Sonntag, 28. Februar 2021

WB-33-2009

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 33. KW 2009 (08.08. bis 14.08.)
Download: https://www.webbaecker.de/09archivphp/wb3309.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Langwedel: NGG und Steinecke einigen sich gütlich
02. SG: Süßwarenumsätze im ersten Halbjahr 2009 stabil
03. Dominikanische Republik: Bäcker bitten um Hilfe
04. Ratschiller: kommt Erweiterungsplänen näher
05. Fritz Mühlenbäckerei: Erster Spatenstich für neue Zentrale
06. Österreich: Jede zweite Semmel kommt (nicht) vom Bäcker
07. Österreich: 70 Prozent der Betriebe schreiben Verluste
08. Der Bäcker Legat: Wirbel um Förderung
09. Aldi Süd: 1.700 Backautomaten sind beschlossene Sache

TERMINE + EVENTS:
10. Sachsenback: findet 2010 wieder in Dresden statt

MANAGEMENT + BETRIEB:
11. Das neue Meister-BAföG: Mehr Anreiz zur Weiterbildung
12. Kaffeesteuer: brachte 2008 über eine Milliarde Euro
13. Zur Sicherheit: wichtige Verträge für Unternehmer-Ehepaare
14. BVE: Ernährungsindustrie hält am «Zug-um-Zug Palettentausch» fest
15. KMU: sieben Erfolgs-Strategien mittelständischer Marktführer
16. LIV Bayern: über ein kleines Stück Völkerverständigung

MARKETING + VERKAUF:
17. Bäckerei Küpfer: Kundennähe auf den Punkt gebracht
18. «Ohne Gentechnik»: Hilfe beim Lebensmitteleinkauf

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
19. Gold wert: für jeden Einsatz die richtige Hefe
20. Fusarien an Weizen: Toxinbelastung ist sortenabhängig

PERSONEN + EHRUNGEN:
21. M-171: Lochham verabschiedet erfolgreiche Absolventen
22. Ofenbauer erweitert Konstruktions- und Entwicklungsteam
23. Stendaler Landbäckerei: begrüßt neue Lehrlinge
24. Sommerreise: Ministerpräsident zu Gast in Arnstein
25. Haribo: Paul Riegel verstarb im Alter von 82 Jahren

BOOKMARKS + BOOKS:
26. Download: Unternehmensnachfolge – die optimale Planung
27. Aktualisiert: die Rürup-Renten-Broschüre zum Download
28. IHK: bietet kostenloses Merkblatt zur Mini-GmbH
29. BMELV: über Herausforderungen für das Bäckerhandwerk
30. BGN: Besseres Raumklima – bessere Leistungen
31. BGN: Feinstaubbelastung bei Mehl-Silo-Waagen
32. Global Industry: Danone got 3,8 billion INR gain in Britannia divestment

REZEPTE + IDEEN:
33. Aromasofties: mild-aromatisch im Geschmack


MARKT + UNTERNEHMEN


Langwedel: NGG und Steinecke einigen sich gütlich

Mariental. (14.08. / wk) Unversehens waren die Meisterbäckerei Steinecke GmbH + Co. KG und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aneinander geraten und fanden sich in Verden / Aller vor dem Kadi wieder. Der Grund: In einem Rundbrief hatte sich Geschäftsführerin Katrin Steinecke dafür engagiert, dass die Mitarbeitenden am Standort Langwedel nicht an den Wahlen zum Betriebsrat teilnehmen. Der Betrieb in Langwedel beliefert 74 Filialen in Niedersachsen/Bremen und Steinecke argumentierte, dass ein Betriebsrat die tägliche Arbeit nur unnötig erschwere. Das rief die NGG auf den Plan, die umgehend Strafantrag stellte bei der Staatsanwaltschaft Verden. Wie jetzt bekannt wurde, hat Katrin Steinecke ihre (Nicht-) Wahlempfehlung zurückgezogen. Eine gütliche Einigung sei damit perfekt, berichtet der Weser Kurier. Damit können die Beschäftigten demnächst ihren Betriebsrat ungestört wählen. Insgesamt zählt die Meisterbäckerei Steinecke rund 2.800 Beschäftigte an drei Produktionsstandorten und in über 700 Filialen.

SG: Süßwarenumsätze im ersten Halbjahr 2009 stabil

München. (14.08. / sg) Nach Angaben von Sweets Global Network (SG) konnte die Süßwarenbranche in Deutschland im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,3 Prozent verzeichnen. Der Gesamtumsatz mit Süßwaren stieg von 5,275,5 Milliarden Euro auf 5,293,0 Milliarden Euro. Die Gesamttonnage sank indes um 2, 2 Prozent von 836.409 Tonnen auf 818.104 Tonnen. Basis sind die aktuellen Marktdaten von Information Resources GmbH (IRI) und des SG für die Vertriebsbereiche Lebensmittel-Einzelhandel, Drogeriemärkte, Hard-Discounter und Impuls. SG-Geschäftsführer Hans Strohmaier sieht in diesem Ergebnis ein Indiz dafür, dass die Branche – trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise – gut aufgestellt ist und sich weiterhin im Konsumgütermarkt behaupten kann.

Dominikanische Republik: Bäcker bitten um Hilfe

Santo Domingo / DO. (14.08. / hch) Die Vereinigung der KMU-Bäckereien in der Dominikanischen Republik (UMPIH) hat die Notbremse gezogen und bittet ihren Staatspräsidenten um Vermittlung. Zur UMPIH gehören die meisten Schulfrühstück-Lieferanten des mittelamerikanischen Lands. Was den Absatz angeht, ist das eine «sichere Bank». Leider hat sie den Schönheitsfehler, dass das verantwortliche Erziehungsministerium Rechnungen nur schleppend begleicht und bei den Bäckern Schulden in Höhe von 166 Millionen Pesos angehäuft hat (3,29 Millionen Euro). Die UMPIH sagt, dass die mangelhafte Zahlungsmoral die Existenz der Betriebe bedroht – meist kleine und mittelgroße Unternehmen. Nach UMPIH-Angaben versorgen die Bäckereien täglich 1,7 Millionen Schüler/innen in Stadt und Land mit einer Frühstücksration. Jetzt soll Staatspräsident Leonel Fernandez helfen, damit das System nicht zusammenbricht (Quelle: hispanola.ch).

Ratschiller: kommt Erweiterungsplänen näher

Holzkirchen. (11.08. / div) «Bäume sollen dem Bäcker weichen», lesen wir in der bayerischen Lokalpresse. Im Umkehrschluss heißt das wohl, dass er mehr Platz braucht, expandiert. In diesem Fall ist es die Helmut Ratschiller Spezialbrote GmbH aus Holzkirchen, für die der zuständige Gemeinderat «einen Bebauungsplan für rund zwei Hektar Fläche am nordöstlichen Rand des Gewerbegebiets» beschlossen hat. Der Beschluss fiel nicht einstimmig; sein Aufarbeiten ist derzeit von Misstönen begleitet. Doch nun wissen wir, dass Geschäftsführer Bernhard Auracher bereits vor 18 Monaten Platzbedarf angemeldet hatte. «Wir platzen aus allen Nähten», sagt er der Lokalpresse. Die Ofenkapazität sei ausgereizt, der Vertrieb stoße an seine Grenzen. «Wir haben Kundenanfragen, die wir schieben müssen». Das Unternehmen produziert an sieben Tagen der Woche. Nicht nur für die eigenen gut 50 Filialen, sondern ebenso für Fußballstadien, Konzerthallen, Musikfestivals, Waldfeste. Auch ein Umzug wäre deshalb nicht ohne Weiteres zu stemmen. Gegründet 1979, zählt Ratschiller heute über 300 Mitarbeitende.

Fritz Mühlenbäckerei: Erster Spatenstich für neue Zentrale

München. (11.08. / div) Die Fritz Mühlenbäckerei GmbH will sich vergrößern. Gegründet 1987 von Fritz Schlund, zählt die Münchener Biobäckerei heute 35 Mitarbeiter und 15 Aushilfen. Den Verkauf der Backwaren steuern die Geschäftsführenden Gesellschafter Fritz Schlund und Matthias Wolter über drei eigene Geschäfte und beliefern gut 50 Biomärkte, Reformhäuser, Naturkostläden und Hofläden in und um München. Nun wird es in Haidhausen langsam zu eng und das Unternehmen zieht nach Aying um. Dieser Tage erfolgte der erste Spatenstich. Bis zum Sommer 2010 sollen die Bauarbeiten für den neuen Firmensitz abgeschlossen sein. Dann werden dort 20 Bäcker und Konditoren ihrem Handwerk nachgehen und Einblick in ihre Arbeit geben. Denn ganz bewusst will das Unternehmen interessierten Besuchern zeigen, wie die Bio-Backwaren hergestellt werden. Besonders legt Schlund Wert auf den Umweltgedanken. So sollen lange Transportwege vermieden und das Getreide weiterhin von Bio-Bauern aus der Region bezogen werden. In der Ayinger Backstube wollen die Gesellschafter Schlund und Wolter auch ihr Ziel einer CO2-neutralen Produktion verwirklichen. Biomasse, eine Wärmerückgewinnungsanlage und Photovoltaik sollen die Energieversorgung sichern.

Österreich: Jede zweite Semmel kommt (nicht) vom Bäcker

Wien / AT. (11.08. / div) In Österreich wird in etwa die Hälfte aller Backwaren (nicht) beim Bäcker gekauft. Die andere Hälfte des Markts teilen sich Handelsketten und Tiefpreis-Anbieter. Die alpenländischen Diskonter setzen zunehmend auf Frischware und damit einhergehend auf den Einsatz von «Backautomaten», heißt es in der Tagespresse, die vermutlich Ladenbacköfen meint. Die Ausnahme ist demnach die Handelskette Hofer, sie plane auch künftig nicht direkt in ihren Filialen zu backen. Der Diskonter arbeitet stattdessen an der Verbesserung der Backwarenqualität und setze verstärkt «alte Bäckertraditionen» ein. Per Annum isst jeder Österreicher 70 Kilo Brot und Gebäck, sagt Bäcker-Bundesinnungsmeister Heinz Hofmann. Der Branchenumsatz (inklusive Backstationen) liege bei 1,8 Milliarden Euro und teile sich 50:50 auf Bäckereien und Handelsketten auf. In den knapp 300 alpenländischen Penny-Filialen gebe es flächendeckend Backstationen. Bei Zielpunkt werde überall dort gebacken, wo Schirnhofer-Feinkost-Ecken zu finden sind. Das soll in 215 von 320 Filialen der Fall sein. Lidl setzt in neu errichteten Märkten auf Backstationen. Bestehende Niederlassungen würden «je nach Ressourcen» ausgestattet. Das österreichische Bäckerhandwerk sieht in den Backstationen der Diskonter und Supermärkte (zu Recht) Konkurrenz. Doch Qualität und Haltbarkeit dieser Ware sei nicht mit jener beim Bäcker zu vergleichen, sagt Bundesinnungsmeister Hofmann.
P.S.: Welche Argumente man gerade kleineren handwerklichen Bäckereien im deutschsprachigen Europa mitgeben kann, weiß der WebBaecker natürlich nicht. «Die» Argumente gibt es nicht und sind immer abhängig von lokalen Gegebenheiten. Doch hat er sich in einem anderen Zusammenhang gemerkt, wie es zum Niedergang der US-amerikanischen Eisenbahngesellschaften kam: Die nahmen über Jahrzehnte einfach an, die Menschen würden möglichst bequem reisen wollen. Dabei wollten die Leute nur möglichst schnell von «A» nach «B» kommen

Österreich: 70 Prozent der Betriebe schreiben Verluste

Wien / AT. (11.08. / div) «Das Geschäft wird weniger, wir alle müssen uns anpassen und sparen; rationalisieren, wo es geht». Großbäcker Kurt Mann sieht in 2009 den Umsatz der Branche bei traditionellen Gebäcken um drei bis vier Prozent sinken. Der Umsatz stagniere, die Margen würden kleiner, erzählt auch sein Mitbewerber Robert Ströck dem österreichischen «Standard». Brot sei beileibe nicht billig, räumt Bundesinnungsmeister Heinz Hofmann ein, doch für Bäcker bleibe dennoch wenig übrig. Von Brot allein könne keiner mehr leben. Die neue Sparsamkeit der Österreicher beschneide den Absatz und die Situation sei insgesamt «zum Zähne ausbeißen». Bei den Preisen müsse bald was passieren, sagt Kurt Mann. Die Branche halte das sonst wohl nicht durch. Schon jetzt schrieben 70 Prozent Verluste. Die Gewinnmarge liege im Schnitt bei drei bis vier Prozent. Österreich zählt rund 1.800 Backbetriebe und der Markt ist seit Jahren hart: Brot und Gebäck gibt es an jeder Ecke, neben Diskontern holen sich Tankstellen große Stücke vom Kuchen. Backstationen suggerieren Frische; vieles werde importiert. Hofmann bangt, dass nach den Fleischern nun die Bäcker als Nahversorger verlorengehen. In der Zwickmühle steckten nicht nur kleine, sondern auch große Bäckereien. Ankerbrot gelinge dem Vernehmen nach nicht der Sprung aus der Verlustzone, weiß der «Standard». Ein Standort und Kredite für die dringend nötige neue Produktion in Wien fehlten (… teilweise selbstverschuldet / Anm.d.Red.). Im alten Werk sei die Fertigung teuer, vieles werde bereits von anderen Großbäckern zugekauft.

Der Bäcker Legat: Wirbel um Förderung

Klagenfurt / AT. (11.08. / div) Geht es nach dem Blätterrauschen in der österreichischen Medienlandschaft, dann ächzt die gesamte alpenländische Bäckerbranche unter den derzeitigen Marktbedingungen. Nur einer sei «fein raus» oder habe sich zumindest in Wettbewerbs verzerrender Weise Luft verschafft: die Klagenfurter Bäckerei Legat. Den 110 Kärntner Kollegen ist demnach «das Kipferl im Hals stecken geblieben», als sie von der Stillen Beteiligung der Stadt Klagenfurt (120.000 Euro) an der Großbäckerei erfuhren. Neben der städtischen Beteiligung werde auch das Land 180.000 Euro zuschießen (= 300.000 Euro). Der Protest folgte postwendend: «Das heißt Fortsetzung des ruinösen Preiskampfs mit unserem Steuergeld», schäumte zum Beispiel Kärntens Innungsmeister Martin Vallant in einem Offenen Brief an die zuständigen Politiker. Was besonders aufregt: Bereits im Vorjahr beteiligte sich die Stadt mit 400.000 Euro an der Bäckerei Legat, als sie ihren Firmensitz an den Stadtrand verlegte. Die Kärntner Bäcker, zumeist kleine Familienbetriebe in einem nicht einfachen Konkurrenzkampf, fühlen sich durch diese – aus ihrer Sicht recht einseitigen Politik – verschaukelt. Stadt und Land argumentieren mit rund 160 Arbeitsplätzen bei Legat, die ohne ihre Hilfe in Gefahr wären. In diesen Zeiten sei ein Konkurs «politisch schwer verkraftbar». Einziges Zugeständnis nach dem unmissverständlichen Protest der Bäcker: «Diese Beteiligung muss die einzige bleiben und ein Ausstiegsszenario der Stadt muss vorgelegt werden», sagt etwas vage Alexander Höfinger, Wirtschaftsbund-Obmann in Klagenfurt.

Aldi Süd: 1.700 Backautomaten sind beschlossene Sache

Mülheim. (08.08. / div) «1.700 Backautomaten werden wohl kommen», hieß es Ende Mai an dieser Stelle. Jetzt steht fest: Nach einer Testphase will der Discounter Aldi Süd flächendeckend in seinen rund 1.740 Filialen Backautomaten einführen. Die Mitbewerber, darunter Lidl und Penny, sind teilweise bereits etwas weiter. Norma befindet sich noch in der Testphase. Branchenkenner schätzen das Investitionsvolumen, das Aldi für die flächendeckende Bestückung benötigt, auf rund 200 Millionen Euro. Die dann installierten Backautomaten geben auf Knopfdruck die gewünschte Ware aus. Der eigentliche Backvorgang erfolgt in einem vom der Verkaufsfläche abgetrennten und für Kunden nicht einsehbaren Raum. Das Backsystem von Aldi, das über Jahre getestet wurde, soll sich perfekt in die Arbeitsabläufe des Discounters einfügen und der Personalaufwand auf das Nötigste minimieren. Im Jahresschnitt konsumiert jeder Deutsche 56 Kilogramm Brot und Gebäck. Dieses Potential bedienen zur Zeit noch überwiegend Handwerk und Industrie. Dass es hier zu erheblichen Verschiebungen kommen wird, ist seit längerem absehbar.


TERMINE + EVENTS


Sachsenback: findet 2010 wieder in Dresden statt

Stuttgart. (12.08. / mstgt) Nachdem sich die Bäko Zentrale Nord eG von der Sachsenback zurückgezogen hatte, versuchen die Veranstalter (Messe Stuttgart) sowie ideellen und fachlichen Träger (Landesinnungsverband Saxonia) das Beste daraus zu machen. Wie es scheint, sind sie auf gutem Weg: Die Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk setzte auf Kontinuität und werde ihre Geschichte in 2010 fortschreiben, heißt es in einer Meldung. Gegründet 1990 in Dresden, könne die Sachsenback dann auf eine 20-jährige Tradition zurückblicken. Künftig werden anstelle der Bäko Zentrale Nord drei Regionalgenossenschaften gleichberechtigt die Fachmesse aktiv mit gestalten, und zwar die Bäko Erzgebirge-Vogtland, die Bäko Mitteldeutschland und die Bäko Ost. Alle drei Genossenschaften haben ihren Stammsitz in Sachsen. Ideeller und fachlicher Träger der Fachmesse ist nach wie vor der Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen; die Messe Stuttgart wird die Veranstaltung weiterhin organisieren. Zudem wird die Sachsenback künftig alle drei Jahre und zwar immer im Jahr nach der iba stattfinden. Eine weitere Neuheit: die Messe findet in 2010 vom 11. bis 13. September wieder in Dresden statt. Die Elbmetropole gilt als touristisch und kulturell äußerst reizvoll und bietet ein modernes Messegelände mit vier Ausstellungshallen. Ergänzt wird die Fachmesse durch ein praxisnahes, attraktives Rahmenprogramm. Vom neuen Konzept versprechen sich die Veranstalter einen nachhaltigen Erfolg für die kommenden Jahre.


MANAGEMENT + BETRIEB


Das neue Meister-BAföG: Mehr Anreiz zur Weiterbildung

Berlin. (13.08. / zdh) Mit dem neuen Meister-BAföG haben sich die Fort- und Weiterbildungsbedingungen deutlich verbessert. Von dem ausgeweiteten Förderanspruch und den Darlehensverbesserungen, die zum 01. Juli in Kraft getreten sind, profitieren vor allem Familien sowie Alleinerziehende mit Kind, Existenzgründer und fortbildungswillige Migranten. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte sich intensiv für diese Verbesserung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) stark gemacht. In einer Medieninfo beantwortet der ZDH noch einmal wichtige Fragen für alle Interessenten:
Wer hat Anspruch auf Förderung?
Welche Fortbildungsmaßnahmen werden gefördert?
Wie hoch ist die Förderung?
Wie profitieren Fortbildungswillige mit Kind?
Wie zahlt sich der erfolgreiche Prüfungsabschluss aus?
Wie können Existenzgründer zusätzlich profitieren?
Wann und wo ist der Antrag zu stellen?
Wer hilft weiter?
Allein in den kommenden vier Jahren investieren Bund und Länder nun etwa 272 Millionen zusätzlich in die Fortbildungsförderung. «Damit setzt die Politik in Zeiten des drohenden Fachkräftemangels das richtige Signal», sagt ZDH-Präsident Otto Kentzler.
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2009/3309-ZDH-BAFOEG.HTM

Kaffeesteuer: brachte 2008 über eine Milliarde Euro

Wiesbaden. (12.08. / destatis) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) angesichts der Diskussion um die Kaffeesteuer mitteilt, sind in 2008 rund 1,008 Milliarden Euro an Kaffeesteuer in die Bundeskasse geflossen. Die Kaffeesteuer wird als Verbrauchssteuer auf Röstkaffee (Steuertarif 2,19 Euro je Kilogramm) und löslichen Kaffee (4,78 Euro je Kilogramm) erhoben. Zusätzlich werden kaffeehaltige Waren (etwa Cappuccino, Eiskaffee, Cafe au Lait) bei der Einfuhr in das deutsche Steuergebiet gemäß ihrem Kaffeeanteil mit der Steuer belastet. Seit Januar 1993 wird die Kaffeesteuer als Fertigproduktsteuer mit diesen Steuersätzen erhoben. Der Bund erzielte seither mit der Kaffeesteuer jährlich relativ konstante Einnahmen zwischen 0,973 Milliarden Euro in 2006 und 1,161 Milliarden Euro in 1994. Aktuell ist die Kaffeesteuer in die Diskussion geraten, da beim Deutschen Bundestag eine Petition zur Abschaffung der Steuer vorliegt.

Zur Sicherheit: wichtige Verträge für Unternehmer-Ehepaare

Hannover. (10.08. / mvr) Unternehmer-Ehen sind oft vertraglich nicht abgesichert. «Mittelstand Direkt» hat in einen Überblick die wichtigsten Regelungen für Chefpaare zusammengestellt.
Gesellschaftervertrag: Bei einer Scheidung sollten die Anteile des abtrünnigen Partners zu festgelegten Konditionen zurückgehen. Empfehlenswerte Regelung: Der Verlassene erhält ein Vorkaufsrecht. Zieht er es nicht, darf der Scheidende an Dritte verkaufen.
Geschäftsführer-Ordnung: In einer Geschäftsführer-Ordnung werden die Kompetenzen im Führungsteam genau definiert. Arbeitet einer der Partner in der Firmenleitung, hält aber keine Anteile, dann braucht er einen separaten Anstellungsvertrag. Ansonsten steht er bei einer Scheidung schlecht da.
Ehevertrag: Je ungleicher die Beteiligungsverhältnisse, desto wichtiger dieser Vertrag. Juristen raten zu Abfindungsmechanismen: Der weniger begüterte Partner bekommt seinen Teil des Gewinns aus der gemeinsamen Zeit – allerdings gestundet, damit die Firma nicht leidet.
Testament: Kinderlose Ehepartner sollten sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen, sonst melden sich die Pflichterben, zum Beispiel Schwiegereltern und Schwäger. Minderjährige Kinder sollten im Todesfall eines Ehepartners zunächst durch den überlebenden Partner vertreten werden.

BVE: Ernährungsindustrie hält am «Zug-um-Zug Palettentausch» fest

Berlin. (10.08. / bve) Die Ernährungsindustrie ist weiterhin bereit, ihre Paletten Zug-um-Zug zu tauschen. Dies ist das Ergebnis einer von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im Frühjahr 2009 durchgeführten Umfrage bei Logistikleitern aus der Ernährungsindustrie sowie bei Vertretern der Fachverbände. Beim Zug-um-Zug Palettentausch handelt es sich um ein Tauschverfahren, bei dem beladene und leere Paletten an der Beladestelle sowie an der Entladestelle sofort gegeneinander ausgetauscht werden. Der Verlader verpflichtet sich, die Anzahl der getauschten Paletten auch beim Empfänger wieder zum Tausch bereitzustellen. Aufgrund zunehmender Qualitätsprobleme sowie Auseinandersetzungen bei der Kostenverteilung für die Reparatur defekter Paletten stand dieses System Anfang des Jahres in der Diskussion, Im Rahmen der Umfrage sprach sich die Mehrzahl der befragten Personen eindeutig für eine Beibehaltung des «echten Zug-um-Zug Palettentauschs» aus. Zusätzliche hohe Kosten für den Aufbau eines alternativen Tauschsystems sind in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht zu tragen.

KMU: sieben Erfolgs-Strategien mittelständischer Marktführer

Hannover. (10.08. / mvr) Was sind die Strategien der so genannten «Hidden Champions»? «Mittelstand Direkt» ist dem einmal nachgegangen und schreibt, dass die Marktführer im Mittelstand jährlich um etwa zehn Prozent wachsen. Für den Erfolg seien folgende Faktoren ausschlaggebend:

  1. Die Unternehmen spezialisieren sich zumeist auf ein Produkt. Das beherrschen sie richtig: Sie produzieren alle Teile selbst. Nur so können sie sich hinsichtlich der Qualität von der Konkurrenz abheben.
  2. Die Produkte werden weltweit vermarktet. Das Hauptaugenmerk der Firmen richtet sich dabei auf China, die USA und auf Russland.
  3. Sie investieren sehr stark in Forschung und Entwicklung und melden fünfmal mehr Patente an als Großunternehmen.
  4. Sie haben eine große Kundennähe gegenüber Großunternehmen: Bei den Hidden Champions arbeiten fünfmal so viele Mitarbeiter für den regelmäßigen Kundenkontakt. Dem Top-Kunden wird überall hin gefolgt.
  5. Sie verkaufen ihre Produkte über den Wert und nicht über den Preis.
  6. Sie suchen aktiv die Konkurrenz, um ihre Leistungen ständig zu verbessern.
  7. Sie haben einen hohen Anteil an jungen Geschäftsführern, Frauen in hohen Positionen und an Akademikern – 19,1 Prozent – im Unternehmen.

LIV Bayern: über ein kleines Stück Völkerverständigung

München. (10.08. / liv) «Praktikantenaustausch ist ein Stück Völkerverständigung», sagt der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk über seine Teilnahme am internationalen Praktikantenprogramm des Bayerischen Landwirtschafministeriums. Seit 1999 ermöglicht der Freistaat Studenten der Moskauer Landwirtschaftsakademie Tirmirjasew Studienaufenthalte in Bayern. Gerade die besonderen Strukturen der bayerischen Ernährungswirtschaft können den russischen Gaststudenten, die oft an ganz andere Dimensionen gewöhnt sind, neue Einblicke vermitteln. Sieben Wochen lang – von Mitte Juli bis Ende August – hospitieren die Studenten in bayerischen Firmen und Verbänden. Seit 2001 ununterbrochen dabei ist der Landes-Innungsverband der Bäcker. Ziel des Programms ist es, Einblicke in den bayerischen Ernährungssektor zu geben und nachhaltige Verbindungen aufzubauen. «Für unsere Verbandsgeschäftsstelle ist es jedes Jahr ein neues Erlebnis, einen völlig fremden, jungen Menschen in den Geschäftsablauf mit einzubinden», weiß Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter. Bisher habe das immer bestens geklappt. «Wir hatten schon ganz lebhafte, aber auch ganz ruhige, zurückhaltende Studentinnen und Studenten. Mit allen sind wir bestens ausgekommen». Für Filter ist es deshalb eine ausgemachte Sache, dass der Landes-Innungsverband das Praktikantenprogramm des Bayerischen Landwirtschaftministeriums auch in Zukunft unterstützen wird.


MARKETING + VERKAUF


Bäckerei Küpfer: Kundennähe auf den Punkt gebracht

Waldshut. (13.08. / div) Von Waldshut-Tiengen aus hat man über den Rhein sicher einen schönen Blick auf das schweizerische Aargau. In der Gemeinde selbst gibt es die Thomas Küpfer Bäckerei Cafe e. Kfm.; nach Angaben der Regionalpresse «einer der letzten Betriebe vor Ort, in dem die Backwaren noch nach traditionellem Verfahren hergestellt werden». Das macht die Bäckerei seit 75 Jahren so. Zum Jubiläum hatten Thomas und Rosemarie Küpfer, für die die Nähe zu ihren Kunden oberstes Gebot ist, nun eine sehr reizvolle Idee: An der Erweiterung des Brotsortiments beteiligten sie ihre Kunden im Rahmen eines Wettbewerbs. Immerhin 25 Brote inklusive Rezepte gingen ein. Zehn davon schafften es in die engere Wahl. Zwei Bäcker und zwei Verkäuferinnen hatten dann die Aufgabe, die Brote zu verkosten und zu beurteilen. Kriterien waren neben dem Geschmack die Optik und vor allem, ob die Brote überhaupt zu backen und die Zutaten problemlos zu beschaffen sind. Auf den ersten Platz schaffte es ein Dinkel-Vollkornbrot mit einem hohen Anteil Leinsaat, mit Obstessig und Akazienhonig gewürzt. Der Honig verleiht dem Brot zudem eine etwas dunklere Färbung. Die glückliche Gewinnerin erhält für ihr Brot, das schon bald in den Verkaufsregalen liegen wird, ein Wellness-Wochenende für zwei Personen. Auch die anderen neun Bäckerinnen der Vorrunde gehen für ihr Engagement nicht leer aus.

«Ohne Gentechnik»: Hilfe beim Lebensmitteleinkauf

Image Berlin. (11.08. / bmelv) «Das neue einheitliche Logo ‘Ohne Gentechnik’ macht es Verbraucher/innen leichter, sich bewusst für Lebensmittel ohne Gentechnik zu entscheiden», sagt Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Mit der Einführung des einheitlichen Logos werde dem dringenden Wunsch der Verbraucherverbände und der interessierten Lebensmittelwirtschaft entsprochen. Zwar besteht bereits seit Anfang 2008 die Möglichkeit, gentechnikfreie Lebensmittel mit der Angabe «ohne Gentechnik» zu kennzeichnen. Doch wurde in der Praxis diese Kennzeichnung bislang nur zurückhaltend verwendet. Nach den Vorgaben des EU-Lebensmittelkennzeichnungsrechts ist es nicht möglich, eine verbindliche Kennzeichnung für tierische Produkte wie Milch, Eier oder Fleisch einzuführen, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden. Darüber hinaus können in Lebensmitteln Spuren von gentechnisch veränderten Bestandteilen enthalten sein, ohne dass diese gekennzeichnet sein müssen. Das neue Label macht es nun möglich, diese Lücken zu schließen. Es gibt die Sicherheit, dass in den so gekennzeichneten Lebensmitteln keine gentechnisch veränderten Bestandteile, auch nicht in Spuren, vorhanden sind. Das neue Label wird den Herstellern, die ihre Produkte als «Ohne Gentechnik» kennzeichnen wollen, zur unentgeltlichen Nutzung angeboten.

Details: Hintergrundinformationen (HTML) – Faltblatt (PDF)


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Gold wert: für jeden Einsatz die richtige Hefe

Bühl / Baden. (14.08. / fa) Die Herstellung von Feingebäcken aus Süßteigen mit hohem Zuckergehalt kann einen Bäcker richtig fordern. Spätestens ab fünf Prozent wird es kritisch und nicht jedem Praktiker sind die physikalischen und biologischen Vorgänge bewusst, die dann im Teig wirksam sind. Zeigt die Hefe nicht die gewünschte Triebkraft, muss das nicht unbedingt an der Frische, der Zugabemenge oder der Verstoffwechselung an sich liegen. Häufig liegt es daran, dass backende Betriebe für ihre schweren Süßteige die gewohnte Universal-Hefe einsetzen. Damit unterschätzen sie den osmotischen Druck, dem die ansonsten universell einsetzbare Hefe in einem stark zuckerhaltigen Teig nicht optimal gewachsen ist …
Info:

Fusarien an Weizen: Toxinbelastung ist sortenabhängig

Bonn. (08.08. / aid) Ährenfusariosen verursachen im Getreideanbau jedes Jahr weltweit erhebliche Schäden. Eine Ursache ist, dass die verursachenden Pilze der Gattung Fusaria teilweise hochgiftige Mykotoxine produzieren. Befallenes Getreide kann dadurch für die Futter- oder Lebensmittelproduktion unbrauchbar werden. Bei den produzierten Giften überwiegen Verbindungen aus der Gruppe der Trichothecene und Zerealenone. Während erstere vor allem das Immunsystem angreifen, wirken letztere östrogen und können bei Tieren die Fruchtbarkeit beeinflussen. Ein weiteres häufig in Verbindung mit Fusarien nachgewiesenes Toxin ist Moniliformin, das stark Muskel schädigend wirkt und Herzschäden hervorrufen kann. Wie Wissenschaftler von der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART in Zürich zeigen konnten, wird der Befall von Fusarium graminearum dominiert. Dieser Stamm produziert oft das Trichothecen Deoxynivalenol (DON), das unter anderem Erbrechen und Hautausschläge verursachen kann. Die DON-Belastung des Getreides ist abhängig von der beim Anbau vorherrschenden Witterung. Darüber hinaus korreliert sie sehr eng mit dem F. graminearum-Befall, so dass aus dem Pilzbefall des Getreides direkt auf die DON-Belastung geschlossen werden kann. Ein Befall von neun Prozent genügt, um den DON-Grenzwert zu erreichen. Außerdem fanden die Wissenschaftler eine starke wirtsabhängige Komponente: So zeigten einige Weizensorten bei relativ starkem Pilzbefall eine niedrige Toxinbelastung. Bei anderen hingegen war die Belastung unter denselben Anbaubedingungen zwei- bis zwanzigmal so hoch wie die aller anderen untersuchten Sorten. Das ART empfiehlt, nicht nur die Anfälligkeit für den Pilzbefall an sich, sondern auch den DON-Gehalt des Korns bei der Beurteilung der Sortenresistenz des Weizens zu berücksichtigen (Quelle).
Info: https://www.art.admin.ch/dms_files/07461_de.pdf


PERSONEN + EHRUNGEN


M-171: Lochham verabschiedet erfolgreiche Absolventen

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Gräfelfing. (13.08. / liv) 22 Absolventen der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham haben ihre fast sechsmonatige, intensive Meisterausbildung erfolgreich abgeschlossen. Damit haben alle Absolventen des Lochhamer Meisterkurses M-171 die Meisterprüfung bestanden. Jetzt wurden die drei Jungmeisterinnen und 19 Jungmeister im Rahmen einer Feier offiziell verabschiedet. Das Gruppenfoto zeigt die Absolventen sowie am rechten Rand der Gruppe den stellvertretenden Landesinnungsmeister Manfred Gebel (2. von rechts), Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter (ganz rechts), und am linken Rand der Gruppe das Lochhamer Fachlehrer-Team – Schulleiter Arnulf Kleine (ganz links), den stellvertretenden Schulleiter Henrik Passmann (3. von links, hinten), Fachlehrerin Gisela Reisacher (3. von links, vorn) sowie Günter Deppisch, stellvertretender Vorsitzender der Prüfungskommission (2. von links).

Ofenbauer erweitert Konstruktions- und Entwicklungsteam

Affalterbach. (12.08. / wie) Die Abteilung Konstruktion und Entwicklung des schwäbischen Ladenbackofenherstellers Wiesheu ergänzt seit neuestem Jochen Reichenecker. Der 27-Jährige studierte Maschinenbau an der Hochschule in Reutlingen und schloss seinen Studiengang mit dem Master ab. Als Entwicklungsingenieur unterstützt er das Team um Entwicklungsleiter Aurelio da Silva.

Stendaler Landbäckerei: begrüßt neue Lehrlinge

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Stendal. (12.08. / ilb) Ende Juli begrüßte die Stendaler Landbäckerei ihre 21 neuen Auszubildenden – 16 davon als Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Spezialisierung Bäckerei; drei Bäcker/innen und zwei Maschinen- und Anlagenführer. Die Landbäckerei bildet damit in diesem Jahr insgesamt 75 junge Menschen aus.

Sommerreise: Ministerpräsident zu Gast in Arnstein

Arnstein. (12.08. / mi) Auf seiner Informationsfahrt durch Unterfranken besuchte Ministerpräsident Horst Seehofer auch das Unternehmen Miwe, das in diesem Jahr 90-jähriges Bestehen feiert. Nach der offiziellen Begrüßung durch die geschäftsführende Gesellschafterin Sabine Michaela Wenz stand ein Rundgang durch den Betrieb auf dem Programm, bei dem sich Seehofer beeindruckt vom hohen Standard der Produktion und des Technikums zeigte. In der anschließenden Diskussion mit Mitarbeitern des Unternehmens machte der Ministerpräsident die wichtige Rolle deutlich, die mittelständische Unternehmen für die Wirtschaft Bayerns spielen. Damit zollte Seehofer den Leistungen große Anerkennung, die Miwe kontinuierlich für die Branche erbringt.

Haribo: Paul Riegel verstarb im Alter von 82 Jahren

Bonn. (08.08. / hgc) Anfang August verstarb Haribo-Mitinhaber Paul Riegel plötzlich und unerwartet im Alter von 82 Jahren. Riegel hatte kurz nach dem zweiten Weltkrieg gemeinsam mit seinem Bruder Hans den damals kleinen väterlichen Betrieb übernommen. Die Brüder einigten sich von Beginn an die Aufgaben zu teilen. Paul Riegel übernahm fortan die Verantwortung für Produktion und Technik, sein Bruder für Vertrieb und Marketing sowie den kaufmännischen Bereich. Als versierter Tüftler wurden viele Maschinen von ihm selbst entwickelt und in der eigenen Betriebswerkstatt realisiert. Zu seinen bekanntesten Erfindungen zählt die Lakritzschnecken-Wickelmaschine. Durch diese technischen Entwicklungen legte er gemeinsam mit seinem Bruder die Basis für die bis heute erfolgreiche Entwicklung der Haribo-Gruppe. Haribo gehört heute zu den weltweit erfolgreichsten familiengeführten Süßwarenunternehmen mit 16 Produktionsstandorten und über 6.000 Mitarbeitern (Quelle).


BOOKMARKS + BOOKS


Download: Unternehmensnachfolge – die optimale Planung

Berlin. (14.08. / bmwi) Die vorliegende Broschüre aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) wendet sich an beide Seiten, den Übergeber des Unternehmens und seinen Nachfolger. Viele Aspekte einer Unternehmensnachfolge gelten gleichermaßen für den Fremdnachfolger ab sich wie für den Nachfolger aus der Familie. Im Vordergrund steht immer die Kompetenz des Nachfolgers und nicht dessen Familienzugehörigkeit. Der praktische Leitfaden will eine erste Orientierung geben und dabei helfen, die bevorstehenden Aufgaben erfolgreich zu meistern. Ziel ist es, den Bestand des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze ebenso wie die wirtschaftliche Existenz des Nachfolgers langfristig zu sichern. Bedenken Sie, dass es keine Pauschallösung für die Unternehmensnachfolge geben kann. Welche Lösung für Sie die optimale ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Die Broschüre will helfen, diese Kriterien zu erkennen und eine für Ihre individuelle Situation maßgeschneiderte Übergabe- oder Übernahmelösung zu finden. Diese sollten Sie mit Unterstützung von Expertinnen und Experten realisieren.
Info: Unternehmensnachfolge – die optimale Planung (Format PDF, 104 Seiten, 1.169 KB).

Aktualisiert: die Rürup-Renten-Broschüre zum Download

Berlin. (12.08. / gdv) Die Basisrente ist eine Form der staatlich geförderten Altersvorsorge, die sich besonders an Selbständige und Freiberufler richtet. Ein Leitfaden mit den wichtigsten Informationen wurde jetzt aktualisiert. Das Informationszentrum der deutschen Versicherer (GDV) stellt die überarbeitete Broschüre «Die Basisrente – Vorsorgen mit steuerlicher Förderung» im Format PDF zum Download bereit.

IHK: bietet kostenloses Merkblatt zur Mini-GmbH

Berlin. (12.08. / ihk) Ein Merkblatt enthält alle nötigen Informationen, die ein Jungunternehmer zur Gründung einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (UG) benötigt. Die IHK Berlin stellt die 15-seitige Broschüre kostenlos im Format PDF zur Verfügung (381 KB). Neben Details zur reformierten GmbH und ihrer neuen Variante der UG gibt das Merkblatt Antworten auf folgende Fragen:
Was sind GmbH und UG (haftungsbeschränkt)?
Wie unterscheiden sich GmbH und UG (haftungsbeschränkt)?
Was ist eine UG (haftungsbeschränkt) Haftungsbeschränkung?
Wie gründe ich eine GmbH oder eine UG (haftungsbeschränkt)?
Weitere Themen der Broschüre: Inhalt des Gesellschaftsvertrages; Haftung des Geschäftsführers; Gründungskosten; Anmeldung zur Eintragung; Wirkung der Eintragung. Das Merkblatt enthält außerdem Musterprotokolle für die Gründung einer Einpersonen- und für die Gründung einer Mehrpersonengesellschaft.

BMELV: über Herausforderungen für das Bäckerhandwerk

Landshut. (11.08. / bmelv) Über «Perspektiven und Herausforderungen für das Bäckerhandwerk» sprach der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller (BMELV) während des Delegiertentags des bayerischen Bäckerhandwerks Ende Juni. Die Rede in Landshut war nicht nur dem Landesinnungsverband wichtig, sondern auch dem Bundesministerium – denn dort ist sie seit neuestem on Line nachzulesen. Stichpunkte:

  • Gute Perspektiven an den Getreidemärkten
  • Politik zur Förderung der Bioenergie: Tank oder Teller?
  • Verbraucher-Informationsverordnung
  • Nährwertprofile – Salzgehalt im Brot
  • Nährwertkennzeichnung – Ampelkennzeichnung
  • Lebensmittelüberwachung
  • Positive Auswirkungen des Mittelstandsentlastungsgesetzes, des Bürokratieabbaus sowie der Konjunkturpakete auf das Bäckerhandwerk
  • Meldepflichten und Auswirkungen des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes für das Bäckerhandwerk
  • Sozialversicherung – Beitragszahlungsfristen
  • Ausblick und Perspektive

Die überregionale Bedeutung von «Perspektiven und Herausforderungen für das Bäckerhandwerk» macht die Ausführungen für einen größeren Leserkreis interessant. Die Rede ist nachzulesen unter
Info:

BGN: Besseres Raumklima – bessere Leistungen

Mannheim. (10.08. / bgn) Unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit bei der Arbeit werden wesentlich durch das Raumklima beeinflusst. Wie es mit dem Klima in den betrieblichen Arbeitsräumen bestellt ist, können die Betriebe in vielen Fällen selbst herausfinden: mit einer neuen BG-Information. Sie hilft besonders Unternehmern kleinerer und mittlerer Betriebe, das Raumklima im eigenen Betrieb zu beurteilen und gegebenenfalls zu verbessern.
Info:

BGN: Feinstaubbelastung bei Mehl-Silo-Waagen

Mannheim. (10.08. / bgn) Backmehle gelangen heute in der Regel über Unterdruck- oder Überdruckanlagen pneumatisch von den Vorratsbehältern zur Silowaage in der Backstube. Bei Überdruckanlagen kann die Transportluft mit Feinstäuben über ein Filtertuch in die Backstube entweichen. Die Filtertücher sind stark belastet, was zwangsläufig das Material ermüdet. Auch offensichtlich noch intakte Filtertücher können bereits kleinere Leckagen an den Nähten oder im Filtertuch aufweisen …
Info:

Global Industry: Danone got 3,8 billion INR gain in Britannia divestment

Hamburg. (bm) Groupe Danone, the global dairy products major based in France, netted a capital gain of 3,8 billion INR when it recently divested its indirect 25,5 percent holding in the Bangalore-based biscuit major Britannia Industries Limited. Danone and the Mumbai-based Wadia Group in April agreed to end their 13-year-old joint venture for running Britannia Industries for around nine billion INR. Other topics of the week:

Title Region Date
Nestle: H1/2009 net profit falls two percent (CH) Thu 08-13
AB Foods: sells BSO Poland to Pfeifer + Langen (UK) Thu 08-13
Belarus: decreased flour products output by 0,2 percent (BY) Thu 08-13
Ukraine: to increase output by 3,8 percent for seven months (UA) Thu 08-13
Greggs PLC: H1/2009 profit drops 29 percent, but … (UK) Wed 08-12
OJSC: Minister of Agriculture of Russia to become the chairman (RU) Wed 08-12
Russian Federation: forecasts 91 million tonnes of grains (RU) Wed 08-12
Belarus: harvested over three million tonnes of grains (BY) Tue 08-11
Moldova: Wheat harvest to satisfy the food security (MD) Tue 08-11
Russia: to export 23 million tonnes of grains (RU) Tue 08-11
Russia: to increase grain export volumes (RU) Tue 08-11
Russia: to produce nearly 85 million tonnes of grains (RU) Tue 08-11
Danone: got 3,8 billion INR capital gain in Britannia divestment (IN) Mon 08-10
Einstein Noah: net falls seven percent in Q2/2009 (US) Sat 08-08
Ralcorp Holdings: announces mixed results for Q3/2009 (US) Fri 08-07
ADM: reports drop in annual results (US) Thu 08-06
Kraft Foods: reports strong second quarter 2009 (US) Wed 08-05
Warburtons: turnover and profit rises 20 percent in 2008 (UK) Tue 08-04
Britannia: Net profit increases 17,5 percent in Q2/2009 (IN) Mon 08-03
George Weston: Fresh baking profit down in Q2/2009 (CA) Sat 08-01
Finsbury: Sees Growth in Revenue Despite Environment (UK) Fri 07-31
Kazakhstan: to harvest 14 million tonnes of wheat (KZ) Fri 07-31
Ukraine: the Crimea to harvest 1,67 million tonnes (UA) Fri 07-31
Moldova: harvested over 90 percent of main grains (MD) Fri 07-31


REZEPTE + IDEEN


Aromasofties: mild-aromatisch im Geschmack

Isernhagen. (14.08. / is) Weizenmehl, Hartweizengrieß, Butter und ein gutes Stück AromaStück® – das sind wesentliche Bestandteile der Aromasofties aus dem IsernHäger VorteigCentrum. Mild-aromatisch im Geschmack, zergehen sie auf der Zunge und wecken den Wunsch nach «mehr». Ausgehend von 100 Kilogramm Mahlerzeugnissen, ergibt der IsernHäger Rezeptvorschlag für August gut 84 Pressen zu je 2.000 Gramm. Wie immer, stellen Ihnen die Vorteig-Spezialisten aus Isernhagen bei Hannover auch für dieses schöne Rezept sowohl eine ODS-, XLS- als auch PDF-Datei zur Verfügung.
ODS (17 KB): 3309-ISERN-AROMASOFTIES.ODS
XLS (21 KB): 3309-ISERN-AROMASOFTIES.XLS
PDF (1.050 KB): Aromasofties.pdf