Sonntag, 29. November 2020

WB-30-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 30. KW 2014 (19.07. bis 25.07.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb3014.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

TERMINE + EVENTS:
01. Großbäcker: über Anziehungskraft statt Verdrängungskampf
02. UIBC: wird 2015 neuer starker Partner der iba
03. Weltleitmesse: 2015 mit dem zweiten iba-summit
04. Südback: Dreiklang aus Messe, Rahmenprogramm und Events

MANAGEMENT + BETRIEB:
05. Halbjahres-Check: Wie geht es Ihrem Unternehmen?
06. Orientierungshilfe für studieninteressierte Berufstätige
07. SHB: Versicherung schließt 2013 erfolgreich ab
08. BIV: Vielfältige Sorgen bestimmten den Verbandstag
09. BMWE: Brüssel gibt grünes Licht für das EEG
10. BIV: Wettbewerb und Politik setzen Bäcker unter Druck
11. Marvin und die Nachkomma-Stellen
12. Im Fokus: IGV setzt auf solides Wachstum
13. Arbeitskosten: im Osten 26,6 Prozent unter Westniveau
14. NGG: Verhandlungen im Gastgewerbe ergebnislos beendet
15. Strompreise: mit bis zu 25 Prozent Unterschied
16. TTIP: von größtem Interesse in Österreich und Deutschland

MARKETING + VERKAUF:
17. Preisausschreiben: «Teiglinge aus China gesucht!»
18. Trend: Deutschlands Innenstädte boomen

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
19. Fracking: Bündnis warnt vor falschen Zugeständnissen
20. 343 Studien bestätigen: Bio-Produkte sind gesünder

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
21. Unser täglich Brot: neue Erkenntnisse zum Weizengenom

PERSONEN + EHRUNGEN:
22. BIV: Delegierte bestätigen Gesamtvorstand
23. Österreich: Kuchen-Peter trauert um Firmengründer
24. Aldi Süd Gruppe: zum Tod von Karl Albrecht

BOOKMARKS + BOOKS:
25. Global Industry: Wall Street no longer lovin’ McDonald’s

REZEPTE + IDEEN:
26. Flammkuchen: alemannisches Leibgericht auf Roggenbasis


TERMINE + EVENTS


Großbäcker: über Anziehungskraft statt Verdrängungskampf

Düsseldorf. (24.07. / vdg) Zu ihrer Jahreshauptversammlung 2014 treffen sich die Mitglieder des Verbands Deutscher Großbäckereien am 27. September in Wien. «Wir werden unseren Mitgliedern attraktive Vorträge zu aktuellen Branchen-bezogenen Themen bieten», sagt Hauptgeschäftsführer Armin Juncker. Der Tagungsort lenke dabei selbstredend den Blick auf den Backmarkt Österreich. Eine Betriebsbesichtigung bei der Ströck Brot GmbH lasse einen Einblick in die moderne österreichische Backkunst zu. Zum anderen liefere die Juristin Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des alpenländischen Fachverbands Lebensmittelindustrie, eine Analyse dieses spannenden Markts. Doch auch mit fachübergreifenden Themen werden sich die Teilnehmer und Gäste beschäftigen: Wie kann der Mittelstand angesichts der demografischen Entwicklung auch in Zukunft für Fachkräfte attraktiv bleiben? Thomas Sattelberger, früherer Personalvorstand bei der Deutschen Telekom, sieht eine Lösung in «Anziehungskraft statt Verdrängungskampf». Josef Sanktjohanser, Präsident des HDE Handelsverbands, untersucht in seinem Referat «Vertikal oder horizontal?», wie Handel und Industrie ihre Anteile an der Wertschöpfungskette neu verteilen. Prof. Dr. Ulrike Detmers, Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien, wird ihre Ausarbeitung zur mittelfristigen Marktentwicklung «Brot- und Backwarenwelt 2025» präsentieren.

UIBC: wird 2015 neuer starker Partner der iba

Berlin. (23.07. / ZV) Vom 12. bis 17. September 2015 ist die iba, Weltleitmesse für Bäckerei, Konditorei und Bäckersnacks, wieder zu Gast in den Münchner Messehallen. Alle drei Jahre lädt die Fachmesse das Who is Who der Bäcker und Konditoren, Caterer und Gastronomen und des Lebensmittelhandels zum internationalen Branchen-Höhepunkt ein. 2015 erstmals mit an Bord ist die Internationale Union der Bäcker und Konditoren (UIBC), die als fachlicher Partner künftig die Messe unterstützen wird. Die UIBC ist Anfang des Jahres aus der Fusion der Internationalen Union der Bäcker (UIB) und der Internationalen Union der Konditoren (UIPCG) entstanden. Sie repräsentiert nun mehr als 300.000 Betriebe und mehr als vier Millionen Branchenkenner in 45 Ländern auf fünf Kontinenten. «Die neu gegründete UIBC vereint die Back- und Konditoreibranche weltweit so flächendeckend wie kein anderer Verband. Als neuer Partner der iba wird die Weltmesse vom breiten globalen Netzwerk der UIBC profitieren und ihre internationale Bedeutung als das Top-Event der Branche zusätzlich untermauern», sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV). «Mit Unterstützung des UIBC ist die iba natürlich besonders für den deutschen Bäcker die perfekte Plattform, um noch mehr zukunftsweisende Kontakte ins Ausland zu knüpfen», ergänzt Becker. Erstmals zeigt sich die Partnerschaft in der federführenden Beteiligung der UIBC am internationalen Bäcker-und Konditorenwettbewerb iba-Cup, der die besten Bäcker und Konditoren weltweit kürt. Das Kräftemessen der backenden Zunft nennt sich daher künftig iba-UIBC-Cup.

Weltleitmesse: 2015 mit dem zweiten iba-summit

Berlin. (23.07. / ZV) Einen vielversprechenden Auftakt zur iba vom 12. bis 17. September bildet 2015 zum zweiten Mal der iba-summit am Vortag der Messe-Eröffnung. Nach der Premiere 2012 wird der Fachkongress für 2015 jetzt ausgebaut, schreibt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), denn: In München treffen sich die Branchengrößen des internationalen Backmarkts mit hochkarätigen Referenten verschiedener Fachrichtungen und Business-Profis aus dem In- und Ausland zum interdisziplinären Austausch. Am Puls der Branche werden dem Fachpublikum die Trends und Innovationen, die die darauffolgenden drei Jahre die Welt des Backens entscheidend prägen, präsentiert – ein Pflichttermin für Branchenkenner und Entscheider des Marktes, heißt es aus Berlin.

Südback: Dreiklang aus Messe, Rahmenprogramm und Events

Stuttgart. (22.07. / mstgt) Seit 1978 präsentiert sich die Südback mit einem breiten Angebot den Fachbesuchern aus dem deutschsprachigen Raum. An den Messeständen spiegeln sich die Branchenentwicklungen zu den Bereichen Arbeits- und Betriebstechnik für die Bäcker- und Konditorenbetriebe, Geschäfts- und Ladeneinrichtung, Rohstoffe und Halbfabrikate wider. Ergänzende Dienstleistungen rund um IT oder Organisation sowie Fachmedien runden das Angebot ab. Die Themen Kaffee und Speiseeis sowie das wachsende Snack-Segment sind ebenfalls an den Ständen präsent. Neben den Neuheiten bei den Ausstellern sind auch die Möglichkeiten zum fachlichen Dialog und der Austausch mit Kollegen gute Gründe für den Besuch der Fachmesse. Informationen zur Ausbildung in der Branche und Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung gibt es in den Foren der Bäcker- sowie Konditoren-Innung. Im Bäcker-Trend-Forum stellt der Landesinnungsverband für das Württembergische Bäckerhandwerk ein breitgefächertes Programm in zwei Backstuben, einer Cafébar und einer Bäcker-Snack-Theke. Neben den Einblicken in die Aus- und Weiterbildung der Branche zeigen Experten Neuheiten rund um Produktion und Verkauf in Live-Vorführungen sowie Vorträgen. Im Konditoren-Trend-Forum des Landesinnungsverbands des Konditorenhandwerks Baden-Württemberg werden ebenfalls Entwicklungen der Branche sichtbar und Trends vorgestellt. Hier können Konditoren-Weltmeister live bei der Arbeit erlebt werden und Experten stellen Trends des kommenden Weihnachtsgeschäfts vor. Die 25. Südback, Branchentreffpunkt für das Bäcker- und Konditorenhandwerk im deutschsprachigen Raum, findet vom 18. bis 21. Oktober statt.


MANAGEMENT + BETRIEB


Halbjahres-Check: Wie geht es Ihrem Unternehmen?

Isernhagen / Hannover. (25.07. / ge) Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei, die Betriebswirtschaftlichen Auswertungen bis einschließlich Juni 2014 liegen allmählich vor und somit ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Sie als Unternehmer zu prüfen,
– ob die Jahresziele voraussichtlich problemlos erreicht werden können, und
– wo die sprichwörtliche Reise am Jahresende mit großer Wahrscheinlichkeit enden wird.
Voraussetzung hierfür ist natürlich eine verlässliche Datenbasis (Stichwort Qualitäts-BWA), in der alle wesentlichen Aufwendungen und Erträge auch unterjährig periodengerecht abgegrenzt sind. Zur Jahresmitte ist es meist noch nicht zu spät, gegebenenfalls Arbeitsschwerpunkte zu ändern, Ziele anzupassen oder neue Erkenntnisse bei der Zielerreichung zu berücksichtigen. Nehmen Sie sich einmal die Zeit für einen Halbjahres-Check und widerstehen der Gefahr, sich im operativen Tagesgeschäft zu verlieren und Ihre Jahresziele aus den Augen zu verlieren. Die Gehrke Econ Gruppe hat für Sie fünf Checklisten zu verschiedenen Themenbereichen mit relevanten Fragestellungen und Handlungsempfehlungen zusammengestellt, mit Hilfe derer Sie in einem überschaubarem Zeitrahmen eine Bestandsaufnahme machen können. Diese und weitergehende Informationen sowie Hinweise zum Thema können Sie sich gern bei den Steuerberatern der Gehrke Econ Gruppe aus Isernhagen unter Michael.deBeer@gehrke-econ.de anfordern.

Orientierungshilfe für studieninteressierte Berufstätige

Bonn. (25.07. / bibb) Die Publikation «Beruflich qualifiziert studieren?!» bietet Berufstätigen mit Studienwunsch eine hochschul- und studienübergreifende Orientierungshilfe. Die Broschüre aus der Feder des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) spricht in erster Linie Personen an, die noch über keine Studienerfahrung verfügen. Ein berufsbegleitendes Studium hat weitreichende Auswirkungen auf die Lebenssituation und die Bildungsbiografie. Daher ist es sehr wichtig, sich bereits vor Studienbeginn mit verschiedenen Aspekten auseinanderzusetzen. Welche dies im Einzelfall sind, ist von der individuellen Situation abhängig. Die kostenfreie Handreichung bietet hierzu Anregungen; selbstverständlich ersetzt sie nicht die Beratung und Information durch die Hochschulen. Zusätzlich finden Interessenten im Anhang ein Glossar, in dem wichtige Begriffe erläutert werden, sowie hilfreiche Internetressourcen und Adressen.

SHB: Versicherung schließt 2013 erfolgreich ab

Königswinter. (25.07. / SHB) «2013 war für die SHB kein schlechtes Jahr», lautete der Tenor während der Mitgliedervertreterversammlung der SHB Allgemeinen Versicherung VVaG in Essen an der Ruhr. Trotz hoher Schadenquote im Berichtsjahr steht der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) gut da. Doch war das nur ein Aspekt unter vielen während einer thematisch breit gefächerten Veranstaltung, die den vorgegebenen Zeitrahmen locker sprengte. Neben Bilanz-Vorstellung, Einflüssen von Solvency II und Einblicken in die Gutachter-Tätigkeit beim Schadensfall und natürlich den Regularien schimmerte immer wieder eine «EU-Vermittlerrichtlinie» durch, die die europäische Versicherungswirtschaft in den kommenden Jahren wohl deutlich verändern dürfte. Kurzum: Die Fachleute aus Königswinter hatten in dieser Woche viel zu berichten, die Mitgliedervertreter erlebten eine kurzweilige Veranstaltung und Sie, liebe Leserinnen und Leser, werden mit der kommenden Ausgabe wahrscheinlich einen mit Blick auf Ihre Versicherung gut sortierten Infodienst erhalten.

BIV: Vielfältige Sorgen bestimmten den Verbandstag

Hannover. (25.07. / biv) Die demografische Entwicklung, die auch das Bäckerhandwerk in Niedersachsen und Bremen zunehmend erfasst, hat im Bäckerinnungsverband (BIV) zu einem veränderten Delegiertenschlüssel geführt. Beim diesjährigen Verbandstag in Nenndorf beschloss die Versammlung, pro Innung einen Delegierten schon für zehn Innungsmitglieder zu wählen. Bisher lag die Grenze bei 20 Mitgliedern. «Alle Innungen beklagen zurückgehende Mitgliedszahlen», begründete der Gesamtvorstand seinen Antrag zur Satzungsänderung. Die Mitgliederversammlung sei das höchste Entscheidungsgremium des Fachverbands. Sie müsse Verbandsarbeit und -aufgaben sowie die dafür nötigen Beschlüsse auf möglichst breiter Grundlage diskutieren und abstimmen. Darüber hinaus gestaltete sich auch die Aufstellung des BIV-Gesamtvorstands (GV) schwieriger. Weil die Satzung eine Altersgrenze für GV-Mitglieder vorschreibt, ergibt sich jetzt für die Nachfolge des bisherigen Gesamtvorstandsmitglieds und stellvertretenden Landesinnungsmeister Willi Wolke eine Vakanz für ein Jahr. Der Osnabrücker Bäckerobermeister hatte im Vorstand das Thema berufliche Aus- und Fortbildung verantwortet. Weil derzeit kein Delegierter für dieses Aufgabengebiet kandidieren mochte, soll bis zur nächsten Mitgliederversammlung ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für diese Position gesucht und 2015 zur Wahl gestellt werden. Der BIV nahm gerne Wolkes Angebot an, den BIV- Berufsbildungsausschuss für das Übergangsjahr interimistisch weiter zu leiten.

BMWE: Brüssel gibt grünes Licht für das EEG

Berlin. (25.07. / bmwe) Die EU-Kommission hat in dieser Woche die beihilferechtliche Genehmigung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 beschlossen. Damit kann das neue EEG wie geplant am 01. August 2014 in Kraft treten, teilt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit: «Die Genehmigung durch die Europäische Kommission sorgt für Rechts- und Investitionssicherheit, nicht nur für die Erneuerbaren-Branche und für die stromintensive Industrie. Das neue EEG schafft die Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren und eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Gleichzeitig wurden für die Unternehmen in Deutschland Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Erhalt unserer Arbeitsplätze und der Stärkung der Industrie in Europa dienen. Die Förderung wird marktnäher und auf die kostengünstigeren Technologien konzentriert und dadurch die Kostendynamik der vergangenen Jahre gedämpft». Durch diese Genehmigung wird die grundlegende Reform des EEG abgeschlossen. Die Reform stellt die größte und weitreichendste Änderung des EEG seit seiner Einführung dar. Sie stellt den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien auf eine neue Grundlage, die sowohl rechtlich als auch ökonomisch tragfähig ist: Erstmals erfolgt eine Steuerung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Das schaffe eine sichere Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung des gesamten Stromsystems und für eine bessere Verzahnung der einzelnen Bausteine der Energiewende. Die Entscheidung der Europäischen Kommission im Hauptprüfverfahren zum EEG 2012 wird nach der Sommerpause erwartet.

BIV: Wettbewerb und Politik setzen Bäcker unter Druck

Hannover. (25.07. / biv) Während des Delegiertentags des Bäckerinnungsverbands Niedersachsen / Bremen (BIV) zeigte sich, dass das Bäckerhandwerk nicht nur einem großen Wettbewerbsdruck seitens des Einzelhandels mit Supermärkten, Discountern und Aufbackstationen ausgesetzt ist, sondern sich auch im politischen Umfeld gegen hohe Zusatzbelastungen wehren muss. In Niedersachsen ist aktuell die drohende Neuordnung der amtlichen Lebensmittelüberwachungsgebühren so akut, dass der BIV bereits die rechtlichen Möglichkeiten auslotet, ob gegen die neuen Kostenbescheide möglicherweise vor Gericht geklagt werden sollte. Weiterer Druck von staatlicher Seite geht unter anderem vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage), der Rente mit 63 Jahren und dem gesetzlich festgelegten Mindestlohn aus. Damit verbunden war die intensive Diskussion über das weitere Verhalten des BIV als Tarifvertragspartei. Die Delegierten legten dabei die Rahmenbedingungen für die nächsten Gespräche mit der Gewerkschaft NGG fest. Als Gast der Mitgliederversammlung berichtete hierzu auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), Amin Werner, dass sich beim ZV und in mehreren Landesverbänden zu einem bundesweiten Branchentarifvertrag Mindestlohn für das Bäckerhandwerk eine zunehmend positive Einschätzung abzeichne.

Marvin und die Nachkomma-Stellen

Kronau. (25.07. / goe) In den meisten Programmteilen der Bäckereisoftware Marvin respektive für Preise genügen zwei Nachkommastellen. Doch ist es manchmal von Nöten, dass weitere Nachkommastellen (zum Beispiel für Zutaten) genutzt werden können. Daher können Marvin-Anwender die Anzahl der Nachkommastellen für viele Programmteile selbst bestimmen. In den «Firmenparametern» finden sie unter den «Allgemeinen Parametern» auf der Eingabeseite 6 eine Zusammenstellung der einzelnen Daten und Programmteile. Dort können Nutzer die Anzahl der Nachkommastellen auf maximal sechs Nachkommastellen erweitern. Damit können Unternehmen zum Beispiel die Sonderzutaten im Artikelstamm auf vier Stellen nach dem Komma genau eingeben, um eine präzisere Rezepturberechnung für den Backzettel zu erhalten. Haben Sie Fragen? Die beantwortet Ihnen gerne die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Vertriebspartner.

Im Fokus: IGV setzt auf solides Wachstum

Nuthetal. (25.07. / igv) Als Reaktion auf die aktuellen Marktentwicklungen konzentriert das IGV Institut für Getreideverarbeitung künftig seine Kapazitäten ausschließlich auf die Bereiche Prüflabor + Analytik (TestLab), Bäckereitechnologie, Extrusion + Zerkleinerung (FoodTech) sowie Akademie + Beratung (Campus). TestLab und FoodTech werden durch den Einsatz neuester Analysegeräte und erweiterte Aktivitäten im Forschungsbereich im Wettbewerb gestärkt. Parallel hierzu wird das IGV den neuen Bereich Campus weiter ausbauen. Gleichzeitig sollen die Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen an die nationale und internationale Marktdynamik angepasst werden. Ein übergreifend verantwortliches Marketing- und Innovationsteam wird die Entwicklung kundenorientierter Produkte und Lösungen sowie eine schnellere Einführung neuer Produkte unterstützen. Das Geschäftsfeld BioTech Photobioreaktor-Anlagenbau wird im Gegenzug eingestellt. Die bei BioTech angesiedelte Entwicklung und Produktion funktioneller Extrakte auf Basis von natürlichen Pflanzen- und Algenrohstoffen wird in den Bereich FoodTech überführt und weiter ausgebaut. «Mit unseren auf langfristiges Wachstum ausgerichteten Maßnahmen wird das Portfolio besser auf die konkreten Markt- und Kundenbedürfnisse ausgerichtet und gleichzeitig die beiderseitige Effizienz deutlich verbessert. Diese Schritte untermauern das Engagement der IGV GmbH als Partner für die Lebensmittelindustrie», sagt Dr.-Ing. Katrin Schreiber, Geschäftsführerin des Instituts.

Arbeitskosten: im Osten 26,6 Prozent unter Westniveau

Wiesbaden. (23.07. / destatis) 2012 betrugen in Deutschland die Arbeitskosten je geleistete Stunde im Schnitt 30,70 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) schreibt, lagen in Ostdeutschland die Arbeitskosten mit 23,45 Euro um 26,6 Prozent unter dem Niveau Westdeutschlands inklusive Berlin (31,94 Euro je geleistete Stunde). Der geringste Abstand zum Westniveau bestand dabei in den vom öffentlichen Dienst geprägten Branchen: Hier betrug der Unterschied im Jahr 2012 nur 5,0 Prozent und es zeigt sich die weitgehend erreichte Angleichung der tariflichen Bezahlung. Der größte Abstand zwischen Ost und West bestand hingegen mit 37,8 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe, das in besonderem Maße dem Standort- und Produktwettbewerb ausgesetzt ist. 1992, kurz nach der Wende, fiel der Abstand in dieser Branche mit 53,4 Prozent noch deutlicher aus. Bis 1996 schrumpfte die Lücke kräftig bis auf 42,7 Prozent. Seitdem fand nur noch eine schwache Annäherung statt (2000: 42,2 Prozent, 2004: 41,3 Prozent, 2008: 40,0 Prozent). Als Ursache für den erheblichen und beständigen Unterschied im Verarbeitenden Gewerbe wird häufig die Größe der Unternehmen genannt. 2012 waren im Verarbeitenden Gewerbe die Arbeitskosten großer Unternehmen (1.000 und mehr Beschäftigte) sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland etwa doppelt so hoch wie die Arbeitskosten kleiner Unternehmen (zehn bis 49 Beschäftigte). Jedoch arbeitete im Westen mit gut einem Drittel der Beschäftigten (36 Prozent) ein deutlich größerer Anteil in einem großen Unternehmen als im Osten (14 Prozent).

NGG: Verhandlungen im Gastgewerbe ergebnislos beendet

Hamburg. (23.07. / ngg) Auch die dritte Verhandlung zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) über einen Mindestlohntarifvertrag für das Gastgewerbe brachte keine Einigung. «Wir sind nicht bereit etwas zu unterschreiben, was für die Beschäftigten eine wesentliche Verschlechterung darstellt», sagt der NGG-Vize Burkhard Siebert. Der Dehoga forderte demnach einen Stufenplan, mit dem die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro sehr lange hinausgeschoben worden wäre. Nach Vorstellungen des Bundesverbands hätte der Mindestlohn im Gastgewerbe ab Januar 2015 im Osten nur 7,50 Euro pro Stunde betragen sollen. Dadurch wären geltende Tariferträge, zum Beispiel in Sachsen-Anhalt und Brandenburg, teils erheblich abgesenkt worden. Konkret verlangte der Dehoga etwa für Sachsen-Anhalt eine Absenkung des aktuell vereinbarten Mindesttarifentgelts um 37 Cent pro Stunde. Ab April 2015 würde die Differenz sogar 69 Cent gegenüber dem gesetzlichen Mindestlohn betragen. Und das, obwohl sowohl für Sachsen-Anhalt als auch für Brandenburg bereits 2012 mit dem Dehoga vereinbart wurde, dass die untersten Tarifgruppen bei Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sofort außerordentlich auf 8,50 Euro angehoben werden. Für die Alten Bundesländer hätte der Dehoga ein Mindestentgelt von 8,50 Euro pro Stunde vereinbaren wollen – die meisten heute geltenden tariflichen Mindestentgelte wären dadurch weit unterschritten. So beträgt zum Beispiel die unterste tarifliche Entgeltgruppe in Baden-Württemberg schon jetzt 9,62 Euro pro Stunde.

Strompreise: mit bis zu 25 Prozent Unterschied

Hannover. (22.07. / vea) Bis zu 25 Prozent unterscheiden sich die Strompreise in Deutschland – abhängig von der Region. Dies zeigt der aktuelle Strompreisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer (VEA). Grund für die Preisunterschiede sind vor allem die regionalen Entgelte für die Netznutzung. Dabei zahlen Stromkunden in Ostdeutschland teilweise deutlich mehr. Insgesamt sind die Strompreise innerhalb des letzten Jahres bundesweit um durchschnittlich 0,5 Prozent gestiegen. «Die Preisunterschiede beim Strom zwischen den einzelnen Energieversorgern ergeben sich vor allem durch die Netznutzungsentgelte», sagt VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke. «Sie machen etwa ein Sechstel des Strompreises aus und werden regional umgelegt». In den jungen Bundesländern liegt der Strompreis im Schnitt um etwa 7,6 Prozent höher als in den alten Bundesländern. Für mittelständische Unternehmen ist dies ein großer Kostenfaktor. Energiekunden können die regionalen Unterschiede auf dem liberalisierten Markt nutzen, wenn sie bereit sind, ihren Stromanbieter zu wechseln. «Vor allem Altkunden, die schon lange bei einem Anbieter sind, haben teils sehr ungünstige Verträge», ergänzt Stuke. «Für das einzelne Unternehmen ist es jedoch sehr aufwendig, den Überblick über den gesamten Markt zu behalten. Hier ist die Beratung durch unabhängige Experten absolut empfehlenswert». Insgesamt sind die Strompreise von Juli 2013 bis Juli 2014 im bundesweiten Schnitt um rund 0,5 Prozent gestiegen. Dies liegt vor allem an der EEG-Umlage und den Netzentgelten, heißt es aus Hannover.

TTIP: von größtem Interesse in Österreich und Deutschland

Berlin. (19.07. / bve) Kürzlich fand in Brüssel die sechste Verhandlungsrunde zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA statt, begleitet von umfassenden Konsultationen mit den Interessengruppen. Die TTIP-Verhandlungen werden in der Öffentlichkeit so stark diskutiert wie kein anderes EU-Handelsabkommen bisher. Eine aktuelle Analyse von Google-Suchanfragen zu TTIP zeigt, dass in Österreich und Deutschland das größte Interesse herrscht. Zum Vergleich: Italien, Frankreich oder die USA erreichen nur ein Zehntel des österreichischen Suchvolumens. Ebenso werden TTIP-kritische Inhalte nur halb so oft gesucht wie aufklärende Inhalte zum Abkommen. Exportorientierte Industrien wie die Ernährungsindustrie sind zur Sicherung von Wachstum und Arbeitsplätzen auf den Handel und einen verbesserten Zugang zu chancenreichen Märkten wie den USA angewiesen. Für die deutschen Lebensmittelhersteller soll TTIP Bürokratie im Handel nachhaltig abbauen und die Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzstandards hoch halten. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) unterstützt aktiv die TTIP-Verhandlungen und begrüßt, dass sich die Verhandler auf europäischer und US-amerikanischer Seite deshalb entschlossen haben, noch umfassender als bisher über die Verhandlungen zu informieren und damit die Öffentlichkeit, Wirtschaft und Parlamente stärker am Verhandlungsprozess zu beteiligen. Übrigens wird weltweit 17-mal so oft nach «German Food» bei Google gesucht wie nach TTIP. Spitzenreiter bei den Suchanfragen zu deutschen Lebensmitteln sind die USA.


MARKETING + VERKAUF


Preisausschreiben: «Teiglinge aus China gesucht!»

Düsseldorf. (24.07. / vdg / eb) «Wunder» gibt es immer wieder und so brauchte es wohl nur den nötigen zeitlichen Abstand, bis die Mär von den «280 Millionen fertigen Teiglingen aus Fernost» wieder auftauchte. Die kommen angeblich per Anno über die Meere geschippert, um dann über hiesige «Großbäckereien, Supermärkte und Tankstellen» verkauft zu werden. Dem 2006 erdachten und 2012 erweiterten Unsinn neue Öffentlichkeit verschafft habe unlängst ein Magazin namens «Welt der Wunder», schreibt der Verband Deutscher Großbäckereien (VDG). Ein Blick auf die Kennzahlen des Magazins zeigt, dass das Heft eine Auflage von etwa 240.000 Exemplaren hat. Es wundert also nicht, dass der Verband sich ärgert, denn: Das Magazin hat zudem eine Reichweite von 1,6 Millionen Lesern. Zwar werden die nicht alle die Falschmeldung gelesen und gleich ihre Einkaufsstätte für Brot und Brötchen gewechselt haben, doch eine gewisse Unsicherheit bleibt. Oder wie der Verband schreibt: «Bei Großbäckereien häufen sich die Anfragen besorgter Verbraucher». Dabei hatte VDG-Hauptgeschäftsführer Armin Juncker schon im Oktober 2012 empfohlen, dass im Zweifelsfall ein Blick in die Datenreihen des Statistischen Bundesamts helfen könne. Ob der gleichlautende Hinweis die Menschen in diesem Jahr dazu bringt, selbständig Einblick zu nehmen? Welcher Welt-der-Wunder-Leser würde sich auch freiwillig auf die Homepage der Großbäcker verirren, um überhaupt auf die Idee zu kommen? Manchmal muss man die Menschen mit ihren eigenen Waffen schlagen, um nachhaltig erfolgreich zu sein. In diesem Fall böte es sich an, ganz in der Manier des gescholtenen Magazins dortselbst ein Preisausschreiben zu organisieren – frei nach dem Motto: «Teiglinge aus China gesucht!» Den Gewinnern könnte zum Beispiel ein Arbeitseinsatz in einer chinesischen Großbäckerei winken.
Info: Das Risiko, dieses Versprechen einlösen zu müssen, ist denkbar gering. 2011 wurden aus China nur 240 Tonnen Erzeugnisse der Produktgruppe 19.05. (Mischungen und Teig zum Herstellen von Backwaren) importiert. Diese Menge reicht rein rechnerisch für knapp drei Millionen Brötchen – das schafft eine einzige deutsche Großbäckerei in wenigen Tagen, heißt es aus Düsseldorf. 2012 waren es 170 Tonnen, 2013 um die 194 Tonnen. Der bundesweite Verzehr von Brot und Gebäck liegt bei sechs Millionen Tonnen per Anno.

Trend: Deutschlands Innenstädte boomen

Köln. (21.07. / ehi) Ob gemütlich bummeln oder gezielt einkaufen – die Kunden zieht es in die City. Selbst Lebensmitteldiscounter und Möbelmärkte entdecken die Innenstadt. So eröffnete Aldi jüngst eine Filiale an der luxuriösen Königsallee in Düsseldorf und Ikea im Zentrum von Hamburg-Altona. Rund 80 Prozent des Einzelhandels finden heute in den Innenstädten statt, die grüne Wiese hat deutlich an Anziehungskraft verloren, schreibt das EHI Retail Institute aus Köln. Das zeigt sich demnach auch in der Entwicklung der Shopping-Center. «Der Handel folgt den Menschen und diese haben die Innenstadt neu entdeckt. Diese Re-Urbanisierung treibt die Entwicklung neuer Ladenkonzepte voran. Das fängt bei der Immobilie und beim Storedesign an und reicht bis zu neuen Produkt- und Dienstleistungsangeboten», sagt Marco Atzberger, Experte für Handelsimmobilien und Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI. 76 Prozent aller in den letzten drei Jahren in Deutschland eröffneten Center befinden sich in den Innenstädten. In den beginnenden 90er Jahren haben nur 24,5 Prozent der Center-Betreiber den Schritt in die Innenstadt gewagt. In der zweiten Hälfte der Dekade waren es bereits 44,8 Prozent. Die Konzentration des Einzelhandels auf die Innenstädte geht einher mit der Entwicklung der Verkaufsflächen. Nach langen Jahren des Wachstums sind die Verkaufsflächen in 2012 mit rund 122 Millionen Quadratmetern auf dem Vorjahresstand geblieben.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Fracking: Bündnis warnt vor falschen Zugeständnissen

Hamburg. (23.07. / bsw) Die aus Sorge um die Sicherheit und Reinheit der Wasservorkommen für Lebensmittel im «Bündnis zum Schutz von Wasser» zusammengeschlossenen Verbände und Unternehmen erwarten bei den Regierungsplänen zur Regelung von Fracking-Vorhaben den bedingungslosen Schutz von Wasser. Zwar enthalte das vom Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichte Eckpunkte-Papier einige richtige Ansätze, doch müssten weitaus größere Anstrengungen zum nachhaltigen Schutz der Wasservorkommen unternommen werden, bemängelt die Initiative in ihrer jüngsten Erklärung: «Wasser ist und bleibt unser wichtigstes Nahrungsmittel. Es wäre völlig unverständlich, sollten die Brunnen von Lebensmittel- und Getränkeherstellern in dem geplanten Gesetz weniger Schutz genießen als Trinkwasserbrunnen. Fracking in Einzugsgebieten von Mineral- und Heilquellen, von Brunnen für Brauereien und für die Herstellung von Erfrischungsgetränken, für die Trinkwasserversorgung und für die Lebensmittelherstellung muss generell untersagt werden, ohne Wenn und Aber. Hier muss die Bundesregierung entschlossen handeln und für unkonventionelles Fracking generell klare Schranken setzen». In ihrer «Gelsenkirchener Erklärung» hatten namhafte Verbände und Unternehmen bereits Ende 2013 ihre Erwartungen an die Bundesregierung formuliert. Getragen wurde das «Bündnis zum Schutz von Wasser» bisher von der Gelsenwasser AG, der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr, dem Deutschen Brauer-Bund, dem Verband Deutscher Mineralbrunnen und der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke. Das Bündnis repräsentiert damit mehr als 700 Unternehmen in ganz Deutschland. Verstärkt wird das Bündnis nun durch die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), die in bundesweit 52 Regionen die Interessen von rund 206.000 Mitgliedern vertritt (Volltext).

343 Studien bestätigen: Bio-Produkte sind gesünder

Berlin. (19.07. / boelw) Unter den positiven Nachrichten der Woche sticht das Ergebnis einer Meta-Studie hervor, die von der englischen Universität Newcastle gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz erstellt und im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde. Die Auswertung von weltweit 343 Untersuchungen zur Qualität von Bio-Lebensmitteln zeigt deutlich, dass die folgende, immer wieder in Frage gestellte Tatsache sehr wohl zutrifft: Bio-Produkte sind gesünder. Oder, um es präziser auszudrücken: Bio-Produkte enthalten signifikant mehr Inhaltsstoffe, deren positive Wirkung auf die Gesundheit von Mensch und Tier bekannt ist. Dazu zählen Antioxidantien wie Phenole und andere sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe – also Stoffe, welche Pflanzen bilden, die nicht mit Pestiziden behandelt werden und deshalb eine eigene Abwehr gegen negative Umwelteinflüsse aufbauen müssen. Gleichzeitig ist die Belastung von Bio-Lebensmitteln mit schädlichen Stoffen wie Cadmium oder Pestizidrückständen deutlich geringer als bei konventionell erzeugten Vergleichsprodukten. «Es ist hoch erfreulich, wenn wissenschaftlich untermauert wird, was Menschen, die Bio-Produkte kaufen, immer schon voraussetzen: Die Produktionsmethoden des ökologischen Landbaus führen zu gesünderen Lebensmitteln», sagt der Vorsitzende des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, zu den Ergebnissen. «Dennoch liegt mir daran festzuhalten, dass gesündere Produkte nur der Zusatznutzen von dem sind, weshalb wir uns für den ökologischen Landbau engagieren: Denn in erster Linie geht es den Erzeugern, Verarbeitern und Händlern von Bio-Produkten um die positiven Wirkungen der ökologischen Produktion auf Natur und Umwelt sowie um den respektvollen Umgang mit Nutztieren».


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Unser täglich Brot: neue Erkenntnisse zum Weizengenom

Neuherberg / DE. (21.07. / hmgu) Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München (HMGU) haben in Zusammenarbeit mit der International Wheat Genome Initiative neue Einblicke in das komplizierte Wechselspiel der Regulation der Gene und Proteine des Weizens erforscht. Dabei deckten sie Grundlagen der vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten des Weizens auf und entschlüsselten die Wege seiner stammesgeschichtlichen Entwicklung. Die Untersuchungen bilden die Basis für die Regulation eines «polyploiden Genoms». Die Ergebnisse sind nun gesammelt in vier Publikationen der renommierten Fachzeitschrift «Science» erschienen. Weizen (Triticum aestivum L.) ist das am weitesten verbreitete Getreide. Es stellt 20 Prozent der Kalorien, die von der Menschheit verbraucht werden. Als «polyploide Pflanze» enthält Weizen sechs Kopien seiner genetischen Ausstattung (hexaploid) und übersteigt die Größe des menschlichen Genoms um mehr als das fünffache. Dies macht die Forschung am Genom besonders schwierig. Die nun entdeckten, ganz spezifischen Aktivitäten des Weizens zwischen und innerhalb der Chromosomen, lassen viele verschiedene Anpassungsmöglichkeiten an die Umwelt zu. «Je besser wir die Organisation, Funktion und Evolution des großen, polyploiden Genoms verstehen, umso leichter können wir die für die Züchtung wichtigen Gene identifizieren», schreibt das HMGU. «So wird es möglich, für unterschiedliche Standorte eine möglichst geeignete Pflanze zu züchten» (Volltext).

Info: Wissenschaftler bezeichnen das Vorliegen von sechs Genomkopien als hexaploid. Das menschliche Genom ist dagegen diploid, es liegt nur in zwei Kopien vor und umfasst etwa 20.000 Gene. Brotweizen umfasst etwa 96.000 Gene.


PERSONEN + EHRUNGEN


BIV: Delegierte bestätigen Gesamtvorstand

Hannover. (25.07. / biv) Die Delegierten während des Verbandstags in Nenndorf wählten den Gesamtvorstand des Bäckerinnungsverbands Niedersachsen / Bremen (BIV) in nahezu unveränderter personeller Aufstellung für eine neue Amtsperiode: Landesinnungsmeister (LIM) des Bäckerhandwerks in Niedersachsen und Bremen und Vorsitzender des BIV-Gesamtvorstands bleibt mit einstimmigem Wahlergebnis Bäckerobermeister Karl-Heinz Wohlgemuth aus Rosengarten (Innung Harburg/Lüneburg). Dem Gesamtvorstand gehören, jeweils mit einstimmigen Wahlergebnis, folgende Personen an: als stellvertretender LIM Bäckermeister Dietmar Baalk (Innung Osterholz-Verden), als Schatzmeister der stellvertretende Obermeister der Innung Diepholz/Nienburg, Manfred Meyer, sowie die Bäckerobermeister Gerald Gilbert (Innung Rotenburg), Herbert Meyer (Innung Gifhorn) und Stefan Meyer (Ostfriesland). Für den bisherigen Bremer Obermeister Wilfried Schnaare, der aus Altersgründen nicht wieder zur Wahl stand, wurde Bäckermeister Frank Thräm als Vertreter für das Land Bremen gewählt. Dietmar Baalk als stellvertretender LIM folgt auf Willi Wolke, der zwar die satzungsgemäße Altersgrenze erreicht hat, im Vorstand aber das Thema berufliche Aus- und Fortbildung bis auf Weiteres leiten wird.

Österreich: Kuchen-Peter trauert um Firmengründer

Hagenbrunn / AT. (24.07. / kp) Die Kuchen-Peter Backwaren GmbH aus dem Bezirk Korneuburg trauert um Seniorchef Paul Györgyfalvay, der am 14. Juli im Alter von 73 Jahren unerwartet verstarb. Seit 1964 mit einem kleinen Konditoreibetrieb in Wien ansässig, hatte der gelernte Konditor und Patissier 1977 gemeinsam mit seiner Frau Inge unter dem Namen Kuchen-Peter die Produktion in Hagenbrunn gegründet (Niederösterreich). «Kuchen-Peter» deshalb, weil Györgyfalvays Sohn Peter als Kind gerne Kuchen aß. Das damals nur 35 Beschäftigte zählende Unternehmen machte sich schnell einen Namen und wuchs rasant – vor allem dank des Siedegebäcks für den alpenländischen Lebensmittel- Einzelhandel. Als die ersten Backshops in den Handel kamen, war Kuchen-Peter einer der ersten Lieferanten von Tiefkühlbackwaren. In dem 1990er Jahren übertrug der Unternehmer die Geschäftsführung auf den Sohn Peter Györgyfalvay. Heute gilt Kuchen-Peter mit 310 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 41 Millionen Euro per Anno als größter Biobäcker und Siedegebäck-Produzent Österreichs. Die Beisetzung fand am 23. Juli in Wien statt.

Aldi Süd Gruppe: zum Tod von Karl Albrecht

Mülheim / Ruhr. (23.07. / ots) «Wir betrauern den Tod unseres Unternehmensgründers. Ihm verdanken wir den Aufbau und die Fortentwicklung unserer Unternehmensgruppe», heißt es einleitend zur Mitteilung der Aldi Süd Gruppe zum Tod von Karl Albrecht (20. Februar 1920 bis 16. Juli 2014). Sicher gab es in dieser Woche viel zu lesen zum Kaufmann, der gemeinsam mit seinem Bruder Theo das Einkaufen des täglichen Bedarfs nicht nur in Deutschland revolutionierte. Den Nachruf aus der Feder der Aldi Süd Gruppe finden Interessenten auf dem ots-Server.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Wall Street no longer lovin’ McDonald’s

Hamburg. (bm) The analyst downgrades for McDonald’s stock came fast after a disappointing Q2/2014 financial statement. Wall Street firms used words like «deteriorating», «limited» and «uninspiring» to describe the fast food company and its business prospects – CBS News said in a «MoneyWatch» commentary. According to the news company, U.S. Analysts had stuck by the fast-food giant for a long time, even as global sales started to slide and one promotional stunt after another failed to take hold. Now, many of them are no longer willing to wait it out. McDonald’s shares fell by nearly three percent this week. Other topics of the week:

Title Region Date
PepsiCo: Reports Q2/2014 Results and Raises Guidance (US) Fri 07-25
Cheesecake Factory: announces results for Q2/2014 (US) Fri 07-25
McDonald’s Q2/2014: ongoing weakness in Germany … (US) Thu 07-24
Domino’s Pizza: Announces Q2/2014 Financial Results (US) Thu 07-24
UIBC: becomes new powerful partner of iba (DE) Thu 07-24
Premier Foods: announces results for H1/2014 (UK) Wed 07-23
Campbell: issues warning on 2015 performance (US) Wed 07-23
Buhler Group: Marked rise in order intake (CH) Tue 07-22
Finsbury Food: Pre-Close Trading Statement (UK) Tue 07-22
Orkla ASA: announces broad-based profit improvement (NO) Tue 07-22
Crumbs: Receives Approval of First Day Motions (US) Mon 07-21
343 studies say: organic food is healthier (UK) Mon 07-21
Our daily bread: new insights into the wheat genome (DE) Mon 07-21
AAK: Another record high operating profit (SE) Sat 07-19
AAK: continues to expand in Turkey (SE) Sat 07-19
Cloetta AB: Interim report Q2/2014 (SE) Sat 07-19


REZEPTE + IDEEN


Flammkuchen: alemannisches Leibgericht auf Roggenbasis

Image Bonn. (25.07. / GMF) Die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) hat eine Flammkuchen-Variante in ihrem Rezept-Archiv, die Sie interessieren könnte: «Flammkuchen mit Lauchzwiebeln und geräuchertem Schinken» heißt es aus Bonn. Grundlage für das alemannische Leibgericht ist ein dünn ausgerollter Boden aus Roggenteig, der den historischen Wurzeln des «Flammekueches» oder der «Flammwaie» sehr nahe kommt. Die Anleitung bezieht sich auf zwei Kuchen (vier Portionen).

Zutaten: Für den Teig benötigen Sie 300g Roggenmehl Type 1150 (oder 997); 200-250ml lauwarmes Wasser; 10g frische Hefe; 1 El Zucker; 1 El Öl; 1/2 Tl Salz. Für den Belag benötigen Sie 250g Speisequark (20%); 100g saure Sahne; 1 Ei; 1 Bund Lauchzwiebeln; 6 Stiele Oregano; Salz und Pfeffer; 150g geräucherter Schinken in dünnen Scheiben. Sonstiges: Mehl für die Arbeitsfläche, Backpapier.

Zubereitung: Roggenmehl, Wasser, Hefe, Zucker, Öl, Salz zu einem glatten Teig verarbeiten und etwa 40 Minuten angehen lassen. Quark, saure Sahne und Ei verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Lauchzwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Oregano fein hacken, dabei vorher etwas zum Garnieren beiseite stellen.

Teig noch einmal durchkneten und halbieren. Beide Teile auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen (Durchmesser etwa 30 Zentimeter). Den ersten Flammkuchen auf ein Blech mit Backpapier setzen. Den Rand mit den Fingern etwas eindrücken. Die Hälfte der Quarkmasse darauf streichen. Mit Lauchzwiebeln und Oregano bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 225° Celsius zehn bis 15 Minuten backen. In den letzten drei Minuten der Backzeit den zweiten Flammkuchen ebenso bestreichen und belegen. Den fertigen Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, mit der Hälfte vom Schinken belegen, garnieren und sofort servieren. In der Zwischenzeit den zweiten Flammkuchen ebenso backen und belegen.