WB-25-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 25. KW 2015 (13.06. bis 19.06.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bäko Zentrale Süd: Bäckerhandwerk hat viele Chancen
02. Harrys: Barilla weiht modernisierte Großbäckerei ein
03. Österreich: Großpleite könnte glimpflich enden
04. Jourdan/Neuschaefer: Traditionsbetrieb in Not
05. Oetker: Bäckergeschäft entwickelt sich gegen den Trend gut

TERMINE + EVENTS:
06. AUMA: stellt Auslandsmesseprogramm 2016 vor
07. iba-summit: Jürgen Klinsmann wird Internationaler Brotschafter
08. Anuga 2015: komplett belegt, hervorragend besetzt
09. FEI: lädt zum Spitzentreffen nach Braunschweig

MANAGEMENT + BETRIEB:
10. Gerichtsurteil: Tortendesign ist Kunsthandwerk
11. Preisabsprachen: Kartellamt verhängt hohe Geldbußen
12. Neue Verwaltungszentrale: Mestemacher feiert Richtfest
13. Neu: Rechnungen in elektronische Archivierungssysteme übergeben
14. Robotik: Team der TU Berlin gewinnt «Picking Challenge»
15. Dehoga: Gedämpfter Optimismus prägt die Branche
16. Bundestag: verabschiedet IT Sicherheitsgesetz

MARKETING + VERKAUF:
17. Kontaktloses Bezahlen: Und was bieten Sie?
18. EHI: Mitarbeiter sind Trumpf gegen den Ladendiebstahl
19. Standortplanung: Der Wohnort ist nur selten der Einkaufsort

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
20. DRV: erwartet nur noch durchschnittliche Getreideernte

PERSONEN + EHRUNGEN:
21. DLG: verleiht Bundesehrenpreise 2015

BOOKMARKS + BOOKS:
22. Warn-App: Mit NINA sind Sie stets gut informiert
23. Global Industry: Barilla inaugurates France’s largest bakery

REZEPTE + IDEEN:
24. Mein Mehl – meine Tomatenquiche …


MARKT + UNTERNEHMEN


Bäko Zentrale Süd: Bäckerhandwerk hat viele Chancen

<b>Ladenburg</b>. (19.06. / bae) Die Strukturveränderungen im Bäcker- und Konditorenhandwerk sind nach wie vor in vollem Gang. Lebensmittel- Einzelhandel und Discount feuern mit Backwaren- Offensiven und Deutschlands Bäcker und Konditoren bauen ihre Position als Marktführer im Snackmarkt weiter aus. Der Bio-Umsatz wächst um 4,8 Prozent und die Beschaffungsmärkte für Rohstoffe sind schwierig auch deshalb, weil der Euro aus den hinlänglich bekannten Gründen abwertet. Handwerk im Aufwind einerseits und Fachkräftemangel andererseits. Die Zahl der handwerklichen Bäckereien sank 2014 um 4,3 Prozent (560) auf 12.611 Betriebe. Gleichzeitig weist das Statistische Bundesamt eine Umsatzsteigerung von 2,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro aus. Keine Frage: Im Geschäftsjahr 2014 herrschte ordentlich Bewegung und es wird wohl weiter spannend bleiben – davon zeigte sich Holger Knieling, geschäftsführender Vorstand der <a href=”http://www.baekosued.de” target=”_blank”>Bäko Zentrale Süddeutschland</a>, während der Generalversammlung 2015 in Wien überzeugt. Bei allen vermeintlichen Widersprüchen müsse man aber auch erkennen, dass die Marktdaten 2014 die Orientierung der Qualitätskäufer hin zum klassischen Bäcker verdeutlichen. Kurzum: Auch wenn die Verschiebung von Marktanteilen zunehmend messbar ist, haben große und kleine Bäckereien zahlreiche Chancen und Möglichkeiten. Der Relaunch vom «Snackexpress» sei 2014 zur rechten Zeit gekommen – inklusive Seminaren zum Thema vegetarische und vegane Snacks. Auch wenn es manchmal schwer ist, hat das backende Handwerk, unter anderem viele kleine, flexible Betriebe, doch einen großen Vorteil gegenüber Handel, Industrie und der klassischen Systemgastronomie: Geschwindigkeit und Individualität, mit der Ideen umgesetzt werden können. Diesen Vorteil müsse man radikal nutzen. Ein Wort zu den Regularien: Den Vorschlag zur Gewinnverwendung des Vorstands der Bäko Zentrale Süd genehmigten die Delegierten einstimmig. Von den 631.741,20 Euro werden demnach acht Prozent auf die Geschäftsguthaben ausgeschüttet (304.760,00 Euro); in die gesetzliche Rücklage kommen 114.000,00 Euro; in andere Ergebnisrücklagen 212.000,00 Euro. Der Rechnungsvortrag beläuft sich auf 981,20 Euro – heißt es ergänzend zu den Kennzahlen der Bäko Zentrale Süd.

Harrys: Barilla weiht modernisierte Großbäckerei ein

Hamburg. (19.06. / eb) Während man sich bei der <a target=”_blank” href=”http://www.lieken.de”>Lieken AG</a> Gedanken über die Zukunft macht und mal eben kurz 2.000 von derzeit noch über 4000 Arbeitsplätzen zur Disposition zu stehen scheinen (siehe WebBaecker 24/2015), hat die Barilla Gruppe, bis Anfang 2013 Muttergesellschaft der Düsseldorfer Großbäcker, im benachbarten Frankreich Großes vollbracht: Im Rahmen eines umfassenden Investitionsprogramms für die Großbäckerei Harrys haben die Italiener die bestehende Anlage in Châteauroux umstrukturiert, erweitert und modernisiert. Der Standort umfasst jetzt acht Produktionslinien für Soft-Brot und Feingebäck. Ausbau und Modernisierung dieser «La Malterie» Großbäckerei kosteten 30 Millionen Euro und sind im Rahmen eines Investitionsprogramms zu sehen, für das Barilla bis 2016 insgesamt 47 Millionen Euro vorsieht. Seit dem Erwerb von Harrys in 2003 hat Barilla nicht weniger als 170 Millionen Euro in das Unternehmen investiert. Auf dem französischen Markt für abgepacktes Brot und Gebäck ist die Großbäckerei Marktführerin und weist regelmäßig ordentliche Umsatzzuwächse auf. Die vollständige Meldung gibt es englischsprachig in bakenet:eu unter dem Titel «Barilla inaugurates France’s largest industrial bakery site».

Österreich: Großpleite könnte glimpflich enden

Linz / AT. (18.06. / eb / div) Die Ring-Insolvenz ist keine Folge der Strukturveränderungen auf dem österreichischen Markt für Brot und Gebäck, da sind sich die alpenländischen Branchenkenner einig. Auch ist in Österreich die Zahl der Insolvenzen rückläufig. Habe es 2014 noch 333 Verfahren gegeben, seien es in diesem Jahr mit hochgerechneten 245 wahrscheinlich ein Viertel weniger, berichtet der Alpenländische Kreditorenverband. Unterdessen haben die federführenden Masseverwalter von der Kanzlei GLTP alle Hebel in Bewegung gesetzt, um schnell eine Lösung zu finden. Die acht Gesellschaften der Holding Success Marketing Unternehmensberatung GmbH haben immerhin rund 40,77 Millionen Euro Schulden angehäuft – siehe WebBaecker 24/2015. Im Rekordtempo hätten die Masseverwalter – Thomas Kurz für die <a target=”_blank” href=”http://www.panundcogroup.com”>Pan+Co Gruppe</a>, Norbert Mooseder für die <a target=”_blank” href=”http://www.ring.at”>Ring Bäckerei Gruppe</a> – die Lage der Mutter-, Tochter- und Enkel- Gesellschaften aufgearbeitet. Erste Entscheidungen gibt es ebenfalls. So wurde in den Gläubiger-Ausschusssitzungen dieser Woche der Fortbestand aller acht Gesellschaften beschlossen, heißt es in den österreichischen Medien. Amtliche Details sollten bald in der alpenländischen <a target=”_blank” href=”http://www.ediktsdatei.justiz.gv.at/edikte/edikthome.nsf/”>Ediktsdatei</a> zu finden sein. Pan+Co beliefert den Lebensmittel-Einzelhandel, darunter Lidl und Spar. Die Gesellschaften, die sich mit diesem Geschäftszweig beschäftigen, werden wahrscheinlich glimpflich aus der Großpleite herauskommen. Anders sieht es für das Filialnetz der Ring-Bäckereien aus. Hier werden wohl nur 24 Standorte von 47 Filialen (oder 56?) übrig bleiben; 104 von insgesamt 263 Ring-Mitarbeitenden verlieren ihren Arbeitsplatz. Am Ende steht die bestmögliche Verwertung. Die Rede ist vom Verkauf des Unternehmens in drei bis vier Wochen.

Jourdan/Neuschaefer: Traditionsbetrieb in Not

Darmstadt. (18.06. / ag) Wie es in einer amtlichen Bekanntmachung heißt, hat die Bäckerei Jourdan GmbH aus Südhessen, vertreten durch Geschäftsführer Julian Jourdan, vor dem Amtsgericht Darmstadt Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann und Partner in Frankfurt am Main (AZ 9IN353/15). Die Bäckerei zählt mehr als 20 Filialen und Cafés. Löhne und Gehälter der gut 200 Beschäftigten sind zunächst durch das Insolvenz- Ausfallgeld gesichert. Gegründet 1828, hatte der gelernte Gastronom Julian Jourdan die Geschäfte 2008 in siebter Generation übernommen. Zur aktuellen Schieflage habe unter anderem und vielleicht ein (zu) schnelles Wachstum beigetragen, vermutet das regionale Nachrichtenportal «Echo Online». So habe Jourdan erst 2014 die Conditorei- Bäckerei Neuschaefer in Darmstadt und Februar 2015 einen Betrieb in Nieder-Beerbach übernommen. Indessen verbreitet der vorläufige Insolvenzverwalter den üblichen Zweckoptimismus. Jetzt gehe es ums Sanieren und Restrukturieren und erste Interessenten hätten bereits angeklopft.

Oetker: Bäckergeschäft entwickelt sich gegen den Trend gut

Bielefeld. (17.06. / oe) Um es vorwegzunehmen: Die Akquisition der Conditorei Coppenrath + Wiese war während der Bilanz-Pressekonferenz der Oetker-Gruppe in dieser Woche kaum Thema. International kam die Entwicklung der Gruppe im Berichtsjahr gut voran. Unter anderem mit der Übernahme des nordamerikanischen Tiefkühlpizzageschäfts von McCain Foods inklusive Standorten in New Brunswick (Kanada) und New Jersey (USA) konnte Oetker seine internationale Präsenz im TK-Bereich weiter ausbauen und erreichte sowohl die Marktführerschaft im kanadischen Markt für TK-Pizza als auch eine deutliche Stärkung der Präsenz in der Kernregion an der Ostküste der USA. Aus nationaler Sicht für Bäcker sicher interessant ist, dass die Martin Braun-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 eine Umsatzsteigerung von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen konnte und damit einen Rekordumsatz erreichte. Die positive Entwicklung wurde durch die Integration der zum 01. Januar 2014 erworbenen Gesellschaft Delite B.V. in den Niederlanden sowie durch organisches Wachstum merklich beeinflusst und ist aus Oetker-Sicht besonders erfreulich, da die europäischen Märkte stagnieren und die Zahl der Handwerksbäckereien im deutschen Markt wie bekannt zurückgeht. Darüber hinaus führte die Krise in der Ukraine zu einem Umsatzrückgang in der Ukraine und in Russland. Das Deutschland-Geschäft entwickelte sich durch die erfolgreichen TK- und Brot- / Brötchen- / Biohefe-Sortimente entgegen dem Markttrend. In der Schweiz ist die Agrano AG unverändert Marktführer. Soviel zum Bäckergeschäft des Mischkonzerns im Geschäftsjahr 2014. Die ausführliche Mitteilung zur Bilanz-Pressekonferenz gibt es auf dem Server der Gruppe.
Nachtrag: Die Wettbewerbskommission der Europäischen Kommission entschied am Donnerstagabend über die Übernahme der Conditorei Coppenrath + Wiese durch den Oetker-Konzern positiv. Dem Unterfangen steht nun nichts mehr im Weg.


TERMINE + EVENTS


AUMA: stellt Auslandsmesseprogramm 2016 vor

Berlin. (17.06. / auma) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) plant im kommenden Jahr Gemeinschaftsbeteiligungen für deutsche Unternehmen auf 23 Auslandsmessen. Firmen können sich innerhalb dieses Programms zu günstigen Bedingungen daran beteiligen. Dies ist das Ergebnis einer Koordinierungssitzung im Frühjahr, an der Vertreter von BMEL, AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft) und der Fachverbände teilgenommen haben. Das BMEL- Auslandsmesseprogramm deckt die Bereiche Ernährung mit zwölf Messebeteiligungen, Landwirtschaft respektive Technik mit acht und Gartenbaumessen mit drei Beteiligungen ab. Der regionale Schwerpunkt der Messebeteiligungen liegt in Europa mit neun Gemeinschaftsständen, davon fünf in Russland, gefolgt von Asien mit acht Beteiligungen, von denen die Hälfte in China geplant ist. Weitere Beteiligungen sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA und Afrika geplant. In diesem Jahr war der AUMA erstmals eingebunden in die Koordinierung des BMEL- Auslandsmesseprogramms. Für 2015 umfasst das Programm 24 Messen, auf denen deutsche Aussteller mit einem Etat von 5,3 Millionen Euro unterstützt werden. Die Messen für Ernährung und Landwirtschaft im Auslandsmesseprogramm des Bundes 2016 sind in der AUMA Messedatenbank abrufbar.

iba-summit: Jürgen Klinsmann wird Internationaler Brotschafter

München. (16.06. / ghm) Internationale Top-Redner beleuchten Konsumtrends, Marktpotenziale und Erfolgsfaktoren während des zweiten iba summits, der am 11. September unter dem Motto «B(re)aking Ideas for your Business» in München stattfindet. Bei diesem Kongress – einen Tag vor Eröffnung der Weltleitmesse iba 2015 – treffen sich Branchenkenner und Entscheidungsträger des internationalen Backgewerbes zum interdisziplinären Austausch. Besonderes Highlight: Jürgen Klinsmann wird im Rahmen des iba summits als Internationaler Botschafter für das Deutsche Brot 2015 ausgezeichnet. Als gelernter Bäcker und international bekannter Sportler steht Klinsmann für alles, was den iba-summit ausmacht: Die Bodenständigkeit des Handwerks gepaart mit einer großen Portion Vielseitigkeit und interdisziplinärer Experimentierfreude. Der Trainer der US-amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft ist somit der perfekte Botschafter, um das Deutsche Brot über die Landesgrenzen hinweg zu repräsentieren. Die geladenen Key-Player und Top-Referenten aus dem In- und Ausland wiederum werden das Publikum begeistern und inspirieren: vom internationalen Kult- und Artisan-Bäcker Eric Kayser bis hin zur Foodservice-Expertin Gretel Weiß, von der Food-Trendforscherin Hanni Rützler bis hin zum internationalen Branchenkenner Bob O’Brien. Die Referenten gewähren wichtige Einblicke in den Bäckermarkt von morgen. Anmelden können sich Interessenten unter baeckerhandwerk.de oder auf der summit-Seite. Das Ticket ist für 490 Euro plus USt. erhältlich und reduziert sich ab dem zweiten Teilnehmer auf 390 Euro plus USt. Im Ticket enthalten ist die iba-Eintrittskarte für sechs Tage (12. bis 17. September) sowie die Teilnahme an der iba-Eröffnungsgala am 11. September abends. Das Vortragsprogramm wird auf Wunsch in Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch per Simultandolmetscher übersetzt.

Anuga 2015: komplett belegt, hervorragend besetzt

Köln. (15.06. / km) Die Weltleitmesse Anuga vom 10. bis 14. Oktober am Rhein verzeichnet nach Messeangaben in allen zehn Fachmessen ein hervorragendes Anmeldeergebnis. Wenige Monate vor Beginn ist die weltweit größte und wichtige Handelsdrehscheibe für die internationale Ernährungswirtschaft ausgebucht. Die Veranstalter erwarten erneut rund 6.800 Anbieter aus etwa 100 Ländern. Die Veranstaltung belegt mit 284.000 Quadratmeter Bruttoausstellungsfläche das komplette Kölner Messegelände. Die Leitmesse, die alle zwei Jahre in Köln stattfindet, zeigt die gesamte Bandbreite des internationalen Angebots an Nahrungsmitteln und Getränken. Alle zehn Fachmessen zeigen ein starkes und internationales Ausstellerprofil, was nicht zuletzt durch die Teilnahme zahlreicher Marktführer unterstrichen wird. Neue Länderbeteiligungen bringen noch mehr Vielfalt und Internationalität auf die Anuga. Zur 32. Ausgabe der Anuga 2013 kamen rund 155.000 Fachbesucher aus 187 Ländern.

FEI: lädt zum Spitzentreffen nach Braunschweig

Bonn. (13.06. / fei) Zu seiner Jahrestagung lädt der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) am 01. und 02. September an die Technische Universität Braunschweig. «Fokusthemen Industrieller Gemeinschaftsforschung» lautet das Motto des zweitägigen Netzwerktreffens. In dessen Mittelpunkt steht eine öffentliche Vortragsveranstaltung, zu der der FEI zahlreiche Unternehmer und Führungskräfte aus der Lebensmittelwirtschaft erwartet. Auf dem Programm stehen zudem Instituts- und Betriebsbesichtigungen sowie ein abendlicher Empfang in der Dornse des gotischen Altstadtrathauses in Braunschweig. Details zur Veranstaltung gibt es auf dem FEI-Server.


MANAGEMENT + BETRIEB


Gerichtsurteil: Tortendesign ist Kunsthandwerk

Lübeck. (19.06. / eb) Die freiberufliche Zuckerkünstlerin Sylvia Zenz verdient ihr Geld damit, dass sie Torten für besondere Anlässe besonders verziert. Ist das Kunst, Kunsthandwerk oder Handwerk? Die Meinungen gingen weit auseinander in der Hansestadt Lübeck, und so staute sich der Ärger mit dem Ordnungsamt, dem Gewerbeamt und nicht zuletzt mit der Handwerkskammer Lübeck so weit auf, bis der Fall vors Amtsgericht kam. Das stellte nun fest, dass das, womit die Zuckerkünstlerin Zenz ihr Geld verdient, mehr Kunst als Handwerk sei und damit nicht den strengen deutschen Regeln unterliege. Das ausgeübte Kunsthandwerk sei nicht als Konditorenhandwerk aufzufassen, für das die Meisterpflicht besteht. Vielmehr liege der Gestaltung individueller Motivtorten eine eigenständige kreative Leistung zugrunde, die über das im Konditorenhandwerk übliche Maß hinausgeht. Die Basis für diese kreativen Leistungen (Butterkremtorten) lässt sich «Sugar Heart» Sylvia Zenz übrigens seit Jahr und Tag von eingesessenen Konditoren liefern – mit Meisterbrief und allem Schnick und Schnack.

Preisabsprachen: Kartellamt verhängt hohe Geldbußen

<b>Bonn</b>. (06.19. / bund) Das <a href=”http://www.bundeskartellamt.de” target=”_blank”>Bundeskartellamt</a> hat einen Großteil seiner Kartellverfahren gegen Hersteller- und Handelsunternehmen wegen verbotener Ladenpreisbindung bei bekannten Markenprodukten aus den Warengruppen Süßwaren, Kaffee, Tiernahrung, Bier und Körperpflegeprodukte abgeschlossen. Die Behörde hat in diesem Verfahren bislang Bußgeldbescheide gegen sieben Handelsunternehmen und vier Markenhersteller in Höhe von insgesamt 151,6 Millionen Euro erlassen. Alle Bescheide wurden im Rahmen einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung, dem so genannten Settlement, erlassen. Sie sind größtenteils rechtskräftig. Die Ermittlungen in den Warengruppen Tiernahrung und Körperpflegeprodukte sind damit abgeschlossen. Die verbleibenden Verfahren gegen einige Unternehmen respektive Unternehmensgruppen in den Bereichen Süßwaren, Kaffee und Bier werden in den kommenden Monaten beendet. In Gang gekommen war der als «Vertikalfall» bezeichnete Verfahrenskomplex mit Durchsuchungen an 15 Standorten im Januar 2010 aufgrund von Hinweisen aus horizontalen Kartellverfahren in den Bereichen Kaffee und Süßwaren. Zu den bebußten Unternehmen zählen unter anderem Edeka, Rewe, Kaufland (Lidl), Metro, Aldi, Haribo, Ritter. Mit den Entscheidungen hat das Bundeskartellamt Praktiken im Lebensmittelhandel aufgegriffen, die eine verbotene Preisbindung darstellen. Darunter fielen in diesem Verfahren die Beeinflussung der Ladenpreisgestaltung durch Druckausübung einer Vertragspartei oder die Gewährung monetärer Anreize sowie die Koordination der Händlerpreise durch die Moderation eines Herstellers. Diese Praktiken waren in den sanktionierten Fällen auch nicht freistellungsfähig. Die jeweiligen Fallgestaltungen und auch die Beiträge der einzelnen Unternehmen hierzu unterschieden sich allerdings in ihrem Schweregrad mitunter erheblich, was nicht zuletzt deutliche Unterschiede bei der individuellen Höhe der Geldbuße nach sich zog. In diesem Sinn <a href=”http://www.presseportal.de/pm/112096/3050154″ target=”_blank”>erklären</a> sich auch Aldi Süd und Aldi Nord.

Neue Verwaltungszentrale: Mestemacher feiert Richtfest

Gütersloh. (19.06. / mm) Richtfest auf der Baustelle der neuen Verwaltungszentrale der Mestemacher Gruppe: An diesem Freitag feiern die Unternehmerfamilien Albert und Prof. Dr. Ulrike Detmers sowie Fritz und Helma Detmers das Richtfest für die neue Verwaltungszentrale – mit Ehrengästen, Baubeteiligten, Betriebsrat und Führungskräften. Die architektonische Klarheit spiegele die Verantwortungsethik wider, heißt es in einer Mitteilung. Das Bürokonzept basiert auf einem quadratischen Grundriss. Die Eigentümerfamilien planen für das Projekt rund 1,5 Millionen Euro ein. Auf dem Grundstück gebe es noch Platz für ein zweites, identisches quadratisches Bauwerk.

Neu: Rechnungen in elektronische Archivierungssysteme übergeben

Kronau. (16.06. / goe) Damit Sie Ihre gedruckten Rechnungen nicht manuell scannen müssen, gibt es in Marvin das Zusatzmodul zur Übergabe der Rechnungen in ein elektronisches Archivierungssystem. Selbstverständlich werden gedruckte Rechnungen standardmäßig in der Bäckerei-Software archiviert, doch heute nutzen viele Unternehmen die Möglichkeit, ihre gesamte Korrespondenz zusätzlich in einem Archivierungssystem abzulegen. Daher hat Goecom in Marvin diesen sinnvollen Baustein realisiert, der folgende Vorgänge für Sie übernimmt: Nach Überprüfung und dem Ausdruck der Rechnungen werden diese automatisch an das Archivierungssystem übergeben. Dabei werden Umfang (zum Beispiel inklusive Lieferscheinen), Format und Schlagworte bereits nach Anforderung festgelegt und der Archivierungsvorgang kann im Anschluss der Rechnungslegung direkt durchgeführt werden. Die Daten liegen danach im Archivierungssystem zur Ansicht bereit. Die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner zeigen Ihnen gerne bei Bedarf die einfache Handhabung dieses Marvin-Moduls.

Robotik: Team der TU Berlin gewinnt «Picking Challenge»

Hamburg. (15.06. / eb) Natürlich ist die Versandabteilung Ihrer Bäckerei ein paar Nummern kleiner als die des großen US-amerikanischen Onlinehändlers «A». Dessen Namen können wir an dieser Stelle nicht einmal ausschreiben, ohne dass mindestens 30 Prozent der Firewalls Alarm schlagen und den Empfang des Newsletters für die 25. KW 2015 durch Ihren Mailserver schlicht zurückweisen. Soweit wollen wir es nicht kommen lassen und bleiben daher beim großen «A». Und jetzt zur Nachricht: «A» hatte zu einer «Picking Challenge», einem Roboter-Wettbewerb eingeladen. Knapp 30 Teams aus aller Welt folgten dem Aufruf. Aufgabe: Verschiedene Produkte aus einem Regal nehmen und in eine Box legen. Jedes Team hatte 20 Minuten Zeit. Punkte gab es nur, wenn die Produkte den Transport vom Regal in die Box möglichst unbeschadet überstanden. Sieger mit 148 Punkten ist das Team RBO von der Technischen Universität Berlin, das sich mit 148 Punkten überraschend deutlich absetzen konnte vom Zweitplatzierten mit 88 Punkten und Drittplatzierten mit 25 Punkten. Das Team der TU Berlin freut sich nun über ein Preisgeld von 20.000 US-Dollar. Schon heute sind bei «A» weltweit rund 15.000 mobile Lagerhaus-Roboter im Einsatz, die Warenregale zu menschlichen Pickern oder Packern befördern, damit diese nicht so weit laufen müssen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt das Video «The Magic Shelf» auf der Homepage der «Picking Challenge» unter «Challenge Details». Das Herausnehmen und Zusammenstellen von Sendungen hingegen übernehmen Menschen immer noch selbst, weil Roboterarme derzeit noch zu langsam sind, um mit dem hohen Arbeitstempo von Menschen mitzuhalten. Was nicht ist, kann aber noch werden. So wird denn auch der Versandhändler «A» seine «Challenge» nicht einfach so veranstaltet haben. Langfristiges Ziel dürfte das menschenleere, vollständig automatisierte Lager sein. Dann nämlich hätte sich der Ärger mit Gewerkschaften und streikenden Arbeitern ein- für allemal erledigt. Auf der Homepage der Berliner Robotik-Experten gibt es viele Hyperlinks zu weiterführenden Details beim Versandhändler «A», die auch Sie interessieren dürften.

Dehoga: Gedämpfter Optimismus prägt die Branche

Berlin. (13.06. / dehoga) Die Betriebe des Gastgewerbes bewerten ihre Lage mehrheitlich positiv. Das ist das Ergebnis des «Branchenberichts Frühjahr 2015», den der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) in dieser Woche vorgestellt hat. Die meisten Unternehmer schauen optimistisch auf die kommenden Monate. Der Bundesverband prognostiziert für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von nominal 2,5 Prozent. «Der Branchenbericht zeigt jedoch ein Dilemma auf», sagt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer. «Zwei Drittel unserer Betriebe sind zwar Umsatzgewinner. Doch fast die Hälfte von ihnen verzeichnet sinkende Gewinne. Es bleibt weniger übrig, um zu investieren, um anzustellen und um zu wachsen». Grund für die Zurückhaltung sind vor allem die Nebenwirkungen des Mindestlohns: So kritisiert fast jeder zweite Betrieb die neue Pflicht zur Arbeitszeitdokumentation. Besonders sorgen starre Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes sowie die Allergenkennzeichnungspflicht für Unmut. Trotz Personalkostensteigerungen stehen explizit nicht die 8,50 Euro Mindestlohn im Fokus der Kritik. Die Arbeitszeitdokumentation im Zuge der Mindestlohngesetzgebung bezeichnet fast jeder zweite Betrieb als größte Herausforderung. «Unsere Unternehmen haben die Arbeitszeit bis zu einer Verdienstgrenze von 2.958 Euro aufzuzeichnen. Wer diese Summe verdienen will, muss 348 Stunden zum Mindestlohn arbeiten», erklärt Fischer. Das habe nichts mit der Realität zu tun. Hier stelle der Gesetzgeber eine Gesamtbranche unter Generalverdacht. Im Zusammenhang mit der Arbeitszeitdokumentation erweist sich die Höchstarbeitszeit von zehn Stunden als zunehmendes Problem für die Branche. «Stellen Sie sich vor, eine Hochzeitsfeier dauert länger als geplant. Betriebe können nicht mitten in der Nacht die Mitarbeiter wechseln. Der Gastronom steht also vor der Wahl: Die Hochzeitsfeier vorzeitig beenden oder ein saftiges Bußgeld von bis zu 15.000 Euro zahlen …».

Bundestag: verabschiedet IT Sicherheitsgesetz

Berlin. (13.06. / bmi) Der Deutsche Bundestag hat den Entwurf der Bundesregierung für ein Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) abschließend beraten und mit großer Mehrheit angenommen. Betreiber Kritischer Infrastrukturen aus den Bereichen Energie, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Finanz- und Versicherungswesen müssen damit künftig einen Mindeststandard an IT-Sicherheit einhalten und erhebliche IT-Sicherheitsvorfälle an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden. Darüber hinaus werden zur Steigerung der IT-Sicherheit im Internet die Anforderungen an die Anbieter von Telekommunikations- und Telemediendiensten erhöht. Parallel dazu werden die Kompetenzen des BSI und der Bundesnetzagentur sowie die Ermittlungszuständigkeiten des Bundeskriminalamts im Bereich der Computerdelikte ausgebaut. Dass Ihre Bäckerei nunmehr in die Näher «kritischer Infrastruktur» rückt, wissen Sie seit August 2014.


MARKETING + VERKAUF


Kontaktloses Bezahlen: Und was bieten Sie?

Isernhagen / Hannover. (06.19. / ge) Noch Anfang April berichteten einige große Tageszeitungen, dass sich am deutschen Markt das sogenannte «kontaktlose Bezahlen», besonders mit dem Handy, nicht durchgesetzt hat. Letzte Woche hat Aldi Nord nun angekündigt, dass der Discounter das kontaktlose Bezahlen in rund 2.400 Filialen einführen will und damit den zweiten Anlauf unternimmt, um diese Art der Bezahlung in Deutschland zu etablieren. Mit dem kontaktlosen Bezahlen wird es möglich sein, neben der Maestro-Karte und der V-Pay-Debitkarte von Visa auch das Smartphone als Zahlungsmittel zu verwenden. Ziel ist es, auf die veränderten Kundenbedürfnisse einzugehen und den Bezahlvorgang noch weiter zu beschleunigen. So wird es künftig nicht mehr nötig sein, bei Beträgen von weniger als 25 Euro die Geheimzahl am Kassenterminal einzugeben. Experten gehen davon aus, dass sich diese Art der Bezahlung im gesamten Einzelhandel durchsetzen wird, und vielerorts das Bargeld ersetzen wird. Daher gilt es für Unternehmer, diesen Trend aufmerksam zu verfolgen und zu prüfen, ob die eigenen Kassensysteme diese Bezahlart bereits unterstützen. Besonders an hoch frequentierten Standorten und Standorten mit «schubweiser» Kundschaft kann das bargeldlose Zahlen einen echten Mehrwert stiften. Sollten Sie Fragen zum kontaktlosen Zahlen haben, steht Ihnen Till Weinkauf per E-Mail till.weinkauf@gehrke-econ.de oder telefonisch unter 0511/70050-400 von der Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft gerne zur Verfügung. Eine Übersicht zum Thema «Mobile Payment Systeme im Einzelhandel» stellten Ihnen die Unternehmensberater schon im Dezember 2014 an dieser Stelle vor.

EHI: Mitarbeiter sind Trumpf gegen den Ladendiebstahl

Köln. (18.06. / ehi) Die Inventurdifferenzen im Einzelhandel bleiben mit 3,9 Milliarden Euro auch 2014 unverändert hoch. Mit einem Anteil von über 50 Prozent sind Ladendiebstähle nach wie vor die Hauptursache. Bei den Maßnahmen zu deren Vermeidung haben Personalschulungen, vor allem in den Bereichen Kasse, Verkauf und Wareneingang, die höchste Priorität. Frank Horst, Leiter des Forschungsbereichs Inventurdifferenzen und Sicherheit beim EHI Retail Institut und Verfasser der Studie sagt: «Der ständigen Aufmerksamkeit und der Sensibilisierung des Personals kommt eine besondere Schlüsselrolle bei der Reduzierung des Ladendiebstahls zu». Die Ergebnisse der Studie «Inventurdifferenzen 2015» stellte das EHI in dieser Woche beim Inventur- und Sicherheitskongress in Köln vor.

Standortplanung: Der Wohnort ist nur selten der Einkaufsort

Bruchsal. (16.06. / gfk) Mit Ausnahme der einwohnerstärksten Städte in Deutschland kaufen Verbraucher oft nicht dort ein, wo sie wohnen. Geht es nicht gerade um den täglichen Bedarf, tragen die Menschen ihre Kaufkraft nicht selten über die Kreisgrenze hinaus – in das nächste Mittelzentrum, in ein Einkaufszentrum oder auf eine Shoppingtour in die Großstadt. Dennoch ist die Information, wo die Kaufkraft wohnt, für Einzelhändler höchst relevant. Denn erst damit können Lebensmittelhändler oder Filialisten Standorte wohnortnah planen und Marketingplaner Werbung regional gezielt an kaufkräftige Zielgruppen schicken. Deutschlands Bürger haben in diesem Jahr eine durchschnittliche Einzelhandelskaufkraft von 5.692 Euro pro Kopf. Die variiert regional von knapp 7.447 Euro im Hochtaunuskreis bis hin zu rund 4.718 Euro im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Nicht alles davon fließt in den stationären Handel, und oft auch nicht in den Einzelhandel am Wohnort. Die GfK schreibt in ihrer neuen Studie zur «Einzelhandelszentralität», dass der stationäre deutsche Einzelhandel 2015 insgesamt Umsätze von nominal rund 404 Milliarden Euro erwirtschaften wird. Natürlich verteilt sich auch dieser Umsatz regional sehr unterschiedlich. Allerdings ist die Verteilung ganz anders als bei der Kaufkraft. Kurzum: Die Deutschen kaufen oft nicht am eigenen Wohnort ein. Und was sollen Einzelhändler oder Filialisten damit jetzt anfangen? Sie sollten bei der Expansionsplanung Standorte in Mittelstädten nicht unterschätzen, schreibt die GfK. Denn diese haben oft eine Reichweite, die die Zahl der Einwohner im direkten Stadtgebiet deutlich übertrifft. Zugleich ist ein Blick auf den Einzelhandelsumsatz in Summe zu empfehlen, denn dieser Wert zeigt, wo die Masse an Umsatzpotenzial zu finden ist. Mehr über die «Studien zu Einzelhandelsumsatz, -kaufkraft und -zentralität» gibt es auf dem GfK-Server.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


DRV: erwartet nur noch durchschnittliche Getreideernte

Berlin. (18.06. / drv) Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht in seiner jüngsten Ernteschätzung nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von gut 47,7 Millionen Tonnen aus. Dieser Wert liegt etwa zwei Millionen Tonnen unter der Prognose im Mai und gut acht Prozent unter dem Rekordergebnis 2014 mit 52 Millionen Tonnen. Grund ist das in weiten Teilen Deutschlands anhaltend trockene, warme Wetter. In vielen Regionen ist zu wenig Niederschlag gefallen. Dort leiden die Getreidebestände teils sehr deutlich unter Trockenstress. Nur im äußersten Norden und Süden der Bundesrepublik ist die Wasserversorgung noch insgesamt in Ordnung. Sollte in der nächsten Zeit kein ergiebiger Regen fallen, sind weitere Einbußen zu befürchten. Die gesamte deutsche Weizenernte wird gegenwärtig mit knapp 25,8 Millionen Tonnen deutlich unter dem Vormonatsniveau und dem Vorjahreswert von knapp 27,8 Millionen Tonnen prognostiziert. Bei Wintergerste erwartet der DRV nunmehr knapp 8,6 Millionen Tonnen nach knapp neun Millionen Tonnen im Mai. Beim Roggen wird mit einer Erntemenge von derzeit knapp 3,5 Millionen Tonnen gerechnet. Bei der Sommergerste geht der DRV von knapp zwei Millionen Tonnen aus. Dieser Wert liegt trotz einer größeren Anbaufläche um gut fünf Prozent unter dem Wert des Vorjahrs. Die Maisernte wird derzeit mit knapp 4,7 Millionen Tonnen bewertet. Dies ist ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von gut neun Prozent. Europa- und weltweit wird eine insgesamt überdurchschnittliche Getreideernte erwartet. Dem gegenüber steht eine kontinuierlich wachsende Nachfrage, besonders in Nordafrika und Asien. Der DRV legt seine nächste Ernteschätzung Mitte Juli vor.


PERSONEN + EHRUNGEN


DLG: verleiht Bundesehrenpreise 2015

Frankfurt. (16.06. / dlg) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat jetzt die besten Unternehmen der deutschen Back-, Fleisch- und Molkereibranche mit den Bundesehrenpreisen ausgezeichnet. Die Siegerehrung fand in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin statt. Der Bundesehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die deutsche Unternehmen der Lebensmittelbranche erreichen können. Die Preisträger haben bei den Qualitätsprüfungen des DLG-Testzentrums Lebensmittel die besten Gesamtergebnisse in vergleichbaren Betriebsgrößen respektive Milchmengen erzielt. In festlichem Rahmen überreichte Ministerialdirektorin Dr. Katharina Böttcher gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Prof. Dr. Achim Stiebing, die Medaillen und Urkunden. Die Preisträger 2014 aus der backenden Branche:

Bundesehrenpreisträger 01 bis 15 Vollarbeitskräfte / Produktion:

  • Globus Handelshof St. Wendel; Betriebsstätte Neustadt/Weinstraße; 01 x Bronze
  • Globus Handelshof St. Wendel; Betriebsstätte Ludwigshafen; 02 x Bronze
  • Karl-Otto Werz Naturkornmühle; Heidenheim-Mergelstetten; 16 x Gold

Bundesehrenpreisträger 16 bis 99 Vollarbeitskräfte / Produktion:

  • D. Entrup-Haselbach; Gevelsberg; 03 x Bronze
  • Brüder Oebel Konditorei; Köln-Höhenberg; 22 x Gold
  • Klauers Backstuben; Oberursel; 02 x Bronze

Bundesehrenpreisträger 100 bis 299 Vollarbeitskräfte / Produktion:

  • Biebelhausener Mühle; Ayl-Biebelhausen; 14 x Gold
  • Harry-Brot Hannover; Hannover; 29 x Gold
  • Helbing mein Lieblingsbäcker; Leinefelde- Worbis; 02 x Bronze

Bundesehrenpreisträger 300 und mehr Vollarbeitskräfte / Produktion:

  • Griesson – de Beukelaer; Polch; 06 x Silber
  • Henry Lambertz; Aachen; 04 x Bronze
  • Kuchenmeister; Soest; 06 x Silber

BOOKMARKS + BOOKS


Warn-App: Mit NINA sind Sie stets gut informiert

Image Bonn. (18.06. / bbk) NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). NINA warnt Sie deutschlandweit und – wenn Sie dies wünschen – standortbezogen vor Gefahren, wie zum Beispiel Unwettern, Hochwasser und anderen sogenannten Großschadenslagen. NINA bietet auch grundlegende Informationen und Notfalltipps im Bereich Bevölkerungsschutz an. Die Warn-App bezieht Daten hauptsächlich vom sogenannten Modularen Warnsystem (MoWaS), das bereits seit 2013 von Bund und allen Bundesländern für Warnungen des Zivil- und Katastrophenschutzes eingesetzt wird. Darüber hinaus enthält die App zusätzlich aktuelle Informationen, zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sowie aktuelle Pegelstände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). NINA ist damit ein weiterer wichtiger Kanal für die Warnung der Bevölkerung in Deutschland. Drei Gründe, NINA zu nutzen: NINA ist die erste App zur Warnung der Bevölkerung für ganz Deutschland und vollständig in das Modulare Warnsystem (MoWaS) von Bund und Ländern integriert. Mit NINA sind Sie stets aktuell über Gefahren informiert, denn die Push-Funktion macht Sie auf neue Warnungen aufmerksam. Ereignisbezogene Verhaltenshinweise und allgemeine Notfalltipps von Experten helfen Ihnen dabei, sich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. So können Sie sich und andere besser schützen. Wie genau NINA funktioniert, hat das BBK unter «Funktionen im Überblick» für Sie zusammengefasst. Interessenten können NINA für die Betriebssysteme iOS (ab Version 7.0) und Android (ab Version 4) nutzen. Die App ist erhältlich über iTunes und Google play Store.

Global Industry: Barilla inaugurates France’s largest bakery

Hamburg. (bm) With the inauguration of the «new Malterie», the largest pre-packed bakery production site in Châteauroux, Barilla Group pursues the achievement of its major investment program aiming at the reinforcement and continuation of Harrys´ industrial asset in France, and at the satisfaction of customers´ increasing demand. The extension and modernization of the La Malterie facility represents Barilla´s most important investment in France since the acquisition of Harrys in 2003. Other topics of the week:

Title Region Date
Consistent organic growth promises successful trade show (DE) Fri 06-19
FDA: takes step to remove artificial trans fats in processed foods (US) Fri 06-19
Corner Bakery Cafe: Names Chief Marketing Officer (US) Fri 06-19
Barilla: inaugurates France’s largest industrial bakery site (IT) Thu 06-18
Fi Europe + Ni 2015: Predicts Largest Gathering to Date for … (FR) Thu 06-18
Restaurant Industry: Same-Store Sales Increase 4% in Q1/2015 (US) Thu 06-18
1’500 Exhibitors in Yiwu: Fair Becomes Key Gateway for SMEs … (CN) Wed 06-17
Finsbury: completes acquisition of Johnstone’s (UK) Wed 06-17
TNS: Unveils First Ranking of Growth Potential in Snacks (US) Wed 06-17
Mondelez International: Names VP Corporate Development (US) Wed 06-17
Lantmannen: announces strong profit development (SE) Tue 06-16
iba 2015: Online tickets now available (DE) Tue 06-16
AIBI: announces new elected President (EU) Mon 06-15
Campbell: Appoints SVP General Counsel (US) Mon 06-15
OTA: urges White House to put Organic in pollinator policy (US) Fri 06-12
Profile America: about the world’s longest breakfast table (US) Fri 06-12


REZEPTE + IDEEN


Mein Mehl – meine Tomatenquiche …

Image Bonn. (19.06. / vdm / GMF) Mein-Mehl.de, die Verbraucher-Website des Verbands Deutscher Mühlen (VDM) in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) verfügt über eine nette kleine Rezeptsammlung. Dieser entstammt auch die Anleitung für die folgende, gut bekömmliche «Tomatenquiche» – Durchmesser 28 Zentimeter, zwölf Portionen:

Zutaten: 250 Gramm Weizenmehl Type 1050; 1 Messerspitze Backpulver; Salz, Pfeffer; 140 Gramm Butter; 4 Eier; 1 Gemüsezwiebel; 650 Gramm kleine Tomaten; 1/2 Bund Petersilie; 1/2 Töpfchen Basilikum; 200 Gramm Doppelrahmfrischkäse mit Kräutern; 125 Gramm Schlagsahne.

Zubereitung: Mehl, Backpulver und einen halben Teelöffel Salz mischen. 125 Gramm Butter in Stückchen, ein Ei und zwei bis drei Esslöffel Wasser zufügen, zu einem glatten Teig verkneten, in Folie wickeln und etwa eine Stunde kühl stellen. Gemüsezwiebel schälen und in Spalten schneiden. Restliche Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel andünsten. Auskühlen lassen. Tomaten halbieren. Kräuter hacken. Frischkäse, Sahne, restliche Eier und Kräuter verrühren und würzen. Den Teig zu einem Kreis (33 Zentimeter Durchmesser) ausrollen und eine gefettete, mit Paniermehl ausgestreute Quicheform (28 Zentimeter Durchmesser) damit auslegen. Mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit Tomaten und Zwiebeln belegen. Mit Kräuterfrischkäserahm übergießen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Celsius etwa 45 Minuten backen.