Samstag, 10. April 2021

WB-26-2011

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 26. KW 2011 (25.06. bis 01.07.)
Download: https://www.webbaecker.de/11archivphp/wb2611.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Ditsch: erweitert Kapazitäten in Oranienbaum
02. «Unser Heimatbäcker»: schließt Betriebsteil auf Rügen
03. Stabile Entwicklung: Mestemacher mit 2010 zufrieden
04. Werhahn: mit Qbake Schritt für Schritt voran in China
05. Edna: baut Automatiklager in Brehna
06. Lidl: kommt mit «mehr Auswahl und Spitzenqualität»
07. Großbritannien: Ditsch und BackWerk machen erste Schritte
08. Kamps GmbH: liebäugelt mit Multinationalisierung
09. Heberer: übernimmt 16 Filialen vom Bäcker Lang

TERMINE + EVENTS:
10. Inter-Messen: präsentieren sich 2012 in neuem Kleid
11. DLG-Lebensmitteltage: über angewandte Sensorik
12. Südback: on Line registrieren – ausdrucken – reingehen
13. Anuga: Online-Ticketverkauf ist angelaufen

MANAGEMENT + BETRIEB:
14. Wie rechnet sich ein modernes Kassensystem?
15. Nehmen Ihre Leistungsträger genügend Urlaub?
16. Sachsen: Gewinner des Umweltpreises stehen fest

MARKETING + VERKAUF:
17. Bäckerketten im Vergleich: Service-Ranking mit Lücken
18. Langsambäcker: heißen jetzt «Die Bäcker. Zeit für Geschmack»

PERSONEN + EHRUNGEN:
19. Führungswechsel: BGN meldet neuen Geschäftsführer
20. Ladenbauer: meldet neues Mitglied in der Geschäftsleitung
21. Mayka: meldet neuen Geschäftsführer

BOOKMARKS + BOOKS:
22. Global Industry: Muhlenchemie opens plant in China

REZEPTE + IDEEN:
23. Sommerzeit, Grillzeit: Pizza Brötchen passen gut dazu


MARKT + UNTERNEHMEN


Ditsch: erweitert Kapazitäten in Oranienbaum

Oranienbaum. (01.07. / mz) Abgesehen vom breiten Netz an Verkaufsfilialen in Deutschland (knapp 200), der Schweiz (25) und in England (zwölf, darunter eine an der berühmten Londoner Victoria Station) wisse die Brezelbäckerei Ditsch selbst bei einem nur sehr kurzen Rundgang mit Zahlen zu beeindrucken, berichtet die «Mitteldeutsche Zeitung» (MZ). Anlass für die Einblicknahme war die Ankündigung, dass die Brezelbäcker Ende 2012 im Kreis Wittenberg eine neue Tiefkühlstrecke in Betrieb nehmen wollen. Die derzeit sieben Produktionslinien, die im Drei-Schicht-System ohne Unterlass laufen und pro Woche rund sechs Millionen Laugengebäcke, Pizzas und Croissants erzeugen, reichen demnach nicht mehr aus. Die achte Anlage, in die das familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Mainz zwischen acht und elf Millionen Euro investieren werde, befinde sich im Stadium der intensiven Vorplanung, verrät Werksleiter Jörg Behrens in Oranienbaum.

«Unser Heimatbäcker»: schließt Betriebsteil auf Rügen

Uecker-Randow. (01.07. / oz / eb) Die Pasewalker «Unser Heimatbäcker GmbH» gibt ihre Produktion in Bergen auf Rügen zum 30. September auf. Die Produktion werde nach Gägelow verlagert und die 60 Mitarbeitenden auf Rügen hätten bereits eine Änderungskündigung erhalten, weiß die «Ostsee-Zeitung». Das heißt, dass die Beschäftigten ihre Arbeit zwar behalten, diese aber künftig in Gägelow ausüben. Das Werk Gägelow verfüge über eine modernere Ausstattung. Grund für die Schließung des Betriebsteils auf Rügen ist der harte Wettbewerb unter den (Groß-) Bäckern in Mecklenburg-Vorpommern und der damit verbundene Konzentrationsprozess. «Unser Heimatbäcker» unter Leitung von Volker Schülke hatte den Betriebsteil im Nordwesten Mecklenburgs – vormals «Schütte Gägelow» – erst Mitte vergangenen Jahres übernommen (siehe WebBaecker 26/2010). Zum Jahreswechsel 2010/2011 machte Schülke noch einmal von sich Reden, als «Unser Heimatbäcker» und die Dahlewitzer Landbäckerei (Dahlback) ihre Fusion bekannt gaben (siehe WebBaecker 01/2011). Damit entstand die größte Bäckerkette im Nordosten Deutschlands mit rund 350 Filialen (Stand Januar 2011). Chef vom Ganzen ist Volker Schülke aus Pasewalk. Neben der Beteiligungsgesellschaft Steadfast Capital aus Frankfurt am Main ist der oberste Heimatbäcker zudem zweiter Hauptgesellschafter bei Dahlback.

Stabile Entwicklung: Mestemacher mit 2010 zufrieden

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Im Bild von links: Helma Detmers, Fritz Detmers, Prof. Dr. Ulrike Detmers und Albert Detmers vor dem aktuellen Motiv der Panem et Artes-Edition 2011 (Foto: Hartmut Keitz).
Gütersloh. (01.07. / mm) Wer weiß, was die Lenker der Mestemacher GmbH in der Rückhand haben, dass sie für 2011 mit einer Umsatzsteigerung von 7,1 Prozent auf 120 Millionen Euro rechnen können. Explodierende Rohstoffpreise, die irgendwie an Handel und Verbraucher weitergegeben werden müssen, werden das allein kaum verursachen. Zum Vergleich: 2010 steigerte Mestemacher seinen Umsatz um 0,5 Prozent auf 112 Millionen Euro – das dritte Jahr in Folge auf ähnlichem Niveau und damit «stabil». Die familiengeführte Gruppe zählt aktuell 534 Mitarbeitende und der Exportanteil liegt bei 22 Prozent (2009: 18 Prozent). Die gesamten Auslandsumsätze betragen heute etwa 28 Prozent vom Gruppenumsatz. Für das Wirtschaftsjahr 2011 planen die Großbäcker Investitionen von 3,4 Millionen Euro in Technik, Energieeffizienz und Rationalisierung. Mit Sorge betrachtet Mestemacher die Entwicklungen bei der Rohstoffversorgung und unterstützt die Forderung namhafter Institutionen nach einem Ende staatlicher finanzieller Anreize für den Anbau von Biokraftstoffen. Andererseits freut sich das Unternehmen über das wachsende Interesse am gesellschaftlichen Engagement aus Gütersloh, das zunehmend Früchte trägt. Gegründet 1871, liegt das Geschick der heutigen Mestemacher GmbH seit 1985 in den Händen von Albert Detmers, Prof. Dr. Ulrike Detmers und Fritz Detmers. Der Gruppenumsatz stieg in dieser Zeit von 3,2 Millionen Euro auf 112 Millionen Euro. 140 Jahre Brotkultur aus Ostwestfalen konnten dieser Tage also «ordentlich» gefeiert werden. Die Festrede beim Festakt in Gütersloh hielt standesgemäß Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann-Stifung.

Werhahn: mit Qbake Schritt für Schritt voran in China

Neuss. (01.07. / div) Die Werhahn Mühlen GmbH + Co. KG, ein Geschäftsbereich der Wilhelm Werhahn KG, berichtete vor einem Jahr von der Tochtergesellschaft Werhahn Bakery Products, mit der sie unter der Marke «Qbake» eine Backshop-Kette in China aufbaut (siehe WebBaecker 26/2010). Wie das oft mit solchen Meldungen ist, wurde sie erst verlautbart, nachdem das Gröbste erledigt war: zwei eröffnete Filialen in Shanghai; die Zentralbäckerei gebaut, komplett eingerichtet und im Einsatz. Und ein Jahr später? Tatsächlich gibt es eine qbake.cn Website im Internet (Chinesisch / Englisch), die uns annehmen lässt, dass es heute mindestens 14 Backshops in der Region Shanghai geben muss. Angaben aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Werhahn Gruppe sind eher allgemein: «Die Qbake-Kette wurde inzwischen durch viele weitere Backshops erweitert und soll auch künftig durch neue Standorte in der chinesischen Metropole weiter entwickelt werden», heißt es. Das Produktangebot sei im Premiumbereich positioniert und decke in seiner Bandbreite sowohl hochwertige Backwaren nach deutscher Backtradition als auch Produkte lokaler, asiatischer Prägung ab. Zweites Standbein der «Werhahn Bakery Products (Shanghai) Co., Ltd.» ist übrigens die Produktion und der Vertrieb von Backmitteln unter der Marke Unipan. Weitere Angaben zum Geschäftsbereich Back-Produkte der Werhahn Gruppe – Industrie- und Bäckermehle, Bakery Ingredients Group und Endverbraucher-Markenprodukte – gibt es hier. Das B2C-Unternehmen Qbake ist dabei der Sparte Bakery Ingredients zugeordnet.

Edna: baut Automatiklager in Brehna

Parkstein. (01.07. / wli) Die Edna International GmbH mit Hauptsitz in Zusmarshausen hat den Systemintegrator Witron Logistik + Informatik mit der Planung und Realisierung eines 7.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums beauftragt. Das neue Tiefkühl-Logistikzentrum am Standort Brehna werde an das bestehende Produktionsgebäude angebunden, heißt es in einer Mitteilung des System-Spezialisten. Edna produziert und vertreibt neben Tiefkühlbackwaren auch Fine- sowie Non-Food-Produkte für alle Branchen aus den Bereichen Hotel, Gastronomie, Catering und Bake-Off. Ab Mai 2012 sollen mit drei COM-Maschinen bei minus 24° Celsius pro Tag bis zu 13.000 Handelseinheiten automatisch, fehlerlos und ohne Personaleinsatz auf Paletten kommissioniert werden. Dies entspreche etwa 200 Auftragspaletten. Den Kommissionierbereichen vorgeschaltet ist ein automatisches dreigassiges Tablarlager mit 35.300 Stellplätzen sowie ein mechanisiertes viergassiges Paletten-Hochregallager mit 9.600 Lagerplätzen. Zusätzlich verlassen die Anlage täglich 800 artikelreine Vollpaletten, die direkt aus der Produktion kommend, vor dem Versand im Hochregallager zwischengepuffert wurden. Zudem mechanisiert der System-Spezialist eigenen Angaben zufolge die Backwaren-Konfektionierung. Diese erfolgt bisher rein manuell. Somit ist es Edna anhand neuer wirtschaftlicher Prozesse bald möglich, Produkte in wesentlich kleineren Mengen an seine Kunden zu vertreiben. Umfangreiche Automatisierungssysteme erleichtern die Arbeit zusätzlich. Aufgrund der zu erwartenden positiven Geschäftsentwicklung bei Edna sind in der Anlage bereits entsprechende Erweiterungsflächen, sowohl bei den COM-Maschinen als auch im Tray- und Hochregallager, vorgesehen. Im Endausbau kann Edna an einem Spitzentag dann bis zu 32.000 kommissionierte Handelseinheiten und 2.000 Vollpaletten mit seiner eigenen Lkw-Flotte versenden.

Lidl: kommt mit «mehr Auswahl und Spitzenqualität»

Hamburg. (30.06. / eb) Was gibt es Neues?! Welche der bekannten Supermarkt- und Discount-Ketten hat noch keine Aufback-Station und verkauft noch keine «Backwaren – mehrmals täglich frisch»? Oder um es mit Aldi Süd zu sagen: «… Wir backen den ganzen Tag für Sie: Frisch aus dem Ofen – direkt in die Tüte». Darüber hatte sich der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) 2010 so geärgert, dass er vor das Landgericht Duisburg zog (siehe WebBaecker 29/2010). Und noch immer auf diesen Gerichtsgang vertraut, während der Markt Fakten schafft. Manpower und Geldmittel, die in der Summe für dieses Verfahren aufzuwenden sind, wären eventuell besser angelegt in Qualitätsoffensiven auf anderer Ebene. Doch wollen wir das nicht zum x-ten Mal durchkauen. Wir haben was Besseres: «Mehr Auswahl und Spitzenqualität. Wir backen mehrmals täglich frisch für Sie». Dieses Versprechen gibt der Discounter Lidl neuerdings seinen Kunden. Und wenn wir es genau nehmen wollten, wäre das der nächste Aufreger, für den der ZV eventuell den juristischen Weg einschlagen müsste. Doch das sollte gut überlegt sein, denn wie hieß es vor einem Jahr an dieser Stelle? «3.300 Backstationen werden wohl kommen …». Dort war auch nachzulesen, dass das Lidl-Sortiment breiter sein soll als das bei Aldi. Zudem lasse die Schwarz-Gruppe Erfahrungen einfließen, die sie auf anderen EU-Märkten längst gemacht hat. Wie das Ganze in Natura aussieht, schildert aktuell der FAZ Supermarktblog unter dem Titel «Lidl bäckt jetzt selbst – Besuchstag im Brötchenknast». Das klingt wenig schmeichelhaft und ist wohl auch so gemeint. Andererseits: Was kümmert das Lidls Kunden?
Info: 2008 sagte ein Firmensprecher gegenüber dem Magazin «Focus», dass Lidl die Zahl seiner Filialen in Deutschland auf 4.000 steigern wolle. Bis wann, sagte er nicht. 2010 zählte die Schwarz-Gruppe nach Angaben von Wikipedia weltweit insgesamt rund 10.000 Filialen – davon etwa 9.000 Lidl-Filialen (3.200 in Deutschland) und rund 1.000 Kaufland-Filialen (580 in Deutschland).

Großbritannien: Ditsch und BackWerk machen erste Schritte

Mainz. (29.06. / div) Von der Brezelbäckerei Ditsch GmbH hörten wir bereits im April, dass sie expandieren will und nach neuen Verkaufsideen sucht, um vor allem hierzulande weiter «kräftig» wachsen zu können (siehe WebBaecker 15/2011). Doch was Geschäftsführer Peter Ditsch vor rund zehn Wochen eher nebulös gegenüber der WirtschaftsWoche skizzierte, scheint derzeit in Großbritannien richtig in Fahrt zu kommen, denn: Sie hätten bereits Ciabatta aus Italien und Pain de Campagne aus Frankreich, schreibt die britische Presse – und jetzt erobere deutsches Laugengebäck die Städte. Genau genommen haben gerade zwei Unternehmen der deutschen Backbranche die Aufmerksamkeit der Briten: Einerseits Ditsch aus Mainz, dem für die Insel ambitionierte Wachstumsziele nachgesagt werden – 50 Standorte in fünf Jahren. Andererseits die BackWerk Service GmbH aus Essen, die unter der Marke «Bake + Take» im Vereinigten Königreich gerade ihre erste Self-Service-Filiale eröffnete. Da ist Ditsch schon einen Schritt weiter mit insgesamt zwölf Standorten; verteilt auf London, Birmingham, den Nordwesten und teilweise auch in Zusammenarbeit mit der Supermarktkette Waitrose. Neben den bekannten Laugengebäcken, Pizzas und anderen Snacks hat Ditsch auf der Insel auch Süßes im Programm. Alle Teiglinge werden aus Deutschland (Mainz und Oranienbaum) importiert.

Kamps GmbH: liebäugelt mit Multinationalisierung

Schwalmtal. (28.06. / wib) Im zweiten Halbjahr 2010 hatte der Eigenkapitalfonds German Equity Partners III (GEP III) gemeinsam mit dem bestehenden Management um Jaap Schalken die Kamps GmbH von der Lieken AG erworben – einer hundertprozentigen Tochter der Barilla Gruppe (siehe WebBaecker 33/2010 und 37/2010). Seither bewerten die Schwalmtaler Großbäcker ihr gesamtes Filialsystem neu (siehe etwa 12/2011) und konzentrieren sich vor allem auf den Ausbau ihres Backstuben-Konzepts in Hochfrequenz-Lagen. So gab es zum Jahresende 2010 bereits 21 Kamps Backstuben neben den bundesweit rund 620 konventionellen Kamps-Filialen. In den nächsten fünf Jahren sollen weitere 100 Kamps Backstuben hinzukommen. Dabei denkt Geschäftsführer Jaap Schalken offenbar nicht nur in bundesdeutschen Grenzen, sondern auch darüber hinaus. Jedenfalls gebe es «sehr konkrete Anfragen von möglichen Joint Venture-Partnern und Franchise-Unternehmen», sagte Schalken Anfang der Woche gegenüber der «Süddeutschen Zeitung». Den Angaben zufolge wollen die Großbäcker bis Ende 2012 «mindestens» in einem Land außerhalb Deutschlands vertreten sein. Wobei die multinationalen Pläne sowohl die «Backstuben» als auch das konventionelle Filialgeschäft betreffen könnten – vermuten wir mal. Wie auch immer: Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Kamps GmbH einen Umsatz von rund 285 Millionen Euro. Das Unternehmen zählte zum Stichtag etwa 700 Beschäftigte und bediente pro Tag ungefähr 300.000 Kunden respektive Gäste.

Heberer: übernimmt 16 Filialen vom Bäcker Lang

Mühlheim / Stuttgart. (25.06. / wfh) Im Rhein-Main Gebiet übernimmt die Wiener Feinbäckerei Heberer zum 01. August 16 Filialen der Stuttgarter Bäckerei und Konditorei Lang – unter anderem in Wiesbaden, Ingelheim, Hanau oder Friedberg. Das Unternehmen baut damit seine Marktführerschaft im Rhein-Main Gebiet auf annähernd 100 Filialen aus. Die Bäckerei Lang wiederum übernimmt eine Filiale der Wiener Feinbäckerei in Ellwangen. Die abgegebenen Filialen hatte Lang Anfang des Jahres in einem größeren Paket von der Kamps Gruppe erworben. Beide Unternehmen begründen den Schritt mit einer Optimierung ihres Filial-Portfolios und den jeweiligen Logistik- und Transportkosten. Den jeweiligen Konzessionären und Mitarbeitern der Filialen liegt ein Übernahmeangebot vor. Alexander Heberer freut sich über den Abschluss mit Lang: «Mit dem Erwerb der 16 Filialen können wir unsere Marktführerschaft im Rhein-Main-Gebiet deutlich steigern und unsere geplante Expansion in diesem Jahr einen ordentlichen Schritt vorantreiben». Christian Dinkelacker von der Lang Gruppe: «Der Verkauf ist für beide Unternehmen ein sehr sinnvoller Schritt zur Optimierung des jeweiligen Filial-Portfolios sowie der Logistik- und Transportkosten».


TERMINE + EVENTS


Inter-Messen: präsentieren sich 2012 in neuem Kleid

Düsseldorf. (28.06. / md) Nach eher schwierigen Branchen- und Messejahren senden die Veranstalter der Inter-Messen für 2012 ein wichtiges Signal an Aussteller und Besucher: InterMopro, InterCool und InterMeat werden sich im kommenden Jahr vom 23. bis 26. September mit einem optimierten, frischen Konzept präsentieren. Hierzu gehört auch die Hallenaufteilung im Düsseldorfer Gelände. Die erstmalige Belegung der Hallen 09 bis 12 wird deutlich sichtbar die drei Angebotsgruppen trennen, so dass die Einzelwahrnehmung jeder der drei Fachmessen besser gewährleistet ist als noch während der Ausgabe 2010. Darüber hinaus entspricht die Messegesellschaft jetzt dem Wunsch der beteiligten Branchen nach einer Separierung des Technikbereichs. Premiere feiern beim nächsten frische-Trio zudem die «Marken Villages». Jede der drei Fachmessen erhält einen Ausstellungsbereich, in dem sich speziell Markenartikler präsentieren können.

DLG-Lebensmitteltage: über angewandte Sensorik

Frankfurt / Main. (28.06. / dlg) Im Rahmen der Lebensmitteltage 2011 veranstaltet die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ein Fachforum zum Thema «Angewandte Sensorik». Referenten aus Wissenschaft und Praxis berichten über die Lebensmittelsensorik als Instrument im Gesundheitstrend. Das Fachforum findet am 21. September in Darmstadt statt. Die Verbesserung der sensorischen Qualität von Lebensmitteln, also der Erhalt von Frische, Aussehen, Farbe, Textur, Geruch und Geschmack, gelten als eine der wesentlichen technologischen Herausforderungen unserer Zeit. Hinzu kommt der Bedarf zur weiteren Reduktion oder/und Modifikation der Anteile von Fett, Salz und Zucker bei Erhalt eines hohen Genusswerts. Ergänzend zur traditionellen Humansensorik eröffnet die elektronische Sinnes-Sensorik weitere Möglichkeiten zur Qualitätsüberwachung (Volltext).

Südback: on Line registrieren – ausdrucken – reingehen

Stuttgart. (27.06. / mstgt) Eintrittskarten für die Südback 2011 können Interessenten einfach und bequem on Line kaufen unter messeticketservice.de: Tickets on Line registrieren – ausdrucken – reingehen. Das spart Zeit und Nerven. Die begehrte Trendmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk findet vom 22. bis 25. Oktober in Stuttgart statt.

Anuga: Online-Ticketverkauf ist angelaufen

Köln. (27.06. / km) Eintrittskarten zur Anuga 2011 können Interessenten ab sofort im Ticket-Shop on Line bestellen. So ist es möglich, im Vorverkauf bis zu 40 Prozent des Eintrittsgelds zu sparen. Zusätzlich gilt das im Vorverkauf erworbene Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, so dass hierfür keine weiteren Kosten entstehen. Die weltweit führende Ernährungsmesse für Handel und Gastronomie/Außer-Haus-Markt findet vom 08. bis 12. Oktober in Köln statt.


MANAGEMENT + BETRIEB


Wie rechnet sich ein modernes Kassensystem?

Hechingen. (01.07. / KMZ) Wie rechnet sich ein modernes Kassensystem? Zunächst muss man wissen, dass sich aus menschlichen Fehlern pro Tag und Kassenmitarbeiter ein Fehlbetrag von fünf Euro ergibt. Manche Unternehmer setzen diesen Durchschnittsbetrag noch höher an. Auf der anderen Seite stehen die Kosten für das Kassensystem, die je nach Typ 3,50 Euro bis 5,00 Euro je Tag und Kassenplatz ausmachen – inklusive Bürosoftware und Dienstleistungen, wie etwa Vorgespräche, Installationen und Einweisungen. Vergleicht man die beiden Werte, wird schnell klar, dass sich ein neues System schnell bezahlt macht. «Hinzu kommen Erträge für den Bäckereiunternehmer aus der effizienten Nutzung von betriebswirtschaftlich relevanten Daten, die ihm sein neues System zur Verfügung stellt», sagt Peter Kaierle, Geschäftsführer Vertrieb der KMZ Kassensystem GmbH in Hechingen. Die seien da nämlich noch gar nicht mit eingerechnet, könnten neue Perspektiven eröffnen und in manchen Fällen sogar überlebenswichtig sein: «Wenn man dank eines modernen Systems mit Koppelung zur Warenwirtschaft das Controlling um zwei bis drei Prozent verbessern kann, dann macht das schon eine Menge aus …».

Nehmen Ihre Leistungsträger genügend Urlaub?

Kronau. (01.07. / goe) Ehrgeiz und Engagement sind ein sehr starker Antrieb und lassen konzentriert und leistungsstark arbeiten. Ein oder mehrere klar definierte Ziele vor Augen, geben immer wieder die nötige Orientierung. Auf diese Weise nutzt ein ganz persönlicher Ehrgeiz in guter und gesunder Weise. Nach innen gibt dies Sicherheit und Zuversicht, nach außen strahlen diese Menschen Selbstbewusstsein und Zuverlässigkeit aus. Sie sind daher nicht nur verlässlich, sondern auch in hohem Maße verantwortungsbewusst. Diese ganz persönliche Stärke birgt jedoch auch Gefahren, die nicht nur im «burn out» liegen, sondern bereits viel früher beginnen. Diese Menschen «ziehen» andere Menschen nicht nur mit, sondern sie werden leider immer wieder von anderen auch als «Trittbrettfahrer» benutzt. Dies zeigt sich im Unternehmen zum Beispiel in einer schleichenden Umverteilung von Aufgaben. Da nutzen Kollegen das gute Engagement weidlich aus und geben immer mehr eigene Aufgaben an diese Mitarbeiter ab. Die Folge ist eine schleichende Überforderung, die letztlich in psychosomatischen Ausfallerscheinungen oder ganz realen Krankheiten münden kann. Achten Sie als Unternehmer darauf, dass Ihre Leistungsträger genügend Urlaub und rechtzeitig Aus-Zeiten nehmen und dass Überstunden nicht beliebig anwachsen. Helfen Sie ihnen, Grenzen zu ziehen und sorgen Sie auf diese Weise für ganzheitlich gesunde und erfolgreiche Leistungsträger in Ihrem Unternehmen – empfehlen Ihnen die Software-Spezialisten von Goecom,:::::.de” >Goecom.

Sachsen: Gewinner des Umweltpreises stehen fest

Dresden. (27.06. / fs) Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen hat die Gewinner des Sächsischen Umweltpreises ausgezeichnet. Für die mit zusammen 50.000 Euro dotierte Ehrung, der alle zwei Jahre für herausragende Leistungen im Umwelt- und Naturschutz vergeben wird, gab es insgesamt 77 Bewerbungen. Eine siebenköpfige Jury wählte vier Preisträger aus, die je 10.000 Euro erhielten; sowie zwei Sonderpreisträger, die je 5.000 Euro bekamen. Preisträger in der Kategorie «Umweltorientierte Unternehmensführung sowie innovative und kreative Leistungen im Umwelt- und Naturschutz» ist die Erzgebirgische Landbäckerei GmbH Drebach aus Scharfenstein. Das Unternehmen, das von anfänglich 26 Beschäftigten in 1990 auf heute 100 Mitarbeitende gewachsen ist, hat im Rahmen des Sächsischen Gewerbeenergiepasses einen umfangreichen Maßnahmeplan zur Verbesserung der Energieeffizienz erarbeitet und in großen Teilen bereits umgesetzt. In den letzten Jahren investierten die Inhaber Rosemarie Haase und Wolfgang Gluth 1,5 Millionen Euro in Modernisierung, energetische Sanierung und Energieeffizienz. Weitere Informationen zum Sächsischen Umweltpreis gibt es auf dem Sachsen-Server.


MARKETING + VERKAUF


Bäckerketten im Vergleich: Service-Ranking mit Lücken

Köln_. (30.06. / sv / eb) Es gibt Meldungen, da möchte man gleich abwinken. In diese Kategorie passt auch die Nachricht «SB-Bäckereien können beim erlebten Kundenservice nicht mithalten». Was kein Wunder ist, weil ja «SB» für «Selbstbedienung» oder neudeutsch «Self Service» steht und der konzeptionelle Schwerpunkt eben nicht (!) auf den «erlebten Kundenservice» zielt. Doch eigentlich heißt die Hauptüberschrift: «Bäckereiketten im Vergleich – Beim Service trennt sich die Spreu vom Weizen». Das macht natürlich neugierig und wir wollen wissen, wer unter Deutschlands Filialisten seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Werden aber enttäuscht, denn die Kölner «ServiceValue GmbH», die uns erklären will, wo Deutschlands Verbraucher viele positive Service-Erlebnisse haben und wo weniger, räumt gleichzeitig ein, dass sie bei nur elf (!) Bäckereifilialisten nachforschen ließ. 800 Unternehmen aus 65 Branchen will «ServiceValue» insgesamt begutachtet haben anhand von über 760.000 Kundenstimmen. Demzufolge liegen die elf Bäckerketten im Ranking knapp hinter der Freizeit-Gastronomie und vor den Tankstellen oder dem Pizza-Lieferservice. Angesichts dessen, dass je Branche im Schnitt nur 12,3 Unternehmen (jedes aber mit angeblich 950 Kundenkontakten) in den Fokus gerückt wurden, ist die «Studie» nicht viel mehr als heiße Luft. Wer die Zusammenfassung dennoch lesen will, findet sie hier.

Langsambäcker: heißen jetzt «Die Bäcker. Zeit für Geschmack»

Barsinghausen. (29.06. / ak) Aus «Slow Food.Die Bäcker» wird «Die Bäcker. Zeit für Geschmack». Darauf haben sich in ihrer ersten Versammlung die Mitglieder des in diesem Januar gegründeten Vereins geeinigt. «Unsere Geschichte – die der organisierten Langsambäcker – charakterisiert nichts besser als das Zitat von Heraklit von Ephesus», schmunzelt Anke Kähler, Vorstandsvorsitzende des Vereins im Wandel: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Druckfrisch ist auch das Qualitätssiegel des jungen Vereins (Volltext).


PERSONEN + EHRUNGEN


Führungswechsel: BGN meldet neuen Geschäftsführer

Mannheim. (01.07. / bgn) Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat ab sofort einen neuen Chef. Der 54-jährige Jurist Klaus Marsch hat die Leitung des gesetzlichen Unfallversicherungsträgers in Mannheim übernommen, der unter anderem für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie das Fleischer-, Bäcker- und Konditorenhandwerk zuständig ist. Marsch folgt auf Norbert Weis, der über zehn Jahre als Direktor die Geschäfte der BGN geführt hatte und jetzt in den Ruhestand gegangen ist.

Ladenbauer: meldet neues Mitglied in der Geschäftsleitung

Wendelstein. (01.07. / ai) Zum Mitglied der Geschäftsleitung mit Einzelprokura ernannte die Aichinger GmbH Dr. Oliver Blank, Leiter Marketing und Vertrieb des Spezialisten für Einrichtungskonzepte und Ladenbau. Damit setze das Unternehmen seine Strategie kontinuierlich fort, die führende Stellung als Anbieter von Einrichtungs-Komplettlösungen im gesamten Lebensmittel-Bereich (Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie) weiter auszubauen, heißt es aus Wendelstein.

Mayka: meldet neuen Geschäftsführer

Schliengen. (30.06. / wib) Die Mayka Naturbackwaren GmbH im Landkreis Lörrach hat einen neuen Geschäftsführer. Michael Schmidt-Rieser folgt am 01. Juli auf Norbert Michel, der sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Gegründet 1899 in Kandern, ist das Unternehmen im Markgräflerland auf Salzgebäck und andere Knabberartikel spezialisiert.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Muhlenchemie opens plant in China

Hamburg. (bm) At a ceremony attended by over 100 guests from local political and academic circles and partner firms, German Muhlenchemie officially opened a production plant in China. This will enable the flour improvement specialist to meet the needs of Chinese millers on the spot, with tailor-made solutions. Besides facilities for manufacturing functional systems for flour standardization and improvement, the company has established a modern baking laboratory at the Suzhou site. Other topics of the week:

Title Region Date
General Mills: Reports Fiscal 2011 Results (US) Fri 07-01
Muhlenchemie: opens plant and laboratory in China (DE) Fri 07-01
Campbell: to cut 770 jobs, close Russian operations (US) Fri 07-01
DSM: reached agreement to acquire C5 Yeast from Consun (NL) Fri 07-01
CKE Restaurants: Reports Fiscal Q1/2012 Results (US) Thu 06-30
Cargill: to build grain terminal in Alberta (US) Thu 06-30
Crumbs Holdings: Announces Approval for Nasdaq Listing (US) Thu 06-30
USDA and HHS: Roll Out New Food Safety Campaign (US) Thu 06-30
Bunge Limited: Names New Managing Director (US) Thu 06-30
Domino’s Pizza UK: acquires 75% of Domino’s Germany (UK) Wed 06-29
FAO: José Graziano da Silva elected Director-General (IT) Wed 06-29
Nibulon: Ukraine to harvest 42-43 million tons (UA) Tue 06-28
Russia: started harvesting campaign in the south (RU) Tue 06-28
Barry Callebaut: signs new outsourcing agreement in Mexico (CH) Tue 06-28
Mintel: Egg Market Shows No Signs of Cracking (US) Mon 06-27
INC: New Report Equates Dried and Fresh Fruits (HU) Mon 06-27
Crumbs Holdings: appoints new director (US) Mon 06-27
Campbell: Announces One Billion USD Share Repurchase Program (US) Sat 06-25
Campbell: Elects Denise Morrison President + CEO (US) Sat 06-25
Cargill: announces General Manager of Malt Operations Europe (US) Sat 06-25


REZEPTE + IDEEN


Sommerzeit, Grillzeit: Pizza Brötchen passen gut dazu

Image Isernhagen. (01.07. / is) Der Gewürz- Schinken und Käseanteil verleiht den Pizza Brötchen aus dem IsernHäger VorteigCentrum ein unverwechselbares Aroma. Im Unterschied zu dem in weiten Teilen identischen Rezept aus dem WebBaecker 07/2011 setzen die Vorteig-Spezialisten hier nicht auf Brotfermentation, sondern auf Weizensauer. Ausgehend von 100 Kilogramm Mehl ergibt sich ein Teiggewicht von 204,3 Kilo – 97,3 Bruch von jeweils 2.100 Gramm.

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PDF (36 KB): 2011_07_Pizza_Broetchen