Mittwoch, 2. Dezember 2020

WB-06-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 06. KW 2014 (01.02. bis 07.02.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb0614.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. VDKL: immer mehr Backwaren in deutschen Kühlhäusern
02. Stauffenberg: Insolvenzverwalter verkündet Rettung
03. Mestemacher: steigert Umsatz auf 135 Millionen Euro
04. Österreich: Bäcker warnen vor «aufgewärmten Versprechen»
05. Bäckerei Graf: Liquidation nicht ausgeschlossen

TERMINE + EVENTS:
06. BioFach 2014: Bioland in vollem Einsatz für das Beste
07. Intergastra: erreicht Traummaße 100.000/1.300/90.000
08. Weihenstephaner Tage für Lebensmittelrecht und -politik
09. Wissenschaft für die Praxis: WIG lädt ein
10. Was drauf steht ist auch drin: Brötchen unter der Lupe

MANAGEMENT + BETRIEB:
11. Nestle: leistet sich übergreifende Qualitätskampagne
12. Preisvergleich 2014: Teilnahme bis zum 15. Februar möglich
13. IGV: Meisterausbildung findet EU-weit Anerkennung

MARKETING + VERKAUF:
14. ADB: Ein Verkaufstraining ist jeden Cent wert!
15. BVE: jetzt auch mit eigenem Kanal auf Youtube
16. Qualitätsprüfung: Testergebnisse Backwaren + Co. on Line
17. ADB/DHBW: kreatives Foodmanagement mit schönen Resultaten

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
18. SGS: Was leitet die Deutschen beim Lebensmitteleinkauf?
19. «Wissen was schmeckt!»: Infos für Bäcker und Fachverkäufer
20. VDMA: Edelstahl für Lebensmittel grundsätzlich geeignet
21. Siedegebäck: bald mit weniger Trans-Fettsäuren?

PERSONEN + EHRUNGEN:
22. Kreishandwerkerschaft: kürt Handwerker des Jahres
23. Hannover: begrüßt zwölf neue Meister/innen
24. Hack AG: erweitert Führungsspitze

BOOKMARKS + BOOKS:
25. Global Industry: Yum Brands Topped Expectations

REZEPTE + IDEEN:
26. Auberginen-Burger: die arabisch-scharfe Alternative


MARKT + UNTERNEHMEN


VDKL: immer mehr Backwaren in deutschen Kühlhäusern

Bonn. (05.02. / vdkl) In deutschen Kühlhäusern werden zunehmend Backwaren gelagert. 2013 waren es 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gründe sind vielfältig: So werden heute zwei von drei Broten im Supermarkt gekauft, der Lebensmittel-Einzelhandel ist damit heute der «größte Bäcker Deutschlands». Außerdem gibt es mittlerweile über 15.000 Backstationen. Vor allem die in diesen Stationen eingesetzten Teiglinge werden häufig Temperatur-geführt zwischengelagert. Insgesamt lag die Auslastung deutscher Kühlhäuser in 2013 mit 75,5 Prozent leicht unter der des Vorjahrs. Eine natürliche Marktentwicklung, weiß Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Kühlhäuser und Kühl-Logistikunternehmen (VDKL): «In den letzten Jahren ist die durchschnittliche Auslastung unserer Mitglieder kontinuierlich gestiegen und war mit knapp 80 Prozent auf einem sehr hohen Niveau angelangt. Unendliches Wachstum gibt es nicht, deshalb markieren die Zahlen eine Entwicklung, die zu erwarten war. Zudem liegt die Auslastung 2013 mit durchschnittlichen 75,5 Prozent noch deutlich über dem Schnitt der letzten zehn Jahre, das waren 74,1 Prozent». Grundlage für die Statistik zur Auslastung deutscher Kühlhäuser ist eine langfristige Forschungsreihe des Instituts für Handelsforschung (IfH) in Köln: Monatlich melden VDKL-Mitglieder die Auslastungszahlen ihrer Kühlhäuser an das IfH. Dabei machen sie auch detaillierte Angaben über einzelne Produktgruppen. An der deutschlandweit einmaligen Forschungsreihe beteiligen sich über 65 Prozent der VDKL-Kühlhäuser. Damit haben die Zahlen einen repräsentativen Aussagewert und spiegeln verlässliche Trends wider.

Image

Stauffenberg: Insolvenzverwalter verkündet Rettung

Essen / Ruhr. (04.02. / nst) Zwei Monate nach Eröffnung der Insolvenzverfahren über das Vermögen der Albert Stauffenberg Nachfolger GmbH + Co. KG, der Bär Brot GmbH und der Frost Backwaren GmbH können die Produktionsstandorte in Gelsenkirchen und Daun/Eifel wieder eigenständig am Markt agieren. Der Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering hat das Anlage- und Umlaufvermögen der genannten Werke auf Nachfolgegesellschaften übertragen, die Gläubigerversammlung hat demnach am 29. Januar dem Verkauf zugestimmt. Die Großbäckerei Stauffenberg stellt/e im Wesentlichen Brot und Brötchen für Discounter her. Wesentliche Kunden waren zuletzt Aldi Nord und Aldi Süd, Lidl und die Edeka/Netto-Gruppe. Die in 2007 erworbene Bär Brot GmbH beliefert/e von Daun aus im Wesentlichen Filialen von Aldi Süd im südlichen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. Niering hatte bereits früh über 1.500 potenzielle Kaufinteressenten angesprochen. Mehr als 30 davon beteiligten sich aktiv und kamen zu Besichtigungen. Verkauft wurde das Unternehmen nun an eine Nachfolgegesellschaft, die vom Kreis der ehemaligen Geschäftsführer initiiert worden war (Martin Lindemann, Carsten Kelbch und Frank Ostendorf). Diese konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Belieferung der Großkunden Aldi Süd, Aldi Nord und Lidl. «Durch den Verkauf der beiden Standorte konnten 215 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Alternative zum Verkauf wäre die vollständige Einstellung der Produktionen», sagte der Insolvenzverwalter während der jüngsten Betriebsversammlung in Gelsenkirchen. Das Werk Gronau der Partner Back Nachfolger GmbH, in dem 60 Mitarbeiter überwiegend Fettgebäck herstellen, hofft Nierung kurzfristig an einen Wettbewerber veräußern zu können. Hierfür hätten sich mehrere Investoren interessiert, die sich aus verschiedenen Gründen zurückgezogen haben. Der verbleibende Interessent, eine dänische Unternehmensgruppe, zeige sich «sehr interessiert» – nennt der Insolvenzverwalter den Stand der Dinge. Vorangegangene Meldungen zum Thema:
• 2014-01-31: Investorenprozess in entscheidender Phase
• 2013-10-10: Bär Brot folgt Stauffenberg in die Insolvenz
• 2013-10-02: Stauffenberg Brot schlittert in die Insolvenz

Mestemacher: steigert Umsatz auf 135 Millionen Euro

Gütersloh. (03.02. / mm) Die Großbäckerei Mestemacher GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 135 Millionen Euro – plus sechs Prozent respektive sieben Millionen Euro gegenüber 2012. Den angepeilten Gruppenumsatz 2014 beziffern die Vollkorn- und Kuchenbäcker mit 136 Millionen Euro – lautet die konservative Schätzung aus Gütersloh. Mestemacher zählte zum Jahreswechsel 2013/2014 insgesamt 535 Mitarbeitende. Der Exportanteil pendelt bei 24 Prozent. Im Wirtschaftsjahr 2013 kamen Gruppen-weit Investitionen von 4,1 Millionen Euro zusammen. Für 2014 plant Mestemacher fünf Millionen Euro. Die Investitionssumme fließt zu je einem Drittel in die Technik zur Steigerung der Energieeffizienz (auch um den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren), in die Rationalisierung zur Förderung von Qualität und Wettbewerbsfähigkeit sowie in Ersatzinvestitionen, die ebenfalls der Qualitätssicherung dienen. Bei der Rohstoffversorgung 2013 erzielte Ersparnisse wogen Mehrkosten für Personal, Logistik, Heizkosten und Kartonagen auf. Die Aerzener Brot und Kuchen GmbH gehört seit 2002 zum Unternehmen. Mit Tiefkühlkuchen und Brot bedienen die Aerzener national wie international vornehmlich das Preiseinstiegs-Segment. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland mit dem Vertrieb über den hiesigen Lebensmittel-Einzelhandel besonders im Bereich der Eigenmarken. Eine weiterhin gute Entwicklung verzeichnet das polnische Tochterunternehmen Benus Spólka z.o.o. In 2013 konnte Benus die Umsätze von 6,6 auf über 7,4 Millionen Euro steigern und hat die Distribution am polnischen Markt weiter ausgebaut. Auch wenn die Umsatzprognose 2014 für die gesamte Gruppe eher konservativ ausfällt, so ist die Prognose über die weitere Entwicklung doch von Optimismus geprägt. Mestemacher Spezialitäten profitierten weiter von den Megatrends Gesundheit, Convenience und Ethik. Mit dem Manufaktur-Charakter neuer Brotsorten – kleinere Packungsgrößen angesichts kleinerer Haushalte – erhofft sich das Familien gefühte Unternehmen auch künftig Umsatzwachstum (Volltext).

Österreich: Bäcker warnen vor «aufgewärmten Versprechen»

Wien / AT. (03.02. / ots) Österreichs Bäcker reagieren skeptisch auf Presseberichte, wonach der Discounter Hofer (Aldi Süd) künftig in seinen mehr als 440 Filialen Aufback-Stationen für Gebäck plant. Von Backautomaten wie bei Aldi Süd ist dabei die Rede. «Österreichs Handwerksbäcker stellen sich der neuen Konkurrenz», sagt Josef Schrott, Bundesinnungsmeister der Bäcker Österreichs. In einigen Berichten sei die Rede davon gewesen, dass Hofer sein Automatengebäck mit Attributen wie «Handwerksqualität» und «Regionalität» bewerben wolle. «Wir werden die Markteinführung bei Hofer genau beobachten. Automatengebäck mit Handwerk in Verbindung zu setzen, empfinden wir als Häme gegenüber den echten Handwerksbäckern und den Konsumenten. Wir werden in diesem Fall alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um eine solche Irreführung zu verhindern», kündigt Schrott in einer Mitteilung an. «Sollten wirklich deutsche Backfabriken die Teiglinge liefern, werden wir dies aufzeigen. Regionalität bewerben, aber global einkaufen – das darf es nicht geben». Den in der Presse angekündigten 1.000 neuen Arbeitsplätzen bei Hofer stünden bis zu 3.000 Arbeitsplätze gegenüber, die bei Österreichs Bäckern voraussichtlich verloren gingen. Die 1.597 österreichischen Innungsbäcker beschäftigen 21.082 Mitarbeiter und erwirtschafteten 2012 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 1,54 Milliarden Euro.

Kommentar: Der Bundesinnungsmeister kann noch so viel auf «Automatengebäck aus deutschen Backfabriken» schimpfen und an Österreichs Verbraucher appellieren, dem regionalen Handwerksbäcker die Treue zu halten. In Deutschland ist dem offiziellen Handwerk über Jahre leider auch nicht mehr eingefallen, als auf «Teiglinge aus Osteuropa» zu zeigen. Österreich sollte nicht den gleichen Fehler machen sondern sich trauen, eine der tatsächlichen – für die Abwanderung der Konsumenten – Hauptursachen bei den Wurzeln zu packen ….

Bäckerei Graf: Liquidation nicht ausgeschlossen

Groß St. Florian / AT. (03.02. / ksv) Das Landesgericht Graz hat unter der Geschäftszahl 26.S.21/14d das Konkursverfahren über das Vermögen der Bäckerei Graf GmbH eröffnet. Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Magister Peter Handler aus Deutschlandsberg. Das in der westlichen Steiermark gelegene Unternehmen mit Geschäftsführer Heinrich Graf hat damit nach 2008 und 2012 zum dritten Mal Insolvenz angemeldet. Gesellschafter sind nach wie vor Heinrich Graf (75 Prozent) und Ursula Graf (25 Prozent). Die Insolvenzverfahren 2008 und 2012 hatten mit der Annahme eines Sanierungsplans geendet, schreibt der Gläubigerschutzverband KSV1870. Nachdem sich nunmehr herausgestellt habe, dass der zuletzt angenommene Sanierungsplan nicht erfüllbar war, wurde durch den Antrag eines Gläubigers das Konkursverfahren über das Vermögen der Bäckerei eröffnet. Eine Fortführung des Unternehmens ist laut KSV1870 eher unwahrscheinlich. Die Gläubigerversammlung soll am 13. Februar stattfinden.


TERMINE + EVENTS


BioFach 2014: Bioland in vollem Einsatz für das Beste

Mainz. (07.02. / bl) Bioland präsentiert sich mit rund 100 Partnern vom 12. bis 15. Februar während der Weltleitmesse BioFach 2014 in Nürnberg. «Als Auftakt unserer neuen Kampagne ‘Voller Einsatz für das Beste’ stellen die Bioland-Erzeuger ihre Arbeit in der Tierhaltung vor», kündigt Bioland-Präsident Jan Plagge die neue Broschüre zur Bioland-Tierhaltung an. «Wir wollen unsere Arbeit lebendig und authentisch darstellen, so wie wir sind». Bioland will damit mehr Verbraucher für den organisch-biologischen Landbau und hochwertige Bioland-Lebensmittel gewinnen. Der ökologische Anbauverband, dem auch zahlreiche Bäcker angehören, setzt auf den Dialog und hat sein Online-Angebot unter bioland.de runderneuert. Auf Facebook, Google+ und Twitter werden informative Beiträge veröffentlicht und es besteht die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Highlights der neuen Website sind spannende Reportagen und Interviews rund um das Thema Nachhaltigkeit. Highlights während der BioFach sind unter anderem spannende Veranstaltungen in Halle 7, wie etwa «Die Rolle des Social Web für Nachhaltigkeit und Bio-Branche» oder «Bio und Veggie – Das neue Erfolgsduo auch in Gastronomie und Großküchen?».

Intergastra: erreicht Traummaße 100.000/1.300/90.000

Stuttgart. (07.02. / mstgt) Die Intergastra 2014, Fachmesse für engagierte Gastgeber aus Gastronomie und Hotellerie, schloss nach fünf erfolgreichen Messetagen ihre Tore und zauberte ein zufriedenes Lächeln auf die Gesichter von Ausstellern und Fachbesuchern. Bei der Veranstaltung, die bereits im Vorfeld mit rund 1.300 Ausstellern einen neuen Rekord vermelden konnte und zum ersten Mal das gesamte Messegelände mit 100.000 Quadratmetern belegte, war die positive Stimmung fast greifbar. «Nach den Steigerungen der letzten Jahren hat der Markt unseren Anspruch, die wichtigste Plattform für die Gastronomie und Hotellerie im deutschsprachigen Raum zu bieten, nachhaltig bestätigt», heißt es im vorläufigen Schlussbericht. Knapp 90.000 (2012: 85.782) Inhaber, Entscheidungsträger und Fachkräfte aus der gastgebenden Branche besuchten die Intergastra 2014. Damit können die Messe Stuttgart sowie die ideellen Träger der Veranstaltung – der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Baden-Württemberg und der Landesinnungsverband der Konditoren Baden-Württemberg – eine neue Bestmarke melden.

Weihenstephaner Tage für Lebensmittelrecht und -politik

Freising. (06.02. / wig) Das Weihenstephaner Institut für Getreideforschung (WIG) lädt am 01. April zu den Weihenstephaner Tagen für Lebensmittelrecht und -politik mit hochkarätigen Referenten. Thema in diesem Jahr: Verbraucherinformationen über Lebensmittel – Was muss sein? Was sollte sein? Was kommt auf die Branche zu? Die anschließende Podiumsdiskussion leitet Helmut Martell (HGF i.R. des Verbands Deutscher Großbäckereien) unter dem Titel «Wie viele Verbraucherinformationen müssen noch sein?». Die kostengünstige Veranstaltung richtet sich an Interessenten aus den Bereichen: Großbäckerei, Handwerk, Mühlen, Backmittel, Getreidenährmittel, Systemgastronomie, Getreidebauer, Getreidehändler, Ingredients, Maschinenbau, Überwachung.

Wissenschaft für die Praxis: WIG lädt ein

Freising. (06.02. / wig) Das Weihenstephaner Institut für Getreideforschung (WIG) lädt am 02. und 03. April zu seiner nunmehr dritten Frühjahrstagung unter dem Motto «Wissenschaft für die Praxis». Ein übersichtlicher Leporello im Format PDF informiert über Details. Die Möglichkeit der Anmeldung on Line gibt es natürlich auch.

Was drauf steht ist auch drin: Brötchen unter der Lupe

Detmold. (05.02. / agf) In Deutschland ist die Vielfalt der Brötchen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern extrem groß. Was drin sein darf, ist klar zu kennzeichnen. Ab Dezember aufgrund einer EU-Verordnung noch detaillierter als bisher. Die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) informiert und klärt auf. Sie lädt am 23. Juni um 18:00 Uhr in Zusammenarbeit mit Radio Lippe zur Podiumsdiskussion «Was drauf steht ist auch drin – Brötchen unter der Lupe». Produzenten stehen vor neuen Herausforderungen. Was bringt die Verordnung mit sich? Was bedeutet das für Verbraucher? Welche Informationen müssen vom Hersteller geliefert werden? Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind unter anderem die Vorsitzende des AGF-Ausschusses für Lebensmittelrecht, Dr. Petra Unland (Bielefeld), sowie Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer (Detmold). Die AGF lädt alle Interessierten herzlich ein und bittet zwecks besserer Planung um Anmeldung unter der Rufnummer 05231/61664-0 oder per E-Mail an info@agf-detmold.de.


MANAGEMENT + BETRIEB


Nestle: leistet sich übergreifende Qualitätskampagne

Frankfurt / Main. (06.02. / nag) Bis Ende 2014 will Nestle Deutschland rund 50 Prozent seiner über 5.000 Produkte und 50 Marken mit einem QR-Code auf der Verpackung ausstatten. Übersichtlich, jederzeit und an jedem Ort abrufbar, können Verbraucher dann Informationen zu Ernährung, Sicherheit, Gesellschaft und Umwelt herunterladen. Ende 2015 sollen nahezu alle Produkte mit QR-Code ausgestattet sein. Damit reagiert der Lebensmittelkonzern auf das wachsende Bedürfnis der Menschen nach Information und Transparenz bei Lebensmitteln. Dieser Schritt ist Teil der 2013 aufgenommenen Initiative «Qualität bedeutet mehr». Bis Ende 2015 will das Unternehmen die Qualität seiner Produkte sowie deren Herstellung mit einem umfassenden Qualitätsverständnis in den vier Dimensionen Ernährung, Sicherheit, Umwelt und Gesellschaft optimieren. So sollen zum Beispiel Kernrohstoffe zu 100 Prozent aus nachhaltigem Anbau stammen. Bereits jetzt trifft dies zu 70 Prozent bei Kaffee, zu 50 Prozent bei Kakao und zu 100 Prozent bei Vanille zu, die in Deutschland verarbeitet werden. Nestle hat sich zudem – unter anderem – vorgenommen, Rezepturen nachvollziehbarer zu machen und den gesundheitlichen Wert der Produkte zu verbessern, etwa durch die Reduktion von Zucker oder Salz über verschiedene Marken. So genannte Kinder-Cerealien enthalten schon heute bis zu 30 Prozent weniger Zucker. Maggi-Produkte kommen bis 2015 mit rund zehn Prozent weniger Salz aus. Begleitet wird der Prozess durch einen NGO-Beirat, zu dem Institutionen wie etwa die Verbraucher Initiative, das Öko-Institut oder der Global Nature Fund gehören. Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative und Sprecher des NGO-Beirats: «Kein Unternehmen kann heute mehr an der Gesellschaft vorbei agieren. Der Nestle-Ansatz unterstreicht dabei die kundenorientierte Ausrichtung sowie die gesellschaftliche Verankerung des Programms, das nicht nur auf wenige Leuchtturmprojekte abzielt, sondern ganzheitlich orientiert ist». Ab Ende April wird das Unternehmen zudem erstmals mit einer übergreifenden Medienkampagne der Nestle-Markenfamilie sowohl im Fernsehen als auch im Internet sein Qualitätsversprechen verdeutlichen.

Preisvergleich 2014: Teilnahme bis zum 15. Februar möglich

Isernhagen / Hannover. (06.02. / ge) Die Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft bietet bereits seit vielen Jahren interessierten Bäckereien die Möglichkeit, kostenfrei einen Preisvergleich Ihrer Ladenverkaufspreise durchzuführen. Der bisherige Rücklauf der ausgefüllten Fragebogen zum diesjährigen Vergleich der Ladenverkaufspreis zeigt, wie wichtig es den Unternehmen ist, die eigenen Preise mit denen der Wettbewerber zu vergleichen. Viele Unternehmen halten weiterhin dem hohen Wettbewerbsdruck und der zunehmenden Marktverdrängung stand. Ein Vergleich der Ladenverkaufspreise mit denen der Wettbewerber kann Sie dabei unterstützen, die einzelnen Wettbewerber zu analysieren und entsprechende Maßnahmen für Ihr Unternehmen abzuleiten. Der Gehrke Econ Preisvergleich soll Ihnen hier einen ersten Überblick geben, die zum Teil großen Preisunterschiede von vielen ihrer Produkte zu erkennen. Die Teilnahme am Gehrke Econ Preisvergleich ist für Sie eine kostenlose Serviceleistung. Alle Teilnehmer erhalten eine individualisierte Auswertung des Preisvergleichs. Dazu wird der jeweilige Ladenverkaufspreis Ihres Betriebs mit dem Durchschnittspreis sowie dem geringsten und höchsten Preis gegenübergestellt. Des Weiteren werden besonders starke Preisabweichungen gesondert hervorgehoben. Für Sie besteht nun die letzte Chance zur Teilnahme am Preisvergleich, da die Auswertungsphase in den nächsten Tagen beginnen soll. Nutzen Sie die Gelegenheit bis zum 15. Februar und nehmen Sie am Gehrke Econ Preisvergleich teil. Fordern Sie dazu alle erforderlichen Unterlagen bei Daniel Feldmann an – daniel.feldmann@gehrke-econ.de.

IGV: Meisterausbildung findet EU-weit Anerkennung

Bergholz / Rehbrücke. (01.02. / igv) Am IGV Institut für Getreideverarbeitung werden seit mehr als 20 Jahren Handwerksmeister/innen in den Bereichen Konditorei und Bäckerei ausgebildet. Die mehr als 800 Absolventen dieser Ausbildung leisten nicht nur in Deutschland in großen und kleinen Unternehmen hervorragende Arbeit. Zahlreiche ehemalige Meisterschüler der IGV GmbH sind auch international unterwegs. Die entsprechende Ausbildung und der Meisterabschluss haben ein sehr gutes Renommee. Nicht nur fachpraktische und fachtheoretische Kenntnisse werden in der Ausbildung vermittelt, sondern auch gerade solche Kompetenzen, wie etwa Organisation, Marketing-Fokussierung und nicht zuletzt Kreativität und Produktentwicklung. Produkt- und Verfahrensentwicklung im Lebensmittelbereich sind ein Leistungsangebot der IGV GmbH. Die enge Verbindung von Forschung und Entwicklung zur Ausbildung ist von großem Vorteil für die Teilnehmer der Vorbereitungskurse auf die Bäcker- oder Konditormeister-Prüfung. Neueste Erkenntnisse zur Technologie werden sofort vermittelt und können in die Praxis umgesetzt werden. Spezifische moderne Lehr- und Lernmethoden, wie zum Beispiel die Möglichkeit des E-Learnings in der Meisterausbildung der IGV GmbH, unterstützen die Kompetenzentwicklung im Medienbereich genauso wie sie das individuelle Lernverhalten jedes einzelnen Teilnehmers berücksichtigen. Die deutsche Meisterausbildung wird EU-weit als höhere Qualifikation anerkannt und ist mit der vorgesehenen Einordnung in Stufe 6 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) der Bachelor-Qualifikation gleichgestellt. Damit findet die hochwertige Meisterqualifikation den Stellenwert den sie verdient. Mehr zum IGV Bildungsangebot gibt es unter backbild.de.


MARKETING + VERKAUF


ADB: Ein Verkaufstraining ist jeden Cent wert!

Weinheim. (06.02. / adb) Der Verkauf macht den Unterschied, doch noch immer wird gerade hier am meisten gespart. Nicht wenige Bäckereien setzen auf ungelernte Billigkräfte, die kaum Kundenfragen beantworten können und durch mangelnde verkäuferische Fähigkeiten viel weniger Umsatz generieren, als möglich wäre. Unter dem Strich wird dabei viel Geld verschenkt. «Nirgendwo macht sich die Investition in Bildung besser bezahlt als im Verkauf», ist sich Bernd Kütscher von der Bundesakademie des Bäckerhandwerks in Weinheim sicher. Hierzu verweist er auf das Feedback von Betrieben, die bereits in entsprechende Seminare investieren und ihm bestätigen, dass diese «jeden Cent wert» sind. Neben klassischen Verkaufsschulungen bietet die Bundesakademie verstärkt auch Maßnahmen an, die vor Ort wirken, von der Inhouse-Schulung bis hin zu einer modularen Ausbildung zur Verkaufstrainerin. «Es macht oft keinen Sinn, alle Verkäufer/innen zu einem Seminar zu schicken», ist Kütscher überzeugt: «Viel effektiver ist es, eine geeignete Mitarbeiterin als Verkaufstrainerin zu qualifizieren, die vor Ort regelmäßig das eigene Team fit macht». Dies kann in nur vier Blöcken zu je drei Tagen erlernt werden. Die nächste Fortbildung zur Verkaufstrainerin beginnt im März in Weinheim. Parallel wird auch ein Kurs in Dresden angeboten, in Kooperation mit der ADB Sachsen. Alle Seminare für den Verkauf sind im Internet zu finden unter akademie-weinheim.de.

BVE: jetzt auch mit eigenem Kanal auf Youtube

Berlin. (04.02. / bve) Das Bemühen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), für mehr Offenheit und Transparenz in der Ernährungsindustrie zu sorgen, geht weiter voran. Die Grüne Woche 2014 habe das ungebrochene Interesse der Verbraucher am offenen Dialog bestätigt und das Vertrauen in die Branche wachse durch die neue Kommunikationsstrategie stetig, heißt es aus Berlin. Seit Ende 2013 ist die BVE auf Facebook und Twitter vertreten, auf dem Blog Filetspitzen.de erscheinen regelmäßig neue Artikel. Nun hat die BVE auch einen eigenen Youtube-Kanal und damit die Möglichkeit, Videos hochzuladen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu sehen gibt es auch schon was, und zwar insgesamt acht Beiträge – davon die jüngsten vier von der Grünen Woche 2014.

Qualitätsprüfung: Testergebnisse Backwaren + Co. on Line

Frankfurt. (04.02. / dlg) Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat jüngst 1.765 Bote und Brötchen von 209 Unternehmen auf ihre Qualität hin untersucht. Im Mittelpunkt der umfangreichen Tests stand die sensorische Produktanalyse. Interessenten finden die Testergebnisse 2014 und prämierten Produkte auf dem DLG-Verbraucher-Server.

ADB/DHBW: kreatives Foodmanagement mit schönen Resultaten

Weinheim. (04.02. / adb) Im Zuge eines offiziellen Lehrauftrags der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) hat die Bundesakademie Weinheim erstmals 35 Studierende des BWL-Studiengangs «Foodmanagement» eine Woche lang unterrichtet. Es ging um das Modul Produktentwicklung, hier natürlich ganz praxisgerecht am Beispiel von Brot. Nur wenige der Studenten kamen mit «Back»ground, viele aus ganz anderen Lebensmittelbereichen – und finden das schöne Bäckerhandwerk jetzt ganz spannend, was eines der Ziele der Kooperation ist. Bei der Präsentation der Ergebnisse haben die Lehrenden sehr über die wirklich pfiffigen Brotideen gestaunt, die von den zwölf Arbeitsgruppen mit Unterstützung der ADB-Experten geschaffen wurden. Sowohl die Ideen selbst – etwa ein Castor-Aktionsbrot mit dem Namen «Marie Curry» – als auch die verwendeten Zutaten – zum Beispiel Lorbeermehl – und das jeweils erarbeitete Marketingkonzept waren überaus erfrischend. Die Leiterin des Studiengangs, Prof. Dr. Annette Grinôt, war bei der Präsentation dabei und richtig begeistert. Auf der ADB-Facebook-Seite gibt es Fotos und Details.

Image


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


SGS: Was leitet die Deutschen beim Lebensmitteleinkauf?

Hamburg. (06.02. / sgs) Regelmäßige Kontrollen, Produkttests, Gütesiegel – die Qualität der Lebensmittel in Deutschland ist nachweislich hoch. Dennoch sind Deutschlands Verbraucher skeptisch: Drei Viertel der Bundesbürger sind beim Einkaufen verunsichert. Die neue Verbraucherstudie des Warenprüfkonzerns SGS Deutschland zeigt: 66 Prozent der Deutschen wollen auf Produktqualität achten, deutlich mehr als auf den Preis von Lebensmitteln. Doch ihnen fehlt die Orientierung. So ärgern sich knapp 80 Prozent der Bevölkerung über Verpackungsangaben und rund die Hälfte der Verbraucher glaubt sogar, dass diese irreführend oder falsch sind. Stattdessen achten die Deutschen vielmehr auf Frische, ein sauberes Ladengeschäft und die regionale Herkunft der Produkte. Für Konsumenten wird zum Beispiel die Information darüber, woher Lebensmittel stammen, immer wichtiger. Dies zeigt der Vergleich zu der Verbraucher-Befragung der SGS aus dem Jahr 2010. Während die Produkt-Herkunft vor vier Jahren nur 33 Prozent der Verbraucher wichtig war, ist sie heute bereits für 51 Prozent der Konsumenten ausschlaggebend. «Die Befragung zeigt, dass die Lebensmittelindustrie heute in der Verantwortung steht, Produktqualität und regelmäßige Lebensmittelkontrollen für Verbraucher noch transparenter und noch verständlicher zu machen», sagt Alexander Flath von der SGS, zu der auch das Lebensmittellabor SGS Institut Fresenius gehört. «Gerade bei angeblichen Skandalen, über die heute ja fast täglich berichtet wird, sind Lebensmittelbetriebe darauf angewiesen, Lieferanten nennen und Produktionsketten rückverfolgen zu können. Ein lückenloses Qualitätsmanagement ist somit ein wichtiger Schlüssel zum Verbrauchervertrauen».

Info: Die SGS-Verbraucherstudie ist eine Untersuchung, für die der Warenprüfkonzern gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach regelmäßig mehr als 1.500 Verbraucher nach ihrem Verhalten beim Einkauf von Lebensmitteln befragt. Welche Impulse Hersteller und Händler aus den Erkenntnissen ziehen können, beleuchtet der 32-seitige Berichtsband der SGS-Verbraucherstudie 2014 «Vertrauen und Skepsis: Was leitet die Deutschen beim Lebensmitteleinkauf».

«Wissen was schmeckt!»: Infos für Bäcker und Fachverkäufer

Berlin. (06.02. / wifo / ZV) Beschäftigte im Bäckerhandwerk werden täglich mit kritischen Fragen von Kunden konfrontiert. Die richtigen Antworten finden sie künftig in einer handlichen Broschüre von «Wissen was schmeckt!», einer neuen Initiative des Wissensforums Backwaren und des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV). «Ziel der Initiative ist, die Fachkompetenz von Bäckern und Fachverkäufern im Kundenkontakt zu stärken», sagt Christof Crone, Geschäftsführer des Wissensforums Backwaren und des Backzutatenverbands. Unter dem Titel «Wissen was schmeckt! …das steckt in unseren Backwaren» fasst die Broschüre die wichtigsten Fakten zum täglichen Brot knapp und verständlich zusammen: Was sind die wesentlichen Inhaltsstoffe von Backwaren? Was hat es mit E-Nummern und Clean Label auf sich? Welche Vorteile haben Spezialmehle und Vormischungen? Was müssen Allergiker beachten? Interessenten können das Heft über die Geschäftsstelle des Wissensforums Backwaren und den Außendienst der Backzutatenhersteller bestellen. Ergänzt wird die Broschüre durch das Internetportal wissenwasschmeckt.de, das mit nutzerfreundlicher Navigation vertiefende Informationen und weiterführenden Links zum gesamten Wissensfundus und den fachspezifischen Informationsangeboten des Wissensforums Backwaren bietet.

P.S.: Gemeinsam mit Ihnen warten wir jetzt darauf, dass sich der Zentralverband ähnlich engagiert – zur genannten Kooperation – für die wachsende Zahl an Betrieben einsetzt, die es vorzieht, nach selbst auferlegten Reinheitsgeboten zu produzieren

VDMA: Edelstahl für Lebensmittel grundsätzlich geeignet

Frankfurt / Main. (06.02. / vdma) In den meisten Nahrungsmittelmaschinen kommt nichtrostender Stahl zum Einsatz. Der Werkstoff, auch als Edelstahl bekannt, wird seit vielen Jahren branchenüblich im Lebensmittel- oder Pharmabereich verwendet. Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen betrachtet Edelstahl seit langem als grundsätzlich geeignet und Stand der Technik. Durch jüngste Untersuchungen sieht der Fachverband diese Position bestätigt. Mit «Metals and alloys used in food contact materials – A practical guide for manufacturers and regulators» gibt es seit kurzem einen Leitfaden des Europarats. Dieser beinhaltet Prüfbedingungen und Anforderungen für Metalle und Legierungen für Lebensmittel- Kontaktmaterialien und -Bedarfsgegenstände. Der Fachverband ließ exemplarisch sieben, im Lebensmittel- oder Pharmabereich gängige Edelstähle durch ein akkreditiertes Prüflabor testen. Die Untersuchungen wurden für mehrfachen Lebensmittelkontakt bei der höchsten Zeit-/Temperaturkombination gemäß des erwähnten Leitfadens durchgeführt. Die Ergebnisse waren durchweg positiv: Die Messwerte lagen bei allen Proben weit unter den Anforderungswerten. Alle Proben bestanden auch die sensorische Prüfung auf nicht bestehende Beeinträchtigungen hinsichtlich Geruch und Geschmack. Diese exemplarischen Untersuchungen bestätigen die Position des VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen: Edelstahl ist grundsätzlich als Material für den Lebensmittel- oder Pharmabereich geeignet. Dies setzt voraus, dass der Werkstoff für den vorgesehenen Verwendungszweck branchenüblich spezifiziert, behandelt und nicht verunreinigt ist, und gegenüber Produkt, Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie andere Medien korrosionsbeständig ist. Details zu den gesetzlichen Vorgaben (Verordnung (EG) Nr. 1935/2004) gibt es auf dem Europa-Server.

Siedegebäck: bald mit weniger Trans-Fettsäuren?

Bonn. (04.02. / fei) Zum Ausbacken von Siedegebäck werden heute geschmacksneutrale Pflanzenöle, sowie Kokosfett und Erdnussfett verwendet. Diese Fette verfügen über eine hohe Hitzestabilität und gute sensorische Eigenschaften – die wichtigsten Voraussetzungen, um schmackhafte Siedegebäcke herzustellen. Gleichzeitig stehen die bislang am meisten verwendeten Siedefette wegen der Zusammensetzung ihrer Fettsäuren in der Kritik. Alternativen sind jedoch in Sicht, schreibt der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) aus Bonn: Durch neue Züchtungen seien so genannte High-Oleic-Pflanzenöle verfügbar, die sich aufgrund des höheren Anteils einer einfach ungesättigten Fettsäure, der Ölsäure, durch eine hohe Hitze- und Oxidationsstabilität auszeichnen. Doch vor deren Einsatz in der Backstube müssen noch viele Fragen wissenschaftlich geklärt werden. Daran arbeiten derzeit gemeinsam zwei Forscherteams in Hamburg und Bremerhaven: Sie prüfen und optimieren verschiedene, trans-fettsäurearme Siedefette hinsichtlich ihrer technofunktionellen sowie sensorischen Eigenschaften. Auf Basis dieser Ergebnisse können Hersteller optimierte Siedefette zur Verfügung stellen; ein Praxisleitfaden wird es den Bäckereien und Konditoreien ermöglichen, ein für ihre spezifischen Anwendungen optimal geeignetes, trans-fettsäurearmes Siedefett in der Praxis anzuwenden. Von der Umstellung auf neue Siedefette bei der Herstellung von Berlinern + Co. werden vor allem Verbraucher profitieren, die Wert legen auf eine verbesserte Zusammensetzung der Fettsäuren bei Siedegebäcken, ist sich der FEI sicher. Details siehe «Charakterisierung und Optimierung transfettsäurearmer pflanzlicher Siedefette anhand technofunktionell-sensorischer Parameter».


PERSONEN + EHRUNGEN


Kreishandwerkerschaft: kürt Handwerker des Jahres

Köln. (07.02. / bi) Wollen Sie wissen, was es mit dem Handwerkerpreis 2013 der Kreishandwerkerschaft Köln auf sich hat, dann werfen Sie einen Blick auf hierbinich.de. Es geht darum, die besondere Verbundenheit mit der Großstadt zu zeigen. Die Kreishandwerkerschaft wiederum suchte einen Handwerker zur Kampagne, der ein besonderes gesellschaftliches Engagement am und für den Standort am Rhein zeigt. Es geht um das Wirken des Unternehmens nach außen, in seinem Viertel, genauso wie nach innen, im Umgang mit den eigenen Mitarbeiten. Auch das Kerngeschäft soll nicht unberücksichtigt bleiben. Wie gut ist das Preis-Leistungsverhältnis? Mit welcher Servicequalität kann das Unternehmen bei seinen Kunden besonders punkten? Wie gut berät das Unternehmen seine Kunden? Dies sind nur wenige Beispiele für die Aspekte, die Berücksichtigung bei der Wahl finden sollten. Und wer hat gewonnen? Bäckermeister Johannes Wenning aus Köln-Holweide. Wenning hat – unter anderem – bei der Gründung seiner Bäckerei 1992 sich als Schwerpunkt gesetzt, Menschen mit Beeinträchtigungen in besonderer Weise zu fördern. Das gilt auch für Menschen, die im sozialen Umfeld Probleme haben oder über sonstige Handicaps verfügen, die eine Arbeit in einer normalen Bäckerei erschweren würden. Die Bäckerinnung für die Stadt Köln und den Rhein Erft Kreis ist stolz, ihrem Mitglied zur Auszeichnung gratulieren zu können. Mehr zum Preisträger gibt es auf aehrensache.de.

Hannover: begrüßt zwölf neue Meister/innen

Hannover. (07.02. / biv) Zwölf Bäcker/innen sind nach bestandener Prüfung vor dem Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Hannover während einer Feierstunde im Bäckeramtshaus in den Meisterstand erhoben worden. Den Jungmeistern, aber bewusst auch ihren Angehörigen und dem Lehrerkollegium der Bäckerfachschule gratulierte der Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt, Stefan Schostok. Denn dass das 17-wöchige intensive Lernen zum begehrten Abschluss geführt habe, sei auch der Fürsorge der Familien und Freunde und dem Einsatz der Lehrkräfte zu danken. Die Prüfung allerdings hätten die Bäcker/innen dann allein vor dem Prüfungsausschuss durchstehen müssen. Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth und Verbandsgeschäftsführerin Bettina Emmerich-Jüttner erinnerten denn auch daran, dass die Meisterprüfer ihre Aufgabe ehrenamtlich erfüllen. Die erfolgreichen Absolventen des Vollzeit-Meisterkurses sind Tobias Antoni aus Heeslingen, Daniela Bluhm aus Bad Iburg, Lutz Deeken aus Edewecht, Lina Drewes aus Ebstorf, Heiko Funke aus Wolfsburg, Florian Littmann aus Höxter, Felix Panier aus Schalkholz, Domenik Räupke aus Hameln, Thomas Schatz aus Gehrden, Daniel Schoen aus Neustadt, Nicolas Siems aus Seevetal und Jeanette Vogt aus Nüsttal.

Hack AG: erweitert Führungsspitze

Kurtscheid. (05.02. / hag) Die Hack AG hat ihre Führungsriege erweitert. Neben Peter Hack und Thomas Hack tragen seit dem Jahreswechsel 2013/2014 nun auch die langjährigen Mitarbeiter Michael Böckling und Patrick Leonhardt unternehmerische Verantwortung. Böckling (49) ist seit 22 Jahren in führender Position beim Westerwälder Systembäcker tätig, verantwortet jetzt als Chief Purchasing Officer (CPO) den Bereich Einkauf, Logistik und IT. Leonhardt (44), seit fünf Jahren im Unternehmen, hat die Position des Chief Financial Officers (CFO) übernommen. «Wir schätzen beide Kollegen sehr und sind froh, dass sie bereit sind Verantwortung zu tragen. Und sich entscheidend am Ausbau des Unternehmens beteiligen», sagt der Vorstandsvorsitzende Peter Hack. «Aufgrund der zunehmenden Aufgaben und der kontinuierlich steigenden Umsätze der Hack Gruppe ist diese Personalentscheidung ein wichtiger Schritt zur Absicherung der Zukunftspläne für unsere Familien-Aktiengesellschaft», sagt Vorstandsmitglied Thomas Hack. 1930 als kleine Bäckerei mit Ladengeschäft in Duisburg gegründet, agiert die Gruppe heute mit vier Tochterunternehmen am Markt: Backunion GmbH, Hack Gastro-Service OHG, Gebr. Hack Feinbackwaren GmbH sowie Bakery Solution GmbH. Weitere Investitionen am Standort Kurtscheid sind in Planung respektive in Umsetzung begriffen.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Yum Brands Topped Expectations

Hamburg. (bm) Yum! Brands Inc. reported results for the fourth quarter 2013. The company reported 0,86 USD earnings per share (EPS), for analysts a better-than-expected result. The company had revenue of 4,18 billion USD for the quarter, compared to an estimate of 4,26 billion USD. During the same quarter in the previous year, the company posted 0,83 USD earnings per share. Other topics of the week:

Title Region Date
RBT: to Complete Phase 1 Plant Expansion in Q1/2014 (US) Fri 02-07
Dunkin´ Brands: Announces 50 Non-Traditional Locations (US) Fri 02-07
Profile America: February is Snack Food Month (US) Fri 02-07
Crumbs: Announces Change to Board of Directors (US) Fri 02-07
Hain Celestial: Announces Record Q2/2014 Results (US) Thu 02-06
AAK: Again Records High Operating Profit (SE) Thu 02-06
Yum! Brands: Reports Full-Year EPS Decline of nine percent (US) Wed 02-05
ADM: Reports Strong Adjusted Fourth Quarter 2013 Earnings (US) Wed 02-05
Nestle: divests PowerBar to Post Holdings (CH) Tue 02-04
Post: Increases Commitment to Active Nutrition Category (US) Tue 02-04
Post Holdings: Completes Acquisition of Golden Boy Foods (US) Tue 02-04
Krispy Kreme: Appoints President International (US) Tue 02-04
Amira: Closes Strategic Acquisition in Germany (UAE) Mon 02-03
Premier Foods: partners with Vodafone (UK) Mon 02-03
Hershey: Announces Q4 and Full-Year 2013 Results (US) Sat 02-01
Hillshire Brands: Reports Strong Second Quarter (US) Sat 02-01


REZEPTE + IDEEN


Auberginen-Burger: die arabisch-scharfe Alternative

Image Berlin. (07.02. / vebu) Kein Zweifel: Sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, liegt im Trend. Dabei muss man aus den Vorzügen, die die fleischfreie oder wenigstens fleischarme Küche bietet, kein Dogma machen. Schließlich wissen wir nur zu gut, dass wir «auch so» immer satt werden können – bei sparsamem Fleischkonsum, der für die Volksgesundheit ohnehin vorzuziehen ist. Wie auch immer: Die vegetarische Küche ist vielseitig. Sie bietet zudem Anleitungen, die manchmal besser sind als das Original – wie zum Beispiel eine arabisch scharfe Alternative zum allseits bekannten Hamburger oder Frikadellen-Brötchen. Aus der Feder des Vegetarierbunds Deutschland (VEBU) ist der «Auberginen-Burger für vier Portionen» selbstverständlich ein veganes Rezept. Das heißt: Sollten Sie die im Rezept verwendete, vegane Mayonnaise durch konventionelle Mayonnaise ersetzen wollen, würde aus dem veganen Burger umgehend ein vegetarisches Gericht. Denken Sie also besser schon beim Einkauf der Zutaten daran, wie Sie Ihren ganz persönlichen «Veggiburger» ausloben möchten.