DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBAECKER NEWSLETTER FÜR DIE 13. KALENDERWOCHE 2011:


MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Royal Cosun: hat Käufer für Unifine F+Bi gefunden
02. Landkreis Göppingen: Kauderer übernimmt Thierer
03. Groupe Le Duff: kauft Bruegger's Enterprises

TERMINE:
04. Einladung zum 16. VDB-Forum Nord / Infotag Backwaren
05. DLG-Akademie: über Reinigung und Desinfektion
06. Anuga 2011: Konzept bleibt, Foodservice kommt

MANAGEMENT + BETRIEB
07. Handelsverband: stellt Konjunkturumfrage vor
08. Marvin: Formulare zusammenstellen und bequem wechseln
09. Halloren: Schokoladenfabrik meldet Rekordumsatz
10. BayWa AG: Agrarhändler mit 2010 sehr zufrieden
11. Günstig + flexibel: der KfW-Unternehmerkredit
12. Migros: behauptet sich gut auf angespanntem Markt
13. ZV: EuGH-Urteil nicht pauschal auf Bäckereien anwendbar

TRENDS + KONZEPTE:
14. bonVito: Online Kundenbindungssystem für Bäckereien
15. Forschung: Messgerät kann Gerüche objektiv bewerten
16. DLG: über den Trendmonitor Lebensmittelsensorik 2011

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
17. Klon-Produkte: EU-Parlament scheitert mit strengeren Regeln

BOOKMARKS + BOOKS:
18. Bernd Armbrust: Brot
19. Global Industry: Ebro closes 2010 with double-digit growth

REZEPTE + IDEEN:
20. Fruchtig-aromatisch: das Walnuss-Apfel-Brot


MARKT + UNTERNEHMEN


01. Royal Cosun: hat Käufer für Unifine F+Bi gefunden

Breda / NL. (04.01. / rc) Anfang Dezember 2010 hatte die niederländische Royal Cosun U.A. mitteilen lassen, dass sie dabei sei, einen potentiellen Verkauf ihres Geschäftsbereichs «Unifine Food + Bake Ingredients» (Unifine F+Bi) zu prüfen. Unifine ist in Europa einer der führenden Spezialisten auf seinem Gebiet, weshalb der Mutterkonzern nicht lange nach einem Käufer suchen musste. Wie es jetzt aus Breda heißt, beabsichtigt die nordamerikanische Dawn Foods Inc. mit Zentrale im US-Bundesstaat Michigan, ihr Europa-Geschäft durch die Übernahme von allen sieben Unifine Produktionsstätten, zehn Vertriebsbüros sowie vier (Dach-) Marken zu stärken. Details erklärt die Unifine-Website. Die Stellungnahmen zur beabsichtigten Transaktion lesen Interessenten im englischsprachigen Original unter der Überschrift «Dawn Foods intends to acquire Unifine F+Bi».


02. Landkreis Göppingen: Kauderer übernimmt Thierer

Heiningen. (04.01. / swp) Die Bäckerei-Konditorei Kauderer GmbH im Landkreis Göppingen hat die Donzdorfer Traditionsbäckerei Thierer übernommen. Für Sibylle Thierer, die den 1854 gegründeten Familienbetrieb seit zehn Jahren führt, war dies keine leichte Entscheidung, berichtet die «Südwest Presse». Was ihr den Schritt erleichterte ist der Umstand, dass die Kauderer GmbH das 16-köpfige Team der Donzdorfer Bäckerei übernommen hat. Damit kann auch Seniorchef Joachim Thierer leben. Tochter Sibylle kann sich nun voll und ganz auf ihre Tätigkeit als Fachlehrerin an der Gewerblichen Schule Hoppenlau in Stuttgart konzentrieren. Die Bäckerei-Konditorei Kauderer gibt es seit 1905 am Fuß der Schwäbischen Alb. Die Kauderer GmbH entstand 2004, als - in vierter Generation - das Unternehmen auf die Brüder Albrecht und Michael überging. Sie führen den Familienbetrieb seither mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern weiter.


03. Groupe Le Duff: kauft Bruegger's Enterprises

Paris / FR. (28.03. / gld) Die französische Groupe Le Duff hat die Übernahme von Bruegger´s Enterprises Inc. bekannt gegeben. Die US-amerikanische Bäckerei-Cafe-Kette ist in Burlington (US-Bundesstaat Vermont) zuhause und zählt in den Vereinigten Staaten 437 Restaurants. Mit der Akquisition ist Le Duff nun die weltweit zweitgrößte Unternehmensgruppe im Bäckerei-Cafe-Sektor - nach der US-amerikanischen Panera Bread Company mit Zentrale in Richmond Heights, Missouri. Für die Groupe Le Duff erwirtschaften insgesamt rund 13'400 Mitarbeitende in aktuell 1'105 Restaurants und Bäckereien einen Umsatz von 1'105 Milliarden Euro per Anno. Bisheriger Eigentümer von Bruegger´s Enterprises war die US-Investmentgesellschaft Sun Capital Partners, die die Kette vor sieben Jahren erworben hatten. Gegründet 1983, unterhält Bruegger´s Verkaufsstellen in 26 US-Bundesstaaten. Groupe Le Duff, seit 1987 auf dem transatlantischen Markt unterwegs, hat seine Position durch die Übernahme deutlich stärken können. In der Regel setzt Le Duff auf organisches Wachstum und eröffnet pro Jahr etwa 70 neue Restaurants. Gegründet 1976 durch Louis Le Duff, hat die Groupe Le Duff heute manche interessante Facette - Details siehe «Del Arte», «Brioche Dorée»; «Bridor», «Fournil De Pierre», «La Madeleine», «FB Solution», «Au Pain Doré» und «La Ferme des Loges».

 

 

TERMINE


04. Einladung zum 16. VDB-Forum Nord / Infotag Backwaren

Berlin. (01.04. / lefa) Die Landesgruppen Berlin-Brandenburg, Sachsen-Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen-Bremen und Hamburg-Schleswig-Holstein der Vereinigung der Backbranche (VDB) laden in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik (LeFa) zum «16. VDB-Forum Nord / Infotag Backwaren» ein. Das Rahmenthema lautet «Ökologie / Nachhaltigkeit - Zukunft des Backens». Die Veranstaltung findet am 27. Mai an der Staatlichen Fachschule für Lebensmitteltechnik in Berlin statt. Details finden Interessenten sowohl auf der LeFa-Homepage als auch in einem Faltblatt (PDF).


05. DLG-Akademie: über Reinigung und Desinfektion

Frankfurt / Main. (31.03. / dlg) Die Akademie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) veranstaltet am 03. und 04. Mai ein Praxisseminar zum Thema «Reinigung und Desinfektion in der Lebensmittelindustrie». Im Mittelpunkt stehen aktuelle Anforderungen an den Einsatz von Reinigungschemikalien, die optimale Durchführung eines CIP-Reinigungsprozesses (CIP: «Cleaning In Place») sowie die zielführende Ausrichtung von Düsen, Pumpen und Anlagen. Veranstaltungsort ist Frankfurt am Main. Anmeldeschluss für das kostenpflichtige Seminar ist der 12. April.


06. Anuga 2011: Konzept bleibt, Foodservice kommt

Köln. (26.03. / km) Die Anuga 2011 wird ihr Engagement in Richtung Foodservice erstmals deutlich stärken und damit der seit Jahren wachsenden Bedeutung des Außer-Haus-Markts künftig noch mehr Rechnung tragen. Erhalten bleibt das bewährte Anuga-Konzept «Zehn Fachmessen unter einem Dach». Allerdings wird die bisherige Fachmesse Anuga CateringTec nun zur Fachmesse Anuga Foodservice umgebaut; neben Technik und Dienstleistungen für die gastronomischen Branchen werden Lebensmittel- und Getränke-Anbieter integriert. Deutlich positioniert wird die Anuga Foodservice darüber hinaus durch Sonderschauen, Expertentreff und Impulsvorträge. Besonderes Gewicht gewinne die Anuga Foodservice zudem durch den Profi-Kochwettbewerb «Koch des Jahres». Die Messe findet vom 08. bis 12. Oktober in Köln statt (Volltext).

 

 

MANAGEMENT + BETRIEB


07. Handelsverband: stellt Konjunkturumfrage vor

Berlin. (01.04. / hde) «Die gute Stimmung im Einzelhandel, die stabile Verbraucherlaune und die allgemeine konjunkturelle Erholung sprechen für eine robuste Entwicklung 2011. Allerdings sind die Risiken beträchtlich», sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth während der Frühjahrs-Pressekonferenz des Handelsverbands HDE in Düsseldorf. Dort stellte Genth die Ergebnisse der HDE-Konjunkturumfrage unter Einzelhandelsunternehmen (EHU) vor. Das zweite Halbjahr 2010 hätte dem Einzelhandel eine gute Basis verschafft. «Etwa die Hälfte der EHU berichtet von einer besseren Geschäftslage. Auch die Gewinnsituation hat sich im zweiten Halbjahr 2010 weiter verbessert». Die EHU blicken optimistisch in die Zukunft. «Unsere Umfrage zeigt, dass die Einzelhändler sehr guter Stimmung sind. Ihre Einschätzungen zur Geschäftslage sind so gut wie seit zehn Jahren nicht. Das drückt sich auch in ihren Erwartungen für das erste Halbjahr 2011 aus. Fast die Hälfte erwartet einen Umsatzzuwachs. Die Zahl derjenigen, die mit rückläufigen Umsätzen rechnen, ist von 26 auf 16 Prozent stark gesunken. Die Daten zeigen, dass die Entwicklung auch im März für die meisten EHU erfreulich verlief: Rund 48 Prozent der Befragten haben ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat gesteigert. Für rund 21 Prozent verlief die Entwicklung stabil auf Vorjahresniveau. Die Erwartungen für die kommenden drei Monate haben im März leicht nachgegeben, aber noch immer erwartet deutlich mehr als die Hälfte der Händler eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Fast zwei Drittel der EHU bleiben für das Gesamtjahr optimistisch und rechnen mit einer Belebung ihres Geschäfts».


08. Marvin: Formulare zusammenstellen und bequem wechseln

Kronau. (01.04. / goe) Viele Anwender der Bäckerei-Software Marvin setzen für ähnliche Auswertungen unterschiedliche, manchmal auch individuell gestaltete Formulare ein. Diese Formulare werden immer wieder vor dem Ausdruck vom jeweiligen Nutzer in den Optionen geändert. Damit diese generelle Änderung nicht nötig ist, wurde in Marvin eine clevere Möglichkeit «Auswahlfunktion» integriert. Damit können Nutzer alle Formulare, die zur Auswahl gestellt werden sollen, ganz bequem in den Optionen unter «Ausdruckformulare» per Mausklick zusammenstellen. Danach kann direkt vor jedem Ausdruck das Formular einfach per Mausklick gewechselt werden.


09. Halloren: Schokoladenfabrik meldet Rekordumsatz

Halle / Saale. (31.03. / hag) Die Halloren Schokoladenfabrik AG meldet für 2010 einen Rekordumsatz. Nach Angaben der Vorstände Klaus Lellé und Andreas Stuhl erhöhte sich die Gesamtleistung der Gruppe auf 62,7 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 13,6 Prozent gegenüber 2009. Der Konzernnettoumsatz, bereinigt um Erlösschmälerungen, verbesserte sich ebenfalls um plus 15,3 Prozent auf 60,65 Millionen Euro. Dabei verteilten sich die Erlöse wie folgt auf die Geschäftsbereiche: Halloren Marke inklusive Confiserie 28,2 Millionen Euro, Chocolaterie 9,5 Millionen Euro und Industrie 22,95 Millionen Euro. Auch die Ertragsentwicklung belegt den positiven Geschäftsverlauf 2010. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) verbessert sich von 6,03 Millionen Euro auf 6,13 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt 3,29 Millionen Euro (2009: 3,31 Millionen Euro). Der Konzernjahresüberschuss erreichte im Berichtsjahr 1,56 Millionen Euro (2009: 1,50 Millionen Euro). «Sämtliche Geschäftsbereiche der Halloren Schokoladenfabrik AG, sei es Marke, Chocolaterie, Confiserie oder die Industrie entwickelten sich in 2010 positiv», sagt der Vorstandsvorsitzende Lellé. «Dieser Erfolg ist uns besonders wichtig, denn damit steht Halloren strategisch auf mehreren stabilen Säulen». Die Gruppe konnte die massiven Erhöhungen der Rohstoffpreise durch laufende Effizienzsteigerungen in allen Bereichen auffangen. Für das laufende Jahr setzt sich Halloren ehrgeizige Ziele: Der Umsatz soll um gut sieben Prozent auf knapp 65 Millionen Euro steigen.


10. BayWa AG: Agrarhändler mit 2010 sehr zufrieden

München. (31.03. / bay) Im Segment Agrar erwirtschaftete die BayWa AG 2010 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro und damit etwa sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Ebit erhöhte sich deutlich auf 63,9 Millionen Euro. Im Agrarhandel war die Geschäftsentwicklung geprägt von steigenden Absatzvolumina und einer deutlichen Preiserholung bei fast allen für die BayWa wichtigen Agrarerzeugnissen ebenso wie bei den Betriebsmitteln. Der Umsatz im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln liegt mit 2,5 Milliarden Euro um etwa sieben Prozent höher als im Jahr davor. Auch insgesamt, über alle Geschäftsfelder hinweg, blickt der weltweit tätige Konzern auf «eine ausgezeichnete Jahresbilanz mit einer wesentlichen Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 16 Prozent verbunden mit einer sehr erfreulichen operativen Verbesserung der Sparten», wie es der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz formuliert. Für 2011 zeigt sich Lutz optimistisch und kündigte für die Kerngeschäfte des Unternehmens weiteres Wachstum an. Der international tätige Handelskonzern schloss 2010 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 128,9 Millionen Euro (2009: 115,4 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 7,9 Milliarden Euro (2009: 7,3 Milliarden Euro) ab. Das Ebit konnte damit um 11,7 Prozent im Vergleich zu 2009 verbessert werden. Der Umsatz stieg um 8,9 Prozent (Volltext).


11. Günstig + flexibel: der KfW-Unternehmerkredit

Frankfurt / Main. (30.03. / imu) Gleich, ob in Deutschland investiert werden soll oder es über die Grenze ins Ausland geht: mit dem KfW-Unternehmerkredit kann die benötigte Finanzierung auf eine solide und preiswerte Grundlage gestellt werden. Dabei haben kleine und mittlere Unternehmen die besten Karten. Denn sie können Investitionen und Betriebsmittel besonders zinsgünstig finanzieren. Im Programmteil A können nicht nur reine Investitionen wie Maschinen, Anlagen oder Betriebsund Geschäftsausstattung finanziert werden, sondern auch die Kosten von externen Beratungsleistungen oder ersten Messebesuchen. Darüber hinaus sind auch laufend wiederkehrende Kosten wie etwa Mieten, Pachten oder Lohnkosten mittelfristig darstellbar. Der Programmteil B aus Fremd- und Nachrangtranche ist der Investitionsfinanzierung vorbehalten und dient vor allem der Finanzierung größerer Vorhaben. Unternehmen, die seit mindestens drei Jahren erfolgreich am Markt sind, können insgesamt bis zu vier Millionen Euro aus diesem Programmteil erhalten. Für die sogenannte Nachrangtranche wird die Hausbank des Unternehmers vollständig von der Haftung freigestellt. Der hälftige Fremdkapitalanteil der Finanzierung darf durch die Hausbank - Kontoguthaben sind dabei aber nicht zulässig - besichert werden. Die Tilgung für den KfW-Unternehmerkredit erfolgt nach Ablauf vereinbarter tilgungsfreier Jahre - bis zu drei im Programmteil A und bis zu sieben im Programmteil B - in vierteljährlichen Raten.


12. Migros: behauptet sich gut auf angespanntem Markt

Zürich / CH. (30.03. / mgb) Trotz des angespannten Wettbewerbs im Schweizer Einzelhandel ist die Migros in 2010 weiter gewachsen und hat ihre Preis-Leistungs-Führerschaft gefestigt. Dank Effizienzsteigerungen entlang der Wertschöpfungskette konnte der Migros Genossenschafts-Bund (MGB) die massiven Preissenkungen im Detailhandel finanzieren. Spezielle Impulse setzten die Eidgenossen im Bereich der Online-Angebote, im Kundendialog und bei der Mobilität. Beispiele dafür sind der Ausbau von LeShop, die Einführung der Dialogplattform Migipedia oder die Aufnahme von von m-way. Auch in Bezug der Nachhaltigkeit engagierte sich der MGB tatkräftig. Wichtige Initiativen leiteten die Schweizer im Bereich Klimaschutz und Biodiversität ein und setzten sie um. Für ihr soziales und ökologisches Engagement erhielt die Migros 2010 wieder diverse Auszeichnungen. Erstmals wurde sie auch zur stärksten Marke der Schweiz gewählt. 2010 ist der MGB-Gruppenumsatz um plus 0,4 Prozent auf über 25 Milliarden CHF gestiegen. Das Ergebnis vor Finanzerfolg, Ertragssteuern und Vorsorgeeffekt (Ebit) erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 1'176,2 Millionen CHF. Die Verbesserung ist in erster Linie auf größere Beiträge durch die Segmente Finanzdienstleistungen sowie Industrie und Großhandel zurückzuführen, heißt es aus Zürich. Der Gruppengewinn erhöhte sich um plus 0,6 Prozent auf 851,6 Millionen CHF. Das Eigenkapital nahm um plus 7,0 Prozent auf 14,294 Milliarden CHF zu. Die Eigenkapitalquote beträgt inklusive Migros Bank 27,3 Prozent; ohne Migros Bank sind es 62,1 Prozent. In der Medieninformation «Migros 2010: auf gutem Kurs» findet die Entwicklung der Migros-Industrie, zu der auch die Jowa AG zählt, nur ganz allgemeine Erwähnung.


13. ZV: EuGH-Urteil nicht pauschal auf Bäckereien anwendbar

Berlin. (26.03. / zv) Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes hat in den letzten Tagen zunehmend für Verunsicherung unter den Betrieben des Bäckerhandwerks gesorgt. Hierzu haben verschiedene widersprüchliche und teilweise auch rechtlich unzutreffende Meldungen in den Medien beigetragen, schreibt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV). Der ZV weist darauf hin, dass die Entscheidung des EuGH nur auf die entschiedenen Einzelfälle und eindeutig mit ihnen vergleichbaren Sachverhalten anwendbar ist. Dieser Kreis dürfte entsprechend klein sein. Erforderlich ist jetzt eine Umsetzung der Grundsätze des EuGH durch den Bundesfinanzhof in den dort weiterhin anhängigen Ausgangsfällen sowie durch das Bundesfinanzministerium. Bis dahin gilt grundsätzlich die bisherige Rechtslage. «Wir begrüßen die Entscheidung aus Luxemburg, weil sie mit einer nicht mehr nachzuvollziehenden Abgrenzungsproblematik aufräumt und den Weg für eine Entlastung des Bäckerhandwerks frei macht. Das Bundesfinanzministerium muss diese Entscheidung aber so schnell wie möglich umzusetzen und damit Rechtssicherheit für unsere Betriebe herstellen», sagt ZV-Hauptgeschäftsführer Amin Werner.

P.S.: Dies vermittelt auch der Bund der Steuerzahler (BdSt) mit seiner Meldung vom 14. März, die der WebBaecker in die Ausgabe 11/2011 übernommen hatte. Empfehlenswert ist nach wie vor ein Gespräch mit dem Steuerberater.

 

 

TRENDS + KONZEPTE


14. bonVito: Online Kundenbindungssystem für Bäckereien

Hechingen. (01.04. / kmz) Moderne Kassensysteme haben sich längst zu effektiven Controlling-Instrumenten entwickelt, die zudem Arbeitsabläufe beschleunigen und Fehleingaben minimieren. Jetzt geht es noch einen Schritt weiter, sagt Peter Kaierle, Geschäftsführer Vertrieb der KMZ Kassensystem GmbH aus Hechingen: «Vectron hat mit 'bonVito' das erste in das Kassensystem integrierte Kundenbindungsprogramm entwickelt». Stichworte zum Funktionsumfang: Individuelle Kundenkarten - Sammeln und Einlösen von Punkten - Coupons per E-Mail, SMS oder Bonaufdruck - Digitale Stempelhefte - Webbasierte Steuerung von Verkaufsaktionen. 'bonVito' kann filialübergreifend eingesetzt werden und beinhaltet professionelle Tools zur Auswertung und zum Datenmanagement. Damit lassen sich gezielt Marketingaktionen generieren, umsetzen und detailliert auswerten. Kaierle: «Die Unternehmen haben längst erkannt, dass Kundenbindung ein wichtiges Instrument ist. Mit 'bonVito' erleben sie nun ein zukunftsfähiges System, das sie exakt nach ihrem Bedarf ausrichten können». Details zu dieser unkomplizierten und zugleich effizienten Methode, Kunden zu binden, erklären gerne die Fachberater von KMZ Kassensystem und KMZ Xetron Nord.


15. Forschung: Messgerät kann Gerüche objektiv bewerten

Saarbrücken. (31.03. / us) Wer bei Vanille-Eis nach einem Markenprodukt greift, erwartet eine bestimmte Geschmacksnote. Dabei spielen duftende Aromastoffe eine wichtige Rolle. Ihre Qualität muss immer gleich bleiben, damit sich auch der Gaumengenuss nicht verändert. Mit einem Messverfahren, das objektiv Gerüche bestimmt, können die Lebensmittelhersteller jetzt Aromen genau bewerten. Die Geruchstests helfen Firmen auch dabei, die Verarbeitung ihrer Produkte zu verbessern und verdorbene Waren frühzeitig zu erkennen. Außerdem können sie damit noch besser den Duft etwa von Kosmetikartikeln in immer gleicher Qualität produzieren. Forscher der Universität des Saarlands haben das grundlegende Messverfahren dafür entwickelt. Die 3S GmbH in Saarbrücken, ein Spinn-Off der Uni, hat die Technologie zur Marktreife gebracht und weiter verbessert. Sie stellt das Verfahren während der Hannover Messe auf dem saarländischen Forschungsstand vor. Erste Details vermittelt der Bericht «Messgerät kann Gerüche objektiv bewerten».


16. DLG: über den Trendmonitor Lebensmittelsensorik 2011

Frankfurt / Main. (30.03. / dlg) Der Ausschuss Sensorik der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat zum zweiten Mal eine Umfrage unter deutschsprachigen Experten aus Wissenschaft und Praxis durchgeführt. Die Ergebnisse geben Einblick in die aktuelle Situation der Angewandten Sensorik in der Lebensmittelwirtschaft. Die Umfrage zeigt, dass ein großes Informationsbedürfnis hinsichtlich der in der Praxis einzusetzenden Methoden sowie bei der Auswahl und Schulung von Panels besteht. Auch die Bedeutung der Sensorik im Kontext ernährungsphysiologischer Diskussionen um Fett-, Salz- und Zuckerreduktion und deren Auswirkungen auf die sensorischen Produktprofile werden von der Praxis als zentrale Forschungsfelder der Zukunft genannt. Im November und Dezember 2010 hat die DLG Sensorik-Experten aus Wissenschaft und Praxis der deutschsprachigen Lebensmittelbranche zu aktuellen Sensorik-Themen und deren Bedeutung für die Praxis befragt. Daran beteiligten sich 346 Personen aus allen wichtigen Lebensmittelbranchen. unter dem Titel «DLG-Trendmonitor Lebensmittelsensorik 2011: Methoden - Panels - Forschungsbedarf im Fokus» (Format PDF; 23 Seiten; 1.174 KB) hat die DLG die Ergebnisse zusammengefasst und zum Herunterladen bereitgestellt.

 

 

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


17. Klon-Produkte: EU-Parlament scheitert mit strengeren Regeln

Berlin / Straßburg. (30.03. / bmwi / eup) Die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission über eine EU-Regelung für so genanntes «Klonfleisch» im Rahmen der Novelle zur Novel-Food-Verordnung sind in dieser Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Wie sehr sich dabei die Verlautbarungen unterscheiden, verdeutlichen - zum Vergleich - die Mitteilung aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) in Berlin und eine Information des Europäischen Parlaments in Straßburg. Das deutsche BMWI suggeriert in seiner Meldung, dass das EU-Parlament mit seinen Positionen allein auf weiter Flur stand und ihm daher - allein - die Schuld für das Scheitern zuzuschreiben wäre. Zum Nachlesen: «BMWI bedauert Scheitern der Novel-Food-Verhandlungen». Dass es bei den Gesprächen um weit mehr ging als nur «Klonfleisch», verrät die Meldung des EU-Parlaments: «Novel Foods talks collapse on Council refusal to label clone derived products» - was so viel heißt wie: «Novel Foods Gespräche scheitern an der Ablehnung des Rats, von Klonen abgeleitete Produkte entsprechend zu kennzeichnen». Darin beklagt das EU-Parlament, dass der Rat nicht auf die öffentliche Meinung achtet und es an der Unterstützung dringend erforderlicher Maßnahmen für den Verbraucher- und Tierschutz mangeln lässt. Das Parlament weist darauf hin, dass es sich bereits 2010 mit überwältigender Mehrheit für ein Verbot von Lebensmitteln ausgesprochen hatte, die aus geklonten Tieren und vor allem deren Nachkommen abgeleitet werden (Fleisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Produkte). Durch das Scheitern der Novelle bleibt die alte Verordnung in Kraft. Ob Fleisch-, Milch- und Ei-Produkte von unkontrollierten Klontieren in Umlauf sind, können Konsumenten demnach - bis auf Weiteres - nur raten.

 

 

BOOKMARKS + BOOKS


18. Bernd Armbrust: Brot

Wattenscheid. (29.03. / gu) Zweimal im Monat bäckt Bernd Armbrust für das WDR-Fernsehen. «Bernd und Brot» heißt die Reihe innerhalb der WDR-Institution «Daheim und Unterwegs». Nicht zu verwechseln mit «Bernd das Brot» - was in Nordrhein-Westfalen auch niemand tun würde. Kurz und gut: Zum ersten Mal präsentiert Bäckermeister Armbrust jetzt in einem Buch 70 klassische und neue Brotrezepte für süße und herzhafte Brote. Die wichtigsten Klassiker der deutschen und internationalen Brotbackkunst sind kombiniert mit neuen und ungewöhnlichen Kreationen des Autors. So finden sich neben einem Vollkornbrot für Anfänger, einem französischen Baguette und einem rustikalen Buttermilchbrot besondere Spezialitäten wie ein Beluga-Linsen-Brot, ein Tomaten-Basilikum-Ciabatta und ein süßes Birnen-Walnuss-Brot. Der Wattenscheider Bäckermeister gibt Hinweise zur Teigbereitung, zum Backen und weiß mit vielen Tipps zu helfen. «Ich wollte ein Buch für Laien machen, die Lust am Backen haben», sagt der 50-jährige Bäckermeister. Bedenken, sich mit dem Buch selbst das Wasser abzugraben, hat er nicht. Im Gegenteil.

Details: Bernd Armbrust (Autor); «Brot»; 168 Seiten mit etwa 100 Farbfotos; ISBN 978-3-8338-2196-7; Verlag Gräfe + Unzer, München 2011.


19. Global Industry: Ebro closes 2010 with double-digit growth

Hamburg. (bm) Spanish Ebro Foods posted a net profit of 389 million Euro in 2010, 120 percent more than in 2009. Year-on-year growth in operating profit was also impressive; eleven percent in Ebitda or gross operating profit to 271,5 million Euro and 11,7 percent in Ebit or net operating profit to 213 million Euro. Other topics of the week:

 

TitleRegionDate
Dawn Foods: intends to acquire Unifine F+Bi(NL)Fri 04-01
Tate + Lyle: sells ethanol facility to Cargill(UK)Fri 04-01
Mintel: Third of Shoppers Shun C-Stores' Foodservice Options(US)Fri 04-01
Buhler Group: announces Profitable Growth in Fiscal 2010(CH)Thu 03-31
ADM: to Expand Three Grain Elevators(US)Thu 03-31
Ebro Foods: closes 2010 with double-digit growth(ES)Wed 03-30
Real Good Food: Sales down, profit up in FY 2010(UK)Wed 03-30
Cargill: acquires leading sunflower oil brand in India(US)Tue 03-29
Savoury + Sweets: 3. Acquisition for David Wood Baking(UK)Tue 03-29
Nestle: invests in new cereals factory in Turkey(CH)Mon 03-28
Russia: to cancel grain export ban after September(RU)Mon 03-28
Dunkin´ Brands: Reports Fiscal Year 2010 Results(US)Sat 03-26
Einstein Noah: Strengthens Leadership Team(US)Sat 03-26

 

 

REZEPTE + IDEEN


20. Fruchtig-aromatisch: das Walnuss-Apfel-Brot

Frankfurt / Main. (29.03. / cwc) Die Brot-Rezepte der California Walnut Commission (CWC) spiegeln die Vielfalt der kalifornischen Küche wider - von würzig bis süß. Im Handumdrehen lassen sich köstliche, teils angenehm fruchtige Brot-Spezialitäten herstellen. Allerdings müssen Interessenten noch was dafür tun, wollen sie die Rezepte in die Datenbank der Profi-Bäckerei übernehmen: sie dem Produktionsverlauf sowie Kundengeschmack anpassen. So ein Fall ist auch das Walnuss-Apfel-Brot. Vom Ursprung her ein süßes Kastenbrot mit Walnüssen, einem Apfel und etwas Zimt, könnte die Idee bei genauem Hinsehen auch als Variante für süße Osterzöpfe, einem etwas anderen Pottweck oder Stuten durchgehen (zum Beispiel, in dem man Rosinen und Korinthen durch Walnüsse und Äpfel ersetzt und beim Rund- oder Langwirken eine Prise Zimtzucker einstreut).