Mittwoch, 2. Dezember 2020

WB-19-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 19. KW 2015 (02.05. bis 08.05.)
Download: https://www.webbaecker.de/15archivphp/wb1915.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Edeka Minden: entwickelt Backwarensparte erfolgreich weiter
02. McDonalds: Vision und Wirklichkeit eines Getriebenen
03. Zentralverband: Bäckersterben? Gibt’s doch gar nicht.
04. Brötchen schlägt Burger: Bäcker stark im Außer-Haus-Markt
05. Generalversammlung: Pistor meldet erfreuliches Ergebnis
06. Bäckerei Mayer: zahlungsunfähig kurz vor dem Hygiene-GAU
07. La Maison Du Pain: betont Distanz zur Bäckerei Mayer

TERMINE + EVENTS:
08. GründerChampions: für Gründer und junge Unternehmer
09. Tag des Deutschen Brotes: Bäcker überreichen Präsentkorb
10. BÖLN-Seminare Bäckerhandwerk: Mehr als nur ein Trend

MANAGEMENT + BETRIEB:
11. Edeka Minden-Hannover: schließt 2014 mit gutem Ergebnis ab
12. Ernährungsindustrie: Top-Arbeitgeber sind die Großbäcker
13. Hausratversicherer: Schäden durch Einbrüche steigen weiter
14. Digitaler Binnenmarkt: EU-Kommission stellt Pläne vor
15. Wichtig: Unternehmensnachfolge gezielt vorbereiten
16. Neuausrichtung: Lekkerland sieht sich auf Erfolgskurs
17. BMWE: stellt neues «Anreizprogramm Energieeffizienz» vor
18. Zentralverband: fordert Schutz des Begriffs «Bäckerei»
19. BVE: lehnt Steuererhöhung bei Lebensmitteln ab
20. Rechtsunsicherheit durch Info-Pflichten belastet Unternehmen
21. Halloren: Schokoladenfabrik erhöht Kapital

MARKETING + VERKAUF:
22. Bäckerei-Café: So unterstützt Sie das richtige Kassensystem
23. Innungsbäcker TV-Spot: Verbreiten Sie ihn weiter!
24. Deutsche Innungsbäcker: Auftakt zur Verbraucheroffensive

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
25. LFGB-Novelle: Hygiene-Sünder kommen bald an den Pranger

PERSONEN + EHRUNGEN:
26. Bäckerhandwerk: verkündet Brotschafter 2015

BOOKMARKS + BOOKS:
27. Global Industry: Delivery Hero acquires Turkish food delivery giant

REZEPTE + IDEEN:
28. Mein Mehl – meine Tomatenquiche …


MARKT + UNTERNEHMEN


Edeka Minden: entwickelt Backwarensparte erfolgreich weiter

Minden. (08.05. / emh) Die gesellschaftsrechtliche Trennung in Backwarenproduktion und Vertrieb wurde im letzten Jahr abgeschlossen, berichtet die Regionalgesellschaft Edeka Minden-Hannover anlässlich der Vorstellung des Jahresabschlusses 2014 in dieser Woche. Demnach wurden 372 Bäckerei-Filialen der Tochtergesellschaft Schäfer’s Brot- und Kuchen-Spezialitäten in den selbstständigen Einzelhandel respektive in die Einzelhandelsgesellschaften der Edeka Minden-Hannover integriert. Darüber hinaus betreiben selbstständige Partner 110 Schäfer’s-Filialen. Weitere 311 Backshops werden aktuell in einer separaten Vertriebsgesellschaft geführt. «Mit Liebe gebacken, mit Leidenschaft verkauft.» – das Jahresmotto 2014 – wurde nicht nur nach innen getragen, sondern hat sich auch positiv im Umsatz bemerkbar gemacht, der sich bei den insgesamt 793 Backshops um 4,8 Prozent gegenüber zum Vorjahr steigerte. Vorstandssprecher der Edeka Minden-Hannover Mark Rosenkranz sieht dies als klaren Erfolg im Richtungswechsel und der damit vollzogenen Umstrukturierung des Verkaufs von Backwaren: «Mit unserem Geschäftsmodell Backwaren sind wir wieder uneingeschränkt wettbewerbsfähig und wollen auch in diesem Jahr im Umsatz überdurchschnittlich zulegen. Das zeigen die Entwicklung in 2014 sowie die ersten Monate im neuen Jahr».

McDonalds: Vision und Wirklichkeit eines Getriebenen

Hamburg. (07.05. / eb) Hinten runter gefallen ist bei uns in dieser Woche der Schnellkost-Konzern McDonalds, der in der letzten Woche noch getönt hatte, er wolle in dieser Woche erste Visionen für die Zukunft des Konzerns vorstellen. Angesichts der glänzenden Zahlen, die der Dauer-Rivale Burger King vorgestellt hatte, ließ sich der WebBaecker zu der Überschrift hinreißen, dass McDonalds nicht zu unterschätzen sei. Zugegeben, damit waren wir nicht allein. Analysten und Systemgastronomie weltweit blickten mit Spannung auf die Konzernzentrale und erwarteten … ja was eigentlich? Jedenfalls mehr als nur ein schnödes Kostensenkungsprogramm und ein bisschen Strukturveränderung hier und da, nachzulesen im Original unter dem Titel «McDonalds Announces Initial Steps In Turnaround Plan». Die erste Reaktion war, dass der Aktienkurs um zwei Prozent fiel. Einerseits will der Konzern ein modernes und progressives Burger-Unternehmen werden. Andererseits signalisiert das Sparprogramm eine anhaltende Orientierungslosigkeit frei mach dem Motto: Wenn uns schon nichts einfällt, dann senken wir eben die Kosten. Das kommt bei Aktionären immer gut an. Den Anspruch, Trendsetter zu sein oder wieder zu werden, hat McDonalds jedenfalls fürs Erste aufgegeben.

Zentralverband: Bäckersterben? Gibt’s doch gar nicht.

Berlin. (05.05. / usp) Manchmal muss man sich die Dinge auch schönreden. Dieser Gedanke kam dem WebBaecker in den Sinn während der Jahrespressekonferenz des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) in dieser Woche. Verbandspräsident Peter Becker erklärte der Runde die «Bäckerbranche 2013/2014», und was er so ziemlich als erstes loswurde war die Feststellung, dass wir ein explizites Bäckersterben, wenn wir denn genau hinsehen, so gar nicht haben. 1950 habe es rund 55.000 handwerkliche Bäckereien gegeben und seither nehme die Zahl der Betriebe kontinuierlich ab. Dasselbe gelte für die industrielle Erzeugung von Backwaren, auch hier nehme die Zahl der Unternehmen kontinuierlich ab. Die verbleibenden Betriebe werden größer, die Umsätze steigen. Kurzum: Was wir erleben, sei kein «Bäckersterben», sondern ein Markt-bereinigender Konzentrationsprozess – analog zu anderen Branchen. Die Frage, weshalb wir uns dann all die Jahre immer diese Klagelieder auf diversen Veranstaltungen anhören mussten, stellen wir besser nicht. Man kann’s ja nicht ändern und ewig den Blick zurückwerfen auf eine heile Bäckerwelt geht auch nicht. Man muss den Blick nach vorne richten und sich der Zukunft stellen. Selbst wenn das Bäckerhandwerk die eine und die andere Kernkompetenz verloren hat, steht es heute nicht schlecht da. Es hat andere Kompetenzen gewonnen und ist aktuell mit 1,013 Milliarden Besuchen das zweite Mal in Folge bundesdeutscher Marktführer im Segment der Quick-Service- Restaurants (QSR) – plus 1,3 Prozent gegenüber 2013, wo das Bäckerhandwerk erstmals die Spitzenposition im QSR-Segment übernommen hatte. Falls Sie der Umdeutung des Bäckersterbens im offiziellen Sprachgebrauch noch nicht so ganz folgen können und das alles nur für «Psychologie» halten, dann könnten Sie recht haben: Marketing ist schließlich alles und wer am Markt bestehen will, muss sich verkaufen können. Wenn schon nicht als traditioneller Bäcker, dann eben als strahlender QSR-Held. Die Palette an Möglichkeiten ist breit.

Brötchen schlägt Burger: Bäcker stark im Außer-Haus-Markt

Berlin. (05.05. / ZV) Bäckereien gehen aus den aktuellen Entwicklungen des Außer-Haus-Markts eindeutig als Gewinner hervor, schreibt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV): Mit 1,013 Milliarden Besuchen im Jahr 2014 ist das Bäckerhandwerk demnach erneut Spitzenreiter im Segment der Quick-Service- Restaurants (QSR) und kann damit ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnen. Wo andernorts Umsatzzahlen einbrechen, zeichnet sich in deutschen Bäckereien ein positiver Trend ab, der sich auch an den Umsatzzahlen ausmachen lässt: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einnahmen um 0,34 Prozent. Besonders bei jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ist der Snack beim Bäcker beliebt. Laut einer Erhebung, die der Verband zitiert, zieht es 67 Prozent der jungen Zielgruppe regelmäßig zum Bäcker. Die klassische Bäckerei mit Bedienung schlägt dabei die Selbstbedienungsrestaurants. «Dieser Wandel zeigt uns, dass sich auch und gerade bei der jungen Zielgruppe ein Gefühl für Qualität und gute Nahrungsmittel einstellt. Im harten Wettbewerb konnten sich Handwerksbäcker am Ende durchsetzen», freut sich Bäcker-Präsident Peter Becker.
Ergänzung: Gemessen am Verbraucherpreisindex betrug die bundesdeutsche Inflations- oder Jahresteuerungsrate 2014 im Durchschnitt 0,9 Prozent gegenüber 2013. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 16. Januar 2015 mit. Unter Einbeziehung dieser Erkenntnis schmilzt das nominale Einnahme-Plus des Bäckerhandwerks von 0,34 Prozent schnell dahin und verwandelt sich in ein kaum erwähnenswertes, aber doch reales Minus von 0,56 Prozent.

Generalversammlung: Pistor meldet erfreuliches Ergebnis

Rothenburg / CH. (05.05. / pag) Die Pistor AG erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Gesamtumsatz von 825.0 Millionen CHF, was einem Zuwachs von 3.6 Prozent entspricht. Im Eigenlager beträgt der Umsatz 614.1 Millionen CHF (plus 4.2 Prozent). Das gute Resultat ist auf das Wachstum in den Bereichen Bäckerei und Gastronomie zurückzuführen. Im Verrechnungsverkehr PistorPlus beträgt der Umsatz 211.0 Millionen CHF und legte um 1.8 Prozent zu. Der Gesamtumsatz der Pistor Firmengruppe stieg um 2.9 Prozent auf 850.0 Millionen CHF, was einem neuen Rekord entspricht. Die Pistor Firmengruppe konnte im Jahr 2014 ihren Gesamtumsatz von 825.9 Millionen CHF auf 850.0 Millionen CHF steigern. Dies entspricht einer Erhöhung um erfreuliche 2.9 Prozent. Das Ergebnis ist stark durch die Betriebsgesellschaft Pistor AG geprägt, die ihren Umsatz deutlich gesteigert hat. Die Proback AG hat ihre Position als kompetente Beraterin der gewerblichen Bäcker, Konditoren und Confiseure auf dem Markt weiter ausgebaut. Die Rohstoffhandelsfirma Fairtrade SA erzielte trotz schwierigem Marktumfeld ein gutes Jahresergebnis – heißt es in einem Bericht zur Generalversammlung 2015.

Bäckerei Mayer: zahlungsunfähig kurz vor dem Hygiene-GAU

Frankfurt. (04.05. / hgw) Öffentlich aus allen Wolken fallen musste dieser Tage die Rechtsanwältin Ulrike Hoge-Peters aus Frankfurt. Wie erst im Zuge des Hygieneskandals um die Bäckerei Mayer GmbH bekannt wurde, ordnete das Amtsgericht Frankfurt mit Beschluss vom 09. April das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Olcama GmbH an – vormals Bäckerei Mayer GmbH – und bestellte die Rechtsanwältin Hoge-Peters zur vorläufigen Insolvenzverwalterin. Den Insolvenzantrag hat demnach Oliver Mayer gestellt, Geschäftsführer der Gesellschaft. Der Geschäftsbetrieb umfasst maßgeblich den Betrieb von 14 Verkaufsfilialen im Rhein-Main-Gebiet sowie die Herstellung von Backwaren. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 130 Arbeitnehmern. Ziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens ist der Erhalt des Geschäftsbetriebs und der geschaffenen Werte zur bestmöglichen Befriedigung der Gläubiger unter Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze. Das Vorgehen des Ordnungsamts mit Blick auf die erheblichen Mängel in der Bäckerei macht ihr diese Aufgabe nicht leichter – zumal sie von den Entwicklungen bis hin zur Schließung am 27. April scheinbar nichts wusste. Das geht aus einer Erklärung der Kanzlei Hoge Gutsche Walter hervor.

La Maison Du Pain: betont Distanz zur Bäckerei Mayer

Frankfurt. (04.05. / lmdp) La Maison du Pain distanziert sich von Missständen, die in der Bäckerei Mayer aufgedeckt wurden. Bereits direkt nach der Übernahme Ende 2013 stellte der neue Eigentümer der Backhaus- und Brasseriefilialen sein Brot- und Brötchensortiment um. Seit Anfang des Jahres setzt La Maison Du Pain Backwaren nach original französischen Rezepturen ein. Diese werden nach einem neuen Frischekonzept hergestellt. Zur Erklärung: La Maison du Pain wurde 2007 gegründet. An der Gründung maßgeblich beteiligt war Oliver Mayer, Geschäftsführer der Bäckerei Mayer / Olcama GmbH in Frankfurt. Diese Fußnote der Branchengeschichte ist nachzulesen im Bericht «Ordnungsamt schließt Bäckerei» im WebBaecker respektive backnetz:eu von letzter Woche. Bernd Steiner, Geschäftsführer von La Maison Du Pain, distanziert sich von den Missständen, die in der Bäckerei Mayer aufgedeckt wurden: «Das La Maison du Pain hat unmittelbar nach der Übernahme Ende 2013 / Anfang 2014 sämtliche Geschäftsbeziehungen zur damaligen Eigentümerin und Betreiberin Bäckerei Mayer eingestellt». Seit Dezember 2013 gehört La Maison Du Pain dem schweizerisch-deutschen Doppelbürger Steiner. Er hat sich zum Ziel gesetzt, in den bestehenden Läden im Frankfurter Nordend, im Westend und in Sachsenhausen, im Main-Taunus-Zentrum und Wiesbaden das französische Lebensgefühl neu zu erwecken und das Speisen- und Backwarensortiment mit frischen Ideen und neuen Produkten zu erweitern. In 2014 eröffnete La Maison Du Pain eine weitere Filiale auf dem Domplatz in Mainz. Insgesamt betreibt die Kette sechs Filialen.


TERMINE + EVENTS


GründerChampions: für Gründer und junge Unternehmer

Frankfurt. (08.05. / kfw) Die Bewerbungsphase für den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten KfW-Award «GründerChampions 2015» hat begonnen: Die KfW Bankengruppe zeichnet in dem Wettbewerb je Bundesland ein Unternehmen aus, das ab 2010 gegründet oder im Rahmen einer Nachfolge übernommen wurde. Aus den 16 Landessiegern wird zudem ein Bundessieger ermittelt. Am Abend der Preisverleihung wählt das Auditorium schließlich einen Publikumssieger. Interessierte Gründer und junge Unternehmer können sich online bis zum 01. August unter degut.de bewerben. Die Prämierung findet im Rahmen der Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) in Berlin am 08. Oktober statt. Die 16 Landessieger erhalten je 1.000 Euro, der aus diesem Kreis ermittelte Bundessieger erhält einen zusätzlichen Gewinn von 9.000 Euro. Dieser Preis wird an das Unternehmen vergeben, das besonders herausragt – sei es durch eine besonders innovative oder kreative Idee oder die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung. Der Publikumspreis ist mit weiteren 5.000 Euro dotiert. Die 16 GründerChampions werden vom 08. bis 10. Oktober 2015 nach Berlin eingeladen. Bei der Veröffentlichung ihrer Erfolgsgeschichte werden die Sieger/innen von einer PR-Agentur unterstützt.

Tag des Deutschen Brotes: Bäcker überreichen Präsentkorb

Berlin. (06.05. / ZV) Ein Brotkorb für die Brotkultur: Am Tag des Deutschen Brotes überreichte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) dem Minister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, einen Brotkorb. «Meine Eltern hatten eine Dorfbäckerei und ich fühle mich noch heute als Teil der großen Bäckerfamilie. Deswegen freue ich mich besonders, diesen Korb des Bäckerhandwerks entgegen zu nehmen. Die Vielfalt der deutschen Brotkultur ist einzigartig und eine große Leistung derer, die sie täglich pflegen und aufrechterhalten», sagte der Bundesminister. Überreicht wurde der Brotkorb durch Verbandspräsident Peter Becker und die Bäckernationalmannschaft, angeführt von Teamcoach Bernd Kütscher. «Wir freuen uns, dass Bundesminister Schmidt uns an diesem für das Bäckerhandwerk wichtigen Tag willkommen heißt», freute sich Becker. «Der Brotkorb zeigt die Vielfalt der regionalen Handwerkskunst und ist ein Zeichen für eine lebendige Tradition, die es so nirgendwo anders gibt». Der Tag des Deutschen Brotes fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Am 05. Mai feierte der Zentralverband gemeinsam mit allen Brotliebhabern diesen ganz besonderen Anlass. Neben dem offiziellen Festakt in Berlin wird dieser besondere Tag auch in den Backstuben der Innungsbäcker zelebriert.

Image

BÖLN-Seminare Bäckerhandwerk: Mehr als nur ein Trend

Frankfurt. (06.05. / fibl) Kostenfreie Fortbildungen für Bäcker und Konditoren bietet die Seminarreihe «Bio und Nachhaltig – mehr als ein Trend!» auch in diesem Jaht. Die Veranstaltungen richten sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handwerklicher Bäckerei- und Konditoreibetriebe. Die profilieren sich am Markt mit überzeugender Backwarenqualität und neuen Konzepten. Die Qualifizierungsmaßnahmen machen Bäckerinnen und Bäcker sowie Konditorinnen und Konditoren fitter für die Zukunft. Die kostenfreien Seminare werden im Auftrag des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) von der FiBL Projekte GmbH in Zusammenarbeit mit Praxispartnern wie Verbänden, Einzelbetrieben oder Berufsschulen durchgeführt.


MANAGEMENT + BETRIEB


Edeka Minden-Hannover: schließt 2014 mit gutem Ergebnis ab

Minden. (08.05. / emh) Die genossenschaftlich organisierte Regionalgesellschaft Edeka Minden-Hannover hat 2014 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Das operative Ergebnis lag bei 182 Millionen Euro. Der Umsatz steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Auch die Expansionsleistung konnte mit über 63.000 Quadratmetern neuer Verkaufsfläche nahtlos an die guten Vorjahreswerte anknüpfen. Im Rahmen des Neuen Logistik-Konzeptes (NLK) wurde das Regionallager Lauenau in Betrieb genommen. Die bereits 2013 eingeleitete Umstrukturierung der Backwarensparte stand 2014 im Mittelpunkt. Auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind bei der Regionalgesellschaft Schwerpunkt-Themen, zum Beispiel bei Bauprojekten wie das selbst entwickelte Edeka Center in Hannover-Roderbruch, das mit dem Passivhausstandard zertifiziert wurde. Darüber hinaus ist das neue Einzelhandels-Konzept NP+ im Discount-Segment der Edeka Minden-Hannover positiv an den Start gegangen. Weiterhin steht der genossenschaftliche Förderauftrag im Fokus der Regionalgesellschaft: In 2014 wurden 13 Einzelhändler in die Selbstständigkeit geführt. «Wir haben ein gutes Jahr 2014 zurückgelegt, was sich in unseren Umsatzentwicklungen und in unseren Ergebnissen widerspiegelt. Auch in 2015 sind wir auf Wachstumskurs», sagt Mark Rosenkranz, Vorstandssprecher bei der Edeka Minden-Hannover.

Ernährungsindustrie: Top-Arbeitgeber sind die Großbäcker

Berlin. (07.05. / bve) 2014 verharrte die Ernährungsindustrie in Stagnation. Der Umsatz sank gegenüber 2013 um 1,7 Prozent auf 172,2 Milliarden Euro. Abzüglich sinkender Verkaufspreise ging der Branchenumsatz noch um 1,2 Prozent zurück. Die Produktionsleistung konnte kaum gesteigert werden. Die Branche ist mit 559.800 Beschäftigten in 5.830 Betrieben der drittgrößte Arbeitgeber der deutschen Industrie und führend in Europa. Den größten Anteil am Gesamtumsatz hatten Fleisch- und Fleischprodukte (23,3 Prozent), Milch- und Milchprodukte (15,4 Prozent) sowie Backwaren (9,2 Prozent). Oder um die Bedeutung der Backwarenindustrie im Verhältnis zur gesamten Ernährungsindustrie anders herum darzustellen: Das Ranking der Top-5 Arbeitgeber führen die Großbäcker mit 31,0 Prozent der Beschäftigten an in der Ernährungsindustrie – vor den fleischverarbeitenden Betrieben mit 19,5 Prozent sowie dem Segment Süß- und Dauerbackwaren und Speiseeis mit 10,1 Prozent. Diese Zahlen und Fakten stellte die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in dieser Woche vor. Zudem veröffentlichte der Verband seinen Jahresbericht, aktuelle Statistikpublikationen und berichtete über Trends in der Branche. Tenor: Die Verbraucher entscheiden, was im Regal steht. Qualität ist heute zunehmend wichtiger als der Preis, die deutschen Verbraucher sind häufig bereit für hochwertige Lebensmittel mehr Geld auszugeben. Preisbereinigt nahmen die Ausgaben für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke 2014 gegenüber 2013 deutlich stärker zu (plus 1,8 Prozent) als die allgemeinen Konsumausgaben (plus 1,1 Prozent). Gleichzeitig lassen ein steigendes Konsumbewusstsein und der gesellschaftliche Wandel die nachgefragte Menge sinken, heißt es im BVE-Jahresbericht 2015 (PDF). Ebenfalls auf dem BVE-Server erhältlich ist die Broschüre Enährungsindustrie 2015 (PDF) mit aktuellen, aber eher kompakten Daten zur Ernährungsindustrie. Das Angebot Die Ernährungsindustrie in Zahlen 2015 (PDF) mit Grafiken zu den Kerndaten und dem Marktumfeld der Ernährungsindustrie 2015 rundet das Angebot ab.

Hausratversicherer: Schäden durch Einbrüche steigen weiter

Königswinter. (07.05. / SHB) Keine Entwarnung für Hausbesitzer und Mieter: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im letzten Jahr mit 150.000 versicherten Fällen gegenüber 2013 unverändert hoch geblieben. Das geht aus dem Einbruch-Report 2015 (PDF) hervor, den der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktuell vorgelegt hat. Demnach haben die Hausratversicherer zusammen 490 Millionen Euro für die Schäden geleistet – zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Damit haben die Schäden in den letzten fünf Jahren um 35 Prozent zugenommen. «Wie dramatisch die Folgen für die Opfer sind, zeigt der Einbruch-Report ebenfalls», sagt Sven Goerigk, geschäftsführender Vorstand der SHB Allgemeinen Versicherung VVaG in Königswinter. «Gefühle der Unsicherheit, Erniedrigung und Machtlosigkeit stellen häufig nicht zu unterschätzende Folgen dar, die noch dazu bei fast jedem zweiten Einbruchsopfer längere Zeit andauern». In Deutschland wird alle zwei Minuten irgendwo eingebrochen. Zusätzlich wird in über 40 Prozent der Fälle die Einrichtung durch Vandalismus stark beschädigt. Jeder Haushalt sollte daher eine Hausratversicherung haben. Die SHB bietet diese äußerst günstig und mit einem ausgezeichneten Schadenservice an. Suchen Sie nach wirkungsvollen Präventivmaßnahmen, könnten Sie sich zum Beispiel mit dem «SHB Hausrat-Sicherheitskonzept» befassen. Weitere Fragen beantwortet Ihr Ansprechpartner vor Ort.

Digitaler Binnenmarkt: EU-Kommission stellt Pläne vor

Brüssel / BE. (07.05. / eu) Das Internet und die digitalen Technologien verändern unsere Welt – in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Europa muss sich die digitale Revolution zu eigen machen und für Menschen und Unternehmen Möglichkeiten in der digitalen Welt schaffen. Dies wird möglich, wenn wir die Dynamik des EU-Binnenmarkts nutzen. Die Europäische Kommission hat in dieser Woche ihre detaillierten Pläne zur Schaffung eines digitalen Binnenmarkts vorgestellt und damit eine ihrer obersten Prioritäten in Angriff genommen. Derzeit werden den Bürgerinnen und Bürgern aufgrund von Barrieren im Online-Umfeld Waren und Dienstleistungen vorenthalten: Nur 15 Prozent machen Online-Einkäufe in anderen EU-Ländern; Internetunternehmen und Start-ups können die Wachstumschancen des Online-Geschäfts nicht voll nutzen: Nur sieben Prozent der KMU sind im Auslandsgeschäft tätig. Außerdem profitieren Unternehmen und Verwaltungen nicht in vollem Umfang von den verfügbaren digitalen Werkzeugen. Das Ziel des digitalen Binnenmarkts ist es, regulierungsbedingte Barrieren zu beseitigen und endlich die 28 nationalen Märkte zu einem einzigen zusammenzuführen. Ein reibungslos funktionierender digitaler Binnenmarkt könnte mit 415 Milliarden Euro jährlich zu unserer Wirtschaftsleistung beitragen und Hunderttausende neue Arbeitsplätze hervorbringen – heißt es in der Mitteilung «Ein digitaler Binnenmarkt für Europa – Kommission stellt 16 Initiativen zur Verwirklichung vor», zu finden auf dem Europa-Server mit zahlreichen nützlichen Links im Anhang.

Wichtig: Unternehmensnachfolge gezielt vorbereiten

Isernhagen / Hannover. (06.05. / ge) In Deutschland werden für etwa 135.000 Unternehmen in den nächsten fünf Jahren Nachfolger gesucht. Im Mittelstand werden etwa 90 Prozent aller Unternehmen familiengeführt. Davon werden laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung 54 Prozent innerhalb der Familie weitergeführt. 17 Prozent übertragen das Unternehmen an eigene Mitarbeiter, für 29 Prozent werden unternehmensexterne Lösungen gesucht. Doch genau den geeigneten Unternehmer für das eigene Unternehmen zu finden, wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des immer stärker werdenden Fachkräftemangels weiter verstärkt. Eine frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema der Unternehmensnachfolge ist von hoher Bedeutung, dabei spielt es keine Rolle, ob nun eine unternehmensexterne oder eine familien- respektive unternehmensinterne Lösung angestrebt wird. Denn in allen drei Fällen dauert ein Übergabeprozess in der Regel fünf Jahre von der ersten Überlegung bis zum endgültigen Übergabezeitpunkt. Um einen Überblick zu erhalten, in welcher Situation sich Ihr Unternehmen zur Zeit befindet und welche Weichen Sie heute schon stellen können, fordern Sie am besten eine kostenlose Checkliste bei der Gehrke Econ Unternehmensberatung an. Sollten Sie Fragen zum Prozess der Unternehmensnachfolge haben, steht Ihnen Daniel Feldmann (per E-Mail daniel.feldmann um gehrke-econ.de oder telefonisch unter 0511-70050-534) von der Gehrke Econ Unternehmensberatung gerne zur Verfügung.

Neuausrichtung: Lekkerland sieht sich auf Erfolgskurs

Frechen. (06.05. / lk) Neue Konzepte, konsequentes Projektmanagement und Wachstumsimpulse – 2014 hat die Lekkerland Gruppe erste Meilensteine auf dem Weg der Neuausrichtung erreicht. In allen sechs Ländern haben Großkunden Verträge verlängert, bedeutende Neukunden kamen hinzu. Die in allen Bereichen ergriffenen Maßnahmen zur Neuausrichtung zeigen damit bereits Wirkung: Insgesamt konnte die Gruppe den Umsatz in einem teilweise rückläufigen und sehr wettbewerbsintensiven Umfeld um 294,5 Millionen Euro auf 11.984,9 Millionen Euro steigern. Der Rohertrag erhöhte sich um 24,8 Millionen Euro auf 572,0 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis hat sich um insgesamt 4,4 Millionen Euro auf 43,3 Millionen Euro verbessert. «Das zeigt, dass unsere Strategie greift», sagt der Vorstandsvorsitzende Michael Hoffmann in einer ausführlichen Mitteilung. «Mit ‘Convenience 2020’ sind wir auf dem richtigen Weg und sichern den aktuellen und künftigen Erfolg von Lekkerland». Strategisch wichtig war 2014 die Einführung der Multitemperatur-Logistik in der Schweiz und in Österreich, womit die gruppenweite Einführung dieser innovativen Logistiklösung abgeschlossen ist. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Beide Länder konnten Mineralölgesellschaften überzeugen, künftig auch ihr Tiefkühlsortiment von Lekkerland zu beziehen. Im Rahmen der Strategie «Convenience 2020» stand auch weiterhin der konsequente Ausbau der Foodservice Konzepte auf der Agenda. Neue Kaffee- und Bistromodule konnten in Deutschland und den Niederlanden eingeführt werden, heißt es aus Frechen bei Köln.

BMWE: stellt neues «Anreizprogramm Energieeffizienz» vor

Berlin. (06.05. / bmwe) Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz hat die Bundesregierung ein Bündel von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Energiewende im Gebäudesektor beschlossen. Durch das neue «Anreizprogramm Energieeffizienz» werden diese Maßnahmen nun weiter verstärkt. Das Paket umfasst ein Fördervolumen in Höhe von 165 Millionen Euro pro Jahr und tritt an die Stelle der bislang geplanten steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWE): «Unsere Maßnahmen aus dem neuen ‘Anreizprogramm Energieeffizienz’ sind eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative zu der bedauerlicherweise gescheiterten steuerlichen Förderung. Sie werden die bereits bestehende Förderlandschaft – das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt – gut ergänzen und verstärken. Mit einem intelligenten Instrumentenmix regen sie zudem zusätzliche Investitionen an, schaffen Arbeitsplätze in Deutschland und machen uns zunehmend unabhängiger von fossilen Brennstoffen». Die Maßnahmen des Anreizprogramms setzen neue Innovations- und Investitionsimpulse.

Zentralverband: fordert Schutz des Begriffs «Bäckerei»

Berlin. (05.05. / ZV) Im Dezember 2014 ist die Deutsche Brotkultur durch die Deutsche Unesco-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Trotz der weltweit berühmten und geschätzten Brotkultur sieht die Realität auf dem deutschen Back-Markt bisweilen anders aus: Täglich wandern millionenfach industriell gefertigte Teiglinge direkt vom Band in Backstationen, SB-Shops und Tankstellen, um hier nur noch aufgewärmt zu werden. Diese Praxis täuscht den Verbraucher, wie eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) von 2014 zeigt. Hiernach verstehen 85 Prozent der Befragten unter dem Begriff «Bäckerei» einen durch Bäckermeister geführten Betrieb mit eigener Backstube, in dem die Backwaren und überwiegend auch der Teig selbst hergestellt werden. Dies trifft auf die Beschreibung klassischer Handwerksbetriebe zu, deren Arbeitsweise nur wenig mit der industriellen Massenproduktion aus dem Supermarkt und anderen Verkaufsstellen gemein hat. «Um dieser Verbrauchertäuschung ein Ende zu setzen, brauchen wir echten Bäcker einen geschützten Begriff. Supermärkte, Kioske, Tankstellen und sonstige ‘Aufbäcker’ sind weder Bäcker, noch betreiben sie eine ‘Bäckerei’», empört sich Bäcker-Präsident Peter Becker. «Es bedarf eines wirksamen öffentlich rechtlichen Schutzes, um den Verbraucher vor Irreführung und den Bäcker sowie seinen Betrieb vor Trittbrettfahrern zu schützen», fordert auch Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands. In diesem Sinn ist der ZV im Gespräch mit dem BMEL, dem BMWE sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Zur Durchsetzung des Schutzes des Begriffs «Bäckerei» müsste nämlich die Handwerksordnung geändert werden und da wolle der ZDH noch nicht so recht ran, hieß es dieser Tage in Berlin.

BVE: lehnt Steuererhöhung bei Lebensmitteln ab

Berlin. (05.05. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) spricht sich klar gegen den Vorschlag aus Teilen der politischen Parteien aus, bestimmte Lebensmittel – wie Süßwaren – künftig mit 19 Prozent statt wie bisher mit sieben Prozent besteuern zu wollen. «Offenbar haben manche in der SPD aus dem politischen Rohrkrepierer Veggi-Day nichts gelernt. Die Verbraucher wollen keine Bevormundung und sind sehr wohl in der Lage, selbst zu entscheiden, was sie essen wollen», sagt Christoph Minhoff, BVE-Hauptgeschäftsführer. «Die Große Koalition hat den Bürgern zudem versprochen, dass es in dieser Legislaturperiode keine Steuererhöhungen geben werde. Unter dem Vorwand der vermeintlichen Gesundheitsvorsorge würden so Steuererhöhungen durch die Hintertür eingeführt. Eine Erhöhung der Lebensmittelpreise durch Zusatzsteuern trifft in aller Regel besonders sozial schwache Familien», sagt Minhoff in einer kurzen Stellungnahme. Dass solche «Strafsteuern» nicht die erhoffte Wirkung erzielen, zeigt zudem das Beispiel Dänemark, wo die vor einigen Jahren eingeführte «Fettsteuer» nach kurzer Zeit wieder abgeschafft wurde.

Rechtsunsicherheit durch Info-Pflichten belastet Unternehmen

Frankfurt. (02.05. / zzbuw) Insgesamt hat die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs – kurz Wettbewerbszentrale – 2014 über 13.000 Anfragen und Beschwerden bearbeitet. Knapp 60 Prozent aller Fälle betrafen dabei den Bereich «Irreführung und Transparenz», wobei die Fälle von irreführenden Preismogeleien um gut elf Prozent zurückgegangen sind. Sachverhalte zu Marktverhaltensregelungen folgten mit 25 Prozent Anteil am Gesamtaufkommen. Daneben bearbeitete die Wettbewerbszentrale über 800 Fälle belästigender Werbung und ebenso viele Fälle aus den Bereichen «Behinderung des Wettbewerbs», Kartellrecht, unsachliche Beeinflussung und Allgemeine Geschäftsbedingungen. Signifikant angestiegen ist die Zahl der Fälle, in denen es darum geht, ob ein Anbieter die zahlreichen Informationsanforderungen in ausreichender Weise erfüllt oder nicht. Seit 2010 hat die Zahl dieser Sachverhalte bei der Wettbewerbszentrale deutlich überproportional – um über 42 Prozent – zugelegt. «Gut 4.000 Aktenvorgänge allein mit Fragen zu gesetzlichen Informations- und Kennzeichnungspflichten haben wir 2014 bearbeitet», sagt Dr. Reiner Münker, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Wettbewerbszentrale, im Jahresbericht. Das Problem sei, dass die gesetzlichen Informationspflichten nicht nur in unterschiedlichsten Gesetzen «verstreut» seien, sondern die Vorschriften immer detaillierter würden und schwierige Abgrenzungsfragen nach sich zögen. Selbst für Fachjuristen und Gerichte sei oft die Rechtslage nicht eindeutig. Für Unternehmen bedeute dies Rechts- und Planungsunsicherheit, denn: Unlauter handelt, wer Informationspflichten verletzt. Nach Angaben Münkers haben 2014 etwa die Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie und die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) der Wirtschaft großen Umstellungsaufwand abgefordert, gleichzeitig aber viele neue Fragen und Unsicherheiten aufgeworfen (Volltext).

Halloren: Schokoladenfabrik erhöht Kapital

Halle / Saale. (05.02. / hag) Der Vorstand der Halloren Schokoladenfabrik Aktiengesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital und unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre um 636.492 EUR durch Ausgabe von 636.492 neuen Aktien durch Sacheinlage zu erhöhen. Die neuen Aktien sollen prospektfrei zum Handel im regulierten Markt sowie zum Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Entry Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und in die bestehenden Notierungen aufgenommen werden. Zur Zeichnung der Aktien wurde die Charlie Investors S.à.r.l. aus Luxemburg zugelassen, die als Sacheinlagen 50 Prozent minus eine Aktie der Anteile an Bouchard N.V. und Daskalides N.V., Belgien einbringt. Zur Berechnung des Kapitalerhöhungsbetrags und der Anzahl der auszugebenden neuen Aktien der Halloren Schokoladenfabrik AG wurde ein Wert von 7,07 EUR je Aktie der Halloren Schokoladenfabrik AG zugrunde gelegt. Der Erwerb der Bouchard / Daskalides Anteile gegen Ausgabe von Aktien stärkt die Eigenkapitalbasis sowie den Cashflow und vergrößert das Portfolio im Rahmen der Wachstumsstrategie des in Halle ansässigen Schokoladenkonzerns. Nach der erfolgten Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist Charlie Investors mit rund 19 Prozent am Grundkapital der Halloren AG beteiligt. Daneben bleibt der Aufsichtsratsvorsitzende der Halloren Schokoladenfabrik AG, der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Paul Morzynski aus Hannover, unverändert der anteilsmäßig größte Einzelaktionär.


MARKETING + VERKAUF


Bäckerei-Café: So unterstützt Sie das richtige Kassensystem

Neubeuern. (08.05. / KMZ) Der Frühling ist da, die Sonne scheint. Restaurants, Cafés und Bäckereien stellen ihre Stühle und Tische auf die Straße und laden Passanten zum Verweilen ein – natürlich auch oder gerade zum Verzehr. Das Mobiliar ist schnell nach draußen bugsiert. Doch verfügen die Filialen auch über das passende Sortiment für den Sonnentag? «Bei der Eingabe der Tagesbestellung zeigt uns eine Wetter-App die Prognose für die kommenden Tage an», sagen Kathrin und Markus Leitner, Inhaber der Bäckerei Leitner im Landkreis Rosenheim. Das Unternehmen hat vor nicht allzu langer Zeit in neue PoS-Touch-Kassen von Vectron investiert, um viele Vorgänge im Verkauf vereinfachen, besser steuern und kontrollieren zu können. So weiß die Verkäuferin in der Filiale also rechtzeitig, wann die Sonne scheint, wann es mehr Brot oder Butterbrezn braucht. Zudem werden bei den neuen Kassen die Snackzutaten alle gleich mit erfasst. «In den Kassen sind auch die Tische draußen hinterlegt, so dass nicht mehr sofort kassiert werden muss», sagt Kathrin Leitner. Am Ende gibt es eine Gesamtrechnung, in der alle Nachbestellungen enthalten sind. Möchten sich die Gäste den Rechnungsbetrag teilen, kann die Summe ganz nach Wunsch auf mehrere Einzelrechnungen verteilt werden. Möchten die Gäste noch ein Brot für zuhause mitnehmen, sorgt eine einfache Umschalttaste auf dem Kassendisplay dafür, dass der korrekte Mehrwertsteuersatz eingesetzt wird. «Dank der neuen Kassen kommt auch eine Allergenkennzeichnung zur Anwendung», sagt Markus Leitner. «Hat der Kunde einen Stoff angegeben, auf den er allergisch reagiert, können für ihn an der Kasse keine Artikel mehr gebucht werden, die genau diesen Stoff enthalten». Die Umstellung auf die neuen PoS-Touch-Kassen hatte im Rahmen eines Komplettangebots die KMZ Kassen Buch GmbH aus München übernommen, ein Unternehmen der KMZ Gruppe in Hechingen.

Innungsbäcker TV-Spot: Verbreiten Sie ihn weiter!

Berlin. (07.05. / ZV) Natürlich kennen Sie den kurzen TV-Spot der bundesdeutschen Innungsbäcker (18 Sekunden), der direkt vor der Tagesschau im ersten über den Bildschirm flimmerte oder noch flimmert. Von dem hätte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) gerne, dass Sie ihn als eingetragener Handwerks- und Innungsbetrieb auf Ihrer Homepage oder in Ihrem Blog weiter verbreiten und damit auf die neue Verbraucherinitiative des Verbands aufmerksam machen. Falls Ihnen nicht ganz klar ist, wie ein Youtube-Video einzubetten geht, können Sie das hier nachlesen oder einfach Ihrer Agentur überlassen.

Deutsche Innungsbäcker: Auftakt zur Verbraucheroffensive

Berlin. (05.05. / ZV) Bis der Begriff «Bäckerei» geschützt wird, initiiert der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) pünktlich zum Tag des Deutschen Brotes am 05. Mai eine großangelegte Verbraucherkampagne. Gemeinsam mit dem Zusatz «Deutsche Innungsbäcker» setzt die Neuauflage des traditionellen Bäcker-Wappens ein starkes Zeichen, heißt es aus Berlin. Das soll dem Verbraucher von nun an eine klare Orientierung im undurchsichtigen Wettbewerb mit Discounter-Backwaren, Back-Shops und SB-Bäckern bieten. Das Wappen ist nach außen getragenes Qualitätsversprechen und zugleich ein Bekenntnis nach innen. Verbandspräsident Peter Becker: «Mit dem Bäckerwappen haben Innungsbäcker die große Chance, gemeinsam und einheitlich für alle sichtbar zu ihren Werten zu stehen und dem Verbraucher auf den ersten Blick erkennbar zu zeigen, wer hierzulande das beste Brot backt». Was in der Backstube beginnt, wird zudem medienwirksam nach außen getragen. Der aktuelle TV-Spot des Verbands und das neue Verbrauchermagazin innungsbaecker.de macht die Verbraucher gezielt auf die Kompetenz der Deutschen Innungsbäcker aufmerksam. Auf der neuen Internetseite findet der Verbraucher Artikel zu Themen wie Gesundheit, Ernährung und natürlich das Backen im Magazin-Stil ansprechend aufbereitet.
Nachtrag: Marketing-technisch wird also «getrommelt», was der Zentralverband und die angeschlossenen Landesinnungsverbände zu leisten vermögen. Davon sollten auch Unternehmen profitieren, die im Verein Die Bäcker. Zeit für Geschmack organisiert sind. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Stellungnahme mit Slow Food Deutschland, von der wir offengestanden nicht so recht wissen, was wir davon halten sollen. Vielleicht wissen Sie es. Lesen Sie mal rein.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


LFGB-Novelle: Hygiene-Sünder kommen bald an den Pranger

Berlin. (06.05. / bmel) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 30. April einen Gesetzentwurf (PDF) zur Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) sowie anderer Vorschriften an Länder und Verbände versandt. Der Entwurf enthält insbesondere Änderungen der umstrittenen Regelung des Paragrafen 40 Absatz 1a LFGB, nach der die Öffentlichkeit über bestimmte Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften zu informieren ist. Die Vorschrift war 2012 als Reaktion auf das Dioxin-Geschehen in das Gesetz aufgenommen worden. Nach Aufnahme des Vollzugs hatten verschiedene Verwaltungsgerichte in Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes Bedenken gegen die Vorschrift erhoben. Diese Bedenken sollen nun unter anderem durch die Aufnahme einer gesetzlichen Löschungsfrist sowie einer Härtefallklausel ausgeräumt werden. Bundesernährungsminister Schmidt: «Ich will, dass jedermann informiert wird, wenn sich Unternehmen im Ausnahmefall nicht an die Vorschriften halten». Weitere Regelungen des Gesetzentwurfs zielen auf eine effektivere Überwachung des Online-Handels mit Lebensmitteln ab.


PERSONEN + EHRUNGEN


Bäckerhandwerk: verkündet Brotschafter 2015

Berlin. (07.05. / ZV) Zu Ehren der deutschen Brotkultur feierte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks am Dienstagabend den 3. Tag des Deutschen Brotes in Berlin. Das Motto des Tages, «Regionalität und Vielfalt», stand stellvertretend für das, was an diesem Tag gefeiert werden sollte: Das deutsche Brot in all seinen regionalen Facetten. Über 300 Gäste aus Handwerk, Mittelstand und Politik hatten im eWerk in Berlin zusammengefunden. Höhepunkt der Abendgala war die Auszeichnung des Chefs des Bundeskanzleramts Minister Peter Altmaier als Botschafter des Deutschen Brotes. Dieser erklärte in seiner Rede, was die deutsche Brotkultur in ihrer Vielfalt für ihn bedeutet: «Die Brotkultur ist ein Stück deutscher Geschichte und gleichzeitig auch gelebter Föderalismus. Denn das deutsche Brot ist vielfältig, unterscheidet sich von Nord nach Süd, von Stadt zu Stadt und von Bäcker zu Bäcker. Dennoch lässt sich jedes dieser Brote als deutsches Brot erkennen. Das ist es auch, wofür das Brot in Deutschland steht: Einheit in Vielfalt». Bäcker-Präsident Peter Becker sagte: «Wir fühlen uns geehrt, in diesem für das Bäckerhandwerk wichtigen Jahr mit Minister Peter Altmaier eine hochrangige Persönlichkeit aus der Politik als Botschafter des Deutschen Brotes auszeichnen zu dürfen. Insbesondere freut es uns natürlich, dass die Deutsche Brotkultur ein so hohes Ansehen trägt». Neben dem symbolischen Festakt in Berlin nutzten viele Bäcker in ihren Regionen landauf, landab den Tag des Deutschen Brotes für besondere Aktionen. Dadurch zeigen die Innungsbetriebe ihren Kunden, was nur echte Handwerkskunst hervorbringen kann: Eine jahrhundertealte und doch immer noch lebendige Brotkultur, die regional verwurzelt und doch weltweit bekannt ist.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Delivery Hero acquires Turkish food delivery giant

Hamburg. (bm) Delivery Hero (German «Lieferheld»), the global leader in online and mobile food ordering, announced the acquisition of Yemeksepeti in a transaction valued at 589 million USD. This is the largest acquisition ever made in the online food ordering sector. The transaction further extends Delivery Hero’s position as the global market leader, now processing approximately ten million orders monthly which is far more than any other global player. Other topics of the week:

Title Region Date
Wendy’s Company: Reports First-Quarter 2015 Results (US) Fri 05-08
Hain Celestial: Net Sales Increased by 19% in Q3/2015 (US) Fri 05-08
ADM: Adjusted EPS up 40 percent in Q1/2015 (US) Fri 05-08
ADM: to Construct Feed Plants in China and Minnesota (US) Fri 05-08
Delivery Hero: acquires Turkish food delivery giant (DE) Thu 05-07
Kellogg Company: Reports First Quarter 2015 Results (US) Thu 05-07
Finsbury: announces proposed acquisition of Johnstone’s (UK) Thu 05-07
Foodpanda: raises additional USD 100 Million in funding (DE) Thu 05-07
McDonald’s: Announces Initial Steps In Turnaround Plan (US) Wed 05-06
McDonald’s: Launches Delivery Initiative In NYC (US) Wed 05-06
Mondelez: Reports Q1 Results and Reaffirms 2015 Outlook (US) Tue 05-05
Bunge Limited: Reports First Quarter 2015 Results (US) Tue 05-05
Fi Istanbul: Returns With 41% More Exhibitors Than 2013 (NL) Mon 05-04
ADM: Announces Management Appointment (US) Mon 05-04
EU Parliament: supports shift towards advanced biofuels (EU) Sat 05-02
Research: Senior Consumers and Global Population 2030 (UK) Sat 05-02


REZEPTE + IDEEN


Mein Mehl – meine Tomatenquiche …

Image Bonn. (08.05. / vdm / GMF) Mein-Mehl.de, die Verbraucher-Website des Verbands Deutscher Mühlen (VDM) in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) verfügt über eine nette kleine Rezeptsammlung. Dieser entstammt auch die Anleitung für die folgende, gut bekömmliche «Tomatenquiche» – Durchmesser 28 Zentimeter, zwölf Portionen:

Zutaten: 250 Gramm Weizenmehl Type 1050; 1 Messerspitze Backpulver; Salz, Pfeffer; 140 Gramm Butter; 4 Eier; 1 Gemüsezwiebel; 650 Gramm kleine Tomaten; 1/2 Bund Petersilie; 1/2 Töpfchen Basilikum; 200 Gramm Doppelrahmfrischkäse mit Kräutern; 125 Gramm Schlagsahne.

Zubereitung: Mehl, Backpulver und einen halben Teelöffel Salz mischen. 125 Gramm Butter in Stückchen, ein Ei und zwei bis drei Esslöffel Wasser zufügen, zu einem glatten Teig verkneten, in Folie wickeln und etwa eine Stunde kühl stellen. Gemüsezwiebel schälen und in Spalten schneiden. Restliche Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel andünsten. Auskühlen lassen. Tomaten halbieren. Kräuter hacken. Frischkäse, Sahne, restliche Eier und Kräuter verrühren und würzen. Den Teig zu einem Kreis (33 Zentimeter Durchmesser) ausrollen und eine gefettete, mit Paniermehl ausgestreute Quicheform (28 Zentimeter Durchmesser) damit auslegen. Mehrmals mit einer Gabel einstechen und mit Tomaten und Zwiebeln belegen. Mit Kräuterfrischkäserahm übergießen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Celsius etwa 45 Minuten backen.