Samstag, 10. April 2021

WB-16-2008

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 16. KW 2008 (12.04. bis 18.04.)
Download: https://www.webbaecker.de/08archivphp/wb1608.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bäckerei abgebrannt: Versicherung drückt sich
02. Schweiz: Pistor steigert Umsatz und Gewinn
03. Fischer Brot: erwartet deutliche Umsatzsteigerung
04. Bäckerei Vatter: Richtkranz weht über Neubau
05. Subway Sandwiches: Quartalszahlen belegen Erfolgskurs
06. Bahlsen: denkt über Werksschließung nach

TERMINE + EVENTS:
07. Interpack: Verpackungsindustrie läuft auf Hochtouren
08. BVB: lädt zur Mitgliederversammlung

MANAGEMENT + BETRIEB:
09. Lidl: vor dem großen Sprung
10. Update: Neues im Servicepack 1 für Marvin Edition 2007
11. Auch bei langer Betriebszugehörigkeit: Diebstahl ist Diebstahl
12. Körperschaftsteuer: Optionen für Einzel- und Mitunternehmer
13. «Balzac»: muss Überwachungskameras abbauen
14. Basic AG: Investor scheint gefunden
15. LeShop.ch: meldet starkes Umsatzwachstum zum 10. Geburtstag
16. Gewerke: fordern Rücknahme neuer EU-Lebensmittel-Info-VO

TRENDS + KONZEPTE:
17. Megatrend Nachhaltigkeit: Gut gestylt die Welt verbessern?
18. ZMP: Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie wächst

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN
19. Bäckerhandwerk: hält Biospritpolitik für völlig verfehlt
20. Russland: Agrarminister will Export von Getreide steigern
21. Reis: Weltmarktpreise explodieren

PERSONEN + EHRUNGEN
22. Lekkerland Deutschland: Wechsel in der Geschäftsführung
23. Lekkerland: mit neuem Geschäftsführer Tschechien und Slowakei

BOOKMARKS + BOOKS:
24. bfai: Verhandlungspraxis kompakt – Vietnam
25. Global Industry: Poorest countries’ cereal bill continues to soar

REZEPTE + IDEEN:
26. Europameisterbrötchen


MARKT + UNTERNEHMEN


Bäckerei abgebrannt: Versicherung drückt sich

Eggenrot / Ellwangen. (18.04. / szon) November 2006 brannte die Bäckerei von Thomas Kronika und Gabi Köninger ab, seither streitet das Bäckerpaar mit der R+V Versicherung. In dieser Woche ist der Gütetermin vor dem Landgericht Stuttgart geplatzt, berichtet die «Schwäbische Zeitung». Die Vorstellungen der beiden Parteien lagen um 39.000 Euro auseinander. Weshalb R+V nicht zahlen will: Die Versicherung vertritt den Standpunkt, beim Brand sei Brandstiftung im Spiel gewesen – obwohl Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft hierfür keine Anhaltspunkte fanden. Kronika und Köninger hatten von R+V ursprünglich 440.000 Euro gefordert, zuletzt 330.000 Euro. Die Versicherung hat bislang 182.000 Euro gezahlt. Vor Gericht bot sie erst weitere 75.000 Euro, später 110.000 Euro an. Die Bäcker wollen aber noch 149.000 Euro. Das sei betriebswirtschaftlich notwendig, um die Bäckerei weiter betreiben zu können. Anfang Juni soll nun der eigentliche Prozess beginnen. Dann werden Feuerwehrleute, Polizisten, Augenzeugen und Sachverständige gehört, eventuell neue Gutachten beauftragt. Schließlich wird es um die Frage gehen: Lagerten beim Ausbruch des Brands, wie die R+V behauptet, Papier und Kartonagen an der Bäckerei oder nicht? Dies wäre eine Obliegenheitsverletzung und die Versicherung müsste nicht zahlen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, ein Gutachten und neue Fotos der Feuerwehr geben darauf keinen Hinweis. So konnte die zuständige Richterin den Bäckern wenigstens Hoffnung machen: «Sie haben die besseren Karten» – doch das kann dauern. Monate, wenn nicht gar Jahre.

Schweiz: Pistor steigert Umsatz und Gewinn

Luzern / CH. (17.04. / pg) Die Pistor Holding hat 2007 den Umsatz auf 663,75 Millionen Schweizer Franken (CHF) und den Gewinn auf 9,3 Millionen CHF steigern können. Geprägt sei das Ergebnis durch die Betriebsgesellschaft, die die Erwartungen deutlichen übertroffen habe, heißt es aus Rothenburg (LU). Zum Vergleich: 2006 belief sich der Umsatz auf 639 Millionen CHF und der Gewinn auf 8,7 Millionen CHF. Die positiven wirtschaftlichen Erwartungen der Konsumenten in der Bäcker- und Gastrobranche hätten sich in höheren Umsätzen niedergeschlagen, gab der Fachgroßhändler bekannt. Auch Pistor sei dadurch kräftig gewachsen – die Infrastruktur ausgebaut, Prozessabläufe optimiert worden. Geprägt ist das Ergebnis des genossenschaftlichen Serviceunternehmens für Bäckereien, Konditoren, Confiseure und die Gastrobranche von der Betriebsgesellschaft Pistor. Diese konnte ihre Marktposition in allen Geschäftsfeldern ausbauen. Der Umsatz der Betriebsgesellschaft stieg um 5,1 Prozent auf 642,55 Millionen CHF (2006: 611,42 Millionen CHF). Davon entfallen 495,52 Millionen CHF (2006: 475,32 Millionen CHF) auf das Eigenlager und 147,03 Millionen CHF (2006: 136,10 Millionen CHF) auf den Verrechnungsverkehr. Der Jahresgewinn liegt bei 9,02 Millionen CHF (2006: 8,28 Millionen CHF). Rückläufig war die Entwicklung beim Rohstoffhandelsunternehmen Fairtrade AG, das den Preis- und Margendruck zu spüren bekam. Der Umsatz fiel um zehn Prozent auf 36,37 Millionen CHF (2006: 40,42 Millionen CHF). Der Gewinn sank auf 0,13 Millionen CHF (2006: 0,17 Millionen CHF). Die Rechnung des Beratungsunternehmens Proback AG schliesst bei einem Umsatz von 0,63 Millionen CHF (2006: 0,68 Millionen CHF) auf Vorjahresniveau.

Fischer Brot: erwartet deutliche Umsatzsteigerung

Linz / AT. (16.04. / wib) Die Fischer Brot Gesellschaft verarbeitet per Anno rund 15.000 Tonnen Mehl. Damit erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2006/2007 rund 30 Millionen Euro Umsatz. Für 2007/2008 erwarten die Oberösterreicher eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich, sagt Prokurist Stefan Huemer gegenüber dem «Volksblatt». Der Exportanteil betrage unter ein Prozent. Exportiert würden fast nur Knödelbrot und Semmelbrösel. Ein Ausbau in Richtung Deutschland und Südtirol sei geplant, «aber nicht im großen Stil». Neben Brot und Gebäck stellt der «klassische Frischbäcker» auch Feinbackwaren, teilgebackene Ware und Teige zum Selbstbacken, halbfertige Produkte wie Baguette und Pizzaböden sowie bereits erwähnte Knödelbrote und Brösel her. Etwa fünf Prozent der Produkte sind «bio», wobei dieser Anteil laut Huemer ausbaufähig sei und sich in den nächsten Jahren auf zehn bis 15 Prozent einpendeln werde. Am Standort Plesching, seit sechs Jahren in Betrieb, sind 100 Mitarbeiter beschäftigt. 20 Millionen Euro kostete das Werk, das neben dem Linzer Stammsitz – mit 220 Mitarbeitern – als zweiter Produktionsstandort in Oberösterreich errichtet wurde. Um diesen Markt besser versorgen zu können, eröffnete das Unternehmen vor zwei Jahren ein drittes Werk in Markgrafneusiedl. Um lange Transportwege insgesamt und bei der Anlieferung von Rohstoffen besonders zu vermeiden, setzt Fischer-Brot auf Regionalität. Die eingangs erwähnten 15.000 Tonnen Mehl stammen großteils aus österreichischen Mühlen. Für die Zukunft wünscht sich Prokurist Huemer eine «direktere Zusammenarbeit» mit den Landwirten: «Man muss sich heute in gewisser Weise absichern; sowohl bei den Mengen als auch bei der Herkunft».

Bäckerei Vatter: Richtkranz weht über Neubau

Schwarmstedt. (16.04. / ele) «Bäckerei Vatter: Spatenstich für Millionenprojekt» hieß es Ende August 2007 an dieser Stelle. Für die Entscheidung, ob das Unternehmen das Millionenprojekt auf einem 13.500 Quadratmeter großen Gelände im Gewerbegebiet Buchholz (Aller) in Angriff nimmt, hatten sich Eckehard und Cornelia Vatter Zeit gelassen. Doch nachdem sich Sohn Robert für das Unternehmen entschied, konnte der Neubau in Angriff genommen werden. Dieser Tage nun feierten rund 180 Besucher gemeinsam mit Cornelia und Eckehard Vatter das Richtfest. Für Landrat Manfred Ostermann der richtige Zeitpunkt, einen Zuwendungsbescheid von 520.000 Euro zu überbringen. Mit den EU-Fördermitteln profitiere die Bäckerei Vatter damit als erster im Kreis von der neuen KMU-Förderung, die besonders kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen soll. Eckehard Vatter schätzt, dass mit dem, was da in unmittelbarer Nachbarschaft zu «Truckstop» und «McDonalds» entsteht, zusätzliche 25 Arbeitsplätze bringen wird – mindestens. Insgesamt zählt die Bäckerei derzeit rund 300 Mitarbeiter, die in der Produktion und den angeschlossenen bald 25 Filialen beschäftigt sind. In Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Heuer-Wischhoff sind die Spezialisten von ELEKOM bei diesem Projekt Generalplaner und zuständig für die Produktionstechnik. Mit dem Neubau zielt das Unternehmen weniger auf Expansion denn auf Qualitätssicherung. Der Umzug in die neuen Produktionsräume ist für Juni geplant.

Subway Sandwiches: Quartalszahlen belegen Erfolgskurs

Köln. (15.04. / ots) «Mit 14,6 Prozent Umsatzwachstum auf bestehender Fläche im Vergleich zum Vorjahr blicken wir mehr als zufrieden auf das erste Quartal 2008 zurück», sagt Marco Wild, Area Development Manager von Subway Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg. Zum Vergleich: Der gesamte Quick-Service-Restaurant-Bereich ist in diesem Zeitraum um 3,6 Prozent gewachsen. Innerhalb der letzten 52 Wochen eröffnete Subway rund 170 neue Restaurants in Deutschland, im ersten Quartal 2008 waren es allein 47 Filialen. «Wir vergeben heute rund zwei Drittel unserer Lizenzen an bereits bestehende erfolgreiche Franchisepartner, die das System von innen sehr gut kennen und mit Subway wachsen wollen – Tendenz steigend», sagt Wild. In den nächsten Wochen werde Subway damit die aktuelle Schnellkost-Nummer 2 überholen, was die Zahl der Restaurants angeht. Damit liege das System auf Kurs, was die Expansionspläne für Deutschland betrifft: Bis Ende 2008 werde es in Deutschland 750 Subway Restaurants geben. Derzeit befänden sich bereits rund 70 weitere Standorte in der konkreten Umsetzung. «Sowohl die weitere Marktdurchdringung durch ambitionierte Expansionspläne als auch die Steigerung der durchschnittlichen Umsätze der Restaurants werden von uns in 2008 gleichberechtigt weiter forciert», bekräftigt Marco Wild die weiteren Zielsetzungen. Der Gesamtumsatz des Systems in Deutschland lag in 2007 bei 142 Millionen Euro (plus 34 Prozent im Vergleich zu 2006). Auf bestehender Fläche konnte das Unternehmen dabei ein Umsatzwachstum von zwei Prozent erzielen.

Bahlsen: denkt über Werksschließung nach

Hannover. (14.04. / wib) Der Gebäckhersteller Bahlsen GmbH + Co. KG ist nach Angaben der «Hannoversche Allgemeinen Zeitung» (HAZ) mit der Auslastung der Produktion in Barsinghausen unzufrieden. Inhaber Werner M. Bahlsen habe auf einer Betriebsversammlung den rund 700 Beschäftigten eine Prüfung des traditionsreichen und größten Bahlsen-Werks angekündigt. Angesichts des harten Wettbewerbs sollen die Produktionskosten gesenkt und die Werksstruktur verbessert werden. Teilnehmer der Betriebsversammlung sagten gegenüber der HAZ, dass Barsinghausen mit einer Jahreskapazität von 60.000 Tonnen derzeit nur mit 40.000 Tonnen Produktion ausgelastet sei.


TERMINE + EVENTS


Interpack: Verpackungsindustrie läuft auf Hochtouren

Düsseldorf. (17.04. / md) Die Interpack 2008, die vom 24. bis 30. April am Rhein stattfindet, sorgt bei den insgesamt 2.746 Ausstellern vermutlich für gute Geschäfte. Die Stimmung im Vorfeld ist sehr gut. Es informieren sich vermutlich mehr als 170.000 Besucher auf dem Düsseldorfer Messegelände über Innovationen aus den Bereichen Maschinen zur Produktion von Verpackungen und Süß- und Backwaren sowie Packmittel aller Materialklassen (Volltext).

BVB: lädt zur Mitgliederversammlung

Bonn. (17.04. / bvb) Der Verband der Backmittel- und Backgrundstoffhersteller e.V. Bonn / Wien (BVB) lädt am 14. Mai zur 60. ordentlichen Mitgliederversammlung inklusive Vortrags- und Abendveranstaltung in den Universitätsclub Bonn.


MANAGEMENT + BETRIEB


Lidl: vor dem großen Sprung

Neckarsulm. (18.04. / lzn) Um sich bei Eigenmarken unabhängig zu machen, baut die Schwarz Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört, bei Aachen eine der größten Schokoladenfabriken Europas. Das Werk ist Teil einer Strategie, die der Discounter ebenso in anderen Warengruppen verfolgt – meist mit Hilfe kleiner Partner aus der Industrie, berichtet «LZ-Net». Das Lidl-Management sei mit der Beschaffung der Eigenmarken unzufrieden. Die rasante europäische Expansion mache es immer schwieriger, gewünschte Qualitäten und Mengen zu erhalten. Ein direktes finanzielles Engagement wie in Aachen ist aus Sicht von Lidl-Kennern neu. Gewöhnlich greife der Konzern den «Vorzugspartnern» indirekt unter die Arme, heißt es in dem Bericht.

Update: Neues im Servicepack 1 für Marvin Edition 2007

Kronau. (17.04. / goe) Ursprünglich hatte Goecom nur ein Hotfix zur Beseitigung kleiner Fehler geplant. Dann kamen einige neue Ideen hinzu, die die Software-Spezialisten aus Kronau gerne umsetzen und Anwendern zur Verfügung stellen wollten. Ende Februar hatte sich der WebBaecker dem «Marvin® 2007 SP1» zur bekannten Branchensoftware schon einmal im Detail gewidmet. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest: Das Servicepack wird ab dem 21. April allen Kunden mit gültigem Servicevertrag bereit stehen. Und man hätte es sich denken können: Ideen und Geschwindigkeit in der Umsetzung gehen den Software-Spezialisten nicht aus. Kurzum: Anwender werden mit dem Servicepack einen echten Mehrwert erhalten – hier einige der wichtigsten Neuerungen (Update):
Info: https://www.webbaecker.de/r_management/2008/1608-GOE-MARVIN-SP1.HTM

Auch bei langer Betriebszugehörigkeit: Diebstahl ist Diebstahl

Düsseldorf. (16.04. / arag) Gleichgültig um welche Beträge es sich handelt – Diebstahl ist und bleibt Diebstahl. Gemäß dieses Mottos bekam ein langjähriger Mitarbeiter einer Großbäckerei die fristlose Kündigung überreicht, als er ein Brot im Wert von 1,30 Euro unerlaubt und unbezahlt mit nach Hause nahm. Aufgrund seiner über dreißigjährigen Betriebszugehörigkeit und dem geringen Brotwert konnte der Teigmacher seine Entlassung nicht als gerechtfertigt ansehen und zog vor Gericht. Zumindest abgemahnt hätte er vorher werden müssen, meinte er im Gegensatz zu den Richtern. Diese gaben nämlich dem Arbeitgeber Recht. Zum einen wurde bereits 2004 eine Hausmitteilung versendet, die besagte, dass die unberechtigte Mitnahme von Waren, die sowohl vergünstigt eingekauft als auch in den Pausen kostenlos verzehrt werden durften, zur sofortigen Entlassung führt. Daher waren sich die Mitarbeiter bereits der Konsequenzen bewusst. Eine Abmahnung war nicht mehr auszusprechen, erklären ARAG Experten. Zum anderen erfährt der Arbeitgeber durch einen begangenen Diebstahl einen großen Vertrauensverlust (LAG Nürnberg, Az.: 7 Sa 182/07).

Körperschaftsteuer: Optionen für Einzel- und Mitunternehmer

Hannover. (16.06. / gg) Durch die Unternehmensteuerreform erhalten auch die Einzel- und Mitunternehmer die Möglichkeit, den günstigen abgesenkten Körperschaftsteuersatz zu wählen. Dadurch soll erreicht werden, dass die Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform mit etwa der gleichen international konkurrenzfähigen Steuer belastet werden. Um dies zu erreichen, wird der Anteil des Gewinns aus einem Betrieb oder Mitunternehmeranteil, den der Steuerpflichtige im Wirtschaftsjahr nicht entnommen hat, auf Antrag nicht dem persönlichen progressiven Steuersatz, sondern lediglich einem ermäßigten Einkommensteuersatz von 28,25 Prozent zuzüglich Soli-Zuschlag unterworfen. Soweit der begünstigt besteuerte Gewinn in späteren Jahren entnommen wird und damit dem Unternehmen nicht mehr als Eigenkapital zur Verfügung steht, entfällt der Begünstigungsgrund wieder und es ist insoweit eine Nachversteuerung mit 25 Prozent (Abgeltungssteuer) vorzunehmen. Die Belastung nicht thesaurierter Gewinne von Einzel- und Personenunternehmen beträgt dann maximal 47,48 Prozent und ist vergleichbar mit der steuerlichen Belastung von ausgeschütteten Gewinnen von Kapitalgesellschaften, die nach Einführung der Abgeltungssteuer 48,4 Prozent beträgt. Voraussetzung für die Optionsmöglichkeit ist …
Info: https://www.gehrke-gruppe.de/gehrke-gruppe/nl/08_1Q/D07.shtml

«Balzac»: muss Überwachungskameras abbauen

Hamburg. (15.04. / wib / ua) Nicht ganz so gute Presse hat dieser Tage Vanessa Kullmann, Gründerin und Geschäftsführerin der Kaffeehaus-Kette «Balzac». Nach dem Urteil eines Amtsgerichts in Hamburg sollen bundesweit in allen Filialen die Videokameras demontiert werden. Bereits vergangene Woche hatte das Amtsgericht erklärt, dass die Überwachung im Kundenbereich rechtswidrig ist. In einer Stellungsnahme erklärte das Unternehmen nach der Urteilsverkündung, dass die Kameras lediglich zur Waren- und Kassensicherung gedacht waren (… allerdings bis zu sechs Kameras je Kaffeehaus). Zur Kette gehören insgesamt 35 Kaffeehäuser in Hamburg, Berlin, Hannover, Köln und Lübeck. Um sich gegen das ungerechtfertigte Filmen beim Kaffeetrinken zu wehren – auf das die Balzac Coffee GmbH ihren Kunden keinen Hinweis gab – hatte ein 50-jähriger Hamburger geklagt. Er sah seine Persönlichkeitsrechte durch die Kameras verletzt.

Basic AG: Investor scheint gefunden

München. (15.04. / ww / wib) «Wieder alles Öko: Lidl steigt bei Basic aus» hieß es im November 2007 an dieser Stelle und nun scheint es tatsächlich so weit zu sein: Die Neckarsulmer Schwarz Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört, will ihre Basic-Anteile an die Schweizer Asi Nature Holding AG verkaufen, berichtet die «Wirtschaftswoche» unter Berufung auf gut informierte Kreise. Zur Erinnerung: Nach dem Einstieg der Schwarz-Gruppe Mitte 2007 kam es zu massiven Kundenprotesten in Basic-Filialen, was der Aktiengesellschaft Umsatzeinbußen in Höhe von rund vier Millionen Euro beschert haben soll. Daraufhin zog sich die Schwarz-Gruppe im November aus dem Aktionärskreis zurück. Seither wurde nach einem neuen Investor gesucht. Die Asi-Gruppe mit Hauptsitz in Luzern ist dem Bericht zufolge bereits seit längerem mit rund 16 Prozent an Basic beteiligt. Die Schwarz-Gruppe will ein Paket von etwa 23 Prozent abstoßen. Mit deren Anteilen würde Asi zum Hauptaktionär und plane offenbar, gemeinsam mit dem geschassten Basic-Finanzvorstand Johann Priemeier die Kontrolle und Führung bei Basic zu übernehmen. Priemeier besitzt seinerseits 25,6 Prozent der Anteile.

LeShop.ch: meldet starkes Umsatzwachstum zum 10. Geburtstag

Ecublens / CH. (15.04. / mgb) Der führende Schweizer Online-Supermarkt LeShop, ein Unternehmen des Migros Genossenschafts-Bunds, wächst weiterhin stark: Das erste Quartal 2008 schließt LeShop nach eigenen Angaben mit einem Umsatzwachstum gegenüber der Vorjahresperiode um 28 Prozent auf 28,4 Millionen Schweizer Franken. Zum 10. Geburtstag erscheint jetzt das Buch «Generation LeShop.ch». Es erzählt die Geschichte des ungewöhnlichen Pioniers und präsentiert Porträts und Lieblingsrezepte von Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Online-Supermarkts. Das Buch ist im Buchhandel und via LeShop erhältlich. Nach dem Markteintritt im Tessin im Januar und der Lancierung des Web-Radios LeShop.fm sei das Buch ein weiterer Meilenstein des Jubiläumsjahrs, heißt es aus Ecublens. Mitgründer und Geschäftsführer Christian Wanner: «Seit vier Jahren wächst unser Umsatz durchschnittlich um 43 Prozent jährlich. 2008 werden wir die Umsatzschwelle von 100 Millionen überschreiten. Darauf können unsere vielen langjährigen Mitarbeitenden sehr stolz sein» (Volltext).

Gewerke: fordern Rücknahme neuer EU-Lebensmittel-Info-VO

Berlin. (14.04. / ZV) Im Gegensatz zu den ständigen Beteuerungen der EU-Kommission, die europäischen Rechtsregeln zu verschlanken und besser verständlich zu machen, habe die Kommission erneut einen Vorschlag vorgelegt, der neben grundsätzlichen rechtlichen Bedenken inhaltlich nicht zu akzeptieren ist, heißt es in einer Presseinfo des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) für die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk. ZV-Präsident Peter Becker: «Der Vorschlag stellt den traurigen Beweis für die Unfähigkeit der Kommission dar, klare, eindeutige und verständliche Rechtsregeln im Interesse von Verbrauchern und Unternehmen in Europa so zu formulieren, dass diese Regeln in den Mitgliedsstaaten der EU ohne Schwierigkeiten als nationales Recht akzeptiert werden können. Wir haben deshalb die Bundesregierung gebeten, gegenüber der EU-Kommission darauf hinzuwirken, den inhaltlich falschen, sprachlich verunglückten und politisch unerträglichen Vorschlag zurückzunehmen». Die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk besteht unter anderem aus den Verbänden des Bäckerhandwerks, des Fleischerhandwerks und des Konditorenhandwerks. Als Verbund vertreten sie insgesamt rund 35.000 Betriebe mit über 470.000 Mitarbeitern.


TRENDS + KONZEPTE


Megatrend Nachhaltigkeit: Gut gestylt die Welt verbessern?

Hohenheim. (16.04. / uh) 200 Milliarden Euro Marktpotential: Ausgabefreudige Weltverbesserer etablieren sich als Mega-Konsumentengruppe. «LOHAS» bezahlen für Qualität und gutes Gewissen. Uni Hohenheim schätzt Kaufkraft der neuen Öko-Konsumenten auf jährlich 200 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Vorstudie «Megatrend Nachhaltigkeit» des Umweltökonomen Prof. Dr. Werner F. Schulz, die im Rahmen des BMBF-Balance Projekts «Medialisierung der Nachhaltigkeit» durchgeführt wurde. Der Megatrend werde weiter andauern und die Wirtschaft müsse noch stärker reagieren», sagt der Experte.
Info: https://www.webbaecker.de/r_t_konzepte/2008/1608-LOHAS.HTM

ZMP: Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie wächst

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Bonn. (12.04. / zmp) Die deutsche Ernährungsindustrie hat 2007 eine positive Entwicklung genommen. Die Unternehmen haben den Gesamtumsatz auf 147,6 Milliarden Euro steigern können, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn. Das bedeutet einen Zuwachs von fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit diesem Umsatz gehört die Ernährungsindustrie zu den Top 5 der deutschen Industriezweige. Sie beschäftigt rund 517.000 Menschen. Der Inlandsumsatz entwickelte sich mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 111,1 Milliarden Euro. Allerdings geht der größte Teil des Anstiegs auf Preisanpassungen zurück. Im Ausland liefen die Geschäfte erneut gut: Mit einem Zuwachs von 13 Prozent werden mit Lebensmitteln im Ausland 36,3 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Die Exportquote hat mit 24,6 Prozent einen neuen Höchststand erreicht.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Bäckerhandwerk: hält Biospritpolitik für völlig verfehlt

Berlin. (18.04. / ZV) Immer stärker rückt der Zusammenhang von Lebensmittelknappheit und einer verfehlten Politik zur Förderung nachwachsender Rohstoffe in das Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), der schon bei den Rohstoffpreissteigerungen der Jahre 2006 und 2007 auf diesen zwingenden Zusammenhang hingewiesen hat, hält die jüngsten Beschlüsse der EU-Umweltminister sowie des zuständigen EU-Kommissars Dimas für völlig verfehlt. Präsident Peter Becker: «Wer immer noch an der Förderung von Biokraftstoffen auf deutscher und europäischer Ebene festhalten will, hat nicht erkannt, welche unabsehbaren Konsequenzen dies für eine ausreichende und umfassende Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen Lebensmitteln haben wird».
Info: https://www.baeckerhandwerk.de/index.php?id=287

Russland: Agrarminister will Export von Getreide steigern

Moskau / RU. (14.04. / ria / wib) Der russische Agrarminister Alexej Gordejew will aufgrund der weltweiten Nachfrage den Getreide-Export erhöhen. «Beginnen wir über Aussichten zu reden, so gibt es den Bedarf, ihn auf 25 bis 30 Millionen Tonnen zu erhöhen», sagte der Minister beim feierlichen Start des Futures-Handels mit Getreide an der russischen Warenbörse gegenüber der Nachrichtenagentur «Novosti». Gordejew erinnerte an eine Prognose, der zufolge die Getreideernte in Russland in diesem Jahr 85 Millionen Tonnen betragen soll – drei Millionen Tonnen mehr als 2007. «Das ermöglicht das Exportpotenzial für 2008 in Höhe von 15 Millionen Tonnen aufrecht zu erhalten und den ganzen Bedarf Russlands an Futtergetreide zu decken», erklärte Gordejew. Im August 2007 hatte der Minister die Bildung einer «Getreide-OPEC» vorgeschlagen. Vor dem Hintergrund, dass Roggen, Weizen und Co. längst zu strategischen Gütern geworden sind, sollten Getreide exportierende Länder damit weltweit Produktion und Handel koordinieren. Angesichts einer globalen Steigerung der Getreideproduktion um fast fünf Prozent in 2007 – einerseits – und teilweise eskalierender Hungerproteste andererseits scheint es auf der Hand zu liegen, was Gordejew unter «Aussichten» versteht: Hunger ist nicht die Folge mangelnder Nahrungsmittel, sondern des mangelnden Zugangs zu Nahrungsmitteln. Der wird durch hohe Weltmarktpreise verbaut, und immer mehr Menschen geraden in eine Armutsspirale: In den Industrieländern beläuft sich der für die Ernährung verwendete Einkommensanteil zwar nur auf 15 Prozent, in vielen Entwicklungsländern jedoch auf mehr als 50 Prozent, bei den ärmsten der Armen 75 Prozent. Biotreibstoff ist nur ein Faktor, um den die Preise für sozial sensible landwirtschaftliche Güter steigen. Marktmanipulationen und spekulative Erwartungshaltungen sind nicht weniger einflussreich. Da käme eine Getreide-OPEC gerade recht – Gazprom lässt grüßen.

Reis: Weltmarktpreise explodieren

Bonn. (12.04. / zmp) Auf dem Weltmarkt sind die Reispreise in den vergangenen Monaten stark gestiegen. So kletterten die Preise in Thailand auf das höchste Niveau seit 1981, in den USA wurde ein vergleichbarer Stand zuletzt 1974 erreicht, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn.

Der vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium errechnete Weltmarktpreis für Reis lag im März bei 12,33 US-Dollar je Centweight Reis. Damit überstieg der Kurs seinen Vorjahreswert um über 50 Prozent. Der Grund für die Preisexplosion ist die gestiegene Reisnachfrage in Südostasien, dem Mittleren Osten und Afrika. Hier hat die boomende Weltwirtschaft auch die Nachfrage nach Nahrungsmitteln angekurbelt. Gleichzeitig sind die lieferbaren Mengen vor allem in Südostasien knapp. Wichtige Exporteure wie Vietnam, China, Indien, Kambodscha und Ägypten haben bereits ihre Reisexporte gedrosselt, um die Inflation im eigenen Land zu begrenzen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Weltweit ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in dieser Saison allerdings recht ausgeglichen: Die Produktion wird vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium auf knapp 423 Millionen Tonnen geschätzt, der globale Verbrauch liegt leicht darunter. Deshalb dürfte sich der Markt in nächster Zeit auch wieder beruhigen, da die Vermarktung der Winter-Frühlingsernte in Südostasien inzwischen begonnen hat. Der deutsche Markt war von der Entwicklung am Weltmarkt nicht unmittelbar betroffen. Ein Teil des Angebots kommt traditionell zwar aus Südostasien, doch der Großteil stammt aus Ländern der Europäischen Union wie Italien und Spanien sowie aus den USA und Uruguay (Quelle).


PERSONEN + EHRUNGEN


Lekkerland Deutschland: Wechsel in der Geschäftsführung

Frechen. (17.04. / lg) Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung hat Johan Pardoel (45), Geschäftsführer der Lekkerland Deutschland GmbH + Co. KG, sein Amt niedergelegt und das Unternehmen verlassen. «Wir danken Johan Pardoel für die geleistete Arbeit und sein hohes Engagement», sagt Christian Berner, Vorstandsvorsitzender der Lekkerland Gruppe. Neuer Lekkerland Deutschland Geschäftsführer und Senior Vice President der Gruppe ist Stefan Punke (45), der bislang den gesamten Bereich Operations von Lekkerland Deutschland leitete.

Lekkerland: mit neuem Geschäftsführer Tschechien und Slowakei

Frechen. (14.04. / lag) Seit Anfang März ist Martin Záveský (52) Geschäftsführer von Lekkerland Ceská Republika, s.r.o. und Lekkerland Slovensko, spol. s.r.o. Er folgt damit auf Gisbert Bresser, der sich als Senior Vice President South East auf seine europäischen Funktionen in der Lekkerland Gruppe konzentriert. Martin Záveský berichtet direkt an Christian Berner, CEO der Lekkerland Gruppe und verantwortet das operative Geschäft des Unternehmens in Tschechien und der Slowakei.


BOOKMARKS + BOOKS


bfai: Verhandlungspraxis kompakt – Vietnam

Köln. (16.04. / bfai) Der rasante Wirtschaftsaufschwung erhöht die Attraktivität Vietnams als Investitionsstandort ständig. Immer mehr ausländische Firmen drängen auf den expandierenden Markt. Bei der Anbahnung neuer Geschäftskontakte ist die richtig geführte Verhandlung oft von entscheidender Bedeutung, wobei der kulturelle Hintergrund und die unterschiedlichen Lebenseinstellungen zu beachten sind. Die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) hat einen Leitfaden unter dem Titel «Verhandlungspraxis kompakt – Vietnam» zusammengestellt (acht Seiten), den Interessenten vermutlich ebenfalls gut gebrauchen können, halten sie sich nur als Touristen in Indochina auf.

Global Industry: Poorest countries’ cereal bill continues to soar

Hamburg. (bm) The cereal import bill of the world´s poorest countries is forecast to rise by 56 percent in 2007/2008. This comes after a significant increase of 37 percent in 2006/2007 – says FAO, the UN Food and Agriculture Organization. For low-income food-deficit countries in Africa, the cereal bill is projected to increase by 74 percent, according to the UN agency´s latest Crop Prospects and Food Situation report. Other topics of the week:

Title Region Date
EC: investigation into acquisition of GBI by ABF (EU) Thu 04-17
Grain: to grow five times more in Iceland – possible? (IS) Wed 04-16
Kazakhstan: bans wheat exports until September (KZ) Wed 04-16
CSM: acquires Harden Fine Foods in UK (NL) Tue 04-15
Cargill: reports third-quarter fiscal 2008 earnings (US) Tue 04-15
Bruegger’s: celebrates its 25th birthday (US) Mon 04-14
FAO: Poorest countries’ cereal bill continues to soar (IT) Sat 04-12
IMF: Riding a wave – the impact of food prices in the world (US) Sat 04-12
US Pizza: wants to invest more than RS 500 crore (US) Fri 04-11
Wellness + Co.: Bimbo Bakeries launches prebiotic bread (US) Fri 04-11

REZEPTE + IDEEN


Europameisterbrötchen

Isernhagen. (18.04. / is) «Die außergewöhnliche Zusammenstellung der Zutaten verleiht dieser Brötchensorte ihren unvergleichlichen Geschmack», heißt es in der Beschreibung der IsernHäger Vorteig-Spezialisten – Stichworte: Fleischwurst und Emmentaler. Was man daraus in Verbindung mit Weizenmehl, Weizensauer, Roggenmehl und diversen Kleinkomponenten Leckeres zaubern kann, ist beschrieben im IsernHäger Rezept «Europameisterbrötchen», herunterzuladen unter
Info: https://www.webbaecker.de/r_rezepte2008/1608-ISERN-EUROPAMEISTER.PDF