WB-04-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 04. KW 2015 (17.01. bis 23.01.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Vandemoortele: übernimmt Lanterna-Agritech in Italien
02. Coppenrath + Wiese: Luxusproblem eines Marktführers …
03. Hug AG: 2014 war ein gutes Jahr
04. Thüringen: «Panem» läuft jetzt im Probebetrieb
05. Lambertz: übernimmt Nürnberger ifri Schuhmann Gruppe
06. Lantmännen: übernimmt Finnlands Vaasan Gruppe

TERMINE + EVENTS:
07. V-Delicious: neue Messe für Vegetarier und Veganer
08. Fast ausgebucht: Sind Sie bereit für den Mindestlohn?
09. «Sugar-Explosion»: JGS-Cup 2015 bittet um Anmeldung
10. International FoodTec Award: Die Preisträger stehen fest
11. BioFach: Food for Thought – Bio-Nahrung für den Kopf
12. «Wir haben es satt!»: 50.000 Menschen demonstrieren
13. IGW: FriedensBrot von Partnerland Lettland an Polen übergeben
14. Südback 2016: schon jetzt ein Drittel fest gebucht

MANAGEMENT + BETRIEB:
15. BGN: Alkohol am Arbeitsplatz gefährdet Versicherungsschutz
16. BVE: leitet Ernährungsindustrie zum Nachhaltigkeitskodex
17. Regelmäßige Prüfung und Pflege des Sortiments … aber wie?
18. Klemme AG: Wie finden wir geeigneten Nachwuchs?
19. Migros Gruppe: meldet Wachstum um zwei Prozent in 2014
20. Tipp: Automatische Überprüfung von Datenmengen

MARKETING + VERKAUF:
21. «Kornspitz»: Markenrecht-Streit kommt vor Obersten Gerichtshof
22. Goldene Brezel: Premiumbäcker im Rampenlicht

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
23. Umfrage: Verbraucher wollen weniger Verpackungen
24. Lebensmittel: Preise seit 2010 um 11,5 % gestiegen
25. GFFA: über Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie
26. EU-Kommissar über TTIP: Herkunftsangabe hat hohe Priorität

PERSONEN + EHRUNGEN:
27. DLG: Gesamtausschuss bestätigt Präsidenten
28. VDG: vergibt Förderpreis zum Thema Salzreduktion

BOOKMARKS + BOOKS:
29. Global Industry: Finsbury announces H1 trading statement

REZEPTE + IDEEN:
30. Mein Mehl: meine Hack-Tartelettes!


MARKT + UNTERNEHMEN


Vandemoortele: übernimmt Lanterna-Agritech in Italien

Gent / BE. (23.01. / vg) Der belgische Lebensmittelkonzern Vandemoortele übernimmt die italienische LAG S.p.a. (ehemals Lanterna-Agritech), einen führenden und expansiven Akteur auf dem italienischen TK-Backwarenmarkt. Damit stärkt Vandemoortele sein Backwarengeschäft in Italien, bei gleichzeitiger Erweiterung der eigenen Produktpalette um typisch italienische Spezialitäten wie Focaccia und Ciabatta. Paolo Soldateschi von LAG sagt: «Vandemoortele stärkt als strategischer Partner unsere Wachstumspläne für Italien, und wir sind hoch erfreut über die Aussicht, unser authentisches Focaccia von Genua aus nach ganz Europa und in die Welt zu exportieren». Vandemoortele-CEO Jules Noten zeigt sich in einer Mitteilung beeindruckt und sieht ebenfalls «klare Chancen für weiteres Wachstum». LAG zählt in seinen Werken Genua, Ravenna und Padue insgesamt rund 300 Beschäftigte und erzielte 2013 einen Jahresumsatz von 87 Millionen Euro. Das Vandemoortele Büro Mailand zählt 29 Mitarbeitende, während insgesamt rund 4.700 Beschäftigte für die Belgier tätig sind, die 2013 – alles in allem – etwa 1,3 Milliarden Euro umsetzten. Der Abschluss der jüngsten Transaktion ist für Ende 2015 geplant. Das resultiert zum Teil daraus, dass der italienische Großbäcker LAG nicht nur Eigentum seines Managements ist, sondern auch die privaten Beteiligungsfonds Yarpa und LBO France am Unternehmen beteiligt sind. «Diese Akquise entspricht voll und ganz unserer Wachstumsstrategie und ergänzt unsere Investitionen in neue Produktionsstätten in Frankreich und Polen, wie bereits angekündigt», sagt Jean Vandemoortele, Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Vandemoortele, in der selben Mitteilung. Interessant: Der Konzern erwägt die Emission einer neuen Einzelhandelsanleihe als Teil der Finanzierung seines Wachstumsplans.

Coppenrath + Wiese: Luxusproblem eines Marktführers …

Osnabrück. (22.01. / wib) Einen Verkauf würden die Erben prinzipiell gutheißen. So hieß es im letzten Juni aus dem Tecklenburger Land (siehe WebBaecker 26/2014) und die gesammelte Tages- und Fachpresse war aus dem Häuschen. Passiert ist seither nicht viel bei der Conditorei Coppenrath + Wiese. Außer, dass man hier und da hört, wie zerstritten die Erben untereinander seien. Dass der Wunschkandidat nicht zu Potte komme. Dass zwei andere Konzerne (womöglich enerviert) aufgegeben hätten. Dass ausgerechnet eine «Heuschrecke», das Private Equity Unternehmen Cinven, den längsten Atem zu haben scheint bei dem Geduldsspiel. Doch was heißt das? Die Erben zerlegen sich gegenseitig und indirekt schaden sie dem Unternehmen. Das ist durch die Zickerei wie gelähmt und kann kaum noch in die Zukunft planen – einerseits. Andererseits hält das Unternehmen das aus, weil seine Marktführerschaft ziemlich eindeutig ausfällt. Noch. Denn je länger die Erben zögern, desto mehr schaden sie dem Unternehmen. Nachdem die überwiegende Zahl der Wunschkandidaten für die Verhandlungen verschlissen ist oder es so scheint, hätten andere Private Equity Gesellschaften die Gunst der Stunde genutzt und Angebote abgegeben – hieß es Anfang Januar in der Finanzpresse – inklusive Vermutung, dass durch das Katz-und-Maus-Spiel der Preis in die Höhe getrieben werden soll. Zum Einsatz für dieses «Spiel» gehören ganz nebenbei 2.200 Arbeitsplätze, die allein 2013 rund 375 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten.

Hug AG: 2014 war ein gutes Jahr

Luzern / CH. (21.01. / hug) Die eidgenössische Hug Backwaren Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2014 ihren Umsatz um 2,3 Prozent auf 114 Millionen Schweizer Franken steigern. Trotz des rückläufigen Schweizer Markts für Biscuits (Kekse) erzielte die Gruppe mit dem Wachstum der Marken Wernli und DAR-VIDA höhere Marktanteile sowie einen um vier Prozent gesteigerten Markenumsatz. Die produzierte Tonnage stieg gegenüber dem Vorjahr um 300 auf 8’970 Tonnen. Eine große Herausforderung stellen für Hug die in der Schweiz gestiegenen Rohstoffkosten dar, welche den Export erschweren. Dieser stagnierte 2014 bei einem Umsatzanteil von 15 Prozent. Mit Innovationen im Gastro-Bereich sowie der weiteren Stärkung der Marken strebt Hug 2015 dennoch ein nachhaltiges Wachstum an (… welches nach den jüngsten Entwicklungen um den Schweizer Franken zusätzlich erschwert wird, möchte man hinzufügen).

Thüringen: «Panem» läuft jetzt im Probebetrieb

Bleicherode. (20.01. / ta) Das Werk «Panem» im Landkreis Nordhausen, Joint Venture der M-Back GmbH aus Gebesee und Coolback GmbH aus Jänickendorf, wird demnächst den Probebetrieb aufnehmen, nachdem es den Testbetrieb zufriedenstellend absolviert hat. Darüber informiert wieder einmal zuverlässig die «Thüringer Allgemeine», die den Bau von Beginn an begleitet und von Coolback-Panem-Geschäftsführer Jürgen Fleige schon manches interessante Detail erfuhr. Neu in dieser Woche: Das Tiefkühllager, das in diesen Tagen auf Betriebstemperatur heruntergekühlt wird, fasst 9.500 Paletten oder 20 Tagesproduktionen. Der Durchlaufofen für die Brotlinie ist mit Steinplatten ausgerüstet und hat eine Kapazität von 2.500 Broten je Stunde. An den beiden Brötchenlinien werde halbautomatisch gearbeitet. Alles in allem bräuchte es – im Vollbetrieb – 120 Mitarbeitende, um im Drei-Schicht-Betrieb 220 Millionen Brötchen und 14 bis 15 Millionen Brote per Anno zu erzeugen. Aktuell arbeite man im Zwei-Schicht-Betrieb mit insgesamt etwas über 60 Beschäftigten. Das neue Werk ist noch nicht eingefahren, da kommt im Gespräch mit der Zeitung schon eine mögliche Erweiterung ins Spiel. Eine weitere Halle frühestens 2016, worauf das Grundstück an sich, die Technik und Sanitärräume schon heute ausgelegt seien. 80 weitere Arbeitsplätze könnten entstehen, an Bewerbungen mangele es nicht.

Lambertz: übernimmt Nürnberger ifri Schuhmann Gruppe

Aachen. (19.01. / lg) Mit Wirkung zum 01. Mai 2015 übernimmt die Lambertz Gruppe die Geschäftsbetriebe der Nürnberger Lebkuchen- und Dauerbackwarenfabrik ifri Schuhmann GmbH + Co. KG, der Burg Lebkuchen GmbH Nürnberg sowie der Josef Wendler Nougat Fabrik GmbH + Co. KG Nürnberg. Lambertz beabsichtigt, sowohl die Backwarenherstellung als auch die Nougatherstellung am bisherigen Standort weiterzuführen; ferner sollen die etablierten Produkte am Markt erhalten respektive weiter entwickelt werden. Prof. Hermann Bühlbecker, Inhaber der Lambertz Gruppe, hebt die strategische Bedeutung der Transaktion hervor: «Nach Übernahme der Mehrheitsbeteiligung am Dresdner Stollen Anbieter Dr. Quendt 2014 setzen wir unseren strategischen Wachstumskurs weiter fort. Die Lambertz Gruppe war bisher im Bereich von Nougat-Produkten noch nicht vertreten und erhöht durch diese Übernahme erneut ihre Kompetenz als namhafter deutscher Süßwarenhersteller». ifri Schuhmann Geschäftsführer Dr. Markus Straubinger ergänzt: «Es wird immer schwieriger auch aufgrund der volatilen Rohstoffpreisentwicklung sich im hart umkämpften Markt der Saisonartikel zu behaupten. Die Übernahme durch Lambertz eröffnet unseren Betrieben und besonders den Mitarbeitern eine positive Perspektive und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten». Die Lambertz Gruppe, 1688 auf dem Aachener Markt gegründet, ist einer der großen deutschen Anbieter im Gebäckbereich. Die Gruppe verfügt derzeit über Produktionsstätten in Aachen, Würselen bei Aachen, Ulm, Nürnberg, Ladbergen bei Münster und im polnischen Kattowitz. ifri Schuhmann besteht seit 1938 als Familienunternehmen und hatte 1972 die 1906 gegründete Firma Nougat Wendler übernommen.

Lantmännen: übernimmt Finnlands Vaasan Gruppe

Stockholm / SE. (17.01. / usp) Die schwedische Lantmännen Genossenschaft berichtet von einer Vereinbarung, nach der sie die finnische Großbäckerei Vaasan Oy zu erwerben beabsichtigt. Vaasan befindet sich derzeit noch im Besitz von Lion Capital. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständigen Regulierungsbehörden werden Lantmännen Unibake und Vaasan Oy ihre Position im Baltikum gemeinsam verbessern. Die Erweiterung des dann gemeinsamen Angebots durch neue Produkte und Konzepte werde auch in Einklang mit Lantmännens strategischen Ambitionen stehen, heißt es aus Stockholm. Vaasan ist eine führende Großbäckerei in Finnland sowie ein wichtiger Akteur in Schweden, Norwegen und dem Ostseeraum mit einer Reihe von bekannten Marken. In Deutschland fällt einem am ehesten das Finn Crisp ein. Vaasan ist weltweit der größte Finn-Crisp-Produzent und der zweitgrößte Knäckebrot-Bäcker, ein großer Akteur im skandinavischen Bake-off-Segment und verfügt zudem über eine bedeutende Präsenz bei Frischbackwaren. 2013 setzte Vaasan rund 415 Millionen Euro netto um. Das Unternehmen mit Zentrale in Espoo nahe Helsinki zählte Ende 2013 exakt 2’610 Mitarbeitende. Die schwedische Lantmännen Genossenschaft nennt schon jetzt rund acht Prozent der Vaasan-Anteile ihr eigen und Ziel der Transaktion ist es, die restlichen Anteile zu erwerben. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen wird Vaasan ein Teil von Lantmännen Unibake, international agierende Bäckereigruppe unter dem Lantmännen-Dach und Hersteller von Tiefkühl- und Frischbackwaren sowohl für den Food-Service, die Gastronomie als auch den Lebensmittel-Einzelhandel. Mit der Übernahme erweitert Lantmännen Unibake sein Sortiment, inklusive der komfortablen Position im Knäckebrot-Sektor. Auch die Präsenz kann Lantmännen Unibake dank der Akquisition in der Ostseeregion verstärken.


TERMINE + EVENTS


V-Delicious: neue Messe für Vegetarier und Veganer

Berlin. (22.01. / igw) Die neue Veggiemesse «V Delicious» feiert dieser Tage an der Spree Premiere. Die Show findet vom 23. bis 25. Januar in Halle 26b der Messe Berlin statt. Sie erkennt den Trend der Zeit und bietet Besuchern die Möglichkeit, von Speisen und Getränken über Kosmetika, Haut- und Haarpflegeprodukten bis hin zu Kleidung und Lifestyle-Produkten für Vegetarier und Veganer zu probieren. Denn laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Vegetarierbunds Deutschland VEBU ernähren sich etwa 900.000 Menschen in Deutschland komplett vegan; fast sieben Millionen Bundesbürger sind Vegetarier und geben entsprechend Geld aus: Händler veganer Produkte verzeichneten 2012 einen Jahresumsatz von über 232 Millionen Euro, für vegetarische Lebensmittel gaben die Deutschen im selben Jahr insgesamt fast sechzig Millionen Euro aus. Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verzeichnet seit 2008 ein stetes Wachstum von jährlich rund dreißig Prozent im Verkauf von vegetarischen Teilfertigprodukten. Eine weitere neue Gastveranstaltung im Rahmen der Grünen Woche (IGW), die «Allergy + Free From Show», feiert ebenfalls vom 23. bis 25. Januar auf dem Berliner Messegelände Premiere. Sie wendet sich an Millionen von Menschen, die mit Allergien, Zöliakie, Atemwegsbeschwerden, jeglichen Unverträglichkeiten, Hautproblemen und Chemikaliensensibilitäten leben. In dieser Erlebniswelt finden die Besucher Produkte ohne Gluten, ohne Milch, ohne Nüsse und ohne Chemikalien. Die «Allergy & Free From Show» und die «V Delicious» fanden in den letzten Jahren bereits mit großem Erfolg in Großbritannien statt.

Fast ausgebucht: Sind Sie bereit für den Mindestlohn?

Isernhagen / Hannover. (22.01. / ge) Seit 01. Januar gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro flächendeckend in Deutschland. Die Einführung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) wirft jedoch in der Anwendung viele Fragen auf, besonders für Bäckereiunternehmen. Die Gehrke Econ Gruppe aus Isernhagen und Hannover lädt daher interessierte Unternehmer zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung zum MiLoG am Dienstag, den 27. Januar um 16.30 Uhr in die Räume der Gehrke Econ Gruppe, Imkerstraße 5, 30916 Isernhagen, ein. Einige wenige Plätze sind noch frei. Die Teilnehmer erhalten viele praxisrelevante Informationen und erfahren aktuelle Neuigkeiten und Handlungsempfehlungen zum Thema. Referentinnen werden die Leiterin des Personalwesens der Gehrke Econ Gruppe Christiane Mero und die Fachanwältin für Arbeitsrecht, Rechtsanwältin Katrin Engler von der Gehrke Econ Rechtsanwaltsgesellschaft sein. Die Themen:
– Wer hat Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn?
– Welche Ausnahmen vom MiLoG gibt es?
– Wie kann der Mindestlohn arbeitgeberfreundlich umgesetzt werden?
– Wie sind die Arbeitszeitnachweise zu führen? (Muster)
– Welche Vertragsklauseln sollten ab dem 01. Januar berücksichtigt werden? (Muster)
– Sind vereinbarte Ausschlussfristen noch wirksam?
– Wie kann die Generalunternehmerhaftung begrenzt werden?
– Wer kontrolliert die Einhaltung des MiLoG?
– Wie können Sie sich darauf vorbereiten?
– Welche Sanktionen drohen bei Verstößen gegen das MiLoG?
Im Anschluss an die Veranstaltung haben die Teilnehmer – bei einem kleinen Imbiss – die Möglichkeit, mit den Referentinnen weitere Fragen zum Mindestlohngesetz zu erörtern. Haben Sie Interesse an dieser kostenlosen Informationsveranstaltung, dann melden Sie sich bitte bei Yasmeen Behnke von der Gehrke Econ Gruppe an.

«Sugar-Explosion»: JGS-Cup 2015 bittet um Anmeldung

Heidelberg. (22.01. / jgs) Für alle interessierten Fachkräfte aus der Konditorei, Patisserie und Küche führt die Johannes-Gutenberg-Schule (JGS) am 09. Februar zum siebten Mal einen Wettbewerb in der Sparte Zuckerverarbeitung durch. Inspiriert Sie das Motto zu einer Zuckerarbeit, dann nehmen Sie teil, arbeiten Sie mit anderen Kreativen, knüpfen Sie Kontakte und stellen Sie sich der Herausforderung. Isomalt ist an der JGS der bevorzugt zu verarbeitende Werkstoff, doch auch Freunde des herkömmlich gekochten Zuckers sind gerne gesehen. Der Wettbewerb findet in den Werkstätten der JGS-Meisterschule für Konditoren in Heidelberg statt. Es steht nur eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung. Weitere Details und ein Anmeldeformular finden Interessenten auf dem JGS-Server.

International FoodTec Award: Die Preisträger stehen fest

Frankfurt. (22.01. / dlg) Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG hat die Preisträger des International FoodTec Awards bekannt gegeben. Mit der Auszeichnung werden in diesem Jahr 18 Innovationsprojekte aus der internationalen Lebensmittel- und Zulieferindustrie geehrt. Jeweils neun Innovationen erhalten den International FoodTec Award in Gold und den in Silber. Zu den Preisträgern gehören Unternehmen aus Dänemark, Kanada, den Niederlanden, Österreich und Deutschland. Die Preisverleihung findet am 24. März im Rahmen der Anuga FoodTec, der internationalen Fachmesse für Lebensmittel- und Getränketechnologie, in Köln statt.

BioFach: Food for Thought – Bio-Nahrung für den Kopf

Nürnberg. (21.01. / nm) Wenn vom 11. bis 14. Februar das Messe-Duo aus BioFach und Vivaness rund 2.200 Aussteller – 200 davon auf der Fachmesse für Naturkosmetik – und rund 42.000 Fachbesucher versammelt, lädt die NürnbergMesse auch zum weltweit größten Bio-Branchenkongress. Dieser bildet eine einzigartige Plattform für Wissens- und Informationsaustausch und erreicht mit rund 100 Vorträgen und Diskussionsrunden mehr als 6.500 Teilnehmer. Diese diskutieren Themen, die bewegen, und gestalten die Zukunft des globalen Marktes und der Bio-Bewegung sowie die Politik mit. Der Besuch von Kongressveranstaltungen erfordert keine gesonderte Registrierung und ist für die Teilnehmer beider Fachmessen kostenfrei. Kongressschwerpunkt ist in diesem Jahr «Organic 3.0 – gute Rahmenbedingungen für mehr Bio». In insgesamt sieben Foren gliedert sich der Kongress. Zwei davon feiern 2015 Premiere: das Wissenschafts- und das Politik-Forum.

«Wir haben es satt!»: 50.000 Menschen demonstrieren

Berlin. (20.01. / nl) 50.000 Menschen haben zur Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin gegen Gentechnik, gegen das Freihandelsabkommen TTIP und für eine umfassende Agrarwende demonstriert. Sie forderten einen Kurswechsel in Richtung einer Landwirtschaft, die Bauern eine Zukunft gibt, damit sie ihrer Verantwortung gegenüber Verbrauchern, Tieren, Umwelt und Klima gerecht werden können. Das machten bei der Abschlusskundgebung am Samstag vor dem Bundeskanzleramt zahlreiche Redner unterschiedlicher Organisationen deutlich, darunter auch Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und langjähriges Naturland Präsidiumsmitglied. Die Teilnehmer einer bäuerlichen Parallel-Demonstration rief der BÖLW-Vorsitzende auf, sich anzuschließen: «Zu ‘Wir haben es satt!’ sind tausende von Bäuerinnen und Bauern aus ganz Deutschland gekommen. Uns geht es um das gleiche wie Euch: Wir brauchen eine Zukunft für die Bauernhöfe und für die Ernährung der Weltbevölkerung – und die kann das agrarindustrielle Modell mit seiner Ressourcen-Übernutzung und seinen Schäden für Umwelt und Natur nicht bieten», zitiert der Naturland Verband für ökologischen Landbau den BÖLW-Vorsitzenden in einer Mitteilung.

IGW: FriedensBrot von Partnerland Lettland an Polen übergeben

Berlin. (20.01. / igw) Die lettische Staatssekretärin für Landwirtschaft, Dace Lucaua, hat auf der Grünen Woche (IGW) der polnischen Vizeministerin für Landwirtschaft, Zofia Krzyzanowska, das Europäische FriedensBrot übergeben. Der dafür verwendete Roggen ist auf dem ehemaligen Todesstreifen an der Bernauer Straße gewachsen und gediehen. Im letzten Herbst wurde der Berliner Roggen mit der Ernte von Roggenfeldern auf historisch bedeutsamen Stätten in elf weiteren EU-Ländern Mittel- und Südosteuropas geerntet und jetzt zu einem großen Friedensbrot verarbeitet. Polen wird Gastgeber des nächsten FriedensBrot-Forums «Landwirtschaft und Frieden» sein.

Südback 2016: schon jetzt ein Drittel fest gebucht

Stuttgart. (20.01. / stgt) Die Südback, Fachmesse für das Bäcker- und Konditorenhandwerk, findet vom 22. bis 25. Oktober 2016 auf den Fildern statt und schwimmt schon jetzt auf der Erfolgswelle der letzten Veranstaltungen weiter. Zahlreiche Marktführer und Aussteller aus dem In- und Ausland hätten sich bereits ihren Standplatz für die nächste Ausgabe der Fachmesse gesichert und ihre Fläche fest gebucht, heißt es aus Stuttgart. «Der Vertrauensvorschuss, den uns die Aussteller der backenden Branche entgegenbringen, ist enorm und belegt, dass wir der Branche die richtige Plattform bieten», sagt Andreas Wiesinger, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Stuttgart. «Bereits 20 Monate vor dem Beginn der Südback 2016 haben sich wichtige Aussteller und Marktführer angemeldet und ein Drittel der Fläche ist fest gebucht. Auch wenn wir 2014 sehr positive Rückmeldungen von Ausstellern und Fachbesuchern bekamen – mit so vielen Buchungen hatten wir zu diesem frühen Zeitpunkt nicht gerechnet». Bei der 26. Ausgabe werden die Messe und ihre Partner – die Bäko Zentrale Süddeutschland, der Landesinnungsverband für das Württembergische Bäckerhandwerk und der Landesinnungsverband des Konditorenhandwerks Baden-Württemberg – an die Bestmarken von 2014 sicher anknüpfen können.


MANAGEMENT + BETRIEB


BGN: Alkohol am Arbeitsplatz gefährdet Versicherungsschutz

Mannheim. (22.01. / bgn) Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werden mindestens 20 Prozent aller Arbeitsunfälle durch Alkoholgenuss verursacht oder beeinflusst. Das bedeutet: Alkohol und Arbeit passen nicht zusammen. Wann alkoholisierte Mitarbeiter nicht mehr gesetzlich unfallversichert sind, darüber informiert die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Hat ein Mitarbeiter Alkohol getrunken, hängt es grundsätzlich vom Grad der Alkoholisierung ab, ob er noch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht oder nicht. Volltrunkenheit schließt den Versicherungsschutz aus. Hier entfällt der juristisch geforderte so genannte innere Zusammenhang zwischen versicherter Tätigkeit und dem Unfall. Oder einfacher: Der volltrunkene Mitarbeiter ist nicht mehr in der Lage, wesentliche Arbeitsschritte durchzuführen, verrichtet also keine dem Unternehmen förderliche Tätigkeit mehr. Der Versicherungsschutz entfällt auch, wenn sich nach einem Unfall herausstellt, dass ausschließlich Alkoholeinfluss den Unfall bedingte und damit rechtlich die alleinige Unfallursache war. Anders liegt der Fall, wenn der Unfall ebenso gut andere Ursachen hätte haben können, also zum Beispiel Unaufmerksamkeit, Leichtsinn oder Übermüdung. Immer gilt: Wenn Mitarbeiter am Arbeitsplatz Alkohol trinken, ist der Vorgesetzte gefordert und in der Verantwortung. Wird ihm nach einem Unfall nachgewiesen, um die Alkoholisierung des Mitarbeiters gewusst zu haben, kann er in Regress genommen werden. Und nicht nur das: Er kann wegen seiner Pflichtverletzung auch strafrechtlich und zivilrechtlich haftbar gemacht werden.

BVE: leitet Ernährungsindustrie zum Nachhaltigkeitskodex

Berlin. (22.01. / bve) Deutsche Lebensmittelhersteller wollen den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) anwenden und damit eine transparente und vergleichbare Nachhaltigkeits- Berichterstattung auf freiwilliger Basis fördern. Zu diesem Schluss kamen die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und Branchenvertreter in Zusammenarbeit mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Dafür erstellen Unternehmen und Verbände mit Unterstützung des RNE einen Branchenleitfaden zur einfachen und fachspezifischen Anwendung des DNK. «Eine verständliche und vergleichbare Nachhaltigkeits- Berichterstattung in der Branche ist unser hohes Ziel. Für die Ernährungsindustrie mit ihren vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen müssen die Hürden niedrig gesetzt und der Fokus auf wesentliche Einflusskriterien gelegt werden, um die Anwendung so einfach wie möglich zu machen. Wir sind auf dem richtigen Weg. Auch weil wir die Leistungen der Branche im Bereich Nachhaltigkeit verstärkt kommunizieren müssen», sagt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE. Der Generalsekretär des RNE, Prof. Dr. Günther Bachmann, hebt die Bedeutung der Branche hervor: «Die Ernährungsindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Jeder Mensch hat mit ihr zu tun. Ich begrüße die Initiative des Bundesverbandes. Eine verbesserte Nachhaltigkeits- Kommunikation ist nötig und möglich. Der RNE steht dieser Initiative mit Rat und Tat zur Seite». Während der Internationalen Grünen Woche in Berlin erläuterten Minhoff und Bachmann erstmals öffentlich die gemeinsamen Anstrengungen sowie die Herausforderungen in der Anwendung des Nachhaltigkeitskodex für die Branche.

Regelmäßige Prüfung und Pflege des Sortiments … aber wie?

Isernhagen / Hannover. (21.01. / ge) Das Sortiment einer Handwerksbäckerei umfasst im Schnitt 90 Dauerartikel und sollte regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Entscheidungen, die eine Veränderung des Sortiments betreffen, werden in der Praxis oft anhand des Artikelumsatzes und «aus dem Bauch» getroffen. Die Tatsache, ob mit dem Artikel ein ausreichender Beitrag zur Deckung der Gemeinkosten und zur Gewinn- Erwirtschaftung erzielt wird, bleibt dabei oftmals – mangels des Vorliegens einer aussagekräftigen Kalkulation – unberücksichtigt. Neben den sogenannten weichen Faktoren sind der Deckungsbeitrag und der Umsatz die beiden zentralen Kennzahlen, die eine Sortimentsanalyse beinhalten müssen. Durch die jeweilige Ausprägung der Kennzahlen lassen sich die Artikel grundsätzlich in vier Kategorien unterscheiden:

  • hoher Deckungsbeitrag / niedriger Umsatz: Potenzial-Artikel
  • hoher Deckungsbeitrag / hoher Umsatz: Star-Artikel
  • niedriger Deckungsbeitrag / hoher Umsatz: Optimierungs- oder Kampfartikel
  • niedriger Deckungsbeitrag / niedriger Umsatz: Auslistungsartikel

Aufgrund der Klassifizierung bieten sich als Ergebnis der Sortimentsanalyse unterschiedliche Handlungsstrategien an. Darüber hinaus müssen im zweiten Schritt auch weiche Faktoren wie zum Beispiel das Verbund- oder das Kundenbindungspotenzial eines Artikels berücksichtigt werden. Bei Fragen rund um das Thema «Artikelkalkulation» und «Sortimentsanalyse» wenden Sie sich bitte an die Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft. Ihr Ansprechpartner Christian Bork ist unter der Rufnummer 0511/70050-400 oder per E-Mail für Sie erreichbar.

Klemme AG: Wie finden wir geeigneten Nachwuchs?

Lutherstadt Eisleben. (20.01. / aag) Die zur Aryzta AG gehörenden Betriebe der Klemme AG, erst kürzlich von der IHK Halle-Dessau als «Top-Ausbildungsbetrieb» zum wiederholten Mal bestätigt, setzen mit voller Kraft auf die Ausbildung und die Anwerbung von Fachkräften für das neue Werk 7, eine der modernsten Bäckereien der Welt. Die Klemme AG präsentierte sich dieser Tage auf der Bildungs-, Job- und Gründermesse «Chance 2015» in Halle mit einem eigenen Messestand; dort standen Ausbilder und Auszubildende den Messebesuchern Rede und Antwort. Der betriebliche Ausbilder Mathias Nolte sagt in einer Mitteilung: «Wir haben ausführlich und aus erster Hand durch unsere Auszubildenden direkt darüber informiert, wie die Ausbildung bei Klemme läuft und was unser Unternehmen ausmacht». Die «Chance 2015» richtete sich nicht nur an Schüler und Studenten in Sachen Berufsorientierung, sondern auch an Fachkräfte, die Möglichkeiten zur Entwicklung suchen. «Wir sind einer der attraktivsten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt. Wir bieten ausgezeichnete Karrierechancen und zudem die Möglichkeit, an unseren ausländischen Standorten internationale Erfahrung zu sammeln», sagt Klemme-Personalchefin Cathleen Schlüter in der gleichen Mitteilung. Bis zum Sommer will Aryzta über 100 Auszubildende an den Standorten in Sachsen-Anhalt und Thüringen beschäftigen. Welche Schüler/innen oder Student/innen den Weg nach Eisleben finden, muss sich indes noch zeigen. Während der «Chance 2015» konkurrierten die Großbäcker mit insgesamt rund 250 Unternehmen.

Migros Gruppe: meldet Wachstum um zwei Prozent in 2014

Zürich / CH. (19.01. / mgb) Die Migros Gruppe blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Die ganze Gruppe verzeichnet in allen Geschäftsfeldern ein gesundes Wachstum. Im Super- respektive Verbrauchermarkt konnte die Gruppe erneut Marktanteile gewinnen und die Kundenfrequenzen steigern. Insgesamt wurden 341.5 Millionen Kassenbons gedruckt. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die nachhaltigen und regionalen Produkte entwickelten sich sehr erfreulich und erzielten einen Gesamtumsatz von 3,343 Milliarden Schweizer Franken (CHF). Auch der Online-Umsatz stieg um 16,6 Prozent auf insgesamt 1,086 Milliarden CHF. Die Migros bleibt somit auch in diesem Bereich unangefochtener Marktführer in der Schweiz. «Die guten Umsatzentwicklungen zeigen, dass wir in den letzten Jahren in allen Bereichen die richtigen strategischen Maßnahmen getroffen haben», sagt Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB), in einer Mitteilung. Der gesamte Ertrag der Gruppe stieg 2014 um 546,2 Millionen CHF (plus 2,0 Prozent) auf 27,283 Milliarden CHF (Vorjahr 26,7 Milliarden CHF). Erstmals im Ertrag enthalten ist der Umsatz von Schild (seit Januar 2014), der Ospena Group AG (Restaurants Molino seit Juni 2014), von SweetWorks in den USA (seit April 2014) und des Ferienhausvermittlers Inter Chalet (seit Januar 2014).

  • Gastronomie: Das Segment Gastronomie schloss 2014 mit einem Umsatz von 675,8 Millionen CHF in einem hart umkämpften Marktumfeld knapp unter Vorjahr ab (minus 0,4 Prozent). Während die Migros Restaurants etwas an Boden einbüßten (minus 2,4 Prozent), konnten die Migros Take Away um 3,0 Prozent zulegen. Das Geschäftsfeld Gemeinschaftsgastronomie erzielte ein erfreuliches Umsatzwachstum von 11,4 Prozent.
  • Industrie: Die Migros-Industrie konnte ihre Marktstellung im In- und Ausland weiter ausbauen. Sie erzielte einen Umsatz von 6,020 Milliarden CHF (Vorjahr 5,764 Milliarden CHF), was einem Plus von 4,5 Prozent entspricht. Im Umsatz enthalten ist seit April 2014 auch das Ergebnis der in den USA angesiedelten Unternehmensgruppe SweetWorks. Eine separate Medienmitteilung zur Migros-Industrie, zu der auch die Großbäckerei Jowa AG gehört, erscheint Ende Februar.

Tipp: Automatische Überprüfung von Datenmengen

Kronau. (19.01. / goe) Im Eifer des Gefechtes, sprich: immer dann, wenn man es eilig hat, passiert es hin und wieder, dass man für Listen versehentlich alle Kunden, Artikel oder Rohstoffe ausgewählt hat. Je nach Auswertung und Liste kann dies dazu führen, dass es etwas länger dauert oder unnötig Papier verschwendet wird. Um dieses zu vermeiden, gibt es eine sogenannte «Mengenüberwachung» in der Bäckereisoftware Marvin. Im Menüpunkt «Optionen» / «Firmenparameter» können Anwender auf der Seite «allg. Parameter» diese entsprechende Funktion aktivieren. Sie finden die Überwachungsgrenze auf der Unterseite 7 im Feld «Aktiver Druckhinweis bei Datenmengen größer xx %». Dort tragen Sie einfach den Prozentsatz ein, ab welchem Anteil von Datensätzen Marvin Sie vor dem Start der Auswertung informieren soll. Die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Servicepartner zeigen Ihnen gerne, wie Sie diese Funktion für sich nutzen können.


MARKETING + VERKAUF


«Kornspitz»: Markenrecht-Streit kommt vor Obersten Gerichtshof

Wien / AT. (23.01. / ogh / eb) Weitgehend unbemerkt von der backenden Branche hierzulande tobt in Österreich seit 2011 ein Markenrecht-Streit. Dabei geht es nicht nur um ein Kleingebäck oder eine Gattungsbezeichnung – sondern um ein Prinzip im Allgemeinen, das die Markenrechte vieler europäischer Unternehmen berühren kann. Im Besonderen dreht sich der Streit um das «Kornspitz», das die einen immer noch für eine Marke halten und die anderen längst als Gattungsbezeichnung identifizieren. So zog sich der Streit durch mehrere Instanzen bis hin zum Europäischen Gerichtshof (EuGH), der Anfang März 2014 ein Urteil mit Signalwirkung fällte, zumal dieses auch der Rechtsangleichung in Europa dienen sollte (siehe WebBaecker 11/2014). Demnach kann eine Marke für eine Ware, für die sie eingetragen ist, für verfallen erklärt werden, wenn infolge des Verhaltens oder der Untätigkeit ihres Inhabers im geschäftlichen Verkehr diese Marke zu einer gebräuchlichen Bezeichnung dieser Ware geworden ist oder/und eine Alternativbezeichnung fehlt. Ausschlaggebend hierfür ist der Verlust der Unterscheidungskraft allein aus Sicht der Endverbraucher. Mit dieser Richtlinie verwies der EuGH die Angelegenheit wieder zurück an die österreichischen Instanzen. Dort nahm sich das Oberlandesgericht (OLG) Wien der Sache an und fällte in dieser Woche ein Urteil. Demnach genießt die Firma Backaldrin für das Endprodukt Kornspitz keinen Markenschutz mehr, wohl aber für die Backmischung, die der Backmittler an Bäckereien verkauft. Nach OLG-Urteil stellen Endverbraucher mit Blick auf das Brötchen keine Verbindung zum Backmittler her. Das Kornspitz sei heute eine Gattungsbezeichnung für Körnerbrötchen mit spitzen Enden. Backaldrin habe es versäumt, zu Endverbrauchern just jene Verbindung herzustellen. Daher könne Backaldrin heute auch keinen Markenschutz mehr geltend machen. Anders verhalte es sich mit der Backmischung, die der Backmittler an Bäckereien verkauft. Hier könne der Käufer sehr wohl eine Beziehung herstellen zwischen Erzeuger und Erzeugnis. Deshalb sei hier weiterhin Markenschutz gegeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es wird erwartet, dass Backaldrin vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) Revision einlegt. Selbst wenn die Erfolgsaussichten gering sind, bedeutet das Revisionsverfahren immerhin, dass die Marke «Kornspitz» bis zum Ende des Verfahrens weiter geschützt wäre. Es geht also ums Geld.

Goldene Brezel: Premiumbäcker im Rampenlicht

Berlin. (20.01. / bkl) Zu den Highlights auf dem traditionellen Brandenburg-Tag während der Grünen Woche (IGW) zählte die Auszeichnung von 23 Mitgliedsbetrieben des Bäcker- und Konditoren-Landesverbands Berlin-Brandenburg (BKL) – von der Uckermark über Berlin bis zur Lausitz – für geprüfte handwerkliche Qualität. Die Zertifikate überreichte Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke. Unter großem Applaus aus dem Publikum erhielten die Bäckermeister die «Goldene Brezel», das Prädikat für beste Arbeit und großes Engagement in der Backstube und im Ladengeschäft. «Was für die Köche der Stern, ist für uns Bäcker die Goldene Brezel», sagt Landesinnungsmeister Hans-Joachim Blauert. Sie sei ein für Kunden schnell erkennbares Prädikat. «Daran erkennt man den Premiumbäcker vor Ort sofort», sagt Verbandsgeschäftsführer Johannes Kamm.

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ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Umfrage: Verbraucher wollen weniger Verpackungen

Berlin. (21.01. / nabu) Deutschlands Verbraucher würden es begrüßen, wenn regionale Obst- und Gemüsesorten im Supermarkt angeboten werden – am besten ohne Plastikverpackung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage (PDF) des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Naturschutzbunds Deutschland NABU. Besonders hoch im Kurs steht die Regionalität. Drei von vier Kunden äußerten Interesse an regionalen und speziellen Obst- und Gemüsesorten. Auch mit Blick auf Verpackungen an der Obsttheke geben die Verbraucher ein klares Votum ab: 76 Prozent der Befragten bevorzugen Obst und Gemüse, das nicht abgepackt ist. Nur vier Prozent kaufen es lieber mit Verpackung. Um Plastikmüll zu vermeiden, sind 85 Prozent bereit, einen eigenen Beutel für Obst und Gemüse zum Einkauf mitzunehmen. «Geht es nach dem Wunsch der Verbraucher, scheint das Ende der Plastikverpackungen eingeläutet», sagt NABU- Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Er appelliert an den Handel, einen möglichst verpackungsfreien Einkauf zu ermöglichen. «Bislang haben die Lebensmittel- Einzelhändler die Verantwortung zu sehr auf die Konsumenten abgewälzt. Doch ihre Kunden machen nun deutlich: Sie wollen weniger Plastik und statt dessen regionale Vielfalt. Die Händler müssen auf die gesellschaftlichen Trends reagieren und aktiv vorangehen», sagt Miller. Nach Ansicht des NABU gibt es derzeit noch zu wenige mutige Einzelhändler mit neuen Ideen. «Die Umfrage zeigt aber, dass hier unterschätzte Potenziale liegen. Wenn sich ein Einzelhändler nachhaltig und umweltbewusst positioniert, werden die Verbraucher es ihm danken», ist sich Katharina Istel, NABU-Expertin für Nachhaltigen Konsum, sicher. «Auch leere Regale vor dem Feierabend sollten künftig kein Tabu mehr sein», sagt sie. Knapp 80 Prozent der Verbraucher würden auf bestimmtes Obst und Gemüse oder Backwaren verzichten, wenn dadurch insgesamt weniger Produkte weggeworfen würden. «Hier bräuchte es in der Praxis aber kreative und kompetente Kommunikationsstrategien, damit die Kunden nicht einfach im nächsten Laden nach dem gleichen Produkt suchen».

Lebensmittel: Preise seit 2010 um 11,5 % gestiegen

Wiesbaden. (21.01. / destatis) Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel waren 2014 um 11,5 Prozent höher als noch im Jahr 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Grünen Woche weiter mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel damit deutlich stärker als die Verbraucherpreise insgesamt. Diese erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent. Besonders in den Jahren 2012 und 2013 verteuerten sich Nahrungsmittel auf Verbraucher-Ebene überdurchschnittlich. 2014 stiegen die Nahrungsmittelpreise nur geringfügig stärker als die Verbraucherpreise insgesamt. Im Vergleich zu 2010 mussten die Verbraucher 2014 vor allem für Molkereiprodukte (plus 19,5 Prozent), Obst (plus 16,8 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (plus 15,1 Prozent) deutlich tiefer in die Tasche greifen.

GFFA: über Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie

Berlin. (20.01. / igw) Zuweilen ist man sich nicht sicher, ob man es nur mit einer «hochkarätig besetzten» Veranstaltung zu tun hat oder tatsächlich mit einem Podium, das seine Ideen in die Welt tragen und dort auch was bewegen kann. So ähnlich verhält es sich mit dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), das parallel zum Auftakt der IGW Internationalen Grünen Woche Berlin stattfindet. Rund 1.200 Gäste aus der ganzen Welt verfolgten in diesem Jahr die Diskussion auf dem GFFA-Podium. Im Anschluss lud die deutsche Agrar- und Ernährungsindustrie zum Internationalen Wirtschaftspodium, während sich Agrarminister aus über 70 Ländern mit hochrangigen Vertretern der Weltbank und der Welternährungsorganisation FAO zum Berliner Agrarministergipfel trafen. Im Fokus standen die Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie. Hinter dem Begriff steckt eine Wirtschaftsform, die auf der nachhaltigen Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen beruht. Zahlreiche Länder haben in den letzten Jahren entsprechende Strategien aufgelegt, um eine Umwandlung ihrer Wirtschaft voranzutreiben. Prof. Joachim von Braun, Leiter des Zentrums für Entwicklungsforschung der Uni Bonn und Vorsitzender des deutschen Bioökonomierats, erinnerte in Berlin daran, dass die Bioökonomie an sich eine uralte Wirtschaftsform ist; schließlich werden beim Brotbacken, Bierbrauen oder Heizen mit Holz auch biologische Ressourcen genutzt. Neu sei allerdings der «wissensbasierte Ansatz» – also die Tatsache, sich biologische Prozesse zueigen zu machen und Vorgänge aus der Natur nachzuahmen. «Zurzeit sind 15 Prozent unserer Volkswirtschaft biobasiert, bis 2050 sollen es 50 Prozent sein», sagte von Braun in Berlin. Mal sehen, woran sich die Akteure 2050 messen lassen können – oder müssen. Die vollständige Mitteilung zum Global Forum for Food and Agriculture unter dem Titel «Bioökonomie – Chance für Mensch, Natur und Umwelt oder Gefahr für die Ernährungssicherung?» gibt es auf dem IGW-Server.

EU-Kommissar über TTIP: Herkunftsangabe hat hohe Priorität

Berlin. (20.01. / igw) Bei den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) hat der verstärkte Schutz europäischer Nahrungsmittel mit geografischer Herkunftsangabe hohe Priorität. Er werde keine EU-Standards für dieses oder andere Handelsabkommen opfern, betonte der neue EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan, während einer Pressekonferenz während der Internationalen Grünen Woche (IGW). Ein ausgewogener Vertrag werde den europäischen Landwirten aber große Vorteile bieten und neue Exportmärkte erschließen. Angesichts der russischen Importverbote, durch die bestimmte Produkte und Regionen stärker betroffen seien als andere, gelte es, den Verbrauch innerhalb der EU zu steigern und neue Märkte in Drittländern zu erschließen, was allerdings Zeit brauche. Hogan denkt hier besonders an den Fernen Osten. Er verwies auf das kurz vor dem Abschluss stehende Äquivalenzabkommen mit Südkorea sowie entsprechende Gespräche mit Japan und Vietnam.


PERSONEN + EHRUNGEN


DLG: Gesamtausschuss bestätigt Präsidenten

Frankfurt. (22.01. / dlg) Der Gesamtausschuss der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG hat während der Wintertagung in Berlin den Landwirt Carl-Albrecht Bartmer aus Löbnitz an der Bode (Sachsen-Anhalt) für eine weitere Amtsperiode von drei Jahren als Präsidenten bestätigt. Bartmer führt die DLG seit Januar 2006. Darüber hinaus wählten die Mitglieder des Gesamtausschusses Prof. Dr. Achim Stiebing von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo, Prof. Dr. Michael Doßmann von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Weidenbach und die Landwirte Hubertus Paetow aus Finkenthal (Mecklenburg-Vorpommern), Philipp Schulze Esking aus Billerbeck (Nordrhein-Westfalen) und Ulrich Westrup aus Bissendorf (Niedersachsen) in den Vorstand. Die Gewählten sind entsprechend der neuen Satzung mit neuer Organisationsstruktur ehrenamtliche Vorsitzende der einzelnen DLG-Fachbereiche und zugleich Vizepräsidenten.

VDG: vergibt Förderpreis zum Thema Salzreduktion

Düsseldorf. (17.01. / vdg) Die Lebensmittelchemikerin Dr. Katharina Scherf (29) hat den wissenschaftlichen Förderpreis des Verbands Deutscher Großbäckereien (VDG) erhalten. Den erhielt sie für ihre Untersuchungen zur Kochsalzreduktion in Lebensmitteln. Auf europäischer Ebene wird seit langem die Forderung erhoben, den Salzgehalt bei Brot und Gebäck zu verringern. «In dieser Frage sind die deutschen Großbäcker Vorreiter», sagte Hauptgeschäftsführer Armin Juncker bei der Preisverleihung. «Schon heute können die Großbäcker ihre Brote und Backwaren aufgrund angepasster Rezepturen und Technologien mit deutlich verringertem Salzgehalt anbieten». Die jetzt gefundenen Ergebnisse zeigen weitere Möglichkeiten der Reduktion auf. Der Preis wurde anlässlich der 44. Wissenschaftlichen Informationstagung der (BBGfG) in Berlin verliehen. Die Doktorarbeit, erstellt am Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik der TU München unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Hofmann trägt den Titel «Untersuchungen zur Salzwahrnehmung in Brot und Textur-Modellsystemen – Ein Beitrag zur Kochsalzreduktion in Lebensmitteln». Scherf wies wissenschaftlich nach, dass die Reduzierung des Natriumgehalts im Brotrezept die technologischen Eigenschaften der Teige und ausgebackenen Brote insgesamt verschlechtert. Daher müssen bei der industriellen Herstellung Kochsalz- reduzierter Backwaren Rezept und Verarbeitung angepasst werden. Allein durch technologische Maßnahmen könnte der Natriumgehalt von Backwaren bei gleichbleibender Geschmacksqualität so um bis zu 25 Prozent verringert werden. Die Untersuchungen zeigen auch, dass es bei der industriellen Brotherstellung unerlässlich ist, Produkte mit geeigneter Textur herzustellen. Eine Reduzierung des Natriumgehalts in Brot ohne Beeinträchtigung der technologischen und sensorischen Eigenschaften ist demnach auch dadurch möglich, dass 30 Prozent des Natriumchlorids durch Kaliumchlorid ersetzt werden.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Finsbury announces H1 trading statement

Hamburg. (bm) British Finsbury Food Group PLC, a leading UK speciality bakery manufacturer of cake, bread and morning goods for both the retail and foodservice channels, is providing an update on trading for the first half of the current financial year, ended 27th December 2014, prior to entering its close period. Other topics of the week:

Title Region Date
Frozen bakery products: Vandemoortele acquires LAG (BE) Fri 01-23
Barry Callebaut: announces Q1/2015 key figures (CH) Fri 01-23
Almarai: announces annual financial results 2014 (SA) Thu 01-22
Internorga: about tasty potentials in fast food and snacking (DE) Thu 01-22
Mondelez: to invest in Biscuit Plant in Bahrain (US) Wed 01-21
Maplehurst Bakeries: to purchase Creative Occasions (US) Wed 01-21
Finsbury: Pre-Close Trading Statement H1 2014/2015 (UK) Tue 01-20
Thorntons: announces Q2/2015 trading update (UK) Tue 01-20
Krispy Kreme: Announces Earnings Guidance 2016 (US) Mon 01-19
Hain Celestial: Extends Relationship With Panera Bread (US) Mon 01-19
Profile America: January is Hot Tea Month (US) Mon 01-19
PepsiCo: Elects Trian Advisory Partner to its Board (US) Mon 01-19
Lantmännen: to acquire Finland’s Vaasan Group (SE) Sat 01-17
Real Good Food: Announces Half Year Report (UK) Sat 01-17


REZEPTE + IDEEN


Mein Mehl: meine Hack-Tartelettes!

Image Berlin. (23.01. / vdm) Auf seiner Verbraucher-Website «mein-mehl.de» hat der Verband Deutscher Mühlen (VDM) ein kleines Rezept für «Hack-Tartelettes mit Saison-Salat» archiviert, das die Snack-Bäcker unter Ihnen sicher interessiert. Zumal die Tartelettes – bei professioneller Logistik – schnell zubereitet sind und eine nette kleine Mahlzeit, nicht zu schwer, für die Mittagspause abgeben. Die Herstellungsanleitung bezieht sich auf acht Portionen und scheint geeignet, den Geschmack einer breiten Masse zu treffen.