Freitag, 26. Februar 2021

WB-25-2011

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 25. KW 2011 (18.06. bis 24.06.)
Download: https://www.webbaecker.de/11archivphp/wb2511.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Coop: überarbeitet seine Hausbäckereien
02. Lieken AG: stellt Betrieb in Bernau vorfristig ein
03. Nordsee-Bäck: produziert demnächst in Tidofeld

TERMINE + EVENTS:
04. Erntegespräch 2011: IGV und VDB laden ein
05. «Tutti a tavola»: Italien bereitet sich auf die Anuga vor

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Marvin: Besser planen mit dem «Bestell-Profi»
07. Südzucker: erhöht Prognose für 2011/2012
08. Ab Juli: E-Mail-Rechnungen ohne Signatur möglich
09. DFV-Checkliste: Darauf müssen Franchise-Nehmer achten
10. BVE: Verbraucherpreise nach wie vor günstig

MARKETING + VERKAUF:
11. Brotregister: Bäckerhandwerk auf Rekordkurs

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
12. G20: Agrarminister beschließen Aktionsplan
13. Perspektiven: der OECD-FAO-Agrarausblick 2011-2020

PERSONEN + EHRUNGEN:
14. Bäcker-Nationalmannschaft: ohne Fleiß kein Preis

BOOKMARKS + BOOKS:
15. Destatis: Die Erwerbsbeteiligung Älterer nimmt zu
16. Global Industry: «Thriving in a Connected World»

REZEPTE + IDEEN:
17. CWC: French Toast mit Walnuss-Füllung


MARKT + UNTERNEHMEN


Coop: überarbeitet seine Hausbäckereien

Basel / CH. (24.06. / coop) Die Hausbäckereien der eidgenössischen Coop Genossenschaft haben ihr Sortiment an Brot und Gebäck komplett überarbeitet, Rezepturen überprüft, neue Geräte angeschafft und Arbeitsprozesse optimiert. Nach rund einjähriger Vorbereitungszeit werde das neue Konzept jetzt sukzessive in allen Coop Hausbäckereien eingeführt, heißt es aus Basel. Gleichzeitig werde das Netz bis 2012 weiter ausgebaut. An den modernen Standorten wird direkt unter den Augen der Kunden gearbeitet. Die Backstuben stellen ihre Erzeugnisse laufend komplett vor Ort her, so dass stets ofenfrische Ware in den Regalen ist. Die derzeit 36 Coop Hausbäckereien produzieren Kleinbrote, Großbrote und Zöpfe. Nur zwei dieser Bäckereien führen keine Konditorei-Abteilung; vier sind derzeit nur Konditoreien ohne Brotproduktion. Der Ausbau zu vollen Hausbäckereien soll im nächsten Jahr erfolgen. Insgesamt produzieren die 36 Bäckereien zusammen rund 200 verschiedene Artikel – inklusive saisonaler und regional verschiedener Erzeugnisse sowie der Konditorei-Artikel. Die Jahresproduktion der Hausbäckereien beträgt etwa 5’900 Tonnen Brot und Gebäck. Um die hausgemachten Brote in den Verkaufsstellen gut erkennbar hervorzuheben, verwenden die Hausbäckereien zudem spezielle Brotbeutel – acht Millionen Stück oder 24 Tonnen Verpackungsmaterial pro Jahr.

Lieken AG: stellt Betrieb in Bernau vorfristig ein

Garrel. (24.06. / div) Die Lieken Brot- und Backwaren GmbH hat ihre mehr als 200 Beschäftigten des Standorts Bernau vom Dienst freigestellt. Alle hätten ihre Kündigung zum 30. Juni erhalten, berichtet die «Märkische Oderzeitung» (MOZ). Diesem Schritt ging die Ankündigung voraus, das Werk Bernau zum 30. April vollständig zu schließen (siehe WebBaecker 07/2011). Eindrückliche Proteste waren die Folge. Dann hieß es, die Großbäckerei werde zum 01. Juli geschlossen. So überraschend, wie die Freistellung auf die Arbeitnehmer/innen jetzt wirkte, kann diese auch als Zug der Unternehmensleitung verstanden werden, weiteren möglichen Aktionen aus dem Weg zu gehen und Ruhe einkehren zu lassen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat hat Lieken Mitte des Monats einen «halbwegs zufriedenstellenden» Sozialplan ausgehandelt. Die 60 Beschäftigten der Logistik-Sparte Logi-K vom Standort Bernau ziehen im Juli nach Berlin-Reinickendorf um.

Nordsee-Bäck: produziert demnächst in Tidofeld

Norden. (20.06. / div) Die ostfriesische Nordsee-Bäck GmbH hat ein ehemaliges Möbelgeschäft mit gediegenem Grundstück in Tidofeld gekauft. Dort soll eine neue Produktion mit angeschlossenem Verkauf entstehen. Dafür benötigt die Bäckerei-Konditorei Grünhoff aber nur einen Teil des Areals. Deshalb hat Lars Grünhoff gegenüber dem Stadtrat von Norden eine Änderung des Bebauungsplans angestoßen. Die besagt, dass hinter der künftigen Bäckerei ein kleines Wohngebiet mit fünf Einheiten entstehen kann. Der Bauausschuss des Norder Rates hat das Vorhaben einstimmig befürwortet. Lars Grünhoff verlagert den Firmensitz von Norddeich nach Tidofeld, weil das wachsende Unternehmen am alten Standort keine Möglichkeit sieht, die Produktion auszudehnen. Das sagte der Unternehmer gegenüber der Ostfriesen-Zeitung. Sowohl Tidofeld als auch Norddeich gehören zu Norden im nordwestlichen Landkreis Aurich.


TERMINE + EVENTS


Erntegespräch 2011: IGV und VDB laden ein

Nuthetal. (22.06. / vdb) Mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg laden das IGV Institut für Getreideverarbeitung und die VDB Vereinigung der Backbranche am 08. September zum «Erntegespräch 2011». Auf dem Programm stehen die Ergebnisse der Auswertungen zur Qualität und Verarbeitungseignung des Weizens und Roggens im Land Brandenburg. Ein Vortrag über «Zwölf Jahre Europäisches Getreidemonitoring» von Dr. Peter Haarbeck, Leiter des Hauptstadtbüros des Verbands Deutscher Mühlen, rundet die kostenfreie Veranstaltung in Bergholz-Rehbrücke ab. Weitere Details nennen Hans Kaiser (Telefon 033200-89-179) und Gerd Huschek (Telefon 033200-89-131).

«Tutti a tavola»: Italien bereitet sich auf die Anuga vor

Rom / IT. (20.06. / km) «Während der Anuga, der weltweit führenden Messe für Nahrungsmittel und Getränke, wird das Partnerland Italien rund 1.100 Unternehmen mit deren Produkten vom 08. bis 12. Oktober in Köln präsentieren», verkündete dieser Tage Umberto Vattani, Präsident des Italienischen Instituts für Außenhandel (I.C.E.). In Rom stellte Vattani die Beteiligung Italiens als Partnerland der Anuga 2011 vor – in Anwesenheit des Ministers für Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft, Francesco Saverio Romano, sowie des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland, Michael H. Gerdts, und des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Koelnmesse, Gerald Böse. «Italien wird auf dieser Messe, zu der Unternehmen aus etwa 100 Ländern erwartet werden, eine außerordentliche Sichtbarkeit erhalten», unterstrich Vattani. Unter dem Motto «tutti a tavola» werden die italienischen Regionen, die Autonome Provinz von Bolzano, die Verbände und Zusammenschlüsse der Lebensmittelbereiche, Federalimentare sowie I.C.E. die herausragende Qualität und Vielfalt der italienischen Lebensmittelwirtschaft nachhaltig und überzeugend darstellen. «Gerade Nahrungsmittel und Getränke sind Kernthemen der italienischen Wirtschaft und ihrer Exporttätigkeit», sagte Messechef Böse. «Dies sind gute Voraussetzungen für einen gelungenen Auftritt der italienischen Ernährungswirtschaft in Köln».


MANAGEMENT + BETRIEB


Marvin: Besser planen mit dem «Bestell-Profi»

Image Kronau. (23.06. / goe) Jeder von Ihnen kennt das Problem: Optimale Bestellungen zu generieren, ist meist mit sehr hohem Aufwand verbunden. Die Berücksichtigung von Retouren, aktuellen Events, Baustellen, Witterungseinflüssen und vieles mehr beeinflusst die Bestellung für den nächsten Tag ganz entscheidend. Alle diese Details optimal zu berücksichtigen, scheint meist nicht möglich und entsprechend sind die Bestellungen oft eher unpassend. Dies führt entweder zu übergroßen Retouren oder aber zu eigentlich unnötigen Nachlieferungen, weil nicht genügend Ware bestellt wurde. Im Durchschnitt gesehen scheint die Filiale meist noch recht gut, in der Tagesbetrachtung jedoch schwanken die Retouren erheblich.
In Goecom,:::::.de/Produkte/marvin/marvin.php” >Marvin gibt es bereits seit der Edition 2010 ein leistungsfähiges Tool, das der Optimierung von Bestellungen oder/und Bestellvorschlägen dient. Alle bisherigen Modelle zur Berechnung einer guten Bestellung für den nächsten oder übernächsten Liefertag resultierten immer aus den Daten der Vergangenheit und das führte manchmal dazu, dass bestimmte Einflüsse (wie zum Beispiel neue Baustellen) nicht mit einbezogen wurden. Das Modul «Marvin Bestell-Profi» – für Filialen und Regalkunden – berücksichtigt nun nicht nur Wettereinflüsse, sondern auch zusätzliche Effekte, wie Ferien, Baustellen oder Markttage. Eine der Grundideen dieser neuen Berechnung basiert auf der Überlegung, dass künftige Liefermengen nicht pro Artikel, sondern nach Gruppen aus Sicht der Endverbraucher generiert werden. Diese Sichtweise macht es möglich, wechselseitige Einflüsse der Artikel einer Gruppe und saisonale Änderungen im Sortiment zu berücksichtigen. Anhand umfangreicher Möglichkeiten zur Einstellung sowie eines Kalendariums für das Wetter und andere Ereignissen lassen sich alle Filialen individuell steuern.

Info: Alle Parameter wurden in enger Zusammenarbeit mit führenden Backbetrieben festgelegt, um eine größtmögliche Praxistauglichkeit und Genauigkeit zu erreichen. Ihr zuständiger Vertriebspartner und die Goecom Hotline informieren Sie gerne über Funktion und Leistung dieses Moduls.

Südzucker: erhöht Prognose für 2011/2012

Mannheim. (22.06. / sag) Im ersten Quartal (01. März bis 31. Mai 2011) des laufenden Geschäftsjahrs 2011/2012 konnte die Südzucker AG den Konzernumsatz um rund sieben Prozent auf 1’639 Millionen Euro steigern (Q1 2010/2011: 1’533 Millionen Euro). Das operative Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um rund 35 Millionen Euro respektive 24 Prozent auf 184 (Vorjahr: 149) Millionen Euro. Zur Ergebnisverbesserung trugen die Segmente Zucker, CropEnergies und Frucht bei. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/2012 rechnet Südzucker jetzt mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,5 (Vorjahr: 6,2) Milliarden Euro und einem operativen Konzernergebnis von mehr als 600 (Vorjahr: 519) Millionen Euro. Die Ergebnisverbesserung trägt – neben den Segmenten CropEnergies und Frucht – vor allem das Segment Zucker. Den vollständige Bericht für das erste Quartal 2011/2012 veröffentlicht Südzucker Mitte Juli.

Ab Juli: E-Mail-Rechnungen ohne Signatur möglich

Offenbach. (21.06. / dvpt) Im Zuge des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 hat der Deutsche Bundestag Anfang Juni die elektronische Übermittlung von Rechnungen auch ohne die Verwendung einer elektronischen Signatur in eine umsatzsteuerliche Gleichstellung verabschiedet. Damit hat der Gesetzgeber einen wichtigen Beitrag zum Bürokratieabbau geleistet, berichtet der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT) in Offenbach. Die verabschiedeten Änderungen, die ab 01. Juli gelten, entsprechen den Richtlinien des EU-Rates zu Rechnungsstellungsvorschriften vom 13. Juli 2010. Hiernach sind zwingend ab dem 01. Januar 2013 Papier- und elektronische Rechnungen, die etwa per E-Mail, als PDF- oder Textdatei (als E-Mail-Anhang oder Internet-Download) übermittelt werden, zum Vorsteuerabzug zu berechtigen, ohne dass es einer Signatur bedürfe. Bislang hatten die Finanzämter diese Rechnungen nicht zum Vorsteuerabzug akzeptiert. Jetzt liegt es an jedem einzelnen Unternehmen, innerbetrieblich einen verlässlichen Prüfpfad zwischen einer Rechnung und einer Lieferung oder Dienstleistung zu schaffen. Der Vorteil bei der Anwendung der Neuregelung liegt vor allem beim Absender. Der kann jetzt sicher sein, dass seine Rechnung unter erheblicher Kostenersparnis schnell verschickt wurde. Ob eine Rechnung echt, unversehrt und inhaltlich korrekt ist, prüft ein Empfänger so oder so – unabhängig über welches Medium er die Rechnung erhält. Ernüchterung dürfte indes bei der Deutschen Post AG mit ihrem E-Postbrief wie auch bei den künftigen Providern der De-Mail einkehren, unkt der DVPT. Vor allem in Erwartung von Versendern regelmäßiger Rechnungen in großen Stückzahlen müssten die nun nach anderen Umsatzträgern Ausschau halten …

DFV-Checkliste: Darauf müssen Franchise-Nehmer achten

Berlin. (21.06. / dfv) Die Unterschrift unter dem Franchise-Vertrag bildet die Grundlage für die partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Franchise-Parteien. Selbst wenn jedes Vertragswerk individuell auf das System zugeschnitten ist, gibt es doch zahlreiche Regelungen, die in allen Franchise-Verträgen enthalten sein sollten. Worauf ein angehender Franchise-Nehmer achten sollte, kann er nun mit einer neuen Checkliste in Erfahrung bringen: Ab sofort steht ein sechsseitiges Dokument, entwickelt vom Deutschen Franchise-Verband (DFV), auf dessen Homepage kostenfrei zur Verfügung (PDF).

BVE: Verbraucherpreise nach wie vor günstig

Berlin. (18.06. / bve) Die Ernährungsindustrie erzielte im ersten Quartal 2011 einen Branchenumsatz von 38,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Zuwachs von 7,0 Prozent gegenüber dem Q1/2010. Wachstumstreiber war das Auslandsgeschäft mit einem Exportvolumen von 10,6 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten 2011 und einer Steigerung um 10,4 Prozent. Die Stimmung in der Ernährungsindustrie war im Mai 2011 laut Ifo-Geschäftsklimaindex stabil. Zu schaffen macht den Lebensmittelherstellern allerdings die schwierige Ertragslage. Die weltweiten Agrarrohstoffpreise sind in den letzten zwölf Monaten um 50 Prozent gestiegen, die Kraftstoffpreise lagen im April 2011 um 15 Prozent höher als ein Jahr zuvor und die Strompreise zogen um rund zehn Prozent an. Die Abgabepreise der Ernährungsindustrie lagen im April 2011 um sieben Prozent höher als im April 2010; dem vorausgegangen war eine 18-monatige Preisabwärtsrallye. In den Monaten April/Mai 2011 lagen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Schnitt um 2,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) weist darauf hin, dass die allgemeine Inflationsrate in diesem Zeitraum bei 2,4 Prozent lag.


MARKETING + VERKAUF


Brotregister: Bäckerhandwerk auf Rekordkurs

Berlin. (23.06. / ZV) Nach jüngsten Zahlen umfasst das Deutsche Brotregister 1039 eigenständige Sorten, die von insgesamt 417 Handwerksbetrieben gemeldet wurden. Dass die Deutsche Brotvielfalt weltweit ihresgleichen sucht, stand schon vorher außer Frage. Die erste Auswertung des Brotregisters übertrifft jedoch alle Erwartungen, heißt es aus Berlin. «Eigentlich war uns von Anfang an klar, dass in Deutschland weit mehr als 300 Brotsorten angeboten werden. Diese Zahl kursiert schließlich seit vielen Jahren und wurde nie überprüft», schmunzelt Peter Bäcker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV): «Jetzt haben wir sie mehr als verdreifacht und ein Ende ist noch nicht in Sicht». Anfang September will der ZV das Brotregister erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Darüber hinaus ist geplant, es in Form einer Internetseite für Verbraucher und Medien zugänglich zu machen. Weil dort auch die Herkunftsbetriebe der Brotsorten genannt werden, ist den beteiligten Bäckern das Interesse der regionalen Presse sicher. «Wir sind überzeugt, dass dies noch nicht die letzte Rekordzahl ist, die wir verkünden können. Je mehr Handwerksbäcker sich beteiligen, desto beeindruckender wird am Ende das Ergebnis. Auch Standard-Brotsorten verdienen den Eintrag ins Brotregister, sofern sie nach eigener Rezeptur gebacken und regelmäßig angeboten werden. Wir freuen uns über jeden einzelnen Bäcker und seinen Beitrag zu dieser einzigartigen Bestandsaufnahme der deutschen Brotsorten», sagt ZV-Hauptgeschäftsführer Amin Werner: «Machen Sie mit!»


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


G20: Agrarminister beschließen Aktionsplan

Paris / FR. (24.06. / bmelv) Zum Abschluss des Treffens der Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer hat Bundesministerin Ilse Aigner (BMELV) eine schnelle Umsetzung des beschlossenen Aktionsplans gefordert. «Von diesem G20-Treffen geht ein klares Signal aus: Die Agrarminister sind entschlossen, für mehr Transparenz auf den internationalen Märkten zu sorgen, um Missbrauch und Manipulation von Rohstoffpreisen einen Riegel vorzuschieben. Der in Paris beschlossene Aktionsplan enthält wirksame Maßnahmen, die nun möglichst schnell greifen müssen», sagt Aigner in einer Mitteilung. «Wir müssen die Funktionsfähigkeit der Agrarmärkte stärken, Markttransparenz und Marktinformation verbessern und alles daran setzen, die extremen Preisschwankungen einzudämmen». Aigner kündigte an, das Thema auf dem Internationalen Agrarministergipfel im Januar 2012 in Berlin weiter voranzutreiben. Frankreich hat die Preisschwankungen von Agrarrohstoffen zum Schwerpunkt seiner G20-Präsidentschaft erklärt. Deutschland unterstützt die Initiative Frankreichs, zur Verbesserung der weltweiten Ernährungslage und zur Eingrenzung extremer Preisschwankungen einen Aktionsplan zu verabschieden. Bundesministerin Aigner setzt sich für mehr Transparenz auf den Agrarmärkten und auf internationaler Ebene für gemeinsames Engagement gegen Missbrauch und Manipulation von Preisen ein. Ihr Ziel ist es, die Auswirkungen übermäßiger Preisschwankungen im Agrarrohstoff- und Lebensmittelbereich zu mindern ohne die Funktionsfähigkeit der Märkte zu beeinträchtigen. Weitere Informationen lesen Interessenten auf dem BMELV-Server unter «Transparenz auf den Agrarmärkten».

Perspektiven: der OECD-FAO-Agrarausblick 2011-2020

Rom / IT. (18.06. / fao) Der OECD-FAO-Agrarausblick 2011 zeigt die Trends an den Weltmärkten für Biokraftstoffe, Getreide, Ölsaaten, Zucker, Fleisch, Milchprodukte und zum ersten Mal auch für den Fischereisektor von 2011 bis 2020 auf. Die jüngste Ausgabe enthält zudem eine Evaluierung der neuesten Entwicklungen, Kernprobleme und Ungewissheiten an diesen Märkten. Die Originalversion «Agricultural Outlook 2011-2020» von OECD und FAO ist 197 Seiten stark und die Quelle, auf die sich in nächster Zeit etliche Verbände und andere Institutionen mit ihren Interpretationen berufen werden. Für deutschsprachige Interessenten aus den backenden Branchen ist nur wichtig zu wissen, dass sie den Wälzer im Zweifelsfall nicht kaufen müssen, sondern als E-Book kostenfrei on Line lesen können. Eine deutschsprachige Zusammenfassung auf sechs Seiten versorgt sie zudem mit der Essenz – zum Beispiel den Annahmen, dass die Rohstoffpreise voraussichtlich auf höherem Niveau verharren werden; die Inflation der Nahrungsmittelpreise Anlass zu Besorgnis gibt; die Agrarproduktion langsamer wachsen wird; auch der Agrarhandel langsamer wachsen wird; die Nachfrage nach Agrarrohstoffen zur Erzeugung von Biokraftstoffen gleichzeitig weiter steigen wird.


PERSONEN + EHRUNGEN


Bäcker-Nationalmannschaft: ohne Fleiß kein Preis

Berlin. (24.06. / ZV) Die Nationalmannschaft des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) traf sich zu einem Trainingswochenende an der Bundesakademie in Weinheim. Unter der Leitung von Teamchef LIM Wolfgang Schäfer wurden die Erfahrungen der Wettbewerbe in der Schweiz, in Italien und Japan ausgewertet. Zudem kamen anstehende Aktivitäten zur Sprache. Der Schwerpunkt des Wochenendes lag jedoch im praktischen Training. Hier stärkten sich die sieben Mitglieder um Team-Kapitän Siegfried Brenneis nicht nur gegenseitig. Sie hatten mit dem Franzosen Claude Hammer einen geschätzten Experten eingeladen, der in Weinheim das Backen typisch französischer Gebäcke demonstrierte. Maitre Hammer ist Fachlehrer an der Bäckerfachschule Haguenau im Elsass und vertrat Frankreich bereits mehrfach erfolgreich bei internationalen Backwettbewerben. Ebenfalls beim Training dabei waren Felix Remmele und Marc Mundri, Gewinner der Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend 2010. Als solche werden sie Deutschland bei der Internationalen Jugendmeisterschaft der Bäcker 2011 vertreten, die in diesem September turnusgemäß in Deutschland, und zwar in Weinheim ausgetragen wird.


BOOKMARKS + BOOKS


Destatis: Die Erwerbsbeteiligung Älterer nimmt zu

Wiesbaden. (22.06. / destatis) Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg zwischen 2000 und 2009 von 37 Prozent auf 56 Prozent und damit so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden weiter mitteilt, waren nach Erreichen des 65. Lebensjahrs in Deutschland noch vier Prozent der Bevölkerung erwerbstätig. Der EU-Durchschnitt liegt bei fünf Prozent. Deutschland hat die älteste Bevölkerung der EU. Ende 2009 lebten hierzulande rund 16,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 20,7 Prozent. In keinem anderen EU-Land lebten prozentual mehr ältere Menschen. Irland verzeichnete mit 11,3 Prozent EU-weit den geringsten Anteil älterer Menschen. Der EU-Durchschnitt lag 2009 bei 17,4 Prozent. Weitere Daten zu älteren Menschen in Deutschland und den EU-Nachbarländern entnehmen Interessenten der neuen Publikation «Ältere Menschen in Deutschland und der EU» (Format PDF; 93 Seiten; 7’435 KB).

Global Industry: «Thriving in a Connected World»

Hamburg. (bm) Digital transformation is connecting billions of people worldwide, empowering consumers and enabling consumer packaged goods (CPG) companies to manage the enterprise more effectively and efficiently to drive growth, according to Thriving in a Connected World, the Grocery Manufacturers Association (GMA) and PwC US 2011 Food, Beverage, and Consumer Products financial performance report released this week. Now in its 15th year, the report includes analyses based on public information from 148 companies in the food, beverage and consumer products sector. Other topics of the week:

Title Region Date
ConAgra: Reports Strong Comparable Q4/2011 EPS Growth (US) Fri 06-24
Kellogg: Reveals Results of Breakfast Survey (US) Fri 06-24
Snyder’s-Lance: Largest Solar Farm in PA Completed (US) Thu 06-23
WGC: Whole Grain Stamp on 5’000 Products in 22 Countries (US) Thu 06-23
Au Bon Pain: Launches Cafe Remodel Program (US) Wed 06-22
US Retail + Consumer: «Thriving in a Connected World» (US) Wed 06-22
Yamazaki Baking: plans to halve its product range (JP) Tue 06-21
FDA: unveils new global strategy of imports (US) Tue 06-21
Nestle: to invest another 100 million USD in Indonesia (CH) Mon 06-20
Nestle: to acquire Centroproizvod in Serbia (CH) Mon 06-20
FAO: Higher agriculture commodity prices here to stay (IT) Mon 06-20
Fazer: acquires Swedish artisan bakery Gateau (FI) Sat 06-18
Fazer: strengthened positions and increased profitability (FI) Sat 06-18
Campbell: Appoints Edgecombe President of Asia Pacific (US) Sat 06-18


REZEPTE + IDEEN


CWC: French Toast mit Walnuss-Füllung

Image Frankfurt. (24.06. / cwc) Sie suchen für Ihr Brunch-Angebot mal etwas anderes? Das kleine Rezept «French Toast mit Walnuss-Füllung» der California Walnut Commission (CWC) ist zwar eher was für extreme Süßmäuler – aber das muss ja nicht schlecht sein. Im Gegenteil: Der Toast ist schnell fabriziert und das Ergebnis macht bei etwas Sorgfalt richtig was her.

Zutaten: Für vier Portionen benötigen Sie 8 Scheiben Kastenweißbrot (2-3 cm dick); 100g Erdbeer- oder Himbeermarmelade; 65g kalifornische Walnüsse, gehackt; 225ml fettarme Milch; 4 Eier; 2 EL Zucker; 1/2 TL Zimt; 225g Cornflakes; Puderzucker und Ahornsirup zum Servieren.

Zubereitung: Den Backofen auf 250° Celsius vorheizen. Ein Backblech mit Alufolie auslegen. Mit einem scharfen Messer jede Weißbrotscheibe quer einschneiden, so dass eine Tasche entsteht.

Für die Füllung in einer kleinen Schüssel die Marmelade mit der Hälfte der Walnüsse verrühren. Davon je zwei Teelöffel in den Weißbrottaschen verteilen und leicht andrücken, damit sich die Taschen verschließen.

In einer flachen Schüssel Eier, Milch, Zucker und Zimt miteinander verquirlen. Die Cornflakes mit den Händen in kleine Stücke brechen und mit den restlichen Walnüssen in eine zweite Schüssel geben und vermengen. Eine Weißbrotscheibe zuerst in die Eiermischung legen und mehrmals wenden, bis sie vollständig mit der Masse getränkt ist. Danach das Brot mit beiden Seiten in die Walnuss-Cornflakes-Mischung drücken, bis diese gut anhaftet. Die fertige Scheibe beiseite legen und den Vorgang mit den restlichen Weißbrotscheiben wiederholen.

Das Backblech mit der Alufolie im Ofen kurz erwärmen, herausnehmen und mit Speiseöl bepinseln. Die Weißbrotscheiben nebeneinander auf des Blech legen und fünf Minuten backen, bis sie auf der Oberseite leicht braun sind. Nun die Scheiben wenden und nochmals drei bis vier Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem warmen Teller anrichten. Mit Puderzucker bestäuben und mit Ahornsirup servieren.