Samstag, 10. April 2021

WB-16-2009

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 16. KW 2009 (11.04. bis 17.04.)
Download: https://www.webbaecker.de/09archivphp/wb1609.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Münzel: will Produktionsfläche deutlich erweitern
02. Auer-Blaschke: Gebäckproduzent kann nicht klagen …
03. Marche International: Jakarta erhält «Natur-Bäckerei»
04. Besler Brot: Hoher Sachschaden in Großbäckerei

MANAGEMENT + BETRIEB:
05. Benutzerpflege: Rechte vergeben in Marvin
06. Hügli AG: Gewinn stagniert bei kräftigem Umsatzschub
07. Gehrke Econ Gruppe: veröffentlicht Betriebsvergleich 2008
08. Förderung: Beratungszuschüsse für Selbständige
09. Tipp: Abwrackprämie auch für betriebliche Fahrzeuge

MARKETING + VERKAUF:
10. Befragung: «Bio-Backwaren in Handwerksbäckereien»
11. Dänemark: EU-Meister beim Verzehr von Ökoprodukten
12. BMELV: «Agrarexportförderung hat hohen Stellenwert»

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
13. Frühstücksreport: Deutsche sehen sich als Morgenmuffel
14. BfR: über Schwellenwerte zur Kennzeichnung von Allergenen

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
15. Bewertung: Glycidol-Fettsäureester in der Margarine
16. BMELV: verbietet den Anbau von Mon810

PERSONEN + EHRUNGEN:
17. ZV: kündigt Wechsel in der Hauptgeschäftsführung an

BOOKMARKS + BOOKS:
18. Zum Stöbern: INSM Regionalranking 2009
19. BGN: Wie das Mehl das Stauben lässt
20. Global Industry: Danone and Wadia terminated joint venture in India

REZEPTE + IDEEN:
21. Cantucci-Mandelgebäck: zu Tee, Kaffee und Wein


MARKT + UNTERNEHMEN


Münzel: will Produktionsfläche deutlich erweitern

Sonthofen. (17.04. / ar) Weiter auf Expansionskurs ist die Bäckerei und Konditorei Münzel. Nachdem der Oberallgäuer Betrieb in diesem Jahr seine 30. Filiale eröffnete, denken Karl-Heinz und Sabine Münzel nun daran, die Produktionsfläche am Firmensitz Sonthofen von 1.500 auf 2.100 Quadratmeter zu vergrößern. Weitere Verkaufsstellen sollen folgen. Die Nachfrage dazu komme aus dem LEH, sagt Münzel gegenüber der «Allgäu-Rundschau». Ein neues Standbein ist das Konzept «BrotZeit», erstmals vor einem Jahr in Lindenberg umgesetzt: Dort eröffnete Münzel ein größeres Cafe mit warmen Gerichten und Mittagstisch. Das Lokal bietet weit mehr Sitzplätze als Münzels herkömmliche Verkaufsstellen mit kleineren Steh- oder Sitzcafes. Die in dritter Generation seit 1992 von Karl-Heinz und Sabine Münzel geführte Bäckerei geht zurück auf Anfänge 1927 in Schlesien. 1955 folgte der Umzug in eine Pachtbäckerei in Immenstadt, 1970 die erste eigene Bäckerei in Sonthofen. Bald darauf begann die maßvolle Filialisierung.

Auer-Blaschke: Gebäckproduzent kann nicht klagen …

Spillern / AT. (17.04. / div) Trotz hoher Rohstoffpreise und gestiegener Energiekosten hat der Gebäckproduzent Auer-Blaschke in Niederösterreich 2008 mit rund 32 Millionen Euro – plus 8,5 Prozent – einen neuen Umsatzrekord erzielt. Das sei das beste Jahr, seitdem das Unternehmen zu Continental Bakeries gehöre, heißt es aus Spillern. Dazu habe die Aufnahme der deutschen Stieffenhofer Backwarenspezialitäten GmbH mit ihren Lebkuchen in die Gruppe insofern beigetragen, als Auer-Blaschke dafür den Alleinvertrieb für Österreich übernehmen konnte. Stieffenhofer gehört seit Frühjahr 2007 zur Gruppe mit Hauptsitz im niederländischen Dordrecht. Die Hälfte der Auer-Blaschke-Produktion geht nach Deutschland, die Niederlande, Skandinavien, England, Italien und Ungarn. Der geschäftliche Erfolg ließ die Mitarbeiterzahl von 70 auf 75 steigen. Der Standort sei gesichert, Investitionen im sechsstelligen Bereich seien für die nächste Zeit geplant.

Marche International: Jakarta erhält «Natur-Bäckerei»

Jakarta / ID. (17.04. / mi) Dieser Tage hält Marche International Einzug in Indonesien und öffnet im Shopping Center Plaza Senayan zu Jakarta seine Türen. Auf einer Gesamtfläche von 1.132 Quadratmetern bietet Marche Plaza Senayan 430 Sitzplätze. Insgesamt 95 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Gäste. Ob im Restaurant oder in der Natur-Bäckerei: Gäste können die Schweizer Köstlichkeiten inmitten einer originalgetreuen Alpen-Kulisse genießen. Hierzu wurden eigens Chalets aus dem Berner Oberland eingeflogen. Einige der Chalets bestehen aus 500 Jahre altem Holz, heißt es in einer Presseinfo. Unter anderem ein «Heidi-Haus» und eine große Video-Wand sorgen dafür, dass der Besuch für die ganze Familie zum kulinarischen und erholsamen Kurzurlaub in den Schweizer Bergen wird.

Besler Brot: Hoher Sachschaden in Großbäckerei

Neu-Isenburg. (11.04. / div) Ein Feuer hat in der Nacht zu Karfreitag die hessische Besler Brot GmbH komplett zerstört. Der Sachschaden liege «im hohen sechsstelligen Eurobereich», teilte die Polizei mit. Die Ermittler gehen derzeit von Brandstiftung aus. Unmittelbar nach Ausbruch des Brandes in Neu-Isenburg sei ein verdächtiger Mann in der Nähe des Objekt gesehen worden. Der Brand war zwischen drei und vier Uhr morgens ausgebrochen. Als die Feuerwehr gegen vier Uhr am Gebäude eintraf, stand die Bäckerei bereits bis zum Dach in Flammen. Durch das Feuer seien die Bäckerei und ein Firmenfahrzeug völlig zerstört worden. Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes nach Angaben der Polizei nicht in dem Gebäude auf.


MANAGEMENT + BETRIEB


Benutzerpflege: Rechte vergeben in Marvin

Kronau. (17.04. / goe) Mit dem Zusatzprogramm «Benutzerpflege» lassen sich die Rechte innerhalb Ihrer Goecom,:::::.de/Produkte/marvin/marvin.php” >Marvin Edition genauestens regeln. Sie können neben den allgemeinen Zugangsrechten und Einstellungen jedem Benutzer somit ein eigenes «Programmprofil» zusammenstellen. Sie legen fest, welche Daten Ihr Benutzer sehen, ändern oder löschen darf und welche Programmteile für ihn frei zugänglich sind. Zusätzlich kann sich jeder Benutzer seine persönlichen «Favoriten» zusammenstellen, damit ihm schnell und bequem seine häufig verwendeten Programmteile zur Verfügung stehen. Neben der generellen Berechtigung besteht zudem die Möglichkeit, einzelnen Benutzern einen zeitlich begrenzten Zugang zu gewähren – wenn Sie wollen für jeden Wochentag separat. Mit diesem Modul schützen Sie Ihre sensiblen Daten vor unerlaubtem Zugriff, Manipulation oder gar beabsichtigter oder unbeabsichtigter Zerstörung. Ihr Goecom,:::::.de/Kontakt/ueberuns.php” >Goecom-Vertriebspartner informiert Sie gerne über Details und ermöglicht Ihnen einen mehrwöchigen kostenfreien und unverbindlichen Test. Fragen beantwortet auch gerne die Goecom,:::::.de/Kontakt/kontakt.php” >Goecom-Hotline.

Hügli AG: Gewinn stagniert bei kräftigem Umsatzschub

Steinach / CH. (17.04. / hag) Die Hügli Holding AG hat 2008 nicht mehr verdient. Trotz eines kräftigen Umsatzwachstums stagnierte der Gewinn bei 18,8 Millionen Schweizer Franken (CHF), wie der Nahrungsmittelproduzent mitteilt. Ursache seien vor allem Wechselkurs-Einflüsse. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte indes um 9,9 Prozent auf den Rekordwert von 29,5 Millionen CHF. Der Umsatz machte einen Sprung um 16,0 Prozent auf 400,8 Millionen CHF. Das organische Wachstum belief sich auf 11,1 Prozent. Im ersten Quartal 2009 wuchs der Umsatz organisch um 3,9 Prozent. Für das gesamte Jahr erwartet das Unternehmen ein organisches Wachstum von rund drei Prozent. Der Betriebsgewinn soll etwas stärker zulegen. Hügli litt vor allem unter dem Zerfall des britischen Pfunds. Das beeinträchtigte stark die Rentabilität der wichtigen Exporte nach Großbritannien. Auch die Ausfuhren nach Ungarn und Polen litten unter negativen Währungseinflüssen. Hügli erwirtschaftet über 85 Prozent des Umsatzes im Ausland, heißt es in einer Medienmitteilung.

Gehrke Econ Gruppe: veröffentlicht Betriebsvergleich 2008

Hannover. (16.04. / gg) Das Wirtschaftsjahr 2008 war für die von der Gehrke Econ Gruppe betreuten Bäckereibetriebe durchaus erfreulich. Kennzeichnend für diese Entwicklung waren die erreichten Umsatzzuwächse, die die Kostensteigerungen im Bereich Wareneinsatz sowie bei den Energiekosten mehr als kompensiert haben. So erreichten etwa 75 Prozent der Betriebe ein besseres Ergebnis als im Jahr zuvor. Dies geht aus dem aktuellen Betriebsvergleich 2008 der Gehrke Econ Gruppe aus Hannover hervor, die regelmäßig die Betriebsergebnisse von mehr als 100 Bäckereiunternehmen auswertet. Wer Interesse an der gesamten Auswertung hat, kann sie gerne unter dem Stichwort «Betriebsvergleich zum 31. Dezember 2008» bei Steuerberater Carsten Klingebiel von der Gehrke Econ Gruppe anfordern.
Info: «Betriebsvergleich zum 31. Dezember 2008»; Auswertung von mehr als 100 Bäckereiunternehmen durch die Gehrke Econ Gruppe – Thurnithistraße 2 in 30519 Hannover; Telefon 0511/9848-3, Telefax 0511/9848-445. Ihr Ansprechpartner ist Carsten Klingebiel, E-Mail carsten.klingebiel um gehrke-gruppe.de

Förderung: Beratungszuschüsse für Selbständige

Bonn. (14.04. / bds) Selbständige können einen Beratungszuschuss vom Staat erhalten, holen sie sich einen professionellen Unternehmensberater an die Seite. Das berichtet die Förderungsgesellschaft des BDS-DGV. Demnach zahlt der Staat einen Teil des Honorars für Unternehmensberater, wenn Gründer seit mindestens einem Jahr am Markt tätig sind. Die Förderungsgesellschaft ist im Auftrag des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie als Leitstelle tätig und prüft Antragsunterlagen zur Bezuschussung von Unternehmens- und Existenzgründungsberatungen sowie Informations- und Schulungsveranstaltungen. Darüber hinaus erhalten Interessenten über die Förderungsgesellschaft Informationen zu den Mittelstandsförderprogrammen der Bundesregierung.
Info: Richtlinien über die Förderung von Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freie Berufe vom 27. Juni 2008 (BAnz. 99 S. 2404) – Format DOC / fünf Seiten / 1.023 KB.

Tipp: Abwrackprämie auch für betriebliche Fahrzeuge

Bad Wörishofen. (11.04. / dhz) Nutzfahrzeuge sind von der Abwrackprämie ausgenommen. Dennoch können Sie ein neu gekauftes Auto in die Firma einbringen und dafür die Prämie kassieren. Nach Informationen der «Deutschen Handwerks-Zeitung» können Betriebsinhaber ihr Privatauto verschrotten, sich ein neues Fahrzeug kaufen und das Neu-Fahrzeug in ihren Handwerksbetrieb einbringen. Der Grund: Was am Tag nach dem Neuwagenkauf mit dem Auto passiert, hat keine Auswirkungen auf die Prämie. Die Voraussetzungen seien lediglich, dass ein Privatmann ein neun Jahre altes Auto privat verschrottet und ein neues kauft oder least. Das neue Fahrzeug könne dann verkauft oder in den Betrieb eingelegt werden, ohne dass die Prämie verloren geht. Jedoch sei dieses Vorgehen mit Vorsicht zu behandeln: Es stelle sich die Frage, mit welchem Wert das Fahrzeug in den Betrieb eingelegt und Gewinn mindernd abgeschrieben wird. Auch umsatzsteuerlich seien Besonderheiten zu beachten, wenn ein Pkw ohne Vorsteuerabzug gekauft werde. Unternehmer sollten deshalb auf jeden Fall ihren Steuerberater hinzuziehen.


MARKETING + VERKAUF


Befragung: «Bio-Backwaren in Handwerksbäckereien»

Göttingen. (17.04. / wbb) Traditionelle Handwerksbäckereien mit einem zusätzlichen Bio-Angebot bewerten ihren Einstieg in das Bio-Segment positiv und möchten ihr Engagement in diesem Bereich ausbauen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Bio-Backwaren das übrige Angebot aus Sicht der Kunden nicht deklassieren. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Unternehmensbefragung des Lehrstuhls Marketing für Lebensmittel der Universität Göttingen. Die Studie wurde von Wolf ButterBack aus Fürth gefördert und erstmals während der Internorga im März vorgestellt. Mittlerweile gibt es zur Befragung auch eine detaillierte PDF-Datei (15 Seiten / 209 KB), herunterzuladen unter
Info: https://www.webbaecker.de/r_marketing/2009/20090417-WBB-BIO.PDF

Dänemark: EU-Meister beim Verzehr von Ökoprodukten

Kopenhagen / DK. (15.04. / gtai) Im dänischen Einzelhandel mit Nahrungsgütern lassen sich zwei klare Wachstumstrends beobachten. Die Discounter mit ihren preiswerten Offerten bauen ihr Marktgewicht stetig aus. Zugleich setzt sich der seit einigen Jahren anhaltende Boom im Absatz mit teureren Ökolebensmitteln fort. Die Anbieter von Waren im mittleren Preissegment dagegen verlieren an Marktanteilen. Branchenkenner erwarten in der Ökosparte in den nächsten fünf Jahren eine Verdoppelung des Einzelhandelsumsatzes – berichtet Germany Trade and Invest. «Es sind zumeist ein und dieselben Kunden, die mehr Discountprodukte und mehr ökologische Nahrungsgüter kaufen», sagt Flemming Birk, Experte für Verbrauchertrends beim Retail Institute Scandinavia A/S. Die Menschen achten heute stärker darauf, was sie verzehren. Vor allem Frauen und Familien mit kleineren Kindern greifen zunehmend zu Ökoprodukten. Sie kaufen aus Angst vor Allergien häufig nur Biolebensmittel und sparen lieber an anderer Stelle. Die zweitgrößte Verbrauchergruppe sind gesundheits- und ökologiebewusste Gutverdiener. Nach ersten Hochrechnungen wurden in den dänischen Discount- und Supermärkten sowie Warenhäusern 2008 Ökolebensmittel für rund 600 Millionen Euro verkauft. Dies entsprach einem Wachstum gegenüber 2007 um ein Viertel und fast einer Verdoppelung des Umsatzes von 2005. Der Anteil der Produktgruppe am Gesamtumsatz im konventionellen LEH ist heute in Dänemark mit 6,5 Prozent in etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. In der Hauptstadtregion erreicht die Quote bereits 15 Prozent.
Info: https://www.webbaecker.de/r_t_konzepte/2009/1609-GTAI-DK.HTM

BMELV: «Agrarexportförderung hat hohen Stellenwert»

Berlin. (14.04. / bmelv) «Agrarexportförderung braucht eine zentrale Plattform zur Koordination sektorübergreifender Exportaktivitäten. Eine solche Organisation muss schlank, effektiv und von der Wirtschaft getragen sein», fasste der Exportbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller den Konsens nach einem Gespräch vor Ostern über die Neuausrichtung der Agrarexportförderung mit namhaften Vertretern der Verbände exportierender Unternehmen im BMELV zusammen. «Wir wollen für die Jahre 2009 und 2010 zum einen einige der wichtigsten Messebeteiligungen der CMA weiterführen, zum anderen den Haushaltsansatz aufstocken und eine Personalverstärkung in den wichtigsten Wachstumsmärkten vornehmen. Die enormen Wachstumschancen im Agrarexport müssen wir nutzen. Jede Branche der Ernährungs- und Agrarwirtschaft muss jetzt dazu ihre eigene Exportstrategie professionalisieren. Es gibt Branchen, die bereits hervorragend in diesen Wachstumsmärkten operieren, aber es gibt auch Branchen, die bisher kein strategisches Exportkonzept haben», sagte Müller. «Ich bin zuversichtlich, dass die Wirtschaft die jetzige Situation zu einer Neupositionierung nutzt». Gesprächsteilnehmer waren viele hochrangige Vertreter von Verbänden der Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Indes hatten verschiedene Verbände in den vergangenen Wochen bekundet, eigene Aktivitäten zur Exportförderung zu entwickeln. Auch der Verband Deutscher Mühlen will künftig einige Leistungen, die bislang von der CMA erbracht wurden, in Eigenregie weiterführen (siehe WebBaecker 10/2009).
Nachtrag: Die neue Struktur der deutschen Agrarexportförderung nimmt allmählich Gestalt an. Eine zentrale Plattform soll die Aktivitäten branchenübergreifend koordinieren, heißt es etwas unbestimmt aus verschiedenen Ecken der Lebensmittelbranche. Unter dem Arbeitstitel «German Food» werde eine Arbeitsgruppe der Wirtschaft jedenfalls bis Juni konkrete Vorgaben für ein Konzept erarbeiten, zitiert LZ-Net oben genannten Staatssekretär Müller.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Frühstücksreport: Deutsche sehen sich als Morgenmuffel

München. (16.04. / mcd) Deutschland muffelt. Und zwar regelmäßig zwischen 06:00 und 10:00 Uhr früh. Dem zeitigen Morgen können die Wenigsten etwas abgewinnen, der Start in den Tag ist meist so zäh und klebrig wie ein Honigbrot. Das jedenfalls ergab eine repräsentative Studie zu den Morgen- und Frühstücksgewohnheiten der Deutschen, die McDonalds Deutschland in Auftrag gegeben hatte. Mit teils erstaunlichen Erkenntnissen: Wer hätte schließlich gedacht, dass man an ostdeutschen Frühstückstischen rund elfmal häufiger zum Karottensaft greift als im Westen? Oder dass Frauen in einer geschenkten Morgenstunde lieber mit dem Haustier als mit dem eigenen Partner kuscheln würden? Zu diesen und anderen Ergebnissen kommt der Frühstücksreport unter dem Titel «Starten und Stärken. Deutschland, deine Frühaufsteher».
Info: https://www.webbaecker.de/r_verbraucher/2009/1609-MCD-FREPORT.HTM

BfR: über Schwellenwerte zur Kennzeichnung von Allergenen

Berlin. (14.04. / bfr) Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat den Tagungsband «Schwellenwerte zur Allergenkennzeichnung von Lebensmitteln» im Format PDF (9.615 KB) zum kostenlosen Herunterladen bereit gestellt. Der Band bezieht sich auf das Expertengespräch im Rahmen einer BMELV-Konferenz zum Thema «Allergien: Bessere Information, bessere Lebensqualität» von Oktober 2008. Stichworte:

  • Klinische Bedeutung der Sojaallergie in Deutschland
  • Standardisierung von oralen Provokationstests bei Nahrungsmittelallergenen
  • Strategien zur Bestimmung von Schwellenwerten für Lebensmittelallergene aus klinischer Sicht
  • «Hazard»-Charakterisierung in der Risikobewertung von Lebensmittelallergenen
  • Analytische Methoden und Grenzen der Allergenquantifizierung
  • Erfahrungen mit dem Schwellenwert von 0,1 Prozent Allergene für prozessbedingte Kontamination in der Schweiz
  • Kreuzkontamination – Strategien zur Minimierung und Kennzeichnung am Beispiel des australischen VITAL-Konzepts
  • Konzepte zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen von Allergenen bei der Lebensmittelproduktion
  • Schwellenwerte und Allergenkennzeichnung aus Sicht der Lebensmittelüberwachung
  • Das ECARF-Qualitätssiegel für Lebensmittel – aktuelle Aspekte zur Schwellenwertdiskussion

Info: Den Tagungsband «Schwellenwerte zur Allergenkennzeichnung von Lebensmitteln» (Format PDF / 77 Seiten / 9.615 KB) können Interessenten vom BfR-Server herunterladen.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Bewertung: Glycidol-Fettsäureester in der Margarine

Berlin. (17.04. / bfr) In raffinierten Pflanzenfetten auf Palmölbasis hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart Glycidol-Fettsäureester nachgewiesen. Mit den derzeit verfügbaren Analysemethoden lassen sich die genauen Mengen jedoch nicht bestimmen, sondern nur abschätzen. Es ist außerdem nicht bekannt, in welchen Mengen beim Menschen während der Verdauung Glycidol aus den Glycidol-Fettsäureestern freigesetzt wird. Nach Erkenntnissen aus Tierversuchen wird Glycidol als wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen eingestuft. Wie auch immer: Mit der Stellungnahme Nr. 007/2009 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine «Erste Einschätzung zur Bewertung der in raffinierten pflanzlichen Fetten nachgewiesenen Gehalte von Glycidol-Fettsäureestern» abgegeben (Format PDF / elf Seiten / 78 KB).

BMELV: verbietet den Anbau von Mon810

Berlin. (14.04. / bmelv) Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, hat veranlasst, dass das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Schutzklausel nach Paragraf 20 Absatz 3 Gentechnikgesetz und Artikel 23 der Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG verhängt. Damit ist der Anbau von Mon810 in Deutschland verboten. Aigner betont, dass dies keine Grundsatzentscheidung zum künftigen Umgang mit Grüner Gentechnik ist. «Es handelt sich hierbei um eine Einzelfallentscheidung, bei der Pro und Contra sorgfältig abgewogen wurde», sagt die Ministerin. Die vielen offenen Fragen über den einzigen derzeit in Europa zum kommerziellen Anbau zugelassenen genveränderten Organismus würde die Notwendigkeit einer verstärkten Sicherheitsforschung deutlich machen. «Das Grundprinzip der praktischen Anwendung der Grünen Gentechnik muss eine vollständige Gewährleistung der Sicherheit für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt beinhalten», erklärt Aigner. Die Ministerin hat ihr Haus jetzt beauftragt, ein Strategiepapier zu erarbeiten, welches die künftige Behandlung des Themas Gentechnik regeln soll. Dabei sei die Einbindung von unabhängigen Experten wichtig. Es ist vorgesehen, ein Programm zur Sicherheitsforschung durchzuführen und einen Leitfaden zur künftigen Genehmigungspraxis zu erarbeiten. Der soll auch Fragen zur Handhabung der Ausweisung von freiwilligen gentechnikanbaufreien Regionen beantworten (Volltext).


PERSONEN + EHRUNGEN


ZV: kündigt Wechsel in der Hauptgeschäftsführung an

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Die Nachfolge ist geregelt: (von links) HGF Dr. Eberhard Groebel, RA Armin Werner und ZV-Präsident Peter Becker zeigen sich zufrieden.
Berlin. (17.04. / ZV) Kurz nach Ostern hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) eine wichtige personelle Weichenstellung vorgenommen: Einstimmig berief der ZV-Vorstand den Rechtsanwalt Amin Werner zum Nachfolger des in Januar 2010 ausscheidenden Hauptgeschäftsführers Dr. Eberhard Groebel. Werner, Jahrgang 1966, ist den backenden Branchen bislang als Geschäftsführer des Backzutatenverbands in Bonn bekannt. Der Familienmensch und Vater dreier Kinder wird zu Oktober in die Geschäftsführung des Zentralverbands eintreten und die Position des Hauptgeschäftsführers ab Februar 2010 vom bisherigen Hauptgeschäftsführer übernehmen, der dann wegen Erreichens der Altersgrenze ausscheidet. ZV-Präsident Peter Becker: «Wir sind sicher, dass wir mit dieser Entscheidung eine gute Grundlage für die kontinuierliche Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit unseres Verbands geschaffen haben». Backzutatenverband und Wissensforum Backwaren müssen sich nun nach einem neuen Geschäftsführer umsehen, nachdem Werner dort in seiner «über zwölfjährigen äußerst erfolgreichen Tätigkeit wichtige neue Akzente der Interessensvertretung und der Öffentlichkeitsarbeit» gesetzt hat, wie es aus Bonn heißt.


BOOKMARKS + BOOKS


Zum Stöbern: INSM Regionalranking 2009

Köln. (17.04. / insm) Das INSM-Regionalranking 2009 ist nach Angaben der Autoren «die» große sozioökonomische Vergleichsstudie der deutschen Regionen. 39 Indikatoren zum Wirtschafts- und Wohlstandsniveau von 409 Kreisen und kreisfreien Städten wurden dabei ausgewertet. Erneut haben Wissenschaftler im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Lebens- und Standortqualität aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland untersucht. Die Studie berücksichtigt insgesamt 39 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Altersstruktur, Ausbildungsplatzdichte, Kaufkraft, Produktivität auf der Ebene von 409 Kreisen und kreisfreien Städten bundesweit. Das INSM-Regionalranking ermöglicht detaillierte Vergleiche zwischen Regionen. Wo stehen Sie beispielsweise mit ihrer Arbeitsmarktsituation, bei der öffentlichen Sicherheit, bei den Gründungen oder der Wirtschaftsleistung.

BGN: Wie das Mehl das Stauben lässt

Mannheim. (15.04. / bgn) Kein Mehlstaub mehr in den Atemwegen des Bäckers und das Problem Bäckerasthma wäre gelöst. Gute Aussichten hierfür versprechen die Mehlbenetzung, ein neues Verfahren bei der Teigaufbereitung, und staubarmes Trennmehl. Beide Entwicklungen machen das Arbeiten in der Backstube nahezu frei von einatembarem Mehlstaub.
Info:

Global Industry: Danone and Wadia terminated joint venture in India

Hamburg. (bm) Groupe Danone SA and Wadia Group agreed to end their existing joint venture relationships in India. This will enable Danone to pursue its business interests in India independently, the group said in a statement. As part of this agreement, Danone has sold its 50 percent interest in ABI Holdings Ltd. (held through Britannia Brands Ltd.) to Wadia Group. ABI Holdings holds an effective 50,96 percent interest in Britannia Industries Ltd., a leading bakery company in India. Other topics of the week:

Title Region Date
China Discovery: to Acquire Instant Noodle Maker Si Mei Te (CN) Thu 04-16
Frozen food: a good «Credit Crunch» choice for consumers (UK) Thu 04-16
Cargill: reports third-quarter fiscal 2009 earnings (US) Thu 04-16
Danone + Wadia: terminated joint venture in India (IN) Thu 04-16
Lion Capital: to sell up to five percent Aryzta stake (CH) Thu 04-16
BreadTalk: opens first boutique bakery in Bahrain (BH) Wed 04-15
C-Stores: Lawson buys its rival am/pm Japan (JP) Wed 04-15
Almarai: Net profit rose 22 percent (SA) Tue 04-14
Boromir: Sales stagnate in the first quarter (RO) Tue 04-14
CHS: income and sales drop in Q2/2009 (US) Sat 04-11
Dawn Food: will close doughnut manufacturing plant (US) Thu 04-09


REZEPTE + IDEEN


Cantucci-Mandelgebäck: zu Tee, Kaffee und Wein

München. (17.04. / kkk) Ob als Tee- oder Kaffeegebäck oder als Beilage zu lieblichem Wein: Cantucci an sich sind eine interessante Knabberei aus der Kategorie Mandelgebäck. Sie haben sich in den letzten Jahren in Deutschland mehr und mehr durchgesetzt und sind eigentlich nicht mehr wegzudenken. Sie haben also gute Gründe, es mit Cantucci aus eigener Produktion zu versuchen. Die Zutaten für das folgende «Probier-Rezept» beziehen sich auf 40 bis 50 Kekse.

Zutaten: 250g ganze Mandeln, 3 Eier, 175g Zucker, Saft von 1 Orange, abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Orange, 1 TL Anissamen, 450g Mehl, 1 TL Backpulver.

Zubereitung: Den Ofen auf 175° Celsius vorheizen. Mandeln grob hacken. Eier und Zucker sehr schaumig schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Orangenschale und Saft unterrühren. Mehl, Backpulver und Anissamen mischen und kurz unterrühren. Danach zu einem glatten Teig kneten. Mandeln untermengen. Aus dem Teig etwa drei bis vier Rollen von etwa fünf Zentimeter Durchmesser formen und auf einem gefetteten Backblech etwa 35 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, dann die Rollen schräg in fingerdicke Scheiben schneiden. Wieder auf das Blech legen und noch einmal etwa zehn Minuten backen, abkühlen lassen.

Zubereitungszeit: 45 Minuten
Nährwerte: 13 g E, 18 g F, 58 g K, 445 kcal, 1.865 kJ.