Donnerstag, 26. November 2020

WB-19-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 19. KW 2014 (03.05. bis 09.05.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb1914.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN
01. Burger King (3): hat was nachzuholen
02. Burger King (2): spricht jetzt mit NGG und BdS
03. Bäckerhandwerk: feiert 2. Tag des Deutschen Brotes
04. Bäckerhandwerk: präsentiert die deutsche Brotkultur
05. Auftakt nach Maß: Kalb lässt es sich schmecken
06. Blockbuster der Woche: Brottag und Hygienemängel
07. Burger King (1): Yi-Ko Holding mit neuem Management
08. DEH: Tiefkühlbackwaren aus Gevelsberg
09. Brotgutachten: Betrachtung ohne Ideologie und Vorurteile
10. De Mäkelbörger: saniert sich unterm Schutzschirm

TERMINE + EVENTS:
11. GDL: lädt nach Münster zum 5. Forum Sauerteig
12. Carlo-Wildt-Pokal: Die Gebrüder Grimm als süße Verführung
13. Stuttgart: Hausmesse war ein voller Erfolg
14. Erfolgsgeschichte: 25 Jahre Südback

MANAGEMENT + BETRIEB:
15. Lekkerland: setzt strategischen Kurs konsequent fort
16. Aus Unternehmenssicht: Chancen und Risiken des Franchisesystems
17. Handel: fordert bessere Erreichbarkeit der Innenstädte
18. Fairtrade Deutschland: meldet 23 Prozent Umsatzplus
19. Auslandspraktika: Gewinn für Azubis und Betriebe
20. Integration: die zwei Seiten einer Medaille

TRENDS + KONZEPTE:
21. Maßgeschneiderte Weizenvorteige: darauf sollten Sie achten

MARKETING + VERKAUF:
22. Ländervergleich: Bayern sind am anspruchsvollsten
23. GfK Consumer Index: «Regionaler Konsum ist moralischer Konsum»
24. Travel Retail: Standortvorteil Hochfrequenz

BOOKMARKS + BOOKS:
25. Global Industry: Jacobs Douwe Egberts – the new coffee giant

REZEPTE + IDEEN:
26. «Pane Remolino»: Wenn es etwas Mediterranes sein soll …


MARKT + UNTERNEHMEN


Burger King (3): hat was nachzuholen

Mainz. (08.05. / eb) Wie bestellt – es war wohl eher ein für das ZDF glücklicher Zufall – flimmerte in diesen für Burger King nicht einfachen Tagen auch noch die ZDF-Dokumentation «McDonalds gegen Burger King» über die TV-Bildschirme. Sternekoch Nelson Müller machte den Fast-Food-Test. Bei Stichworten wie Transparenz, Arbeitsbedingungen und sonstige Fairness zog Burger King klar den Kürzeren. McDonalds Deutschland scheint den Zusammenhang von Reputation und Umsatz deutlich besser verstanden und umgesetzt zu haben als Burger King. Bei der Beurteilung der Rohstoffe und der Gadolinium-Rückstände in Softdrinks liegen beide Konkurrenten wieder gleich auf. Nach diversen Tests und einer Blindverkostung hatte schlussendlich McDonalds Deutschland die Nase vorn – in diesem Jahr. 2013 soll es umgekehrt gewesen sein. Wie auch immer: Das knapp 45-minütige Video steht nach wie vor auf der ZDF-Seite zur Verfügung.

Burger King (2): spricht jetzt mit NGG und BdS

München. (08.05. / bk) Wie die Burger King Beteiligungs GmbH auf ihrer Facebook-Seite mit Blick auf die Missstände bei der Yi-Ko Holding mitteilt, ist das Unternehmen nun dabei, sich alle laufenden Gerichtsverfahren sorgfältig anzuschauen. Ziel sei es, für einen Großteil der Fälle eine schnelle, einvernehmliche Lösung innerhalb der nächsten sechs Wochen zu finden, wenn es geht auch schneller. Natürlich gebe es auch Verfahren, deren Aufarbeitung mehr Zeit beanspruchen werde. Zudem hat das Management in München Kontakt aufgenommen zur Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG). In der kommenden Woche würden Vertreter von Burger King Deutschland gemeinsam mit Vertretern der NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) an einem Tisch sitzen. Die Themen zum Treffen: Einerseits die Umsetzung des Tarifvertrags bei der Yi-Ko Holding und andererseits die rasche Aufarbeitung der von der NGG gegen die Yi-Ko Holding angestrengten Verfahren. «Wir werden uns sehr genau ansehen, wie ernst dieser Neustart gemeint ist», kündigte indes der NGG-Vize Burkhard Siebert in einer NGG-Meldung an.

Bäckerhandwerk: feiert 2. Tag des Deutschen Brotes

Berlin. (07.05. / ZV) Zu Wochenbeginn richtete der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) zum zweiten Mal den «Tag des Deutschen Brotes» aus. In der restaurierten Industriehalle des Berliner ewerks feierten rund 300 geladene Gäste aus Handwerk, Mittelstand und Politik die deutsche Brotkultur. Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung des TV-Kochs und Gastronomen Tim Mälzer zum Botschafter des Deutschen Brotes 2014. Der ZV hatte im letzten Jahr erstmals den Tag des Deutschen Brotes ausgelobt, mit dem er die einzigartige Brotvielfalt und das traditionsreiche deutsche Bäckerhandwerk würdigt. «Mit dem Tag des Deutschen Brotes und der Auszeichnung eines Botschafters möchten wir für die deutsche Brotkultur und ihren Erhalt als Immaterielles Kulturerbe durch die Unesco werben», sagt ZV-Präsident Peter Becker. «Wir freuen uns, in diesem Jahr Tim Mälzer als prominenten Unterstützer gewonnen zu haben. In seinen medialen Auftritten und in seinem gastronomischen Wirken weist er immer wieder stark auf den hohen Wert und die Bedeutung des Brotes für unsere tägliche Ernährung hin. Dabei wirkt er aber nie belehrend – vielmehr gelingt es ihm, an den Endverbraucher zu appellieren, sich mit seiner Ernährung bewusst auseinander zu setzen», begründet Becker die Auswahl des Preisträgers. Der frischgebackene Botschafter des Deutschen Brotes 2014, Tim Mälzer, freut sich über den neuen Titel: «Diese Auszeichnung ehrt mich sehr. Handwerklich hergestelltes Brot bedeutet für mich pure Ess- und Genusskultur. Eines der wichtigsten Mahlzeiten ist für mich das klassische Abendbrot, mit dem ich sehr viele schöne Erinnerungen verbinde. Aber auch in der Gastronomie erlebe ich, dass der Geruch von ofenwarmen Brot auf dem Tisch etwas ist, was die Leute wirklich begeistert».

Bäckerhandwerk: präsentiert die deutsche Brotkultur

Berlin. (07.05. / ZV) Während der Gala des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) anlässlich des 2. Tags des Deutschen Brotes wurden nicht nur Reden gehalten. Wurde nicht nur musiziert oder angenehm durch die Programmblöcke moderiert. So gab zum Beispiel eine sechzehn Meter lange Brotschau mit über 90 regionalen Spezialitäten Einblick in die herausragende Brotvielfalt Deutschlands. Zusätzlich sorgten Bäckerwalzgesellen, Brotköniginnen, Innungsbäcker und Landesinnungsvertreter in Berufskleidung für einen bunten Abend im Berliner ewerk ganz im Zeichen hiesiger Brotkultur. Auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete waren der ZV-Einladung gefolgt, um sich in lockerer Atmosphäre mit Vertretern aus Verbänden und Wirtschaft über Themen rund um das Bäckerhandwerk auszutauschen. Neben dem symbolischen Festakt an der Spree wurde der Tag des Deutschen Brotes zudem landauf, landab durch Sonder-Aktionen in den Regionen erlebbar – durch Bäckereien, die sich für ihre Kunden etwas Besonderes hatten einfallen lassen.

Auftakt nach Maß: Kalb lässt es sich schmecken

Straubing. (07.05. / ppn) Auch eine bayerische Jungkuh wusste die Symbolkraft des Deutschen Brottags 2014 für sich zu nutzen und lieferte einen Auftakt nach Maß: Passanten in Geisenhausen bei Landshut hatten am späten Sonntag beobachtet, wie das Tier die Eingangstür eines Supermarkts aufdrückte und frohgemut hineinstapfte. Die kurze Zeit später anrückenden Beamten der Polizei Vilsbiburg staunten nicht schlecht, als sie das offensichtlich in Einkaufslaune befindliche Jungtier in der Backwarenabteilung vorfanden, wo es sich nach Herzenslust durch das Sortiment probierte. Trotz eindeutiger Aufforderungen der Beamten war das Tier nicht gewillt, seinen Einkaufsbummel abzubrechen. Auch die Tatsache, dass es am Sonntagabend der einzige Kunde war, störte das Rindvieh nicht. Der Besitzer des Tieres konnte alsbald ausfindig gemacht werden. Er fing den Ausreißer mit einem Lasso wieder ein. So gebändigt, leistete die Jungkuh nur noch geringen Widerstand, als sie in einen Anhänger verfrachtet und zu seiner erziehungsberechtigten Mutter zurückgebracht wurde. Nach Recherchen der Polizeiinspektion Vilsbiburg war das Tier von einer Weide in der Nähe Geisenhausens der Obhut seiner Mutter entwischt und hatte die Gegend erkundet, ehe es zum Lebensmittelmarkt gelangte und dort seinen kulinarischen Horizont erweiterte.

Blockbuster der Woche: Brottag und Hygienemängel

Hamburg. (06.05. / div) In dieser Woche haben wir die Wahl zwischen den Blockbustern «Bäcker-Folklore» und «Hygiene-Missstände». Die Resonanz auf den «2. Tag des Deutschen Brotes» ist noch größer als zur Premiere 2013 und die Wahl von TV-Koch Tim Mälzer zum Brotschafter 2014 sorgt für ein breites Medienecho. Vor rund 300 Gästen aus Politik, Handwerk und Mittelstand wurde ihm in Berlin die Auszeichnung vor allem aufgrund seines medialen Engagements für das Lebensmittel und Kulturgut Brot zuteil. Ein Interview in der «Welt» – Ein Mann sieht Brot – stellt den Brotschafter mitsamt seiner Brot-Vorlieben vor. Überhaupt schlägt «Die Welt» in diesen Tagen mit ihren Beiträgen zur hiesigen Brotkultur, zu Technik und Technologie, Backen im Haushalt, ernährungsphysiologischen Erkenntnissen, bekannten Sorgen des Bäckerhandwerks und neuen Trends in und auf dem Brot jedes Fachorgan. Natürlich findet der Brottag auch in anderen Medien wohlwollende Erwähnung. Weniger freundlich ist das Echo hingegen auf die schweren Hygienemängel in einzelnen Burger King Filialen, aufgedeckt durch das «Team Wallraff – Reporter Undercover» (RTL). Der multimediale «Shitstorm» zum Thema dürfte so manchen Rekord gebrochen haben. Vor allem führte er die ungeheure Macht der Social-Media-Kanäle vor Augen, die Inhalte in Windeseile teilen und Reaktionen noch schneller potenzieren. Fazit: Geschwindigkeit ist alles und im Fall des Falls ein professionelles Krisenmanagement unerlässlich. Manchmal hilft auch das nicht mehr und Verbraucher respektive Kunden – oder «Fans» – treiben die Entscheidungsträger vor sich her. So hieß es Ende letzter Woche noch auf burgerking.de, dass man «nun Ernst machen» wolle und sich die Restaurants des Franchisenehmers Yi-Ko Holding in einem strengen Qualitätsaudit befänden. Am späten Montagabend verbreitete Burger King über Facebook bereits die Nachricht, dass der Yi-Ko-Geschäftsführer mit sofortiger Wirkung zurückgetreten sei. Nach einem neuen kaufmännischen Leiter werde ebenfalls gesucht.

Burger King (1): Yi-Ko Holding mit neuem Management

München. (06.05. / bk) Die Burger King Beteiligungs GmbH (BK) und die Yi-Ko Holding haben sich gemeinsam auf Veränderungen im Management der Holding verständigt: Ergün Yildiz tritt mit sofortiger Wirkung als Yi-Ko-Geschäftsführer zurück. Nicole Gottschalk, die über langjährige Erfahrung im Bereich der Gastronomie verfügt, wird die operative Verantwortung für alle Yi-Ko Restaurants übernehmen. In den nächsten Tagen wird zudem ein neuer kaufmännischer Leiter für Yi-Ko ernannt. Das neue Team wird eng mit BK zusammenarbeiten, um sofortige und signifikante Veränderungen bei Yi-Ko zu bewirken. Gottschalk bringt über 20 Jahre operative Expertise in der Systemgastronomie mit. Nach erfolgreichen Stationen als Restaurant Managerin und Senior Managerin für Qualitätskontrolle, Training und operative Standards, ist sie aktuell als Direktorin Franchise Operations für die Betreuung aller BK-Franchisenehmer in den D-A-CH-Ländern verantwortlich. Die genannten Änderungen habe BK nach Auswertung der umfassenden Audits beschlossen, die bei Yi-Ko durchgeführt wurden, nachdem die Restaurants durch eine TV-Reportage in die Kritik geraten waren. «Wir bedauern zutiefst, das Vertrauen unserer Gäste enttäuscht zu haben und werden alles tun, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen», sagt Andreas Bork, Geschäftsführer der Burger King Beteiligungs GmbH. «Wir sind überzeugt, dass das neue Management-Team der Yi-Ko den Neustart erfolgreich meistern wird. Wir haben uns darauf verständigt, dass alle Entscheidungen, die Yi-Ko jetzt mit Blick auf das operative Geschäft, auf Mitarbeitertrainings und Arbeitsbedingungen trifft, vor ihrer Umsetzung durch Burger King überprüft und freigegeben werden müssen». Ziel sei es, operative Missstände sofort zu beseitigen und die Einhaltung der BK-Qualitätsstandards sowie faire Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende sicherzustellen.

DEH: Tiefkühlbackwaren aus Gevelsberg

Gevelsberg. (05.05. / waz) Ein eher persönliches Licht auf das Segment der Tiefkühlbäckereien wirft das Unternehmerinnen- Portrait zu Doris Entrup von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Es erzählt, wie die erfolgreiche Unternehmerin zu ihrer Geschäftsidee kam und DEH – die Doris Entrup-Haselbach GmbH + Co. KG – seit 1987 mit viel Gespür für Marktentwicklungen aufzubauen versteht. Heute setzt DEH 115 Millionen Euro per Anno um und zählt 250 Mitarbeitende in der Gevelsberger Zentrale sowie den Werken Heiden bei Borken und Plattensee in Ungarn. Marketingchef ist Gerhard Entrup-Otte. Sohn Alexander Haselbach übernahm 2005 die Vertriebsleitung und wurde 2009 zum Geschäftsführer Vertrieb befördert. Die Nachfolge ist also gesichert. Interessant ist, dass Doris Entrup nicht «nur Kauffrau» und Unternehmerin ist. Sie ist zudem Tochter eines Brotfabrikanten aus Osnabrück und hat auf diese Weise das Bäckergeschäft früh und von der Pike auf gelernt. «Ich kannte nichts anderes», sagt sie denn auch folgerichtig zur Frage im eingangs erwähnten Portrait, wie sie ausgerechnet auf die Backwarenbranche gekommen ist.

Brotgutachten: Betrachtung ohne Ideologie und Vorurteile

Hamburg. (05.05. / zo) Jetzt mal weg mit Ideologie, Vorurteilen, Halbwissen. Und dann die Frage: Wie steht es um unser wichtigstes Nahrungsmittel? Das fragt die «Zeit» in ihrer Betrachtung «Das Brotgutachten». Autorin Christiane Grefe hat sich tief ins Thema eingearbeitet und stellt diverse Standpunkte gegenüber. Den Großhändler und mittlerweile auch Großbäcker DewiBack lässt sie ebenso zu Wort kommen wie den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, den Ökonomen Ferdinand Pavel, den Lebensmitteltechnologen Günter Unbehend vom Max Rubner-Institut, die Ökotrophologin Ulrike Gonder, den Lebensmitteltechnologen Lutz Popper, die Öko-Missionarin Sarah Wiener. Am Ende bleibt die Frage: Welches Brot soll es denn nun sein? Darauf müsse wohl jeder Konsument seine eigene Antwort finden, heißt es unter dem Strich im lesenswerten «Brotgutachten». Die Welt des Brots sei eben unübersichtlich geworden, und das läge nicht allein an den Produzenten.

De Mäkelbörger: saniert sich unterm Schutzschirm

Neubrandenburg. (03.05. / mae) Die De Mäkelbörger Gruppe stellt sich über ein Schutzschirmverfahren neu auf. Die Unternehmensleitung hat beim Amtsgericht Neubrandenburg für die Muttergesellschaft «De Mäkelbörger Backwaren GmbH» einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Schutzschirmverfahren soll bis zum Herbst abgeschlossen sein. Produktion und Verkauf gehen ohne Unterbrechungen weiter. Die Gruppe gehört mit den Marken «Stadtbäckerei De Mäkelbörger» in Mecklenburg- Vorpommern und «Der Havelbäcker» in Brandenburg und Berlin zu den bekannten Bäckereien in der Region. In Mecklenburg-Vorpommern betreibt die Gruppe an ihrem Stammsitz Neubrandenburg eine Backwarenmanufaktur mit insgesamt rund 580 Mitarbeitern in Produktion, Vertrieb sowie in 62 eigenen Filialen. Daneben fertigt das Unternehmen am Standort Neubrandenburg Tiefkühlbackwaren und TK-Torten für Großkunden in Deutschland und Europa. Ihren zweiten Produktionsstandort betreibt die Gruppe seit 2004 im brandenburgischen Wustermark. Von dort aus beliefert das Unternehmen 118 Filialen in Berlin und Brandenburg, von denen 61 in Eigenregie und 57 von Franchise-Partnern geführt werden. In Brandenburg und Berlin beschäftigt die Gruppe rund 470 Mitarbeiter. Wie viele Bäckereiunternehmen hatte De Mäkelbörger in den letzten Jahren zunehmend unter dem massiven Strukturwandel der Branche und dem damit verbundenen Preisdruck zu leiden. Hinzu kam die verlustreiche Übernahme von rund 85 Kamps-Filialen und dem dazu gehörenden Produktionsstandort in 2011 (siehe WebBaecker 12/2011). Nun will sich die Gruppe grundlegend restrukturieren, um wieder in die Gewinnzone zurückzukehren und sich gestärkt dem Konzentrationsprozess in der Branche stellen zu können – heißt es in einer ausführlichen Mitteilung.


TERMINE + EVENTS


GDL: lädt nach Münster zum 5. Forum Sauerteig

Stuttgart. (07.05. / gdl) Am 20. und 21. Mai veranstaltet die Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen (GDL) in Münster / Westfalen ihr «5. Forum Sauerteig». In fünf Themenkreisen sind insgesamt 18 Vorträge vorgesehen, wobei sich Übersichtsbeiträge, Berichte aus der aktuellen Forschung sowie solche aus der täglichen Praxis in einem interessanten Mix abwechseln. Als Übersichtsvorträge sind vorgesehen: «Wie Aromen unser Geschmacksempfinden beeinflussen» von Prof. Dr. Peter Schieberle, TU München, «Glutenfreie Sauerteige – Schlaraffenland für Andere?» von Prof. Dr. Rudi Vogel, TU München, «Woher stammen die Milchsäurebakterien des Sauerteiges?» von Prof. Dr. Michael Gänzle, University of Alberta, Edmonton, Kanada sowie «Funktionalität von Enzymen in der Brotherstellung» von PhD Anna-Sophie Hager von der KU Leuven in Belgien. Die weiteren Beiträge decken auch in diesem Jahr wieder ein breites Themenspektrum ab, angefangen bei verschiedenen Definitionen von Sauerteig in Europa, über Fragen der praktischen Anwendung und der Mikrobiologie von Sauerteigen bis hin zu Erfahrungsberichten über das Backen in Nicaragua oder die Tradition des Sauerteigs in der Schweiz. Dr. Torsten Zense, Leiter der Abteilung Vorteig- und Bäckereitechnologie bei IsernHäger, berichtet in diesem Rahmen über die technologische Wirkung von Weizenvorteigen. Das ausführliche Programm und die Möglichkeit der Anmeldung on Line finden Interessenten auf dem GDL-Server.

Carlo-Wildt-Pokal: Die Gebrüder Grimm als süße Verführung

Stuttgart. (05.05. / mstgt) Die Südback, Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, findet vom 18. bis 21. Oktober 2014 zum 25. Mal statt. Der Pflichttermin bietet mit dem Carlo-Wildt-Pokal, der in diesem Jahr zum 10. Mal ausgetragen wird, traditionell einen wichtigen Wettbewerb für die Nachwuchskräfte der Branche. An allen vier Messetagen ermittelt der Wettbewerb die besten Auszubildenden unter den Konditoren und Konditorinnen sowie unter den Konditorei-Fachverkäufern und -Fachverkäuferinnen. Das Motto 2014 lautet «Die Märchen der Gebrüder Grimm» und bietet viel Raum für fantasievolle Kreationen. Alle Wettbewerbsarbeiten werden von einer Fachjury, bestehend aus Mitgliedern des Landesinnungsverbands des Konditorenhandwerks Baden-Württemberg, beurteilt. Teilnahmeberechtigt sind Auszubildende im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr. Weitere Details zum Carlo-Wildt-Pokal 2014 gibt es unter konditoren-bw.de. Anmeldeschluss ist der 30. September.

Stuttgart: Hausmesse war ein voller Erfolg

Image Hechingen. (05.05. / KMZ) Ende April richtete die Bäko Region Stuttgart eG ihre Hausmesse 2014 aus. «Rundherum eine gelungene und tolle Veranstaltung mit einer Vielzahl von qualifizierten Messebesuchern», schreiben die Fachleute von KMZ Kassensystem, die in Weilimdorf gemeinsam mit CompData Produkte, Konzepte und Dienstleistungen vorstellten. Für die Messebesucher von besonderem Interesse waren folgende Themen:
Deklaration – Kennzeichnung von Inhaltsstoffen mit Blick auf die neue Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV), die in der Europäischen Union ab Mitte Dezember Gültigkeit hat. Die LMIV löst die bislang in Deutschland geltende Lebensmittel- Kennzeichnungsverordnung (LMKV) und die Nährwert- Kennzeichnungsverordnung (NKV) ab.
bonVito – das Kundeninformationssystem aus dem Hause Vectron. Die Kasse als Marketinginstrument für Bäckereien und die Gastronomie hat sich durchgesetzt und im März wurde die Millionste Kundenkarte in Umlauf gebracht.
– Der Fiskalspeicher für den elektronischen Nachweis jeder Kassenbuchung respektive Stammdatenänderungen an Kassensystemen – diese Fiskaldatenaufzeichnungen werden in letzter Zeit zunehmend und bei vielen Betriebsprüfungen von den jeweiligen Betriebsprüfern gefordert, wissen die Fachleute von KMZ.
Michael Dresel, Claus Burst und Matthias Rapp von der Bäko Region Stuttgart hatten den Messeauftritt möglich gemacht, bei dem die Systemspezialisten von der Schwäbischen Alb zahlreiche Bestandskunden und Interessenten über die Neuigkeiten und Möglichkeiten von KMZ-Vectron-Kassensystemen informieren konnten.

Erfolgsgeschichte: 25 Jahre Südback

Stuttgart. (03.05. / mstgt) Die Südback 2014, Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, findet vom 18. bis 21. Oktober zum 25. Mal statt. Nach den guten Kennzahlen der letzten Veranstaltung 2013, als sich rund 600 Aussteller und knapp 33.000 Fachbesucher auf den Fildern trafen, ist natürlich auch jetzt wieder der weit überwiegende Teil der geplanten Fläche schon fest gebucht. Das starke Interesse nach den Messeständen verteile sich gleichmäßig über alle Ausstellersegmente und werde von nationalen wie multinationalen Unternehmen nachgefragt, heißt es seitens der Messe Stuttgart. «Nach dem starken Wachstum der letzten Jahre und den Bestmarken bei der letzten Südback haben viele Marktführer aus dem In- und Ausland bereits sehr früh gebucht, um sich eine Teilnahme und ihre Wunschplatzierung für das wichtige Branchenevent zu sichern», sagt Messe-Geschäftsführer Ulrich Kromer. «Nachdem wir 2013 einen Quantensprung gemacht haben und erstmals deutlich über 50.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche belegen konnten, hat der Markt unser Konzept auch mit eindrucksvollen Aussteller- und Besucher-Bestmarken bestätigt. Dass die Unternehmen die Südback 2014 bereits zu einem so frühen Zeitpunkt fest in den Messekalender nehmen, ist eine Bestätigung des mit allen Marktteilnehmern und Partnern abgestimmten Konzepts», sagt Kromer in einer Mitteilung von Mitte Februar, die früh von einer hohen Auslastung kündet. Seit ihrer Premiere 1978 ist die Bedeutung der Südback stetig gestiegen. Die Fachbesucher aus dem Bäcker- und Konditorenhandwerk kommen aus dem In- und Ausland und finden ein breit gefächertes Angebot. Parallel zu den Messeständen bietet das Rahmenprogramm viele Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, wie etwa das Bäcker-Trend-Forum, das Konditoren-Trend-Forum oder die Verleihung des Südback Trend Awards. Partner der Messe Stuttgart sind die Bäko Zentrale Süddeutschland, der Landesinnungsverband (LIV) für das Württembergische Bäckerhandwerk und der LIV des Konditorenhandwerks Baden-Württemberg.


MANAGEMENT + BETRIEB


Lekkerland: setzt strategischen Kurs konsequent fort

Frechen. (09.05. / lk) Lekkerland hat die Neuausrichtung der Gruppe im Geschäftsjahr 2013 konsequent vorangetrieben, strategisch wichtige Projekte angestoßen und für sich gesetzte Meilensteine erreicht. Zur Stärkung des Kerngeschäfts hat die Gruppe Akquisitionen in Spanien und der Schweiz erfolgreich abgeschlossen und international neue wichtige Kunden gewonnen. So hat Lekkerland Deutschland mit einem Großkunden (Total) erfolgreich eine Kaffeelösung entwickelt und implementiert. Bedeutend sei zudem die Auszeichnung mit dem Deutschen Logistik-Preis für die Multitemperatur-Logistik, heißt es aus Frechen bei Köln. «Wir haben uns sehr über diese Anerkennung gefreut, denn sie zeigt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind», sagt Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Lekkerland Gruppe, in einer Mitteilung für die Medien. Insgesamt konnte die Gruppe den Umsatz demnach im Geschäftsjahr 2013 um 206 Millionen Euro auf 11.690,4 Millionen Euro steigern. In einer weiteren Aussendung teilt der Convenience-Spezialist für Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores, Getränkemärkte, Kaufhäuser, Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Kantinen mit, dass er in Borna (11.000 Quadratmeter) und Frankenthal (22.000 Quadratmeter) zwei neue Logistikzentren errichtet. «Die Neubauten werden die bestehenden Zentren in Hartmannsdorf und in Bobenheim-Roxheim ersetzen», sagt Frank Fleck, Geschäftsführer Lekkerland Deutschland. Die Gesamtinvestition für beide Bauvorhaben liegt bei rund 35 Millionen Euro.

Aus Unternehmenssicht: Chancen und Risiken des Franchisesystems

Isernhagen / Hannover. (08.05. / ge) Die aktuellen Schlagzeilen zum Thema Hygienemängel bei einem der führenden Franchisegeber im Fastfood-Segment machen sehr deutlich, dass in einem solchem Konzept Risiken liegen. Dass jedoch das Franchisesystem bei vielen Unternehmen funktioniert und Chancen bietet, ist unumstritten. Wann sollte sich also ein Unternehmen dafür entscheiden seinen Absatzkanal durch ein Franchisesystem zu erweitern? Zunächst einmal sollen die Chancen aufgezeigt werden, die in erster Linie klar die Umsatzsteigerung durch Serviceleistung darstellen. Durch das Bereitstellen des vorhandenen Markennamens sowie eines erfolgreichen Geschäftskonzepts kann der Franchisegeber zusätzlichen Umsatz generieren. Durch die steigende Anzahl der Franchisenehmer findet eine selbstlaufende Expansion statt, die Unternehmensnamen wie Produkt an den Endverbraucher bringen. Durch sichere Lieferumsätze und dem damit einhergehenden höheren Einkaufsvolumen verschafft sich der Franshisegeber eine bessere Verhandlungsmöglichkeit beim Lieferanten. Die Risiken in der Systemgastronomie bestehen besonders in der Anfälligkeit der individuellen Filialen. In kurzer Zeit können schwache und schlecht geführte Filialen das Image und das Vertrauen in das Gesamtunternehmen nachhaltig schädigen und im Extremfall existenzgefährdende Dimensionen annehmen. Um ein Franchisesystem langfristig erfolgreich zu betreiben ist eine gute und enge Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer erforderlich. Ein zu starker Eingriff des Franchisegebers in die Arbeit des Franchisenehmers birgt aber immense Gefahren, da schnell der Tatbestand der «Scheinselbstständigkeit» eintreten kann. Die Lösung könnte die Einbeziehung eines dritten Partners sein, der eine Art «Controllingfunktion» ausübt und hier für beide Seiten als Ansprechpartner unterstützend dient.
Hinweis: Die Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft hat über viele Jahre Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt und ist mit der Nahrungsmittelbranche und dem Franchisesystem sehr vertraut. Durch ein ausgebautes Reportingsystem auf Filialebenen und breitem Know-how kann es Sie als Unternehmer bei der Planung und Umsetzung begleiten. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Zenai Abraha unter der Rufnummer 0511-70050-175 oder schreiben eine E-Mail an zenai.abraha@gehrke-econ.de.

Handel: fordert bessere Erreichbarkeit der Innenstädte

Berlin. (08.05. / hde) Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht Verbesserungsbedarf bei der Erreichbarkeit der Einzelhandelsunternehmen und fordert mehr Investitionen in die Infrastruktur. In einer aktuellen Umfrage berichten drei Viertel der Händler von sinkenden Besucherzahlen an ihren Standorten. Eine Ursache dafür sieht der HDE im wachsenden Online-Handel. Die Innenstädte könnten nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Handel, Städten und Kommunen ihre Attraktivität bewahren. Knapp 60 Prozent der Einzelhändler machen Bedarf bei der Verbesserung der Erreichbarkeit ihrer Standorte aus, sei es bei Ausbaumaßnahmen für den motorisierten Verkehr oder im öffentlichen Nahverkehr. Das ist das Ergebnis des aktuellen HDE-Handelskonjunkturindexes, der vom Institut für Handelsforschung in Köln erhoben wird. «Wir brauchen mehr Investitionen in die Infrastruktur. Insbesondere die innenstädtischen Händler sind auf entsprechend ausgebaute Straßen, Parkplätze und den öffentlichen Nahverkehr angewiesen», sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dem Handelskonjunkturindex nach spüren derzeit knapp drei Viertel der Einzelhändler sinkende Kundenfrequenzen an ihren Standorten. Ein Drittel sieht sogar stark zurückgehende Besucherzahlen. Der Frequenz-Rückgang trifft vor allem die innenstädtischen Händler. Eine Ursache dafür liegt laut HDE im wachsenden Online-Handel. Rund 30 Prozent der Händler seien deshalb den Schritt ins Internet gegangen und online für die Kunden erreichbar. «Unsere Innenstädte können nur im Schulterschluss attraktiv gehalten werden. Die Kommunen müssen den Strukturwandel gemeinsam mit ihren lokalen Händlern angehen und begleiten», heißt es aus Berlin.

Fairtrade Deutschland: meldet 23 Prozent Umsatzplus

Köln. (07.05. / tf) Mit einem Umsatzplus von 23 Prozent auf 654 Millionen Euro bleibt Fairtrade auf Erfolgskurs. «Fairtrade gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Wahl», sagt TransFair-Vorstandsvorsitzender Heinz Fuchs. «Der zunehmende Griff zu zertifizierten Produkten macht deutlich, dass ein anderer Handel gewünscht ist». Wichtige Produktkategorien wie Kaffee, Bananen und Blumen legten im vergangenen Jahr auf gutem Niveau zu. «Jede vierte Rose in Deutschland ist fair gehandelt», sagt Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair. «Seit zwölf Jahren erleben wir einen stabilen Trend zu mehr Fairtrade. Deutschland hat sich zum Land mit dem stärksten Wachstum entwickelt». Marktzugänge und relevante Absätze sind eine Grundvoraussetzung, damit Fairtrade vor Ort seine Wirkung entfalten kann. «Die Fairtrade- Bewegung entwickelt sich im Sinne der Produzenten- Organisationen weiter», erklärt Fuchs. «Als nächster Schritt liegt die Entwicklung eines Textilstandards vor uns». Durch die Verkäufe in Deutschland erwirtschafteten die Organisationen der Produzenten 94 Millionen Euro Direkteinnahmen. Fairtrade baut die Südstrukturen – darunter den Beratungsservice – weiter aus, heißt es in einer ausführlichen Mitteilung zum Geschäftsjahr 2013.

Auslandspraktika: Gewinn für Azubis und Betriebe

Berlin. (05.05. / zdh) Während für Studenten ein Auslandssemester fast selbstverständlich ist, absolvieren bislang nur rund vier Prozent der Auszubildenden in Deutschland ein Praktikum im Ausland. Oft fehlt es an Information und Unterstützung bei der Organisation. Das Netzwerk «Berufsbildung ohne Grenzen» bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich nicht nur auf mobilitaetscoach.de zu informieren, sondern zusätzlich auch – neuerdings – über eine extra eingerichtete «Mobi-Hotline». «Berufsbildung ohne Grenzen» ist das Beraternetzwerk der Handwerks- und Industrie- und Handelskammern rund um Auslandsaufenthalte während der beruflichen Bildung. Dahinter stehen Ansprechpartner für Unternehmen, Auszubildende, junge Fachkräfte und internationale Organisationen. Die Organisation von Praktika für Azubis ist in der Regel aufwändig und zeitraubend. Besonders kleinere und mittlere Betriebe sind hierbei auf Unterstützung angewiesen. Beratung bietet das Netzwerk der über 60 Mobilitätsberater/innen. Den oder die Berater/in in ihrer Region finden Interessenten anhand einer XLS-Datei. Oder sie rufen die neu eingerichtete «Mobi-Hotline» unter der Rufnummer 01805-600772 an.

Integration: die zwei Seiten einer Medaille

Kronau. (05.05. / goe) Immer wieder wird viel über Integration von Menschen mit so genannten «Migrationshintergrund» geredet. Hier sind gerade auch die Handwerksbetriebe Vorreiter – besonders die backende Zunft an vorderster Front. Dennoch: es wird nie genug getan für die Integration. Dazu gehört aber nicht nur das Unternehmen, sondern auch der Integrationswille dessen, der integriert werden soll. Hier gibt es Menschen, deren Eltern seit vielen Jahren in Deutschland leben, die in Deutschland geboren wurden, die in Deutschland den Kindergarten besuchten, Sprachförderung erhielten, das deutsche Schul- und Bildungssystem durchliefen und dennoch die deutsche Sprache – eigentlich ihre Muttersprache – nicht wirklich beherrschen. Warum das so ist, bleibt ein Rätsel. Dass aber genau diese Personen oft Schwierigkeiten haben, integriert zu werden, ist keine Folge von Ausländerfeindlichkeit, Rechtsruck oder Rassismus im Volk oder in den Unternehmen, sondern vielmehr eine direkte Folge der persönlichen Einstellung und des Verhaltens dieser Menschen. Derjenige, der integriert werden möchte, muss es selbst wollen und aktiv dabei mitarbeiten und darf nicht darauf warten, dass es Andere für ihn tun. Wir sind der Überzeugung, dass Unternehmen – und dies gilt gerade und besonders für Bäckereien – heute alles dafür tun, um Menschen fremder Herkunft zu integrieren und ihnen einen soliden Start ins Berufsleben zu ermöglichen – wissen Christine Klepsch (Geschäftsführerin) und Bernd Ratzel (Leiter Abteilung Software) von Goecom.


TRENDS + KONZEPTE


Maßgeschneiderte Weizenvorteige: darauf sollten Sie achten

Isernhagen. (07.05. / is) Die Herstellung von Weizenvorteigen hat einen zunehmenden Einfluss auf die individuelle Gestaltung von Gebäck-Sortimenten. Dabei gibt es unterschiedliche Wirkungsansätze – je nachdem ob eine Differenzierung im geschmacklichen Bereich oder die Optimierung der technologischen Beschaffenheit des Gebäcks/Teigs erzielt werden soll. Bei den verschiedenen Vorteigvarianten wird zwischen dem fermentierten Vorteig und dem Weizenvorteig auf Hefe-Basis unterschieden. Der fermentierte Vorteig, der unter Einsatz speziell dafür optimierte Starter-Kulturen hergestellt wird, bringt bei der Aufarbeitung eine Verbesserung der Elastizität und des Entspanungsverhalten der Teige. Ein weiterer Vorteil ist die Optimierung des Geschmacks- und Geruchsprofils, in Abhängigkeit von der Zugabemenge. Bei der Herstellung eines fermentierten Vorteigs sollten die Führungsparameter bezüglich der Reifezeit und Temperatur eingehalten werden, um eine gleichbleibende Qualität zu erzielen. Der Weizenvorteig auf Hefe-Basis hat seine Vorteile eindeutig im Bereich der Verbesserung des Gebäckvolumens und der Krumenbeschaffenheit der Gebäcke. Die Krumenbeschaffenheit wird weicher und das Volumen nimmt zu. Die Ansatzvarianten sind vielfältig und können über die Temperatur, Reifezeit und Zugabe der Hefemenge individuell gesteuert werden. Auch hier ist die Einhaltung der Ansatz-Parameter von größter Wichtigkeit, um Schwankungen in der Gebäckqualität auszuschließen.

Info: Zukunftssichere Anlagentechnik ermöglicht eine völlig flexible Herstellung aller Weizenvorteige durch variable Fermentationszeiten und flexible Rühr-Intervalle. Beispielhaft ist hier die Ecoline W 1000 genannt. Die Anlage kann zweimal pro Tag angesetzt werden, auch mit unterschiedlichen Vorteigen, und stellt auf kleinster Fläche bis zu zwei Tonnen Vorteig pro Tag her. Dabei wird selbstverständlich schonend gemischt, ohne den Kleber auszuwaschen. Weitere Details gibt es unter welcome@isernhaeger.de.


MARKETING + VERKAUF


Ländervergleich: Bayern sind am anspruchsvollsten

Hamburg. (09.05. / sgs) Egal ob Weißwurst oder Fischbrötchen – für 71 Prozent der Bayern ist eine hohe Qualität das wichtigste Kriterium beim Lebensmitteleinkauf. In keinem anderen Bundesland gibt es so anspruchsvolle Kunden. In Berlin ist nur rund die Hälfte der Verbraucher ähnlich qualitätsbewusst. In Nordrhein-Westfalen sind es mit 63 Prozent ebenfalls deutlich weniger. Das sind Ergebnisse der repräsentativen SGS-Verbraucherstudie 2014, für die die SGS-Warenprüfer gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach mehr als 1.500 Deutsche befragt haben. Den Bayern ist auch die Herkunft ihrer Lebensmittel besonders wichtig. 61 Prozent von ihnen legen beim Einkaufen besonderen Wert darauf, dass die Produkte aus ihrer Region kommen. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt greift nur etwa jeder zweite Deutsche bevorzugt zu regionalen Lebensmitteln. Auch in Sachen Tierschutz sind die Bayern deutschlandweit Vorreiter. So achten knapp 60 Prozent der bayerischen Verbraucher darauf, dass Fleisch- und Wurstwaren aus artgerechter Tierhaltung stammen. In Ostdeutschland ist das nur rund 36 Prozent der Befragten wichtig. Der hohe Qualitätsanspruch der Bayern beeinflusst auch die Orte, an denen sie bevorzugt einkaufen. Während etwa in Nordrhein-Westfalen die Hälfte der Befragten ihre Backwaren im Supermarkt kauft, kommt dies in Bayern nur für ein Viertel der Kunden in Frage. Im Freistaat ist dagegen der/die unabhängige Bäckermeister/in für mehr als vier von fünf Verbrauchern unangefochten die erste Anlaufstelle für Brot, Brötchen und Kuchen. Das gleiche Bild zeigt sich bei Fleisch- und Wurstwaren. Auch diese Produkte kaufen die bayerischen Verbraucher im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich lieber im Fleischerfachgeschäft als abgepackt im Kühlregal.
Info: Die SGS-Verbraucherstudie 2014 unter dem Titel «Vertrauen und Skepsis. Was leitet die Deutschen beim Lebensmitteleinkauf?» können Interessenten hier kostenfrei anfordern.

GfK Consumer Index: «Regionaler Konsum ist moralischer Konsum»

Nürnberg. (06.05. / gfk) Heimat schafft Identität, prägt Mentalität und Charakter, Welt- und Wertauffassungen. Dass die Menschen heimatliche Traditionen pflegen, war schon immer so. Neu ist hingegen, dass das Heimatliche im Alltag immer bedeutender wird, auch beim Einkaufen: «Unsere Heimat», «Unser Land», «Unser Norden» – mit Produkten aus der Region begeistert und überzeugt der Handel mehr und mehr seine Kunden. In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Konsumenten, die bereitwillig mehr Geld für regionale Produkte ausgeben, um drei Prozent gestiegen. Fast die Hälfte der Verbraucher spricht heute positiv darauf an. Dabei sind die Gründe recht unterschiedlich; sie reichen von purer Heimatliebe bis hin zu «nachhaltiger» Verantwortung. Denn regionale Produkte sind oft frischer, stets weniger weitgereist und zudem hilft deren Kauf der heimischen Wirtschaft und den Beschäftigten: regionaler Konsum ist moralischer Konsum – heißt es im «Consumer Index Total Grocery 03/2014» der GfK SE aus Nürnberg unter dem Titel «Nachhaltig oder regional? Am besten beides» (PDF).

Travel Retail: Standortvorteil Hochfrequenz

Köln. (06.05. / ehi) In einer mobilen Gesellschaft mit steigenden Pendlerzahlen werden Bahnhöfe und Flughäfen für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister erkennen das Potenzial dieser Immobilien als Retail-Standorte, wodurch das Shopping-Angebot vielerorts bereits eine enorme Aufwertung erfahren hat. Das EHI Retail Institute hat für seine aktuelle Travel Retail Untersuchung 20 Bahnhöfe der Kategorie 1 (stark frequentiert und in Großstadtzentren gelegen) und die Top 10 internationaler Flughäfen nach Anzahl der Retail-Mieteinheiten in Deutschland betrachtet. Großer Standortvorteil von Bahnhöfen und Flughäfen ist die starke Frequenz durch Reisende und Besucher. Die Tagesfrequenzen reichen laut DB Station+Services bis zu 450.000 (Hamburger Bahnhof). Und die Tendenz steigt: Allein von 2008 bis 2012 erhöhte sich das Pendleraufkommen in den untersuchten Städten im Schnitt um sieben Prozent, weiß das Statistische Bundesamt. Die untersuchten Bahnhöfe haben im Schnitt 49 Mieteinheiten, wobei Berlin Südkreuz mit 19 Mieteinheiten der kleinste und Leipzig Hauptbahnhof mit 125 Mieteinheiten der größte Bahnhof ist. Die Retailflächen der Top-10-Bahnhöfe liegen zwischen 8.500 und 16.000 Quadratmetern. Einzig der als Shopping-Center durch die ECE betriebene Hauptbahnhof Leipzig ragt mit etwa 30.000 Quadratmetern Handelsfläche heraus. Die Flughäfen unterscheiden sich sehr viel stärker im Umfang ihres Retail-Angebots. Nach Frankfurt am Main mit 290 Mieteinheiten auf 41.000 Quadratmetern Retailfläche folgt München mit 185 Shops auf 37.000 Quadratmetern.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Jacobs Douwe Egberts – the new coffee giant

Hamburg. (bm) Mondelez International Inc. and D.E. Master Blenders 1753 NV (DEMB) announced their intention to combine their respective coffee businesses to create the world´s leading pure-play coffee company, with annual revenues of more than five billion EUR and an Ebitda margin in the high teens. The new company, to be called Jacobs Douwe Egberts (JDE), will be based in the Netherlands. Other topics of the week:

Title Region Date
Snyder’s-Lance: to Acquire Baptista’s Bakery Inc. (US) Fri 05-09
Snyder’s-Lance: to Sell Private Brands to Shearer’s Foods (US) Fri 05-09
Hillshire Brands: Continues Strong Momentum in Third Quarter (US) Fri 05-09
Mondelez + DEMB: Forming The World’s Leading Coffee Giant (NL) Thu 05-08
Mondelez: Reports Solid Q1/2014 Results (US) Thu 05-08
George Weston Limited: Reports Q1/2014 Results (CA) Thu 05-08
Costa Coffee: announces expansion plans in Spain (UK) Wed 05-07
Whitbread: announces double digit growth in FY-2013 (UK) Wed 05-07
Weston Foods: announces purchase of Rubschlager Baking (CA) Wed 05-07
Domino’s Pizza: Opens 11’000th Store (US) Wed 05-07
Kellogg Company: Reports First Quarter 2014 Results (US) Tue 05-06
Bunge: Reports First Quarter 2014 Results (US) Tue 05-06
Niagara Fiber: Announces Acquisition of Allied Blending (US) Tue 05-06
Kraft Foods: reports first quarter 2014 results (US) Tue 05-06
C.H. Guenther + Son: Acquires Tribeca Oven (US) Mon 05-05
Einstein Noah Reports Q1/2014 Financial Results (US) Mon 05-05
Einstein Noah: Announces Share Repurchase Program (US) Mon 05-05
J+J Snack Foods: Acquires Philly Swirl (US) Mon 05-05
Yum! Brands: Announces CEO Succession Plan (US) Mon 05-05
ADM: Elects Directors at Annual Meeting (US) Mon 05-05
Canada Bread: Reports Results for the First Quarter 2014 (CA) Sat 05-03
RGF: Pre-close Trading Update Q4/2013 (UK) Sat 05-03


REZEPTE + IDEEN


«Pane Remolino»: Wenn es etwas Mediterranes sein soll …

Image Isernhagen. (09.05. / is) Die Vorteig-Spezialisten von IsernHäger würden sich vermutlich freuen, sorgte eine eher sommerliche Rezeptidee aus dem VorteigCentrum bei Ihnen für viel Wirbel. Um genau zu sein, für 294 Wirbel zu je 600 Gramm Teigeinlage. So viel gibt nämlich die IsernHäger Anleitung her, passenderweise unter dem Titel «Pane Remolino» – was aus dem Spanischen kommt und schlicht als «Wirbel-Brot» zu übersetzen ist. Ein Weizensaueranteil von zehn Prozent und zwei Prozent Olivenöl sorgen sowohl für einen ansprechenden Geschmack als auch eine überdurchschnittliche Frischhaltung. Die ausschließliche Verarbeitung von Weizen verleiht diesem Gebäck eine gute Bekömmlichkeit. Die Idee stammt von Juni 2011 und gehört seither zu den definitiven «Hits» in des WebBaeckers Rezept-Datenbank.

ODS: 1122-ISERN-REMOLINO.ODS
XLS: 1122-ISERN-REMOLINO.XLS
PDF: 2011_06_Pane_Remolino.pdf