Donnerstag, 26. November 2020

WB-02-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 02. KW 2015 (03.01. bis 09.01.)
Download: https://www.webbaecker.de/15archivphp/wb0215.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. BackWerk: Snacks sind weiterhin Wachstumstreiber
02. Gruyters: Keksbäcker hat neue Eigentümer
03. TransGourmet: übernimmt Sump + Stammer Food Supply
04. Knet- und Vorteig-Experten gehen Erfolgsweg jetzt gemeinsam

TERMINE + EVENTS:
05. Detmolder Studientage: für Lehrerinnen und Lehrer

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Alle Jahre wieder: Änderungen, Neuregelungen, neue Gesetze
07. Potential: 6,3 Millionen Menschen wollen (mehr) Arbeit
08. Einzelhandelsumsatz stieg 2014 voraussichtlich um 1,2%
09. Coop 2014: Gruppe wächst im Detailhandel um 1,9 Prozent
10. LeShop 2014: Online-Supermarkt baut Umsatz weiter aus
11. Mindestlohn: ZDH-Broschüre informiert Arbeitgeber
12. KfW: «Energetisch Sanieren» wird noch attraktiver
13. Deutschland: wird auch weiterhin Strom exportieren
14. Altersstruktur in Engpassberufen: KMU sind besonders gefordert

MARKETING + VERKAUF:
15. IQBack: meldet hohes Interesse an den Innungs-Brotprüfungen
16. EU-Verordnung: HDE lobt «gerechtere» Kartengebühren

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
17. Europäische Kommission: Worüber redet Deutschland?!
18. Ernährung und Landwirtschaft: «TTIP ist eine Riesenchance»

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
19. BMEL: Novelle für Düngeverordnung ist auf den Weg

PERSONEN + EHRUNGEN:
20. DLG: meldet neuen Prüfbevollmächtigten für Süßwaren
21. MRI: Eine Institution geht in den Ruhestand

BOOKMARKS + BOOKS:
22. Global Industry: Abraaj to exit Tunisian Moulin d’Or

REZEPTE + IDEEN:
23. Kulinarisches aus Kohl: das Rote Bete-Rotkohl-Süppchen


MARKT + UNTERNEHMEN


BackWerk: Snacks sind weiterhin Wachstumstreiber

Essen / Ruhr. (09.01. / bws) Der Bericht der BackWerk Gruppe zum Jahresbeginn über das Befinden des SB-Backgastronomen hat schon fast so was wie Tradition. Auch wenn die Gruppe seit Ende 2013 mehrheitlich ein Unternehmen der schwedischen EQT Holding AB ist, hat sich daran – zum Jahreswechsel 2014/2015 – nichts geändert. Demnach realisierte die heutige BackWerk Management GmbH in 2014 einen Umsatz von 192 Millionen Euro und damit ein Wachstum über Plan, in Höhe von über 18 Millionen Euro, auf gleicher Fläche von drei Prozent. Für das neue Geschäftsjahr plant BackWerk ein noch stärkeres Wachstum auf über 210 Millionen Euro. Über sechs Millionen Kunden zählt das mehrfach preisgekrönte Franchise-System pro Monat in seinem bundesweit immer dichter werdenden Netz von Partner-Betrieben. Mit 24 Neueröffnungen wie im abgelaufenen Jahr wird erstmals die Marke von über 340 BackWerk-Filialen angepeilt. Treiber der dynamischen Expansion ist die konsequente Fortentwicklung des Geschäftsmodells vom Original unter den SB-Bäckereien zum führenden Backgastronomen. Inzwischen zählt BackWerk zu den zehn größten Gastro-Unternehmen im Quick-Service-Marktsegment. Die strategische Neuausrichtung zielt auf den boomenden Außer-Haus-Verzehr. Ein Wachstumsmarkt schlechthin, der nach der Prognose des Marktforschungsinstitut npdgroup aus Nürnberg im Jahr 2015 um 2,1 Milliarden Euro auf dann 73,1 Milliarden Euro zunehmen soll. Mit dem Fokus auf laufend frisch zubereitete Brot-Snacks und anderen Spezialitäten trägt BackWerk dem Megatrend in Deutschland bereits voll Rechnung. Neben den frisch gebackenen Brotwaren für daheim, offerieren die BackWerke eine Vielzahl an Leckereien zum Sofort-Verzehr, die mit einem kalten oder warmen Getränk gleich in den vielerorts bereits neu eingerichteten Café-Lounges verspeist werden können. So stieg der Umsatzanteil der belegten Brötchen, Snacks und Getränke in den Hochfrequenzlagen wie in Bahnhöfen oder auf Top- Einkaufsstraßen schon auf 70 Prozent vom Umsatz der jeweiligen Filiale. Den Bericht in aller Ausführlichkeit aus der Feder der Systemspezialisten gibt es der Einfachheit halber hier zum Nachlesen.

Gruyters: Keksbäcker hat neue Eigentümer

Krefeld. (08.01. / div) Der Gebäckspezialist Wilhelm Gruyters GmbH vom Linken Niederrhein hat neue Inhaber. Seit Ende 2014 lenken Karl-Heinz Maneke und Peter Rinsch die Geschicke des Unternehmens, das 1863 in Krefeld gegründet wurde. Der bisherige Eigentümer Helwig Gruyters, der das Unternehmen seit 1970 geführt hatte, bleibt den Keksbäckern in beratender Funktion erhalten. Gruyters gilt heute als der führende deutsche Gebäck-Anbieter auf dem Markt für Gemeinschaftsverpflegung. Ein Großteil seiner Gebäckspezialitäten geht an Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Betriebskantinen und Großküchen sowie Hotels und Jugendherbergen. Mit modernsten Anlagen kann der Keksbäcker mehr als 60 Sorten ofenfrisch in Klarsichtfolie verpacken. Karl-Heinz Maneke und Peter Rinsch bringen jetzt ihre Expertise aus den Bereichen Marketing sowie Maschinenbau und Produktion ins Unternehmen ein, um künftig kommunikativ wie produktionstechnisch optimal eine steigende Nachfrage zu bedienen. Gruyters geht seinen Geschäften möglichst ohne Aufsehen nach. 2011 tauchte das Unternehmen dann doch mal in der Fachpresse auf: als die 51-prozentige Tochtergesellschaft Freudenberg Dauerbackwaren im Kreis Bautzen Insolvenz anmelden musste. Erfreulicher ist da schon der Hinweis aus 2007, dass die Markenrechte für die besonders in Norddeutschland bekannten Kemm’schen Kuchen «seit 1782» seit 1994 in Krefeld liegen.

TransGourmet: übernimmt Sump + Stammer Food Supply

Basel / CH. (06.01. / tg) Die TransGourmet Holding AG, ein Unternehmen der schweizerischen Coop Gruppe, hat zum Jahreswechsel 2014/2015 die Mehrheit an der deutschen Sump + Stammer International Food Supply übernommen. Sump + Stammer ist ein 1925 in Hamburg gegründetes, weltweit agierendes Handelsunternehmen, das sich auf die Belieferung der Kreuzschifffahrt, multinationaler Caterer, Hotelketten und Resorts mit Lebensmitteln spezialisiert hat. In diesem Segment gehört Sump + Stammer zu einem der führenden Spezialisten in Europa. Die TransGourmet Holding ist das zweitgrößte Unternehmen im europäischen Belieferungs- und Abholgroßhandel. Zu ihr zählen Prodega / Growa / TransGourmet in der Schweiz, Selgros Cash+Carry in Deutschland, Rumänien, Polen und Russland, TransGourmet Deutschland und TransGourmet France. Die Holding hat ihren Hauptsitz in Basel. Mit dem Anteilserwerb werde die derzeitige Lücke der Versorgung von Seeschiffen und per Seeweg geschlossen, heißt es aus der Schweiz. Per Luftfracht würden bereits heute von Paris aus Kunden mit Lebensmitteln durch TransGourmet Export versorgt. Durch die Beteiligung an einem Unternehmen mit höchster Kompetenz und einem hervorragenden Ruf in der Branche setze die Holding ein deutliches Zeichen zur Internationalisierung und Diversifizierung. TransGourmet unterstreicht mit diesem Schritt die strategische Bedeutung des Geschäftsfeldes B2B in Europa und wird dieses auch künftig weiter ausbauen. Das derzeitige Management von Sump + Stammer genießt höchstes Vertrauen der bisherigen und der neuen Gesellschafter und wird weiterhin die Geschicke lenken. Die Übernahme der Anteile erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden.

Knet- und Vorteig-Experten gehen Erfolgsweg jetzt gemeinsam

Osnabrück / Isernhagen. (03.01. / da) Diosna, ein Unternehmen der Breteche-Gruppe und weltweiter Marktführer im Bereich Knettechnik, hat zum 01. Januar 2015 die gesamten Geschäftsanteile des Vorteigspezialisten IsernHäger übernommen. Von der Dosierung über die Vorteigbereitung, das StartGut zur Vorteigherstellung, die Knetung bis hin zur Übergabelogistik liefert das Unternehmen nunmehr den kompletten – und wichtigsten – Prozess in der Backwarenherstellung. Henrik Oevermann, als Diosna-Prokurist verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Bäckereitechnologie: «Damit wächst zusammen, was zusammen gehört. Beide Häuser bilden nun in ihrem Leistungsportfolio die komplette Bandbreite der Teigkompetenz ab. Das ist weltweit einmalig in der Branche». Fridjof Olms, IsernHäger-Inhaber, hat sich zum 31. Dezember 2014 in den Ruhestand verabschiedet, steht dem Unternehmen jedoch weiterhin beratend zur Verfügung. Er sieht den Verkauf an Diosna als richtungsweisend: «Das Plus für unsere Kunden ist, dass Teigeigenschaften in Geschmack, Konsistenz, Knetung und Temperatur auf den Punkt genau bestimmt werden und der nachfolgenden Anlagentechnik damit beste Voraussetzungen für ein optimales Produkt geliefert werden». Diosna und IsernHäger werden bei ihrem künftigen Auftritt in den nationalen und internationalen Märkten das gemeinsame Know-how nutzen und im Sinne der Kundenwünsche konsequent anwenden. Diosna-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Eißer: «Wir freuen uns, mit unserem neuen Tochterunternehmen IsernHäger weitere 45 hoch motivierte Mitarbeiter zu begrüßen. Wir sehen beste Chancen, dieses vielversprechende Geschäftsfeld weiter auszubauen und weltweit neue Kunden zu gewinnen». Hauptsitz des neuen Unternehmens ist Osnabrück. Die IsernHäger-Standorte in Isernhagen wie auch der Standort der IsernHäger- Tochter Pagst in Burg bei Magdeburg, von der gleichzeitig 76 Prozent der Geschäftsanteile durch Diosna erworben wurden, bleiben im Rahmen dieser Übernahme in ihren bisherigen Strukturen erhalten.


TERMINE + EVENTS


Detmolder Studientage: für Lehrerinnen und Lehrer

Detmold. (07.01. / agf) Alle Jahre wieder richtet die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) die Detmolder Studientage aus, die sich vornehmlich an Lehrerinnen und Lehrer der Berufsbildenden Schulen richten für den Bereich Bäckerei. Die 29. Ausgabe in Zusammenarbeit mit dem Max Rubner-Institut (MRI) findet vom 23. bis 25. Februar wie gewohnt auf dem Detmolder Schützenberg statt. Die dreitägige Veranstaltung greift aktuelle Themen aus Wissenschaft und Praxis auf, die in Form von Vorträgen den ca. 80 Teilnehmern dargeboten werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist ein Praktikum mit jährlich unterschiedlichen Schwerpunkten. Ein Forum mit wechselnden unterrichtsspezifischen Themen unterstreicht den Praxisbezug der Tagung. Das aktuelle Programm (PDF) finden Interessenten auf dem AGF-Server.


MANAGEMENT + BETRIEB


Alle Jahre wieder: Änderungen, Neuregelungen, neue Gesetze

Isernhagen / Hannover. (09.01. / ge) Zum 01. Januar 2015 traten eine ganze Reihe gesetzlicher Neuregelungen in Kraft. Neben der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, der Verschärfung bei der Selbstanzeige und dem «Elterngeld Plus» betreffen die Neuregelungen die unterschiedlichsten Unternehmens- und Lebensbereiche. Auf jeden Fall ist es gar nicht so leicht, da den Durchblick zu behalten. Die Gehrke Econ Gruppe aus Isernhagen/Hannover hat daher, wie in jedem Jahr, die wichtigsten Veränderungen, die ab dem Jahreswechsel 2014/2015 gelten, zusammengestellt, damit Sie bei den vielen neuen Gesetzen und Bestimmungen nicht den Überblick verlieren und weiter «auf dem Laufenden» bleiben. Wenn Sie Interesse an der aktuellen Unternehmer-Information von Gehrke Econ haben, können Sie diese unter carsten.klingebiel@gehrke-econ.de kostenlos anfordern.

Potential: 6,3 Millionen Menschen wollen (mehr) Arbeit

Wiesbaden. (09.01. / destatis) Im Jahr 2013 wünschten sich rund 6,3 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage der Arbeitskräfteerhebung weiter mitteilt, setzte sich dieses ungenutzte Arbeitskräftepotenzial aus 2,2 Millionen Erwerbslosen, 1,0 Millionen Personen in Stiller Reserve und 3,1 Millionen Unterbeschäftigten zusammen. Gegenüber 2012 ging die Zahl der Unterbeschäftigten um 3,4 Prozent zurück, die der Erwerbslosen um 1,9 Prozent. Die Zahl der Personen in Stiller Reserve blieb nahezu unverändert (minus 0,2 Prozent). Während sich das gesamte ungenutzte Arbeitskräftepotenzial mit knapp 3,2 Millionen Männern im Vergleich zu 3,1 Millionen Frauen fast gleichmäßig zwischen den Geschlechtern aufteilt, gibt es bei den einzelnen Formen des ungenutzten Arbeitskräftepotenzials teilweise deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Am stärksten ausgeprägt sind diese bei der Unterbeschäftigung, wenn zusätzlich nach Vollzeit und Teilzeit differenziert wird. Unterbeschäftigte sind zwar erwerbstätig, haben aber den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden und stehen für diese auch zur Verfügung. Unterbeschäftigung bei einer Vollzeittätigkeit ist – anders als die Unterbeschäftigung der Teilzeittätigen – eine Männerdomäne. Von den 1,4 Millionen Unterbeschäftigten in Vollzeit waren 74 Prozent männlich. Bei den 1,7 Millionen Unterbeschäftigten in Teilzeit war es fast genau umgekehrt: Hier waren 73 Prozent weiblich. Den 3,1 Millionen Unterbeschäftigten stand eine deutlich kleinere Zahl Erwerbstätiger gegenüber, die weniger arbeiten wollten: Diese insgesamt 870.000 sogenannten Überbeschäftigten haben den Wunsch, ihre Arbeitsstunden zu reduzieren, und sind bereit, ein entsprechend verringertes Einkommen hinzunehmen. Anders als bei den Unterbeschäftigten zeigen sich bei ihnen deutlich geringere Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Einzelhandelsumsatz stieg 2014 voraussichtlich um 1,2%

Wiesbaden. (08.01. / destatis) Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten 2014 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) real zwischen 1,1 und 1,3 Prozent sowie nominal zwischen 1,5 und 1,7 Prozent mehr als 2013 um. Diese Schätzung basiert auf den Umsätzen von Januar bis November 2014, die real um 1,1 Prozent und nominal um 1,6 Prozent höher lagen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im November 2014 setzten die deutschen Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen real 0,8 Prozent und nominal 1,1 Prozent weniger um als im November 2013. Allerdings hatte der November 2014 mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der November 2013. Im Vergleich zum Oktober 2014 lag der Umsatz im November 2014 kalender- und saisonbereinigt real um 1,0 Prozent und nominal um 0,7 Prozent höher. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im November 2014 real 3,2 Prozent und nominal 2,9 Prozent weniger um als im November 2013. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 3,3 Prozent und nominal um 3,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde real 1,6 Prozent und nominal 0,7 Prozent weniger umgesetzt als im November 2013. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze real 0,5 Prozent und nominal 0,1 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats.

Coop 2014: Gruppe wächst im Detailhandel um 1,9 Prozent

Basel / CH. (07.01. / coop) Der Nettoerlös der eidgenössischen Coop-Gruppe im Geschäftsbereich Detailhandel stieg 2014 um 1,9 Prozent auf 17,7 Milliarden Schweizer Franken (CHF). Real ist der Nettoerlös um 2,4 Prozent gewachsen. Die 837 Supermärkte legten um 0,7 Prozent auf 10,6 Milliarden CHF zu. Erstmals erreichte die Gruppe 2014 im Online-Handel einen Nettoerlös von insgesamt über einer Milliarde CHF. Die Online-Shops des Detailhandels entwickelten sich besonders erfreulich und legten um 53,0 Prozent auf einen Nettoerlös von 450 Millionen CHF zu. Besonders trugen die zwei Akquisitionen NettoShop.ch und Schubiger zum positiven Ergebnis im Online-Handel bei. Der Geschäftsbereich Großhandel / Produktion erzielte 2014 einen Nettoerlös von 11,2 Milliarden CHF. Dies entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von 0,1 Prozent. Die TransGourmet Gruppe, welche im Abhol- und Belieferungsgrosshandel in der Schweiz, in Frankreich, Deutschland, Polen, Rumänien und Russland tätig ist, erzielte mit 115 (plus zwei) Cash+Carry-Märkten sowie dem Belieferungsgroßhandel einen Nettoerlös von 8,2 Milliarden CHF und ist damit währungsbereinigt um 0,7 Prozent gewachsen. 2014 legte der Nettoerlös der gesamten Gruppe währungsbereinigt um 1,3 Prozent auf 27,2 Milliarden CHF zu (Volltext).

LeShop 2014: Online-Supermarkt baut Umsatz weiter aus

Ecublens / CH. (07.01. / mgb) Die eidgenössische LeShop S.A., ein Unternehmen des Migros Genossenschafts- Bunds (MGB), baute im Jahr 2014 den Umsatz weiter aus und erklimmt eine neue Höchstmarke. Der Online-Supermarkt verkaufte Lebensmittel für 165 Millionen Schweizer Franken, das sind sieben Millionen oder 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach den guten Resultaten 2013 (plus sechs Prozent) bestätigt LeShop damit den Wachstumstrend. Zugenommen hat auch die Zahl der Bestellungen über das mobile Internet: Mehr als 37 Prozent der Bestellungen erfolgen heute über ein Smartphone oder Tablet. Zum Vergleich: Vor drei Jahren lag der Anteil noch bei elf Prozent. Zum Wachstum trugen zudem die zusätzliche, jetzt schweizweit flächendeckende Tageslieferung sowie die Drive-Abholzentren in Staufen (AG) und Studen (BE) bei. Mit der flächendeckenden Tageslieferung erreicht LeShop.ch nun auch Büros, Werkstätten oder Kinderkrippen, für die eine Lieferung während der Bürozeiten zwingend ist. CEO Dominique Locher: «Jetzt arbeiten wir daran, unsere Lieferservices noch vielfältiger und flexibler zu machen. Hier sehen wir viel Potenzial für Neukunden und weiteres Wachstum» (Volltext).

Mindestlohn: ZDH-Broschüre informiert Arbeitgeber

Berlin. (07.01. / zdh) Seit dem Jahreswechsel gilt in Deutschland ein bundeseinheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Arbeitsstunde. Im Handwerk liegen viele tariflich vereinbarte Lohnuntergrenzen bereits über dem gesetzlichen Mindestlohn. Doch als Generalunternehmer haften auch Handwerksbetriebe für die Einhaltung des Gesetzes durch Subunternehmer sowie durch deren Auftragnehmer. «Verstöße bei Subdienstleistern werden mit Bußgeldern geahndet, die schnell die unternehmerische Existenz bedrohen können», warnt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Über diese und alle weiteren Neuerungen informiert der aktuelle ZDH-Flyer «Der gesetzliche Mindestlohn. Was Arbeitgeber wissen müssen». Der allgemeine Mindestlohn ist im neuen Mindestlohngesetz (MiloG) geregelt. Dieses schreibt eine Generalunternehmerhaftung vor. Ihr zufolge haftet ein Auftraggeber nicht nur dafür, dass ein von ihm beauftragter Unternehmer selbst den gesetzlichen Mindestlohn zahlt. Die Haftung erstreckt sich auch auf von diesen beauftragte Nachunternehmer oder beauftragte Verleiher. Durch diese «Kettenhaftung» können Arbeitnehmer dieser Subunternehmen jetzt den ihnen vorenthaltenen Mindestlohn auch beim Generalunternehmer geltend machen. Die nicht vorgenommene oder nicht rechtzeitige Zahlung des Mindestlohns stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird künftig mit hohen Bußgeldern geahndet. Den Behörden der Zollverwaltung obliegt die Prüfung, ob ein Arbeitgeber seiner Verpflichtung zur Zahlung des Mindestlohns nachgekommen ist. Verstößt ein Arbeitgeber durch nicht vorgenommene oder verzögerte Zahlung, droht ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro. Unternehmen, die sich schon bei kleineren Verstößen gegen das MiloG als unzuverlässig erweisen, können zudem vorübergehend oder gänzlich von öffentlichen Vergabeverfahren ausgeschlossen werden.

KfW: «Energetisch Sanieren» wird noch attraktiver

Frankfurt. (06.01. / kfw) Die Tilgungszuschüsse für alle KfW- Effizienzhaus- Standards sind von nun an noch attraktiver, das heißt, sie wurden um fünf Prozent erhöht. Kreditnehmer können ab sofort von der KfW zusätzlich zu einem verbilligten Zinssatz je nach Effizienzhaus- Standard bis zu 22,5 Prozent Tilgungszuschuss erhalten. Gleichzeitig besteht von nun an bei Förderzusage in den Investitionsprogrammen ein verbindlicher Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss. Hierbei erhält der Bauherr 50 Prozent (maximal 4.000. Euro) der Kosten für die Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten. Das Förderprogramm «Energieeffizient Sanieren» dient der zinsgünstigen langfristigen Kreditfinanzierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden. «Mit dem Beschluss des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz vom 03. Dezember 2014 hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, unter anderem zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich. Kernstück ist dabei die Verstetigung und Ausweitung der Förderung der energetischen Gebäudesanierung sowie eine Verstärkung der dazu notwendigen Information und Beratung», sagt der Staatssekretär im BMWi Rainer Baake. «In Deutschland kann weiterhin viel Energie im Gebäudebereich eingespart werden. Mit den Verbesserungen im Programm ‘Energieeffizient Sanieren’ machen wir energieeffizientes Sanieren noch attraktiver», sagt Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. «Die KfW unterstützt damit die Bundesregierung bei der Schaffung eines klimaneutralen Gebäudebestands bis zum Jahr 2050» (Volltext).

Deutschland: wird auch weiterhin Strom exportieren

Wiesbaden. (03.01. / destatis) Immer wieder mal geistert die Befürchtung durchs Land, die Energiewende mache die Versorgung mit derselben zu einem Vabanque-Spiel, berge zumindest eine gewisse Unsicherheit in der gleichmäßig zuverlässigen Versorgung mit elektrischem Strom. Dem ist definitiv nicht so. Deutschland exportiert auch weiterhin mehr Strom als es einführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Angaben der vier großen Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, wurden 2013 zwar rund 36,9 Terawattstunden (TWh) über die europäischen Stromnetze nach Deutschland eingeführt. Im gleichen Zeitraum führte Deutschland aber auch 71,8 TWh aus – woraus sich ein Ausfuhrüberschuss von 34,9 TWh ergab. Im Vergleich zu 2010 hat sich der Überschuss nach Angaben der Statistiker nahezu verdoppelt (17,6 TWh). Die wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland waren 2013 die Niederlande (24,5 TWh) sowie die beiden Alpennachbarn Österreich (15,4 TWh) und die Schweiz (10,8 TWh). Aus dem Ausland eingespeist wurden die größten Strommengen aus Frankreich (11,6 TWh), der Tschechischen Republik (9,2 TWh) und Österreich (7,1 TWh). Eine Terawattstunde entspricht eine Milliarde Kilowattstunden (KWh).

Altersstruktur in Engpassberufen: KMU sind besonders gefordert

Berlin. (03.01. / bmwi) 2,1 Millionen ältere Fachkräfte, die derzeit in sogenannten Engpassberufen arbeiten, gehen innerhalb der nächsten 15 Jahre in den Ruhestand. Zu diesem Ergebnis kommt die jetzt veröffentlichte Studie «Fachkräfteengpässe in Unternehmen – Die Altersstruktur in Engpassberufen» (PDF) des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) geförderten Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA). Dies stellt besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor besondere Herausforderungen. «Die Studie verdeutlicht einmal mehr, dass wir die vorhandenen Fachkräftepotenziale noch besser ausschöpfen müssen. Daher ist es erfreulich, dass immer mehr ältere Personen in Beschäftigung stehen. Wir müssen aber auch die Arbeitsmarktchancen für Frauen, An- und Ungelernte sowie Menschen mit Behinderung weiter verbessern. Nur so kann der Fachkräftebedarf in der deutschen Wirtschaft langfristig gedeckt werden. Mit der neuen Partnerschaft für Fachkräfte haben Unternehmen, Gewerkschaften, Sozialpartner und die Politik einen weiteren Schritt zum Erreichen dieses Ziels gemacht», sagt Bundesminister Sigmar Gabriel (BMWI). Für September 2014 identifizieren die Wissenschaftler 139 sogenannte Engpassberufe, in denen derzeit 6,7 Millionen Fachkräfte beschäftigt sind. Das sind Berufe, in denen schon heute Fachkräfte schwer zu bekommen sind. Etwa jeder dritte dieser 6,7 Millionen Menschen ist 50 Jahre oder älter. Gehen diese Personen in Rente, müssen 2,1 Millionen qualifizierte Mitarbeitende ersetzt werden. Die Studie weist darauf hin, dass besonders KMU von Fachkräfte-Engpässen betroffen sind. Um gegenzusteuern und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, initiierte das KOFA im November 2014 den Online-Service «Spiegel der Personalpolitik».


MARKETING + VERKAUF


IQBack: meldet hohes Interesse an den Innungs-Brotprüfungen

Weinheim. (09.01. / adb) Über 2.500 Bäckereien nutzten im abgelaufenen Jahr die Qualitätsprüfung ihrer Innung und sind unter brot-test.de sowie in der kostenfreien IQBack-App zu finden. Das an der Bundesakademie Weinheim ansässige Institut für Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack) meldet für 2014 insgesamt 20.489 begutachtete Backwaren (17.490 Brote und Kleingebäcke, 2.999 Stollen) aus 2.536 Bäckereien in 293 Bäckerinnungen. Damit wurde der Vorjahreswert nochmals leicht gesteigert. Mit über 20.000 geprüften Produkten ist das IQBack führend bei der sensorischen Bewertung von Backwaren. 69 Prozent der Qualitätsprüfungen fanden hierbei in öffentlichem Raum statt: in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Bankfilialen, Markthallen oder auf Volksfesten. Die entsprechend geschulten Sachverständigen haben dabei aktiv den Dialog mit Verbrauchern, Journalisten und auch Schulklassen gesucht, um das Bewusstsein für Backwaren wie auch für den Bäckerberuf zu wecken. Für die Bäckerinnungen und deren Mitgliedsbetriebe stellt die jährliche Brotprüfung somit eine ebenso beliebte wie effektvolle Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit dar. Zum Erfolg des IQBack trägt bei, dass positive Ergebnisse längst nicht mehr nur mit Urkunden prämiert, sondern auch im Internet unter brot-test.de veröffentlicht werden. Der Bäckereifinder dort sowie die dazu gehörige, kostenfreie App für Smartphones wurde im Schnitt gut 30.000 mal pro Monat aufgerufen. Zahlreiche Erwähnungen in der Tagespresse wie auch in großen Medien trugen zu dieser Nachfrage bei. So wirkten die Sachverständigen des IQBack 2014 in verschiedenen TV-Sendungen mit, eine davon mit Tim Mälzer und zur besten Sendezeit. Die Werbemittel des IQBack helfen prämierten Bäckereien zusätzlich, sich vom Wettbewerb abzugrenzen.

EU-Verordnung: HDE lobt «gerechtere» Kartengebühren

Berlin. (06.01. / hde) Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die Deckelung der Gebühren für Kredit- und Debitkarten durch die Europäische Union positiv. Da die Händler somit in Zukunft weniger für die Akzeptanz der Karten bezahlen müssten, werde es in der Folge in mehr Geschäften möglich sein, zum Beispiel mit Kreditkarte zu bezahlen. «Das sind gute Nachrichten für den Handel und seine Kunden. Mit der erzielten Einigung auf eine Verordnung zur Deckelung von Kartenzahlungsgebühren hat Europa die Weichen für einen weiteren Ausbau der Kartenzahlung gestellt», sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders bei Kreditkarten bestehe im deutschen Einzelhandel noch viel Potenzial. Bisher hätten die zu hohen Gebühren viele Händler davon abgehalten, die Karten anzunehmen. Mitte Dezember hatte die EU die von den Händlern zu bezahlenden Interbanken- Entgelte auf maximal 0,3 Prozent des Umsatzes für Kreditkartenzahlungen und 0,2 Prozent für Debitkarten gedeckelt. Heute zahlen Händler noch eine Gebühr von bis zu drei Prozent des Umsatzes. Genth: «Die Begrenzung der Interbanken- Entgelte erspart den Unternehmen Geld. Bei dem intensiven Wettbewerb im deutschen Handel wird diese Ersparnis am Ende auch den Kunden zugutekommen». Die Einigung auf die sogenannte MIF-Verordnung (Multilateral Interchange Fee) ist auch Ergebnis der langjährigen Bemühungen des HDE für gerechtere Kartenentgelte. Nun gehe es darum, dass auch für das führende nationale Debitkartensystem Girocard eine akzeptable Lösung gefunden werde. Hier schwebt dem HDE eine Beschränkung der Entgelte auf maximal fünf Cent vor.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Europäische Kommission: Worüber redet Deutschland?!

Brüssel. (07.01. / eu) Kommen Lübecker Marzipan, Gouda-Käse und Tiroler Speck bald aus Amerika? Das wird vielfach berichtet, doch die Europäische Kommission kann hier klar Entwarnung geben: Die EU-Kommission will den Schutz geografischer Ursprungsangaben durch das transatlantische Handelsabkommen TTIP mit den USA verbessern, nicht verschlechtern, heißt es in einer Stellungnahme auf dem Europa-Server. Das geht auch klar aus dem TTIP-Verhandlungsmandat (PDF) hervor, das die Mitgliedsstaaten der Kommission erteilt haben: «Die Verhandlungen zielen darauf ab, durch das Abkommen für einen besseren Schutz und eine stärkere Anerkennung der geografischen Angaben der EU zu sorgen», heißt es darin. Der Schutz geografischer Bezeichnungen ist eine der Prioritäten bei den Verhandlungen mit den USA. Dabei geht es um den Schutz europäischen geistigen Eigentums. Als solche sind die geografischen Bezeichnungen zu werten. Es geht nicht darum, die Qualitäts- und Schutzstandards in Europa abzusenken, sondern im Gegenteil den Schutz europäischer regionaler Spezialitäten auch im amerikanischen Markt auszudehnen. In den letzten Jahren war die EU sehr erfolgreich, einen solchen erhöhten Schutz für hunderte von geografischen Bezeichnungen zu erreichen – z.B. für Champagner, der nur aus der Champagne kommen darf, Parmaschinken, der aus der Region Parma stammen muss, oder Lübecker Marzipan, der eben aus Lübeck zu sein hat. Diesen erhöhten Schutz hat die EU zum Beispiel in Handelsabkommen mit Kanada, Korea und Singapur durchgesetzt. Die EU hat auch in einem eigenständigen Abkommen mit China den Schutz von Ursprungsbezeichnungen festgeschrieben. Bei den Verhandlungen mit den USA über das Handelsabkommen TTIP ist es das Ziel der Kommission, regionale Spezialitäten mit geografischen Ursprungsangaben zu schützen. Dies haben die EU-Verhandlungsführer den amerikanischen Partnern in den bisherigen TTIP-Verhandlungsrunden auch deutlich gemacht.

Ernährung und Landwirtschaft: «TTIP ist eine Riesenchance»

Berlin. (07.01. / bmel) Der starke Verbraucherschutz in Deutschland und in Europa ist ebenso wie die Wahlfreiheit für den Verbraucher ein hoher und über Jahrzehnte gesicherter Standard, der nicht zur Disposition steht. Neben dem Abbau von Zöllen oder anderen Handelsbeschränkungen ist das Ziel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen der Europäischen Union mit den USA (Transatlantic Trade and Investment Partnership – TTIP) deshalb, die hohen deutschen und europäischen Standards im Verbraucherschutz zu erhalten. Gleiches gelte für den Schutz geographischer Herkunftsbezeichnungen, schreibt das BMEL: Die Herausforderung besteht darin, dass die Europäische Union viele regionale Spezialitäten schützt – auch dann, wenn die Grundstoffe längst nicht mehr nur in ihren Heimatregionen hergestellt werden. Auch deshalb ist die Bedeutung, die Europa dem Schutz regionaler Spezialitäten zuweist, in den USA nicht immer nachvollziehbar. Die Konsequenz darf aber keine Abschaffung sein, sondern muss mehr Transparenz und Klarheit bedeuten. Bundesminister Christian Schmidt: «TTIP ist eine Riesenchance für Deutschland. Wir sind eine Exportnation. Und die Qualität unserer Produkte wird weltweit geschätzt. Unser Ziel muss sein, die größtmögliche Transparenz für den Verbraucher herzustellen». Das gelte auch beim Prinzip der geschützten Herkunftskennzeichnung, die dem Schutz und der Förderung traditioneller und regionaler Lebensmittel dient. Deshalb setze er sich dafür ein, dass der Schutz der europäischen Spezialitäten konsequent und transparent durchgesetzt wird und dass es weder Parmaschinken made in USA noch Feta-Käse aus Dänemark gibt. Ziel sei, dass die europäischen Vorschriften zum Schutz regionaler Spezialitäten auch in Europa wieder ernster genommen würden. Wenn das gelänge, wäre das eine gute Grundlage für die weiteren TTIP-Verhandlungen.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


BMEL: Novelle für Düngeverordnung ist auf den Weg

Berlin. (06.01. / bmel) Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Länder- und Verbändebeteiligung zum Entwurf der Novelle der Düngeverordnung (DÜV) eingeleitet. Damit ist die Bundesregierung einen entscheidenden Schritt weiter auf dem Weg zu einer neuen Düngeverordnung, die wesentlicher Bestandteil des deutschen Aktionsprogramms zur Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie ist. Zum Entwurf sagt Bundesminister Christian Schmidt: «Dieser Verordnungsentwurf stellt einen guten Ausgleich zwischen Umweltinteressen einerseits und praktikablen Lösungen für die Landwirtschaft andererseits dar. Wir sind uns einig, dass wir unser sauberes und gutes Trinkwasser-Niveau weiter erhalten und weiter verbessern wollen. Gleichzeitig dürfen wir jedoch die Landwirtschaft und vor allem die kleineren Betriebe nicht mit überzogenen Forderung vor das Aus stellen». Der Bundesminister erklärte, dort wo es Fehlentwicklungen durch zu viel Düngung gebe, werde man korrigieren. Es gebe allerdings auch Regionen, in denen die Böden viele Nährstoffe vertragen und man das Wachstum der Pflanzen nicht ohne umweltpolitische Notwendigkeit bremsen sollte. Der Kompromiss, der nach langen Verhandlungen mit den weiteren beteiligten Ressorts nun gefunden worden sei, sei «austariert» und werde den vielfältigen Agrarstrukturen in Deutschland gerecht.


PERSONEN + EHRUNGEN


DLG: meldet neuen Prüfbevollmächtigten für Süßwaren

Frankfurt. (09.01. / dlg) Prof. Dr.-Ing. Enrico Careglio von der Hochschule Trier ist zum neuen wissenschaftlichen Leiter der Internationalen DLG-Qualitätsprüfung für Süßwaren berufen worden. Ab 2015 übernimmt er die Leitung der jährlich stattfindenden Tests. Prof. Careglio tritt die Nachfolge von Prof. Dr. phil. habil. Walter Freund an. Die offizielle Übergabe erfolgt Ende März im Rahmen der Anuga FoodTec in Köln. «Professor Careglio hat sich einen Ruf als hervorragender Fachmann in der Süßwarenbranche erworben. Mit seinem Know-how wird er wie sein Vorgänger, Professor Freund, die wissenschaftliche Prüfmethodik konsequent weiterentwickeln», freut sich Rudolf Hepp, Geschäftsführer DLG-Testzentrum Lebensmittel, auf die künftige Zusammenarbeit mit dem neuen Prüfbevollmächtigten.

MRI: Eine Institution geht in den Ruhestand

Detmold. (08.01. / agf) Lebensmittel aus Getreide, Kartoffeln und Ölsaaten – darum geht es bei der Forschung auf dem Schützenberg in Detmold. Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer, Leiter des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide am Max Rubner-Institut (MRI) und sein Team führen dazu im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zahlreiche Versuche durch. Dabei steht die gesamte Bandbreite der Verarbeitungsstufen vom Rohstoff bis zum verzehrfertigen Lebensmittel auf dem Prüfstand, um den jeweiligen Einfluss auf die Qualität zu erfassen. Arbeiten zur Produktsicherheit rücken dabei in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund, wobei besonders Schwermetalle, Pestizidrückstände, Pilzgifte und durch Hitze entstehende Schadstoffe im Zentrum der Forschung stehen. Aber auch die Genussqualität der Produkte wird intensiv untersucht. Dazu reichen die Arbeiten vom Rohstoff über die jeweiligen Verarbeitungsverfahren bis hin zum Erzeugnis und schließen auch ein, wie gesund die einzelnen Lebensmittel sind. Lindhauer hat das Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide seit 1992 bis heute geleitet und geht jetzt in den Ruhestand. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er 1971 mit dem Biologiestudium in Münster, promovierte dort 1980 und war danach von 1981 bis 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Büntehof der Kali und Salz AG, Hannover. Die offizielle Verabschiedung von Prof. Dr. Meinolf G. Lindauer fand in dieser Woche im Vortragssaal des Roemer-Hauses der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) in Detmold statt.


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Global Industry: Abraaj to exit Tunisian Moulin d’Or

Hamburg. (bm) The Abraaj Group, a leading investor operating in global growth markets, announced the successful full exit of its investment, through one of its Funds, in Moulin d’Or, a leading producer of baked goods in Tunisia. Founded 1990 as a small bakery specializing in packaged bread, Moulin d’Or’s product range now includes a variety of packaged cakes, baked snacks and packaged bread. The Company has grown to become a leader in its industry with more than 200 million cakes being consumed in the past year, contributing to its 47 percent market share in the cake segment in Tunisia. Other topics of the week:

Title Region Date
ISM 2015: Global market supply meets global market demand (DE) Fri 01-09
Hershey: Exceeds Sustainable Cocoa Goals in 2014 (US) Fri 01-09
Nestle Health Science: completes investment in Seres (CH) Thu 01-08
Dunkin’ Brands: intends to refinance credit facilities (US) Thu 01-08
ADM: strengthens relationship to Unilever (US) Thu 01-08
Premier Foods: appoints Pizza-Express-CEO to the Board (UK) Thu 01-08
Dunkin’ Donuts: Announces Entry Into Mexico (US) Wed 01-07
CMA: confirms pork pies merger referral (UK) Wed 01-07
Profile America: about Coffee Brewing since 1865 (US) Wed 01-07
UAE: Abraaj Group to exit Tunisian Moulin d’Or (UAE) Tue 01-06
BiscoMisr: Kellogg to acquire Egyptian national icon (UAE) Tue 01-06
Amira Nature Foods: Raises Fiscal 2015 Guidance (UAE) Tue 01-06
Mrs. Fields: Acquires Assets of Maxfield Candy Company (US) Mon 01-05
Corner Bakery: Increases its Virginia Footprint (US) Mon 01-05
Corner Bakery: announces entry into Montana (US) Sat 01-03
Rabobank Report: Global Sugar Industry Q4/2014 (US) Sat 01-03


REZEPTE + IDEEN


Kulinarisches aus Kohl: das Rote Bete-Rotkohl-Süppchen

Image Frankfurt. (08.01. / cwc) Wissen Sie, wie gesund Rote Beete ist? Rotkohl? Walnüsse? Ingwer? Stellen Sie sich vor, Sie eilen an einem nasskalten, grauen Januar-Abend vom Büro nach hause, und unterwegs überredet Sie der Duft eines durch und durch gesunden «Rote Bete-Rotkohl-Süppchens», statt des nächsten vielleicht den übernächsten Bus zu nehmen. Da geht doch die Sonne auf bei dem Gedanken, dass Sie in dieser Situation ja nicht der Konsument, sondern der Produzent sind, der das feine Süppchen im Angebot hat. Neben den erwähnten Zutaten sorgen unter anderem noch Kokosmilch, Kochsahne und getrocknete Moosbeeren (Cranberries) dafür, dass der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen gedeckt wird. Ein schönes Vollkornbrötchen aus Ihrem Sortiment könnte den Snack zu einer vollwertigen kleinen Mahlzeit aufwerten, die nichts zu wünschen übrig lässt. Die Idee dazu stammt übrigens von der California Walnut Commission (CWC), auf deren Server Sie das Rezept auch zum Download vorfinden.