Sonntag, 28. Februar 2021

WB-19-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 19. KW 2012 (05.05. bis 11.05.)
Download: https://www.webbaecker.de/12archivphp/wb1912.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Wodantaler Landbrot: Ende gut, alles gut
02. Ankerbrot: denkt noch mal über die Slowakei nach
03. Seufert’s Backhaus: Der Optimismus schwindet

TERMINE + EVENTS:
04. BÖLN: bietet wieder praxisnahe Seminare fürs Handwerk

JOB + KARRIERE:
05. Goecom: sucht Verstärkung in verschiedenen Bereichen

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Videotechnik: schützt, ist sinnvoll und werthaltig
07. DGB-Expertise: Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif
08. Bayern: Aufbauhilfe für Bäcker-Unternehmervereinigung
09. ZDH: Handwerksbetriebe finden nicht genug Auszubildende

TRENDS + KONZEPTE:
10. DR Kultur: Erst kross, dann altbacken – das Brötchen-Drama
11. Gefrierbrand bei TK-Brötchen: Eisalgen sollen schützen

MARKETING + VERKAUF:
12. ZV: Feinschmecker-Testkäufer trainierten in Weinheim

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
13. VDM: Preise für Brotgetreide weiter im Höhenflug
14. BayWa: Ergebnis im Segment Agrar erwartungsgemäß schwächer

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. ZV: meldet neuen Referenten in Brüssel

BOOKMARKS + BOOKS:
16. BVE: Jahresbericht der Ernährungsindustrie 2012
17. BTH: Bäckereitechnisches Handbuch neu aufgelegt
18. Neu: Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie
19. Global Industry: CSM plans to divest bakery supplies businesses

REZEPTE + IDEEN:
20. CWC: Weiße Walnussküchlein mit rosa Pfeffer


MARKT + UNTERNEHMEN


Wodantaler Landbrot: Ende gut, alles gut

Hattingen. (11.05. / div) Im Januar hatte das zuständige Amtsgericht über das Vermögen der Wodantaler Landbrot GmbH + Co. KG im Ennepe-Ruhr-Kreis das Insolvenzverfahren eröffnet (siehe WebBaecker 02/2012). Insolvenzverwalter RA Hassan Ben Djemia fasste schon früh den Verkauf des Unternehmens im Rahmen einer «Übertragenden Sanierung» ins Auge. So ist es nun auch gekommen: Carla Arenhövel, Verkaufsleiterin der Bäckerei und Lebensgefährtin von Heiner Sirges, dem bisherigen Chef des Unternehmens, ist neue Inhaberin des Backbetriebs. Sirges ist nun Betriebsleiter und alle Arbeitsplätze konnten erhalten bleiben, heißt es aus Hattingen. Mit dem Geld, das Arenhövel jetzt ins Unternehmen investiert habe, sollte die Zukunft der Bäckerei gesichert sein, zeigt sich Insolvenzverwalter Ben Djemia gegenüber der Lokalpresse optimistisch. Der Kern des Unternehmens sei gesund.

Ankerbrot: denkt noch mal über die Slowakei nach

Wien / AT. (10.05. / wbat) Unter dem Titel «Bäckereien kommen und gehen» berichtet das österreichische WirtschaftsBlatt, dass sich das Auslandsabenteuer der Ankerbrot AG dem Ende neige. Ursprünglich sahen die Pläne etwa 20 Filialen in der Slowakei vor. Doch die einzige Filiale, die bislang im nahen Bratislava existiert, erfülle die Erwartungen nicht und werde daher geschlossen. Auch die Tochtergesellschaft Anker Slovensko soll dem Bericht zufolge liquidiert werden. Künftiges Engagement soll im Rahmen eines Franchise-Systems laufen. So avisiert der Wiener Großbäcker – nach den Erfahrungen am Flughafen Bratislava – jetzt eine Filiale genau nach diesem System im Zentrum der slowakischen Hauptstadt. Bratislava liegt im äußersten Südwesten der Slowakischen Republik am Dreiländereck mit Österreich und Ungarn. Wien ist nur etwa 60 Kilometer entfernt.

Seufert’s Backhaus: Der Optimismus schwindet

Schweinfurt. (10.05. / ag) Im März hatte das Amtsgericht Schweinfurt über die Vermögen der Seufert’s Backhaus GmbH + Co. Produktions KG sowie der Seufert’s Backhaus Vertriebs GmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet (siehe WebBaecker 12/2012). Wie das Amtsgericht jetzt unter den Aktenzeichen IN 82/12 und IN 83/12 mitteilt, ist über das Vermögen beider Unternehmen, vertreten durch die persönlich haftenden Gesellschafter Joachim Seufert und Seufert Beteiligungs GmbH, das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Insolvenzverwalter ist in beiden Fällen der Rechtsanwalt Frank Hanselmann aus Würzburg – heute nicht mehr so optimistisch wie noch im März. Die in der 12. Kalenderwoche noch mit 14 Filialen angegebene Zahl der Verkaufsstätten sei in etwa halbiert, heißt es aus dem Umfeld. Sechs bis sieben Filialen hätten neue Eigentümer aus der Branche, die jeweils gleich das Verkaufspersonal mit übernommen hätten. Was aus den verbliebenen Verkaufsstellen wird, werde sich zeigen. Für die Produktionsstätte gebe es mehrere Anfragen – sowohl von Branchen-Interessenten, die sich für die Backstube interessieren, als auch von Branchen-Fremden, denen es um die Immobilie geht.


TERMINE + EVENTS


BÖLN: bietet wieder praxisnahe Seminare fürs Handwerk

Bonn. (09.05. / fibl) Unter dem Leitsatz «Bio und Nachhaltig – Mehr als ein Trend!» bietet das BÖLN auch 2012 wieder praxisnahe Fachseminare für das Bäckerhandwerk. Die bundesweite, praktisch orientierte Veranstaltungsreihe bietet neue Impulse für die Zukunft handwerklicher Backbetriebe. Die Themen der drehen sich um besonders qualitätsorientierte Rohstoffe, Verfahren und Produkte. Weitere Schwerpunkte sind Regionalität, Qualitätssicherung und Orientierung in Richtung Nachhaltigkeit. Die zwölf Seminare finden an wechselnden Veranstaltungsorten im gesamten Bundesgebiet statt. Für Einsteiger in die ökologische und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Verarbeitung ist eine Vielzahl der Seminare geeignet, teils auch besonders für Auszubildende. Die Seminare werden von der FiBL Projekte GmbH in Zusammenarbeit mit Praxispartnern wie Verbänden, Einzelbetrieben oder Beratern durchgeführt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Für die Bewirtung wird allerdings eine Kostenpauschale von 25 Euro erhoben. Die Teilnehmerzahl je Veranstaltung ist begrenzt. Fürs Mitmachen ist eine Anmeldung bis 14 Tage vor Seminarbeginn nötig. Weitere Details siehe oekolandbau.de.


JOB + KARRIERE:


Goecom: sucht Verstärkung in verschiedenen Bereichen

Kronau. (11.05. / goe) «Wir bieten interessante Projekte und ein offenes, konstruktives und teamorientiertes Arbeitsklima», heißt es auf der Homepage von Goecom. Dort werben die Spezialisten in Sachen EDV-Programme für die backenden Branchen um Verstärkung in der Goecom,:::::.de/Kontakt/stellenangebot_se.php” >Softwareentwicklung und im Goecom,:::::.de/Kontakt/stellenangebot_vertrieb.php” >Softwarevertrieb. Darüber hinaus gibt es (mindestens) einen Ausbildungsplatz zu besetzen zum/zur Goecom,:::::.de/Kontakt/stellenangebot_fiae.php” >Fachinformatiker/in. Die Kronauer Softwareschmiede ist ein führendes, innovatives Unternehmen, das Team ist entsprechend motiviert und engagiert. Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben stehen im Vordergrund und die neuen Kollegen oder/und Kolleginnen sollten einen guten Draht zu den backenden Branchen haben. Bewerber/innen mit Bäckerei-Vorkenntnissen, die sich beruflich verändern wollen oder müssen, gibt Goecom besonders gern eine Chance.


MANAGEMENT + BETRIEB


Videotechnik: schützt, ist sinnvoll und werthaltig

Königswinter. (11.05. / SHB) Einbrüche und Überfälle in gewerblichen Bereich nehmen eklatant zu. Nicht nur Sachwerte, sondern auch Mitarbeiter, die sich einer Waffe gegenüber sehen, gilt es zu schützen. Leider wird Videotechnik zunehmend mit Videoüberwachung in Zusammenhang gebracht. Diesen oberflächlichen Eindruck gilt es zu widerlegen. Videotechnik schützt und ist im Einklang mit den rechtlichen Grundlagen einsetzbar. Vor Einsatz der Videotechnik sollten folgende Punkte abgearbeitet werden:

  • Warum ist eine solche Technik überdenkenswert?
  • Es ist eine Vorab-Kontrolle durchzuführen – gibt es Alternativen?
  • Es sollte ein Selbsttest durchgeführt werden. Ist der geplante Einsatz rechtens?
  • Die Mitarbeiter sind einzubeziehen, Betriebsvereinbarungen sind zu treffen, der Datenschutzbeauftragte ist einzubinden.
  • Der Kamerabereich ist festzulegen.
  • Rahmen und Ort der Datenspeicherung sollte geprüft, abgeklärt und festgelegt werden.

Grundsätzlich ist der Ansatz der «Datenarmut» einzuhalten. Daten und Bilder, die nicht unbedingt benötigt werden, sind auch nicht von Interesse. Die Technik darf nur für den erlaubten Part verwendet werden. Darunter fällt zum Beispiel die Wahrung des Hausrechts und künftig wahrscheinlich auch die Qualitätssicherung sowie die Dokumentation im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Die SHB hat nach Lösungsmöglichkeiten gesucht und mit ESU Control einen Partner gefunden, der zugeschnitten auf SHB-Mitglieder Sicherheitstechnik im Bereich der Videotechnik und Tresore anbietet. Es ist wichtig, sich bereits in der Findungsphase mit Fachleuten zu beraten und die einzelnen Schritte zu klären. Dafür steht zum Beispiel Michael Hasecke von ESU Control zur Verfügung.

DGB-Expertise: Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif

Berlin. (09.05. / dgb) Die Klage über den Mangel an Bewerbern oder/und die fehlende Ausbildungsreife der Schulabgänger ist vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs wieder unüberhörbar. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat deshalb Berufe unter die Lupe genommen, in denen auffallend viele Lehrstellen unbesetzt bleiben. Das Ergebnis: In diesen Berufen gibt es überdurchschnittlich hohe Abbrecher-Quoten, geringe Vergütungen sowie hohe Misserfolgs-Quoten bei den Prüfungen. Zudem schneiden diese Berufe in der Bewertung der Azubis beim Ausbildungsreport der DGB-Jugend besonders schlecht ab. Kurzum: Viele Betriebe in diesen Bereichen seien schlicht nicht ausbildungsreif. «Betriebe, die für Bewerber attraktiv sein wollen, müssen die Qualität der Ausbildung verbessern, mehr Auszubildende übernehmen und ihre Azubis besser bezahlen», fordert der DGB. «Werden junge Menschen als billige Arbeitskräfte ausgenutzt und sehen sie keine beruflichen Perspektiven, bewerben sie sich eben in anderen Branchen». Spitzenreiter mit einer Abbrecher-Quote von über 40 Prozent ist die Hotel- und Gaststättenbranche. Doch auch der Bäckerberuf, wir wissen es, gehört für den DGB zu den «Problem-Branchen»: Im Beruf Bäcker/Bäckerin sind demnach 14,2 Prozent der Ausbildungsplätze nicht besetzt. Von denen, die eine Lehre beginnen, brechen etwa 34,8 Prozent die Ausbildung ab (11,8 Prozent über dem Schnitt). Die Ausbildungsvergütung über alle Berufe liegt Ost/West bei 642/708 Euro – im Beruf Bäcker/Bäckerin bei 463/500 Euro. Noch dazu liegt bei fast allen Ausbildungsberufen mit einem hohen Anteil unbesetzter Plätze die Quote der nicht bestandenen Abschlussprüfungen deutlich über dem Durchschnitt von 08,5 Prozent. So bestehen regelmäßig 19,1 Prozent der Auszubildenden zum/zur Bäcker/in die Gesellenprüfung nicht. Weiterführende Informationen siehe

Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif: DGB-Expertise zu den Schwierigkeiten der Betriebe bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen (Format PDF; acht Seiten; 77 KB)
Arbeitnehmer-Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht (Format PDF; sieben Seiten; 62 KB)

Bayern: Aufbauhilfe für Bäcker-Unternehmervereinigung

München. (09.05. / liv) Grundlage für das Bestehen von demokratischen Verhältnissen in Schwellenländern ist die Existenz einer politisch interessierten und stabilen Mittelschicht. Deshalb unterstützt die Hanns-Seidel-Stiftung unter anderem den Aufbau von Unternehmervereinigungen in der Demokratischen Republik Kongo. Ende April war sie mit einer Delegation aus dem Kongo zu Besuch beim Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV). Zweck des Besuchs war, an Hand der LIV-Strukturen die Qualität der von der Seidel-Stiftung angebotenen Ausbildung für Unternehmervereinigungen im Kongo erheblich zu verbessern. Im Mittelpunkt des mit Landesgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter geführten Gesprächs standen sowohl die generelle Struktur und die Aufgaben des Verbands als auch die vom LIV für seine Mitglieder angebotenen Dienstleistungen und Beratungsmöglichkeiten. Lokaler Partner vor Ort ist das «Centre d’Actions pour le Developpement des Entreprises en Afrique» (CADEA). Gemeinsam mit ihr führt die Seidel-Stiftung eine einjährige Managementausbildung für Kleinunternehmer in der Hauptstadt Kinshasa und in der Provinz Bas-Congo durch. Da im Kongo eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, sehen viele als einzigen Weg, ein Auskommen zu finden, darin, ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen oder zu versuchen, ihr Haushaltseinkommen durch einen Nebenerwerb zu steigern. Dabei kommt dem Bäckerhandwerk und seiner bisher nur ansatzweise vorhandenen Vereinigung mit Blick auf die Nahversorgung der Bevölkerung und damit für die politische Stabilität im Lande eine besondere Bedeutung zu.

ZDH: Handwerksbetriebe finden nicht genug Auszubildende

Berlin. (05.05. / zdh) Das Handwerk sorgt sich um fehlende Fachkräfte. «Etwa 11.000 Ausbildungsplätze blieben im Jahr 2011 im Handwerk unbesetzt, die Zahl der Ausbildungsverträge ging um 1,5 Prozent zurück», sagt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). «Die Betriebe wollen ausbilden, sie finden aber oft schon im zweiten oder dritten Jahr in Folge keine Auszubildenden mehr», erklärt Kentzler. Das Bemühen der Handwerksbetriebe um Nachwuchs dokumentiere auch die Zahl der bis zum Stichtag 30. April gemeldeten neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. «Mit 30.891 liegt die Zahl um 10,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum», sagt Kentzler. «Das zeigt: Die Handwerksbetriebe werben immer frühzeitiger um die Auszubildenden und warten nicht ab, bis sich qualifizierte Schulabgänger anderweitig orientiert haben». Neben Haupt- und Realschülern geht das Handwerk auch gezielt auf Abiturienten zu. Denn es bietet High-Tech-Arbeitsplätze mit Perspektive, und das nicht nur im Kfz-Gewerbe …


TRENDS + KONZEPTE


DR Kultur: Erst kross, dann altbacken – das Brötchen-Drama

Köln. (07.05. / dr) Das Wegwerfen von Lebensmitteln beflügelt den Forscherdrang. Der größte Posten in der Biotonne sind bekanntlich altbackene Brötchen und Backwaren. Nun haben Bremerhavener Wissenschaftler dem Altbackenwerden den Kampf angesagt. Das ist nicht neu, zumal Sie erst kürzlich über die «Biokonservierung von Backwaren durch kälteaktive Enzyme» gelesen haben (siehe WebBaecker 18/2012). Wie das Antifrost-Protein der Kieselalge Fragilariopsis cylindrus das schaffen soll, lesen Sie in dieser Woche – ergänzend – unter dem Titel «Eisalgen sollen schützen» – eine Zusammenfassung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), welches die wissenschaftliche Untersuchung beschreibt und auf den praktischen Nutzen bei Tiefkühl-Brot und -Gebäck verweist. Ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur räumt zwar ein, dass der Markt der Tiefkühlgerichte insgesamt weiter wächst und dass die ganze Welt nach neuen Frostschutzmitteln sucht. Zur Zeit stünden vor allem profitable Eiweiße aus Bakterien, Pilzen, Insekten, Fischen oder Fröschen hoch im Kurs. Auch das gentechnisch im Labor erzeugte Antifrost-Protein der Kieselalge Fragilariopsis cylindrus verspreche lohnenswerte Geschäfte. Andererseits gibt es längst zugelassene Stoffe wie etwa Guarkernmehl, modifizierte Stärken, Enzymsysteme, Vitamin C in Verbindung mit Emulgatoren – und nicht zuletzt eine vernünftige Teigführung und Backtechnik, die den Einsatz des Antifrost-Proteins der Eisalge nicht unbedingt heraufbeschwören. Das «Brötchen-Drama» vorgenommen hat sich übrigens der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer – inklusive mehr oder weniger erwartbarer Spitzen …

Gefrierbrand bei TK-Brötchen: Eisalgen sollen schützen

Bremerhaven. (07.05. / awi) Die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus gedeiht dort, wo viele andere Lebewesen in eine Kälte-Schockstarre fallen würden – nämlich im Meereis der Arktis und Antarktis. Ihr Überleben garantiert ein Antifrost-Protein, das die Alge an ihre Umgebung abgibt. Biologen vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in der Helmholtz-Gemeinschaft ist es nun gelungen, den genetischen Bauplan dieses natürlichen Frostschutzmittels zu entschlüsseln und das Eiweiß biotechnologisch herzustellen. In einem gemeinsamen Projekt mit Lebensmittelforschern vom ttz Bremerhaven soll jetzt untersucht werden, ob der Algen-Frostschutz auch Tiefkühl-Brötchen vor der zerstörerischen Kraft der Eiskristalle bewahren kann, heißt es in einer ausführlichen Mitteilung des Alfred-Wegener-Instituts. Gefördert wird das Projekt von der Allianz Industrie Forschung (AiF) sowie dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI).


MARKETING + VERKAUF


ZV: Feinschmecker-Testkäufer trainierten in Weinheim

Berlin. (10.05. / ZV) Im Dezember 2012 kürt das Magazin «Der Feinschmecker» zum dritten Mal die aus Sicht der Redaktion «besten Bäcker Deutschlands». Die Ergebnisse werden anschließend in Form eines Taschenbuchs bekannt gegeben. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) unterstützt die Aktion. ZV-Präsident Peter Becker: «Erstmalig werden in der Auswahl nicht nur die Vorschläge der Magazin-Leser berücksichtigt. Auch Betriebe, die erfolgreich in den letzten drei Jahren an den Qualitätsprüfungen des Instituts für Qualitätssicherung (IQBack) teilgenommen haben, werden für eine Vorauswahl herangezogen. Über die endgültige Auswahl der Bäckereien entscheiden Testkäufe durch Mitarbeiter des Feinschmeckers. In dieser Form beabsichtigen wir die Zusammenarbeit auch in Zukunft fortzusetzen». Bei der zweitägigen Qualifizierung der Testkäufer, die jetzt an der Bundesakademie in Weinheim stattfand, arbeiteten der Verband und das Magazin eng zusammen. «Die Schulung war enorm lehrreich. Wir sind jetzt noch besser in der Lage, die wesentlichen Qualitätsunterschiede in deutschen Bäckereien zu erkennen. Unser Team ist für seine Aufgabe gerüstet», heißt es aus der Redaktion. Um die 500 besten Bäckereien zu ermitteln, hat der Feinschmecker Vorschläge von Lesern erbeten. Diese fließen ebenso in die Bewertung ein, wie die letzte vorhandene Liste der «besten Bäcker». Zudem erhält das Magazin Zugriff auf die Prüfdaten des IQBack. In dieser Datenbank, die unter brot-test.de auch für Verbraucher abrufbar ist, sind über 50.000 qualitätsgeprüfte Backwaren aus rund 4.500 Betrieben zu finden.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


VDM: Preise für Brotgetreide weiter im Höhenflug

Bonn. (11.05. / vdm) Brotweizen kostet in Deutschland aktuell je nach Region bis zu 247 Euro, Brotroggen sogar 265 Euro pro Tonne. Beide Marktpreise sind die jeweils höchsten im laufenden Wirtschaftsjahr. Seit Dezember 2011 ist Weizen damit um 25 Prozent teurer geworden. Der Preis für Roggen – ohnehin schon auf hohem Niveau – ist nochmals um weitere 20 Prozent geklettert. Im Vergleich zu Mai 2010 ist der Einkaufspreis für die Mühlen bei Brotweizen um rund 100 Euro gestiegen, der für Roggen hat sich in diesen zwei Jahren um sage und schreibe 150 Euro pro Tonne verteuert. Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) rechnet mit Blick auf die Brotgetreideernte 2012 mit weiterhin festen oder sogar steigenden Rohstoffpreisen. Die weltweiten Ernteerwartungen bei Getreide und Ölsaaten sowie Auswinterungsschäden in wichtigen europäischen Anbaugebieten ließen keine andere Prognose zu. Die Welternährungsorganisation FAO hat ihre Prognose für die Getreidemärkte aktualisiert: Bei Weizen wird die Ernte 2012/2013 weltweit voraussichtlich um 3,6 Prozent niedriger ausfallen als im laufenden Wirtschaftsjahr. Für die EU rechnet die FAO mit einem Minus von 2,1 Prozent, wie beim Jahrestreffen der European Flour Millers in Rom bekannt gegeben wurde. Der Deutsche Raiffeisenverband gibt für die deutsche Weizenernte eine noch pessimistischere Ernteschätzung ab und sieht diese mit rund sieben Prozent im Minus gegenüber dem schon relativ mageren Ernteergebnis von 2011.

BayWa: Ergebnis im Segment Agrar erwartungsgemäß schwächer

München. (11.05. / bag) Dank der Segmente Energie und Bau lief es für die BayWa AG im ersten Quartal 2012 «ohne saisontypischen Verlust mit knapp sieben Millionen Euro Ebit» richtig gut, wie es in der Medienmitteilung zum Quartalsbericht heißt. Das Ergebnis im Segment Agrar sei erwartungsgemäß schwächer ausgefallen, heißt es in der entsprechenden Passage wie folgt: «In den ersten drei Monaten 2012 erzielte das Konzernsegment Agrar, das den Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und Erzeugnissen sowie die Bereiche Technik und Obst umfasst, einen Gesamtumsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Verglichen mit dem ersten Quartal im Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 7,8 Prozent. Das Ebit verringerte sich zum 31. März 2012 im Vergleich zum außerordentlich guten Ergebnis in 2011 um 10,1 Millionen Euro auf rund 20,1 Millionen Euro. Der leichte Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf das höhere Preisniveau bei Betriebsmitteln sowie auf die gute Auftragslage im Technikgeschäft zurückzuführen. Wie zu erwarten konnten im Getreidehandel die hohen Margen aus dem Vorjahr nicht realisiert werden. Damals profitierte der Getreidehandel von dem sehr starken Nacherfassungsgeschäft und der insbesondere im ersten Quartal günstigen Preisentwicklung in der Vermarktung. Dagegen sind im ersten Quartal 2012 die Preisdifferenzen zwischen den Einstands- und Verkaufspreisen deutlich geringer ausgefallen», heißt es aus München.


PERSONEN + EHRUNGEN


ZV: meldet neuen Referenten in Brüssel

Berlin. (08.05. / ZV) Der Diplom-Jurist Holger Fiedler vertritt seit April die Interessen des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) auf EU-Ebene. Zu seinen Zuständigkeiten zählen öffentliches Auftragswesen, Wettbewerbs- und Beihilfepolitik, Gesundheits- und Verbraucherpolitik sowie Lebensmittelpolitik. «Die Mehrheit der relevanten Entscheidungen für das Lebensmittelhandwerk werden heute in Brüssel getroffen. Daher ist ein Referent vor Ort von unschätzbarem Wert», sagt ZV-Präsident Peter Becker. Fiedler (37) war von 2006 bis 2011 bei einem großen Rückversicherer in Köln tätig. Seit Anfang 2012 verstärkt er das Europabüro des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Im Zuge der engen Zusammenarbeit mit dem ZDH als Dachverband übernahm der gebürtige Niedersachse darüber hinaus die Interessenvertretung für den ZV. Die Vertretung in Brüssel ermöglicht dem Zentralverband die Mitwirkung in Beratungsgremien und Anhörungen auf europäischer Ebene. Der Referent beschafft und analysiert zeitnah Informationen über aktuelle, fachspezifische Gesetzesvorhaben und Arbeitspapiere der EU-Institutionen. Bei Themen von Relevanz für das Bäckerhandwerk stellt er die thematische Begleitung sicher.


BOOKMARKS + BOOKS


BVE: Jahresbericht der Ernährungsindustrie 2012

Berlin. (10.05. / bve) 79 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass die Lebensmittel in Deutschland gut bis sehr gut sind. Mehr als die Hälfte teilt die Einschätzung, dass die Lebensmittelqualität in Deutschland besser ist als im Ausland. Lebensmittel haben also bei den Konsumenten einen sehr guten Ruf – ihr Einkauf bestätigt das täglich. Die Auswahl ist enorm, die Qualität hoch und die Preise erschwinglich. Doch schaut man auf die Image- und Vertrauenswerte der Branche – so können die Ergebnisse nicht zufriedenstellen. Die kritische Berichterstattung über Lebensmittel in den Medien, besonders über industriell hergestellte Produkte, hinterlässt negative Spuren im Meinungsbild der Deutschen. Zu Unrecht – wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) meint. Hier gilt es gemeinsam anzusetzen. Unternehmen und Verbände sind mehr denn je gefordert, in den Dialog mit Politik und Gesellschaft einzutreten, kritische Fragen zu beantworten und aufzuklären über das «Wie» der modernen Lebensmittelproduktion und über den Nutzen des industriell erzeugten Angebots für die Verbraucher – heißt es einleitend zum neuen «BVE-Jahresbericht 2012», herunterzuladen vom BVE-Server (Format PDF; 36 Seiten; 3.908 KB).

BTH: Bäckereitechnisches Handbuch neu aufgelegt

Image Kulmbach. (09.05. / iks) Neben dem «Ireks ABC» (seit 1966) hat sich das «Ireks BTH» (seit 1948) längst zu einem Standardwerk für die backenden Branchen entwickelt. Praktikern ist das Nachschlagewerk eine Hilfe, auf die sie im Zweifelsfall immer bauen können. «BTH» steht für «Bäckereitechnisches Handbuch» und genau das ist jetzt in 12. Auflage aktualisiert erschienen. Bei der redaktionellen Bearbeitung der Neuauflage haben Detlef Reineke (Ireks Leiter Bäckereitechnologie) und sein Team neueste Bäckerei- und Verfahrenstechnologien aufgenommen und aktuelle Trends berücksichtigt. Dazu zählen übersichtliche Darstellungen zu Methoden der «Kältegesteuerten Langzeitführung» ebenso wie aktuelle Praxistipps, mit denen sich die häufigsten Gebäckfehler bei Brot und Kleingebäck vermeiden lassen. Tradition und Moderne, Erfahrung und neue Erkenntnisse verknüpft das BTH zu fundiertem Fachwissen – kompakt und übersichtlich zusammengefasst in einem Buch. Es richtet sich an alle interessierten Berufsleute – Bäckermeister, Meisterschüler, Fachschüler, Gesellen. Auch für Auszubildende eignet sich das BTH, zumal es Praktiker meist ein Berufsleben lang begleitet. Das Handbuch ist für 23,10 Euro bei Ireks erhältlich. Senden Sie eine kurze E-Mail oder wenden Sie sich unter der Rufnummer 09221/706-110 an den Fachlichen Beratungsservice in Kulmbach.

Neu: Konjunkturbericht der Ernährungsindustrie

Berlin. (05.05. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erweitert gemeinsam mit ihren Mitgliedsverbänden das Informationsangebot zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Ernährungsindustrie. Der künftig halbjährlich erscheinende BVE-Konjunkturbericht enthält ausführliche Situationsberichte aus den Teilbranchen der Ernährungsindustrie. Die Ernährungsindustrie ist ebenso vielfältig wie ihre Produkte. Der BVE-Konjunkturbericht gibt eine aktuelle Übersicht über dieses breite Branchenspektrum und analysiert die Entwicklungen der Umsätze, Exporte, Erzeuger-, Verbraucher- und Rohstoffpreise sowie des Geschäfts- und Konsumklimas. Ziel ist es Politik, Medien, Verbände und Wissenschaft ausführlich und aktuell über die Wirtschaftslage in diesem viertgrößten Industriezweig Deutschlands zu informieren. Die fachliche Expertise direkt aus der Branche steht für die Informationsqualität des Konjunkturberichtes und bietet so auch eine wichtige Grundlage für Wirtschaftspolitik. Mehr als 163 Milliarden Euro Umsatz, 5.960 Betriebe und 550.000 Beschäftigte in 2011 machen die Ernährungsindustrie zu einem wichtigen Faktor für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Die Branche sichert die tägliche Versorgung der Verbraucher mit qualitativ hochwertigen und vielfältigen «Mitteln zum Leben». Der BVE-Konjunkturbericht 01/2012 steht auf der BVE-Homepage im Format PDF zum Download bereit.

Global Industry: CSM plans to divest bakery supplies businesses

Hamburg. (bm) Following a comprehensive review of the group´s strategy, instigated by the earlier Business Review, Dutch CSM N.V. announces that it intends to transform into a bio-based ingredients company focusing on the Purac and Caravan Ingredients businesses. CSM now proposes to start a major divestment process for the North American and European Bakery Supplies businesses that will enable the group to redeploy capital into activities better able to deliver higher growth and enhanced shareholder value. Other topics of the week:

Title Region Date
Burger King: Reports First Quarter 2012 Results (US) Fri 05-11
Tim Hortons: announces 2012 first quarter results (CA) Fri 05-11
Wendy’s: Company Reports 2012 First Quarter Results (US) Thu 05-10
Snyder’s-Lance: Reports Results for First Quarter 2012 (US) Thu 05-10
George Weston Limited: 2012 First Quarter Results (CA) Thu 05-10
Lees Foods: Preliminary Results for FY 2011 (UK) Thu 05-10
AFFI: Institute Announces Staff Additions (US) Thu 05-10
CHS and Zen-Noh form grain marketing joint venture (US) Wed 05-09
World of indulgence: iba 2012 offers comprehensive range (DE) Wed 05-09
CSM: plans to divest bakery supplies businesses (NL) Tue 05-08
Grupo Bimbo: BBU Receives Approval for Divestitures (MX) Tue 05-08
Brazil Fast Food: Announces Q4 and FY 2011 Results (BR) Tue 05-08
Kraft Foods: delivers strong start to 2012 (US) Mon 05-07
Hain Celestial: Reports Record Results For Q3/2012 (US) Mon 05-07
Hain Celestial: Announces Acquisition In Ireland (US) Mon 05-07
Sara Lee: Reports Third Quarter Earnings (US) Mon 05-07
Baskin-Robbins: plans to greatly expand in the UK (UK) Sat 05-05
Einstein Noah: Reports Q1/2012 Financial Results (US) Sat 05-05
Einstein Noah: Evaluates Strategic Alternatives (US) Sat 05-05
Orkla Brands: Nordberg leaves position as CEO (NO) Sat 05-05


REZEPTE + IDEEN


CWC: Weiße Walnussküchlein mit rosa Pfeffer

Image Frankfurt. (08.05. / cwc) Richtig edel sehen sie aus, die «weißen Walnussküchlein mit rosa Pfeffer» aus der Feder der California Walnut Commission (CWC). Noch dazu sind sie schnell gemacht und benötigen nicht mehr als 20 Minuten Zubereitungszeit und 25 Minuten Backzeit. Das vorliegende Rezept ist gedacht für 15 Portionen, also noch ausbaufähig. Die kleinen Rührküchlein sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch lecker und eignen sich für viele Gelegenheiten.

Zutaten: Für 15 Portionen benötigen Sie 250g Butter; 250g Puderzucker; 4 Eier (Größe M); 200g kalifornische Walnüsse; 200g Karotten; 300g Mehl (gesiebt); 15g Backpulver (gesiebt); 1 Prise Salz; 15g Vanillezucker. Zum Verzieren braucht es zusätzlich 125g weiße Kuvertüre; 8 EL rosa Pfeffer; ausreichend Walnusshälften.

Zubereitung: Butter und Puderzucker schaumig schlagen. Eier nach und nach unter arbeiten. Nüsse fein hacken, Karotten schälen und fein reiben. Anschließend Nüsse und Karotten mit der Butter-Ei-Mischung verrühren. In die schaumige Masse Mehl, Backpulver, Salz und Vanillezucker unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und in kleine Backförmchen spritzen. Küchlein etwa 25 Minuten bei 180 Grad backen. Anschließend auskühlen lassen.

Für das Topping die weiße Küvertüre im Wasserbad schmelzen, temperieren und die Törtchen damit überziehen. Rote Pfefferkörner leicht zerstoßen und nach Belieben über die Küchlein streuen. Bevor der Guss trocknet, jedes Küchlein mit einer Walnusshälfte verzieren und die Schokolade aushärten lassen.

Zubereitungszeit: etwa 20 Minuten und 25 Minuten Backzeit.
Nährwerte: je Portion 6,6g E; 26,7g F; 39g KH; 421kcal Energie.
PDF-Download: zum Rezept erhältlich unter walnuss.de.