Samstag, 5. Dezember 2020

WB-04-2014

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 04. KW 2014 (18.01. bis 24.01.)
Download: https://www.webbaecker.de/14archivphp/wb0414.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Klasse statt Masse: Was will der Brotkunde wirklich?
02. Ohne viel Brimborium: 100 Prozent Handwerk
03. Österreich: Wie Edel-Bäcker Traditionen neu beleben
04. Hug AG: ist wieder auf Wachstumskurs
05. BDSI: Deutsche essen jährlich 7,22 Kilo Kekse + Co.

TERMINE + EVENTS:
06. AGF: lädt zur Getreidenährmittel-Tagung
07. DLG: testet wieder Getreidenährmittel

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Inspektion und Instandhaltung: Wer macht was?
09. BIV: Bäcker verwahren sich gegen Generalverdacht
10. Reisekostenrecht 2014: Das Reisen ist nicht nur des Müllers Lust
11. Bitkom: empfiehlt schnelle SEPA-Umsetzung
12. BMWI: zeichnet effiziente und innovative Regionen aus
13. Studie: Ausbildungssystem für KMU problematisch
14. Vorbildfunktion: Sind Sie richtungsweisend?
15. Landwirtschaft: Ökobetriebe wachsen, bedienen aber weiter nur Nische

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
16. Vegetarisch? Vegan? Verbraucherschützer fordern Klarheit
17. BfR: Glyphosat nicht giftiger als bislang angenommen
18. Grüne Woche: 30.000 Menschen demonstrieren für Agrarwende
19. Moderne industrielle Lebensmittelproduktion: BVE klärt auf

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: ABF issues interim statement Q1/2014

REZEPTE + IDEEN:
21. Rustikal: die IsernHäger Bauernkate


MARKT + UNTERNEHMEN


Klasse statt Masse: Was will der Brotkunde wirklich?

Mainz. (24.01. / div) Wir Deutschen sind Weltmeister im Brotbacken. Doch das traditionelle Bäckerbrot ist auf dem Rückzug. Das Brot in Deutschlands Haushalten kommt heute zu über 70 Prozent aus der Backfabrik. Am Dienstagabend ging eine sehenswerte ZDF-Dokumentation der Frage nach: Wie gut ist unser Brot? Sternekoch Nelson Müller und Freunde prüften, was von der viel gerühmten «Deutschen Brotkultur» in Zeiten der industriellen Lebensmittelproduktion noch übrig ist. Die Länge der Dokumentation (44:05 Minuten) ließ natürlich nur eine oberflächliche Betrachtung zu. Doch bemühten sich die Akteure um Ausgewogenheit und ließen viele Seiten zu Wort kommen. Deutschlands Konsumenten wiederum zeigten, dass ihnen das Thema nicht egal ist: Insgesamt 3,67 Millionen Zuschauer verfolgten die Dokumentation. Das entspricht einem Marktanteil von 11,1 Prozent zur besten Sendezeit. So gut der Begriff der «Deutschen Brotkultur» in den Köpfen der Menschen haftet, so erstaunt war dann doch mancher TV-Brotprüfer, dass es hierzulande kein Reinheitsgebot für Brot gibt – analog zum Bier? Auf jeden Fall wollen die Menschen wissen, was in ihrem Brot steckt: Das klang immer wieder durch bei Nelson Müller und Freunden sowie bei den Verbrauchern, die in der Sendung zu Wort kamen. Mehr noch: Verbraucher setzen voraus, dass die Basis für gutes Brot die Führung eines traditionellen, natürlichen Vorteigs/Sauerteigs ist. Dafür sind sie auch bereit, mehr Geld auszugeben …

P.S.: Besser hätten Ihnen das die Fachleute von IsernHäger nicht sagen können. Deshalb nehmen die Vorteig-Spezialisten aus Isernhagen bei Hannover die Dokumentation «Wie gut ist unser Brot?» zum Anlass, Ihnen am 12. Februar ein Seminar anzubieten, mit dem Sie Ihre Kenntnisse auffrischen können in Sachen «Vorteige für Weizen und Roggen – Brühen und Quellen». Details finden Sie auf der IsernHäger Homepage hier.

Ohne viel Brimborium: 100 Prozent Handwerk

Mainz. (24.01. / div) Die in der bereits erwähnten ZDF-Dokumentation «Wie gut ist unser Brot?» erwähnte Bäckerei Maria von Heel finden Interessenten in Birgden, Gemeinde Gangelt – Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen, direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Die junge Bäckermeisterin und Betriebswirtin des Handwerks hat die Bäckerei im Mai 2013 – vor nicht einmal einem Jahr – übernommen und macht seither einiges anders. Zwar ist dadurch das Sortiment schmaler geworden, doch sie und ihr Team machen zu 100 Prozent alles selbst. Maria von Heel und Team sind der Überzeugung, dass sich Qualität durchsetzt und der Geschmack von Backwaren umso besser ist, je natürlicher und ursprünglicher ihre Herstellung verläuft.

Österreich: Wie Edel-Bäcker Traditionen neu beleben

Wien / AT. (23.01. / fat) Brot und Backwaren sind zu Einheitsprodukten geworden. Eine neue Generation von Edel-Bäckern hält dagegen und erzeugt Sauerteigbrote wie in der guten alten Zeit – heißt es in der Online-Ausgabe des österreichischen Magazins «Format» unter der Überschrift «Bäcker – The Next Generation». Die Reportage ist unbedingt lesenswert, wirft sie doch einen Blick auf eine alpenländische Bäcker-Szene, die selbstbewusst überkommene Klischees abschüttelt und mit frischem Geist alte Traditionen neu belebt. Das kreuzbrave, solide Bäcker-Image hat dabei wohl kaum jemand so konsequent abgestreift wie Denise Pölzelbauer. Die jüngste Bäckermeisterin Österreichs hat sich mit ihren ausgefallenen Spezialitäten unter Feinschmeckern längst einen Namen gemacht. Dabei bäckt sie ihr Brot in einem 130 Jahre alten Steinofen schon mal mit Galgant, Sake oder Ghee. Natürlich kommen – neben anderen Branchenvertretern – auch «Kult-Bäcker» Josef Weghaupt, Slow Bäcker Erich Kasses oder die Biobäckerei des Filialisten Ströck Brot zu Wort.

Hug AG: ist wieder auf Wachstumskurs

Luzern / CH. (23.01. / hug) Die eidgenössische Hug Backwaren Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 111.4 Millionen Schweizer Franken erzielt. Gegenüber 2012 entspricht dies, nach mehreren Jahren der Stagnation, einem Wachstum von 4,2 Prozent. Die neu eingeschlagene Exportstrategie hat sich bewährt, heißt es hierzu aus Malters im Kanton Luzern: In den Segmenten Retail und Gastronomie konnte die Hug AG den Export um acht Prozent steigern. Auch im Inlandsgeschäft legte Hug bei den Biscuits- und Gastronomie-Umsätzen trotz rückläufiger Märkte zu – sagt das Unternehmen, ohne ins Detail zu gehen. Dank Innovationen rund um die Marke «Dar-Vida» wuchs der Geschäftsbereich Gesunde Ernährung gar um 20 Prozent. Die vereinte Unternehmensgruppe «Hug Familie» wird sich künftig klar auf Backwaren und ausgewählte Ergänzungsprodukte konzentrieren. Mit der Neupositionierung der Marke «Hug» sowie mit Innovationen wie einem «Dar-Vida Vollkornbrot» will die Hug Familie die positive Entwicklung fortsetzen. Gegenüber 2012 konnte das Unternehmen den Ausstoß um 300 auf 8’670 Tonnen steigern. Die Zahl der Mitarbeitenden gibt Hug zum Jahreswechsel 2013/2014 mit 335 Vollzeitbeschäftigten an.

BDSI: Deutsche essen jährlich 7,22 Kilo Kekse + Co.

Bonn. (23.01. / bdsi) Die Hersteller von Feinen Backwaren verzeichneten 2013 ein gutes Geschäft, berichtet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). In der Menge legte die Produktion von Feinen Backwaren um 3,3 Prozent zu. Insgesamt wurden davon 717.000 Tonnen erzeugt. Im Wert stieg die Produktion um 3,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das Saisongeschäft mit Herbst- und Weihnachtsgebäck lief ebenfalls positiv. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Feinen Backwaren betrug 7,22 Kilogramm. Über alle Segmente hinweg konnten die rund 220 industriellen Hersteller deutscher Süßwaren und Knabberartikel 2013 die Produktionsmenge um 3,7 Prozent auf 3,96 Millionen Tonnen steigern. Im Wert stieg der Umsatz um 2,8 Prozent auf 12,49 Milliarden Euro. Den Schätzungen des BDSI liegen die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zugrunde. Der Inlandsabsatz stieg um 1,4 Prozent auf knapp 2,6 Millionen Tonnen, der Inlandsumsatz um 3,0 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Im Exportgeschäft verteidigte die deutsche Süßwarenindustrie zum 39. Mal ihren Titel als Exportweltmeister. Insgesamt wurden 1,81 Millionen Tonnen Süßwaren und Knabberartikel exportiert – plus 4,3 Prozent gegenüber 2012. Der Exportumsatz 2013 stieg um 2,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Mit einem Exportanteil von rund 45 Prozent geht fast jede zweite Tonne deutscher Süßwaren in den Export. Etwa 85 Prozent aller Süßwarenausfuhren werden in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert. 15 Prozent der Exporte gehen in Drittländer außerhalb der EU, allen voran die USA, die Schweiz, Russland und Australien. In 2013 betrug der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Süßwaren in Deutschland rund 32,3 Kilogramm (plus 1,4 Prozent) im Wert von 112,75 Euro (plus 3,0 Prozent). Die deutsche Süßwarenindustrie beschäftigte 2013 als drittgrößte Branche in der Ernährungsindustrie stabil knapp 50.000 Mitarbeitende (Volltext).


TERMINE + EVENTS


AGF: lädt zur Getreidenährmittel-Tagung

Detmold. (21.01. / agf) Zur 18. Tagung für Getreidenährmittel lädt die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) in Zusammenarbeit mit dem Max Rubner-Institut (MRI) am 12. und 13. März. Die Tagung findet im zweijährigen Turnus statt und behandelt Themen wie Schälmüllerei, Nährmittelherstellung, Extrusion, Maschinen- und Gerätebau, Forschung und Beratung. Sowohl das Programm 2014 als auch die Möglichkeit der Anmeldung on Line finden Interessenten hier.

DLG: testet wieder Getreidenährmittel

Frankfurt / Main. (21.01. / dlg) Backroh- und Backgrundstoffe können ebenso wie Getreidenährmittel ab sofort zur Internationalen DLG-Qualitätsprüfung angemeldet werden. Der jährlich vom Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführte wissenschaftliche Qualitätstest besteht aus einer sensorischen Produktanalyse, Verpackungs- und Deklarationskontrollen sowie stichprobenartigen Laboruntersuchungen. Produkte, die die Tests bestehen, erhalten eine Prämierung in Gold, Silber oder Bronze. Anmeldeschluss ist der 25. März. Das Prüfspektrum umfasst neben Getreidenährmitteln (mit Zutaten, Müsli, Fruchtriegel) unter anderem auch Ölsaaten, Trockenfrüchte und Backmischungen für Endverbraucher. Cremes und Füllungen stehen ebenso auf den Prüftischen wie gelierfähige Produkte, Überzüge, Dekore und pulverbasierte Desserts.


MANAGEMENT + BETRIEB


Inspektion und Instandhaltung: Wer macht was?

Buchholz / Nordheide. (24.01. / ele) Die Produktionsstätte einer Bäckerei soll über die gesamte Nutzungsdauer einwandfrei funktionieren und muss den hygienischen Vorgaben genügen. Hierfür sind, ähnlich wie bei Fahrzeugen, regelmäßige Inspektionen und Maßnahmen zur Instandhaltung nötig. Doch wer übernimmt die Aufgaben? Wer ist Hygiene-Beauftragter? Wer kontrolliert Inspektion und Instandhaltung? Kleine Mängel werden gerne übersehen frei nach dem Motto «Das machen wir bei Gelegenheit». Schon haben Sie sich gewöhnt und ein gewisses Maß an Betriebsblindheit sorgt dann dafür, dass die Instandhaltungskosten größer ausfallen, als sie es eigentlich müssten. Schieben Sie dem einen Riegel vor, in dem Sie einen unabhängigen Blick von extern vornehmen lassen. Der geschulte Blick, zum Beispiel der Fachleute von ELEKOM, lässt auch Bauteil-Übergänge, Abdichtungen, Fugen, Dachabdichtungen oder die allfällige Korrosion nicht aus – zu Ihrem Vorteil, denn: Das rechtzeitige Beheben von Schwachstellen respektive der Ersatz verbrauchter Bauteile trägt zur Werterhaltung des Objekts bei und damit zur Minderung von Betriebskosten.

BIV: Bäcker verwahren sich gegen Generalverdacht

Hannover. (24.01. / biv) Das niedersächsische Bäckerhandwerk lehnt eine reine Gebührenfinanzierung der staatlichen Lebensmittelkontrollen strikt ab. Entsprechende Pläne des niedersächsischen Verbraucherschutzministers Christian Meyer, die schon bis zum konkret ausformulierten Entwurf einer Gebührenordnung gediehen sind, kritisierte der Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen (BIV) in einer Stellungnahme als «verbraucherpolitische Bankrotterklärung». Die Landesregierung zeige damit, dass sie den Verbraucherschutz, als dessen Teil die amtliche Lebensmittelüberwachung bisher eine staatliche Aufgabe sei, nicht mehr aus dem allgemeinen Steueraufkommen bezahlen wolle. Keine weitere deutsche Landesregierung, nicht der Bund und auch nicht die Europäische Union offenbare in solcher Deutlichkeit eine Abkehr vom Verbraucherschutz als öffentlicher Daseinsvorsorge. In seiner Stellungnahme wehrt sich der BIV auch dagegen, dass die «gesamte Lebensmittelwirtschaft unter Generalverdacht» gestellt werde mit der «absolut falschen» Darstellung des Verbraucherschutzministeriums, dass von der Lebensmittelherstellung ein «potentielles Risiko für den Verbraucher und dessen Gesundheit» ausgehe. Dem hält Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth entgegen, dass «die absolute Mehrheit der Handwerksbäckereien» die strengen Vorgaben der guten Herstellungspraxis einhielten: «Die handwerkliche Herstellung von Backwaren stellt kein Risiko für die Verbraucher dar. Lebensmittel in Deutschland waren noch nie so sicher wie heute!» Mehr zum entschiedenen Nein des Bäckerinnungsverbands zur Einführung von Regelgebühren bei Kontrolltätigkeiten gibt es auf dem BIV-Server.

Reisekostenrecht 2014: Das Reisen ist nicht nur des Müllers Lust

Isernhagen / Hannover. (24.01. / ge) Als Geschäftsführer oder Inhaber einer Bäckerei sind Sie meist viel unterwegs, ob mit dem Firmenwagen, Privatfahrzeug oder anderen Verkehrsmitteln. Aber auch Ihre Mitarbeiter sind gelegentlich zu Fortbildungen oder anderen Anlässen auf Reisen. Möglicherweise steht bei Ihnen als nächste Geschäftsreise der Besuch der Internorga vom 14. bis 19. März in Hamburg an. Zum Jahreswechsel 2013/2014 sind steuerliche Neuregelungen im Reisekostenrecht in Kraft getreten. Ziel der Reform ist es, bestehende Regelungen zu vereinheitlichen und damit zu vereinfachen. Dies wurde aus Sicht der Wirtschaft und der Steuerverwaltung notwendig, da das Reisekostenrecht aus einer Vielzahl parallel laufender gesetzlicher Regelungen besteht – zum Beispiel dem EStG, zahlreichen Verwaltungsschreiben und Gerichtsurteilen. Von dieser Reform sind auch Sie als Arbeitgeber betroffen, denn die neue gesetzliche Vorgabe betrifft die Bereiche «Verpflegungspauschalen», «Mahlzeitengestellung durch Arbeitgeber», «erste Tätigkeitsstätte», «doppelte Haushaltsführung» und «Unterkunftskosten». Sobald Ihre Arbeitnehmer einer auswärtigen Tätigkeit nachgehen, greift das neue Recht. Die Gehrke Econ Steuerberatungsgesellschaft hat Ihnen die wichtigsten Neuerungen in einer Mandanteninformation zusammengestellt, von denen Sie betroffen sind. Für die Zusendung dieser Mandanteninformation oder den Erhalt von weiteren Details zum Thema wenden Sie sich bitte an die Gehrke Econ Steuerberatungsgesellschaft unter Michael.deBeer@gehrke-econ.de.

Bitkom: empfiehlt schnelle SEPA-Umsetzung

Berlin. (22.01. / bk) Der Hightech-Verband Bitkom empfiehlt allen Unternehmen, weiter mit Hochdruck an einer schnellen SEPA-Umsetzung zu arbeiten – trotz der Ankündigung der EU-Kommission, die Umstellungsfrist auf das neue, europaweit einheitliche Verfahren für Überweisungen und Lastschriften um sechs Monate verlängern zu wollen. «Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet die Umstellung aufgrund der europäischen Gesetzgebung einen hohen Verwaltungsaufwand. Wer mit der Anpassung seiner IT nicht unverzüglich beginnt, für den könnte auch die Fristverlängerung nicht ausreichen», sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Für eine kurzfristige Umstellung empfiehlt der Hightech-Verband deshalb spezialisierte Service-Anbieter («SEPA as a service» / «Fast Track to SEPA»). Sie stellen die benötigte Hard- und Software für die SEPA-Umstellung zur Verfügung und gewährleisten den Zahlungsverkehr. Die Dienstleister wandeln dann die Lastschriften und Überweisungen vom alten System der Unternehmen in die neue SEPA-Welt um. Auch für Unternehmen, die ihre eigene IT bereits auf SEPA umgestellt haben, können solche Dienstleister interessant sein. Rohleder: «Wer ganz sicher gehen will, kann «SEPA as a service» als Back-Up-Plan nutzen, um im Falle von Problemen die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zu garantieren». Mit dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA (Single Euro Payments Area) wird zum 01. Februar ein einheitliches Verfahren für Überweisungen und Lastschriften in Europa eingeführt. Nach dem Vorschlag der EU-Kommission soll SEPA zwar weiterhin am offiziellen Termin starten, in der Praxis würden die bisherigen Überweisungsverfahren aber noch bis zum 01. August funktionieren.

BMWI: zeichnet effiziente und innovative Regionen aus

Berlin. (21.01. / bmwi) Fünf regionale Wirtschaftsnetzwerke in Deutschland können sich freuen. Sie erhielten in dieser Woche die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel unterzeichneten Urkunden «Top 5 der effizienten und innovativen Netzwerke Deutschlands». Damit werden die herausragenden Arbeiten dieser Netzwerke sowohl auf dem Gebiet der Material- und Rohstoff-Effizienz als auch in der Stärkung der Innovationskraft durch die Verbesserung des Innovationsmanagements in kleinen und mittleren Unternehmen gewürdigt. Bei der Auszeichnung vor über 100 Gästen betonte der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer: «Regionale Kooperationen haben einen entscheidenden Einfluss darauf, dass kleine und mittlere Unternehmen vor Ort aktiv und professionell bei ihren innovativen Vorhaben unterstützt werden. Die hohe Qualität der Bewerbungen für die Auszeichnung hat gezeigt, wie sehr sich in den letzten Jahren das Engagement von regionalen Partnern der Wirtschaft, Hochschulen, Wirtschaftsförderungen und auch Bürgern für den Wirtschaftsstandort Deutschland ausgezahlt hat». Zu den Preisträgern 2014 gehört auch das Branchennetzwerk foodRegio der norddeutschen Ernährungswirtschaft, das das Innovationsmanagement in der Ernährungswirtschaft maßgeblich mitentwickelt.

Studie: Ausbildungssystem für KMU problematisch

Berlin. (20.01. / mck) Das Ausbildungssystem in Deutschland hat trotz seines guten Rufs zahlreiche Defizite: Jeder vierte Arbeitgeber (26 Prozent) klagt über die mangelhafte berufliche Qualifikation des Nachwuchses. Geklagt wird besonders über fehlende praktische Erfahrung sowie die Fähigkeit der Auszubildenden, Probleme systematisch zu lösen. Ähnlich schlecht bewerten Arbeitgeber die Arbeitsmoral der Berufsanfänger. Unzufriedenheit hat sich auch bei den Azubis breit gemacht: Nur jeder Dritte würde sich noch einmal für die von ihm gewählte Ausbildung entscheiden. Dies sind zentrale Ergebnisse einer in Brüssel vorgestellten Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey + Company. Für die Studie mit dem Titel «Education to Employment» wurden mehr als 8.500 junge Menschen, Arbeitgeber und Vertreter von Bildungseinrichtungen in acht europäischen Ländern befragt. Die Studie liefert auch Zahlen für einen Trend, der besonders für kleinere und mittelständische Unternehmen in Deutschland problematisch ist: Nur jeder zehnte der befragten Arbeitgeber (elf Prozent) mit weniger als 50 Angestellten gab an, er habe problemlos beruflichen Nachwuchs finden können. Bei den Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern klagte ein Drittel über erhebliche Schwierigkeiten, qualifizierte Auszubildende zu finden.

Vorbildfunktion: Sind Sie richtungsweisend?

Kronau. (20.01. / goe) Fragt man Menschen nach ihren Vorbildern, dann erhält man in vielen Fällen interessante, teils aber auch seltsame Antworten. Oft ist dann von Persönlichkeiten die Rede, die man nie im Leben getroffen hat oder niemals mehr treffen kann, weil diese bereits vor Jahrhunderten verstorben sind. Kurzum: Viele Menschen neigen bei der Antwort auf die Frage nach dem Vorbild zum Abstrahieren. Dabei wäre die Antwort einfach: Unsere Vorbilder sind immer Diejenigen, mit denen wir täglich zu tun haben. Jeder Mensch, der uns begegnet ist quasi «Vorbild». Somit sind auch wir für jeden Menschen Vorbild, dem wir begegnen. Seit unserer Kindheit sind wir gewohnt und darauf trainiert, Wortschatz, Rhetorik und Verhalten von anderen Menschen zu kopieren. Landläufig nennt man das frühkindliche Erziehung und Förderung. Dieses Verhalten endet aber nicht nach der Pubertät, sondern geht, mehr oder weniger unbewusst, ein Leben lang weiter. Deshalb sollten sich gerade Personen mit Führungsverantwortung immer bewusst sein, dass sie eine besondere Vorbildfunktion haben. Wie sie die Unternehmenskultur prägen, so werden meistens die Mitarbeitenden sie umsetzen. Sind Sie und Ihre Führungskräfte sich dessen bewusst? Die Antwort darauf finden Sie in Ihrem Unternehmen, fühlen sich Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte von Ihnen unbeobachtet. In diesem Sinn wünschen Ihnen Christine Klepsch (Geschäftsführerin) und Bernd Ratzel (Leiter Abteilung Software) von Goecom viel Freude, ausreichenden Humor, spannende und überraschende Erlebnisse mit Ihrem Team.

Landwirtschaft: Ökobetriebe wachsen, bedienen aber weiterhin nur Nische

Wiesbaden. (18.01. / destatis) 285.000 Betriebe bewirtschafteten 2013 in Deutschland eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von knapp 16,7 Millionen Hektar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Grünen Woche mitteilt, ist damit die Zahl der Agrarbetriebe gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 um etwa fünf Prozent zurückgegangen. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche blieb hingegen annähernd gleich. Daher stieg die durchschnittliche Betriebsgröße von 56 Hektar auf 59 Hektar je Betrieb. Dies zeigen die ersten vorläufigen Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2013, in deren Rahmen 80.000 landwirtschaftliche Betriebe befragt wurden. In der Landwirtschaft dominieren nach wie vor die Familienbetriebe. Diese hatten 2013 einen Anteil von 90 Prozent an allen erfassten Betrieben und bewirtschafteten 65 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Von den 256.000 Familienbetrieben wurden 52 Prozent im Nebenerwerb geführt. Verglichen mit den Ergebnissen aus der Zählung 2010 ist auch die Zahl der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte gesunken und zwar um sechs Prozent auf insgesamt rund eine Million. Davon waren mit 506.000 Personen knapp die Hälfte Familienangehörige. Weiterhin arbeiteten 201 000 ständig Beschäftigte und 314 000 Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft. Trotz sinkender Betriebs- und Beschäftigtenzahlen in der Landwirtschaft insgesamt nahm die Anzahl der Betriebe mit ökologischem Landbau in 2013 um neun Prozent auf 18.000 Betriebe zu. Die Ökobetriebe machten damit einen Anteil von sechs Prozent an allen landwirtschaftlichen Betrieben aus. Auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche stieg im Vergleich zu 2010, und zwar um sieben Prozent auf rund eine Million Hektar.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Vegetarisch? Vegan? Verbraucherschützer fordern Klarheit

Berlin. (22.01. / vzbv) Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) unterstützen einen Antrag im Europaparlament zur besseren Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln. Darin wird die EU-Kommission aufgefordert, rechtliche Vorgaben für eine freiwillige Kennzeichnung zu erlassen. Umfragen belegen demnach, dass die aktuelle Praxis viele Verbraucher verwirre. Sie wollten mehr Klarheit, ob Lebensmittel für die vegetarische oder vegane Ernährung geeignet sind. Laut einer Erhebung des IfD Allensbach sind heute ungefähr sieben Millionen Menschen in Deutschland Vegetarier und entscheiden sich für eine fleischfreie Ernährung. Weitere rund 800.000 Menschen leben vegan, also mit einer rein pflanzlichen Ernährung. Was bisher fehle, seien allgemeingültige rechtliche Vorgaben für die Kennzeichnung von Produkten, die für eine vegetarische oder vegane Ernährung geeignet sind, heißt es seitens der Verbraucherschützer. Zwar ist eine entsprechende Verpflichtung in der europäischen LebensmittelinformationsVO festgehalten, passiert sei bislang jedoch nichts. VEBU und vzbv fordern die deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament auf, für mehr Transparenz bei der Lebensmittelkennzeichnung zu sorgen. «Die Lebensmittelwirtschaft will mehr pflanzliche Produkte anbieten. Die fehlende Definition steht der weiteren Entwicklung jedoch im Wege», heißt es vom deutschen Vegetarierbund.

BfR: Glyphosat nicht giftiger als bislang angenommen

Berlin. (22.01. / bfr) Angesichts der öffentlichen Diskussion um die Einschätzung möglicher gesundheitlicher Risiken von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Rahmen der EU-Wirkstoffprüfung die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat neu bewertet. Zusätzlich zu den bereits in die erste Wirkstoffprüfung eingeflossenen Dokumenten wurden mehr als 1.000 neue Studien geprüft und ausgewertet. Diese liefern keine Hinweise auf eine krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Wirkung durch Glyphosat bei den Versuchstieren. «Die Daten geben keinen Anlass, die gesundheitlichen Grenzwerte des Wirkstoffs wesentlich zu verändern», sagt BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. «Aus der großen Anzahl der ausgewerteten Literatur ergibt sich jedoch, dass die Toxizität bestimmter glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel aufgrund der darin enthaltenen Beistoffe höher sein kann als die des Wirkstoffes» (Volltext).

Grüne Woche: 30.000 Menschen demonstrieren für Agrarwende

Berlin. (20.01. / kml) Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern sowie 70 Traktoren zogen mit Bezug zur Internationalen Grünen Woche (IGW) 30.000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin – plus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Demonstranten forderten von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Statt weiterhin «Klientelpolitik für die Agrarindustrie» zu betreiben, soll sich die Bundesregierung für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen. «Wer Megaställe genehmigt und subventioniert, wer auf Export und Freihandel setzt und dann auch noch darüber nachdenkt, gentechnisch veränderte Pflanzen auf Europas Äckern zuzulassen, der lässt die Landwirte im Stich und handelt gegen die Interessen von Verbrauchern, Tieren und Umwelt», sagt Jochen Fritz vom Bündnis «Wir haben es satt!». «Wir erwarten von der neuen Bundesregierung eine Landwirtschaftspolitik, die das Arten- und Höfesterben stoppt und den Hunger in der Welt bekämpft». Die Veranstalter kritisieren besonders das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). «Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission über ein Freihandelsabkommen, das Bauern und Verbrauchern gleichermaßen schadet. Die große Mehrheit der Menschen will keine Chlor-Hühnchen, kein Hormonfleisch und keine Gentechnik durch die Hintertür», sagt Fritz. Genau das drohe aber, werde das geplante Freihandelsabkommen abgeschlossen. Das Bündnis «Wir haben es satt!» besteht aus einem großen Kreis von Trägerorganisationen, darunter Bäuerinnen und Bauern, Imker/innen, Natur-, Tier- wie Verbraucherschützer/innen und andere.

Moderne industrielle Lebensmittelproduktion: BVE klärt auf

Berlin. (18.01. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) konnten gleich zu Beginn der Internationalen Grünen Woche (IGW) einen kleinen Erfolg verbuchen: Zum Auftakt der Verbrauchermesse hat Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich gemeinsam mit Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit den Stand der Spitzenverbände der Lebensmittelbranche besucht und sich in der Sonderschau «Allee des Wissens» über die moderne industrielle Herstellung von Lebensmitteln informiert. An einem digitalen «Tischlein deck dich» erfuhr er die Nährwerte seiner selbst zusammen gestellten Mahlzeit. Der interaktive Tisch zeigt die Nährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette sowie die Zahl der Kalorien bei Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Eiern, Erbsen oder Fleisch sowie den erreichten Tagesbedarf an. «Mit dieser Sonderschau wollen wir die Bedeutung der industriellen Herstellung so realitätsnah und verständlich wie möglich darstellen und über die moderne Lebensmittelherstellung aufklären», sagt BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. «Verbraucher können Sicherheit, Kontrolle, Qualität und Hygiene in der Lebensmittelherstellung von der Ernte bis zur Verpackung verfolgen». Dafür hat die Bundesvereinigung zudem eine Publikation unter dem Titel «Moderne industrielle Lebensmittelproduktion» entwickelt, die sie während der Internationalen Grünen Woche erstmals präsentierte. Interessenten können sich die Broschüre im Format PDF für die nächsten 28 Tage vom BVE-Server herunterladen.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: ABF issues interim statement Q1/2014

Hamburg. (bm) Food, ingredients and retail group Associated British Foods PLC (ABF) issued an interim management statement for Q1/2014. The company announced excellent Christmas trading at Primark and encouraging performance from Grocery and Ingredients. The sugar performance was weaker than expected. Volumes and margins at Allied Bakeries were ahead of last year but continued to face strong competition. Other topics of the week:

Title Region Date
Corner Bakery Cafe: Looks To Further Growth In 2014 (US) Fri 01-24
Profile America: January is Oatmeal Month (US) Fri 01-24
DSM: reports preliminary 2013 results (NL) Thu 01-23
Krispy Kreme: Plans Southern California Expansion (US) Thu 01-23
Tyson Foods: Acquires Assets of Bosco´s Pizza (US) Thu 01-23
Mondelez: Adds Nelson Peltz to Board of Directors (US) Thu 01-23
AAK: posts new company program and new key management (SE) Wed 01-22
Asia Pacific: food industry will hold 33% global market share (SG) Wed 01-22
Almarai: announces annual consolidated results 2013 (SA) Tue 01-21
Bunge Brazil: President and CEO to Retire (US) Tue 01-21
ABF: issues interim management statement Q1/2014 (UK) Mon 01-20
RBT: Agreement expands Distribution Network (US) Mon 01-20
Mondelez: Achieves Palm Oil Goal Two Years Early (US) Mon 01-20
Macaroni Company: to Acquire Unilever Facility (US) Sat 01-18
Corner Bakery: Continues Rapid Growth on the West Coast (US) Sat 01-18
NRA: Industry Enters Fifth Consecutive Year of Growth (US) Sat 01-18
Former Dakota Growers President to Lead Minot Milling (US) Sat 01-18


REZEPTE + IDEEN


Rustikal: die IsernHäger Bauernkate

Image Isernhagen. (24.01. / is) Durch weiche Teigführung und den Einsatz von Weizensauer erzielen Bäckereien ein Brot mit ausgezeichneter Frischhaltung und ausgewogenem, aromatischen Geschmack. Noch dazu kommt das Weizenmischbrot aus dem IsernHäger VorteigCentrum mit wenigen Zutaten aus. Um so mehr hängt das Gelingen der «Bauernkate» von einer präzisen Herstellung und vor allem ausreichend Zeit beim Backen ab. Bei einer Teigausbeute 172 und einer Einwaage von 1.200 Gramm empfehlen die Vorteig-Spezialisten aus Isernhagen die Aufarbeitung von Hand. Ausgehend von 100 Kilogramm Getreidemahlerzeugnissen ergibt das vorliegende Rezept gut 146 Laibe.

PDF (15 KB): 2011_12_Bauernkate.pdf
ODS (22 KB): 0212-ISERN-BAUERNKATE.ODS
XLS (24 KB): 0212-ISERN-BAUERNKATE.XLS