WB-04-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 04. KW 2012 (21.01. bis 27.01.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Hug Gruppe: Starker Franken knabbert am Umsatz
02. Staib: Feinschliff in der neuen Produktion
03. VK Mühlen: Kapitalerhöhung verlief erfolgreich
04. Müller Brot: 2010 war ein schweres Jahr

TERMINE + EVENTS:
05. Mählwurmsitzung: jeckes Köln lässt grüßen …
06. Hessen: BIV lädt zur Betriebswirtschaftlichen Tagung
07. ISM + ProSweets: eine weltweit einzigartige Konstellation

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Tourenplanung: umfassend und effizient mit Marvin

_MARKETING + VERKAUF:
09. BMELV: will bessere Kennzeichnung regionaler Lebensmittel
10. Statistik: 62.000 Tonnen Schoko-Pralinen gingen ins Ausland
11. Bäko Zentrale Nord: freut sich über 90 DLG-Medaillen
12. Agrofarm Knau: aus der Region, für die Region

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
13. Markenverband: über den Wert von Lebensmitteln
14. BVL: über den sicheren Lebensmittelkauf per Mausklick

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. Die Bäcker.: melden Stühlerücken im Vorstand
16. Brandenburg: Marketingpreis für Märkische Sandbüchse
17. DLG: Fortbildungspreis für einen Bäcker
18. Großbäcker: verleihen Wissenschaftlichen Förderpreis

BOOKMARKS + BOOKS:
19. Global Industry: People do not understand nutritional labels

REZEPTE + IDEEN:
20. Traubensaft: die ideale Basis zum Mixen


MARKT + UNTERNEHMEN


Hug Gruppe: Starker Franken knabbert am Umsatz

Luzern / CH. (26.01. / hug) Die Hug Backwaren Gruppe mit Sitz in Malters erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 125 Millionen Schweizer Franken (CHF). Gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz um rund fünf Prozent zurück. Hauptgrund für die Umsatzeinbuße ist der starke Schweizer Franken, der die Exporterlöse um 15 Prozent schrumpfen ließ. Die produzierte Menge an Backwaren ging allerdings nur um 2,7 Prozent zurück, heißt es aus dem Kanton Luzern. Die Marken Wernli und Dar-Vida hätten demnach den Marktanteil in der Schweiz erfolgreich verteidigen können. Erfreulich verliefe auch der weitere Ausbau des Gastronomie-Geschäfts. Zudem setzt die eidgenössische Backwaren Gruppe weiterhin auf den Standort Schweiz und investierte 2011 rund eine Million CHF in eine neue Produktionsanlage in Trimbach.

Staib: Feinschliff in der neuen Produktion

Erlangen. (26.01. / mamo) Im Industriegebiet Ulm-Nord nahe der Autobahn hat die Bäckerei-Konditorei Staib auf einem 18.000 Quadratmeter großen Areal einen Gebäudekomplex mit 6.500 Quadratmeter Nutzfläche errichtet. Zwölf Millionen Euro wurden in eine energiesparende, hochmoderne Produktion, neue Verwaltung sowie ein «Familienrestaurant» gesteckt. Die Bauphase begleitete als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator das management module Partnerbüro Rhein-Neckar, teilt eben dieses Büro mit. Die Wandlung der 1934 in Ulm gegründeten Bäckerei Staib zu einem Großbetrieb begann 1999, als Hans Staib den Stab an seine Kinder weitergab. Damals waren es sieben Filialen, heute sind es 41 Verkaufsstätten. Erste Schritte in Sachen Gastronomie unternahm die Bäckerei-Konditorei 2002 in Senden: Damals lancierte Staib unter dem Namen «Daily Bread» erstmals ein Restaurant-Cafe-Konzept auf dem Markt. Vorangegangene Meldungen zum Thema:
Spatenstich – Staib kommt neuem Standort näher (2011-03-25)
Bäckerei Staib investiert zwölf Millionen Euro (2010-08-26)

VK Mühlen: Kapitalerhöhung verlief erfolgreich

Hamburg. (25.01. / vkm) Die VK Mühlen AG hat die im Rahmen ihrer Kapitalerhöhung angebotenen Aktien erfolgreich platziert (siehe auch WebBaecker 50/2011). Mit Ablauf der Bezugsfrist am 20. Januar wurden alle den Aktionären der VK Mühlen AG angebotenen neuen Stammaktien zum Preis von 36,50 Euro je neue Aktie bezogen. Insgesamt wurden im Rahmen der Kapitalerhöhung 381.131 neue Aktien platziert. Der Bruttoemissionserlös für das Unternehmen beträgt rund 13,9 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung. Die neuen Aktien mit Dividendenberechtigung ab Oktober 2011 wurden den Aktionären der Gesellschaft in einem Bezugsverhältnis von 9:2 angeboten. Die erstmalige und zunächst eigenständige Notierung der neuen Aktien ist für den 27. Januar am regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) sowie an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg und der Börse München geplant. Der Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von etwa 13,7 Millionen Euro soll zur Finanzierung der Geldbußen aus den Kartellverfahren in Deutschland, in Frankreich und in den Niederlanden verwendet werden. «Dank der Kapitalerhöhung sind wir in der Lage, eine erste Tranche der sich aus den Kartellbußen ergebenden finanziellen Belastungen aufzufangen, ohne unser operatives Geschäft und damit unsere Handlungsfähigkeit am Markt zu belasten. Gleichzeitig ist die Mitwirkung an der Kapitalmaßnahme ein deutliches Bekenntnis unserer Eigentümer zu VK Mühlen in sehr schwierigen Zeiten», sagt Christoph Kempkes, Vorstandssprecher der VK Mühlen AG.

Müller Brot: 2010 war ein schweres Jahr

Neufahrn. (23.01. / eb) Für das Geschäftsjahr 2010 weist die Müller-Brot GmbH einen Jahresüberschuss von 8,4 Millionen Euro aus. Gegenüber 2009 (minus 1,2 Millionen Euro) ist dies eine Verbesserung von 9,6 Millionen Euro. Hintergrund ist die «Umsetzung eines Sanierungskonzepts aufgrund des Verlusts eines Großkunden unter Einbindung der Kredit gebenden Banken und Lieferanten», heißt es aus Neufahrn. Wir erinnern uns: Anfang 2010 hatte die Glocken Bäckerei in Bergkirchen bei Dachau eine neue Großbäckerei in Betrieb genommen, um über 1.100 Rewe Märkte und Penny-Discounter zu beliefern (siehe WebBaecker 03/2010). Das konnte an Müller-Brot nicht spurlos vorübergehen, zumal Bergkirchen mitten im Distributionsgebiet der Neufahrner liegt. So betrugen deren Umsatzerlöse 2010 nur 118,0 Millionen Euro – ein Rückgang von 12,9 Prozent gegenüber 2009 (135,5 Millionen Euro). Zu den notwendigen Übeln 2010 gehörte daher unter anderem, dass der Personalaufwand von 47,3 auf 40,9 Millionen Euro gedrückt wurde. Auch die Bereinigung der Schuldenstruktur sowie der Rückgang des Zinsniveaus führten zu einer Reduzierung der Kosten. Rückschlag: Extreme Verteuerungen bei den Rohstoffen belasteten das Ergebnis entsprechend. So verschlechterte sich – alles in allem – das Ebitda 2010 satte 68,7 Prozent gegenüber 2009 und liegt bei 4,1 Millionen Euro. Positiv: Durch die Akquise mehrerer Neukunden konnte das Kundenportfolio in 2010 ausgewogener gestaltet und das Risiko eines existenzgefährdenden Großkundenverlusts stark reduziert werden. Optimierungen interner Abläufe, Kurzarbeitsvereinbarungen und ein mehrjähriger Haustarifvertrag tragen seither ebenfalls dazu bei, dass Müller-Brot – einer der größten Backbetriebe in Deutschland – besser mit den neuen Bedingungen am Markt zurechtkommt.


TERMINE + EVENTS


Mählwurmsitzung: jeckes Köln lässt grüßen …

Koeln. (27.01. / bi) Einen jecken Gruß an alle Kolleginnen und Kollegen sendet die Bäckerinnung Köln und Rhein-Erft-Kreis. Die hat gerade die «Mählwurmsitzung 2012» hinter sich gebracht, mit der 1.100 begeisterte Bäcker/innen und deren Familien eine grandiose Veranstaltung erlebt haben. Der Hochadel der Karnevalisten – wie die Gruppen «Bläck Fööss», «Brings» oder «Guido Cantz» – sorgten dafür, dass die Gäste der Sitzung vor lauter Begeisterung kaum zum Sitzen kamen. Bäcker aus ganz Deutschland erlebten mit Freude den Auftritt des Kölner Dreigestirns. In der Pause gab es zudem einen regen Austausch unter Kolleginnen und Kollegen. Die Karnevalssitzung ging bis in die tiefe Nacht und die jecken Mehlwürmer (und Zuckerfeen!) verabschiedeten sich mit einem herzlichen «Auf Wiedersehen» bis zum 12. Januar 2013 – dann findet nämlich die nächste «Mählwurmsitzung» statt (Bild + Text: BI).

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Hessen: BIV lädt zur Betriebswirtschaftlichen Tagung

Königstein / Taunus. (24.01. / biv) Der Bäckerinnungsverband Hessen (BIV) veranstaltet am 04. und 05. März gemeinsam mit der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk – Kompetenzzentrum Süd-West – seine Betriebswirtschaftliche Tagung 2012 in Bingen. Die Tagung beginnt am Sonntagabend mit einem Erfahrungsaustausch unter Kolleginnen und Kollegen bei einem gemeinsamen Abendessen. Zu Beginn der Tagung am Montag besteht die Möglichkeit, das Backhaus Dries in Rüdesheim zu besichtigen. hier garantieren täglich 190 Mitarbeiter, davon 20 hochmotivierte Auszubildende, beste Qualitäts und kompetenten, freundlichen Service in 16 Filialen. Neben Branchenkennzahlen, Trends und Marktentwicklungen erhalten Tagungsteilnehmer am Nachmittag wertvolle Hinweise zu den Themen Aus- und Weiterbildung bei der dm-Drogeriemarkt-Kette sowie zum österreichischem Heimdienstkonzept Resch+Frisch. Zudem gibt es Informationen über die Möglichkeiten der Besetzung von Verkaufsstandorten in Bahnhöfen. Details siehe Tagesordnung (PDF) und Anmeldung (PDF).

ISM + ProSweets: eine weltweit einzigartige Konstellation

Köln. (24.01. / ism) Die 42. Internationale Süßwarenmesse (ISM) zeigt die große Bandbreite an Süßwaren und Knabberartikeln, die die weltweite Branche zu bieten hat. Mehr als 1.400 Anbieter aus 65 Ländern stellen vom 29. Januar bis zum 01. Februar auf dem Messegelände in Köln aus und belegen dabei eine Bruttoausstellungsfläche von insgesamt 110.000 Quadratmetern. Besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf Belgien, dem Partnerland der ISM 2012. Eröffnet wird die Messe am 29. Januar von Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Parallel zur ISM findet erneut die ProSweets Cologne statt – Internationale Zuliefermesse für die Süßwarenwirtschaft. Die ProSweets Cologne verzeichnet mit etwa 330 Anbietern aus 32 Ländern auch in diesem Jahr ein ausgezeichnetes Austellerergebnis. Zusammen decken ISM und ProSweets die gesamte Wertschöpfungskette in der Süßwarenproduktion zu einem Termin an einem Ort ab – eine weltweit einzigartige Konstellation, heißt es aus Köln.


MANAGEMENT + BETRIEB


Tourenplanung: umfassend und effizient mit Marvin

Kronau. (25.01. / goe) Mit dem Modul «Tourenplanung» ordnen Sie in Marvin Ihre Kunden oder/und Filialen Ihren Touren und Fahrzeugen zu. Anhand der Reihenfolge lassen sich alle Kunden oder/und Filialen entsprechend der Fahrtroute einsortieren. Alle Versandpapiere, wie Lieferscheine, Verteiler- und Ladelisten werden dann entsprechend dieser Ordnung in passender Reihenfolge ausgegeben. Das heißt der Kunde, der zuletzt angefahren wird, wird zuerst auf der Ladeliste ausgegeben, jedoch beim Lieferschein als letzter Kunde. Somit stimmen Ladereihenfolge und Auslieferung überein. Diese Tourenzuordnung kann wahlweise global oder aber, falls nötig, für jeden Wochentag und jede Anlieferung separat festgelegt werden. Das heißt Sie haben die Möglichkeit, jede Tour und Auslieferung an jedem Wochentag individuell festzulegen und so an Ihre tägliche Versandorganisation anzupassen. Selbstverständlich kann diese Reihenfolge nochmals im Bestellwesen geändert werden, sollte einmal ein Fahrzeug oder eine Tour überraschend ausfallen. Dieses Modul ist kostenfrei ab der Marvin Enterprise Edition enthalten. Die Goecom Hotline und Ihr zuständiger Vertriebspartner informieren Sie gerne näher über dieses leistungsfähige Modul.


MARKETING + VERKAUF


BMELV: will bessere Kennzeichnung regionaler Lebensmittel

Berlin. (27.01. / bmelv) Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) achtet die Hälfte aller Verbraucher beim Einkauf auf Lebensmittel aus der Region. 79 Prozent der befragten Verbraucher wären demnach bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben. Doch nicht einmal jeder Fünfte fühlt sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel verlässlich informiert, lautet das Ergebnis der Umfrage. Deshalb hat Bundesministerin Ilse Aigner (BMELV) jetzt eine Initiative in Angriff genommen, die bundesweit zu einer besseren Kennzeichnung regionaler Lebensmittel führen soll. «Wir erleben in Deutschland eine Renaissance des Regionalen. Es gibt viele erfolgreiche Anbieter, die ihre regional erzeugten Produkte mit großem Engagement bewerben. Bisher kann der Kunde aber leider nicht immer erkennen, ob drin ist, was draufsteht. Deshalb werde ich mit den Regionalanbietern an einer besseren Regionalkennzeichnung arbeiten», sagte die Ministerin während der Grünen Woche in Berlin.

Statistik: 62.000 Tonnen Schoko-Pralinen gingen ins Ausland

Wiesbaden. (25.01. / destatis) Die Nachfrage nach deutscher Schokolade steigt: In den ersten elf Monaten 2011 wurden 62.000 Tonnen Schokoladenpralinen im Wert von 375 Millionen Euro aus Deutschland ausgeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der vom 29. Januar bis 01. Februar in Köln stattfindenden Internationalen Süßwarenmesse (ISM) weiter mitteilt, waren das wertmäßig 5,0 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wichtigste Abnehmer waren mit 8.800 Tonnen die Niederlande. Sie hatten damit einen Anteil von 14,3 Prozent an den gesamten Pralinen-Ausfuhren. Darauf folgten Frankreich mit 5.300 Tonnen (8,6 Prozent) und Österreich mit 5.100 Tonnen (8,2 Prozent).

Bäko Zentrale Nord: freut sich über 90 DLG-Medaillen

Duisburg / Rellingen. (24.01. / baen) «Für Qualität geben wir alles». Das ist kein simpler Werbespruch, sondern zentraler Bestandteil einer Qualitätsphilosophie, der gerade im Wettbewerb zwischen traditionellem Bäcker- und Konditorenhandwerk einerseits und der Massenproduktion für den Handel andererseits eine hohe Bedeutung zukommt, heißt es von der Bäko Zentrale Nord. Um das zu unterstreichen, sind die Genossen eine umfangreiche Kooperation mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) eingegangen. Um der ganzheitlichen und konsequenten Qualitätspolitik der Bäko Zentrale besonders (auch) bei den Eigenmarken zu entsprechen und gleichzeitig die Qualitätsallianz des genossenschaftlichen Fachgroßhandels logisch und umfassend weiter zu führen, unterzieht die DLG seit Herbst 2010 die Bäko-Eigenmarken einer unabhängigen Gesamtprüfung. Die bisherige Bilanz der DLG-Qualitätstests bestätigt die eingeschlagene Richtung, denn die Prüfer vergaben bislang 65 mal das Gütesiegel Gold und 25 mal das Gütesigel Silber für Bäko-Eigenmarken. Klar, dass die Prüfung der Produkte durch die DLG auch 2012 fortgesetzt wird. Zudem wurde und wird das gesamte Projekt mit der DLG von der Bäko Zentrale Nord auf unterschiedlichsten Ebenen unterstützt und vermarktet.

Agrofarm Knau: aus der Region, für die Region

Saale-Orla-Kreis. (23.01. / eb) Knau und sein Ortsteil Posen liegen im Thüringer Schiefergebirge im Westen der Plothener Teiche. Durch Knau fließt der Bach Dreba. Bis 1991 befand sich dort das zweitgrößte Kombinat für Schweinezucht und -mast der DDR mit 180.000 Schweinen. Daraus mehr oder weniger hervorgegangen ist nach der Wende die Agrofarm Knau eG. Zeichnete sich das ehemalige Kombinat durch eine rücksichtslose Industrialisierung der Feld- und Viehwirtschaft aus, setzt die heutige Agrofarm Knau auf Prinzipien der guten fachlichen Praxis im Einklang mit Natur und Umwelt. Dabei bewirtschaftet die Agrofarm eine Nutzfläche von 1.800 Hektar und zählt 91 Beschäftigte. Seit 2007 gehört auch die Wassermühle Knau – 1682 erstmals erwähnt – zur Genossenschaft. Der Anspruch ist, das Gebäude-Ensemble und die Mühlentechnik zu bewahren und sie den Menschen näher zu bringen – nicht nur zum jährlichen Mühlentag. Ihr Geld verdient die Agrofarm Knau in der Feld-, Vieh- und Fleischwirtschaft, aber auch mit einem eigenen Restaurant und einem Party-Service. So oft es geht, kommen dabei Erzeugnisse aus eigener Produktion auf den Tisch – gehegt und gepflegt vom Acker bis auf den Teller. Das gefällt den Menschen im Saale-Orla-Kreis. So fand die Ankündigung, nun auch das eigene Getreide zu Brotmehl zu vermahlen und selbst zu Backwaren zu verarbeiten, von vornherein freundliche Beachtung. Seit dem Jahreswechsel ist es so weit: Neben einem urwüchsigen Steinofenbrot kommen Weißbrote, Brötchen und Baguette-Stangen aus der neuen Backstube. Das Angebot werde sehr gut angenommen und soll nach und nach erweitert werden, berichtet die Lokalpresse von ersten Erfolgen.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Markenverband: über den Wert von Lebensmitteln

Berlin. (21.01. / mv) «Den Wert von Lebensmitteln können Verbraucher nur dann richtig ermessen, wenn der Gesetzgeber ein Verramschen der Produkte effektiv unterbindet. Hier richten wir klare Erwartungen an die Bundesregierung», heißt es vom Markenverband anlässlich der Internationalen Grünen Woche (IGW 2012) in Berlin. Die Leitmesse rückt die Vielfalt von Lebensmitteln, aber auch deren Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit in den Fokus. Zusätzlich spielt gerade auch die Nachhaltigkeit mit ihren ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten bei Lebensmitteln eine wesentliche Rolle. Anforderungen, für deren Erfüllung gerade Markenunternehmen mit ihrem Namen stehen. Um die vorwiegend mittelständische Struktur der Branche und die Auswahlmöglichkeiten der Verbraucher zu sichern, könne jetzt gehandelt werden: «Die Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen liefert eine gute Möglichkeit, um zu erforderlichen Klarstellungen im Interesse von Unternehmen und Verbrauchern zu kommen», regt der Markenverband an. Seine Kernforderungen:

  • Die Beibehaltung des Verbotes des Verkaufs von Lebensmitteln unter Einstandspreis: Nur ein konsequentes Verbot von willkürlichen Verkäufen unter Einstandspreis sichert eine effiziente Warenversorgungskette und ein breites Produktsortiment von gesichert hoher Qualität.
  • Die Verhinderung des Missbrauchs von Nachfragemacht: Vertragspartner müssen auf Augenhöhe Wirtschaftsbeziehungen eingehen können. Abhängigkeiten in Vertragsbeziehungen dürfen nicht missbraucht werden können.
  • Die Beibehaltung einer effektiven Zusammenschlusskontrolle: Um Deutschlands mittelständig geprägte Wirtschaft zu sichern und Kartelle zu verhindern, darf die Zusammenschlusskontrolle nicht aufgeweicht werden.

BVL: über den sicheren Lebensmittelkauf per Mausklick

Berlin. (21.01. / bvl) Der Handel mit Waren im Internet nimmt stetig zu. Auch Lebensmittel sind mit einem Mausklick zu kaufen. Neben zahlreichen Vorteilen birgt das wachsende Marktsegment jedoch auch neue Risiken, die nicht jedem Internetnutzer bewusst sind. Mit einem Projekt zur amtlichen Kontrolle des Internethandels mit Lebensmitteln will das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin den virtuellen Marktplatz sicherer gestalten (Volltext).


PERSONEN + EHRUNGEN


Die Bäcker.: melden Stühlerücken im Vorstand

Barsinghausen. (27.01. / ak) Während der ersten Mitgliederversammlung des Vereins «Die Bäcker. Zeit für Geschmack» stand außerplanmäßig die Neuwahl des 2. Vorstandsvorsitzenden an. Dominique Huth aus Limburg hatte sein Amt aus Zeitgründen niedergelegt. Ihm folgt nach einstimmiger Wahl nun Jürgen Lenzer aus Lauingen. In den erweiterten Vorstand wählte die Versammlung Jakob Itzlinger aus Salzburg. Tagungsort war das BioBackHaus Leib in Falkensee bei Berlin. Inhaber Hans Leib hatte mit der Versammlung sozusagen seine neu erbauten Räumlichkeiten eingeweiht. Nach Falkensee angereist waren rund 30 Teilnehmer/innen aus allen Regionen Deutschlands sowie aus Österreich. Auf der Tagesordnung standen neben den Interna weitere Themen, wie etwa die Vorstellung eines Konzepts zum regelmäßig wiederkehrenden Prüfverfahren der zertifizierten Betriebe; die Vorstellung eines qualifizierten Beraters, der die Betriebe im Rahmen der Vereinsrichtlinien fachtechnisch unterstützt; die Erarbeitung der Schwerpunktthemen und Ziele des Vereins für 2012; ein Vortrag zum Thema «Sicherstellung von Gentechnikfreiheit in der handwerklichen Bäckerei» und natürlich auch ein Rundgang durch das neue (erweiterte) BioBackHauses Leib.

Brandenburg: Marketingpreis für Märkische Sandbüchse

Teltow. (27.01. / pa) Auch in diesem Jahr verlieh der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes im Land Brandenburg während der Grünen Woche den pro agro Marketingpreis. Sieger in der Kategorie «Ernährungswirtschaft / Direktvermarktung» wurde der Wettbewerbsbeitrag des Netzwerks «Brandenburger Backkultur», die «Märkische Sandbüchse». Dabei handelt es sich um Sandgebäck in einer edlen Verpackung. Die vier Brandenburger Netzwerkpartner – Bäckerei-Konditorei Plentz aus Schwante, Landbäckerei Kirstein aus Kloster Lehnin, Privatbäckerei Wiese aus Eberswalde und Bäckerei Hausbalk aus Fretzdorf – werden bereits über mehrere Generationen in Familientradition geführt und stehen für hohe Produktqualität und ausgezeichneten Geschmack. Gemeinsam setzt sich der Zusammenschluss für die Pflege und Weiterentwicklung von sowohl traditionellen handwerklichen Verfahren als auch der Rezepturen Brandenburger Handwerksbäcker ein.

DLG: Fortbildungspreis für einen Bäcker

Frankfurt. (27.01. / dlg) Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat vier besonders qualifizierte Nachwuchskräfte aus der bayerischen Agrar- und Ernährungswirtschaft mit dem Internationalen DLG-Preis 2012 ausgezeichnet. Mit Juniorenpreisen, jeweils mit 2.500 Euro dotiert, wurden Eva Espert aus Dietersheim und Markus Weiß aus Poppenricht ausgezeichnet. Fortbildungspreise, die mit jeweils 4.000 EUR dotiert sind, erhielten Alexey Pomogaybo aus Triesdorf und Markus Schirmer aus Unterschwanningen. Der 28-jährige Schirmer absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bäckermeister. Anschließend erwarb er die Fachhochschulreife und studierte Lebensmitteltechnologie an der FH Weihenstephan und im Masterstudiengang Food Technology am University College Cork in Irland. Gegenwärtig ist er Doktorand am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der TU München in Freising. Nach Abschluss der Promotion strebt er eine Position im Forschungs- und Entwicklungsbereich einer innovativen Firmengruppe an. Schirmer zeigt durch zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen, wie etwa die Ausbildung zum DLG-Prüfer oder auch durch seine zahlreichen Auslandsaufenthalte bereits während der Ausbildung ein besonderes Engagement und eine Zielstrebigkeit, heißt es aus Frankfurt.

Großbäcker: verleihen Wissenschaftlichen Förderpreis

Düsseldorf. (25.01. / gb) Den wissenschaftlichen Förderpreis des Verbands Deutscher Großbäckereien hat in diesem Jahr die Lebensmittelchemikerin Dr. Julia Reinbold (30) erhalten. Im Rahmen der 41. Wissenschaftlichen Informationstagung der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Getreideforschung (BBGfG) überreichte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, RA Armin Juncker, den Preis in Berlin. Reinbold erhielt den Preis für ihre Doktorarbeit, die sie unter Leitung von Prof. Dr. Peter Köhler an der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie in Freising bei München durchgeführt hatte. Thema war die quantitative Bestimmung von Glutathion und Cystein in Getreidemehlen.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: People do not understand nutritional labels

Hamburg. (bm) The Nielsen Company released a new report indicating that 59 percent of consumers around the world have difficulty understanding nutritional labels on food packaging and more than half (53 percent) consider themselves overweight. Nielsen´s study shows that nearly six-in-ten (59 percent) consumers around the world have difficulty understanding nutritional facts on food packaging, with 52 percent understanding the labels «in part». Other topics of the week:

Title Region Date
Mintel: Consumer Demands for Family Midscale Restaurants (US) Fri 01-27
USDA: Unveils Improvements to School Meals (US) Fri 01-27
McDonald´s: reports strong results for Q4 and FY 2011 (US) Thu 01-26
Quiznos: Completes Restructuring of Debt (US) Thu 01-26
Brinker International: Reports Increases in Q2/2012 (US) Thu 01-26
Nonni´s Foods: Acquires Canadian Biscuit Company (US) Thu 01-26
Mintel: Brits start the day the French way (UK) Thu 01-26
Study: Take-out Options Create Additional Revenue Channel (US) Thu 01-26
Einstein Noah: Names new Member to its Board (US) Thu 01-26
J+J Snack Foods: reports results for Q1/2012 (US) Wed 01-25
Finsbury: provides update on trading in H1/2012 (UK) Wed 01-25
59% of consumers do not understand nutritional labels (US) Wed 01-25
ABA: «Bakers Enrich America» (US) Wed 01-25
Ralcorp: Provides Preliminary Selected Data for Q1/2012 (US) Tue 01-24
NPD Group: 2012 will bring positive traffic trends (US) Tue 01-24
Grupo Bimbo: Offers Senior Unsecured Notes (MX) Mon 01-23
NPC: to purchase 36 Pizza Hut units from PHI (US) Mon 01-23
Vocelli Pizza: Posts Same Store Sales Growth (US) Sat 01-21
Crumbs Bake Shop: Names New Member to its Board (US) Sat 01-21


REZEPTE + IDEEN


Traubensaft: die ideale Basis zum Mixen

Image Bonn. (26.01. / vdf) Traubensaft bietet eine ideale Basis zum Mixen – der rote ist etwas kräftiger im Geschmack, der helle eher mild. In Kombination mit Minze oder Thai-Basilikum ließen sich mit hellem Traubensaft echte «Wellness-Drinks» zaubern, heißt es unter juice-news.de, einem Angebot des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) in Bonn. Von dem stammt auch das Rezept für einen «Trauben-Kokos-Cocktail», das der WebBaecker nach eingehender Prüfung nur weiterempfehlen kann:

Zutaten: Für eine Portion benötigen Sie 100g kernlose Trauben, 2 Zitronengrashalme, 150ml roter Traubensaft, 20ml Limettensaft, 25ml Kokossirup.

Zubereitung: Trauben waschen, trocknen und bis auf einige zum Garnieren halbieren. Einen Zitronengrashalm in drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit der Klinge eines schweren Messers zerdrücken. Mit den Säften verrühren und zusammen mit den Trauben zehn Minuten kalt stellen. Anschließend Zitronengrasstücke entfernen. Kokossirup hineingeben, umrühren. Eiswürfel in ein Glas geben, mit der Saftmischung auffüllen, mit Zitronengras und den restlichen Trauben garnieren – fertig.