Montag, 30. November 2020

WB-33-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 33. KW 2014 (09.08. bis 15.08.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb3314.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

TERMINE + EVENTS:
01. DLG-Lebensmitteltage: TTIP sorgt für Gesprächsbedarf
02. Menschen und Brot: Ihr Urteil ist gefragt
03. FEI: lädt zur Jahrestagung nach München
04. DGE: Ernährungsbildung in die Zukunft gedacht
05. FENS: 12. Europäische Ernährungskonferenz 2015 in Berlin
06. Von echtem Schrot und Korn: Müllerei-Tagung in Detmold

MANAGEMENT + BETRIEB:
07. Mit der Planung das Unternehmen auf Kurs halten!
08. Großbäcker: erzielen Tarifabschluss in Bayern
09. BackWerk Österreich: übernimmt Expansion in Slowenien
10. Zukunftsdialog Ausbildung: zeigt modernes Personal-Marketing
11. Prognose 2014: Trotz positiver Tendenzen auch Skepsis
12. KMU: Neue EU-Leitlinien ermöglichen unbürokratische Unterstützung
13. Unternehmenskultur: wichtiger Baustein Konfliktmanagement
14. Gefährdungsbeurteilung: Nachweispflicht auch für Kleine

MARKETING + VERKAUF:
15. DBV: Deutschland von russischen Sanktionen kaum betroffen
16. Der kritische Kunde: EHI-Studie «PR im Handel 2014»
17. Geschmackssache: Mobilitätstypen und ihre Unterwegsversorgung

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
18. Allergenkennzeichnung: ein neues Versicherungsrisiko?
19. Datenlink: Bäkos appellieren nachdrücklich an Hersteller
20. Was wir wirklich essen: Ob wir das alles glauben?
21. Rechtlos im Supermarkt? Foodwatch stellt Report vor
22. Smiley: Lebensmittelbetriebe gehen in die Offensive

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
23. Eiweißbrot: für Bäcker nicht ohne Risiko
24. Baywa: beklagt sinkende Getreidepreise im Q2/2014

BOOKMARKS + BOOKS:
25. Global Industry: Barilla about salt, fat and sugar reduction

REZEPTE + IDEEN:
26. VDM: Mein Mehl, mein Landjäger-Stollen.


TERMINE + EVENTS


DLG-Lebensmitteltage: TTIP sorgt für Gesprächsbedarf

Frankfurt. (15.08. / dlg) Zwar gibt es bisher noch keinen ausformulierten Vertrag. Doch die Diskussion um Standards und Verbraucherschutz ist in vollem Gang. Am Transatlantic Trade and Investment Partnership (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft), kurz TTIP, scheiden sich die Geister. Im Rahmen der DLG-Lebensmitteltage, die am 24. und 25. September in Fulda stattfinden, werden Inhalte des Abkommens und ihre möglichen Konsequenzen anhand verschiedener Themengebiete beleuchtet. Amerikanische Lebensmittelproduzenten erhoffen sich vom TTIP eine Lockerung der EU-Regularien. Das soll den Eintritt in Europas Märkte vereinfachen. Dagegen warnen Verbraucherschützer europaweit vor Chlorhühnern, Genmais oder Hormonrindern. Das geplante Freihandelsabkommen steht im Fokus der öffentlichen Diskussion. Dabei stehen sich nicht nur schrankenloser Handel und unterschiedliche Qualitätsstandards gegenüber. Die Diskussion hat längst gesellschaftliche Dimensionen erreicht, in denen es um grundsätzliche Wertvorstellungen wie das Vorsorgeprinzip oder ethische Fragen geht. TTIP steht deshalb auch im Fokus der Plenarveranstaltung der DLG-Lebensmitteltage 2014. Internationale Experten schildern ihre Erwartungen hinsichtlich des Abkommens und beleuchten anhand verschiedener Themengebiete mögliche Konsequenzen. Das Spektrum reicht dabei von allgemeinen Chancen und Risiken für die heimische Ernährungswirtschaft über lebensmittelrechtliche Implikationen bis hin zu Erwartungen der Rind- und Schweinefleisch verarbeitenden Industrie in den USA. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung sind der Anbau, die Verwendung sowie die unterschiedlichen Konsumenteneinstellungen zu transgenen Pflanzen in den USA und der EU.

Menschen und Brot: Ihr Urteil ist gefragt

Weinheim. (14.08. / adb) Unter dem Titel «Menschen und Brot» hatte die Bundesakademie Weinheim (ADB) zu einem Fotowettbewerb eingeladen. Einsendeschluss war Anfang August und nach Angaben der Bundesakademie sind insgesamt 251 Fotoarbeiten von 96 Fotografen eingegangen, darunter auch mehrere Werke von renommierten Künstlern, die die Veranstalter um eine Beteiligung gebeten hatten. Derzeit ist eine Fachjury dabei, diese 251 Fotos zu sichten und zu bewerten. Parallel dazu läuft ein öffentliches Facebook-Voting mit 95 hierfür ausgewählten Arbeiten. Interessenten können sich unter der angegebenen Adresse einen Eindruck von den Ideen verschaffen und mit abstimmen über das «beste» Bild. Die Gewinner aus der Publikums- und Fachjurywertung sollen Anfang/Mitte September feststehen. Ihnen winken attraktive Geld- und Sachpreise sowie eine Ausstellung ihrer Arbeiten im Museum der Brotkultur Ulm.

FEI: lädt zur Jahrestagung nach München

Bonn. (13.08. / fei) Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) lädt am 09. und 10. September zur Jahrestagung 2014 nach Freising-Weihenstephan. Deutschland hat eine hohe Innovationskraft. Dazu trägt auch die Industrielle Gemeinschaftsforschung bei, mit der das Bundeswirtschaftsministerium über die AiF den innovativen Mittelstand seit Jahrzehnten erfolgreich unterstützt – auch in der Lebensmittelindustrie. Für die viertgrößte Branche in Deutschland koordiniert der FEI jährlich rund 100 IGF-Projekte, um die Innovationskraft vor allem im Mittelstand zu fördern. Im Rahmen der Jahrestagung präsentieren sechs FEI-Akteure ihre IGF-Projekte, die jedes für sich «Beiträge Industrieller Gemeinschaftsforschung für den Innovations- und Produktionsstandort Deutschland» bilden. Weitere Details zur Veranstaltung sind erhältlich auf dem FEI-Server. Aus organisatorischen Gründen ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 22. August erwünscht.

DGE: Ernährungsbildung in die Zukunft gedacht

Bonn. (13.08. / dge) «Ernährungsbildung – in die Zukunft gedacht», zu diesem Thema veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ihre Arbeitstagung 2014 am 24. und 25. September in Bonn. Ernährungsbildung findet nicht nur institutionell von der Kindertagesstätte über die Schule und Ausbildung bis hin zur Erwachsenenbildung statt. Sie wird in einem lebenslangen Prozess biografisch angeeignet. Nicht nur Institutionen wie Kita, Schule, Ausbildung und Erwachsenenbildung spielen dafür eine Rolle. Ernährungsbildung geschieht ganz entscheidend als non-formale, informelle Bildung in und durch Kultur und Gesellschaft und dies lebensbegleitend. Welche Konzepte der Ernährungsbildung gibt es? Wie werden diese in die Praxis umgesetzt? Wie stehen die Chancen für ihre Etablierung auf Bundes- und Länderebene? Welche Verbindlichkeiten ergeben sich für die Zukunft?

FENS: 12. Europäische Ernährungskonferenz 2015 in Berlin

Bonn. (13.08. / dge) Das Thema «Nutrition and health throughout life-cycle – Science for the European consumer» steht im Mittelpunkt der 12. Europäischen Ernährungskonferenz der Federation of the European Nutrition Societies (FENS) vom 20. bis 23. Oktober 2015 in Berlin. Informationen zu Themenschwerpunkten, zur Registrierung und für Aussteller können Interessenten auf der FENS-Homepage nachlesen. Möchten Sie regelmäßig Neuigkeiten zur Veranstaltung erhalten, dann abonnieren Sie den Newsletter zur FENS-Konferenz 2015. Sowohl Homepage als auch Newsletter sind nur in englisch verfügbar.

Von echtem Schrot und Korn: Müllerei-Tagung in Detmold

Detmold. (12.08. / agf) Wie lässt sich die Haltbarkeit von Mehl verbessern? Was kann man gegen Schädlinge tun und wie lässt sich vorbeugen? Bäckereien, Mühlen, Landhandel – sie bedingen sich gegenseitig, sind aufeinander angewiesen. Einmal jährlich treffen sich Vertreter dieser Sparten, informieren sich über Neuerungen und Neuigkeiten rund um Forschung, Analytik und neuen Technologien, um das eigene Produkt zu verbessern. Die diesjährige Tagung für Müllerei-Technologie findet am 09. und 10. September auf dem Detmolder Schützenberg in den Räumen der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) statt. Im Anschluss daran lädt die AGF am 11. September zum Detmolder Erntegespräch. Hier wird aus verschiedenen Blickwinkeln die aktuelle Ernte beleuchtet und daraus resultierende Verarbeitungshinweise für Müllerei und Bäckerei gegeben.


MANAGEMENT + BETRIEB


Mit der Planung das Unternehmen auf Kurs halten!

Isernhagen / Hannover. (15.08. / ge) Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs und Marktdrucks ist es für Unternehmen immer wichtiger, sich eindeutig zu positionieren und sich von den Wettbewerbern abzugrenzen. Dafür bedarf es einer klaren Zielrichtung, die regelmäßig zu überwachen ist. Das zweite Halbjahr 2014 ist bereits im vollen Gang. Unternehmer sollten sich jetzt bereits Zeit nehmen und Gedanken über die Ziele für das Jahr 2015 machen. Um diese Vorgaben möglichst transparent abzubilden empfiehlt es sich, auch für kleine und mittlere Unternehmen, eine Unternehmensplanung anzufertigen. In der Praxis hat sich erwiesen, dass diese einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Neben der eigenen Absicherung schafft eine gut erstellte Planung neben der Transparenz auch Klarheit und Vertrauen bei externen Parteien, zum Beispiel bei Banken. Die Unternehmensplanung bildet die erwartete künftige Geschäftsentwicklung ab, gibt die Zielsetzung für das Geschäftsjahr vor und ermöglicht die Abbildung eines Soll-Ist-Vergleichs. Mit diesen Angaben können Chancen und Risiken frühzeitig erkannt werden. Zudem kann die Planung Grundlage für zukünftige Entscheidungen sein, einen Informationsvorsprung durch die sinnvolle Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewährleisten sowie eine Verbesserung des Ratings bei der Bank mit sich bringen. Möchten Sie mehr zum Thema wissen oder aktive Beratung in Anspruch nehmen, rufen Sie Unternehmensberater Till Weinkauf von der Gehrke Econ Gruppe unter der Telefonnummer 0511/70050-463 an oder schreiben Sie eine E-Mail an till.weinkauf@gehrke-econ.de.

Großbäcker: erzielen Tarifabschluss in Bayern

Düsseldorf. (15.08. / vdg) «Mit dem Tarifabschluss in Bayern konnten wir die Tarifrunde für alle deutschen Tarifgebiete erfolgreich abschließen. In ausgesprochen fairen Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und unserem Verband ist es gelungen, betriebliche Interessen und Möglichkeiten und die Wünsche der Beschäftigten in Einklang zu bringen», sagt Hans-Bernd Spirres, Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses des Verbands Deutscher Großbäckereien, zum Tarifabschluss für Bayern. Inhaltlich wurden weitgehend die Abschlüsse aus den vorhergehenden Tarifverhandlungen in den übrigen Tarifgebieten übernommen. Das bedeutet, der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten bis zum 31. März 2016. Löhne und Gehälter steigen rückwirkend zum 01. Juni 2014 um drei Prozent und ab 01. Mai 2015 um weitere 2,75 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden je Ausbildungsjahr um pauschal 30 Euro je Monat zu den genannten Terminen angehoben. Spirres: «Damit leistet die Branche einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Nachwuchses. Unangetastet bleibt am anderen Ende des beruflichen Lebenswegs die Altersvorsorge, die wir unseren Mitarbeitern bieten».

BackWerk Österreich: übernimmt Expansion in Slowenien

Wien / AT. (14.08. / bws) BackWerk Österreich ist mit 21 Standorten im Alpenland gut vertreten. Jetzt möchte das Unternehmen der BackWerk Gruppe, seit Ende 2013 mehrheitlich in den Händen der schwedischen EQT Holding AB, auch Slowenien für sich erschließen. Kurzum: Für die Expansion dorthin wird künftig die Österreich-Zentrale von BackWerk unter Leitung von Ingrid Dubowy verantwortlich zeichnen. Vor wenigen Tagen wurde in Laibach das vierte slowenische Geschäft eröffnet, weitere Filialen des SB-Bäckers und Bäckerei-Gastronomen sollen in Kürze folgen.

Zukunftsdialog Ausbildung: zeigt modernes Personal-Marketing

Hannover. (14.08. / biv) «Zukunftsdialog Ausbildung» hieß die Veranstaltung, mit der der Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen (BIV) in diesen Tagen seinen Mitgliedern ein Forum bot, bei dem die Handwerksbäcker Strategien für die Gewinnung von Personal im Allgemeinen und Azubis im Speziellen erarbeiten konnten. Unterstützung erhielten sie von Kristina Elvers und Björn Harms vom Lüneburger Modellprojekt «Job.Pakt», das unter Leitung von Diakonie, AWO und der Leuphana-Universität neue Wege zur betrieblichen Ausbildung für die regionale Bäckerbranche entwickelt sowie von Prof. Dr. Ulrich Kroppenberg, Wirtschaftsprofessor mit Schwerpunkt Sozialkompetenz an der FH Mainz. Alle Referenten betonten die Notwendigkeit, dass sich die Personalverantwortlichen in den Betrieben neu orientieren müssen: Waren es bisher die jungen Menschen, die sich selbst einen Ausbildungsplatz suchen mussten, sind es künftig verstärkt die Unternehmen, die sich kümmern und gute Lehrlinge für ihr Handwerk werben müssen. «Gewinnung und Förderung von Nachwuchskräften erfordert Aktivität», betonten Elvers und Harms, wobei sie die Vorarbeit des Bäckerhandwerks hervorhoben. Die Werbegemeinschaft des Zentralverbands bietet bereits viele moderne Medien und eine umfassende Einbindung in Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Youtube, die Verbandsmitgliedern direkt zugute kommen. «Job.Pakt» hilft darüber hinaus in der Region Jugendlichen individuell bei der Lehrstellensuche und später den Lehrlingen bei der Prüfungsvorbereitung, steht im Kontakt mit der Berufsschule, fördert junge Bäcker für die Teilnahme an Leistungswettbewerben und wertet die Projekte gemeinsam mit Bildungsexperten der Leuphana aus. Zudem erhalten Unternehmen Unterstützung bei ihrer betrieblichen Personalstrategie, dem optimalen Einsatz der Mitarbeitenden und deren Motivation.

Info: Die Veranstaltung war sehr vielseitig und lehrreich. Unter anderem entwickelten die Teilnehmer in mehreren Arbeitsgruppen gemeinsam mit Prof. Kroppenberg Vorschläge für Musterlösungen zur Gestaltung eines qualifizierten Ausbildungsablaufs im Bäckerhandwerk. Informationsmaterial hierzu können Verbandsmitglieder beim BIV anfordern.

Prognose 2014: Trotz positiver Tendenzen auch Skepsis

Hannover. (13.08. / biv) Die Handwerksbäcker zwischen Ems und Elbe bekommen deutlich zu spüren, wie die Kunden ihre Konsumgewohnheiten ändern: Durchschnittlich weniger als 20 Prozent ihres Umsatzes erzielen die Backbetriebe mit dem Traditionsartikel Brot. Das Brötchengeschäft schlägt mit etwa 40 Prozent zu Buche, während mit Kuchen etwa 20 Prozent erwirtschaftet werden. Den stärksten Anstieg verzeichnet das Geschäft mit Bäckersnacks, das inzwischen mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Diese Zahlen erfuhren die Teilnehmer der Betriebswirtschaftlichen Jahrestagung 2014 des Bäckerinnungsverbands Niedersachsen/Bremen (BIV). Insgesamt kann die backende Branche mit ihrer wirtschaftlichen Situation im ersten Halbjahr 2014 nur bedingt zufrieden sein. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. So habe sich im Weser-Ems-Gebiet der Umsatz allgemein seit 2012 nicht mehr positiv verändert, die Personalkosten haben teils alarmierende Höchstwerte erreicht und der Cashflow sei bei vielen Betrieben reduziert. Im mittleren Niedersachsen und in der Region Hannover hingegen habe das erste Halbjahr 2014 positive Tendenzen gezeigt. Unsicherheit für eine Wachstumsprognose auf das gesamte Jahr ergebe sich jedoch aus den sehr spät liegenden Sommerferien, den tarifbedingten höheren Personalkosten sowie dem bekannten Fachkräfte- und Nachwuchsmangel.

KMU: Neue EU-Leitlinien ermöglichen unbürokratische Unterstützung

Berlin. (13.08. / bmwi) Am 01. August sind die neuen Leitlinien der Europäischen Union für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten (RuU-LL) in Kraft getreten. Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWI): «Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind kleine und mittlere Unternehmen. Hier sind oft Unternehmerpersönlichkeiten am Werk, die mit Tatkraft, Kreativität und hohem persönlichen Engagement ihr Unternehmen führen und Arbeitsplätze schaffen. Mit den neuen Leitlinien hat die EU-Kommission ein Instrument geschaffen, das unkomplizierte und unbürokratische Unterstützung besonders für kleine und mittlere Unternehmen in Problemlagen ermöglicht». Neben Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen treten künftig sogenannte vorübergehenden Umstrukturierungshilfen. Diese Liquiditätshilfen für KMU können für einen Zeitraum von maximal 18 Monaten gewährt werden und sind an weniger strenge Voraussetzungen geknüpft. Damit eröffnen sie den EU-Mitgliedstaaten mehr Spielraum bei der Ausgestaltung von Fördermaßnahmen, die es KMU ermöglichen, sich bei vorübergehenden Liquiditätsengpässen neu am Markt ausrichten zu können. Die Bundesregierung konnte im Laufe der Konsultationen zu den Leitlinien wesentliche Verbesserungen für KMU durchsetzen, unter anderem was die Definition von Unternehmen in Schwierigkeiten betrifft. Die neuen Leitlinien lösen die aus dem Jahr 2004 stammenden ab und gelten bis 31. Dezember 2020. Sie sind im Amtsblatt der Europäischen Kommission 2014/C 249/01 vom 31. Juli 2014 veröffentlicht.

Unternehmenskultur: wichtiger Baustein Konfliktmanagement

Kronau. (13.08. / goe) Überall, wo Menschen zusammen arbeiten oder zusammen leben, entstehen Konflikte. Diese können rein arbeitstechnisch oder kompetenzbasiert sein oder auch schlicht durch zwischenmenschliche Probleme verursacht werden. Soweit ist dies nichts Unbekanntes. Schwieriger wird es jedoch, wenn es sich um verdeckte oder/und schwelende Konflikte handelt. Dabei werden durch die mangelnde Offenheit meistens nicht nur die Probleme größer, sondern es gehen mit der Zeit auch Motivation, Leistung und Teamwork verloren. Am Ende bleiben dann oft nur verhärtete Fronten zwischen den Beteiligten oder mögliche innere Kündigungen bis zum tatsächlichen Weggang der betroffenen Mitarbeiter. Unter Umständen kann diese dauerhafte Belastung sogar bis zum «Burn-Out» von Mitarbeitern führen. Um all dies zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie ein gutes Konfliktmanagement in Ihrem Unternehmen pflegen und in Ihrer Unternehmenskultur fest verankert haben. Dazu gehört, dass Sie Konflikte und Probleme sofort und offen ansprechen, wenn möglich direkt mit allen Beteiligten in der Gruppe oder per Einzelgespräch. Achten Sie darauf, dass Sie die Situation präzise beim Namen nennen und fordern Sie auch Lösungsvorschläge und konstruktive Kompromisse der Beteiligten ein. Vermeiden Sie aber Konsenslösungen, denn diese sind wenig effektiv und gründen meist nur auf einer Einigung auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners oder der Resignation eines beteiligten Mitarbeiters. Ebenso ist es wichtig, dass Ihre Führungskräfte, die sich mit diesen Konflikten aktiv auseinandersetzen, stets als Mediatoren und niemals als Richter auftreten – es geht immer um Lösungen und nicht um Urteile. Alle Parteien sollten Teil der Lösung sein und diese mit einer gemeinsamen und deutlichen Zustimmung annehmen – zum Nutzen des Einzelnen und des gesamten Unternehmens, wissen Christine Klepsch (Geschäftsführerin) und Bernd Ratzel (Leiter Abteilung Software) von Goecom .

Gefährdungsbeurteilung: Nachweispflicht auch für Kleine

Mannheim. (12.08. / bgn) Auch Kleinbetriebe müssen die Ergebnisse ihrer Gefährdungsbeurteilungen und die festgelegten Maßnahmen dokumentieren und bei Betriebsprüfungen vorweisen. Die Sonderregelung für Betriebe mit zehn oder weniger Beschäftigten wurde am 25. Oktober 2013 durch den Gesetzgeber aufgehoben. Darüber informiert die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Um diesen Betrieben die Arbeit zu erleichtern, bietet die BGN verschiedene branchenbezogene Praxishilfen zur Gefährdungsbeurteilung. Sie enthalten Checklisten, die ausgefüllt als Dokumentation gelten. Für telefonische Anfragen hat die BGN zudem eine Hotline unter der Rufnummer 0621/4456-3517 eingerichtet.


MARKETING + VERKAUF


DBV: Deutschland von russischen Sanktionen kaum betroffen

Berlin. (13.08. / dbv) Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist darauf hin, dass Russland bereits seit dem Herbst/Winter 2013 Einfuhrsperren für Schweinefleisch aus der EU und für Käse aus Deutschland verhängt hatte. Begründet wurde dies von Russland jeweils mit Bedenken in der Lebensmittelsicherheit. Deutsche Exporte von Schweinefleisch nach Russland betrugen in der Zeit von Januar bis Mai 2013 noch 83.000 Tonnen und sind im gleichen Zeitraum 2014 auf 9.000 Tonnen drastisch gefallen. Bei Käse sind die deutschen Exporte nach Russland im genannten Vergleichszeitraum von 19.000 Tonnen auf 9.000 Tonnen gefallen. Nach DBV-Einschätzung werden die zusätzlichen negativen Auswirkungen der neuen Sanktionen auf die deutsche Landwirtschaft daher begrenzt ausfallen. Die Landwirtschaft in anderen EU-Ländern könnte deutlich stärker betroffen sein, zum Beispiel durch das Einfuhrverbot für Obst und Gemüse. Nach DBV-Informationen sind die Preise für Schweinefleisch in Russland seit der Verhängung des Importstopps für Schweinefleisch aus der EU im Februar 2014 deutlich gestiegen. Der russische Verbraucher zahle damit die Sanktionen der russischen Regierung zum erheblichen Teil, schreibt der DBV. Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft exportierte 2013 Nahrungs- und Genussmittel im Wert von 1,6 Milliarden Euro nach Russland, 14 Prozent weniger als 2012. Russland ist damit nach der Schweiz und neben den USA bisher das zweit-wichtigste Abnehmerland im Agrarexport außerhalb der EU. Dreiviertel des deutschen Agrarhandels gehen in die EU. Wichtigste deutsche Agrarexportgüter nach Russland sind Schweinefleisch, Backwaren, Käse und Kakaoprodukte. Andere Produkte wie Obst und Gemüse sowie Geflügel- und Rindfleisch haben im deutschen Export nach Russland kaum Bedeutung.

Der kritische Kunde: EHI-Studie «PR im Handel 2014»

Köln. (12.08. / ehi) Sponsoring des örtlichen Sportclubs, Patenschaften für Spielplätze oder Bäume pflanzen im Stadtpark – mit lokaler Verbundenheit und sozialem Engagement positionieren Händler sich als vertrauenswürdige Unternehmen. Regional angepasste Öffentlichkeitsarbeit ist für die meisten Kommunikationsprofis ein relevanter Baustein, um Zielgruppen auf emotionaler Ebene anzusprechen und Vertrauen zu generieren, lautet eines der Ergebnisse der EHI-Studie «PR im Handel 2014». 75 Prozent der PR-Verantwortlichen gaben an, dass sie regionale PR-Aktionen durchführen, um eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen. Wichtigstes PR-Instrument ist dabei das Sponsoring. In den Genuss solcher Aktivitäten kommen am häufigsten lokale Vereine und Institutionen sowie Events. Aber auch eigene Veranstaltungen mit Lokalkolorit sind beliebte Mittel, um emotionale Verbundenheit zu zeigen. 89 Prozent der PR-Profis nutzen für die Kommunikation ihrer lokalen Aktivitäten die regionale Presse, 42 Prozent setzen auf regionale TV- oder Radiosender. Die Verbreitung der Aktionen via Social Media wählt nur knapp ein Drittel der Befragten. Auch die Kommunikation von Nachhaltigkeit stärkt das Vertrauen der Kunden, meinen 83 Prozent der PR-Profis und sollte deshalb trotz der Komplexität des Themas als PR-Mittel genutzt werden. Insgesamt werden Nachhaltigkeitsthemen in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung für die Öffentlichkeitsarbeit zunehmen, sind 88 Prozent der verantwortlichen PR-Strategen überzeugt. Ursache dafür ist, so glauben zwei Drittel, dass Kunden immer höhere Ansprüche an sozial und ökologisch verantwortliches Handeln der Unternehmen stellen.

Geschmackssache: Mobilitätstypen und ihre Unterwegsversorgung

Frechen. (11.08. / lk) Bemerkenswert: Bäckereien sind der beliebteste Verkaufskanal für alle Mobilitätstypen. Egal, ob die Personen viel oder wenig unterwegs sind, und egal, mit welchem Verkehrsmittel sie sich schwerpunktmäßig fortbewegen – der Bäcker ist und bleibt der Kanal Nummer eins für die Unterwegsversorgung in Deutschland. Schnellkost-Restaurants sind für neun von zehn Mobilitätstypen unter den Top-Drei-Anbietern. Auch Supermärkte und Discounter spielen eine wesentliche Rolle in der Unterwegsversorgung. Tankstellen sind meist – besonders für diejenigen, die viel mit dem Auto reisen – an vierter bis sechster Stelle der beliebtesten Verkaufskanäle. Vor allem auf dem Land oder in Kleinstädten sind Metzger nicht ganz unwichtige Kanäle: Ihr Anteil beträgt in diesen Gebieten etwa zehn Prozent. Diese und viele andere Erkenntnisse entstammen der Convenience Studie 2014 von Prof. Dr. Sabine Moeller, Leiterin des Competence Centers for Convenience und Inhaberin des Lekkerland Stiftungslehrstuhls, der bei Entstehung der Studie an die EBS Business School angegliedert war. Dr. Kristina Wittkowski, Postdoktorandin am Marketing Department der EBS Business School, hat sie dabei unterstützt. Entstanden ist die Studie im Auftrag der Lekkerland AG + Co. KG und in enger Kooperation mit der Abteilung Corporate Communications. Mehr zur Mobilität im Wandel, die Verkehrsmittelwahl, Mobilitätstypen und über die Tendenzen, die uns in den kommenden Jahren beschäftigen werden, gibt es auf lekkerland.de.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Allergenkennzeichnung: ein neues Versicherungsrisiko?

Königswinter. (14.08. / SHB) Stichwort «Allergenkennzeichnung und unbeabsichtigte Beimischung zu Lebensmitteln» – ein neues Versicherungsproblem? Klare Antwort: Nein! Seit Wochen werden die Fachleute der SHB Allgemeinen Versicherung von besorgten Kunden auf die Absicherung dieses vermeintlich neuen Risikos angesprochen. Es werden Szenarien beschrieben, in denen unbeabsichtigte Beimischungen allergische Schocks bei Kunden auslösen und schlimmste Folgen haben können. Diese Szenarien sind aus SHB-Sicht nicht angebracht, denn: Durch die Kennzeichnungspflicht hat sich versicherungstechnisch nichts geändert. Seit Bestehen der SHB wurde dem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit noch kein Personenschaden gemeldet, dem als Ursache eine allergische Reaktion durch Produkte eines seiner Mitglieder zugrunde gelegen hätte. Selbst der angenommene Fall eines möglichen Personenschadens war und ist auch nach der Kennzeichnungspflicht durch die Produkthaftpflichtversicherung, die fester Bestandteil in den Haftpflichtverträgen und SBS-Policen der SHB ist, gedeckt. Danach werden ungerechtfertigte Ansprüche durch die SHB für ihre Mitglieder abgewiesen, gerechtfertigte Ansprüche beglichen. Es hat sich durch die Allergen-Kennzeichnung keine Veränderung im Haftpflichtrecht, im BGB oder im Produkthaftungsgesetz ergeben. Unbeabsichtigte Beimischungen gelten nicht als Zutat und unterliegen somit nicht der Kennzeichnungspflicht. Einige Hersteller von Lebensmitteln nehmen einen freiwilligen Warnhinweis aus Gründen der Produkthaftung in die Kennzeichnung mit auf. Allerdings befreien solche Hinweise einen Produzenten nicht davon, organisatorisch die Vermeidung von unbeabsichtigten oder unvermeidbaren Verunreinigungen sicher zu stellen. Unbeabsichtigte Beimischungen sind ein Thema der Qualitätssicherung und des betrieblichen Risikomanagements. Betreibt der Hersteller eine nachvollziehbare Qualitätssicherung, die im Nachhinein zur Entlastung beitragen kann, so muss er sich nicht vor etwaigen Anspruchstellern fürchten. Die Möglichkeit der Entlastung durch ein nachweisbares Qualitätsmanagement ist selbstverständlich für den Haftpflichtversicherer respektive die SHB von großer Bedeutung. Aber auch diese Bedeutung ist durch die Allergenkennzeichnung nicht verändert worden, da bereits heute die allgemeine Produkthaftpflicht erhebliche Risiken in sich birgt.

Datenlink: Bäkos appellieren nachdrücklich an Hersteller

Ladenburg. (13.08. / bae) Eine kontinuierlich steigende Zahl an Herstellern und Inverkehrbringern hinterlegt ihre Daten direkt auf Datenlink, dem universellen Dateninformationssystem für Lebensmittel-Rohstoffangaben im Internet. Einige Unternehmen haben ihre sehr umfangreichen Daten auf der Sinfos- respektive WS3-Datenbank der 1WorldSync GmbH hinterlegt. Um an die LMIV-relevanten Informationen dieser bereits hinterlegten Daten zu kommen, hat Datenlink mit 1WorldSync ein Projekt aufgesetzt, mit dem Ziel einer Schnittstellenanbindung von Datenlink an die Datenbank WS3 von 1WorldSync. Diese Anbindung ist seit Anfang August fertiggestellt. Damit können ab sofort – nach Bestätigung und Freischaltung durch den Hersteller (Datengeber) – auch diese Daten den verarbeitenden Handwerksbetrieben über Datenlink zur Verfügung gestellt werden. Ein Mehrwert für alle! Mittlerweile 25 Bäckereisoftware-Firmen haben sich als Schnittstellen-Nutzer registriert. Täglich melden sich bis zu zehn Backbetriebe bei Datenlink an. In Gesprächen mit namhaften, großen Lieferanten der Backbranche fordern die Bäko Zentralen Nord und Süd permanent nachdrücklich dazu auf, die für die Rohstoffe und Produkte dringend benötigten LMIV- Informationen dem Bäcker- und Konditorenhandwerk zur Verfügung zu stellen! Und zwar jetzt (!), damit die Bäckereien und Konditoreien in die Lage versetzt werden, ihre vorbereitenden Maßnahmen zur Deklaration von Allergenen, Nährwerten und Zutaten bis 13. Dezember 2014 zeitlich auch umgesetzt zu bekommen.

Was wir wirklich essen: Ob wir das alles glauben?

Hamburg. (12.08. / ndr) Während das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) dank einer groß angelegten Sendereihe auf Kuschelkurs gegangen ist mit dem hiesigen Bäckerhandwerk und von Mitte September bis Ende Oktober im Rahmen von insgesamt 35 Sendefolgen nach Deutschlands bestem Bäcker sucht, hat sich das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) noch weiter in seinen Schmollwinkel zurückgezogen – vertreten durch den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Allein die Ankündigung der Sendung vom 11. August um 21:00 Uhr bei Radio Bremen TV spricht Bände. Titel: «Die Tricks mit Brot und Brötchen – Was wir wirklich essen». Beschreibung: «Sie locken mit ‘frisch gebacken’, ‘Tradition’ und ‘selbst gemacht’. Doch statt zum versprochenen Handwerk greifen viele Bäckereien dreist in die Chemie-Tüte. Markt-Moderator Jo Hiller war unterwegs im Norden, um gemeinsam mit Experten zu zeigen, wie Verbraucher bei Brot, Brötchen – aber auch Kuchen – getäuscht werden». Wiederholt wurde/wird die Sendung am 13. August bei Radio Bremen TV, im NDR Fernsehen sowie bei Tagesschau24. Am 16. August ist die Reportage noch einmal zu sehen beim NDR Fernsehen und bei Radio Bremen TV (Programmankündigung).

Rechtlos im Supermarkt? Foodwatch stellt Report vor

Berlin. (09.08. / fw) Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert eine Generalüberholung des deutschen und europäischen Lebensmittelrechts. Darin gelten zwar der präventive Schutz vor Täuschung und der vorsorgende Gesundheitsschutz als die zentralen Grundsätze – diese würden nach Meinung der Organisation jedoch in der Rechtsetzung und der gesetzlichen Praxis nur mangelhaft umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer ausführlichen Analyse der nationalen und EU-Lebensmittelgesetzgebung, die Foodwatch unter dem Titel «Rechtlos im Supermarkt» in diesen Tagen vorstellte. Das entscheidende Problem: Abstrakt existiere zwar ein hohes Niveau beim präventiven Schutz vor betrügerischen oder gesundheitsschädlichen Praktiken – tatsächlich klaffe zwischen Anspruch und Wirklichkeit des Lebensmittelrechts eine riesige Lücke. Ein Skandal werde meistens erst dann publik, wenn die Produkte – Dioxin-Eier oder Pferdefleisch-Lasagne – schon verzehrt seien. Vor allem dem Einfluss der Lebensmittel- und Agrarlobby sei es geschuldet, dass der Präventionsgedanke des nach der BSE-Katastrophe neu konzipierten Lebensmittelrechts in der gesetzlichen Praxis unterlaufen worden sei. Zahllose Einzelgesetze begünstigten Gesundheitsgefährdung und Irreführung der Verbraucher, anstatt sie davor zu schützen. Interessenten finden den Link zum Download der Analyse am Fußende der Zusammenfassung.

Smiley: Lebensmittelbetriebe gehen in die Offensive

Berlin. (09.08. / fw) Die große Mehrheit der Verbraucher fordert Transparenz über Lebensmittelkontrollen. Gescheitert ist das bislang am Widerstand von Wirtschaftsverbänden und Politik, schreibt die Verbraucherorganisation Foodwatch. Unterstützt von Promi- und TV-Köchen, sprechen sich jetzt Gastronomen, Hoteliers und Lebensmittel-Einzelhändler selbst für eine Veröffentlichung der Ergebnisse von Hygienekontrollen aus. Ziel der Initiative: Die Einführung des dänischen Smiley-Systems auch in Deutschland. Dabei werden alle Kontrollergebnisse vor Ort in den Betrieben publik gemacht, anhand von Smiley-Logos können sich die Verbraucher informieren, ob bei den jüngsten Hygienekontrollen alles bestens war oder nicht. In Dänemark hat das die Zahl der Beanstandungen deutlich reduziert. In Deutschland hingegen wird Jahr für Jahr jeder vierte besuchte Lebensmittelbetrieb beanstandet. Die Initiative unter smiley-offensive.de unterstützen unter anderem Johann Lafer, Sarah Wiener, Harald Wohlfahrt, Vincent Klink, Cornelia Poletto, Tim Raue und Nelson Müller. Jeder Gastwirt oder Hotelier, Bäcker oder Metzger, Lebensmittelhändler oder Koch kann sich auf der Website mit Bild und Zitat anschließen und für das Smiley-System aussprechen. Johann Lafer: «Hygiene ist die absolute Voraussetzung für Qualität. Daher ist lückenlose Transparenz unabdingbar! Ich unterstütze das Smiley-System, weil jeder Verbraucher Sicherheiten braucht». Bäcker und Konditoren sind herzlich eingeladen, sich der Initiative anzuschließen.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Eiweißbrot: für Bäcker nicht ohne Risiko

Mannheim. (13.08. / bgn) Weniger Kohlenhydrate, dafür mehr Eiweiß – seit einigen Jahren gibt es für figurbewusste Kunden Eiweißbrote und -brötchen. Für Bäcker ist hier aber Vorsicht geboten: Backmittel, Mehle und Backmischungen für die Kohlenhydrat armen Backwaren haben ein beachtliches Allergie auslösendes Potenzial, wird deren Staub bei der Verarbeitung eingeatmet. Davor warnt die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Die Angaben zu den Inhaltsstoffen der Grundprodukte ihrer Eiweißbrote und -brötchen sollten sich Bäcker, und besonders die Allergiker unter ihnen, genau anschauen. Denn sie sind bei der Herstellung einem Cocktail aus potenziellen Allergenen ausgesetzt: Extrahierte Eiweiße verschiedener Hülsenfrüchte, Gluten und Enzyme sowie eiweißhaltige und staubende Inhaltsstoffe aus Hochproteinmehlen können zu Gesundheitsproblemen führen. Mittels rasterelektronenmikroskopischen Untersuchungen und Partikelgrößenanalysen konnte die BGN zeigen, dass die allergisierenden Eiweißfragmente hauptsächlich in der einatembaren Partikelfraktion (< 100 µm) des Staubes und hier vor allem im thoraxgängigen Anteil (< 10 µm) vorhanden sind. Wie die BGN feststellte, ist der relative Gewichtsanteil der thoraxgängigen Partikelfraktion bei den eiweißangereicherten Ausgangsstoffen außerdem um bis zu 20-mal höher als bei herkömmlichen Mehlen oder Backzutaten. Sie stauben deshalb mehr. Allein der Partikelreiz kann zu Entzündungen der Atemwege führen und eine bereits bestehende bronchiale Überempfindlichkeit kann durch das Einatmen von Partikeln eiweißangereicherter Produkte verstärkt werden. Um eine Sensibilisierung zu vermeiden und das Risiko zu verringern, bereits bestehende allergische Atemwegserkrankungen zu verschlimmern, empfiehlt die BGN nachdrücklich allen, die mit diesen Produkten arbeiten, technische Maßnahmen zur Staubminderung, zum Beispiel Absauganlagen, und prophylaktisch geeignete Atemschutzmasken zu tragen.

Baywa: beklagt sinkende Getreidepreise im Q2/2014

München. (11.08. / bag) Im 1. Halbjahr 2014 erwirtschaftete die BayWa AG 7,7 Milliarden Euro Umsatz (Vorjahr: 8,3 Milliarden Euro) und ein Ebit von 62,1 Millionen Euro (Vorjahr: 157,2 Millionen Euro). Die große Differenz zwischen den beiden Halbjahresergebnissen ist vor allem auf Sondereffekte im 1. Halbjahr 2013 zurückzuführen, da im Ebit des 1. Halbjahres 2013 rund 95 Millionen Euro aus dem Verkauf von Immobilien verarbeitet waren. Das operative Ebit im 1. Halbjahr 2014 von knapp 92 Millionen Euro (Vorjahr: rund 100 Millionen Euro) zeigt, dass die BayWa AG sich gut in ihren Märkten behauptet hat, heißt es in einer Mitteilung aus München. Diese haben sich in den letzten drei Monaten sehr volatil entwickelt: Vor allem die Entwicklung des Agrarbereichs im 2. Quartal 2014 war gekennzeichnet von stark rückläufigen Preisen für Getreide und Ölsaaten und entsprechender verminderter Abgabebereitschaft der Landwirte sowie Kaufzurückhaltung der Verarbeitungsunternehmen und führte zu einem geringeren Ergebnis. Nach einem ungewöhnlich starken Auftaktquartal 2014 wurde das Agrargeschäft der BayWa im 2. Quartal von den zunehmend volatilen Märkten im Getreidehandel bei gleichzeitig hohen Ernteerwartungen und sinkenden Preisen stark beeinflusst. Der Umsatz des Segments Agrar, das den Handel mit Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln sowie die Bereiche Technik und Obst umfasst, erreichte im 1. Halbjahr 2014 knapp 5,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,8 Milliarden Euro) und ein Ebit von 66,2 Millionen Euro (Vorjahr: 87,5 Millionen Euro).


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Global Industry: Barilla about salt, fat and sugar reduction

Hamburg. (bm) In response to increasing consumer demand and proposed government legislation for lower levels of sodium, sugar and fat in food and drink, Barilla has spoken out about their main challenges with reformulation. «Our top challenge is to find appropriate technological solutions for salt, fat and sugar reduction that enable us to deliver the same product quality to the consumers» says Kristen Anderson, Vice President of Food + Tasting Science, Nutrition Research, and Regulatory within the Research organization of the Barilla Group. Other topics of the week:

Title Region Date
Goodman Fielder: Announces FY 2014 Results (AU) Fri 08-15
RBT: Reports Financial Results for Q2/2014 (US) Fri 08-15
Nordic Organic Food Fair 2014: announces new pavilions (SE) Fri 08-15
Hillshire Brands: Delivers Strong Fourth Quarter Growth (US) Fri 08-15
Barilla: about salt, fat and sugar reduction (NL) Fri 08-15
Domino’s Pizza: Appoints EVP for Team USA (US) Fri 08-15
Wendy’s: Company Reports Second-Quarter 2014 Results (US) Thu 08-14
Cargill: reports Q4 and full-year fiscal 2014 earnings (US) Thu 08-14
Post Holdings: Reports Results for Q3/2014 (US) Thu 08-14
Bunge Limited: Reports Second Quarter 2014 Results (US) Thu 08-14
Anfas: More than 35’000 Professionals will join the fair (US) Thu 08-14
Flowers Foods: Announces Q2/2014 Results, Revises Guidance (US) Thu 08-14
Einstein Noah: Reports Q2/2014 Financial Results (US) Thu 08-14
Annie’s: Reports First Quarter Financial Results (US) Thu 08-14
Raisio: lowers full year forecast (FI) Thu 08-14
ConAgra Foods: CEO Announces Intent to Retire (US) Thu 08-14
CHS: announces senior leadership team changes (US) Thu 08-14
GrainCorp: appoints Managing Director and CEO (AU) Thu 08-14
Burger King Worldwide: Reports Q2/2014 Results (US) Wed 08-13
Snyder’s-Lance: Reports Results for Second Quarter 2014 (US) Wed 08-13
RGF: Final Results for the year ended 31 March (UK) Wed 08-13
Domino’s Pizza Group: Interim Results H1/2014 (UK) Wed 08-13
Ebro Foods: Net profit rises to 72,5 million EUR in H1/2014 (ES) Tue 08-12
McDonald’s: July-Results Out-line Expectations (US) Tue 08-12
Kellogg: Q2/2014 Results In-line Expectations (US) Tue 08-12
ADM: Reports Q2/2014 Earnings of 0,77 USD per Share (US) Tue 08-12
Nestle: 4,7 percent organic growth in H1/2014 (CH) Mon 08-11
Mondelez International: Reports Q2/2014 Results (US) Mon 08-11
Mondelez: Appoints Chief Growth Officer (US) Mon 08-11
Panera Bread: announces Q2/2014 results (US) Sat 08-09
Lesaffre: to acquire German Butalco (FR) Sat 08-09
Lesaffre: sells BFP to private equity consortium (FR) Sat 08-09


REZEPTE + IDEEN


VDM: Mein Mehl, mein Landjäger-Stollen.

Image Berlin. (15.08. / vdm) Auf seiner Verbraucher-Website «mein-mehl.de» hat der Verband Deutscher Mühlen (VDM) im Format PDF vier Herzhafte Rezepte für die Weihnachtszeit abgelegt. Dabei handelt es sich um einen «Landjäger-Stollen», eine «Kräutersterne-Tarte», «Gewürzsterne mit Speck» sowie hübsche kleine «Sternepastetchen». Falls Sie noch nicht ganz aus dem Sommerurlaub zurückgekommen sind und sich lieber was fürs Erntedankfest gewünscht hätten, haben Sie beim vorliegenden Quartett immerhin die Möglichkeit, es in Ihrem Archiv einzusortieren.