Montag, 22. Juli 2024

WB-16-2013

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 16. KW 2013 (13.04. bis 19.04.)
Download: https://www.webbaecker.de/13archivphp/wb1613.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Dr. Oetker: Geschäftsjahr 2012 verlief zufriedenstellend
02. «Leo»: erwartet 2013 wieder positives Ergebnis
03. Forbriger: von der Teigwarenfabrik zur Bäckerei
04. Lidl: Großbäckerei wird wohl größer als gedacht

TERMINE + EVENTS:
05. AGF: bietet Praxisseminar Standard-Backversuche
06. Sachsenback: schließt mit gutem Ergebnis
07. Backt der Lebensmittelhandel künftig die großen Brötchen?

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Ermäßigter oder allgemeiner Steuersatz? Neues zum Dauerthema …
09. BSG: Gemeinsame Gefahrklasse von Bäckern und Konditoren rechtens
10. Elementar wichtig: die professionelle Datensicherung
11. BVE: Kennzahlen der Ernährungsindustrie 2013

MARKETING + VERKAUF:
12. Fairtrade: Verkäufe steigen auf über 500 Millionen Euro
13. Zentralverband: präsentiert Brot-Test-App 2.0
14. Lebensmittel: Verändern Skandale das Kaufverhalten?

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
15. Tüv Rheinland: testet jetzt auch Lebensmittel
16. BMELV: verlängert Förderung von «Lebensmittelklarheit.de»
17. Statistik: über auffällige Preisveränderungen
18. BMELV: begrüßt EuGH-Urteil zur Information der Öffentlichkeit

PERSONEN + EHRUNGEN:
19. Rheinland-Pfalz: vergibt Landesehrenpreis für Bäcker
20. Trophelia Deutschland: «BBQuchen» macht das Rennen
21. Backmittler: meldet Erweiterung der Geschäftsleitung

BOOKMARKS + BOOKS:
22. Global Industry: World Bakers and Confectioners to Merge

REZEPTE + IDEEN:
23. Frühlingszeit ist Spargelzeit


MARKT + UNTERNEHMEN


Dr. Oetker: Geschäftsjahr 2012 verlief zufriedenstellend

Bielefeld. (19.04. / oe) Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker ist mit dem Geschäftsjahr 2012 zufrieden, sagt der persönlich haftende Gesellschafter Richard Oetker. Mit 2,09 Milliarden Euro erzielte das Unternehmen 7,2% höhere Umsätze als 2011 und durchbrach damit erstmals die Zwei-Milliarden-Grenze. Im Inland wuchs der Umsatz um 1,9% auf 689 Millionen Euro, im Ausland von 10,1% auf 1,4 Milliarden Euro. Der Anteil der rund 40 ausländischen Gesellschaften betrug 67% gegenüber 65% im Vorjahr. Einmal mehr habe sich die Strategie, gezielt in die Erschließung und Bearbeitung ausländischer Märkte zu investieren, für das Unternehmen ausgezahlt. Das für Bäcker interessante Geschäft mit Tiefkühl-Pizza baute Oetker in Deutschland weiter aus. Ebenso stiegen die Marktanteile in Westeuropa sowie in Nord- und Südamerika. Ein «beachtliches Wachstum» gar erzielte Oetker Kanada. Aber auch in den USA, Brasilien, Australien und China geht es mit TK-Pizza weiter voran. Der Dr. Oetker Food-Service, auf Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie spezialisiert, stabilisierte seinen Umsatz und verteidigte seine Position in den Teilsortimenten Desserts, Backen und Pizza. Insgesamt stehe der Food-Service aber weiter vor großen Herausforderungen. Hingegen zweistellige Umsatzzuwächse im Segment Backen und ein Marktanteilsrekord in Sachen TK-Pizza sorgten dafür, dass Dr. Oetker Großbritannien das bisher erfolgreichste Jahr seit Bestehen erlebte. Dem außerordentlichen Wachstum in Nordamerika folgend, wird in der Nähe von Toronto gerade ein Pizza-Werk gebaut, das ab 2014 die steigende Nachfrage in Kanada und den Vereinigten Staaten bedienen soll, denn: Auch in den USA verlief das auf die Ostküste konzentrierte Geschäft positiv. Durch die Überarbeitung der einst von Orkla akquirierten Guseppe-Pizza gewann auch der Pizza-Markt in Osteuropa 2012 wieder deutlich an Fahrt. Dr. Oetker Griechenland akquirierte das TK-Geschäft des Wettbewerbers Creta-Farms und erzielte damit die Marktführerschaft für TK-Pizza in Griechenland (Volltext).

«Leo»: erwartet 2013 wieder positives Ergebnis

Aachen. (17.04. / baz) Um auf dem Markt bestehen zu können, sind heute ein abwechslungsreiches Sortiment, gesunde Produkte, Kundenbindungsprogramme sowie einladende Cafébereiche und Läden zwingend erforderlich, schreibt LEO Der Bäcker + Konditor in seinem Lagebericht zum Geschäftsjahr 2012. Das inhabergeführte Unternehmen betreibt in der Region Aachen 26 Filialen und zählt weit über 200 Mitarbeitende. In 2012 konnte «Leo» seine Umsatzerlöse steigern und steht heute deutlich besser da, als noch vor einem Jahr – denn: Mit einem Betriebsergebnis von 42 tausend Euro weist das Unternehmen 2012 wieder ein positives operatives Ergebnis aus. 2012 ergab sich allerdings ein Jahresfehlbetrag von -123 tausend Euro. Im Vorjahr waren das aber noch -1.018 tausend Euro, hervorgerufen durch ein rückläufiges Geschäft im Segment Wiederverkäufer. Die Jahresfehlbeträge 2011 und 2012 führten dann dazu, dass das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft aufgezehrt war und «Leo» zum Stichtag (31. Dezember) nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten von 311 tausend Euro ausweisen musste. Zuvor waren im zweiten Halbjahr 2011 allerdings Sanierungsmaßnahmen beschlossen worden. Die wurden 2012 weitestgehend umgesetzt und zeigen deutlich positive Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf 2012. So konnte «Leo» das Jahresergebnis signifikant verbessern und ein positives Betriebsergebnis (Ebit) erzielen. Aufgrund der Maßnahmen erwartet Geschäftsführer Johannes Schumacher für das Geschäftsjahr 2013 – bei leicht steigenden Umsatzerlösen – wieder ein positives Geschäftsergebnis. «Leo» vertreibt seine Produkte sowohl über die eigenen Ladengeschäfte als auch den Einzelhandel.

Forbriger: von der Teigwarenfabrik zur Bäckerei

Reichenbach. (13.04. / div) «Sechs Filialen der ehemaligen Stadtbäckerei Jena hat die Forbriger Backwaren GmbH übernommen» – schreibt die Regionalpresse. Alle Mitarbeitenden seien übernommen worden. Inklusive des Neuerwerbs zählt Forbiger nun 20 Verkaufsstätten. Kommt noch das Cafe hinzu, das die Familien geführte Bäckerei demnächst in Zwickau eröffnet – also 21 Standorte. Verschlinge das neue Cafe gerade rund 250.000 Euro, seien für die eingangs erwähnten sechs Filialen noch einmal rund 60.000 Euro fällig, um sie an den Forbriger-Standard anzupassen. Das Ganze am Laufen halten plus/minus 100 Beschäftigte und die Zügel in der Hand haben – seit 2012 – die Brüder Kay und Jan Forbriger, Unternehmer in dritter Generation. Womit wir endlich beim Kern der Geschichte aus dem Vogtlandkreis sind: Die heute so dynamische Bäckerei gründete nämlich Rudolf Forbriger 1948 als Teigwarenfabrik. Die Produkte waren weit über die Grenzen von Reichenbach bekannt, lesen wir auf der Homepage. 1961 wurde die Produktionspalette dann um Backwaren ergänzt und der Familienbetrieb 1972 enteignet. Unter volkseigener Führung lief dann bald nicht mehr viel, so dass der Betrieb 1990 vollständig zum Erliegen kam. Sabine und Klaus Forbriger – die zweite Generation – stellten umgehend einen Reprivatisierungsantrag bei der Treuhand und schafften es mit viel Geschick, das Unternehmen erfolgreich durch die teils wilden Wendejahre zu führen. Zuerst im Verpackungsservice, seit 1994 wieder als handwerklich orientierte Bäckerei. Eine an Erfahrungen reiche Unternehmensgeschichte, für die Kay und Jan Forbriger nun das nächste Kapitel schreiben.

Lidl: Großbäckerei wird wohl größer als gedacht

Übach-Palenberg. (13.04. / div) Viel ist noch nicht zu sehen auf bonback.de. Was demnächst draus werden soll lässt sich, und das haben wir wohl einer Unachtsamkeit zu verdanken, auf bonback.minnemedia.net begutachten. So also wird die Homepage der Bonback GmbH + Co. KG aussehen, Schwestergesellschaft der Solent GmbH + Co. KG – beide zusammen Tochtergesellschaften der Lidl Gruppe. Während Solent seit Ende 2010 eine der größten und modernsten Schokoladenfabriken Europas darstellt, ist Bonback seit 2012 eine der größten und modernsten Backwaren-Produktionsstätten – und gerade mal beim «Einfahren». Beide haben sie ihren Sitz in Übach-Palenberg bei Aachen und wurden/werden entwickelt von der Sindra GmbH + Co. KG, vermutlich ebenfalls ein Unternehmen der Lidl Gruppe. Als Geschäftsführer der Großbäckerei agieren – laut Impressum der kommenden Homepage – Jörg Aldenkott, Peter Ritzer und Carsten Theurer. Die haben im Moment viel zu tun, zumal die Nachfrage schon jetzt die Kapazitäten der Produktionsstätten übersteigt. Der Industriekomplex im Kreis Heinsberg ist gigantisch, doch sei es möglich, dass der Standort sowohl für die Brot- als auch Schokoladenproduktion schon bald erneut erweitert werde, schreibt die Aachener Zeitung. «Wie viele Spatenstiche noch folgen werden, ist offen», soll Jürgen Esser, Geschäftsführer der Infrastrukturgesellschaft Sindra, während eines Termins mit der Stadtverwaltung Übach-Palenberg gesagt haben. Für die jetzt geplante Erweiterung ins Segment Feingebäck und Prebake hinein steht jedenfalls eine Investitionssumme von 150 Millionen Euro im Raum. Der Industriekomplex mit höchstmöglich vertretbarem Automatisierungsgrad auf 15 Hektar Fläche zählt aktuell rund 250 Vollzeitkräfte. Bis Anfang 2015 soll der Komplex seine endgültigen Dimensionen erreicht haben und sollen weitere 150 Vollzeitstellen hinzukommen. Bewerbungen können schon jetzt online abgegeben werden.


TERMINE + EVENTS


AGF: bietet Praxisseminar Standard-Backversuche

Detmold. (19.04. / agf) Mitarbeitende aus den Versuchsbackstuben der Mühlen, der Backzutatenbranche und weiteren Laboren können sich während des eintägigen Seminars «Standard-Backversuche» der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung am 12. Juni fortbilden. Die AGF bietet dieses Praxisseminar in Zusammenarbeit mit der DIGeFA GmbH seit 2009 an. Maximal acht Teilnehmer/innen haben hier Gelegenheit, ihr Wissen bezüglich der standardisierten Backversuche aufzufrischen oder neu zu erlernen. Dieses Seminar richtet sich ebenso an langjährige Labor-Bäcker wie an neu hinzugekommene. Der praktische Teil findet im Backlabor der DIGeFa GmbH statt.

Sachsenback: schließt mit gutem Ergebnis

Dresden. (17.04. / mstgt) Mit einem guten Ergebnis ist die Sachsenback Anfang dieser Woche zu Ende gegangen und bestätigte ihre Rolle als bedeutendste Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk in Ostdeutschland. Neben den Veranstaltern stellten die 215 Aussteller und rund 7.500 Besucher der Fachmesse gleichermaßen ein positives Zeugnis aus, was die offizielle Befragung durch die veranstaltende Messegesellschaft ergab. Entsprechend zufrieden die Gesichter bei der Messe Stuttgart, dem Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsens sowie bei den drei Bäko-Regionalgenossenschaften Ost, Mitteldeutschland und Erzgebirge/Vogtland. «Die Sachsenback 2013 ist für uns hervorragend gelaufen und hat ihren regionalen Charakter sogar noch gestärkt, worüber wir hocherfreut sind», sagt Roland Ermer, Landesobermeister des Landesinnungsverbands Saxonia. So kamen überwiegend Besucher aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern Entfernung nach Dresden, wobei die Sachsen mit 69 Prozent am stärksten vertreten waren – gefolgt von Besuchern aus Thüringen (zehn Prozent), Sachsen-Anhalt und Brandenburg (je sieben Prozent). Fast ein Drittel besuchte in diesem Jahr zum ersten Mal die Fachmesse – die ihre Zielgruppe wieder genau erreicht hat. Jeder zweite Fachbesucher kam demnach aus dem Bäcker- und Konditorenhandwerk, fast ein Drittel ordnete sich dem reinen Bäckerhandwerk zu, sieben Prozent arbeiten als Konditoren. Neugier weckte die Fachmesse auch bei Gastronomen (acht Prozent) und Betreibern von Cafés (sechs Prozent). Die nächste Sachsenback findet vom 09. bis 11. April 2016 auf dem Messegelände Dresden statt.

Backt der Lebensmittelhandel künftig die großen Brötchen?

Hagenburg. (15.04. / vdb) Der Markt für Backwaren und für die Backwarenhersteller befindet sich mitten in einem Veränderungsprozess. Der Druck auf die kleinen Bäckereien nimmt stetig zu. Viele Betriebe haben sich in den letzten Jahren aus dem Markt verabschiedet. Der Konzentrationsprozess setzt sich fort. Filialbäckereien, Großbäckereien und SB-Backbetriebe dominieren den Markt und erreichen mit neuen Vermarktungskonzepten und guten Qualitätsbackwaren immer mehr Verbraucher. Bereits heute stammen über 60 Prozent der verkauften Backwarenmenge und rund die Hälfte des Verkaufswerts nicht mehr aus der traditionellen Bäckerei. Die Vereinigung der Backbranche (VDB) will mit dem Forum 2013 aufzeigen, wie sich die Situation in den Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz tatsächlich darstellt und welche Perspektiven daraus abzuleiten sind. Wie stellt sich die Branche aus Sicht der Marktforschung dar? Wie geht ein Backofenhersteller mit den Marktveränderungen um? Wie findet eine traditionelle Bäckerei den richtigen Weg für eine erfolgreiche Zukunft? Das kostenpflichtige VDB Forum Süd findet am 04. Mai an der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk (ADB) in Weinheim statt. Weitere Details nennen die Veranstalter und sind anzufordern unter der E-Mail-Adresse info@vdb-ev.net.


MANAGEMENT + BETRIEB


Ermäßigter oder allgemeiner Steuersatz? Neues zum Dauerthema …

Isernhagen. (19.04. / ge) Grundsätzlich gilt der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent nach deutschem Steuerrecht nur für die Lieferung von Nahrungsmitteln. Wird die Abgabe von Speisen und Getränken demgegenüber als sonstige Leistung qualifiziert (so genannter Restaurationsumsatz), ist sie mit dem allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent zu besteuern. Abgrenzung: Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 10. März 2011 kam Bewegung in die Abgrenzungsdiskussion, wann eine bloße Lieferung von Nahrungsmitteln (sieben Prozent) oder ein Restaurationsumsatz (19 Prozent) vorliegt. Nach Überarbeitung seines Entwurfs vom 01. August 2012 hat nach acht Monaten das Bundesministerium der Finanzen (BMF) nun am 20. März 2013 das endgültige Schreiben zu dieser Frage veröffentlicht. Kernaussage darin: Überwiegen Dienstleistungselemente, die nicht notwendig mit der Vermarktung der Speisen verbunden sind, die Speiseabgabe qualitativ, liegt eine so genannte Restaurationsleistung zum allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent vor. Sofern diese die Speiseabgabe also qualitativ überwiegen, sind unter Umständen auch Dienstleistungen schädlich, die Bäckereien für ihre Kunden oder/und Gäste erbringen. Welche das sind, hat Diplom-Kaufmann und Steuerberater Michael de Beer von der Gehrke Econ Steuerberatungsgesellschaft für Sie zusammengestellt und mit Blick auf die Praxis in Bäckereien kommentiert. Den Beitrag «Was lange gärt wird endlich gut!?» finden Sie im Format PDF vor – in der Annahme, dass sie ihn eventuell als Merkblatt an Ihre Filialen weiterleiten oder für interne Schulungen nutzen möchten.

BSG: Gemeinsame Gefahrklasse von Bäckern und Konditoren rechtens

Mannheim. (16.04. / bgn) Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hatte in dem seit 2005 geltenden Gefahrtarif Bäcker und Konditoren zum Gewerbezweig «Herstellung von Back- und Konditoreiwaren» zusammengefasst. Für die Konditoren bedeutete dies erhebliche Beitragssteigerungen. Dagegen hatten Unternehmen des Konditoreigewerbes vor den Sozialgerichten geklagt. Zwei davon gingen bis vor das Bundessozialgericht (BSG). Ohne Erfolg. Das BSG hat den BGN-Gefahrtarif 2005 jetzt gebilligt (Aktenzeichen B2U4/12R und B2U8/12R) und die Entscheidung der Vertreterversammlung für rechtens erklärt. Im Detail: Die Kläger, ein Hersteller von Konditoreiwaren in industrieller Fertigung und ein Handwerksbetrieb, waren der Auffassung, der Gefahrtarif sei rechtswidrig, weil darin beide Gewerbezweige, also Bäckereien und Konditoreien, zu derselben Tarifstelle veranlagt werden. Die Gewerbe seien aber weiterhin getrennt zu veranlagen, weil die Risiken signifikant voneinander abwichen. Das Bundessozialgericht sah das in der Revision wie zuvor schon zwei Landessozialgerichte anders. Die Sozialpartner in der Vertreterversammlung eines Unfallversicherungsträgers setzten die Gefahrklassen als autonomes Recht in einem Gefahrtarif fest. Dabei stehe diesem Gremium ein selbstständig auszufüllender Gestaltungsspielraum zu. Dieser sei im Gefahrtarif 2005 der BGN nicht verletzt worden. Auch die Grundrechte der Kläger sah das BSG nicht verletzt. Unter anderem schließe eine Zusammenführung von Gefahrtarifstellen oder die Überführung von sich wandelnden Gewerbezweigen in andere Tarifstellen grundsätzlich nicht den Schutz der allgemeinen wirtschaftlichen Handlungsfreiheit aus.
Ergänzung: Lesen Sie hierzu auch die BSG-Medieninformation Nr. 09/13 «Von Bäckereien und Konditoreien dürfen in der gesetzlichen Unfallversicherung gleiche Beiträge gefordert werden» auf dem Server des Bundessozialgerichts in Kassel.

Elementar wichtig: die professionelle Datensicherung

Kronau. (16.04. / goe) Sie wird immer wieder vergessen, oftmals sogar als überflüssig betrachtet und ist dennoch elementar wichtig für alle Unternehmen: die Datensicherung. Nur wer diszipliniert und täglich seine Daten sichert, kann bei einem Defekt seiner Computer sicher sein, dass eine Wiederherstellung aller Daten möglich ist und Ausfälle und Vermögensschäden vermieden werden. Was aber ist eine «optimale Datensicherung» und wie wird dies technisch professionell umgesetzt? Als relativ optimal kann eine Sicherung bezeichnet werden, wenn Sie zum Beispiel für jeden Tag der Woche eine separate externe Wechselplatte (USB-Festplatte) zur Verfügung haben, auf der die jeweilige Tagessicherung gespeichert wird. Magnetbandsicherungen sind heute eher noch selten anzutreffen, da die meisten Bandlaufwerke deutlich langsamer sichern und auch die Wiederherstellung der Daten oftmals schwierig ist. Wird zum Beispiel der Computer mit dem Bandlaufwerk vollständig zerstört, kann es passieren, dass die Sicherungsbänder von einem neuen Bandlaufwerk nicht mehr gelesen werde können und die Sicherung somit unbrauchbar ist. Ebenso sind Magnetbänder sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen, wie etwa erhöhten Temperaturen oder Magnetfelder. Prüfen Sie Ihre aktuelle Organisation der Datensicherung auf Schwachstellen und proben Sie den «Ernstfall», in dem Sie testweise die Daten von einer beliebigen Datensicherung auf einen Computer zurückspielen. Eine wichtige Info zum Schluss: Sorgen Sie dafür, dass mindestens eine Datensicherung außer Haus gelagert wird, um auch im Fall von Diebstahl oder Brand eine zusätzliche Rückfallebene zu haben. Eine ausführliche Anleitung, wie Daten gesichert werden können – wie Sie Ihr Marvin sichern – finden Sie als PDF-Datei auf dem Goecom Server.

BVE: Kennzahlen der Ernährungsindustrie 2013

Berlin. (15.04. / bve) Rund 171 Milliarden Euro Umsatz, 6.000 Betriebe und 556.000 Beschäftigte in 2012 machen die Ernährungsindustrie zum viertgrößten deutschen Industriezweig und zu einem Garanten für Wohlstand und Beschäftigung. Die Stabilität der Branche sichert die tägliche Versorgung der Verbraucher mit qualitativ hochwertigen und vielfältigen «Mitteln zum Leben», in Deutschland und der Welt. Die wichtigsten, aktuellsten Daten und Fakten zum Leistungsspektrum und Marktumfeld der Ernährungsindustrie hat die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in der umfangreichen Dokumentation «Die Ernährungsindustrie in Zahlen 2013» zusammengestellt (Format PDF; 15 Seiten; 641 KB). Die Informationen umfassen Konjunktur- und Außenwirtschaftsdaten der Ernährungsindustrie und ihrer einzelnen Branchensegmente, sowie Übersichten zur langfristigen Verbraucherpreisentwicklung und zu den wichtigsten Absatzkanälen.


MARKETING + VERKAUF


Fairtrade: Verkäufe steigen auf über 500 Millionen Euro

Köln. (19.04. / ftd) Im letzten Jahr kauften die Verbraucher/innen in Deutschland Fairtrade-gesiegelte Waren im Wert von 533 Millionen Euro – ein Plus von 33 Prozent. Diese Zahlen präsentierte der Verein TransFair in dieser Woche. Besonders stark entwickelten sich demnach fair gehandelte Blumen, Bananen und Kaffee, heißt es aus Köln. «Seit dem letzten Jahr sind Fairtrade-Produkte flächendeckend im Lebensmittel-Einzelhandel erhältlich», sagt TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath in einer Mitteilung für die Medien. Großes Engagement zeigte der Handel mit dem Ausbau von Fairtrade-gesiegelten Eigenmarken, die inzwischen über 60 Prozent ausmachen. «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagt TransFair-Vorstand Volkmar Lübke in derselben Mitteilung, «denn erst durch relevante Absätze können die Produzentenorganisationen umfangreich vom Fairen Handel, den Mindestpreisen und Prämien profitieren». Am 22. April beginnt die bundesweite Kampagne «Fairtrade-Frühstück». Damit ruft Transfair dazu auf, mit einem Frühstück auf den Fairen Handel aufmerksam zu machen. Ob privat im Garten, öffentlich auf dem Marktplatz, in Kantine oder Mensa – oder vielleicht im Bäckerfachgeschäft respektive Bäckerei-Cafe: Hier ist Frühstücks-Kreativität gefragt bis zum 05. Mai.

Zentralverband: präsentiert Brot-Test-App 2.0

Berlin. (18.04. / ZV) Dass Brot nicht gleich Brot ist, weiß jeder, der schon mal in ein frisch gebackenes Bauernbrot gebissen hat. Unter der rustikalen, knusprigen Kruste bereitet ein weicher, aromatischer Natursauerteig wahre Gaumenfreuden. Kein Vergleich zu abgepacktem Discounterbrot oder Industrieware – schreibt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV). Doch wo findet man heute noch richtig gutes Brot? Mit der Brot-Test-App des Instituts für Qualitätssicherung von Backwaren (IQ-Back) wird die Suche nach der besten Bäckerei zum Kinderspiel. Die Brot-Test-App basiert schließlich auf den umfangreichen IQ-Daten. Seit mehr als 50 Jahren prüft das Institut Brot, Brötchen + Co. nach strengen Kriterien: Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch, Geschmack und Aroma entscheiden über die Benotung. Jährlich begutachten die IQ-Qualitätsprüfer rund 20.000 Produkte aus rund 4.500 Handwerksbäckereien in Deutschland. Die besten Ergebnisse der jeweils letzten drei Jahre werden auf der Seite brot-test.de veröffentlicht, die mit 38.000 Empfehlungen die größte Verbraucherinformationsseite ihrer Art ist. Das bekannte Technikportal Chip online hat die Brot-Test-App jedenfalls schon unter die Lupe genommen und aktuell unter die besten Apps gewählt.

Lebensmittel: Verändern Skandale das Kaufverhalten?

Hamburg. (16.04. / wib) «Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist das Pferd, getarnt als Rind …». Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) möge uns die nicht ganz originalgetreue Einleitung zum «Knaben im Moor» verzeihen. Schließlich ist das kein Selbstzweck – kein Veralbern von Kulturgut oder Weglachen eines Lebensmittelskandals. Sondern drückt die Machtlosigkeit aus, die viele Millionen Konsumenten in Europa derzeit empfinden. Burleske Abwandlung eines bekannten Werks als bekannte Reaktion, weil kaum mehr bleibt. Weil uns wieder mal bewusst wird, wie weit entfernt wir vom Entstehungsprozess eines Lebensmittels in der Regel sind. Auf die Kontrolle anderer vertrauen möchten. Wieder mehr selbst kochen wollen in einem Alltag, der Herrn und Frau Deutschländer – das wissen wir längst – immer weniger Zeit lässt, sich gewissenhaft zu ernähren. Logische Konstanten, gegen die ein guter Vorsatz nur schwer ankommt – also lassen wir das Träumen und wenden uns wieder der Realität zu: Wie stark wirken sich Lebensmittelskandale real auf das Kaufverhalten in Deutschland aus? Werden Konsumenten in der Wahl ihrer Produkte wirklich sorgfältiger? Kommen die negativen Schlagzeilen überhaupt bei allen Haushalten an – oder gibt es gar Käufer, für die die «bedrohlichen» oder zumindest doch unbequemen Nachrichten schlicht unbedeutend sind? Die SymphonyIRI Gruppe hat genau diese Fragen gestellt im Rahmen einer Studie mit mehr als 800 repräsentativen Teilnehmern. Zentrale Ergebnisse: Jugendliche und Männer nehmen die Skandale am wenigsten wahr und ändern ihr Kaufverhalten kaum. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen ländlichen und urbanen Regionen. Das schwindende Vertrauen wirkt sich zum Teil auf ähnliche Warengruppen aus. Eine Vielzahl anderer Lebensmittel kann hingegen von den Skandalen profitieren. Gedankensprung: Die mexikanische Grupo Bimbo hat gerade 31 Millionen US-Dollar ausgegeben, um die US-amerikanische Brotmarke «Beefsteak» von Hostess Brands (in Abwicklung) zu erwerben. Vielleicht fällt Ihnen für den deutschen oder europäischen Markt was ähnliches ein.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Tüv Rheinland: testet jetzt auch Lebensmittel

Köln. (19.04. / tuv) Lebensmittelskandale verunsichern regelmäßig die Endverbraucher: Dioxin in Eiern, Gammelfleisch oder falsch etikettiertes Fleisch sowie unzureichende Kennzeichnung der Lebensmittel bezüglich deren Inhaltsstoffe sorgen für ein unwohles Gefühl beim Einkauf. Doch der Wunsch nach erhöhter Transparenz und Sicherheit seitens der Endverbraucher verhallt bisweilen. Diesem Wunsch kommt der Tüv Rheinland jetzt nach und engagiert sich in der Prüfung von Lebensmitteln. Von den Überwachern analysiert und zertifiziert, müssen die Lebensmittel strenge und weitreichende Prüfungen über sich ergehen lassen. Im Rahmen dieses Prozesses werden sowohl die Rohstoffe der Zulieferer regelmäßig kontrolliert, die Verkehrsfähigkeit und die Qualitätsaussagen des Endproduktes überprüft als auch eine Managementzertifizierung des Herstellers durchgeführt. Für die Überprüfung von Lebensmitteln hat sich Tüv Rheinland mit renommierten Laboren in ganz Deutschland zusammengeschlossen und die FoodCert Alliance (FCA) gegründet. Dieses Netzwerk besteht aus derzeit neun anerkannten und akkreditierten Laboren und ist in seiner Form europaweit einzigartig, heißt es auf tuv.com.

BMELV: verlängert Förderung von «Lebensmittelklarheit.de»

Berlin. (18.04. / vzbv) Lebensmittelklarheit.de wird vom BMELV weiter gefördert. Zur Fortführung des Projekts erhalten die Betreiber des Portals, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentrale Hessen, bis Ende 2014 zusätzlich rund eine Million Euro. vzbv-Vorstand Gerd Billen: «Lebensmittelklarheit hat kein Verfallsdatum. Es ist gut, dass das Portal weiter besteht und wir eine unabhängige Plattform haben, um Täuschungen aufzudecken und gemeinsam konstruktiv zu beheben. Von mehr Lebensmittelklarheit profitieren Verbraucher und Wirtschaft. Wir wollen sicherstellen, dass Verbraucher dem Lebensmittelmarkt vertrauen können und daran gemeinsam mit allen Protagonisten arbeiten». Bundesministerin Ilse Aigner: «Das Internetportal Lebensmittelklarheit.de hat sich bewährt und ist ein großer Erfolg. Es hat sich bereits nach kurzer Zeit zur zentralen Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln entwickelt und wirkt auf vielen Ebenen» (Volltext).

Statistik: über auffällige Preisveränderungen

Wiesbaden. (17.04. / destatis) Haben Sie den Eindruck, es sei mal wieder «alles teurer» geworden? Das Statistische Bundesamt (Destatis) erlaubt anhand verschiedener Werkzeuge, diesen Eindruck zu prüfen. So können Sie sich zum Beispiel einen Überblick über die auffälligsten Preisveränderungen ausgewählter Waren und Dienstleistungen verschaffen. Möchten Sie wissen, wie sich die Preise für alle Gütergruppen entwickelt haben, schauen Sie in das Preis-Kaleidoskop. Wollen Sie wissen, wie sehr Ihre persönliche Teuerungsrate von der amtlichen abweicht, testen Sie den «Persönlichen Inflationsrechner» aus Wiesbaden.

BMELV: begrüßt EuGH-Urteil zur Information der Öffentlichkeit

Berlin. (15.04. / bmelv) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hatte klargestellt, dass die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten die Öffentlichkeit über Lebensmittel, die für den Verzehr ungeeignet sind, informieren dürfen, auch wenn keine Gesundheitsgefahr besteht (siehe WebBaecker 15/2013). Laut dem Urteil steht das europäische Recht einer nationalen Regelung nicht entgegen, nach der eine Information der Öffentlichkeit über nicht gesundheitsschädliche, aber für den Verzehr ungeeignete Lebensmittel unter Nennung des Produktes und des Herstellers respektive Inverkehrbringers grundsätzlich zulässig ist. In einer ersten Stellungnahme begrüßte Bundesministerin Ilse Aigner das Urteil: «Der Europäische Gerichtshof hat ein wichtiges Signal zur Stärkung der Informationsrechte von Verbrauchern in Deutschland und der gesamten EU gesendet. Das Urteil bestärkt uns in unserem Ansatz, größtmögliche Transparenz für Verbraucher zu schaffen, geht es um die Qualität von Lebensmitteln». Die Urteilsbegründung ist nun eingehend zu prüfen. Der EuGH hatte besonders darauf hingewiesen, dass bei einer Veröffentlichung die Anforderungen der Geheimhaltungspflicht zu beachten seien. Das Luxemburger Urteil werde ebenso wie bisherige nationale Rechtsprechungen in die laufende Prüfung des Paragraphen 40 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) einfließen, die Bund und Länder gerade vornehmen, um die bisherigen Erfahrungen mit Veröffentlichungspflichten von Behörden zu Kontrollergebnissen zu bilanzieren.


PERSONEN + EHRUNGEN


Rheinland-Pfalz: vergibt Landesehrenpreis für Bäcker

Mainz. (19.04. / rlp) Gemeinsam mit den für das Bundesland zuständigen Bäckerinnungsverbänden (BIV) Rheinland und Südwest verlieh Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung in Rheinland-Pfalz, in diesen Tagen den «Landesehrenpreis Bäckerhandwerk» an 14 Bäckereien aus der Region, die selbst produzieren (siehe WebBaecker 50/2012). Die Preisträger zeichnen sich nicht nur durch eine besondere Qualität ihrer Backwaren aus, sondern auch durch faire Löhne, den Einsatz von Fachkräften und die Einstellung von Auszubildenden. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Backwaren, die weitestgehend ohne Backmittel und komplett ohne künstliche Farb- und Aromastoffe auskommen. Zudem bietet die Mehrzahl der ausgezeichneten Betriebe Bio-Backwaren an und verwendet regionale Produkte, heißt es in der begleitenden Mitteilung aus Mainz. Die Preisträger:

Bäcker Görtz GmbH 67065 Ludwigshafen
Backparadies Kissel 66879 Reichenbach-Steegen
Bäckerei Stephan Müller 67655 Kaiserslautern
Bäckerei Reiner Sipppel 67098 Bad Dürkheim
Vollkornbäckerei Barth GmbH 56332 Niederfell
Biebelhausener Mühle GmbH & Co. KG 54441 Ayl-Biebelhausen
Bäckerei Dhein 55496 Argenthal
Naturbäckerei Hardt 54347 Neumagen-Dhron
Backhaus Hehl GmbH 57629 Müschenbach
Bäckerei Kugel 56112 Lahnstein
Achim Lohner GmbH & Co. KG 56751 Polch
Bäckerei Frank Remy 56427 Siershahn
Schmitz GbR 54689 Daleiden
Bäckerei Wenz 55626 Bundenbach

Trophelia Deutschland: «BBQuchen» macht das Rennen

Bonn. (19.04. / fei) Zwei Studenten der Uni Hohenheim haben den Ideenwettbewerb Trophelia Deutschland 2013 gewonnen. Der Wettbewerb richtet sich an Studenten der Lebensmittelwissenschaften und wurde zum vierten Mal vom Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) ausgeschrieben. Die Produktidee, die von Felix Walz und Georg Lenz stammt und eine Marktlücke füllt, heißt «BBQuchen» und ist ein gluten- und laktosefreies Grill-Dessert aus Nüssen, Eiern, Zucker und geriebenen Früchten oder geriebenem Gemüse, das die Jury in drei Geschmacksrichtungen verkosten konnte. Über den zweiten Platz freute sich das Team des Karlsruher Instituts für Technologie, das den «Cookie-to-go» entwickelt hatte: Der essbare Gebäck-Deckel für Kaffee-zum-Mitnehmen-Becher ist eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Plastikverschlüssen. Den dritten Platz erreichte das Team der SRH Fernhochschule Riedlingen mit «Bugamino», ein Eiweißbrot, das seinen erhöhten Eiweißgehalt vermahlenen Buffalowürmern verdankt. Das Hohenheimer Gewinnerteam wird Deutschland mit «BBQuchen» beim europäischen EcoTrophelia-Wettbewerb vertreten, der Anfang Oktober im Rahmen der Weltleitmesse Anuga in Köln stattfindet.

Backmittler: meldet Erweiterung der Geschäftsleitung

Asten / AT. (17.04. / bat) Personelle Zeichen setzt der österreichische Backmittel-Hersteller backaldrin zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs 2013/2014 und bestellt mit Magister Martin Mayr (37) und Magister Wolfgang Mayer (37) zwei neue Mitglieder der Geschäftsleitung. Mayr und Mayer erhalten zudem Einzelprokura. «Wir wollen ein positives Signal setzen. Perspektive und klare Strukturen beginnen in der Führungsebene eines Unternehmens und sind äußerst wichtig – sowohl für Mitarbeitende als auch Kunden», sagt backaldrin-Eigentümer Peter Augendopler (67). In ihren bisherigen Funktionen als Assistenten der Geschäftsführung zeichnete Martin Mayr für Finanzen und Einkauf verantwortlich, Wolfgang Mayer für Unternehmenskommunikation und Sponsoring.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: World Bakers and Confectioners to Merge

Hamburg. (bm) The International Union of Bakers (UIB) and the International Union of Confectioners (UIPCG) have decided to merge, thus constituting the International Union of Bakers and Confectioners (UIBC), starting January 01, 2014. On this date, the assets of both Unions will be put in common. Other topics of the week:

Title Region Date
Nestle: 4,3 percent organic growth in Q1/2013 (CH) Fri 04-19
«Build a Better Tesco»: Group will exit the U.S. (UK) Fri 04-19
Canada Bread: to Close Snack Cakes Bakery in Quebec (CA) Thu 04-18
UIBC: World Bakers and Confectioners to Merge (MA) Thu 04-18
Deloitte: U.S. brand loyalty slides third consecutive year (US) Thu 04-18
McDonald´s: Names Global Chief Brand Officer (US) Wed 04-17
Nestle General Meeting: approved Board proposals (CH) Wed 04-17
C-Stores: Lawson forecasts higher profits and sales (JP) Tue 04-16
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REZEPTE + IDEEN


Frühlingszeit ist Spargelzeit

Hamburg. (19.04. / cma) Erinnern Sie sich noch an die Centrale Marketing- Gesellschaft deutscher Agrarwirtschaft (CMA) in Bonn? Aus deren Beständen hatten wir Ihnen vor zehn Jahren zwei Rezepte zum liebsten Gemüse der Deutschen vorgestellt – dem Spargel. Der besticht nicht nur durch guten Geschmack und großer Vielfalt in der Zubereitung. Mit etwas Phantasie kann die Spargelsaison auch Einzug halten in Ihr jahreszeitlich abgestimmtes Sortiment an Bäckersnacks. Die Beispiele aus 2003 – «Spargel-Torteletts» und «Spargel-Tortilla» – sollen Ihnen als Anregung dienen.

Spargel-Torteletts für zehn Portionen

Zutaten: 250 g Mehl, 1 Prise Salz, 90 g weiches Schweineschmalz, 1 Ei, 75 ml lauwarmes Wasser, 350 g Spargel, 1 kleine Möhre (50 g), Salz, Butter für die Förmchen, 150 ml Sahne, 5 Eigelb, 2 EL gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Mehl, Salz, Schmalz, Ei und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt 1 Stunde kühl stellen. In der Zwischenzeit Spargel und Möhren schälen, putzen und in Stücke schneiden. Wasser und Salz zum Kochen bringen und das Gemüse darin bissfest kochen. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Zehn Tortelett-Formen ausbuttern. Den Teig dünn ausrollen und die Formen damit auslegen. Gemüse in die Törtchen füllen. Sahne, Eigelb und Petersilie verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf die Torteletts verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Celsius zehn bis 15 Minuten backen.

Zubereitungszeit: etwa 60 Minuten.
Tipp: Heiß oder kalt servieren.

Spargel-Tortilla für vier Portionen

Zutaten: 800 g Spargel, 1 rote Paprikaschote, 1 große Zwiebel, 1 EL Butter, 2 EL Rapsöl, 50 ml Gemüsefond (Glas), 8 frische Eier, 100 ml Milch, Salz, weißer Pfeffer, 1 Thymianzweig.

Zubereitung: Spargel schälen, putzen und in zwei Zentimeter lange Stücke schneiden. Paprikaschote waschen, halbieren, von Stiel, Kernen und Trennwänden befreien und in Streifen schneiden. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Butter und Öl in einer großen, hohen Pfanne erhitzen. Gemüse hineingeben und etwa fünf Minuten dünsten. Gemüsefond zugeben und alles zugedeckt knapp gar dünsten. Eier, Milch, Salz und Pfeffer verquirlen. Thymian kalt abbrausen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und untermischen. Die Eiermilch über das Gemüse gießen und zugedeckt stocken lassen.

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten.
Tipp: Heiß oder kalt servieren.