt er ebenfalls gerne mit – bei Radrennen und das seit 40 Jahren. Jetzt wurde der 57-Jährige Dritter – hinter dem Schweizer Lindner und dem Franzosen Gutierrez – bei der Weltmeisterschaft und zum zehnten Mal Deutscher Meister. Das Ganze geschah während der 24. Weltmeisterschaft der Bäcker und Konditoren im Straßenrennen in der Seniorenklasse 3 (1949 bis 1958), die in Greiz stattfand gemeinsam mit der 23. Deutschen Meisterschaft der radelnden Bäcker. 28 Starter zählte das Feld insgesamt, in dem der Bäckermeister startete. Zu absolvieren waren fünf Runden, jede elf Kilometer lang.


BOOKMARKS + BOOKS


Download: «Ich mache mich selbständig»

München. (28.08. / ihk) Als die «erfolgreichste Broschüre aller Zeiten» betrachten die bayerischen Industrie- und Handelskammern (IHK) ihre Publikation «Ich mache mich selbständig» (Format PDF, 122 Seiten, 7.278 KB). Die kostenlose Broschüre beinhaltet alle Themen, auf die Gründer/innen beim Schritt in die Selbständigkeit achten müssen. Allein in 2008 hatten die IHKs rund 15.000 Exemplare versandt. Nun ist eine Neuauflage erschienen und Interessenten haben die Wahl, sich die Broschüre in Papierform zusenden zu lassen oder vom Server der IHK München herunterzuladen (7.278 KB).

Tipp: die Favoriten-Funktion in Marvin

Kronau. (27.08. / goe) Jeder kennt sie, nur wenige nutzen sie: Die «Favoriten-Funktion» in der Office-Oberfläche von Goecom,:::::.de/Produkte/marvin/marvin.php” >Marvin. Häufig verwendete Programmteile können Sie einfach per Mausklick zu den Favoriten hinzufügen. Dazu wählen Sie im Navigator-Fenster das gewünschte Programm aus, markieren es mit der rechten Maustaste und fügen das Programm zu den Favoriten hinzu. Ab sofort steht Ihnen das Programm direkt zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie die Favoriten nach Belieben ordnen oder eventuell nicht mehr benötigte Programme entfernen. Beim Einsatz des Moduls «Benutzerverwaltung» kann sich natürlich jeder Benutzer «seine» persönlichen Favoriten zusammenstellen.

Global Industry: Lantmännen wants to save 39 million Euro

Hamburg. (bm) Lantmännen is currently making a big push to increase its profitability and invest into the future. For that Lantmännen´s executive management is presenting a new Group structure. The reorganisation is part of the programme which is intended to save 400 million Swedish Crowns (39 million Euro) – and: «Unfortunately layoffs are necessary since we must free up resources to be able to invest in marketing and research and development», said President and CEO Per Strömberg. Other topics of the week:

Title Region Date
Kraft Foods: Reduces Global Plant Water Use By 21 Percent (US) Thu 08-27
Goodman Fielder: posts massive growth in profit (AU) Wed 08-26
Kyivkhlib: to raise prices for popular bread (UA) Wed 08-26
Belarus: Grain production exceeded level of 8 million tons (BY) Wed 08-26
Ukraine: to increase flour production to 1,8 million tons (UA) Wed 08-26
Kazakhstan: Grain exports to grow by one million tons (KZ) Wed 08-26
Vinita Bali: Businesswoman of the Year (IN) Wed 08-26
Krispy Kreme: Opens Its First Store in Turkey (US) Tue 08-25
Zad Holding: to launch European bakery products (QA) Tue 08-25
Lantmännen: makes a big push to save 39 million EUR (SE) Mon 08-24
McDonalds: plans to open distribution centre in Azerbaijan (AZ) Mon 08-24
Patties Foods: records 21 percent profit drop in 2008/2009 (AU) Mon 08-24
Louis Lesaffre Cup: Baking Competition at IBIE 2010 (US) Sat 08-22
Kazakhstan: reached the crisis bottom (KZ) Sat 08-22
Turkey: interested in direct supplies of Russian grains (TR) Sat 08-22
Premier Foods: posts H1/2009 figures (UK) Fri 08-21
Kazakhstan: increased grain reserves by 32 percent (KZ) Fri 08-21
Ukraine: Government kept the price regulation (UA) Fri 08-21
Belarus: Grain production totaled 7,2 million tonnes (BY) Fri 08-21
Russia: increased grain exports by 8,3 times (RU) Fri 08-21


REZEPTE + IDEEN


Auswahl: «La Boule Levain» und mehr

Bühl / Baden. (28.08. / fa) Zu einem Arbeitsbesuch waren unlängst zwei Backmeister der Bäko Ost zu Gast bei FALA. Das Pensum, das sich Thomas Johne und Chris Jentzsch dort vorgenommen hatten, war «stramm». Rico Pförtner, Junior Key Account Manager bei FALA und Reinhold Pfetzer, Leiter des FALA Backstudios, sorgten in Bühl dafür, dass die hohen Erwartungen noch übertroffen wurden. Schwerpunkt des Austauschs bildete ein Backprogramm, das die Fachleute aus Triebischtal im Bühler Backstudio abarbeiteten. Aus der Dokumentation des fachlichen Austauschs gehen einige Rezepte hervor, wie zum Beispiel
La Boule Levain – Brot ohne Hefe;
Natura Mehrkorn Brot;
Ciabatta – direkte Führung;
Baguette direkt mit Bäko Produkten;
Croissant – ungegart gefroren gebacken;
Premium Malz Brötchen.

Interessenten können sich die Rezeptdateien im Format PDF herunterladen im unteren Teil der Seite «Arbeitsbesuch: Zwei Backmeister zu Gast bei FALA» unter der Adresse
Info: