Freitag, 1. März 2024

WB-21-2011

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 21. KW 2011 (21.05. bis 27.05.)
Download: https://www.webbaecker.de/11archivphp/wb2111.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. LIV Bayern: «Mehr Wertschätzung für das Lebensmittel Brot»
02. Flammkuchen-Profi: rüstet sich für die Zukunft
03. Erlenbacher: Erweiterung für 35 Millionen Euro abgeschlossen
04. Tagung: Müller stimmen auf Preissteigerungen ein

MANAGEMENT + BETRIEB:
05. Neuer Service: der ergänzende «Marvin-Server»
06. Nordzucker: Ergebisse deutlich über den Erwartungen
07. Hamburg: ehrt «beste Arbeitgeber 2011»
08. Rewe Gruppe: erwirtschaftet Rekordergebnis
09. Halloren: ist mit Geschäftsverlauf zufrieden

MARKETING + VERKAUF:
10. Gutes aus Hessen: Beste Marketing-Ideen 2011
11. «Unser Frühstücksbäcker»: Bestellfrist bis 06. Juni verlängert
12. Aigner: Deutsches Brot als Weltkulturerbe schützen

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
13. «lebensmittelklarheit.de»: kommt im Juli
14. BLL: Wer die «Ampel» will, muss sie finanzieren können
15. EHEC: Gute Hygienepraxis schützt vor Infektion
16. Für und wider: Hygiene-Signal an der Restauranttür
17. Zentralverband: sagt Nein zum Kontrollbarometer
18. Dehoga: «Ampel» kann Existenzen gefährden

PERSONEN + EHRUNGEN:
19. Heberer: scheidender Präsident sieht AIBI auf gutem Weg
20. Schwarzwald: 100 Jahre Bäckerei Fischer

BOOKMARKS + BOOKS:
21. Global Industry: Sale of Tasty Baking finished

REZEPTE + IDEEN:
22. Populär + lecker: das Hafer-Weizen-Brot


MARKT + UNTERNEHMEN


LIV Bayern: «Mehr Wertschätzung für das Lebensmittel Brot»

München. (27.05. / liv) Für die große Mehrheit der Deutschen ist nach wie vor Brot das Grundnahrungsmittel Nummer eins. Auf dem Verbandstag des bayerischen Bäckerhandwerks am 22. Mai in Kulmbach betonten deshalb sowohl die Festrednerin, Bundesministerin Ilse Aigner, MdB, als auch der Landesinnungsmeister (LIM) des bayerischen Bäckerhandwerks, dass die gesellschaftliche Wertschätzung für Brot verbessert werden müsse. LIM Heinrich Traublinger, MdL a. D. sprach dabei sich vor allem gegen bürokratische Behinderungen von traditionellen Rezepturen und Produktionsverfahren für Brot aus. Als Beispiele nannte er die immer noch nicht ganz ad acta gelegten Bestrebungen der EU, einen Salzgrenzwert für «gesundes» Brot festzulegen und die überkomplizierte Regelung für die Kennzeichnung allergener Stoffe. Ministerin Aigner begrüßte ausdrücklich das Anliegen des Bäckerhandwerks, die deutsche Brotvielfalt als immaterielles Weltkulturerbe durch die Unesco anerkennen zu lassen. Angesichts der erst wenige Tage zurückliegenden Entscheidung für die Hygiene-Ampel spielte natürlich auch dieses Thema eine große Rolle. Traublinger stellte klar: «Wir halten die Hygiene-Ampel nicht nur für überflüssig sondern auch für gefährlich» – heißt es in einer Mitteilung anlässlich des Bäcker-Verbandstags 2011 in Kulmbach.

Flammkuchen-Profi: rüstet sich für die Zukunft

Offenbach / Queich. (27.05. / fp) Die Flammkuchen-Profi GmbH an der Südlichen Weinstraße setzt seit 1982 auf «leckere Geschäfte für die Gastronomie und Umsatzwachstum mit Geschmack». Jetzt investierte das Unternehmen über drei Millionen Euro in seinen rund 11.000 Quadratmeter großen Produktionsstandort, um sich für die Zukunft zu rüsten. Unter Qualitätsgesichtspunkten sei es dabei gelungen, die komplette Flammkuchen-Produktion nahezu vollständig zu automatisieren. Die besondere Herausforderung war demnach, dass diese automatisierte Beschleunigung der Handwerksqualität ohne Geschmackseinbußen gelingen musste (und gelang). «Wir müssen unseren Kunden in der Gastronomie das gleiche traditionelle Geschmackserlebnis servieren, wie es ansonsten nur das ‘Elsässer Original’ gewährleistet», sagt Andreas Hutter, der als Inhaber und Geschäftsführer das Unternehmen seit seiner Gründung führt.

Erlenbacher: Erweiterung für 35 Millionen Euro abgeschlossen

Groß-Gerau. (25.05. / ndag) Die Erlenbacher Backwaren GmbH, 100-prozentige Tochter der Nestle Deutschland AG, hat in den letzten Jahren am südhessischen Stammsitz rund 35 Millionen Euro in einen neuen Erweiterungsbau investiert (siehe WebBaecker 39/2010). Dadurch steigt die Produktionskapazität in Groß-Gerau um bis zu 50 Prozent. Der Ausbau unterstützt zudem die Wachstumsstrategie von Erlenbacher. Ziel ist es, den zuletzt im unteren dreistelligen Millionenbereich liegenden Umsatz bis 2020 zu verdoppeln. Eine große Rolle spielt dabei der Export. Derzeit liegt der Anteil der Ausfuhren bei rund 25 Prozent – geliefert in 34 Länder. Besonders Spanien, Polen und Russland sind wichtige Zielmärkte, heißt es in einer Mitteilung aus Groß-Gerau.

Tagung: Müller stimmen auf Preissteigerungen ein

Bonn. (24.05. / vdm) Lebensmittelpreise haben aktuell neue Höchststände erreicht. Bei Getreideerzeugnissen ist dies unter anderem eine Folge von Ernteausfällen, schlechten Qualitäten, ungünstigen Ernteprognosen sowie steigendem Konsum besonders in Schwellenländern. Die Marktmechanismen in der Getreidekette vom Korn zum Brot erläuterte der Ökonom Harald Schedl von der Unternehmensberatung Simon-Kucher + Partners während der Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Mühlen (VDM) in Krefeld. In der Diskussion des Vortrags kam zum Ausdruck, dass Mehl aus Sicht der Müller zurzeit deutlich mehr wert ist, als es kostet – zumal Bäcker und Verbraucher die schlechteren Getreidequalitäten beim Backen nicht spürten. Die deutschen Mühlen gewährleisten durch überregionale Käufe und technologische Prozesse, dass Mahlerzeugnisse die gewohnt hohen Anforderungen an Backqualität und Lebensmittelsicherheit erfüllen. Dies habe seinen Preis. Ein weiterer Faktor für Preissteigerungen bei Rohstoffen ist die bekannte Nutzungskonkurrenz um Getreide zwischen Nahrungsmittel- und Energieerzeugung. Getreide kann sowohl für die Mehl- und Futtermittelherstellung als auch für Agro-Kraftstoffe genutzt werden. Die heutige Bioenergiegewinnung dürfe aber nicht zu Lasten der Ernährungssicherheit gehen, betonen die Müller. «Der VDM unterstützt deshalb die Bioenergiegewinnung aus Reststoffen, nicht aber aus Brotgetreide», sagt Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer.


MANAGEMENT + BETRIEB


Neuer Service: der ergänzende «Marvin-Server»

Kronau. (27.05. / goe) Geschwindigkeit und Effizienz sind wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Unternehmen. In Herstellung, Versand und Logistik können erhebliche Summen durch Ablaufoptimierung, neue Techniken und Maschinen gespart werden. Obwohl in der Produktion meist in regelmäßigen Zyklen modernisiert wird, entdecken die Spezialisten von Goecom dagegen in der Verwaltung immer wieder Computersysteme, die zwar nicht gerade museumsreif, aber schon wesentlich veraltet sind. Neue Softwaretechniken fordern als Grundlage jedoch immer stärkere PC- und Serversysteme. Auch die Performance von Marvin – als servergestütztes Bäckereibranchenprogramm – ist direkt abhängig von der eingesetzten Server-Hardware. Daher sollten sowohl Server wie auch Arbeitsplatzrechner ebenfalls in regelmäßigen Abständen erneuert werden – wenn möglich, spätestens alle drei Jahre. Und genau an dieser Stelle bietet Goecom allen Marvin-Anwendern einen neuen exklusiven Zusatzservice, bei Bedarf auch in Kooperation mit den Vor-Ort-Betreuern der eingesetzten Hardware: Ab sofort stellen Ihnen die Software-Spezialisten preisgünstig einen speziellen Marvin-Server zur Verfügung, der in Punkto Leistung und Kapazität optimal auf den Betrieb von Marvin abgestimmt ist. Wie das geht und was Sie davon haben, erklärt ein Beitrag im jüngsten Goecom,:::::.de/Service/newsletter/archiv/11-05-16.html” >Goecom Newsletter 05/2011.

Nordzucker: Ergebisse deutlich über den Erwartungen

Braunschweig. (27.05. / nag) Die Nordzucker AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 ein operatives Ergebnis von 188 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 91 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen. Diese positive Entwicklung wurde vor allem durch eine erfreuliche Markt- und Absatzsituation in allen drei Konzernregionen sowie durch eine konsequente Konsolidierung innerhalb des Konzerns erreicht. Der Konzern konnte außerplanmäßig Schulden in erheblicher Höhe tilgen, heißt es in der Presseinfo «Nordzucker kehrt zu alter Stärke zurück».

Hamburg: ehrt «beste Arbeitgeber 2011»

Hamburg. (27.05. / sbb) Springer Bio-Backwerk schätzt seine 58 Mitarbeiter/innen als wertvolles Potenzial. Das Unternehmen ist bestrebt, sie durch familienfreundliche Vereinbarungen und gute Arbeitsbedingungen langfristig an den Betrieb zu binden. Für vorbildliche Arbeitsschutzregelungen bei konsequenten Umweltschutzmaßnahmen hat das Amt für Arbeitsschutz Hamburg das Unternehmen jetzt in die höchste Gruppe der Betriebe mit vorbildlichen Arbeitsschutzregelungen eingestuft. Springer Bio-Backwerk hat am Wettbewerb «Hamburgs beste Arbeitgeber 2011» teilgenommen und den 6. Platz belegt, umringt von Unternehmen aus Gastronomie, Handel, IT, Versicherung, Marketing und anderen Wirtschaftszweigen. Auf Basis von Management- und individuellen Analysen wie etwa Mitarbeiterbefragungen, wurden die Teilnehmer verglichen und die besten Arbeitgeber ermittelt. Die Analysen sind unter anderem für die Teilnehmer hilfreich um Verbesserungspotenziale heraus zu stellen und eine nachhaltige Personalpolitik zu sichern. Von den Ergebnissen profitiert das Unternehmen durch seine Attraktivität für Bewerber mit qualifizierten Fachkenntnissen aber auch die Mitarbeiter. Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch Sonderpreise für weiterreichende hervorragende Leistungen vergeben. Springer Bio-Backwerk wurde mit dem Sonderpreis für Kunden- und Serviceorientierung ausgezeichnet, eine Leistung, von der die Kunden profitieren. Diese Zertifizierungen im Zusammenspiel mit zahlreichem Engagement auf ökologischem und sozialen Gebiet – ein echter Mehrwert für Springer Bio-Backwerk.

Rewe Gruppe: erwirtschaftet Rekordergebnis

Köln. (27.05. / rg) Die Rewe Gruppe hat mit einem Gesamtaußenumsatz von über 53 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 den höchsten Umsatz in der über 80-jährigen Firmengeschichte erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von vier Prozent. Während die Einzelhandelsbranche in Deutschland lediglich um knapp zwei Prozent zulegte, wuchs die genossenschaftliche Unternehmensgruppe auf ihrem Heimatmarkt um 4,2 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Das Kölner Handels- und Touristikunternehmen konnte sich damit erneut deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickeln, heißt es in einer Mitteilung aus Köln. Im Ausland wuchsen die Umsätze um 3,5 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro.

Halloren: ist mit Geschäftsverlauf zufrieden

Halle / Saale. (27.05. / hag) Die Halloren Schokoladenfabrik AG ist mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2011 «durchaus zufrieden», wie der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé in einer Mitteilung sagt. Der Konzernumsatz erhöhte sich demnach um 12,3 Prozent von 13,23 Millionen Euro auf 14,85 Millionen Euro. Die Gesamtleistung verbesserte sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an Halbfertig- und Fertigwaren sowie der sonstigen betrieblichen Erträge im gleichen Zeitraum um etwa 12,8 Prozent von 13,72 Millionen Euro auf 15,5 Millionen Euro. Die Ertragsseite war im Berichtszeitraum maßgeblich durch die Kostensteigerungen im Materialbereich belastet. Besonders die Beschaffungskosten für Hauptrohstoffe wie Kakao, Zucker und Milchprodukte lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bleibt mit 1,44 Millionen Euro nahezu konstant zum Vorjahresergebnis (1,46 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag für den Berichtszeitraum bei 0,51 Millionen Euro und ist somit gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent verbessert. Lellé: «Mit diesen Kennzahlen liegen wir im Rahmen unserer Erwartungen».


MARKETING + VERKAUF


Gutes aus Hessen: Beste Marketing-Ideen 2011

Wiesbaden. (24.05. / gah) Die Marketinggesellschaft «Gutes aus Hessen» (MGH) hat erstmals einen Preis für die besten Marketing-Ideen überreicht. Die hessische Agrarministerin Lucia Puttrich und der Aufsichtsratsvorsitzende der MGH, Walter Schütz, zeichneten in Wiesbaden neun Teilnehmer der beiden hessischen Qualitäts- und Herkunftszeichen «Geprüfte Qualität – Hessen» und «Bio-Siegel – Hessen» mit einem Preis und einer Urkunde aus. In der Kategorie «360°-Kampagne» ging die Auszeichnung an die Nassauer Landbrot Huth GmbH aus Limburg. In der Kategorie «Verkaufsmaterial» konnte der Schwälmer Brotladen Viehmeier GmbH + Co. KG aus Gilserberg die Jury überzeugen. Details zu den Kampagnen finden Interessenten auf den angegebenen Websites.

«Unser Frühstücksbäcker»: Bestellfrist bis 06. Juni verlängert

Berlin. (24.05. / ZV) Ausgewogen frühstücken? Nichts leichter als das! Mit Ihrer Anmeldung zur großen Frühstücksaktion des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) bis zum 06. Juni sichern Sie sich einen Platz in der ersten Reihe, wenn im kommenden Schuljahr das Thema «Ausgewogenes Frühstück» auf dem Lehrplan deutscher Grundschulen steht. Stellen Sie im Klassenzimmer Ihren Betrieb und seine leckeren Produkte vor und informieren Sie die Schüler aus erster Hand, wie sie mit einem leckeren Frühstück gut in den Tag kommen. «Damit möglichst viele Bäcker teilnehmen können, hat der ZV die Anmeldefrist verlängert», sagt Bäcker-Präsident Peter Becker. «Immer mehr Anfragen gehen bei uns ein und wir möchten sicherstellen, dass auch alle Schulen einen Bäcker in ihrer Nähe finden». Details gibt es unter baeckerhandwerk.de.

Aigner: Deutsches Brot als Weltkulturerbe schützen

Berlin. (23.05. / bmelv) «Unser täglich Brot» – das steht auf dem Speiseplan der Deutschen ganz oben. Mehr als 300 Brotsorten und mehr als 1.200 verschiedene Kleingebäcke aller Geschmacksrichtungen werden bundesweit von Bäckerinnen und Bäckern angeboten. «Brot aus Deutschland ist einmalig in seiner Vielfalt und Qualität. Die Leistungen der heimischen Bäcker sind weltweit anerkannt», erklärte Bundesministerin Ilse Aigner (BMELV) während der Mitgliederversammlung des bayerischen Bäckerhandwerks (LIV) in Kulmbach. Als Ernährungsministerin unterstützt Aigner die Idee des deutschen Bäckerhandwerks für ein «Brotregister» ausdrücklich. Demnach soll gemeinsam mit der Unesco eine Dokumentation der regionalen Vielfalt von Brotsorten erstellt werden. Das langfristige Ziel ist der Schutz der weltweit einmaligen deutschen Brotvielfalt als immaterielles Kulturerbe. Aigner warb zugleich für eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln (Volltext).


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


«lebensmittelklarheit.de»: kommt im Juli

Berlin. (27.05. / bmelv) In der Rede der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner im Rahmen des Deutschen Verbrauchertags unter dem Motto «Wie viel Staat braucht der Verbraucher?» weist die Ministerin darauf hin, dass das viel diskutierte Verbraucherportal «lebensmittelklarheit.de» im Juli seinen Dienst aufnimmt.

BLL: Wer die «Ampel» will, muss sie finanzieren können

Berlin. (27.05. / bll) Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) warnt angesichts der Entscheidung der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) über eine sogenannte «Restaurant-Ampel» vor unzureichenden Rahmenbedingungen. Nach seiner Auffassung kann eine bundesweit einheitliche Veröffentlichung von Ergebnissen der amtlichen Lebensmittelkontrolle nur dann funktionieren, wenn die zuständigen Bundesländer ihre personellen und finanziellen Mittel dazu deutlich aufstocken. BLL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Matthias Horst: «Es ist Wunschdenken zu glauben, dass solche Modelle ohne große Zusatzkosten oder Aufwand eingeführt werden können. Wer ein aussagekräftiges Hygiene-Kennzeichnungssystem etablieren möchte, muss für die dazu notwendigen häufigeren Kontrollen das nötige Geld in die Hand nehmen. Es sieht nicht so aus, als ob alle Bundesländer hierzu wirklich bereit sind», sagt der BLL-Hauptgeschäftsführer in einer Stellungnahme.

EHEC: Gute Hygienepraxis schützt vor Infektion

Bonn / Berlin. (26.06. / aid / rki) Das Robert Koch-Institut (RKI) vermittelt nicht den Eindruck, als wollte es seine Nachforschungen einstellen, nachdem es EHEC-Keime auf spanischen Salatgurken nachweisen konnte. Sicher ist zwar, dass die spanischen Salatgurken «eine» Quelle sind. Dass sie die einzige Keim-Quelle darstellen – dieser Sichtweise möchte sich das RKI noch nicht anschließen. Nicht nur in diesem Sinn haben die Ausführungen des aid infodiensts aus Bonn ihre Berechtigung – nachzulesen unter dem Titel «Gute Hygienepraxis schützt vor Infektion».

Für und wider: Hygiene-Signal an der Restauranttür

Bonn. (26.06. / aid) Jetzt also wirklich: Die Verbraucherschutzminister der Länder einigten sich am 19. Mai 2011 auf einer Sondersitzung darauf, dass die Ergebnisse der amtlichen Hygienekontrollen künftig verbindlich nach einem bundesweit einheitlichen System veröffentlicht werden. Eine Art Ampel wird ab 2012 ein klares Signal setzen, ob ein Betrieb sauber arbeitet. Während wir hierzulande aus den Verbänden viele Unkenrufe vernehmen, weist der aid infodienst in einem knappen Abriss darauf hin, dass der Hygiene-Smiley in Dänemark mittlerweile sein zehnjähriges Jubiläum feiert – und nach anfänglicher Ablehnung selbst die meisten Unternehmer überzeugte. In einer Nielsen-Umfrage von 2007 hätten von diesen rund 86 Prozent gesagt, dass der Smiley ein faires System sei – unabhängig vom Ergebnis der Bewertung. Allerdings: Dänemark sei nicht Deutschland, dämpft der aid vorschnelle Erwartungen hierzulande.

Zentralverband: sagt Nein zum Kontrollbarometer

Berlin. (25.05. / ZV) In der 20. Kalenderwoche stimmten die Bundesländer in Bremen über die deutschlandweite Einführung eines «Ampel-Systems» zur Veröffentlichung der Ergebnisse von Kontrollen der amtlichen Lebensmittelüberwachung ab (siehe WebBaecker 20/2011). Neben der Gastronomie ist davon auch das Lebensmittelhandwerk betroffen. Künftig sollen die Ergebnisse der letzten drei Lebensmittelkontrollen auf einer farbigen Skala dargestellt und in den Betrieben für alle sichtbar ausgehängt werden: Grün steht für keine oder geringfügige Mängel, Gelb für mittlere und Rot für schwerwiegende Mängel. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) lehnt die Einführung eines solchen Systems aus verschiedenen Gründen ab.

Dehoga: «Ampel» kann Existenzen gefährden

Berlin. (21.05. / dehoga) Ab 2012 soll ein Farbbarometer die Gäste über Sauberkeit und Hygienestandards in Restaurants und Kneipen informieren. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) spricht sich gegen die Einführung einer solchen Restaurant-Ampel aus, über die die Verbraucherminister der Länder vor wenigen Tagen in Bremen entschieden haben (siehe WebBaecker 20/2011). «Der Dehoga bekennt sich zur konsequenten Einhaltung der strengen gesetzlichen Lebensmittelhygieneregelungen und zum Verbraucherschutz. Jeder Gastwirt, der hygienische Missstände zu verantworten hat, schädigt nicht nur sein Geschäft, sondern das Image der gesamten Branche», erklärt Verbandspräsident Ernst Fischer in Berlin. «Die bestehenden Gesetze und Sanktionsmöglichkeiten bis hin zur Betriebsschließung sind völlig ausreichend im Sinne des Verbraucherschutzes». Die geplante Restaurant-Ampel lehnt der Dehoga ab. «Dieses System ist geeignet, Existenzen zu gefährden», sagt Fischer in einer Mitteilung des Verbands.


PERSONEN + EHRUNGEN


Heberer: scheidender Präsident sieht AIBI auf gutem Weg

Mühlheim / Main. (27.05. / gh) Dieser Tage findet der 32. Kongress der Association Internationale de la Boulangerie Industrielle (AIBI) in Berlin statt – der WebBaecker berichtete. Dort macht Georg Heberer turnusgemäß den Weg frei für einen Nachfolger an der Spitze des EU-Branchenverbands der Großbäckereien. Für den scheidenden AIBI-Präsidenten stellen der Verband eine gute Möglichkeit dar, Kontakte herzustellen oder zu vertiefen sowie das kollegiale Gespräch zu pflegen. Andererseits ist die Verbandsarbeit auf EU-Ebene heute unerlässlich: «Immer mehr für uns relevante Rahmenbedingungen werden in Brüssel festgelegt und entschieden. Die AIBI ist zu einem unerlässlichen Sprachrohr für die nationalen Verbände der Großbäckereien und ihre Mitglieder in der EU geworden». So wurde unter Heberers Präsidentschaft das Büro der AIBI, das bislang in Personalunion vom Verband Deutscher Großbäckereien in Düsseldorf geführt wurde, Anfang 2011 nach Brüssel verlegt, um die Präsenz dort deutlich zu erhöhen. Bereits jetzt zeichne sich ab, dass die AIBI-Arbeit mit ihrer neuen Generalsekretärin Susanne Döring dadurch schlagkräftiger geworden sei. «Der Umzug nach Brüssel war ein richtiger Schritt. Wir sind mit dem Sitz der Verbands in Brüssel noch näher am Puls des politischen Geschehens in der EU», sagt Heberer. Als wichtige Aufgabe für den Verband und seinen Nachfolger sieht er die weitere Verankerung der AIBI im Brüsseler Politikgeschehen sowie die effiziente Abstimmung mit den Interessen des Handwerks auf nationaler wie europäischer Ebene.

Schwarzwald: 100 Jahre Bäckerei Fischer

Titisee-Neustadt. (25.05. / div) Die Bäckerei-Konditorei Dirk Fischer im Regierungsbezirk Freiburg ist ein Familienbetrieb in vierter Generation. 1911 von Ernst und Wilhelmine Fischer gegründet, ist das Unternehmen heute «eine kleine, nach wie vor handwerklich arbeitende Bäckerei, bei der noch jedes Brot von Hand geformt wird». Das sagte dieser Tage Dirk Fischer gegenüber der Lokalpresse, die ihn ob des nahenden Firmenjubiläums ausfragte: 100 Jahre Bäckerei Fischer! Eine ereignisreiche Zeit, wie die lückenlose Chronik auf der Homepage des Betriebs bezeugt. Rund 80 Beschäftigte sorgen heute dafür, dass in den zwölf Filialen alles rund läuft. Zu einem Tag der offenen Tür lädt die Bäckerei-Konditorei und ihr Team am 29. Mai auf die Biberwiese in Titisee-Neustadt.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Sale of Tasty Baking finished

Hamburg. (bm) Flowers Foods Inc. and Tasty Baking Company announced the completion of Flowers´ all cash merger with Tasty Baking Company for a total purchase price of approximately 175 million USD, including the pay-off of Tasty´s indebtedness and transaction expenses. Tasty is now a wholly owned subsidiary of Flowers and is part of Flowers´ direct-store-delivery segment. Other topics of the week:

Title Region Date
This autumn: 31st Anuga with more than 6’500 suppliers (DE) Fri 05-27
Flowers Foods: Announces Three-for-Two Stock Split (US) Fri 05-27
Flowers Foods: Completes All Cash Merger With Tasty Baking (US) Fri 05-27
CPK: to Be Acquired by Golden Gate Capital (US) Thu 05-26
Lees Foods: pre-tax profits up 22 percent in FY 2010 (UK) Thu 05-26
Cargill: Names CVP Strategy + Business Development (US) Thu 05-26
Tim Hortons: board commences CEO search (CA) Thu 05-26
Krispy Kreme: 0,13 USD Earnings Per Share for Q1/2012 (US) Wed 05-25
Flowers Foods: Announces New 500 Million USD Credit Facility (US) Wed 05-25
Report: Sauces + Marinades Market Seasoned With Growth (US) Wed 05-25
FDA: Seven Tips for Cleaning Fruits and Vegetable (US) Wed 05-25
Campbell: Baking + Snacking sales up 10% in Q3/2011 (US) Tue 05-24
Global Concern: Increasing Food Prices Trump the Economy (US) Tue 05-24
DuPont: Announces Organization and Leadership Changes (US) Mon 05-23
Subway: To Open 2’000 North American Locations In 2011 (US) Mon 05-23
Flowers + Tasty Baking: cash tender offer is complete (US) Sat 05-21
Kronos Foods: Acquires Pita King Bread Manufacturer (US) Sat 05-21


REZEPTE + IDEEN


Populär + lecker: das Hafer-Weizen-Brot

Image Isernhagen. (27.05. / is) Eines der am meisten beim WebBaecker herunter geladenen Rezepte war/ist das «Hafer-Weizen-Brot» aus der IsernHäger Ideenbäckerei. Das ist eine Abwechslung, die Ihren Kunden gefallen könnte: Ausgehend von 100 Kilogramm Getreideprodukte und einer TA 165 ergibt das Rezept 286 Teiglinge zu je 600 Gramm Einwaage. Die Idee käme nicht aus dem IsernHäger VorteigCentrum, würden nicht zehn Kilo Brotfermentation die Frischhaltung deutlich unterstützen und das Aroma des frei geschobenen Haferbrots angenehm abrunden. Neben dem Rezept an sich und der Herstellungsanleitung stellen die Vorteig-Spezialisten wie gewohnt wichtige Details für Ihren Verkauf zur Verfügung. Alles Weitere siehe …

PDF (1.049 KB): 2111-ISERN-HAFER-WEIZEN.PDF

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