Montag, 30. November 2020

WB-28-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 28. KW 2015 (04.07. bis 10.07.)
Download: https://www.webbaecker.de/15archivphp/wb2815.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Hug AG: Frankenstärke und schwache Inlandsnachfrage machen zu schaffen
02. «Brötchenkrieg»: Gutachter sorgt für Ratlosigkeit
03. Schrammel Backmanufaktur: 204 Gläubiger meldeten Forderungen an
04. KMZ Kassensystem: neuer Standort, neue Chancen

TERMINE + EVENTS:
05. Brotkultur: Unesco Young Experts zu Gast in Koblenz
06. iba 2015: «SnackTrendS» zeigen enormes Potenzial
07. Sigep 2016: «Bread in the City» in Rimini
08. BioFach 2016: Organic 3.0 – Handeln für mehr Bio

MANAGEMENT + BETRIEB:
09. Was tun? Entscheidungsfindung bei unrentablen Standorten
10. KfW: über ein neues Angebot für Energieeffizienz in Unternehmen
11. Umfrage: Deutsche unterschätzen Kosten eines Rechtsstreits
12. Energieeffizienz im Gewerbe: Wo liegen die größten Potenziale?
13. LeShop.ch: meldet starkes Umsatzwachstum trotz Einkaufstourismus
14. Lohnbetrug: Vapiano will rückhaltlos aufklären
15. Steuerbetrug verhindern – aber ohne Generalverdacht

MARKETING + VERKAUF:
16. TTIP: Einige EU-Herkunftsbezeichnungen gelten in den USA als generisch
17. HDE-Online-Monitor: Daten, Fakten und Zahlen zum E-Commerce

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
18. Zu gut für die Tonne! BMEL verleiht Bundespreis
19. Essensretterbrunch: Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung
20. Reis und Reisprodukte enthalten viel anorganisches Arsen

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
21. Getreidefachtagung: diskutierte Folgen der neuen Düngeverordnung
22. Einkorn, Emmer, Dinkel: Exkursion informierte über Chancen für Bäcker

PERSONEN + EHRUNGEN:
23. Mit sofortiger Wirkung: Zentralverband und Hauptgeschäftsführer trennen sich
24. Landbäckerei Ihle: feiert 125-jähriges Bestehen

BOOKMARKS + BOOKS:
25. Global Industry: Almarai Announces Interim Results

REZEPTE + IDEEN:
26. Sandwich mit gegrilltem Gemüse und Walnuss-Aioli


MARKT + UNTERNEHMEN


Hug AG: Frankenstärke und schwache Inlandsnachfrage machen zu schaffen

Luzern / CH. (09.07. / hug) Die eidgenössische Hug Backwaren Gruppe sieht sich durch die Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses von Januar 2015 unter Druck gesetzt. Zum einen würden durch die Frankenstärke die Export-Pläne erschwert und zum anderen seien Import-Druck und Einkaufstourismus grösser geworden. Gleichzeitig konsumierten die Schweizerinnen und Schweizer weniger Biscuits. Wegen des schwachen Konsums und Tourismus’ sei der Gastro-Umsatz in der Schweiz ebenfalls zurückgegangen. Diese Umstände hätten zur Folge, dass der Umsatz der Unternehmensgruppe per Ende Juni insgesamt knapp auf Vorjahr liegt. Trotz der erschwerten Bedingungen will die Hug AG in Personal und Infrastruktur investieren. Zudem sollen mit einer überarbeiteten Strategie die firmeneigenen Marken weiter gestärkt werden. In den kommenden zwei Jahren will die Hug AG in Malters/Luzern und Trimbach/Olten rund 20 Millionen Franken in Anlagen und Gebäudeerweiterungen investieren. In Trimbach sind Anlagen-Umbauten und Rationalisierungen vorgesehen, besonders auch neue Packungssysteme. In Malters werde eine alte Anlage durch eine komplett neue Anlage ersetzt. Die Bremsspuren im Export sowie der rückläufige Konsum in der Schweiz würden 2015 insgesamt zu einer Stagnation führen, heißt es aus Malters. Erfreulich ist das Wachstum der Marke «Dar-Vida» im Inland sowie der Spezialcracker im Ausland. Bedingt durch die Frankenstärke werde man weitere Private Label-Umsätze wohl aufgeben müssen, wie das bereits bei der ersten Franken-Aufwertung 2011 der Fall gewesen sei.

«Brötchenkrieg»: Gutachter sorgt für Ratlosigkeit

Duisburg. (08.07. / usp) Genau genommen, so schreibt «Die Welt», habe Aldi Süd in dieser Woche die Chance vertan, Vorwürfe zu entkräften. Sie ahnen es: Es geht um die Brotbackautomaten des Discounters und die «wettbewerbswidrige Verbrauchertäuschung», die der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) darin sieht. Dafür zitierte der Verband den Discounter im Jahr 2010 vor das Landgericht Duisburg und versucht seither gerichtlich feststellen zu lassen, wann ein Bäcker ein Bäcker ist – oder besser: Wann ein Produkt bäckt oder nur gebräunt wird. Die ausdrücklich kritische Haltung zu diesem Verfahren hat der WebBaecker nie verhehlt. Wie auch immer der Streit endet: Er hat das Zeug, Grundsätzliches zutage zu fördern. Nicht umsonst sollte man stets ein mögliches Ende bedenken, bevor man einen Anfang nimmt. Diesen klugen Satz haben wir uns nicht gerade eben einfallen lassen – sondern nur das zitiert, was uns schon 2010 bewogen hat. In dieser Woche nun fand das Verfahren vor Gericht seine Fortsetzung, und nicht nur Aldi Süd hat in Duisburg eine Chance vertan. Auch der Zentralverband hat eine Chance vertan. Die Chance, das Bäckerhandwerk so modern darzustellen, wie es heute ist. Hätte er allerdings die Fertigungsschritte, ohne die viele Betriebe heute gar nicht mehr auskommen, vor Gericht dargelegt, wäre die Klage wohl in sich zusammengefallen. Doch das brauchte der Verband nicht. Dafür gab es die Ausführungen von Prof. Dr. Jürgen-Michael Brümmer (77), den das Gericht als Gutachter bestellt hatte. Brümmer ist eine Kapazität, der sowohl Handwerk als auch Industrie vertrauen. Rund zwei Stunden soll Brümmer beim Gerichtstermin über das Thema Backen referiert haben. Unbestechlich. Mit dem Resultat, dass er die Beteiligten ohne klare Antwort eher ratlos zurückließ, schreibt «Die Welt». Frage man Aldi Süd oder den Zentralverband, würden sich beide Kontrahenten durch die Aussagen Brümmers in ihren Sichtweisen bestärkt sehen. Wohl auch deshalb wählten die Kollegen die Überschrift «Der bizarre Brötchenstreit bei Aldi Süd» – meint Ihre Ute Speer.

Schrammel Backmanufaktur: 204 Gläubiger meldeten Forderungen an

Wien / AT. (08.07. / akv) Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mitteilt, fand im Konkursverfahren 3S48/15a der Schrammel Backmanufaktur GmbH in dieser Woche die allgemeine Prüfungstagsatzung beim zuständigen Handelsgericht statt. Demnach haben 204 Gläubiger Gesamtforderungen von 3.726.109,65 Euro angemeldet, wovon 1.486.072,52 Euro vorerst anerkannt wurden. Das Konkursverfahren war im Mai eröffnet worden. Grund für die Insolvenz war, dass die Bäckerei ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnte. Die für den Betrieb nötige Energieversorgung wurde schlicht abgeschaltet. Das Unternehmen ist nicht mehr operativ tätig und seit Mai geschlossen. Der Großteil der Dienstverhältnisse ist beendet. Das Unternehmen sieht wahrscheinlich seiner Liquidation entgegen. Gegründet 1951, war die Bäckerei erstmals 2011 in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

KMZ Kassensystem: neuer Standort, neue Chancen

Hechingen. (08.07. / KMZ) In den letzten Wochen hat die KMZ Kassensystem GmbH ihren Neubau bezogen. Ein Firmengebäude nach den Vorstellungen der geschäftsführenden Gesellschafter Sascha Kaierle, Murat Zorlu und Peter Kaierle. Damit müssen sie keine Kompromisse mehr eingehen und können ihren Mitarbeitern die bestmöglichen Arbeitsbedingungen bieten. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren ständig gewachsen und es war an der Zeit für einen größeren Standort mit «Luft nach oben». Als die drei ihr Unternehmen 2003 gründeten, tüftelten sie noch im Keller einer Privatwohnung am perfekten Kassensystem mit Zukunft (KMZ!). Der Keller wurde bald zu eng. 2007 kam der erste Großauftrag von der Wiener Feinbäckerei Heberer – das gleiche Jahr, in dem KMZ großzügige Büroräume beim Bestandskunden Bumüller anmieten konnte. Doch KMZ wuchs so schnell, dass selbst diese Flächen bald nicht mehr reichten. So entschieden sich die Gesellschafter, ein Grundstück zu kaufen und ein Firmengebäude nach ihren Vorstellungen zu bauen. Der Spatenstich erfolgte im Dezember 2014 und der Umzug vor wenigen Wochen im Juni. Heute sind die System-Spezialisten bundesweit tätig und betreuen über 12.000 Kassen – hauptsächlich von Bäckereien. In Hechingen zählt das Unternehmen 20 Mitarbeiter. Dazu kommen Niederlassungen in Darmstadt und Bergisch-Gladbach. Zudem ist die KMZ Kassensystem GmbH aus Hechingen an den Unternehmen KMZ Kassensystem Nord GmbH bei Bremen, KMZ Kassen Buch GmbH in Germering bei München und KMZ Hamburg Kassen Großmarkt GmbH beteiligt. Gemeinsam treten sie als KMZ Gruppe auf, bieten die gleichen Produkte und sorgen für einen bundesweiten Kundendienst und Service. Damit zählt KMZ heute bundesweit mit zu den größten Anbietern von Kassensystemen.

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TERMINE + EVENTS


Brotkultur: Unesco Young Experts zu Gast in Koblenz

Berlin. (10.07. / ZV) Die deutsche Brotkultur ist weltweit einzigartig, ihre Vielfalt und Qualität international geschätzt. Aus diesem Grunde wurde sie Ende letzten Jahres in die bundesweite Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen und damit bereits besonders geehrt. Der 2012 vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) gestellte Antrag erzielte mit über 3.000 von Innungsbäckern eingereichten Brotspezialitäten einen ersten Erfolg, der nun international in die zweite Runde gehen soll. Denn bis die Deutsche Brotkultur zum immateriellen Kulturerbe der Unesco ernannt wird, gilt es noch einige internationale Gremien zu überzeugen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung fand am 22. Juni in Koblenz statt. 32 junge Unesco-Experten des «Young Experts Forum» aus 31 Nationen, unter anderem aus Tunesien, Finnland, Tansania und Afghanistan, waren zu Gast bei der Bäckerinnung Rhein-Mosel-Eifel und der Handwerkskammer Koblenz, um sich vor Ort von der Bedeutung der Brotkultur für Deutschland ein Bild zu machen.

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iba 2015: «SnackTrendS» zeigen enormes Potenzial

München. (08.07. / ghm) Mehr als 200 Quadratmeter für eines der Trendthemen der Branche: Auf der neuen Themenfläche «SnackTrendS» präsentiert die iba 2015 vom 12. bis 17. September auf dem Messegelände in München alles Wissenswerte rund um das Thema Snack. Mit Live-Vorführungen, Workshops, Beratungsgesprächen und Informationen von Ausstellern ist sie Anlaufstelle für alle, die ihr Snack Business vorantreiben wollen. Inhaltlich gestaltet wird die Themenfläche in Halle B3 der Weltleitmesse durch die Snack Akademie, einem Kooperationspartner der iba. Norbert Kijak, Marketingleiter der Snack Akademie, verrät in einem Interview mit der ausführenden Messegesellschaft, was die Fachbesucher bei den «SnackTrendS» erwartet.

Sigep 2016: «Bread in the City» in Rimini

Rimini / IT. (07.07. / itkam) Vom 23. bis 27. Januar 2016 findet zum 37. Mal die Messe Sigep in Rimini statt, die Internationale Fachmesse für Speiseeis, Konditoren- und Bäckerhandwerk und weltweit die einzige, bei der die gesamte Produktionskette von handwerklich hergestelltem Speiseeis und Süßwaren präsentiert wird: von den Ladenkonzepten über Dienstleistungen bis hin zu den Technologien und Zutaten. Im Januar 2015 konnte die Sigep Rekordzahlen schreiben: 187.233 Fachbesucher (plus acht Prozent) kamen nach Rimini gereist, um sich bei den mehr als 1.000 Ausstellern über die weltweit neuesten Trends und innovativen Designs der Handwerkskünste zu informieren. Ganze 20 Prozent des Fachpublikums kam aus dem Ausland, ein Zuwachs von über zehn Prozent im Vergleich zu 2014. Auf der Sigep 2016 werden die folgenden Ausstellungsbereiche vertreten sein: Speiseeis/Gelato; Konditorenhandwerk; Schokolade; Kaffee; Bäckerhandwerk; Pasta und Pizza. In all diesen Bereichen gibt es jedes Jahr Neuigkeiten und Innovationen zu entdecken, die auch außerhalb der Messestände in Wettbewerben und Workshops präsentiert werden. So sind es neben den italienischen Meisterschaften auch internationale Wettbewerbe wie die Weltmeisterschaft der Konditorinnen «The Pastry Queen», der Gelato-Weltcup, «The Star of Chocolate» oder die Weltmeisterschaft «Bread in the City», die die Besucher in die Messehallen locken. Um den Ausstellern interessante verkaufsorientierte Geschäftskontakte zu verschaffen, wird die Messe Rimini eine Match-Making-Plattform einrichten, über die Aussteller und von der Messe eingeladene internationale Facheinkäufer gezielt B2B-Gespräche vereinbaren können. Die Sigep 2016 findet zusammen mit RHEX Ristorazione, die Messe rund ums Catering statt.

BioFach 2016: Organic 3.0 – Handeln für mehr Bio

Nürnberg. (07.07. / nm) Jedes Jahr im Februar versammelt sich die internationale Bio-Bewegung während der BioFach, das nächste Mal vom 10. bis 13. Februar 2016. Zum 25. Jubiläum der Weltleitmesse 2014 rückte Organic 3.0 erstmals in den Fokus. Und es zeigt sich: Der Bio-Branche ist es ein Anliegen, ihren konzeptionellen Rahmen unter diesem Stichwort weiterzuentwickeln. Seitdem arbeiten zahlreiche Think Tanks an Organic 3.0 und veröffentlichen, wie sie sich die Zukunft der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft vorstellen. Auf der BioFach 2016 leitet die Bio-Branche den nächsten Schritt ein: Nach der Beschreibung des Themas fokussiert die Bewegung auf das «Handeln für mehr Bio». Der internationale Schirmherr der BioFach, Ifoam Organics International, sowie ihr nationaler ideeller Träger, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) bringen sich als Partner und Taktgeber ein und rücken gemeinsam mit der Weltleitmesse das zukunftsweisende Thema in den Mittelpunkt des BioFach Kongresses. Branchenziele: mehr Ökolandbau und hochwertige Bio-Produkte weltweit.


MANAGEMENT + BETRIEB


Was tun? Entscheidungsfindung bei unrentablen Standorten

Isernhagen / Hannover. (09.07. / ge) Dem ein oder anderem Bäckereiunternehmer stellt sich häufig die Frage nach der Rentabilität seiner Standorte. Durch Umfeld- und Marktveränderungen oder einem erhöhten Wettbewerbsdruck schrumpfen die Umsätze in einzelnen Filialen, in anderen Filialen steigen die Umsätze aufgrund von Marktbereinigungen. Doch wann sollte eine Filiale geschlossen werden?

KfW: über ein neues Angebot für Energieeffizienz in Unternehmen

Frankfurt. (09.07. / kfw) Seit dem 01. Juli gibt es für Unternehmen aller Größenklassen, die in Energieeffizienz investieren wollen, ein erweitertes und verbessertes Förderangebot bei der KfW. Konkret geht es um Neuerungen bei der Finanzierung von Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen und -prozesse durch besonders zinsgünstige Darlehen aus dem «KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse». Zur Programmeinführung liegen die Zinssätze bei einem Prozent (Preisklasse A) und richten sich nach dem Grundsatz: Je höher die Effizienzsteigerung, desto günstiger die Kreditkonditionen. Unternehmen haben außerdem die Möglichkeit, ab sofort die energetische Sanierung und den energieeffizienten Neubau von gewerblichen Nichtwohngebäuden im «KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren» aus Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms zu finanzieren. Die KfW setzt hiermit zentrale Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) um. Die Zinssätze liegen bei einem Prozent (Preisklasse A) in allen Laufzeitvarianten – zudem erhalten Unternehmen Tilgungszuschüsse von bis zu 17,5 Prozent, wenn sie ihre Gebäude auf das Niveau eines KfW-Effizienzhauses modernisieren oder einzelne Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik umsetzen. Auch beim Neubau von Gebäuden mit niedrigem Energiebedarf setzen KfW und BMWI deutliche Investitionsanreize. Gleichzeitig öffnet die KfW das Förderangebot für alle Unternehmensgrößen. Einzelheiten zu den Programmen sind auf dem KfW-Server zu finden unter den Überschriften «Energieeffizienzprogramm-EBS» sowie «Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen».

Umfrage: Deutsche unterschätzen Kosten eines Rechtsstreits

Königswinter. (09.07. / SHB) Sein Recht durchzusetzen ist teurer als gedacht: Was Anwälte für ihre Arbeit verlangen dürfen und wie hoch Gerichtsgebühren und Sachverständigenkosten sein können – darüber wissen die wenigsten Deutschen Bescheid. Rund 80 Prozent von ihnen schätzen die Kosten viel zu niedrig ein; nur sechs Prozent liegen mit ihrer Einschätzung richtig. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Das Ergebnis überrascht: Obwohl fast 60 Prozent der Befragten angeben, dass sie schon mal rechtliche Hilfe benötigten, herrscht über die Höhe der anfallenden Kosten große Unkenntnis, heißt es zu den Umfragergebnissen und Tipps, auf die Sie die SHB Allgemeine Versicherung aus Königswinter hinweist. Demnach sind nicht nur Recht haben und Recht bekommen im sprichwörtlichen Sinn zwei unterschiedliche paar Schuhe. Die hohen und oft unterschätzten Kosten können auch zum Rechtsverlust führen.

Energieeffizienz im Gewerbe: Wo liegen die größten Potenziale?

Frankfurt. (09.07. / kfw) Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland ist die systematische Erschließung der wirtschaftlichen Energieeffizienzpotenziale erforderlich. Auch in der Industrie und im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sind noch signifikante Energieeinsparmöglichkeiten vorhanden. Große Einsparpotenziale bergen insbesondere die effizientere Nutzung von Prozesswärme, die energetische Sanierung und der energieeffiziente Neubau von Nichtwohngebäuden sowie die energetische Optimierung stromverbrauchender Querschnittstechnologien wie Elektromotoren, Druckluft, Pumpen und Beleuchtung. Aufgrund vielfältiger Hemmnisse werden die Potenziale bislang zu wenig ausgeschöpft – heißt es im jüngsten «Fokus Volkswirtschaft» der KfW Bankengruppe (Format PDF).

LeShop.ch: meldet starkes Umsatzwachstum trotz Einkaufstourismus

Ecublens / CH. (08.07. / mgb / eb) Das erste Halbjahr 2015 schließt LeShop.ch mit einem neuen Rekordumsatz von 89,5 Millionen Schweizer Franken ab. Das ist mit einem Plus von 6,5 Millionen CHF oder 7,8 Prozent das stärkste Wachstum seit fünf Jahren. Es resultiert aus Service-Erweiterungen und einer starken Entwicklung der Multikanal-Strategie mit Heimlieferung und Abholzentren, heißt es aus der Schweiz. Erneut zugenommen hat demnach der Anteil an mobilen Bestellungen: 39 Prozent aller Lieferungen wurden per Smartphone oder Tablet bestellt. Die beiden «Drive» Abholzentren tragen zum deutlichen Wachstum bei. Um die Ergebnisse der Migros-Tochter ausreichend würdigen zu können, muss man wissen, dass der Einkaufstourismus seit der Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses von Januar 2015 für einen neuen Schub gesorgt hat. Besonders Lebensmittel und Drogerieartikel kaufen Schweizerinnen und Schweizer derzeit gerne im grenznahen Ausland ein. Sie sind bereit, weite Wege auf sich zu nehmen oder auf ausländischen Online-Plattformen einzukaufen, um von den günstigen Preisen zu profitieren. Nach einer Studie der Universität St.Gallen (IRM-HSG) verliert der eidgenössische Detailhandel laut einer Hochrechnung knapp neun Milliarden Franken per Anno durch den Einkaufstourismus. Die Untersuchung zeigt, dass Schweizer Konsumenten neben langlebigen Gütern besonders tägliche Verbrauchsgüter gerne im Ausland einkaufen. Um die gegenwärtige Euroschwäche zu nutzen, ist Herrn und Frau Schweizer bald kein Weg mehr zu weit. Bei ihren Ausflügen geben sie im Schnitt 155 CHF für Lebensmittel aus. Hochgerechnet kaufen Herr und Frau Schweizer rund 8,5 Mal pro Jahr Lebensmittel im grenznahen Ausland ein.

Lohnbetrug: Vapiano will rückhaltlos aufklären

Bonn. (06.07. / ots / eb) Bei Vapiano herrschen chaotische Zustände, Vapiano kämpft gegen Kundenbeschwerden, Restaurantkritiker sprechen Vapiano die Qualität ab. Die Nachrichten für das deutsche Unternehmen der Systemgastronomie, das italienische Speisen nach dem Fast-Casual-Prinzip anbietet, waren schon mal besser. Nun das: «Lohnbetrug – Vapiano soll Stundenzettel manipuliert haben». Demnach erheben sechs ehemalige Beschäftigte schwere Vorwürfe gegen den Konzern mit Zentrale in Bonn. Das Vorzeigeunternehmen soll sie systematisch betrogen haben. Mehr noch: Die Ex-Mitarbeitenden sprechen von Manipulation im großen Stil. Teamleiter in Berlin, Hessen und Süddeutschland sollen das Pensum der Beschäftigten künstlich kleingerechnet haben, heißt es in der «Welt am Sonntag». Die Manipulationen sollen für die Einzelnen eher gering geblieben sein. In der Summe hätten aber Beträge erreicht werden können, die die Filialgewinne in einem wesentlich besseren Licht erscheinen ließen, als dies tatsächlich zutreffe. Vapiano reagiert nach eigenen Angaben sehr betroffen auf die in der Zeitung geschilderten Vorfälle, nimmt diese sehr ernst und kündigt eine rückhaltlose Aufklärung durch die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) an. Jochen Halfmann, seit zwei Wochen Vorstandsmitglied und künftiger Vorstandsvorsitzender der Vapiano SE, sagt: «Mich machen die geschilderten Fälle sehr betroffen. So etwas darf nicht passieren. Bei aufgedecktem Fehlverhalten werden wir personelle Konsequenzen ziehen». Vapiano kündigt an, noch in diesem Jahr einen klaren Verhaltenskodex zum Umgang mit Mitarbeitern und Auszubildenden einzuführen sowie einen Ombudsmann, also eine unabhängige Vertrauensstelle, einzurichten. Sollte es Beschwerden geben, können sich Mitarbeiter – auch anonym – an diese Vertrauensstelle wenden. Zudem wird Vapiano ein neues Zeiterfassungssystem einführen, das unter anderem Änderungen an Stempelzeiten noch nachvollziehbarer dokumentieren soll. Gleichzeitig würden die vorhandenen Kontrollsysteme noch einmal verstärkt.

Steuerbetrug verhindern – aber ohne Generalverdacht

Berlin. (04.07. / hde) Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die in der vergangenen Woche gefassten Beschlüsse der Finanzministerkonferenz zur Bekämpfung von Kassenmanipulationen nach einer ersten Einschätzung positiv. «Steuerbetrug muss bekämpft werden. Wenn ein einzelner Unternehmer Geschäfte an der Kasse vorbeitätigt, damit die Allgemeinheit schädigt und sich dadurch illegale Wettbewerbsvorteile erschleicht, muss gezielt gehandelt werden», sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dennoch sei ein Generalverdacht gegen die Branche völlig unbegründet. Richtig sei es, mit neuen Regelungen Kassenmanipulationen zu erschweren. Dabei dürfe aber nicht ein bestimmter technischer Standard vorgeschrieben werden. Es könne nur darum gehen, Anforderungen festzulegen, die die Unternehmen dann mit ihren selbst gewählten Systemen umsetzen müssen. Bereits heute verfügten viele Händler über entsprechende Kassensysteme. «Die für das eigene Unternehmen am besten geeignete Kassenlösung zu finden, muss den Händlern selbst überlassen sein. Wenn Betriebe bereits Systeme im Einsatz haben, die Manipulationen ausschließen, dürfen sie nicht zur Umrüstung gezwungen werden», sagt Genth weiter. Der Beschluss der Minister, dass die Vorgaben für die Sicherungssysteme technologieoffen erfolgen soll, sei insofern eine gute Entscheidung. Positiv sei auch, dass das Bundesfinanzministerium eine Standardisierung auf europäischer Ebene anstrebt. Nur so seien angesichts der Kosten für die Kassensysteme auch über die Grenzen hinweg faire Wettbewerbsbedingungen möglich.


MARKETING + VERKAUF


TTIP: Einige EU-Herkunftsbezeichnungen gelten in den USA als generisch

Bonn. (07.07. / gtai) Auch der Schutz geographischer Herkunftsbezeichnungen im Nahrungsmittelsektor ist ein Thema der Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Die EU hat im Zuge größerer Transparenz im Frühjahr 2015 aktuelle Informations- und Positionspapiere veröffentlicht, in denen sie eine Liste geschützter EU-Herkunftsbezeichnungen und feste Regeln zum Schutz vor Missbrauch fordert. Viele US-Nahrungsmittelhersteller betrachten diesen Wunsch jedoch als eine Form von Handelsprotektionismus – berichtet Germany Trade + Invest in einem ausführlichen Beitrag, in dem es auch um das CETA-Abkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement) mit Kanada geht und der über diverse Weiterleitungen zu noch mehr Details verfügt. Die Abhandlung haben wir für Sie hier geparkt.

HDE-Online-Monitor: Daten, Fakten und Zahlen zum E-Commerce

Berlin. (04.07. / hde) Der Handelsverband Deutschland (HDE) gibt in diesem Jahr zum zweiten Mal auf Basis von Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) seinen Online-Monitor heraus. Demnach verlagern die Kunden einen immer größer werdenden Anteil ihres privaten Budgets in Richtung online. 2014 lag der Umsatz im Online-Handel bei 37,1 Milliarden Euro (ohne Umsatzsteuer). Der Online-Anteil am Umsatz mit Nonfood-Artikeln betrug 19 Prozent, bei Lebensmitteln 0,6 Prozent. Die steigenden Online-Umsätze resultieren dabei vor allem aus höheren durchschnittlichen Ausgaben pro Einkauf (plus acht Prozent). Pro Kauf geben die Konsumenten im Internet mit durchschnittlich 136 Euro bereits mehr als doppelt so viel Geld aus, wie bei einem stationären Einkauf. «Die Wettbewerbsintensität ist höher denn je, der Kampf um Marktanteile äußerst intensiv», sagt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Für das laufende Jahr rechnet der HDE mit einem Umsatzvolumen von 41,7 Milliarden Euro. Darüber hinaus bestimmt zunehmend der Mobile Commerce das Kaufverhalten. Zahlreiche Kunden informieren sich im Geschäft mit ihrem Smartphone über Produkt, Preis und Anbieter. Ein nicht unerheblicher Anteil an Verbrauchern (acht Prozent) schließt diese mobile Recherche im Laden unmittelbar mit einem Kauf über sein mobiles Endgerät ab. Tromp: «Die Smartphonenutzung im Laden zeigt, wie wichtig es für den Handel ist, seinen Kunden vor Ort einen Internetzugang über WLAN anzubieten. Damit dies aber ohne unkalkulierbare rechtliche Risiken erfolgen kann, muss die Politik die Störerhaftung zeitnah abschaffen».


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Zu gut für die Tonne! BMEL verleiht Bundespreis

Berlin. (09.07. / bmel) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verleiht 2016 zum ersten Mal den Zu gut für die Tonne! – Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung. Der Bundespreis würdigt Innovation und Engagement im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Er steht allen offen: Unternehmen, Privatpersonen, NGOs, Kommunen, Verbänden, sozialen Einrichtungen oder Bürgerinitiativen. Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt nach fünf Kategorien: thematische Passgenauigkeit, Kreativität und Innovation, Engagement, Erfolg, Wiederholbarkeit und Vorbildcharakter. Die Gewinner werden Anfang 2016 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung bekannt gegeben. Das Bewerbungsformular findet sich auf der Seite zugutfuerdietonne.de. Einreichungen sind bis zum 31. Oktober 2015 per E-Mail möglich an kontakt@zugutfuerdietonne.de. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer ist prominent besetzt.

Essensretterbrunch: Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung

Berlin. (07.07. / ZV) Schlemmen statt wegwerfen – unter diesem Motto versammelten sich am letzten Wochenende rund 2.500 Menschen am Berliner Hauptbahnhof, um gemeinsam zu speisen und gleichzeitig ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu setzen. Das Besondere: Das außergewöhnliche Brunch-Buffet bestand ausschließlich aus Lebensmitteln, die trotz bester Qualität und Frische sonst in den Abfall gewandert wären. Mit von der Partie waren die Innungsbetriebe Bäckerei Wolfgang Werner, Bäckerei Bernd Lau, die Johann Mayer oHG, die Märkisches Landbrot GmbH sowie die Bäckerei Vollkern, die hochwertige Brote und Gebäcke vom Vortag beisteuerten. Zudem spendete die Bäckerinnung Berlin noch die Brote der Gesellenprüfung aus der vergangenen Woche. Aufgerufen zu der Aktion hatten der WWF in Kooperation mit der Welthungerhilfe im Namen der Initiative «Genießt uns!». «Der Essensretterbrunch macht auf ein wichtiges Problem aufmerksam und zeigt, dass wir Lebensmitteln die Anerkennung entgegenbringen müssen, die sie verdienen. Die Verwertung von wertvollen Nahrungsmitteln ist gerade uns Bäckern ein ganz besonders wichtiges Anliegen. Ich freue mich, dass die Bäckereien sich beim Brunch so vorbildlich für dieses wichtige Thema engagiert haben», sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV).

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Reis und Reisprodukte enthalten viel anorganisches Arsen

Berlin. (06.07. / bfr) Untersuchungen der Überwachungsbehörden der Bundesländer zeigen, dass Reis und Reisprodukte größere Mengen an anorganischem Arsen enthalten. Einige Reisprodukte, wie etwa Reiswaffeln, weisen höhere Gehalte an anorganischem Arsen auf als Reiskörner. «Die Gründe für die höheren Gehalte in bestimmten Reisprodukten im Vergleich zu Reiskörnern müssen aufgeklärt werden», sagt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. «Da anorganische Arsenverbindungen als krebsauslösend für den Menschen klassifiziert sind, sollten Lebensmittel davon nur so wenig wie erreichbar enthalten». Das BfR hat die Aufnahme der besonders toxischen anorganischen Arsenverbindungen über den Verzehr von Reis und Reisprodukten für die Bevölkerung in Deutschland ermittelt. Nach den Berechnungen können diese Lebensmittel je nach den Ernährungsgewohnheiten besonders bei Kindern erheblich zu der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ermittelten Gesamtaufnahme von anorganischem Arsen beitragen. Das BfR empfiehlt, Produkte wie Reiswaffeln, Reisflocken oder Reisbrei nur in Maßen zu konsumieren und mit Produkten, die auf anderen Getreidearten basieren, abzuwechseln. Eltern wird empfohlen, ihre Säuglinge und Kleinkinder nicht nur mit reisbasierten Getränken wie Reismilch oder Beikost wie Reisbrei zu ernähren. Verbraucher/innen, die an Zöliakie erkrankt sind oder auf Gluten mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren, sollten bei der Wahl von glutenfreien Getreiden eine einseitige Ausrichtung auf Reis und Reisprodukte vermeiden. Neben Reis können in diesen Fällen andere glutenfreie Getreidearten wie zum Beispiel Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth oder Quinoa in den Speiseplan aufgenommen werden. Reis sollte dennoch weiterhin Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Getreidefachtagung: diskutierte Folgen der neuen Düngeverordnung

Berlin. (10.07. / vdm) Die Novelle der Düngeverordnung wird sich unmittelbar auf die Produktion von proteinreichen und backstarken A- und E-Weizensorten auswirken. Die neuen Regeln werden nicht nur einschneidende Folgen für die Mühlenwirtschaft, sondern für die gesamte Getreidewertschöpfungskette haben. Das bestätigten die Diskussionen während der Getreidefachtagung in Weihenstephan, zu der Stefan Blum, Vorsitzender des Verbands bayerischer Handelsmühlen, in dieser Woche rund 70 Gäste begrüßte. Die Getreidefachtagung wird vom Verband Deutscher Mühlen (VDM) gemeinsam mit dem Bayerischen Müllerbund und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der TU-München durchgeführt. Eine Zusammenfassung ist hier zu finden.

Einkorn, Emmer, Dinkel: Exkursion informierte über Chancen für Bäcker

Hohenheim. (09.07. / uh) Sie besetzen nur eine Nische, die aber kontinuierlich wächst: Die alten Getreidearten Einkorn, Emmer und Dinkel haben ein hohes Marktpotenzial. Der Trend nach gesundheitsfördernden, regional erzeugten Lebensmitteln eröffnet Landwirten, Mühlen und kleinen Bäckereien alternative Marktsegmente. Doch Anbau und Verarbeitung stellen Bauern und Bäcker auch vor Herausforderungen. Anfang Juli trafen sich Experten und Praktiker zum Fachtag auf den Versuchsflächen der Universität Hohenheim, um sich über Chancen und mögliche Probleme der alten Getreidearten zu informieren. Zu der Veranstaltung hatte die Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim zusammen mit dem Landesinnungsverband für das württembergische Bäckerhandwerk eingeladen. Auf der Homepage der Uni Hohenheim ist ein ausführlicher Bericht nachzulesen. Falls der Link wegen der vielen Sonderzeichen in der Adresse nicht funktioniert, lesen Sie den Bericht bitte hier nach.


PERSONEN + EHRUNGEN


Mit sofortiger Wirkung: Zentralverband und Hauptgeschäftsführer trennen sich

Berlin. (10.07. / ZV) Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) und Hauptgeschäftsführer Amin Werner haben sich einvernehmlich entschieden, das Arbeitsverhältnis am heutigen Tage aufzuheben. Rechtsanwalt Dr. Friedemann Berg, Geschäftsführer und Referent für Arbeitsrecht, Tarifvertragsrecht und Berufsordnung, wird die Vertretung von Amin Werner ab sofort übernehmen. Der Verband hatte erstmals Ende Mai mitgeteilt, dass Werner im Laufe der kommenden zwölf Monate ausscheiden wird, bis eine Nachfolge für den Hauptgeschäftsführer gefunden ist (siehe Ausgabe 22/2015).

Landbäckerei Ihle: feiert 125-jähriges Bestehen

Friedberg. (10.07. / eb) Die Landbäckerei Ihle feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Genau genommen ist es die IVV Ihle GmbH + Co. KG, die auf die lange Tradition zurückblickt. Die Brüder Willi-Peter Ihle und Alexander Ihle leiten das Unternehmen heute in vierter Generation und haben sich zwei Standbeine aufgebaut: Die Manufaktur in Friedberg sorgt dafür, dass die bayernweit etwa 260 Verkaufsstätten und Cafés stets frisch beliefert werden. Wahrscheinlich sind es längst mehr Filialen, doch so genau zählt selbst Ihle öffentlich nicht mehr nach. In Gersthofen hat die Gruppe 2010 die industrielle Produktion aufgenommen, um den Handel in Deutschland und Europa besser bedienen zu können. Gut 80 Millionen Euro sollen in den Bau und die Ausstattung der Tiefkühlbäckerei geflossen sein, die Ende 2014 schon wieder zu eng wurde. Von einem neuen Hochregallager mit rund 10.000 Palettenplätzen war im November die Rede sowie einer Erweiterung der Produktionsfläche. Insgesamt kommt die Ihle Gruppe auf etwa 3.000 Beschäftigte: 150 im Werk Gersthofen, 400 in der Manufaktur Friedberg und um die 2.400 in den Filialen. Das Werk Gersthofen konzentriert sich auf das Großkundengeschäft (vornehmlich mit Aldi Süd) und würde bei einem weiteren Ausbau zusätzliche 100 Arbeitsplätze bieten. Von alldem hatte Georg Ihle sicher nicht zu träumen gewagt, als er 1890 seine kleine Landwirtschaft durch eine ebenso kleine Bäckerei ergänzte. Pünktlich zum 125-jährigen Jubiläum will das Unternehmen kräftig ins Filialnetz investieren. Doch nicht nur der Bau neuer Filialen steht auf dem Programm. Die vorhandenen Filialen und Cafés sollen ein neues Aussehen erhalten. An ausgewählten Standorten werden Ihle-Cafés auch in den Abendstunden öffnen. In Friedberg entsteht zudem ein Flagship-Store. Dort wollen Willi-Peter Ihle und Alexander Ihle auf zwei Etagen inklusive Dachgarten ein völlig neues Konzept realisieren mit Bäckerei, Restaurant und Bar.


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Global Industry: Almarai Announces Interim Results

Hamburg. (bm) Almarai Company announced its interim consolidated financial results for the six months ended on 30 June. For this period, the dairy and bakery group reported a jump in sales and profits. Net profit rose 18.4 percent to 706.8 million SAR as a result of sales growth and lower cost of sales. Other topics of the week:

Title Region Date
ABF: Announces Trading Update (UK) Fri 07-10
PepsiCo: Announces Leadership Appointments (US) Fri 07-10
Barry Callebaut: Announces 9-Month Key Sales Figures Fiscal Year 2014/2015 (CH) Fri 07-10
ConAgra Foods and JANA Partners Announce Appointments (US) Fri 07-10
Cocoaland: First Pacific needs more time for due diligence (CN) Thu 07-09
Wilmar International: core net profit up 23% in Q1/2015 (SG) Thu 07-09
Sun Capital: Completes Sale of Fazoli’s QSR Chain (US) Thu 07-09
First Pacific: announces new CFO (CN) Thu 07-09
Almarai: Announces Interim Results For H1/2015 (SA) Wed 07-08
Profile America: About Sliced Bread (US) Wed 07-08
Premier Foods: unveils new production line at Mr.Kipling bakery (UK) Tue 07-07
Industry backed initiatives for Balanced Diets and Healthy Lifestyles (IT) Tue 07-07
iba 2015 in Munich: about snacks and the city (DE) Mon 07-06
Sugar market: El Niño is already factored in (US) Mon 07-06
The Kraft Heinz Company: merger is completed (US) Sat 07-04
NRA: Restaurants Add 30’000 Jobs After Choppy Performance (US) Sat 07-04


REZEPTE + IDEEN


Sandwich mit gegrilltem Gemüse und Walnuss-Aioli

Image Frankfurt. (10.07. / cwc) Sieht fast aus wie eine vegane Alternative zum beliebten Döner Kebap und ist eine schöne Gelegenheit, Ihr bestes Sauerteigbrot im Snacksegment noch mehr zur Geltung zu bringen: Das «Sandwich mit gegrilltem Gemüse und Walnuss-Aioli» aus der Rezeptdatenbank der California Walnut Commission (CWC). Neben der originalen Kombination «Zucchini – Aubergine – Paprika» sind sicher auch andere Varianten denkbar, wie zum Beispiel «Rote Beete – Orange» oder «Wirsing – Porree – Paprika» für den Herbst oder Winter. Fragen Sie doch einfach mal Ihre Kunden, wonach denen der Sinn steht – kombiniert mit Ihrem Hausbrot.