Samstag, 10. April 2021

WB-24-2008

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 24. KW 2008 (07.06. bis 13.06.)
Download: https://www.webbaecker.de/08archivphp/wb2408.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Valora Holding: verkauft Gillebagaren AB an Continental Bakeries
02. Cornu SA: übernimmt Roland Murten und Cansimag
03. TK-Backwaren: Hiestand und IAWS schaffen Weltmarktführer
04. Österreich: 50 Jahre Fischer Brot

TERMINE + EVENTS:
05. DLG: Qualitätsprüfung für Brot und Kleingebäck ausgeschrieben
06. McDonalds Deutschland: spendiert 100 Studienplätze
07. Vorbilder für verantwortliche Unternehmenskultur gesucht
08. Ausgeschrieben: Deutsche Meisterschaft der Bäckerjugend
09. Pro Sieben: sucht Unternehmens-Erben
10. Ab September: Lebensmittelrechtsakademie in drei Blöcken

MANAGEMENT + BETRIEB:
11. KSK: Auch Gewerbetreibende können zur Zahlung verpflichtet sein
12. Forderungen: Zahlungen von Kunden sichern
13. KMU: Eigenkapitalquote hat sich nachhaltig verbessert

TRENDS + KONZEPTE:
14. «Au Backe… Zukunft?!»: ab sofort in neuem Format erhältlich
15. Amtlich: Umsätze in Gaststätten sinken mit Rauchverbot

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
16. ZMP: Weizenpreise unter Druck
17. ZMP: EU ist beim Weizen weltweit die Nummer 1
18. ZMP: Kaum noch Umsätze mit Bio-Getreide

PERSONEN + EHRUNGEN:
19. «Der Beck»: ist jetzt Kreishandwerksmeister
20. Nachgehakt: Was macht eigentlich Fredy Hiestand?

BOOKMARKS + BOOKS:
21. FH Bad Honnef + Dallmayr: Kaffee trifft Bildung
22. ZMP-Vorerntegespräch: 5. Ausgabe war restlos ausgebucht
23. Global Industry: Merger gives IAWS control of Hiestand

REZEPTE + IDEEN:
24. Mexiko-Brötchen: für sich ein kleiner Gaumenschmaus


MARKT + UNTERNEHMEN


Valora Holding: verkauft Gillebagaren AB an Continental Bakeries

Bern / CH. (11.06. / vh) Nach dem kürzlich erfolgten Verkauf der drei Produktionsbetriebe Roland Murten AG, Kägi Söhne AG und Cansimag France SA hat die Valora Holding AG nun auch für den Verkauf von Gillebagaren AB in Schweden einen Vertrag unterzeichnet. Käuferin von 100 Prozent des Aktienkapitals der Schweden ist die holländische Continental Bakeries B.V., eine der führenden europäischen Biskuitproduzenten im Eigenmarkenbereich mit einem Jahresumsatz von 250 Millionen Euro. Continental Bakeries B.V. will die Aktivitäten des Produktionsbetriebs fortführen und ausbauen. Die Mitarbeitenden werden zu den bisherigen Bedingungen weiter beschäftigt. Zum Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vertragsvollzug erfolgt, sobald das deutsche Bundeskartellamt seine Zustimmung zur Transaktion erteilt hat. Der Verkaufsprozess für den erfolgreichen Produktionsbetrieb Sørlandschips A/S in Norwegen sei weiterhin im Gange, heißt es aus Bern. Damit sei der geplante Devestitionsprozess des Own Brands Bereichs nahezu abgeschlossen und die Fokussierung von Valora auf die Kerngeschäfte Retail, Media und Trade Distribution weitgehend realisiert.

Cornu SA: übernimmt Roland Murten und Cansimag

Champagne / CH. (10.06. / csa) Die Boulangerie fine Cornu SA übernimmt den gesamten Aktienbestand der Roland Murten AG (Murten) und der Cansimag France SA (Elsass). Damit ergänze das Unternehmen seine Produktpalette, heißt es aus dem Kanton Waadt. Die 1934 in Champagne gegründete Cornu SA übernimmt die Aktien von der Investmentgesellschaft Argos Soditic SA. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Argos Soditic hatte erst im vergangenen April den Salzgebäckproduzenten Roland und den französischen Blätterteigbäcker Cansimag vom Berner Konsumgüterkonzern Valora gekauft. Auch damals wurde kein Preis bekanntgegeben. Cornu plane derzeit keinen Stellenabbau, sagt deren Geschäftsführer Marc-André Cornu in einer Presseinfo. Roland zählt laut Unternehmens-Homepage rund 150 Beschäftigte, Cansimag etwa 100 Mitarbeiter/innen. Bei der Boulangerie fine Cornu SA sind 160 Beschäftigte tätig.

TK-Backwaren: Hiestand und IAWS schaffen Weltmarktführer

Lupfig / CH. (09.06. / hag) Die schweizerische Hiestand Holding AG und die irische IAWS Group PLC schließen sich zur Aryzta AG zusammen, um gemeinsam den global rasch wachsenden TK-Backwarenmarkt besser zu erschließen. Beide Unternehmen beabsichtigen, ihre Holdinggesellschaften durch Aktientausch im Verhältnis von 36 Aryzta-Aktien für eine Hiestand-Aktie oder 0,5 Aryzta Aktien für eine IAWS-Aktie vollständig in die neu gegründete Aryzta AG mit Sitz in der Schweiz einzubringen. Dadurch entsteht ein weltweit in 15 Ländern und auf vier Kontinenten führendes Dienstleistungsunternehmen für hochwertige Tiefkühlbackwaren, die mit eigenen, hoch entwickelten Vertriebs-, System- und Logistik-Lösungen vertrieben werden. Mit einem pro forma-Umsatz von rund 3,8 Milliarden CHF, einem pro forma-EBITA von 343 Millionen CHF (diese Werte basieren auf den Zahlen vom 31. Juli 2007 von IAWS und vom 31. Dezember 2007 bei Hiestand) und weltweit rund 8’000 Beschäftigten wird Aryzta zum globalen Marktführer in diesem Geschäft. Aryzta wird an der SWX Swiss Exchange sowie an der irischen Börse in Dublin kotiert sein. Mit einer pro forma-Börsenkapitalisierung von rund 4,4 Milliarden CHF will Aryzta von Beginn weg überdurchschnittlich wachsen und aktiv an der Konsolidierung der Märkte besonders in Europa teilnehmen. Hiestand und IAWS, die seit 2005 an Hiestand mit 32 Prozent beteiligt ist, verfolgen ähnliche Geschäftsmodelle und weisen in Bezug auf Organisation, Führung und Unternehmenskultur eine hohe Übereinstimmung auf, heißt es aus Lupfig (Volltext).

Österreich: 50 Jahre Fischer Brot

Linz / AT. (09.06. / fb / wib) Die Fischer Brot Gesellschaft mbH blickt in diesem Jahr auf eine 50-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Was 1958 mit einer Kleinbäckerei in Linz begann, ist heute ein großer Backwarenbetrieb mit drei Produktionsstandorten und Vertrieb in ganz Österreich. Eine spannende Entwicklung, die das Familien geführte Unternehmen zum starken Partner des Lebensmittel-Einzelhandels werden ließ. Liefen 1958 noch beinahe 100 Prozent der Brotumsätze über die alpenländischen Handwerksbäcker, sind es heute nur noch 30 Prozent. «Der Vater hat rechtzeitig erkannt, dass mit dem Entstehen der Handelsketten größere Produktionsstrukturen nötig werden», sagt Roland Fischer. Er führt heute mit seinen Brüdern Alfred und Hubert einen der größten und erfolgreichsten Backbetriebe im Land, zählt rund 360 Beschäftigte und einem Jahresausstoß von etwa 25’000 Tonnen Brot. In den Anfangsjahren wurde Wilhelm Fischer für seine Produktionsweise und die Zusammenarbeit mit dem LEH eher angefeindet, erinnert sich Gattin Hildegard. Doch der Wandel wäre nicht aufzuhalten gewesen. «Nur durch solche Produktivitätssteigerungen wurde es möglich, dass Brot heute noch verhältnismäßig günstig ist», sagt Hubert Fischer. Seine Generation hat die Expansion fortgesetzt und 2003 ein Werk in Linz-Pichling und 2007 eines im Norden Wiens hinzugefügt. Mit moderner Logistik versorgt Fischer täglich österreichweit den Handel mit frischer Ware.


TERMINE + EVENTS


DLG: Qualitätsprüfung für Brot und Kleingebäck ausgeschrieben

Frankfurt / Main. (13.06. / dlg) Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat jetzt die Internationale Qualitätsprüfung für Brot, Kleingebäck und Getreidenährmittel ausgeschrieben. Der international führende Test, der jährlich stattfindet, verzeichnet seit mehreren Jahren wachsende Teilnehmerzahlen aus dem In- und Ausland. Anmeldeschluss ist der 22. August.
Info: Details zum DLG-Qualitätstest 2008 sind erhältlich bei der DLG, Eschborner Landstr. 122 in 60489 Frankfurt; Telefon 069/24788-354, Telefax 069/24788-115, E-Mail: backwaren um dlg.org – siehe auch https://www.dlg.org/backwaren

McDonalds Deutschland: spendiert 100 Studienplätze

München. (13.06. / mdd) Gemeinsam mit der Internationalen Berufsakademie (IBA) bietet McDonalds Deutschland ab dem 01. Oktober Schulabgängern mit Abitur oder Fachhochschulreife die Möglichkeit, ein Studium der internationalen Betriebswirtschaftslehre in der Fachrichtung «Hotel- und Tourismusmanagement» zu absolvieren. Zum Auftakt stehen insgesamt 100 Studienplätze zur Verfügung. Die Gebühren für das Studium an der renommierten IBA werden dabei von McDonalds übernommen.
Info:

Vorbilder für verantwortliche Unternehmenskultur gesucht

Düsseldorf. (13.06. / cc) Für den Preis der Initiative «Freiheit und Verantwortung» können sich Unternehmen ab sofort bewerben. Mitmachen kann, wer sich in besonderer Weise gesellschaftlich engagiert – beispielsweise in Jugendarbeit, in Bildung, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Wettbewerb läuft bis zum 15. September. Ausschreibung und Bewerbungsformular gibt es auf der Homepage zum Herunterladen.

Ausgeschrieben: Deutsche Meisterschaft der Bäckerjugend

Weinheim. (13.06. / adb) Das Finale der «Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend» wird vom 08. bis zum 11. November an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim ausgetragen. Jetzt hat der zuständige Berufsbildungsausschuss das Thema festgelegt, das gleichermaßen für die Kammerwettbewerbe, die Landeswettbewerbe als auch die Deutsche Meisterschaft gelten: «Stadtmusikfest 2008». Für die drei Besten der Deutschen Meisterschaft winken wertvolle Geld- und Sachpreise. Doch auch die übrigen Teilnehmer erhalten Präsente, lernen interessante Leute kennen und gewinnen eine Menge Erfahrungen. Kurzum: Es lohnt sich! Detaillierte Infos gibt es beim ausbildenden Betrieb und der zuständigen Bäckerinnung.

Pro Sieben: sucht Unternehmens-Erben

Berlin. (13.06. / eb) Der TV-Sender Pro Sieben sucht Erben, an die kürzlich ein mittelständischer Betrieb überging. Die Dokumentation der für den Sender produzierenden Story house Productions GmbH stellt einen Coach, der die Erben bei ihren ersten Schritten im eigenen Betrieb unterstützt. Den Erben wird laut Pro Sieben auch bei eventuellen Umbauten oder bei Modernisierungs-Maßnahmen unter die Arme gegriffen. Auch Nicht-Unternehmens-Erben dürfen sich melden, wenn Sie eine besonders interessante Erbschaft gemacht haben.
Info: Interessenten wenden sich bitte an Bianca Guttau und Bettina Gries von der Story house Productions GmbH in Berlin; Telefon 030/28093156, E-Mail gries um storyhousepro.com

Ab September: Lebensmittelrechtsakademie in drei Blöcken

Bonn / Marburg. (09.06. / bi) Im Herbst führt die Forschungsstelle für Europäisches und Deutsches Lebens- und Futtermittelrecht zum dritten Mal eine «Lebensmittelrechtsakademie» in Marburg durch. Ziel und Aufgabe dieser für Deutschland einmaligen Fortbildung ist es, dem steigenden Bedarf an versierten Praktikern im Lebensmittelrecht nachzukommen und Fachkompetenz systematisch und kompakt zu vermitteln. Diesmal neu: In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz findet am 21. November das 2. Marburger Symposium zum Lebensmittelrecht statt. Im Fokus der Vorträge und Diskussionen steht das Verbraucherinformationsgesetz. Die Lebensmittelrechtsakademie umfasst drei Blöcke zu folgenden Terminen: vom 22. bis 26. September; vom 20. bis 24. Oktober und vom 17. bis 21. November. Zielgruppe für die Lebensmittelrechtsakademie sind sowohl Berufstätige in der Lebensmittelbranche als auch Studierende der Rechts-, Agrar- und Ernährungswissenschaften sowie Studierende anderer Fachbereiche. Als Referenten der Lebensmittelrechtsakademie konnten die Veranstalter sowohl Vertreter der Lebensmittelwirtschaft und Wissenschaft als auch Mitglieder von Verbänden und Rechtsanwälte aus Fachkanzleien gewinnen.
Info: Details zur 3. Lebensmittelrechtsakademie (Format PDF | 139 KB) und Details zum 2. Marburger Symposium (Format PDF | 96 KB) sind auf dem Server der Uni Marburg zum Download erhältlich.


MANAGEMENT + BETRIEB


KSK: Auch Gewerbetreibende können zur Zahlung verpflichtet sein

Hannover. (13.06. / gg) Unternehmungen, deren Geschäftszweck in der Zusammenarbeit mit Künstlern liegt – zum Beispiel Verlage oder Galerien – ist die Prozedur ohnehin lange bekannt. Die wirkliche Neuerung besteht darin, dass die bisher für die Überwachung der Einhaltung des KSVG zuständige Künstlersozialkasse (KSK) nun die flächendeckende Erfassung und Überprüfung der abgabepflichtigen Unternehmen an die Deutsche Rentenversicherung abgegeben hat. Deren Autorität hat zur Folge, dass ihre Betriebsprüfungen die Abgabenpflichten vieler zusätzlicher Unternehmen zutage fördern. Zu den abgabepflichtigen Unternehmen gehören neben den typischen Verwertern wie etwa Verlage, Galerien, Orchester oder Gastspieldirektionen auch die so genannten Eigenwerber. Das sind Unternehmen, die unter Mitwirkung von Selbständigen für sich selbst werben oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben – und welches Unternehmen macht das nicht? Aus diesem Grund haben die Spezialisten der Gehrke Econ Gruppe in Hannover einige Fakten zusammengestellt, damit Sie Ihre Abgabepflicht an die KSK besser einschätzen können.
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2008/2408-GG-KSK.HTM

Forderungen: Zahlungen von Kunden sichern

Hannover. (13.06. / mvr) Wie und wo lässt sich die Bonität von Kunden prüfen? Welche Anreize für das zügige Bezahlen von Rechnungen gibt es? Und was empfiehlt sich, wenn der Kunde nicht zahlt? Tipps, wie Sie die Zahlungen von Kunden sichern können, hat «Mittelstand Direkt» zusammengestellt.

KMU: Eigenkapitalquote hat sich nachhaltig verbessert

Frankfurt / Main. (11.06. / kfw) Die Eigenkapitalausstattung der meisten mittelständischen Unternehmen hat sich seit 2002 deutlich verbessert. Das berichtet die KfW Bankengruppe in ihrem jüngsten WirtschaftsObserver, in dem regelmäßig erhobene Daten aus dem Mittelstand unter speziellen Fragestellungen ausgewertet werden. Die Verbesserungen in der Eigenkapitalausstattung betreffen KMU aller Größenklassen. Besonders stark ist der Anstieg bei großen Mittelständlern sowie bei Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe. Darüber hinaus ist es besonders Unternehmen mit bislang niedrigen Eigenkapitalquoten gelungen, diese merklich zu erhöhen. Eine Ausnahme bildet das Baugewerbe, wo die Mehrzahl der Unternehmen eine sinkende Eigenkapitalquote verzeichnet. Der WirtschaftsObserver bestätigt zugleich andere KfW-Untersuchungen, nach denen die Klagen der Unternehmen über eine Verschlechterung beim Kreditzugang abnehmen, während der Anteil jener Firmen, die Verbesserungen beim Zugang zu Krediten feststellen, deutlich zunimmt. Dies dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass sich die Unternehmen zunehmend bei den Kreditinstituten über deren Kriterien der Bonitätsprüfung informieren und sich auf die im Mittelstand vergleichsweise neue Ratingkultur eingestellt haben. Bemerkenswert ist, dass die Unternehmen diese Anpassung an veränderte Finanzierungsbedingungen in dem relativ schwachen konjunkturellen Umfeld des Untersuchungszeitraumes 2002 bis 2005 umgesetzt haben.


TRENDS + KONZEPTE


«Au Backe… Zukunft?!»: ab sofort in neuem Format erhältlich

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München. (12.06. / liv) Die Nachwuchskampagne «Au Backe… Zukunft?!» des bayerischen Bäckerhandwerks gibt es jetzt auch in der Version «quadratisch, praktisch, informativ»: Alle Lehrlingswarte des bayerischen Bäckerhandwerks erhielten im Mai einen Aktenkoffer im Look der Kampagne, der jede Menge Infomaterial über die Lehrberufe des Bäckerhandwerks enthält – inklusive Image-DVD und Powerpoint-Präsentation.

Amtlich: Umsätze in Gaststätten sinken mit Rauchverbot

Wiesbaden. (07.06. / destatis) Das Statistische Bundesamt hat die Umsatzentwicklung in Bundesländern mit und ohne Rauchverbot in Gaststätten verglichen, um Auswirkungen der Nichtraucherschutzgesetze auf den Umsatz des Gaststättengewerbes festzustellen. In der getränkegeprägten Gastronomie gingen demnach die Umsätze im Q3/2007 im Vergleich zum Vorjahresquartal in den Bundesländern mit Rauchverbot (Baden-Württemberg und Niedersachsen) real um 9,8% zurück, in den übrigen Bundesländern dagegen um 6,8%. Im Q4/2007 wurde in Hessen ein Nichtraucherschutzgesetz eingeführt. In diesem Quartal gingen in den Bundesländern mit Rauchverbot die realen Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal mit 14,1% erneut stärker zurück als in den übrigen Bundesländern (minus 8,8%). Zur getränkegeprägten Gastronomie zählen unter anderem Schankwirtschaften, Diskotheken und Tanzlokale, Bars und Vergnügungslokale. In der speisengeprägten Gastronomie, also in Restaurants, Cafes, Eissalons und Imbissstuben, war der Unterschied bei der Umsatzentwicklung zwischen Bundesländern mit und ohne Nichtraucherschutzgesetzen nicht gar so ausgeprägt. Im Q3/2007 hatte die speisengeprägte Gastronomie in Bundesländern mit Rauchverbot Umsatzrückgänge von 5,6% zu verzeichnen und in den übrigen Bundesländern in Höhe von 5,7%. Im Q4/2007 gingen dagegen die Umsätze in Bundesländern mit Rauchverbot um 6,3% zurück und in den übrigen um 5,4% (20745411,templateId=renderPrint.psml” >Volltext + Tabellen).


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


ZMP: Weizenpreise unter Druck

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Bonn. (07.06. / zmp) Enttäuschende weltweite Ernten, ungebremste Nachfrage und starke spekulative Aktivitäten führten an den internationalen Weizenmärkten ab Mitte 2007 zu einem Kursanstieg von bislang ungekannter Stärke. Ihren vorläufigen Höchststand erreichten die Weizen-Notierungen im Februar 2008. Seither zeigt die Kurskurve wieder kräftig nach unten. Der Grund für die jüngste Preisschwäche liegt maßgeblich in den optimistischen Angebotsprognosen. So deutet sich aufgrund einer Ausdehnung des Anbaus sowie der Aussicht auf höhere Erträge für 2008 eine Steigerung des weltweiten Weizenangebotes um gut 40 Millionen Tonnen an – berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn.

ZMP: EU ist beim Weizen weltweit die Nummer 1

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Bonn. (07.06. / zmp) Trotz mengenmäßig enttäuschender Ernten behauptet die Europäische Union auch 2007/2008 ihre Spitzenposition unter den weltweit wichtigsten Weizenerzeugungsregionen, gefolgt von China und Indien. Die Weizenausfuhren der EU bewegen sich zwar weiterhin über den Einfuhren, im Zuge der geringeren Erzeugung schrumpft der Exportüberhang allerdings deutlich. Insgesamt beläuft sich der Verbrauch in der EU-27 im Wirtschaftsjahr 2007/2008 voraussichtlich auf rund 119 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn.

ZMP: Kaum noch Umsätze mit Bio-Getreide

Bonn. (07.06. / zmp) Auf dem Markt für Bio-Getreide wird nur noch wenig Ware gehandelt. Die Mühlen und Futtermischer sind bis zur Ernte überwiegend knapp ausreichend versorgt. Aus der Landwirtschaft tauchen vereinzelt immer wieder Partien von Bio-Getreide auf, die bislang als Sicherheitsreserve für die Eigenversorgung oder auch aus spekulativen Gründen zurückgehalten wurden. Hierbei handelt es sich aber überwiegend um kleine Partien. Die Bereitschaft Kontrakte für die neue Ernte abzuschließen, ist eher begrenzt. Zu unsicher sind die Ertrags- und Qualitätsaussichten. Eine Spitzenernte ist weder quantitativ noch qualitativ in Sicht. So binden viele Landwirte nur Teile ihrer Ernte, auch um stärker von der Preisentwicklung nach der Ernte profitieren zu können. Denn es ist weiter von eher festen Preisen im Bio-Getreidemarkt auszugehen. Die steigenden Frachtkosten dürften die erwarteten Zufuhren aus Osteuropa nicht unbedingt günstiger machen als heimische Ware – berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn.


PERSONEN + EHRUNGEN


«Der Beck»: ist jetzt Kreishandwerksmeister

Erlangen. (12.06. / ft) Ein erfolgreicher Bäckerei-Unternehmer und Systemgastronom steht in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Handwerks im Raum Erlangen-Lauf-Hersbruck: Siegfried Beck (53), stellvertretender Obermeister der Erlanger Bäckerinnung, wurde bei der Jahreshauptversammlung der Kreishandwerkerschaft dieser Tage einstimmig zum neuen Kreishandwerksmeister gewählt. Beck ist Nachfolger von Reinhard Daeschler (63), der nach 18 Jahren im Amt nicht mehr kandidierte.

Nachgehakt: Was macht eigentlich Fredy Hiestand?

Baden / CH. (11.06. / eb) «Das Comeback des Gipfelikönigs» beschrieb der WebBaecker erstmals im Mai 2006. Angesichts der Megafusion zwischen der schweizerischen Hiestand Holding AG und die irischen IAWS Group PLC in diesen Tagen darf man sich aber ruhig wiederholen: So einzigartig die Karriere des Unternehmers Fredy Hiestand ist – irgendwann wurde ihm alles zu groß. Manche Quelle spricht gar davon, dass er unter den Dimensionen seiner A. Hiestand AG – heute Hiestand Holding und morgen Aryzta AG – schlicht und einfach litt. Nach dem Motto «Krisen sind Chancen» gab der Gipfelikönig in 2003 sein Comeback und gründete ein neues Unternehmen: die Fredy´s AG in Baden. Dort bäckt Hiestand Brote im Holzbackofen und nur mit Rohstoffen aus IP-Produktion – eine schweizerische Marke für besonders umweltschonende Anbauweise. Gemeinsam mit 80 Beschäftigten erzielte Fredy´s in 2007 einen Umsatz von 14 Millionen Schweizer Franken. Per 01. Januar übergab Hiestand (Jahrgang 1943) die Geschäftsführung an Alexander Jenny.


BOOKMARKS + BOOKS


FH Bad Honnef + Dallmayr: Kaffee trifft Bildung

Bad Honnef / München. (12.06. / fh) Die Alois Dallmayr Kaffee oHG und die Internationale Fachhochschule Bad Honnef / Bonn vereinbaren eine umfassende Kooperation rund um das Thema Kaffee im Zusammenhang mit der Fachhochschul-Infrastruktur und -Bildung. Die FH Bad Honnef ist die einzige deutsche Hochschule mit einem dezidierten Studiengang in Hospitality Management (Hotel Management). Geplant ist im Rahmen der Kooperation mit Dallmayr die Eröffnung einer «Coffee Lounge» auf dem Campus. Zusätzlich bieten die Münchener Kaffee-Experten Barista-Trainings für Studenten an. Ab dem Wintersemester 2008/2009 wird den Studenten des Fachbereichs Hotel Management außerdem in vier Unterrichtseinheiten das Thema Kaffee nähergebracht.
Info: https://www.fh-bad-honnef.de – https://www.dallmayr.de

ZMP-Vorerntegespräch: 5. Ausgabe war restlos ausgebucht

Bonn. (09.06. / zmp) Mit gut 160 Teilnehmern aus allen Bereichen der Getreide- und Ölsaatenwirtschaft schloss dieser Tage das 5. ZMP-Vorerntegespräch. Die große Resonanz sei ein Ausdruck für die enorme Dynamik an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten, die gerade in den letzten Wochen nicht lebhafter hätte sein können, sagte ZMP-Geschäftsführer Ralf Goessler in Berlin. Der Teilnehmerkreis der bis auf den letzten Platz ausgebuchten Veranstaltung habe die gesamte Branche gut und ausgewogen widergespiegelt. Die Fachtagung selbst hatte in diesem Jahr Schwerpunkte, die sich an den «Megathemen» der Getreide- und Ernährungswirtschaft orientierten. Ohne näher darauf eingehen zu wollen: Seitens der ZMP (Bonn), des Verbands Deutscher Mühlen (Bonn) und der Interessengemeinschaft der Erzeugerzusammenschlüsse in Sachsen (Chemnitz) kam viel interessantes Material dabei herum – übersichtlich zusammengefasst in einer achtseitigen Pressemappe (404 KB) inklusive anschaulicher Grafiken.

Global Industry: Merger gives IAWS control of Hiestand

Hamburg. (bm) IAWS Group this week finally got its hands on the Swiss Hiestand Holding, executing a takeover of the company in a deal presented to the market and regulators as a merger. There were good reasons for this: It avoided a bidding war and will doubtless help to convince the Swiss management that they are not losing anything – for example the «Irish Independent» said. Other topics of the week:

Title Region Date
Lotte: confectionary giant opens new plant in Russia (KR) Thu 06-12
Kraft Foods: plans new biscuit plant near Moscow (US) Thu 06-12
Valora Holding: sells Gillebagaren to Continental Bakeries (CH) Wed 06-11
Belize: Flour shortage forces closure of bakeries (BZ) Wed 06-11
General Mills: acquires Humm Foods (US) Tue 06-10
IAWS and Hiestand: create global leader in value added baked goods (CH) Mon 06-09
Nigeria: Other countries, other problems (NG) Mon 06-09
Mombasa Maize Millers: acquires two rivals as prices of food rise (KE) Mon 06-09
Rumours: IAWS and Hiestand in advanced merger talks (IE) Sat 06-07
Fazer: increases shareholding in Svenska Försvarsrestauranger (EE) Fri 06-06


REZEPTE + IDEEN


Mexiko-Brötchen: für sich ein kleiner Gaumenschmaus

Isernhagen. (12.06. / is) Drei Kilogramm Schmalz, drei Kilo eingelegter grüner Pfeffer, ein Liter Malzextrakt, 20 Kilo Gemüsepaprika – gerechnet auf eine Gesamtmehlmenge von einer Dezitonne können sich kreative Bäcker an dieser Stelle vermutlich vorstellen, weshalb die Mexiko-Brötchen aus der IsernHäger Ideenbäckerei Mexiko-Brötchen heißen. Dabei kommt nicht nur Weizenmehl zum Einsatz, sondern ebenso ein guter Teil Roggenmehl. Für zusätzliche geschmackliche Abrundung sorgt die IsernHäger Brotfermentation, die ganz nebenbei – Sie wissen es – die Frischhaltung Ihrer Brötchen verbessert. Wir wünschen Ihnen frohes Gelingen, guten Appetit und viele neugierige Kunden.
ODS (17 KB): 2408-ISERN-MEXIKOBROET.ODS
XLS (82 KB): 2408-ISERN-MEXIKOBROET.XLS
PDF (140 KB): Mexiko_Broetchen.pdf