Donnerstag, 26. November 2020

WB-20-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 20. KW 2015 (09.05. bis 15.05.)
Download: https://www.webbaecker.de/15archivphp/wb2015.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. EuroPastry: übernimmt Mehrheit an Wenner Bakery
02. Schrammel: Traditionsbäcker stellt Betrieb ein

TERMINE + EVENTS:
03. Großbäcker: Filialtag bietet umfassendes Programm
04. BIBB: Was tun zur Förderung sozialer Kompetenzen?
05. AGF: Lebensmittelrechtstag für Erzeugnisse aus Getreide

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Jahresabschluss vollständig? Rückstellungen von A-Z
07. Edeka: setzt ertragsorientierten Wachstumskurs fort
08. Bilanz 2014: Fairtrade wächst um 26 Prozent
09. Klemme AG: Azubi-Tag stieß auf große Resonanz
10. HDE: Ladendiebstahl muss konsequent bestraft werden

TRENDS + KONZEPTE:
11. Tornados: in Deutschland verbreiteter als gedacht
12. Was bringt die Zukunft für die «Youth Economy»?

MARKETING + VERKAUF:
13. Ländlicher Raum: Distanzhandel ist der (!) Zukunftsmarkt
14. Investitionen: Handel legt Fokus auf Bezahl-Optionen
15. Umfrage: So bezahlen Kunden heute
16. Onlinehandel: startet mit deutlichem Plus ins neue Jahr

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
17. BÖLW: begrüßt Aufschub der Entscheidung zu neuem Öko-Recht
18. BMEL: Minister sieht EU-Öko-Verordnung auf gutem Weg

PERSONEN + EHRUNGEN:
19. Agravis: wählt ehemaligen Lieken-Chef in den Vorstand

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Next Decade Will Make or Break Companies

REZEPTE + IDEEN:
21. Dominosteine von Frischkäse mit Feldsalat


MARKT + UNTERNEHMEN


EuroPastry: übernimmt Mehrheit an Wenner Bakery

Barcelona / ES. (15.05. / eb) Die spanische EuroPastry SA hat die Mehrheit der Geschäftsanteile an der US-amerikanischen Wenner Bakery mit Sitz im Bundesstaat New York übernommen. EuroPastry setzte im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 429 Millionen Euro um – plus sieben Prozent gegenüber 2013. Die Katalanen zählen sich zu den weltweit größten Tiefkühlbäckern und die Zeichen stehen weiter auf Expansion. Auf dem US-amerikanischen Markt ist das Unternehmen seit 2013 unterwegs. Der Erwerb der Großbäckerei Wenner mit ihren drei Werken – Par-Bake Plant, Frozen Dough Plant, Baked Breads Plant – eröffnet EuroPastry die Möglichkeit, den US-amerikanischen Markt besser zu bearbeiten. Wenner setzt per Anno etwa 115 Millionen US-Dollar um und ist ein wichtiger Akteur im Segment der Mehrwert-Brote: Rustikale und wertschöpfende Spezialbrotsorten, die gut zum Sortiment der Katalanen passen und es ihnen ermöglichen, auf das Vertriebsnetz von Wenner aufzubauen. Abgesehen vom US-amerikanischen Markt ist EuroPastry weltweit in 40 Märkten präsent und zählt Produktionsstätten in fünf Ländern. Auch die letzte Investition vor Wenner sei eine Produktionsstätte gewesen, heißt es aus Barcelona – in Oldenzaal, Niederlande. Von den 429 Millionen Euro Umsatz, die EuroPastry 2014 generierte, stammen 23 Prozent aus dem Ausland. Dieser Anteil dürfte sich dank des Erwerbs der Mehrheit an der US-amerikanischen Großbäckerei deutlich erhöhen. Gegründet 1956 in Queens (NYC) als kleine Spezialitäten- Bäckerei für Challah- und Roggenbrote, entwickelte sich Wenner stetig. Eigenen Recherchen zufolge übernahm 2012 die Frontenac Private Equity Group aus Chicago die Mehrheit der Geschäftsanteile, um das Wachstum der Bäckerei weiter zu fördern. Diese Geschäftsanteile dürften es sein, die EuroPastry jetzt übernommen hat.

Schrammel: Traditionsbäcker stellt Betrieb ein

Wien / AT. (15.05. / akv) Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mitteilt, hat das zuständige Insolvenzgericht über das Vermögen der Schrammel Backmanufaktur GmbH ein Konkursverfahren eröffnet. Antragstellerin ist die Bäckerei, die namhafte Unternehmen in Österreich, wie zum Beispiel Spar Gourmet, Meinl oder Billa Corso, bislang mit Ihren Produkten belieferte. Grund für die Insolvenz ist, dass die Bäckerei ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnte. Die für den Betrieb nötige Energieversorgung wurde schlicht abgeschaltet. Das Unternehmen ist nicht mehr operativ tätig und jetzt geschlossen. Der Großteil der Dienstverhältnisse wurde beendet. Das Unternehmen sieht nun seiner Liquidation entgegen. Gegründet 1951, war die Bäckerei erstmals 2011 in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Damals half noch ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung, aus dem heraus Johannes Glaser das Unternehmen kaufte. Vor wenigen Wochen hatte der über die alpenländische Tagespresse noch angekündigt, die Bäckerei umzubauen und im Spätsommer wieder neu zu öffnen – Schrammelbrot sei «Kult», da könne man das so handhaben. Im Grunde ein industrieller Fertigungsbetrieb, verzichtete die Schrammel Backmanufaktur auf ein eigenes Filialnetz und setzte allein auf den Absatz über den österreichischen Lebensmittel- Einzelhandel. Analog zum bundesdeutschen Markt geraten auch mittelständische Bäcker in Österreich zunehmend unter Druck, weil der alpenländische LEH mehr und mehr selbst bäckt.


TERMINE + EVENTS


Großbäcker: Filialtag bietet umfassendes Programm

Düsseldorf. (15.05. / vdg) So vielfältig wie die Filialbäckereien in Deutschland, so vielfältig ist auch das Programm des Bäckerei-Filialtages am 23. Juni in Düsseldorf. Veranstalter ist der Verband Deutscher Großbäckereien (VDG), der Fachverband der Filial- und Liefer-Großbäckereien. Gerade wenn es um frische Lebensmittel geht, spielen Rechts- und Hygienefragen eine wichtige Rolle. Wie sieht es mit der Kennzeichnung loser Ware aus, welche rechtlichen und praktischen Fragen sind bei der Sonntagsarbeit zu beachten und ist der Mindestlohn eher ein Meilen- oder doch mehr ein Stolperstein? Welche besonderen Hygieneanforderungen gelten bei Filialbäckereien? Um wichtige Zahlen geht es beim neuen Prämienverfahren der Berufsgenossenschaft BGN, das massive finanzielle Vorteile für die Bäckereien mit sich bringt. Der neue IFH-Retail-Report «Brot und Backwaren» liefert aktuelle Analysen und Ausblicke zum Filialmarkt und helfen bei der Ausrichtung der Unternehmen. Das gilt auch für die Einführung von Alexander Heberer, dem Vorsitzenden des Beirates Filial-Großbäckereien beim Verband. Er befasst sich insbesondere mit dem Bedienungsverkauf und den neuen Chancen für ein bewährtes Geschäftsmodell. Abgerundet wird das Programm durch Vorträge zu den Themen Energieaudit und -management und neuen IT-Lösungen für die Filiallogistik. Programm Anmeldeformular können sich Interessenten vom Server der Großbäcker herunterladen. Die Dateien verfügen leider nicht über die obligatorische (*.pdf) Endung. Wer nicht weiß, wie man Dateien entsprechend vervollständigt, öffnet sie am besten mit seinem PDF-Reader, das sollte klappen.

BIBB: Was tun zur Förderung sozialer Kompetenzen?

Bonn. (13.05. / bibb) «Grüßen statt Mathe» – so lautete unlängst die Schlagzeile in einer großen Zeitung. Betriebe, so lautete der Tenor des Artikels, achteten bei der Auswahl ihrer Bewerber/innen verstärkt auf Aussagen und Noten zum Arbeits- und Sozialverhalten in den Zeugnissen. Die Bedeutung der «Soft Skills» in der beruflichen Bildung wächst. Begriffe wie Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit fehlen heute in kaum keiner Stellenausschreibung. Über die Fachkompetenz hinaus ist soziale Kompetenz ein entscheidender Faktor für den beruflichen Erfolg. In Ergänzung mit der Selbstkompetenz bilden die sozialen Kompetenzen laut dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) die personalen Kompetenzen eines Individuums. In der betrieblichen Praxis wird das «zwischenmenschliche Können» gerade in Nicht-Routine-Situationen immer bedeutender. Hier zeigt sich, ob Teams wirklich funktionieren und wie sie gemeinsam auftretende Probleme lösen und Unvorhergesehenes regeln. Es stellt sich daher die Frage, was Betriebe selbst dafür tun, um die sozialen Kompetenzen ihrer Auszubildenden und Beschäftigten zu fördern? Dabei lebt die Entwicklung einer beruflichen Aus- und Weiterbildung, die die sozialen Kompetenzen stärkt, von den Erfahrungen mit in der Praxis bewährten Konzepten und Modellen. Mit dem jetzt zum 19. Mal ausgeschriebenen Hermann-Schmidt-Preis des Vereins «Innovative Berufsbildung» sollen deshalb in diesem Jahr gezielt Projekte und Initiativen prämiert werden, die innovative, beispielhafte und bewährte Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung entwickelt haben. Antragsberechtigt sind Betriebe oder Verbünde von Betrieben, die soziale Kompetenzen in der Praxis der beruflichen Bildung – zum Beispiel auch in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen – innovativ fördern. Die Bewerbungsfrist endet am 03. Juli dieses Jahres.

AGF: Lebensmittelrechtstag für Erzeugnisse aus Getreide

Detmold. (12.05. / agf) Der Lebensmittelrechtstag für Erzeugnisse aus Getreide erläutert, interpretiert und diskutiert relevante lebensmittelrechtliche Themen der gesamten getreideverarbeitende Wirtschaft. Die Tagung wird von der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung veranstaltet – in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Lebensmittel auf Getreidebasis der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (Fachgruppe der GDCh), dem Backzutatenverband, Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller, Verband Deutscher Großbäckereien, Verband Deutscher Mühlen, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Auch wenn schon Anmeldungen sowie Nachfragen nach dem Ablauf der Tagung 2015 am 15. und 16. auf dem Detmolder Schützenberg vorliegen, kann die AGF noch kein fertiges Programm vorweisen. Der komplette Ablauf der Tagung soll aber bis Mitte/Ende Mai auf dem AGF-Server vorliegen.


MANAGEMENT + BETRIEB


Jahresabschluss vollständig? Rückstellungen von A-Z

Isernhagen / Hannover. (15.05. / ge) Viele Unternehmen haben bereits oder sind aktuell dabei in Zusammenarbeit mit ihrem Steuerberater ihren Jahresabschluss 2014 zu erstellen. Grundsätzlich ist der Jahresabschluss von Kapital- und entsprechenden Personenhandelsgesellschaften innerhalb von drei Monaten nach Ende des Geschäftsjahrs aufzustellen. Für kleine Kapital- und entsprechenden Personenhandelsgesellschaften gilt innerhalb von sechs Monaten und für Einzelunternehmen und Personengesellschaften innerhalb von zwölf Monaten. Das Vollständigkeitsgebot besagt, dass der Jahresabschluss sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge zu enthalten hat und entsprechend des sogenannten Imparitätsprinzips sind insbesondere zum Bilanzstichtag nicht realisierte, aber bis zur Bilanzerstellung erkennbare zukünftige Verluste auszuweisen. Rückstellungen bilden zusammen mit den Verbindlichkeiten die bilanziellen Schulden eines Unternehmens. Aufgrund ihres Volumens auf der Passivseite und ihrer Gestaltbarkeit kommt den Rückstellungen erhebliche Bedeutung zu. Nach einer Statistik der Deutschen Bundesbank machen Rückstellungen rund 22 Prozent der Passivseite aus. Rückstellungen sind für diverse Sachverhalte von A wie Abbruchverpflichtung bis Z wie Zinsen zu bilden. Die Gehrke Econ Gruppe hat festgestellt, dass unter anderem der Bereich Rückstellungen nicht immer den genannten Grundsätzen entspricht indem Rückstellungen wie zum Beispiel für die Erfüllung der Aufbewahrungspflichten oder für Resturlaubstage des Personals häufig in den Abschlüssen fehlen. Ein Resturlaubsanspruch der Mitarbeiter bedeutet für den Unternehmer respektive dessen Steuerberater Rechenarbeit, denn: Haben die im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer den ihnen aufgrund gesetzlicher oder tarifvertraglicher Bestimmungen zustehenden (bezahlten) Urlaub bis zum Bilanzstichtag noch nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen, muss hierfür in der Handels- und Steuerbilanz eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Das Fehlen von Rückstellungen, sofern sie für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich sind, kann die Nichtigkeit des Jahresabschlusses bedeuten.
Hinweis: Eine Checkliste der Rückstellungen von A-Z, Antworten zu Ihren Fragen oder weitergehende Informationen und Hinweise zu diesem Thema erhalten Sie bei den Steuerberatern der Gehrke Econ Gruppe aus Isernhagen unter Michael.deBeer@gehrke-econ.de.

Edeka: setzt ertragsorientierten Wachstumskurs fort

Hamburg. (12.05. / ez) Der Edeka-Verbund hat seine Position im deutschen Lebensmittel- Einzelhandel (LEH) im Geschäftsjahr 2014 gestärkt. «Wir haben unseren ertragsorientierten Wachstumskurs auch 2014 fortgesetzt und sind aus eigener Kraft deutlich stärker gewachsen als der Markt», so Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG in Hamburg. Während der LEH insgesamt stagnierte, legte der Edeka-Verbund um 2,0 Prozent auf insgesamt 47,2 Milliarden Euro zu. Den entscheidenden Anteil daran hatten wieder einmal die rund 4.000 selbstständigen Edeka-Kaufleute: Sie steigerten ihre Umsätze um 3,6 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro. «Unsere Unternehmer sind einmal mehr unser wichtigster Wachstumsmotor», betont Mosa. Erfolgreich agierte auch der Netto Marken-Discount im hart umkämpften Discount-Markt: Die Edeka-Tochter erzielte im Jahresverlauf mit 12,0 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 2,2 Prozent. «Es zahlt sich aus, dass wir im letzten Jahr rund 1,7 Milliarden Euro in Märkte, Logistik und Produktionsbetriebe investiert haben», bestätigt Mosa. «Auch für das laufende Jahr planen wir Investitionen auf einem ähnlich hohen Niveau». Insgesamt trugen 336.100 Mitarbeitende zum erfolgreichen Geschäftsverlauf bei. Allein 2014 hat Edeka 8.200 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen, heißt es in einer ausführlichen Mitteilung aus Hamburg.

Bilanz 2014: Fairtrade wächst um 26 Prozent

Köln. (12.05. / tf) Im vergangenen Jahr verzeichneten die Verkäufe Fairtrade- zertifizierter Produkte das stärkste absolute Wachstum seit Bestehen des Siegels: Insgesamt 827 Millionen Euro gaben Verbraucher und Verbraucherinnen 2014 für Fairtrade-Waren aus, 173 Millionen mehr als im Vorjahr. Ein Plus von 26 Prozent. «Der deutsche Fairtrade-Markt entwickelt sich sehr dynamisch. Die absatzstärksten Produkte Kaffee, Bananen, Blumen und Kakao legen weiter kräftig zu», sagt TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. Die Produzenten­ Organisationen erhalten neben einem stabilen Mindestpreis eine zusätzliche Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Sie stieg durch die Verkäufe auf dem deutschen Markt um 30 Prozent auf 12,3 Millionen Euro. «Nachhaltige Entwicklung ist ein komplexer Prozess, der Zeit braucht und auch von vielen externen Faktoren abhängt. Der Diskurs mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist daher ein wichtiger Arbeitszweig von Fairtrade, um die Erfahrungen aus dem Fairen Handel auch in die Politik einzubringen», sagte TransFair-Vorstandsvorsitzender Heinz Fuchs. «Für Produktion und Handel braucht es soziale, ökologische und menschenrechtlich verbindliche Standards – und dafür ist die Politik zuständig. Als freiwilliger Standard belegt der Faire Handel, dass die Umsetzung möglich ist». Elementar sei zudem der Aufbau starker Strukturen im Süden, betonte Larry Attipoe, Direktor für Entwicklung bei Fairtrade International in einer ausführlichen Mitteilung.

Klemme AG: Azubi-Tag stieß auf große Resonanz

Lutherstadt Eisleben. (12.05. / aag) Die Klemme AG, ein Unternehmen der Aryzta AG, hatte am letzten Wochenende einen Azubi-Tag veranstaltet, zu dem knapp 70 Interessenten kamen, um sich aus erster Hand zu informieren. Unter dem Motto «Back Dir die Welt wie sie Dir gefällt» führten Auszubildende von heute in insgesamt vier Gruppen die möglichen Azubis von morgen durch das Werk 2 in Eisleben. «Begeistert waren die Interessenten bei allen Führungen durch die Produktion davon, dass sie ihre Fragen direkt von den jetzigen Azubis beantwortet bekamen. Infos durch die Ausbilder rundeten die Führungen ab», bestätigt der betriebliche Ausbilder Matthias Nolte. Personalchefin Cathleen Schlüter: «Das Interesse hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir spüren deutlich, dass uns die Jugend von Sangerhausen bis Halle als sehr attraktiven Arbeitgeber wahrnimmt». Die Betriebe der Klemme AG in Eisleben, Nordhausen und Artern bieten zum neuen Ausbildungsjahr, das am 01. August beginnt, insgesamt 49 neue Lehrstellen. Vergeben ist derzeit knapp die Hälfte davon. Auszubildende haben noch immer sehr gute Chancen auf allen Berufsfeldern – wie Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Mechatroniker und Lagerlogistik. Im Bereich Mechatronik ist zudem ein duales Studium möglich. Interessenten senden ihre Bewerbungsunterlagen bitte per E-Mail an info-personal@klemme-ag.com. «Aryzta versteht sich als Top-Ausbildungsbetrieb mit IHK-Siegel. Wir freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen, damit wir allen geeigneten Interessenten die passenden Angebote für das neue Ausbildungsjahr machen können», sagt Personalchefin Schlüter.

HDE: Ladendiebstahl muss konsequent bestraft werden

Berlin. (09.05. / hde) Die Zahl der angezeigten Ladendiebstähle ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,6 Prozent gestiegen. Das zeigt die jetzt veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik. Die Zahl der erfassten Ladendiebstähle lag 2014 demnach bei über 365.000 Fällen. «Ladendiebstahl ist kein Bagatelldelikt. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland verlieren so jährlich über zwei Milliarden Euro», sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Statistik gebe dabei nur die Zahl der angezeigten Delikte wieder. Es sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb eine konsequentere Bestrafung von Ladendieben. Dazu sei es notwendig, die Geringwertigkeitsgrenze ausdrücklich bei 25 Euro im Gesetz festzulegen. Nur so sei gewährleistet, dass die Richter nicht auch bei größeren Diebstählen von Bagatellvergehen ausgehen. «Viele Händler zeigen Ladendiebstahl gar nicht mehr an, weil die Verfahren oft eingestellt werden. Das muss sich ändern», fordert Genth. Um sich zu schützen, investieren die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland jährlich rund 1,2 Milliarden Euro in Maßnahmen gegen Diebstahl, Betrug und Raub. Besonders wichtig sind dabei die Videoüberwachung, Mitarbeiterschulungen und der Einsatz von Detekteien.


TRENDS + KONZEPTE


Tornados: in Deutschland verbreiteter als gedacht

Königswinter. (15.05. / SHB) Straßen voller Trümmer, demolierte Autos und Häuser, die jetzt unbewohnbar sind: Ein Tornado fegte unlängst über die Kleinstadt Bützow in Mecklenburg- Vorpommern hinweg. In dieser Woche traf es die Region Augsburg. Allein im Landkreis Aichach-Friedberg wurden durch das Unwetter 178 Gebäude beschädigt. 33 seien zum Teil einsturzgefährdet und zwölf unbewohnbar, lautet die erste Schätzung. Das komplette Dach eines Mehrfamilienhaus nahe Augsburg wurde von einem Tornado abgedeckt. Die Wirbelstürme, die viele nur in den USA verorten, sind in Deutschland verbreiteter als gedacht. Sie richten in den USA regelmäßig schwere Schäden an, aber eben nicht nur dort. Der Deutsche Wetterdienst geht von 30 bis 60 bestätigten Tornados in Deutschland pro Jahr aus. Allein in diesem Jahr gibt es schon acht bestätigte Tornados und 14 Verdachtsfälle, meldet das Portal tornadoliste.de. 2014 verzeichneten die Meteorologen insgesamt 51 bestätigte Tornados. Die Wirbelstürme treten häufig in Verbindung mit Gewitterfronten im Sommer auf. So gesehen steht die «Tornadosaison» in Deutschland erst noch bevor. Dadurch entstehende Schäden deckt die Wohngebäude- und Hausratversicherung ab. Schäden am Betrieb deckt die Betriebsgebäude- Versicherung ab. Gleich einen Rundumschutz bietet die Spezialabsicherung Lebensmittelhandwerk. Um die Heftigkeit von Tornados einordnen zu können, nutzen Fachleute die sogenannte Fujita-Skala. Dass die Wetterextreme zunehmen, haben in den letzten Jahren viele Menschen direkt zu spüren bekommen – zum Beispiel beim Hochwassers 2013. Das Wetter bricht immer häufiger aus seinen scheinbar festgelegten Bahnen aus. Bei Tornados ist das nicht anders.

Was bringt die Zukunft für die «Youth Economy»?

Frankfurt / Main. (15.05. / zi) «Die» Jugend gibt es nicht mehr. Jugendliche kombinieren heute verschiedenste Lebensstile, und zugleich leben Ältere teils jugendlicher als die Jugendlichen selbst. Das Konzept «Jugend» ist fluide und liquide geworden. Umso wichtiger ist es, diese «Liquid Youth» aus einer neuen, komplexeren Perspektive zu betrachten: Jugend als Teil des gesellschaftlichen Wandels – und als Indikator für die Welt, in der wir morgen leben. Im Fokus der Studie «Youth Economy» des Frankfurter Zukunftsinstituts steht der Einfluss der Jugend auf die Wirtschaft der Zukunft, besonders auf die Arbeitswelt, das Marketing und den Konsum. Um künftig für Jugendliche attraktiv zu sein, müssen sich Unternehmen neu aufstellen. Das gilt im «War for Talents» ebenso wie im Kampf um die Aufmerksamkeit junger Kunden und Konsumenten. Eine ausführliche Leseprobe erklärt, worum genau es geht beim «Liquid Marketing».


MARKETING + VERKAUF


Ländlicher Raum: Distanzhandel ist der (!) Zukunftsmarkt

Berlin. (13.05. / bmel) Der Parlamentarische Staatssekretär am BMEL, Peter Bleser, hat in einem Grußwort anlässlich des Thementags des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh) die Bedeutung des Lebensmittel- Distanzhandels in Deutschland betont. «Der Lebensmittel- Distanzhandel ist ein besonderer Handelsweg, der zunehmend unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht». Noch führt der so genannte «Fernabsatz» in Deutschland ein Nischendasein. Doch er wächst rasant und hat Zukunft. Die steigende Nachfrage nach Qualitätsprodukten, Spezialitäten, regionalen Produkten mit kurzen Transportwegen, Bio-Erzeugnissen bieten vielfältige Chancen für den Fernabsatz. Die Internationalisierung kann dem Lebensmittel- Distanzhandel weitere Vorteile verschaffen. Auf bestimmte Produkte spezialisierte Unternehmen können auch ausgefallene Wünsche der Verbraucher erfüllen. Wenn sich der Konsument über den «Klick» im Internet die Ware einfach bestellen kann und nicht mehr abholen muss, ist das für ihn Zeitersparnis. Dabei wird der Lebensmittel- Distanzhandel in Zukunft nicht nur dann gegenüber der Konkurrenz punkten, wenn sich die Ware gut transportieren lässt und nicht leicht verderblich ist. Hier wird die Zeit nicht stehen bleiben. Die Logistik wird sich weiter entwickeln und künftig wird auch Frischware verstärkt im Fernabsatz abgesetzt werden können. Und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen werden letztlich dem Lebensmittel- Distanzhandel die nötige Sicherheit geben, im Wettbewerb bestehen zu können. Damit wird der Fernabsatz in Zukunft gerade in ländlichen Regionen die Versorgung sichern helfen.

Investitionen: Handel legt Fokus auf Bezahl-Optionen

Köln. (11.05. / ehi) Rund 57 Prozent der großen Handelsunternehmen werden im laufenden oder in den nächsten Jahren in die Payment-Infrastruktur investieren. Das geht aus der Studie «Online-Payment 2015» des EHI Retail Institutes hervor. Neben der Weiterentwicklung des kontaktlosen und mobilen Bezahlens mit Schwerpunkt NFC-Technologie rücken demnach sogenannte Unterschriftenpads für die digitale Erfassung von Kundenbelegen aus Lastschrift- und Kreditkartenzahlungen in den Investitionsfokus. Rund ein Viertel der Händler glaubt an einen vollen Erfolg von Apple Pay in Deutschland, weitere zwei Drittel der Befragen sehen das Zahlungsverkehrsprodukt von Apple zumindest als Nischenlösung. Ein überraschend positives Ergebnis, zumal zurzeit der Markteintritt von Apple Pay in Deutschland noch nicht einmal angekündigt ist. Im Online-Angebot der im EHI-Panel vertretenen Omni-Channel-Händler ist erstmals PayPal die am meisten angebotene Zahlungsart. Beim Kunden vergleichsweise unbeliebte Online-Bezahlverfahren wie Vorkasse oder Nachnahme verlieren sukzessive auch im Angebot der Händler an Bedeutung. PayPal ist nach der konventionellen Zahlungsart Rechnung/Überweisung mit deutlichem Vorsprung vor der Kreditkarte auf Platz zwei im Umsatzranking der Omni-Channel-Händler und konnte den Anteil in nur einem Jahr um 3,3 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent steigern. Deutlich zugelegt hat in Geschäften, die sowohl stationär als auch online aktiv sind, die Bezahlung online bestellter Waren vor Ort. Diese Variante nimmt den besonders sicherheitsbewussten Kunden offensichtlich sowohl die Angst vor dem Einsatz von Zahlungsmitteln im Internet und ermöglicht gleichzeitig noch einmal ein Prüfen der bestellten Ware in einer Filiale des Händlers.

Umfrage: So bezahlen Kunden heute

Köln. (11.05. / ehi) Gut die Hälfte des Umsatzes im deutschen stationären Einzelhandel zahlen die Kunden noch bar, nämlich 53,3 Prozent. Der Umsatz per Karte steigt auf 170,4 Milliarden Euro. Damit werden zur Zeit 43,7 Prozent des gesamten stationären Einzelhandelsumsatzes in Höhe von 390 Milliarden Euro per Karte abgewickelt. Der kartengestützte Umsatz des Einzelhandels hat sich damit in den letzten 20 Jahren mehr als verachtfacht. Die restlichen 3,0 Prozent entfallen auf Rechnungen, Finanzkäufe und auf die immer beliebter werdenden Gutscheinkarten- Verkäufe. Das geht aus der Studie «Online-Payment 2015» des EHI Retail Institutes hervor. Hierfür befragte das EHI 522 Unternehmen, deren Umsatz mit 215,3 Milliarden Euro rund 55,2 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland ausmacht. Das stärkste absolute Wachstum unter den Kartenzahlungsarten zeigt girocard/electronic cash. Deren Anteil wächst auf 23,7 Prozent am Gesamtumsatz (plus 0,6 Prozentpunkte) respektive 54,3 Prozent vom Kartenumsatz. Der Umsatzzuwachs hat sich allerdings gegenüber dem Vorjahr deutlich abgeschwächt. EC-Lastschriftverfahren legen hingegen mit einem Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten von 12,9 auf 13,4 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes stärker zu als in den Vorjahren. Grund dafür dürfte unter anderem die Sicherheit für den Weiterbetrieb unter SEPA-Regeln sein. Nur fünf Prozent der Unternehmen haben sich gegen den Weiterbetrieb von ec-Lastschriftverfahren unter SEPA-Regeln entschieden. Damit ist die erfolgreiche Dualität von PIN- und Unterschriftverfahren der letzten Jahre weiterhin gesichert. Zurzeit praktizieren mehr als drei Viertel aller großen Unternehmen eine Kombination beider Verfahren.

Onlinehandel: startet mit deutlichem Plus ins neue Jahr

Berlin. (09.05. / bevh) Für den Online- und Versandhandel war das erste Quartal 2015 ein Grund zur Freude: Den aktuellen Zahlen der großen Verbraucherstudie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) zufolge legte die Branche insgesamt um gut acht Prozent zu. Der Onlinehandel weist gegenüber dem Q1/2014 sogar ein Plus von zehn Prozent auf. Damit profitieren besonders die Online- und Versandhändler vom positiven Konsumklima in den Monaten Januar bis März. In dieser Zeit erzielten die Interaktiven Händler einen Gesamtumsatz mit Waren von rund 12,1 Milliarden Euro (2014: 11,1 Milliarden Euro). Der Onlineanteil ist noch einmal leicht um 1,5 Prozentpunkte gestiegen und betrug damit 84,5 Prozent. Das entspricht einem E-Commerce-Umsatz von 10,2 Milliarden Euro (2014: 9,3 Milliarden Euro). Zudem kauften die Konsumenten digitale Dienstleistungen im Wert von 3,2 Milliarden Euro (2014: 2,6 Milliarden Euro). Beim Blick auf die Versendertypen bestätigt sich, was schon die Zahlen des letzten Jahres abgebildet haben: Die Onlinemarktplätze dominieren zwar noch, verlieren aber zunehmend Marktanteil an die Multichannel-Versender. «Im Vorjahresquartal wurden 54 Prozent des Umsatzes über Onlinemarktplätze erwirtschaftet, 29 Prozent von Multichannel-Händlern. Im ersten Quartal 2015 hingegen verschob sich dieses Verhältnis hin zu 50 versus 33 Prozent. Daran kann man deutlich eine Entwicklung ablesen, die begonnen hat und noch lange nicht abgeschlossen ist: In Zukunft wird Handel nahtlos über alle Kanäle stattfinden. Davon profitieren schon jetzt die Unternehmen, die dieser Tatsache bereits Rechnung getragen haben», sagt bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


BÖLW: begrüßt Aufschub der Entscheidung zu neuem Öko-Recht

Berlin. (13.05. / boelw) «Der Bio-Sektor begrüßt, dass der Agrarrat keine voreiligen Beschlüsse beim europäischen Bio-Recht verabschiedet. Es ist auch Bundesminister Christian Schmidt (BMEL) zu verdanken, dass die Mitgliedsstaaten in dieser Woche in Brüssel keinen Kompromiss eingegangen sind, der Bio ausbremsen würde. Schmidt muss weiter so standhaft bleiben, um Schaden von Verbrauchern und Bio-Sektor abzuwenden», sagt der Vorsitzende des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein. Der Bundesminister hatte in der Verhandlung deutlich gemacht, dass Deutschland keinem Kompromisspapier zustimmen könne, in dem spezifische Grenzwerte für Pestizid- Verunreinigungen vorgesehen sind. An diesem entscheidenden Punkt sowie bei der Diskussion um Kontroll- und Importregeln im europäischen Bio-Recht konnte keine Einigung erzielt werden. «Es darf nicht sein, dass Bio-Bauern dafür haften sollen, wenn ihre konventionellen Kollegen Pestizide einsetzen. Das stellt das Verursacherprinzip auf den Kopf», ergänzt BÖLW-Vorstand Jan Plagge. Er fordert die EU-Kommission auf, den Verordnungsentwurf – wie versprochen – zurück zu ziehen, da eine Einigung aufgrund der tiefen Meinungsverschiedenheit unter den Mitgliedsstaaten und auch im Hinblick auf die sich abzeichnende Position des EU-Parlaments kaum möglich erscheint. Die Entscheidung im Rat wurde auf Juni vertagt. Löwenstein äußerte Zweifel, ob es dem Rat auf diese Weise gelingen könne, echte Verbesserungen im Vergleich zum aktuellen Bio-Recht zu bewirken und fordert: «Es ist jetzt klar, dass der Versuch misslingen muss, das komplette Bio-Recht neu zu formulieren. Wir fordern die EU-Kommission auf, die Konsequenzen zu ziehen und die notwendige Weiterentwicklung auf der Basis der bestehenden, bewährten EU-Öko-Verordnung vornehmen».

BMEL: Minister sieht EU-Öko-Verordnung auf gutem Weg

Berlin. (12.05. / bmel) In Brüssel verhandeln die EU-Agrarminister wieder über die EU-Öko-Verordnung. «Die Arbeit an der Reform der Öko-Verordnung auf europäischer Ebene geht in die nächste Runde. Ich fordere von der EU Klarheit bei der künftigen Kontrolldichte und der Frage zusätzlicher Schwellenwerte», sagt Bundesminister Christian Schmidt (BMEL). Selbstverständlich müssten alle Lebensmittel, gleich ob konventionell oder ökologisch erzeugt, gesundheitlich unbedenklich sein und die allgemeinen Grenzwerte für Schadstoffe erfüllen. Eine hohe Öko-Qualität lasse sich nicht reduzieren auf Rückstandswerte. Hier gehe es um hohe Standards entlang der gesamten Produktionskette. Darauf basiert das große Vertrauen der Verbraucher. Schmidt befürchtet, dass dies bei einer reinen Rückstandskontrolle nicht mehr gewährleistet ist und das Verbrauchervertrauen schwindet. Das gleiche gelte für die Kontrolle und Überwachung von Importen aus Drittländern. Hier reiche das gegenwärtige Engagement der Kommission nicht aus. «Für die Zukunft brauchen wir gleichwertige und überprüfbare Standards für Erzeugung und Kontrolle. Dazu gehört auch die konsequente Überwachung der Kontroll-Stellen in Drittländern», erklärt der Minister. Erfreulicherweise habe Deutschland mit seiner Expertise den Entwurf in sehr vielen Punkten nachhaltig verbessern und vereinfachen können. Aus dem Ansatz der Totalrevision sei eine vernünftige Fortentwicklung geworden. Allerdings werde Schmidt den Entwurf nur dann unterstützen können, wenn die Ansätze zielstrebig weiterverfolgt werden. «Falls wir dabei jetzt noch nicht ganz am Ziel sind, muss nochmal eine Abstimmungsrunde folgen», sagt Schmidt. Der Ökolandbau müsse schneller wachsen. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sehe mittelfristig 20 Prozent Ökoflächen-Anteil vor.


PERSONEN + EHRUNGEN


Agravis: wählt ehemaligen Lieken-Chef in den Vorstand

Münster. (15.05. / agr) Der Aufsichtsrat der Agravis Raiffeisen AG hat den 47-jährigen Christoph Kempkes zum 01. Juni in den Vorstand des Unternehmens mit Sitz in Münster und Hannover berufen. Kempkes ist ein international erfahrener Manager, der seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen von nationalen und internationalen Unternehmen der agrar- und ernährungsnahen Branchen tätig war. Kempkes folgt auf Thorsten Pogge, der künftig das Geschäft der neuen Ceravis AG lenken wird. Pogge fungiert bei Ceravis als Chief Executive und wird im Vorstand durch Henrik Stilund begleitet. «Wir freuen uns, dass wir mit Christoph Kempkes einen Manager mit internationaler Erfahrung sowie viel Know-how gewinnen konnten», erklärte Franz-Josef Holzenkamp, Vorsitzender des Aufsichtsrats, am Rande der Hauptversammlung der Agravis Raiffeisen AG in Hamburg. Kempkes ist übrigens der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer Lieken AG, der Mitte Juli 2014 nach nur fünf Monaten Tätigkeit aus dem Vorstand der Großbäckerei ausgeschieden war. Davor war der Manager allerdings über Jahre Vorstandsvorsitzender der VK Mühlen AG (heute Goodmills Deutschland) und hatte diese Ende Januar 2014 verlassen, um bei Lieken, Tochterunternehmen der tschechischen Agrofert Holding, anzuheuern.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Next Decade Will Make or Break Companies

Hamburg. (bm) Today´s major foodservice and retail food brands, along with their suppliers, face increasing challenges in recognizing and responding to ever-more-diverse consumers and their rapidly changing expectations. At the same time, companies must remake their businesses to leverage emerging channels and technology platforms. According to the new report «Food Industry Transformation: The Next Decade», the developing upheaval in the food industry will affect every aspect of the business from farm to fork, including sourcing processing, distribution, operations and marketing. Other topics of the week:

Title Region Date
Post Holdings: Reports Results for H1/2015 (US) Fri 05-15
ConAgra Foods: Acquires Blake’s All Natural Foods (US) Fri 05-15
Corner Bakery: Expanding to Southeastern Markets (US) Thu 05-14
Next Decade Will Make or Break Food Industry Companies (US) Thu 05-14
Weston Foods: Sales up 12.2 percent in Q1/2015 (CA) Wed 05-13
Dubai: Tchibo Introduces New Shopping Concept (DE) Wed 05-13
Panera Bread: Appoints Two New Executives (US) Wed 05-13
ADM: Announces Management Appointments (US) Wed 05-13
Krispy Kreme: To Open 12 Shops in Guatemala (US) Tue 05-12
Syngenta: reports unsolicited proposal from Monsanto (CH) Tue 05-12
Cloetta AB: Board appointed President and CEO (SE) Tue 05-12
Costa Coffee: sales grew 17.9 percent in FY 2014 (UK) Mon 05-11
McDonald’s: Germany delivers «solid» results in April (US) Mon 05-11
Orkla ASA: announces volume driven growth in Q1/2015 (NO) Sat 05-09
Mondelez International: accelerating e-commerce efforts (US) Sat 05-09


REZEPTE + IDEEN


Dominosteine von Frischkäse mit Feldsalat

Image Bonn. (15.05. / cma) Eine interessante Variante, Pumpernickel, Frischkäse und Frühlingssalat zu kombinieren, sind die «Dominosteine von Frischkäse mit Feldsalat» aus der Ideenküche der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft. Die gibt es zwar schon lange nicht mehr, dafür aber das Rezept seit April 2005 in des WebBaeckers Datenbank. Wobei man sicher nicht jeden der herzhaften Dominosteine einzeln fertigen muss, wie es das Rezept im Original vorsieht. Mit etwas Geschick sollte die «Massenfertigung», selbst wenn es sich nur um ein einziges Kapselblech handelt, kein Problem sein. Ihre Snackkunden werden es Ihnen danken, handelt es sich hierbei doch um eine wirklich appetitliche Rezeptidee für den Frühling.