WB-30-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 30. KW 2012 (21.07. bis 27.07.)
Download: https://www.webbaecker.de/12archivphp/wb3012.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Oberbayern: erster Spatenstich bei Daumosers
02. Dunkin’ Donuts: gewinnt Lizenznehmer für Rhein-Main-Gebiet
03. Autogrill: bringt «Nordic Bakery» nach Deutschland

TERMINE + EVENTS:
04. wir-baecker.de: lädt zum 2. Workshop
05. DLG-Akademie: Fortbildung für die Lebensmittelwirtschaft

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. IfM: Unternehmensnachfolgen in Deutschland – Aktuelle Trends
07. BGN: muss Lohnersatzleistungen dem Finanzamt melden
08. Berufsgenossenschaft: Ferienzeit – Praktikumszeit
09. Fibu: mehr als 50 Schnittstellen sind verfügbar
10. Sachspenden an die Tafeln: verschenkt oder versteuert?

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
11. Mühlen: Preise für Brotgetreide extrem hoch
12. Kulturgut: das Roggenbier aus dem Fläming
13. Ernteschätzung: Erträge eher unterdurchschnittlich
14. HWWI-Preisindex: Getreide entwickelt sich gegen den Trend

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. IsernHäger: meldet neuen Leiter VorteigCentrum
16. Ostwestfalen-Lippe: 100 Jahre Bäckerei Henke

BOOKMARKS + BOOKS:
17. Global Industry: Panera Bread’s Q2/2012 Profit Rises

REZEPTE + IDEEN:
18. Sommerzeit: Tomatenquiche frisch auf den Tisch


MARKT + UNTERNEHMEN


Oberbayern: erster Spatenstich bei Daumosers

Rechtmehring. (27.07. / div) Es soll wieder gebaut werden in der Verwaltungsgemeinschaft Maitenbeth im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn – gab es an dieser Stelle im WebBaecker 10/2012 zu lesen. Gemeint war – und ist – das Vorhaben der Brot- und Feinbäckerei Daumoser, eine moderne Bäckerei mit Verkaufsladen im Gewerbegebiet Rechtmehring zu errichten. Die nötigen Genehmigungen sind erteilt und der Spatenstich in dieser Woche lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass das Projekt zügig voranschreitet. Damit verschwinde in absehbarer Zeit zwar die alte Bäckerei in der Ortsmitte gegenüber der Kirche, seufzt die Lokalpresse. Doch am neuen Standort stünden dem Familienbetrieb um Werner Daumoser dann 1.400 Quadratmeter zur Verfügung – etwa das Dreifache von dem, was bislang reichen musste. Besonderheit am neuen Standort: Es gibt keine Heizung – sämtliche Abwärme wird für das gut gedämmte Gebäude genutzt. Die konsequente Umsetzung aktueller Erkenntnisse in Sachen Hygiene soll zudem Bedingungen vorgreifen, die seitens der Landesbehörden früher oder später durch Verordnungen gefordert würden und am alten Stammsitz so nicht umsetzbar wären. Derzeit zählen Daumosers insgesamt 45 Mitarbeitende (Produktion, Hauptgeschäft, zwei Filialen). Am neuen Standort hat das Unternehmen die Option, bei Bedarf erweitern zu können. Ob das alte Hauptgeschäft hingegen zur dritten Filiale wird, ist indes noch offen.

Dunkin’ Donuts: gewinnt Lizenznehmer für Rhein-Main-Gebiet

Canton / US. (24.07. / dbg) Die Dunkin’ Brands Group Inc., Mutterkonzern des Franchisesystems Dunkin’ Donuts, kommt in Deutschland – wenn auch schleppend – so doch voran. Weltweit zählte die Kette zum Jahreswechsel 2011/2012 exakt 10’083 Doughnut-Shops, davon 7’015 Einheiten in den Vereinigten Staaten und 3’068 internationale Shops in 32 außerhalb der USA. In Deutschland sind es derzeit 31 Einheiten, erfahren wir unter dunkindonuts.de – und es sollen bald mehr werden: Gemeinsam mit den Unternehmern Sadi Sanlav und Mo Rahimi will Dunkin’ Donuts in den kommenden fünf Jahren mindestens 15 Schnellrestaurants in Frankfurt/Main und der Rhein-Main-Region eröffnen. Das geht aus einer ausführlichen Medienmitteilung hervor, die außer dieser Kernbotschaft kaum etwas Verwertbares enthält. Wenden wir uns also wieder der deutschsprachigen Homepage zu, die aktuell 23 Standorte in Berlin und acht Standorte in Nordrhein-Westfalen ausweist. Hier nennt die Website einerseits die S+C International Deutschland GmbH (für Berlin und Brandenburg) sowie die Will Coffee GmbH (für NRW) als Lizenznehmer. Kommen die Lizenznehmer Sanlav/Rahimi im Rhein-Main-Gebiet wie geplant voran, zählt die Doughnut-Kette in einer Handvoll Jahren also wahrscheinlich um die 50 Einheiten in Deutschland.

Autogrill: bringt «Nordic Bakery» nach Deutschland

Rozzano / IT. (24.07. / div) Die Autogrill SpA ist eines der größten börsennotierten Unternehmen Italiens. Spezialisiert auf den Bereich Gastronomie und Handel mit Schwerpunkt Autobahnen und Flughäfen, hat der Konzern seinen Hauptsitz in der Provinz Mailand, Region Lombardei. Eine Autogrill Deutschland GmbH gibt es zwar auch, doch ist uns Autogrill in Deutschland eher bekannt durch den Erwerb von Teilen der Wienerwald-Kette (1997/1998), die Übernehme von 49,9 Prozent der am Flughafen Frankfurt/Main tätigen Steigenberger Gastronomie (2005) sowie den Kauf bestehender Raststätten von Tank + Rast (2008). Das Gesamtportfolio umfasst etwa 5.500 Geschäfte an 1.200 Orten in 43 Ländern. Autogrill hat dabei eine Palette von über 350 verschiedenen Marken, darunter etwa 50 eigenen und über 200 unter Lizenz – darunter Pizza Hut, Starbucks, Burger King und Häagen-Dazs, weiß Wikipedia. Dem fügten die weltweit verzweigten Systemgastronomen unlängst eine neue Marke hinzu: Wie der Homepage von «Nordic Bakery» zu entnehmen ist, ist deren jüngste Filiale am Flughafen Frankfurt/Main zu finden – Terminal 2, Shopping Plaza. Für «Nordic Bakery», gegründet 2007, ist das erst die vierte Filiale – neben den dreien in London (UK). Die Wahl auf den Flughafen Frankfurt fiel, weil Autogrill für das Bäckerei-Cafe-Konzept die Master-Franchiselizenz für alle deutschen Verkehrsstandorte übernommen hat und dieses bei geeigneten Bedingungen weiter vorantreiben will. Weitere Details zu diesem sicher interessanten Bäckerei-Cafe-Konzept gibt es unter nordicbakery.com.


TERMINE + EVENTS


wir-baecker.de: lädt zum 2. Workshop

Landau / Pfalz. (23.07. / fit) Seminare, die den Bäcker weiterbringen; einen lebhaften Austausch unter Kollegen und ein schönes Wochenende im Westerwald: Dies alles verspricht der 2. Wir-Bäcker-Workshop, der am 13. bis 14. Oktober in der Nähe von Koblenz stattfindet. Von acht praxisorientierten Seminaren kann sich jeder Teilnehmer zwei Themen aussuchen. Sie rangieren von Marketing und Verkauf über Mitarbeiterführung und Unternehmenskennzahlen bis hin zu deklarationsfreundlichen Rezepturen. Daneben bleibt reichlich Zeit für den Erfahrungsaustausch und gemütliches Zusammensein. Der Workshop ist eine gute Gelegenheit für alle Mitglieder des Wir-Bäcker-Forums, sich in der realen Welt zu treffen. Teilnehmen können aber auch alle anderen Bäcker und Konditoren.

DLG-Akademie: Fortbildung für die Lebensmittelwirtschaft

Frankfurt. (21.07. / dlg) Die Akademie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat ihr Schulungs- und Fortbildungsprogramm für den Bereich Lebensmittelwirtschaft weiter ausgebaut. Mit Seminaren zu Themen wie «Allergene» und «IFS Food – die neue Version 6» werden praxisnahe Fortbildungen zu hochaktuellen Branchenthemen angeboten. Die neuen Schulungsinhalte ergänzen das bereits bestehende, umfangreiche Programm zu den Themenbereichen «Lebensmittelsensorik», «Qualitätssicherung, Hygiene, Analytik», «Produktentwicklung» und «Kennzeichnung». Damit baut die DLG-Akademie ihre Position als kompetenter Anbieter von Schulungs- und Fortbildungsangeboten im Bereich Lebensmittelwirtschaft weiter aus. Details siehe dlg-akademie.de.


MANAGEMENT + BETRIEB


Bonn. (27.07. / ifm) Seit 1989 wurde in Deutschland keine große, bundesweite Befragung unter Übergebern und Nachfolgern mehr durchgeführt. Da aufgrund der zunehmenden Berichterstattung über das Thema von einem veränderten Bewusstsein für die Unternehmensnachfolge auszugehen ist, hat der Stiftungslehrstuhl für allgemeine BWL, besonders Unternehmensnachfolge an der Universität Siegen in Kooperation mit dem IfM Bonn im Winter 2008/2009 mittels einer bundesweiten Befragung aktuelle Daten zur Unternehmensnachfolge in Deutschland erhoben. An der Befragung beteiligten sich insgesamt 1.171 Unternehmer. Die Mehrheit der Übergeber plant für den Fall ihres Rückzugs aus dem Unternehmen eine Übertragung des Unternehmens. Das Gros der Übergeber mit Übergabeplänen strebt eine familieninterne Nachfolge an, wobei das Unternehmen am häufigsten an einen Sohn übergehen soll. Die Befunde der Übernehmerbefragung fügen sich in dieses Bild ein: Die meisten Übernehmer sind als familieninterne Nachfolger ins Unternehmen eingetreten – heißt es in der Publikation «Unternehmensnachfolgen in Deutschland – Aktuelle Trends» (Format PDF; 43 Seiten; 166 KB), erschienen im Rahmen der IfM-Materialien 2012 (Autorinnen: Petra Moog; Rosemarie Kay; Nadine Schlömer-Laufen; Susanne Schlepphorst).

BGN: muss Lohnersatzleistungen dem Finanzamt melden

Mannheim. (26.07. / bgn) Nach dem Willen des Gesetzgebers meldet die BGN alle in 2011 und künftig an Versicherte ausgezahlten Lohnersatzleistungen – wie Verletzten- oder Übergangsgeld – an die jeweilige Finanzbehörde. Übermittelt werden die Steuer- Identifikationsnummer des Leistungsberechtigten sowie Höhe und Zeitraum der gewährten Leistung. Deshalb wird die BGN künftig von den Empfängern solcher Zahlungen die Steuer-Identifikationsnummer erfragen. Zahlt eine Krankenkasse im Auftrag der BGN die Lohnersatzleistungen aus, dann meldet sie dies auch an die Finanzbehörden. Wichtiger Hinweis: Der Steuerpflichtige muss die Lohnersatzleistungen weiterhin in der Steuererklärung aufführen.

Berufsgenossenschaft: Ferienzeit – Praktikumszeit

Mannheim. (25.07. / bgn) In der Sommerzeit stellen viele Betriebe Praktikanten ein, die zum Beispiel während ihrer Schulferien Erkenntnisse und praktische Erfahrungen für eine spätere Berufsausbildung erwerben möchten. Während des Praktikums in einem Mitgliedsbetrieb der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) sind die Praktikanten bei der BGN unfallversichert. Denn sie werden in den Betrieb eingegliedert und unterliegen – was Arbeitszeit, Einsatzort und Art der Tätigkeit betrifft – den Weisungen des Arbeitgebers. Mehr Infos zum Versicherungsschutz beim Betriebs-Praktikum gibt es auf der BGN-Homepage.

Fibu: mehr als 50 Schnittstellen sind verfügbar

Kronau. (23.07. / goe) Für viele Bereiche in Marvin gibt es Übergabe-Schnittstellen zu Fremdsystemen, wie zum Beispiel für Finanzbuchhaltungs-Software. Hierbei können wichtige Daten aus der Fakturierung (etwa Ausgangsrechnungen), aus den Kassen (zum Beispiel Einnahmen und Ausgaben) oder aus der Warenwirtschaft (Eingangsrechnungen …) übergeben werden. Dieser direkte Datentransfer erspart Anwendern das manuelle Buchen der bereits erfassten und korrekten Daten und senkt somit die Buchhaltungsaufwendungen und die Fehleingaben deutlich. Da es jedoch eine sehr hohe Zahl verschiedener Finanzbuchhaltungen gibt, kann es durchaus sein, dass Marvin noch nicht mit einer Schnittstelle zu Ihrer speziellen Finanzbuchhaltung ausgestattet ist. Dies holen die Fachleute von Goecom aber auf Wunsch gerne nach. Aktuell sind mehr als 50 Schnittstellen verfügbar. Hierzu gehören unter anderem Datev, IBM, Varial, SBS, GDI, Lexware, Diamant und viele mehr. Die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner informieren Sie gerne, ob es auch zu Ihrer Finanzbuchhaltung bereits eine Schnittstelle gibt.

Sachspenden an die Tafeln: verschenkt oder versteuert?

Berlin. (21.07. / zdh) ZDH-Präsident Otto Kentzler und ZV-Präsident Peter Becker begrüßen die Entscheidung des Bundesfinanzministeriums (BMF) zur Umsatzsteuer-Befreiung von Lebensmittelspenden an die «Tafeln» in Deutschland: «Die jetzige Entscheidung des BMF ist eine pragmatische Lösung: Der Wert von gespendeten Backwaren wird auf null Euro gesetzt, wenn deren Haltbarkeit abläuft. Weder nachvollziehbar noch akzeptabel war die Praxis einiger Finanzämter, dass sie gegenüber Bäckereien erhebliche steuerliche Nachforderungen geltend gemacht hatten, wenn Sachspenden an Tafeln gegeben wurden. Der Wert solcher Spenden ist in der Tat Null. Insofern darf in der Praxis keine Umsatzsteuer anfallen, auch wenn Lebensmittelspenden grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig sind. Wir freuen uns, dass das Ministerium unseren Vorschlag aufgegriffen hat. Und wir erwarten, dass sich die Länder dem umgehend anschließen, damit eine um sich greifende Verunsicherung rasch beendet werden kann».
Hintergrund: In den vergangenen Wochen hatten einige Bäckereien die Abgabe von Lebensmitteln an die Tafeln vorübergehend eingestellt, da sie laut Gesetzeslage gegebenenfalls Umsatzsteuer auf die Spende der für sie unverkäuflichen Ware hätten zahlen müssen. «Dafür besteht unserer Ansicht nach kein Grund», sagte auch Gerd Häuser, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Tafel. Die Finanzämter gingen überwiegend davon aus, dass an die Tafeln abgegebene Waren für den Unternehmer aus wirtschaftlicher Sicht wertlos sind – und somit auch keine Steuern anfallen.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Mühlen: Preise für Brotgetreide extrem hoch

Bonn. (27.07. / vdm) Mahlweizen wird in Hamburg aktuell mit 270 bis 286 Euro je Tonne gehandelt, Brotroggen mit 245 Euro. Auch an den anderen deutschen Produktenbörsen befinden sich die Brotgetreidepreise auf Rekordniveau. So hoch haben die Notierungen vor einer Getreideernte noch nicht begonnen. «Im Vergleich zum Dezember 2011 hat sich der Brotweizeneinkauf für die Mühlen um rund 70 Euro verteuert», heißt es vom Verband Deutscher Mühlen (VDM) in Bonn. Auch die Roggenpreise befinden sich im Schlepptau des Weizens auf Spitzenniveau. Vor zwei Jahren hat Brotroggen noch gut 100 Euro weniger gekostet. Grund für diese Preisentwicklung ist, dass weltweit die Ernten nicht mehr die ständig steigende Nachfrage nach Getreide und Erzeugnissen daraus decken. In weiten Teilen der USA herrscht aktuell eine der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten. In wichtigen europäischen Anbauregionen haben extreme Fröste zu Auswinterungsschäden geführt, und die ausgeprägte Trockenheit im Frühjahr hat den Weizenbeständen zugesetzt. Diese Marktentwicklung wird durch die hohen Notierungen an der europäischen Warenterminbörse Matif in Paris unterstrichen. In Deutschland hat der niederschlagreiche Sommer die Abreife des Getreides verzögert. Es bleibe zu hoffen, dass das Wetter ein zügiges Einbringen des Getreides ermöglicht und sich die Beeinträchtigungen auf Qualität und Quantität in Grenzen halten, heißt es aus Bonn. Höheren Aufwand, zum Beispiel durch die Getreidetrocknung, hält der VDM dabei vielfach für unvermeidlich.

Kulturgut: das Roggenbier aus dem Fläming

Nuthetal. (25.07. / igv) Roggen spielt in der Region Fläming als wichtiges Kulturgut eine besondere Rolle. Schließlich geht die Roggenzüchtung für die sandigen Böden in der Region schon auf den Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurück. Roggen hat heute als Getreide mit vielfältigen Potenzialen vor allem im Backwarenbereich Bedeutung. Im Rahmen eines Projekts der LAG Fläming wird dem Roggen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Unternehmen der Region verbinden sich, um die Möglichkeiten, die der Roggen für leckere Gerichte, vielfältige Backwaren und weitere innovative Produkte bietet, zu nutzen. Mit dabei ist das Burgbräuhaus Belzig. Norbert Eggenstein war sofort dafür, den Roggen auch als Basis für ein aromatisches Bier zu nutzen. So einfach ist die Herstellung eines Roggenbieres jedoch nicht. In ersten Versuchen, die von der LAG Fläming unterstützt wurden, traten die Schwierigkeiten zu Tage. Die Pentosane im Roggen behindern den Läuterprozess. Hierzu mussten daher weitere Versuche und Untersuchungen angestellt werden, um dieses Problem mit verschiedenen neuen technologischen Schritten zu minimieren. Mit Hilfe eines vom Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg ausgestellten Innovationsgutscheins konnte das Burgbräuhaus Belzig in Zusammenarbeit mit dem Institut für Lebensmittel und Umweltforschung (ILU) diese Aufgabenstellung lösen. Nun ist es so weit: Am 30. Juli soll im Burgbräuhaus das erste Roggenbier gebraut werden. Der Roggensud wird dann angesetzt. Der Anstich des Belziger Roggen-Pils ist für den 24. August im Burgbräuhaus vorgesehen, pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum des Hauses.

Ernteschätzung: Erträge eher unterdurchschnittlich

Berlin. (23.07. / drv) Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) passt seine Schätzung zur Getreideernte 2012 gegenüber dem Vormonat nur leicht nach oben an. Die für den Vegetationsverlauf relativ günstige Witterung in den letzten Wochen mit ergiebigen Niederschlägen hat die Kornfüllung und Ertragsbildung besonders bei Weizen begünstigt. Die vom DRV erwartete Erntemenge von 42,8 Millionen Tonnen Getreide wird das enttäuschende Ergebnis 2011 (41,8 Millionen Tonnen) allerdings nur um rund drei Prozent übertreffen und damit deutlich unter dem fünfjährigen Mittel von gut 45 Millionen Tonnen liegen. Gründe für dieses schlechte Ergebnis sind unter anderem die teilweise massiven Auswinterungsschäden durch den extremen Frost im Februar und die sich anschließende Trockenperiode. In den Frühdruschgebieten im Südwesten Deutschlands sind bereits die ersten Weizenflächen abgeerntet worden. Die Erträge und Qualitäten sind teilweise sehr heterogen, bestätigen aber insgesamt die Einschätzung des DRV. Allerdings werden die Erntearbeiten immer wieder durch zum Teil erhebliche Niederschläge unterbrochen. Genossenschaften und Landwirte hoffen auf stabiles Wetter, damit die Erntearbeiten zügig fortgesetzt werden können. Dabei stehen die genossenschaftlichen Unternehmen den Landwirten mit schlagkräftigen Erfassungsanlagen zur Seite. Die gegenwärtige Preisentwicklung an den Märkten ist erhablich von den Wettermeldungen und teils gravierenden Ausschlägen geprägt. Ihre weitere Entwicklung kann kaum abgeschätzt werden und birgt derzeit kaum kalkulierbare Risiken.

HWWI-Preisindex: Getreide entwickelt sich gegen den Trend

Hamburg. (23.07. / hwwi) Der HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Juni im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um elf Prozent, während er in Euro um neun Prozent nachgab. Damit liegt der Index um gut 16,8 Prozent (in Euro: minus 3,3 Prozent) unter dem Niveau von vor einem Jahr, berichtet das Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Die Beschleunigung im Preisrückgang, die wesentlich durch die verschlechterten Aussichten für die Weltkonjunktur bestimmt wurde, betraf nahezu alle Rohstoffe. Gegen den Trend der fallenden Rohstoffpreise im Juni entwickelten sich allerdings die Getreide- und Sojabohnenpreise. Während sich Mais um 0,8 Prozent (in Euro: 3,1 Prozent) verteuerte, stieg der Weizenpreis um 2,9 Prozent (in Euro: 5,1 Prozent) und der Sojabohnenpreis um 0,6 Prozent (in Euro: 2,8 Prozent). Die Preissteigerungen setzten in der zweiten Monatshälfte ein, als in den USA die Ernteaussichten aufgrund einer Trockenheit nach unten korrigiert wurden. Die USA als der wichtigste weltweite Maisexporteur weisen zurzeit so niedrige Maislagerbestände auf, wie seit Jahren nicht mehr. In Russland beeinflusste dagegen trockenes Wetter negativ den Weizenanbau, was zu steigenden Weizenpreisen führte. Infolge dessen erhöhte sich seit Mitte Juni bis zum Monatsende der Teilindex Getreide um 13,4 Prozent (in Euro: 13,5 Prozent).


PERSONEN + EHRUNGEN


IsernHäger: meldet neuen Leiter VorteigCentrum

Image Isernhagen. (26.07. / is) Das VorteigCentrum von IsernHäger hat seit März einen neuen Leiter: Frank Brunngräber ist dort verantwortlich für die Durchführung von Versuchsreihen, die Rezeptentwicklung und -anpassung sowie für Seminare und Workshops. Zudem fällt in seinen Aufgabenbereich die technologische Unterstützung und Beratung von backenden Betrieben. Bevor Brunngräber zu den Vorteig-Spezialisten nach Isernhagen kam, war er Produktionsleiter eines mittelständischen, handwerklich orientierten Backbetriebs nahe Bremen. Der neue Leiter des IsernHäger VorteigCentrums ist ein ausgewiesener Fachmann: Nach seiner Ausbildung zum Bäcker und der weiteren Qualifizierung zum Handwerksmeister absolvierte Brunngräber – neben diversen praxisnahen Weiterbildungen – die Lehrgänge zum Betriebswirt des Handwerks und zum Ernährungsberater im Bäckerhandwerk.

Ostwestfalen-Lippe: 100 Jahre Bäckerei Henke

Warburg. (26.07. / div) Die Bäckerei Henke im Kreis Höxter feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Was 1912 als Kleinstbetrieb begann, ist heute ein modernes und innovatives Bäckerei-Unternehmen mit über 40 Mitarbeitenden, gut 100 Produkten im Sortiment sowie acht Verkaufsstellen. Heinrich Henke begründete die Tradition, als er 1914 seinen Meistertitel in Paderborn erwarb – während er längst das Warburger Land belieferte. 1948 bestand Heinrich Henke junior seine Meisterprüfung und übernahm die Betriebsführung. Ab 1949 unterstützte ihn seine Frau Ottilie Henke. 1976 bestand die dritte Generation – Berthold Henke – die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Arnsberg und übernahm die Führung des Unternehmens. Seine Frau Marianne Henke – die heutige Inhaberin – stand ihm dabei stets zur Seite. In 2003 beendete die vierte Generation die Meisterschule erfolgreich: Seither ist Daniel Henke in der Geschäftsführung unter anderem für EDV, Internet und Marketing zuständig. Viele interessante Details zum Familienunternehmen gibt es unter baeckerei-henke.de.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Panera Bread’s Q2/2012 Profit Rises

Hamburg. (bm) Panera Bread Company reported net income of 44 million USD or 1,50 USD per diluted share for the fiscal second quarter ended June 26, 2012. The second quarter fiscal 2012 results compare to net income of 36 million USD or 1,18 USD per diluted share for the fiscal second quarter ended June 28, 2011 and represent a 27 percent year-over-year increase in diluted earnings per share. Other topics of the week:

Title Region Date
Ebro Foods: Net profit up 19% to 67 million EUR in H1/2012 (ES) Fri 07-27
Dunkin´ Brands: Reports Second Quarter 2012 Results (US) Fri 07-27
McDonald´s: Q2/2012 Reflects Economic Headwinds (US) Thu 07-26
PepsiCo: Reports Second Quarter 2012 Results (US) Thu 07-26
Panera Bread: profit up 24 percent in fiscal Q2/2012 (US) Thu 07-26
Annie´s: reports Q1/2013 financial results (US) Thu 07-26
J+J Snack Foods: announces sales and earnings (US) Thu 07-26
Cinnabon: Expands Global Presence with Libya Opening (US) Thu 07-26
Fitch: Affirms Yum! Brand´s IDRs at «BBB/F2» (US) Thu 07-26
Lantmännen: Continuing challenges depress results (SE) Wed 07-25
Campbell: Outlines Progress on Strategies (US) Wed 07-25
Flowers Foods: Completes Acquisition Of Lepage Bakeries (US) Wed 07-25
Goodman Fielder: provides update on trading conditions (AU) Tue 07-24
Fazer Group: continued stable growth in 2011 (FI) Tue 07-24
WCF and Ivory Coast Partner to Improve Cocoa Communities (US) Tue 07-24
Fazer: General Director decided to leave Hlebny Dom (FI) Tue 07-24
Orkla: announces stable performance in Q2/2012 (NO) Mon 07-23
OFI: Idun opens sourdough factory at Hvam (NO) Mon 07-23
PepsiCo: Announces New Member of its Board of Directors (US) Sat 07-21
Kraft Foods: Names EVP, Corporate And Legal Affairs (US) Sat 07-21


REZEPTE + IDEEN


Sommerzeit: Tomatenquiche frisch auf den Tisch

Image Köln. (25.07. / bveo) Tomaten sind in Deutschland die Nummer Eins unter den Gemüsesorten. Durchschnittlich rund zehn Kilogramm verspeist jeder Verbraucher pro Jahr. Von Juli bis Oktober hat hierzulande der Freilandanbau Saison. Einerlei ob Eier-, Fleisch-, Kirsch- oder Strauchtomaten – Fans des Gemüses, das botanisch gesehen eine Beere ist, haben die Wahl zwischen vielen leckeren Sorten. Doch Tomaten sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie zeichnen sich durch ihren Vitamin C- und Mineralstoffgehalt aus – weiß die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), von der nachfolgendes Rezept für eine Tomatenquiche mit zwölf Portionen stammt:

Zutaten: Für den Teig benötigen Sie 250g Mehl; 1 Ei; 50g Magerquark; 120g Butter; Salz; Mehl für die Arbeitsfläche. Für den Belag braucht es 2 große Zucchini; 4 EL schwarze, entsteinte Oliven; 500g Tomaten; 2 Knoblauchzehen; 1 Schalotte; 2 EL Olivenöl; Salz und Pfeffer, aus der Mühle; Butter für die Form; 1/2 Bund Basilikum.

Zubereitung: Die Zutaten für den Teig rasch und glatt verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Die Zucchini waschen, putzen und längs in 0,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Oliven hacken. Die Tomaten brühen, abschrecken, häuten, vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch und die Schalotte abziehen, fein hacken, in einem Topf mit einem Esslöffel heißem Öl glasig schwitzen und die Tomaten, sowie Oliven zugeben. Kurz mitschwitzen, salzen und pfeffern und vom Herd ziehen.

Den Teig auf einer bemehlter Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen und die gebutterte Spring- oder Quicheform damit auskleiden. Dabei einen Rand hochziehen. Den Boden mit den Zucchinischeiben belegen und leicht pfeffern. Das Basilikum abbrausen, trocken schütteln und die Blättchen in schmale Streifen schneiden. Die Hälfte unter die Tomatenmasse mischen und diese noch einmal abschmecken. Dann auf den Zucchinischeiben verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 200° Celsius etwa 35 Minuten backen. Die fertig gebackene Quiche aus dem Ofen nehmen, mit dem restlichen Basilikum bestreuen und lauwarm in Stücke geschnitten servieren (Quelle Bild + Text: bveo).