WB-18-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 18. KW 2012 (28.04. bis 04.05.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Pistor Gruppe: übertrifft sich um 5,4 Prozent
02. Aral: meldet täglich mehr als 80.000 Kaffeekunden
03. Kampffmeyer FI und Meyerhans Mühlen kooperieren
04. VDM: Mühlenbranche spürt hohen Wettbewerbsdruck

TERMINE + EVENTS:
05. DTI: lädt zur Tiefkühltagung 2012

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Marvin: Unvollständige Kassen-Jobs bearbeiten
07. Ladendiebstahl: Prävention zahlt sich aus
08. HDE: Job-Tickets und Personalrabatte in Gefahr
09. Statistik: über die Deutschen und ihre Produktivität
10. Maxingvest: Tchibo kommt gut voran
11. Nordzucker: spart viel Geld
12. BVE: Erleichterungen bei der Zollabwicklung notwendig

TRENDS + KONZEPTE:
13. TrinkwV: Trinkwassererwärmung richtig planen
14. FEI: «Biokonservierung von Backwaren durch kälteaktive Enzyme»

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. Mühlenchemie: baut Präsenz in Lateinamerika aus
16. Kulinarisches Erbe Bayern: Vielfalt erhalten
17. Dr. Oetker Food-Service: meldet neuen Leiter
18. BIV: Meisterbrief für «Garanten für Leistungsfähigkeit»

BOOKMARKS + BOOKS:
19. Global Industry: Orkla ASA replaces President and CEO

REZEPTE + IDEEN:
20. Lecker: der Stramme Max im Roggenbrötchen


MARKT + UNTERNEHMEN


Pistor Gruppe: übertrifft sich um 5,4 Prozent

Rothenburg / CH. (04.05. / pag) Die schweizerische Unternehmensgruppe Pistor ist dynamisch unterwegs: Nach der Inbetriebnahme des Warenumschlagzentrums WUZ West 2010 folgte in 2011 der schrittweise Ausbau des Sortiments und die Aufnahme neuer Warengruppen. Der Gesamtumsatz der Firmengruppe stieg um 5,4 Prozent auf 765,9 Millionen Schweizer Franken (CHF). Das Ergebnis ist stark durch die Betriebsgesellschaft Pistor AG geprägt, die ihren Umsatz deutlich gesteigert hat. Die Proback AG hat ihre Position als kompetenter Berater der gewerblichen Bäcker, Konditoren und Confiseure auf dem Markt weiter ausgebaut. Die Rohstoffhandelsfirma Fairtrade SA erzielte trotz großer Turbulenzen auf dem Devisenmarkt ein gutes Jahresergebnis. Die Pistor Holding Genossenschaft erhält von der Pistor AG eine Dividende von 8,2 Millionen CHF. Davon fließen 4,2 Millionen CHF als Rückvergütung an die Genossenschafter der Pistor Holding Genossenschaft. Auch von der Fairtrade SA fließt eine Dividende in Höhe von 0,25 Millionen CHF an die Pistor Holding Genossenschaft – heißt es im Bericht «Bäcker-Konditor-Gastro-Service: Pistor wächst kräftig».

Aral: meldet täglich mehr als 80.000 Kaffeekunden

Bochum. (04.05. / bp) Aral, Tankstellenmarke der deutschen BP, hat 2011 ihre Position als größter Coffee-to-go-Anbieter Deutschlands ausgebaut. Erstmals übertraf die Marke die 40-Millionen-Euro-Grenze und setzte insgesamt 41,4 Millionen Euro mit Kaffee, Milchkaffee, Latte Macchiato und Co. um. Das entspricht einem Wachstum von rund sieben Prozent gegenüber 2010 an den rund 1’070 eigenen Tankstellen mit PetitBistro. Im laufenden Jahr will Aral eine weitere Schallmauer durchbrechen und mehr als 30 Millionen Kaffees verkaufen (2011: 29,6 Millionen). Dahinter stehen täglich gut 80’000 Kunden, die in 2011 für einen Absatz von rund 25’000 Litern Kaffee pro Tag sorgten. Nach wie vor sehr beliebt sind schwarzer Kaffee und Kaffee mit Milch oder/und Zucker. Sie machten knapp drei Viertel der Umsätze aus. Bereits jeder vierte verkaufte Kaffee gehört zur Produktgruppe der Spezialitäten (Cappucino, Milchkaffee, Latte Macchiato, Espresso) – mit steigender Tendenz. Neben schneller Verfügbarkeit und hoher Qualität interessieren sich immer mehr Konsumenten für einen nachhaltigen Anbau des Kaffees und eine faire Entlohnung der Menschen, die mit dem Anbau und der Weiterverarbeitung ihren Lebensunterhalt sichern. Die von Aral jährlich benötigten 300 Tonnen Kaffeebohnen stammen deshalb bereits seit 2009 aus kontrolliertem Anbau und tragen das Siegel UTZ Certified. Als Deutschlands größter Coffee-to-go-Anbieter festigte Aral in 2011 zudem seine Position in der Verkehrs- und Systemgastronomie. Mit einem Umsatz von 175,1 Millionen Euro im Segment Food Service einschließlich Heißgetränke belegt die Tankstellenmarke unter den Verkehrsgastronomen den vierten Platz. In der Systemgastronomie machte das Unternehmen sogar einen Platz gut und kletterte auf Rang acht.

Kampffmeyer FI und Meyerhans Mühlen kooperieren

Hamburg. (04.05. / kfi) Die Kampffmeyer Food Innovation GmbH (KFI) und das unabhängige Schweizer Familienunternehmen Meyerhans Mühlen AG werden in Zukunft exklusiv das Produktportfolio des Partners vertreiben und umfassende Unterstützung leisten. So profitieren Kunden in Deutschland, in der Schweiz und in Liechtenstein von einem erweiterten Produktsortiment, höchster Prozesskompetenz sowie ortsnahem Service. Michael Gusko, Geschäftsführer KFI: «Wir sind vom Erfolg unserer Zusammenarbeit mehr als überzeugt. Die umfassende Expertise in der Getreideveredelung, Anwendungstechnik und Kundenbetreuung sowie die hohen Qualitätsstandards des Unternehmens machen die Meyerhans Mühlen AG zu einem starken Partner». Diego Della Cà, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei den Meyerhans Mühlen: «Durch die exklusive Kooperation mit KFI können wir unser Portfolio in der Schweiz und in Liechtenstein sinnvoll erweitern. Zudem freuen wir uns, gemeinsam die Forschung und Entwicklung weiter voranzutreiben».

VDM: Mühlenbranche spürt hohen Wettbewerbsdruck

Bonn. (30.04. / vdm) Die Jahresmitgliederversammlung des Verbands Deutscher Mühlen (VDM) fand in diesem Jahr in Heidelberg statt. Der VDM-Vorsitzende Hans-Christoph Erling betonte in seiner Eröffnungsrede die Herausforderungen für die Mühlen aufgrund der volatilen Getreidemärkte. Der Getreide-Einstand mache in der Kalkulation der Mühlen rund 80 Prozent der Kosten aus. «Getreide ist aus einem Interventions- und Überflussprodukt zu einem knappen Gut und Spekulationsobjekt an den internationalen Börsen geworden», betonte Erling. Die dadurch gestiegenen Preise schlügen auf das Tagesgeschäft durch und machten das Wirtschaften immer schwieriger. Wie alle Mitglieder in der Getreidekette müssten auch die Mühlen die gestiegenen Rohstoffpreise weiter geben. Eine Absicherung der Mehlkontrakte mit entsprechenden Kosten sei heute unverzichtbar, um die Risiken zumindest abzufedern (Volltext).


TERMINE + EVENTS


DTI: lädt zur Tiefkühltagung 2012

Berlin. (02.05. / dti) Das Deutsche Tiefkühlinstitut (DTI) lädt am 05. und 06. Juni zur Tiefkühltagung nach Frankfurt am Main. Für die TK-Branche ist es wichtig, ihre Kunden gut zu kennen. Wie ticken Verbraucher? Was sind die Treiber und Barrieren bei Einkauf und Zubereitung von TK-Kost? Um in Bezug auf diese und andere Fragen auf dem Laufenden zu sein, hat das DTI gemeinsam mit Marktforschern eine Verbraucherstudie durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Tiefkühltagung 2012 erstmalig präsentiert. GS1 informiert im Rahmen der Tagung erstmals über sein groß angelegtes aktuelles Projekt «Category Management – Tiefkühlkost + Eis», das vom DTI unterstützt wird und an dem auch viele DTI-Mitglieder aktiv mitarbeiten. Kurzweilig beschließt die Versammlung den Tagungstag mit einem Vortrag von Zach Davis, der aufzeigen wird, wie der «Ausstieg aus dem Hamsterrad» funktionieren kann. Schon zum sechsten Mal wird im Rahmen der Tiefkühltagung der Branchen-Award für die besten Tiefkühlabteilungen im deutschen LEH verliehen – der «Cool-Cup 2012». Der Treffpunkt für die Entscheidungsträger der deutschen TK-Branche wartet zudem mit einem erbaulichen Rahmenprogramm auf – nachzulesen in der Einladung respektive Anmeldung für Mitglieder / Nichtmitglieder (siehe rechte Spalte oben).


MANAGEMENT + BETRIEB


Marvin: Unvollständige Kassen-Jobs bearbeiten

Kronau. (04.05. / goe) Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass Daten aus der einen oder anderen Filiale nicht vollständig eingelesen werden. Die Ursache hierfür ist oft, dass die betreffende Verkaufsstelle nicht erreicht werden konnte, weil zum Beispiel die Kasse oder das Modem ausgeschaltet war. Die Bäckereisoftware Goecom,:::::.de/Produkte/marvin/marvin.php” >Marvin zeigt diesen Fehler in der Navigatorleiste. Mit einem Doppelklick auf den jeweiligen Job sehen Nutzer sofort, welche Daten noch fehlen. An dieser Stelle können Anwender den Kassenjob auch einfach per Mausklick – für alle fehlenden Daten und Filialen – reaktivieren und neu ausführen lassen. Diese Funktion erspart Unternehmen die zeitraubende manuelle Neuanlage eines sogenannten «Einmaljobs», der die fehlenden Informationen ergänzend abrufen würde. Benötigen Sie Hilfe, fragen Sie kurz bei Ihrem Vertriebspartner oder der Goecom Hotline nach …

Ladendiebstahl: Prävention zahlt sich aus

Berlin. (03.05. / hde) Der Einzelhandel investiert jedes Jahr rund 1,2 Milliarden Euro, um Ladendiebstähle zu verhindern. Die Investitionen in Maßnahmen zur Prävention zeigen Wirkung: Die Zahl der Ladendiebstähle ist seit Jahren leicht rückläufig. Wurde 2001 noch rund 600.000 Mal geklaut, lag die Zahl der Diebstähle 2010 «nur noch» bei rund 390.000. Besonders der Detektiveinsatz, Kamerainstallationen, Warensicherungssysteme, Personalschulungen und vor allem aufwändige Datenanalysen zur Erkennung von Schwachstellen gewinnen dabei weiter an Bedeutung. Insgesamt verursachen Ladendiebstähle in Deutschland jährlich etwa zwei Milliarden Euro Schaden. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht zusätzlich zu den offiziellen Zahlen von einer hohen Dunkelziffer aus, da nicht alle Ladendiebstähle entdeckt und angezeigt werden. Im Jahr 2010 wurden im deutschen Einzelhandel an jedem Verkaufstag Waren im Wert von durchschnittlich sechs Millionen Euro gestohlen. Nach einer Studie des EHI Retail Institute summierten sich im Jahr 2010 die Inventurdifferenzen insgesamt auf 3,7 Milliarden Euro. Der Hauptteil der Differenzen mit rund 1,9 Milliarden Euro entfiel demnach auf unehrliche Kunden. Den eigenen Mitarbeitern wurden etwa 800 Millionen angelastet, der Rest verteilte sich unter anderem auf Lieferanten und fehlerhafte Buchungen, meldet der HDE.

HDE: Job-Tickets und Personalrabatte in Gefahr

Berlin. (03.05. / hde) Einige Bundesländer schlagen aktuell gesetzliche Änderungen bei der Freigrenze für Sachbezüge vor. Nach der derzeitigen Freigrenze bleiben Sachbezüge, die monatlich 44 Euro nicht überschreiten, steuer- und sozialversicherungsfrei. «Steuervereinfachungen sind wichtig und richtig. Änderungen bei der Freigrenze für Sachbezüge helfen in diesem Zusammenhang aber nicht weiter», sagt HDE-Experte Jochen Bohne. Der Vorschlag zur Senkung der bisher gültigen Freigrenze von 44 Euro sei nur eine Maßnahme zur Erzielung von Steuermehreinnahmen ohne Vereinfachungseffekt für die Steuerzahler. Eine Absenkung der Freigrenze gefährde zudem betriebliche Regelungen für Job-Tickets oder Personalrabatte. Das könne nicht im Sinne des Erfinders sein. Sinkt die steuerliche Freigrenze, können Arbeitnehmer geldwerte Vorteile kaum noch steuerfrei beziehen. Zudem fielen Beiträge für die Sozialversicherung an, so dass sich die gewährten Sachbezüge auch für die Arbeitgeber verteuern würden. Bohne: «Die Folge wäre, dass im Betrieb eingeführte Sachbezüge, auch solche, die wie Job-Tickets sozial- und umweltpolitisch wünschenswert sind, unattraktiv werden». Außerdem wachse durch Änderungen bei der Freigrenze die Bürokratie. So gelten für die Arbeitgeber verschärfte Aufzeichnungs- und Ermittlungspflichten, wenn Sachbezüge die Freigrenze überschreiten. «Dazu kommt noch, dass bei kurzfristiger Absenkung die Betriebsvereinbarungen, wie zum Beispiel bei Job-Tickets, nicht rechtzeitig angepasst werden können, meldet der HDE.

Statistik: über die Deutschen und ihre Produktivität

Wiesbaden. (02.05. / destatis) Die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen stieg in Deutschland zwischen 1991 und 2011 um 22,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhte sich die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen-Stunde sogar um 34,8 Prozent. Ursache ist, dass sich in den letzten 20 Jahren die in Deutschland je Erwerbstätigen im Schnitt geleisteten Arbeitsstunden um 9,0 Prozent verringerten. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität wird als Quotient aus preisbereinigtem BIP und Erwerbstätigen (Arbeitnehmer und Selbstständige) respektive Erwerbstätigen-Stunden berechnet. Die Lohnkosten, die als das Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer definiert sind, stiegen zwischen 1991 und 2011 um 47,5 Prozent. Je Arbeitnehmerstunde erhöhten sie sich deutlich stärker (63,4 Prozent), da 2011 gegenüber 1991 im Schnitt 9,7 Prozent weniger Arbeitsstunden je Arbeitnehmer geleistet wurden. Der Verbraucherpreisindex, der die Inflation in Deutschland misst, stieg zwischen 1991 und 2011 um 45,8 Prozent. Die Lohnstückkosten, die die Veränderung der Lohnkosten in Relation zur Arbeitsproduktivität darstellen, stiegen von 1991 bis 2011 nach dem Personenkonzept um 20,2 Prozent und nach dem Stundenkonzept um 21,2 Prozent. Den größten Anstieg gab es jeweils in den ersten fünf Jahren nach der Wende: Die Lohnstückkosten stiegen von 1991 bis 1995 nach dem Personenkonzept um 13,5 Prozent und nach dem Stundenkonzept um 14,5 Prozent. Danach blieben die Lohnstückkosten bis 2008 stabil, was nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärkte. Als Folge der Stabilisierung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise 2009 stiegen die Lohnstückkosten dann gegenüber 2008 sprunghaft an (Personenkonzept plus 5,5 Prozent; Stundenkonzept plus 6,0 Prozent).

Maxingvest: Tchibo kommt gut voran

Hamburg. (02.05. / mi) Die Maxingvest AG steigerte den Umsatz in 2011 auf 9’173 Millionen Euro. Der Vorjahresumsatz von 8’954 Millionen Euro (nach neuem Umsatzausweis) wurde um 2,4 Prozent übertroffen. Tchibo trug mit 39 und Beiersdorf mit 61 Prozent zum Umsatz bei. Das Betriebsergebnis (Ebit) belief sich im Berichtszeitraum auf 540 Millionen Euro (2010: 908 Millionen Euro), ohne Sondereffekte betrug das Ebit 810 Millionen Euro (2010: 1’037 Millionen Euro). Die Ebit-Rendite betrug 5,9 Prozent. Das Eigenkapital stieg um drei Prozent auf 8.098 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag unverändert bei 62 Prozent. In den strategischen Wachstumsfeldern «Cafissimo Einzelportionssysteme», «Onlinehandel» und «Osteuropa» hat Tchibo 2011 jeweils zweistellige Umsatzzuwächse erzielt. Alle Wachstumsinitiativen liegen im Plan. Die eingeschlagene Strategie und die Konzentration auf eine langfristige Wertsteigerung erweisen sich als nachhaltig. Insgesamt stieg der Umsatz um rund fünf Prozent auf 3’539 Millionen Euro (Vorjahr: 3’382 Millionen Euro, nach neuem Umsatzausweis). Aufgrund stark gestiegener Beschaffungspreise, besonders für Rohkaffees und Baumwolle, wurde das außergewöhnlich gute Ebit des Vorjahres erwartungsgemäß nicht erreicht. Das Ebit betrug 202 Millionen Euro (2010: 288 Millionen Euro), die Ebit-Marge 5,7 Prozent (Volltext).

Nordzucker: spart viel Geld

Braunschweig. (30.04. / nag) Im Spruchverfahren auf Bestimmung einer angemessenen Barabfindung gegen die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft, Muttergesellschaft der Nordzucker AG, hat das Oberlandesgericht Celle (OLG) durch Beschluss vom 19. April den angemessenen Barabfindungswert auf 8,88 Euro pro Aktie festgesetzt. Eine Rechtsbeschwerde gegen diesen Beschluss wurde vom OLG nicht zugelassen. Damit bestätigte das Gericht im Wesentlichen das Barabfindungsangebot von 8,00 Euro pro Aktie, welches die Nordzucker Holding Aktiengesellschaft den Aktionären der Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig im Jahr 2004 bei der Verschmelzung der beiden Unternehmen gemacht hatte. «Wir sind froh, dass nun nach mehr als sieben Jahren Klarheit herrscht. Der Aufwand, den wir betrieben haben, um uns gegen die hohen Forderungen der Antragsteller des Spruchverfahrens zu wehren, hat sich gelohnt. Damit konnten wir mögliche Zahlungsforderungen in Millionenhöhe vom Unternehmen abwenden», sagt Hans-Heinrich Prüße, Vorstandsvorsitzender der Nordzucker Holding Aktiengesellschaft (Hintergrund).

BVE: Erleichterungen bei der Zollabwicklung notwendig

Berlin. (28.04. / bve) Die weltweit gestiegenen Anforderungen in der Zollabwicklung führen in den Unternehmen oft zu einem erheblichen Aufwand in der Umsetzung. Neue Nachweispflichten im innereuropäischen Warenverkehr verursachen erhebliche Zusatzkosten ohne entsprechenden Nutzen für die Wirtschaftsbeteiligten und auf Seiten der öffentlichen Verwaltung zu schaffen. Die überwiegend durch kleine und mittelständische Betriebe geprägte Ernährungsindustrie begrüßt deshalb Initiativen auf nationaler und europäischer Ebene, die Vereinfachungen in der Zollabwicklung für die Unternehmen vorsehen. Die derzeitigen Abstimmungen über den neuen Unionszollkodex sind dabei eine Chance, praxistaugliche Regelungen zu finden, die sowohl für die Zollverwaltung als auch die Wirtschaftsbeteiligten Erleichterungen bringen. Ende April hatte der BVE-Arbeitskreis Zoll getagt. Zollexperten aus den Unternehmen und Verbänden diskutierten in Berlin die künftigen Herausforderungen in der Zollabwicklung und erörterten mit Vertretern der Bundesministerien Lösungsansätze für aktuelle Zollprobleme. Der BVE-Arbeitskreis Zoll ist die Branchen-Plattform für Verbände und Unternehmen der Ernährungsindustrie, um sich über Zoll- und Außenhandelsfragen auszutauschen. Der Austausch unter Kollegen und der Dialog mit Experten bietet wertvolle Erkenntnisse für die Praxis und Partizipation an der Entscheidungs- und Meinungsbildung. Mitgliedern der BVE steht der Arbeitskreis für die Teilnahme offen.


TRENDS + KONZEPTE


TrinkwV: Trinkwassererwärmung richtig planen

Buchholz / Nordheide. (04.05. / ele) Im November 2011 ist die Überarbeitung der TrinkwasserVerordnung (TrinkwV) in Kraft getreten und hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. Neben vielen neuen Grenzwerten wurde darin auch die Pflicht zur jährlichen Untersuchung auf Legionellen für Betreiber von sogenannten «Großanlagen zur Trinkwassererwärmung» aufgenommen. In diese Kategorie zählen sowohl Warmwasserbereiter mit Speichern ab einer Größe von 400 Litern, als auch Anlagen mit einem Wasserinhalt von mehr als drei Litern zwischen Wassererwärmer und Entnahmestelle. Bereits bei durchschnittlichen gewerblichen Installationen sind diese Werte schnell überschritten, so dass hier die Pflicht zur Überprüfung besteht. Hierfür hat der Gesetzgeber wiederum klare Zuständigkeiten vergeben. So kann es zum Beispiel von erheblicher (finanzieller) Bedeutung sein, welche Anlagenteile in den Verantwortungsbereich der Immobilie (des Vermieters) oder des Betriebs (des Mieters) fallen. Zum Beispiel ist bei geplanten Veränderungen oder Erweiterungen in jedem Einzelfall die Konstellation vorab zu prüfen, da diese einen nicht unerheblichen Einfluß auf die besondere Auslegung der Installation haben kann und damit auf das Budget. Unabhängig davon ist der Betreiber grundsätzlich verpflichtet, die Anlage in einem einwandfreien Zustand zu halten. Darüber hinaus zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, dass die Anforderungen an eine fachgerechte Trinkwasserinstallation unter anderem und mit den Möglichkeiten der modernen Computertechnik kontinuierlich steigen. Somit sinkt aber auch das Gefährdungpotential durch eine korrekt dimensionierte und genutzte Trinkwasseranlage stetig – wissen die Fachleute von ELEKOM Technik aus Buchholz bei Hamburg.

FEI: «Biokonservierung von Backwaren durch kälteaktive Enzyme»

Bonn. (03.05. / fei) Vor allem bei verpacktem Brot und Gebäck ist die mikrobiologisch-hygienische Sicherheit und Haltbarkeit durch Pilzwachstum begrenzt. Daher suchen besonders Bäckereien nach Möglichkeiten einer natürlichen, produktschonenden und energieeffizienten Schimmelpilzbekämpfung. Ein Team von Wissenschaftlern des ttz Bremerhaven und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven erforscht derzeit den Einsatz von speziellen Enzymen, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind und den Zellwandbaustein von Schimmelpilzen, das Chitin, auflösen können: so genannte Chitinasen. Chitinasen bekämpfen auf diese Weise und auf natürlichem Wege das Wachstum von Schimmelpilzen. Die bei den Forschungsarbeiten eingesetzten «Pilzkiller» entstammen einem harmlosen Bakterium aus dem Polarmeer, so dass die Killer an sich besonders kälteaktiv sind. Am liebsten arbeiten Chitinasen bei Temperaturen von 05° bis 20° Celsius, so dass sie sowohl bei Raumtemperatur als auch unter Kühlbedingungen effektiv Schimmelpilze bekämpfen können. Die Forscher untersuchen derzeit zwei verschiedene Arten des Einsatzes von Enzymen: In fertig gebackenem Brot sowie in ungebackenen Teigen. Die bis 2014 erwarteten Ergebnisse ließen sich grundsätzlich auf alle flüssigen, halbfesten und festen Lebensmittel sowie auf Pharma- und Kosmetikprodukte übertragen, heißt es auf der Seite «Projekt des Monats Mai 2012» des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI) in Bonn.


PERSONEN + EHRUNGEN


Mühlenchemie: baut Präsenz in Lateinamerika aus

Ahrensburg. (04.05. / mc) Die Lebensmittelindustrie in Südamerika entwickelt sich sehr dynamisch. Gerade die Produktion von einem Grundnahrungsmittel wie Mehl wandelt sich infolge veränderter Verzehrgewohnheiten und einer komplexen Rohstoffsituation sehr stark. Die Mühlenchemie mit Hauptsitz in Ahrensburg bei Hamburg setzt daher stärker auf die individuelle Beratung von Mühlen. Um diese Aufgabe vor Ort noch intensiver zu erfüllen, hat das Unternehmen Philipp Mark Dunkel als neuen Business Development Manager für die Filiale in Brasilien berufen. Der erfahrene Südamerika-Experte kam vor zwei Jahren zu den Spezialisten für Mehlverbesserung und betreut als Regional Sales Manager neben Brasilien noch weitere Märkte in Lateinamerika. Area Sales Director Lateinamerika Detlev Rösler: «Die Anforderungen an die Mehlproduktion auf diesem großen Kontinent sind sehr heterogen. Einige Länder wie zum Beispiel Peru und Ecuador hängen zu 100 Prozent von Weizenimporten ab. Chile, Argentinien oder Brasilien hingegen greifen auf lokal angebauten Weizen zurück, der zum Teil mit Importen ergänzt wird. Dies erfolgt in jeweils großen Partien, wobei das Additivprofil auf jedes neue Lot angepasst werden muss».

Kulinarisches Erbe Bayern: Vielfalt erhalten

Kulmbach. (03.05. / liv) Zum Geschäftsführer des Vereins «Kulinarisches Erbe Bayern» hat die Mitgliederversammlung den Agrarwissenschaftler Stephan Haase gewählt. Haase ist hauptberuflich als Projektmanager beim Cluster Ernährung im Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kulmbach tätig. Der 2010 gegründete Verein «Kulinarisches Erbe Bayern» hat das Ziel, regionale Lebensmittel, kulinarische Spezialitäten und die traditionelle Herstellung von Lebensmitteln aus Bayern zu fördern. «Die Bedeutung der bäuerlichen Landwirtschaft und des Lebensmittelhandwerks sollen nicht in Vergessenheit geraten», sagt der neue Geschäftsführer. «Viele regionale Lebensmittel und die daraus hergestellten Spezialitäten sind charakteristisch für die unterschiedlichen Regionen Bayerns. Dieses Wissen wollen wir bewahren und die Vielfalt erhalten». Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören neben dem KErn die Schweisfurth-Stiftung, der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) sowie der Fleischerverband Bayern – LIV für das bayerische Fleischerhandwerk.

Dr. Oetker Food-Service: meldet neuen Leiter

Bielefeld / Ettlingen. (03.05. / oen) Im Geschäftsbereich Food-Service der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG steht ein Führungswechsel ins Haus. Friedrich Lercher, der viele Jahre in strategischen Positionen innerhalb des Oetker-Konzerns erfolgreich tätig war und seit Herbst 2007 die Geschicke des Geschäftsbereichs Food-Service in Ettlingen als Managing Director leitet, verabschiedet sich zum Jahresende in den Ruhestand. Die Nachfolge ist geregelt: Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Philipp Stradtmann wird ab August verantwortlich für den Standort Ettlingen zeichnen. Stradtmann war in den letzten acht Jahren in verschiedenen Funktionen bei der Martin Braun-Gruppe tätig. Zuletzt verantwortete er in deren Tochterunternehmen Wolf ButterBack in der Geschäftsleitung die Bereiche Vertrieb und Marketing. Die Martin Braun-Gruppe ist ein Unternehmen der Oetker-Gruppe.

BIV: Meisterbrief für «Garanten für Leistungsfähigkeit»

Hannover. (28.04. / biv) Mit einer festlichen Meistererhebungsfeier hat die Bäckerfachschule Hannover (BFS) die 19 erfolgreichen Absolventen des Meistervorbereitungskurses 2011/2012 in den Meisterstand erhoben. Zu den Gratulanten gehörten neben den Familien, Freunden und Kollegen der Jungmeisterinnen und -meister auch Bäcker-Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth, Hannovers Bürgermeister Klaus Dieter Scholz und der Präsident der Handwerkskammer Hannover, Walter Heitmüller. Die frisch gebackenen Bäckermeister/innen des Prüfungsjahrgangs 2011/2012 heißen Svenja Allmer (Hannover), Andreas Bethke (Norderney), Matthias Bethke (Norderney), Nico Dongowski (Bardowick), Oliver Drews (Silberstedt), Ralf Fischer (Bredstedt), Andreas Fox (Bardowick), Jens Kollmorgen (Hannover), Markus Kreutzmann (Rosche), Peter Kühlsen (Burg/Fehmarn), Heiko Kuhr (Klein Rheide), Bernhard Lehrter (Herzlake), Mareike Lemmel (Buxtehude), Hendrik Mikosch (Braunschweig), Klaus Petersen (Schabeutz), Sebastian Pöplau (Hannover), Levent Schaper (Braunschweig), Sebastian Scheer (Lauenau) und Stefan Schulz (Osterweddingen).


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Orkla ASA replaces President and CEO

Hamburg. (bm) The Board of Directors of Norwegian Orkla ASA and Bjørn M. Wiggen have agreed that Wiggen will resign as President and CEO of Orkla with effect immediately – after 19 months on job. The Deputy Chair of the Board, Åge Korsvold, has been appointed as Acting President and CEO. Wiggen stepped down – or has been stepped down – after the company reported that earnings fell 57 percent in Q1/2012.

Title Region Date
AAK: Interim Report for the First Quarter 2012 (SE) Fri 05-04
Fletchers Group: announces a raft of improvements (UK) Fri 05-04
Domino´s Pizza Announces Q1/2012 Financial Results (US) Thu 05-03
Fitch: Kellogg´s Rating Outlook is Negative (US) Thu 05-03
ADM: Reports Q3/2012 Earnings of 399 Million USD (US) Thu 05-03
Canada Bread: Reports Results for the First Quarter 2012 (CA) Thu 05-03
Louis Dreyfus Commodities: Agrees to Acquire Imperial Sugar (US) Thu 05-03
DuPont: Acquires Full Ownership of Solae (US) Thu 05-03
Horizon Milling: to invest in Saginaw facility (US) Thu 05-03
Private label foods: use up, satisfaction down (US) Thu 05-03
Yum! Brands: Promotes new President and CFO (US) Thu 05-03
Grupo Bimbo: announces first quarter 2012 results (MX) Wed 05-02
Gruma: net income declined sharply in Q1/2012 (MX) Wed 05-02
Orkla ASA: Preliminary results – First quarter 2012 (NO) Wed 05-02
Orkla Food Ingredients: acquires Polish Kobo (NO) Tue 05-01
Restaurants: RPI Closes Out Q1 at Post-Recession High (US) Tue 05-01
Orkla ASA: President and CEO resigns (NO) Tue 05-01
Ebro Foods: Net Turnover Rises 25 % to 530,9 million Euro (ES) Mon 04-30
Kellogg Company: Reports First-Quarter 2012 Results (US) Mon 04-30
Rieber + Son: sales and profits up in Q1/2012 (NO) Mon 04-30
Starbucks: Reports Record Second Quarter Fiscal 2012 Results (US) Sat 04-28
PepsiCo: Reports First Quarter 2012 Results (US) Sat 04-28
Bunge Limited: Reports First Quarter Results (US) Sat 04-28


REZEPTE + IDEEN


Lecker: der Stramme Max im Roggenbrötchen

Image Bonn. (04.05. / GMF) Vielleicht ist es die weit verbreitete Liebe zu Spinat und Spiegelei, dass der «Stramme Max im Roggenbrötchen» in des WebBaeckers Rezeptdatenbank seit Jahren zu den gefragtesten Anleitungen zählt und ebenso gerne wie oft von Ihnen heruntergeladen wird. Entwickelt wurde der besondere «Stramme Max» einst von Schülern der Gewerblichen Schule im Hoppenlau zu Stuttgart – im Rahmen der einstigen «Roggenbäcker» Wettbewerbe. Wie auch immer: Mag das Rezept auch etwas antiquiert erscheinen, trifft es dennoch – nach wie vor – den Mainstream. Dafür können wir den Hoppenlau-Schülern im Nachhinein nicht genug danken und Sie haben eine schöne Anregung für einen praktischen kleinen Bäckersnack, der (a) nicht kleckert und sich (b) vom üblichen Angebot abhebt.