DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBAECKER NEWSLETTER FÜR DIE 12. KALENDERWOCHE 2011:


MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Landbäckerei Sommer: Nachfolge erfolgreich geregelt
02. Harry Brot: baut Logistikzentrum am Schkeuditzer Kreuz
03. Spatenstich: Staib kommt neuem Standort näher
04. Freudenberg Dauerbackwaren: Insolvenz in Eigenverwaltung
05. Zentralverband: Rückblick 2010 und Prognose 2011
06. Großbäcker: auf dem Weg durch die Instanzen
07. De Mäkelbörger: übernimmt 85 Kamps-Filialen in Berlin

TERMINE:
08. Gelungen: Bäcker auf der «I.H.M. YoungGeneration»

THEMA DER WOCHE: Internorga 2011 - Nachlese
09. Fachmesse meldet Aufbruchstimmung, Aussteller sehr zufrieden

MANAGEMENT + BETRIEB
10. BVDW: über Online-Bezahlsysteme und Risikomanagement
11. Schwarzarbeit: Bei Arbeitsunfall nimmt BG Firmen in Regress

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
12. Der Smiley ist tot - es lebe die Farbskala
13. Etappensieg: Bayern gegen Smiley-Kennzeichnung

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
14. NP Sweet: Nordzucker und PureCircle gründen Joint Venture
15. Bundesrat: spricht sich für gentechnikfreies Saatgut aus

BOOKMARKS + BOOKS:
16. Global Industry: Groupe Le Duff acquires Bruegger's Enterprises

REZEPTE + IDEEN:
17. GMF: Strammer Max im Roggenbrötchen


MARKT + UNTERNEHMEN


01. Landbäckerei Sommer: Nachfolge erfolgreich geregelt

Eslohe. (25.03. / div) Die Sauerländer Landbäckerei Friedrich W. Sommer GmbH befindet sich im Generationswechsel und hat in diesem Prozess einen wichtigen Meilenstein erreicht: Wie die Gesellschafterin und langjährige Geschäftsführerin Marlies Sommer mitteilt, hat sie ihre Geschäftsanteile jetzt veräußert. Sommer hatte sich bereits Ende 2010 aus dem operativen Geschäft der Landbäckerei zurückgezogen, die im Hochsauerlandkreis 55 Fachgeschäfte und Cafes betreibt. Als Geschäftsführerin bestimmt seit Januar Barbara Zeyß die Geschicke des 1927 gegründeten Unternehmens. Die Landbäckerei Sommer ist für die Zukunft gut aufgestellt und für die rund 420 Mitarbeitenden ändert sich nichts, heißt es in einer Pressemitteilung an die Lokalredaktionen. Aus anderer Quelle weiß der WebBaecker, dass es sich bei dem nicht genannten Käufer um den Mittelstandsinvestor «Silver Investment Partners» aus Frankfurt am Main handelt, der gemeinsam mit einem Unternehmer aus Wiesbaden in die Landbäckerei Sommer investiert. Unseres Wissens nach wurde das Investment bereits im Dezember 2010 unterzeichnet.


02. Harry Brot: baut Logistikzentrum am Schkeuditzer Kreuz

Landsberg / Saalekreis. (25.03. / div) 40.000 Quadratmeter nahe der Autobahn-Anschlussstelle Halle-Ost hat sich die Harry Brot GmbH gesichert, um dort ein neues Logistikzentrum für Tiefkühlbackwaren zu errichten. Insgesamt will der Großbäcker mit Zentrale in Schenefeld bei Hamburg dort 13 Millionen Euro investieren und vorerst 19 neue Arbeitsplätze schaffen. Eine spätere Erweiterung des Objekts gilt als wahrscheinlich, sagte Harry-Sprecherin Karina Alikhan gegenüber der Regionalpresse. Das neue Logistikzentrum liege in optimaler Reichweite zu den Werken Magdeburg, Leipzig und Hannover. Das Zentrum nahe dem Schkeuditzer Kreuz ist nicht die einzige Baustelle, an der Harry gerade mit großem Aufwand in den Ausbau der Tiefkühlstrecke investiert. Den Angaben nach investieren die Großbäcker gegenwärtig auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Insgesamt zählt Harry Brot über 3.500 Beschäftigte, die 2010 einen Umsatz von 669 Millionen Euro erwirtschafteten.


03. Spatenstich: Staib kommt neuem Standort näher

Ulm. (25.03. / div) Durch eine Verfünffachung des Umsatzes seit 1993 ist es für die Bäckerei-Konditorei Staib GmbH + Co. KG dringend nötig, die organisatorischen Abläufe zu verbessern. Zudem fühlen sich Marcus Staib und Regina Schlecker-Landmann an ihrem alten Standort in Ulms Dichterviertel nicht mehr so ganz wohl (siehe WebBaecker 34/2010). Ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude im Industriegebiet Ulm-Nord soll es zudem ermöglichen, dass künftig noch mehr als die aktuell 15.000 Brezeln und 25.000 Semmeln die Backstube pro Tag verlassen. Dieser Tage nun war Spatenstich auf dem 18.000 Quadratmeter großen Areal, auf dem in den nächsten Monaten ein Gebäudekomplex mit 6.500 Quadratmetern Nutzfläche entsteht. Insgesamt veranschlagt das Unternehmen rund zwölf Millionen Euro für die neue (energiesparende, hochmoderne) Produktion, die Verwaltung sowie ein «Familienrestaurant». Gut 400 Mitarbeitende, davon 330 im Verkauf, sorgen aktuell dafür, dass in den - derzeit - 41 Filialen alles rund läuft.


04. Freudenberg Dauerbackwaren: Insolvenz in Eigenverwaltung

Großröhrsdorf. (23.03. / div) Die Freudenberg Dauerbackwaren GmbH im Kreis Bautzen hat vor dem Amtsgericht Dresden Insolvenz angemeldet. Das 1896 gegründete Unternehmen geriet in finanzielle Schieflage, nachdem die Kapazitäten des 2008 errichteten Werks in Großröhrsdorf nur unzureichend ausgelastet waren. Interne Streitigkeiten und Strukturveränderungen sollen den Betrieb zusätzlich belastet haben. Das Amtsgericht habe das vorläufige Insolvenzverfahren bereits eröffnet, berichtet die Tagespresse. Kündigungen seien nicht geplant; die 56 Beschäftigten sollen vorerst wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen. Als Insolvenzverwalter vertritt RA Lars Birkigt aus Dresden das Unternehmen, das eine Insolvenz in Eigenverwaltung anstrebt. Freudenberg («Clärchens», «Kemmsche Kuchen» ...) ist zu 51 Prozent ein Tochterunternehmen der Wilhelm Gruyters GmbH + Co. KG in Krefeld und eines belgischen Gesellschafters, der die Gebäckproduktion eingestellt hatte und sich nur noch auf den Vertrieb beschränkt. Der Spezialist für Dauerbackwaren nennt auf seiner Homepage Exporte rund um den Globus, wie zum Beispiel ins europäische Ausland, nach China, Paraguay, Israel und in die USA.


05. Zentralverband: Rückblick 2010 und Prognose 2011

Berlin. (22.03. / zv) Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) erwartet weiter steigende Rohstoffkosten. Das sagte ZV-Präsident Peter Becker bei der Vorstellung der Strukturdaten 2010 in Berlin. Mit einem Umsatz von rund 13 Milliarden Euro sowie 14.740 Betrieben und 292.500 Beschäftigten - darunter knapp 35.000 Auszubildende - gehört das Bäckerhandwerk zu den größten Handwerksbranchen Deutschlands. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen konnten die Betriebe 2010 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Allerdings nimmt der Wettbewerb mit dem LEH - speziell den Discountern - an Schärfe zu. Steigen die Rohstoffpreise neben anderen Kosten wie erwartet, dann setzt dies besonders kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu. Mit Blick auf die Agro-Kraftstoffe ist zudem mit einer wachsenden Konkurrenz zwischen Tank und Teller zu rechnen. Die steigende Nachfrage aus Regionen, die Brot und Gebäck gerade erst für sich entdecken, treibt diese Entwicklung zusätzlich an. Becker: «Sollte nur ein Prozent der Chinesen künftig mehr Brot konsumieren, hätte das beträchtliche Auswirkungen auf den weltweiten Getreidemarkt». Laut einer Studie der britischen Regierung mit dem Titel «The Future of Food and Farming» verteuern sich landwirtschaftliche Produkte bis 2050 um mindestens 50 Prozent. Nach Angaben des GfK ConsumerScans blieben die deutschen Brotpreise 2010 über weite Strecken bei 2,02 Euro je Kilo konstant. Doch stiegen sie zum Jahresende und lagen im Dezember bei 2,09 Euro. «Wie sehr sich die Entwicklung des Rohstoffmarkts künftig auf die Brotpreise auswirkt, hängt von mehreren Faktoren ab und bleibt abzuwarten», sagt ZV-Hauptgeschäftsführer Amin Werner.


06. Großbäcker: auf dem Weg durch die Instanzen

Stromberg. (21.03. / eb) Mit Blick auf ein Verfahren vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach wurde die Pressemitteilung einer Anwaltskanzlei, die sich an dieser Stelle befand, gelöscht. Wir bitten um Ihr Verstšndnis - und wünschen allen Beteiligten einen «guten Weg durch die Instanzen».


07. De Mäkelbörger: übernimmt 85 Kamps-Filialen in Berlin

Neubrandenburg / Schwalmtal. (19.03. / dmb) Die neu gegründete pro-hav GmbH in Hamburg, eine hundertprozentige Tochter der De Mäkelbörger Backwaren GmbH, übernimmt mit Wirkung zum 01. Juni 2011 die Produktionsstätte Prenzlauer Promenade sowie 85 Filialen im Großraum Berlin von der Kamps GmbH in Schwalmtal. Der Erwerb erfolgt im Wege eines so genannten Asset Deals, das heißt einer Übertragung wesentlicher Vermögenswerte an De Mäkelbörger. Für die Kamps Mitarbeiter und Kunden bedeutet dieser Schritt die Rückkehr zu regionalen Wurzeln mit der regional fest etablierten Marke «Der Havelbäcker». Bis zum Jahresende werden die 85 Filialen, die weiterhin im Franchise betrieben werden sollen, in «Der Havelbäcker» umbenannt. Die Produkte für die neuen sowie die bereits bestehenden 66 Filialen von «Der Havelbäcker» werden in Zukunft frisch aus der Handwerksbäckerei in Berlin geliefert. Zudem übernimmt De Mäkelbörger alle Mitarbeiter von Kamps und sichert damit Arbeitsplätze in der Region. «Wir haben verschiedene strategische Optionen geprüft und freuen uns, mit dem jetzt erfolgten Verkauf an eine Tochter der De Mäkelbörger Backwaren GmbH eine optimale Lösung für alle Beteiligten in der Region zu präsentieren», erklärt Kamps-Geschäftsführer Jaap Schalken. «Der Unternehmenskauf ist für die De Mäkelbörger Gruppe ein äußerst sinnvoller Schritt um sich noch stärker als bisher auf dem Berliner Markt zu positionieren», sagt Frank Gebauer, Geschäftsführer der De Mäkelbörger Gruppe (Volltext).

 

 

TERMINE


08. Gelungen: Bäcker auf der «I.H.M. YoungGeneration»

München. (25.03. / liv) «Nur mit einem qualifizierten Berufsnachwuchs wird sich das Bäckerhandwerk künftig am Markt behaupten können», betonte während der Internationalen Handwerksmesse (I.H.M.) Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger MdL a. D.. Er ist überzeugt, dass der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) mit seinem neuen Standkonzept während der YoungGeneration 2011 einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung geleistet hat. Stephan Bockmeier, deutscher Vizemeister des Bäckerhandwerks, sieht das ähnlich: «Wir müssen unsere beiden Ausbildungsberufe so attraktiv wie möglich öffentlich darstellen». Dies tat der Bäckermeister aus Raubling als Mitglied der Crew am LIV-Stand während der IHM-Sonderausstellung YoungGeneration. Zusammen mit zehn weiteren Gewerken nutzte das bayerische Bäckerhandwerk die attraktive Bühne, um sich Jugendlichen aus dem ganzen Freistaat zu präsentieren. Die YoungGeneration war in diesem Jahr - und innerhalb ihrer siebentägigen Dauer - Anlaufstelle von rund 30.000 Schülern aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns. Nach dem Ende der Messe war Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter hoch zufrieden: «In seiner diesjährigen Form ist unser Standkonzept ausgereift. Wenn der Veranstalter die Rahmenbedingungen beibehält, werden wir es auch im kommenden Jahr anwenden» (Volltext).

 

 

THEMA DER WOCHE: Internorga 2011 - Nachlese


09. Fachmesse meldet Aufbruchstimmung, Aussteller sehr zufrieden

Hamburg. (hmc / eb) Die Stimmung im Außer-Haus-Markt ist hervorragend, die Investitionsbereitschaft deutlich gestiegen und das Interesse an neuen Produkten und innovativen Ideen groß. Das sind die positiven Signale von der Internorga 2011, die in dieser Woche nach sechstägiger Dauer in Hamburg ihre Tore schloss.

Mehr als 100.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland, ähnlich viele wie 2010, informierten sich während der 85. internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien über die Neuheiten, Konzepte und Komplettlösungen. Mit 1.144 Ausstellern aus 27 Ländern konnte die Messe eine Rekordbeteiligung verbuchen. Wegen der großen Nachfrage wurde erstmals eine zusätzliche Leichtbauhalle für den Bäckerei- und Konditoreibedarf errichtet. Zudem wurde die Newcomers´ Area für Neueinsteiger in den Außer-Haus-Markt nach der Premiere 2010 in diesem Jahr erweitert und internationaler.

 

Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC): «Unsere Aussteller berichten von ausgezeichneten Geschäften. Neue Akzente haben wir mit dem ersten Internorga Zukunftspreis für Nachhaltigkeit und der erfolgreichen Premiere des Internorga-Forums Schulcatering gesetzt, die vom Markt hervorragend aufgenommen wurden». So hat das erste Internorga-Forum Schulcatering mit rund 350 Teilnehmern aus dem Stand weg alle Erwartungen übertroffen. Aufderheide: «Wir hatten mit der Hälfte der Teilnehmer gerechnet. Das große Interesse zeigt, dass wir mit dem Thema Schulverpflegung den richtigen Riecher zum passenden Zeitpunkt gehabt haben».

 

 

Die HMC-Besucherumfrage durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut unterstreicht die große Bedeutung der Internorga und ihr hohes fachliches Niveau. Mit rund 53 Prozent gehörte die Mehrheit der Fachbesucher der obersten Entscheidungsebene an. «Das Konjunkturbarometer steigt spürbar und die Stimmung in sämtlichen Bereichen des Außer-Haus-Marktes ist sehr gut. Die Investitionsbereitschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht», heißt es aus dem Ausstellerbeirat der Internorga. Rose Pauly, Vorsitzende des Veranstalter-Ausschusses und Präsidentin der Dehoga Sektion Hamburg, sieht das ähnlich: «Das Klima hat sich merklich aufgehellt. Die Gastronomen und Hoteliers blicken optimistisch in die Zukunft und haben jetzt auch wieder die Mittel, um zu investieren».

 

 

Auch wenn die Besucherzahlen 2011 insgesamt sehr ähnlich zu denen 2010 sind: Die Bäckerhalle war in diesem Jahr noch besser besucht als in den Vorjahren. Doch nicht nur deshalb verbucht GOECOM die Internorga als vollen Erfolg: «Einerseits kamen viele Kunden und Interessenten gezielt an unseren Stand, andererseits kamen sie gut vorbereitet und meist mit konkreten Anliegen», sagt Vertriebsleiter Wilhelm Kunstleben. Mit Blick auf die Investitionsbereitschaft der Betriebe sieht er den Schwerpunkt derzeit besonders bei Service und Schulungsmaßnahmen für die Bäckereisoftware Marvin. «Das gilt sowohl für Bestandskunden als auch Interessenten. Die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten ist sehr hoch». Natürlich finden Seminare weiterhin in Kronau und in Billerbeck statt, doch wird GOECOM künftig auch verstärkt mit den Bäko Regionalgenossenschaften zusammenarbeiten. Der Vorteil für die Betriebe liegt auf der Hand: «So haben die Anwender von Marvin kürzere Wege, um sich in die Bäckereisoftware einzuarbeiten oder neue Module kennenzulernen». Apropos Kennenlernen: «Das Marvin-Modul 'Bestellprofi' ist für Bäcker hochinteressant. Darauf wurden wir während der Internorga sehr oft angesprochen. Auch das 'Marvin Online Orientation Network' (M.O.O.N.) wird immer stärker nachgefragt». Bei einer Mischung von zwei Dritteln Bestandskunden und einem Drittel Interessenten während der sechs Messetage am Stand der Software-Spezialisten erwartet GOECOM ein reges Nachmesse-Geschäft.

 

 

Im deutschsprachigen Europa ist die Internorga für IsernHäger ein interessanter Auftakt fürs Jahr. Die Vielfalt im Angebot und in gewisser Weise auch der Marketing-Charakter der Fachmesse machen für die Vorteig-Spezialisten aus Isernhagen bei Hannover einen besonderen Charme aus, sagt Verkaufsleiter Frank Henze: «Wer sich als Backbetrieb in der Vermarktung anders darstellen will, der kommt früher oder später zu den IsernHäger Ideen. Individuell zugeschnitten, kann sich daraus für jeden Betrieb eine Einzigartigkeit im Produktsortiment ergeben, die es den Unternehmen wiederum ermöglicht, unabhängiger mit Kunden zu kommunizieren». Dieser Mechanismus ist in Zeiten steigender Rohstoff- und anderer Kosten nicht zu unterschätzen. Sorgfältige Analysen gehen vor Anlagenkauf. In diesem Sinn sind - zum Beispiel - die gebrauchsfertigen, gebrühten Vorteige von IsernHäger nach der Add-Predough-Technologie (APT) eine große Hilfe. Die Betriebe können damit Zeit, Ressourcen und Kosten sparen. Eine Qualitätssteigerung gibt es quasi «gratis» dazu. APT bietet Unternehmen zudem die Möglichkeit, Investitionskosten in eine Anlage zu «schieben» und sich in aller Ruhe zu entscheiden. Insgesamt erlebten die Vorteig-Spezialisten von IsernHäger eine «gut besuchte» Internorga und Fachbesucher/innen, die sich gezielt und gut vorbereitet hatten. Die Investitionsbereitschaft beurteilen die Fachleute als «gut» und erwarten ein ebensolches Nachmesse-Geschäft.

 

 

Besonders mit Blick auf KMZ-Xetron-Nord mit Sitz in Bremen war die Internorga erfolgreich, sagt Peter Kaierle, Geschäftsführer Vertrieb der KMZ Kassensystem GmbH aus Hechingen. Wer mit den Systemspezialisten sprechen wollte, fand sie in der Bäckerhalle B6 gleich an zwei Ständen - beim Bäcker- und Gastronomie-Ableger der Vectron Systems AG sowie beim Experten-Forum gemeinsam mit CompData. Vertreten war KMZ zudem in der Gastronomie-Halle B3, wo Vectron seine zentrale Präsentation pflegte. Allgemein beurteilt Vertriebschef Kaierle die Investitionsneigung in den Betrieben als «zufriedenstellend» - mit Blick auf «bonVito», ein vielversprechendes Kundenbindungssystem über die Vectron-Kasse - ist das Interesse sehr groß. «Die Unternehmen haben längst erkannt, dass Kundenbindung ein wichtiges Instrument ist. Mit 'bonVito' erleben sie nun ein zukunftsfähiges System, das sie exakt nach ihrem Bedarf ausrichten können», sagt Kaierle. Das Thema «Kassensysteme» beschäftigt die Betriebe derzeit ebenfalls sehr. Nicht jede Kasse hat heute schon eine direkte Schnittstelle zur IDEA-Software der Steuerprüfer und es sind noch viele «alte» 32-Bit-Kassen im Einsatz, die die umfangreichen Forderungen des Bundesministeriums der Finanzen nicht erfüllen. Gute Nachricht: «Praktisch alle seit 2004 gelieferten Vectron-Produkte sind entsprechend den neuen Vorschriften nachrüstbar. Alle neuen Vectron-Kassen bieten die geforderten Funktionen ohnehin», sagt Kaierle. Die neu vorgestellte Hardware aus dem Hause Vectron - allen voran die neue «POS SteelTouch II» (PDF; 2.673 KB), aber auch das mobile Volltouchsystem «POS MobileTouch» und die neue «POS MobilePad» - stießen in Hamburg auf das erwartete Interesse. Mehr dazu in einer der kommenden Ausgaben.

 

Kleiner Hinweis zum Schluss: Die 86. Internorga soll in Hamburg vom 09. bis 14. März 2012 ihre Pforten öffnen. Weshalb sie (wieder) eine Woche vorverlegt wurde und sich zumindest mit der ITB in Berlin überschneiden wird, wissen derzeit wohl nur die Veranstalter.

 

 

MANAGEMENT + BETRIEB


10. BVDW: über Online-Bezahlsysteme und Risikomanagement

Düsseldorf. (23.03. / bvdw) Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bietet Orientierung bei Bezahlsystemen und Risikomanagement. Die neue Microsite «payment.bvdw.org» der Abteilung Payment + Risikomanagement in der Fachgruppe E-Commerce gibt einen umfangreichen Einblick in Zahlungslösungen, Risikobewertung und Betrugsprävention. Transaktion und Bezahlprozess sind die wichtigsten Schritte, bei denen besonders im E-Commerce effektive Maßnahmen zur nachhaltigen Umsatzsteigerung beitragen. Hierbei gibt es zahlreiche Systeme und Anbieter, über die sich besonders kleine und mittelständische Unternehmen informieren können. Die Microsite von Payment + Risikomanagement im BVDW ist eine Ergänzung des schon veröffentlichten Leitfadens «Online-Payment und Forderungsmanagement», der als kostenpflichtiger Download unter «bvdwshop.org» erhältlich ist (Volltext).


11. Schwarzarbeit: Bei Arbeitsunfall nimmt BG Firmen in Regress

Mannheim. (23.03. / bgn) Auch Schwarzarbeiter sind gesetzlich unfallversichert. Hat ein Schwarzarbeiter bei der Arbeit einen Unfall, muss die Berufsgenossenschaft zahlen. Allerdings kann die BG alle ihr entstandenen Kosten für Heilbehandlung, Rehabilitation und gegebenenfalls auch Rentenzahlungen vom Unternehmer, der den Schwarzarbeiter beschäftigt, zurückfordern. Das kann für den Unternehmer teuer werden ...

Info: http://www.bgn.de/nl.php?l=8221.35364.519750.35363

 

 

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


12. Der Smiley ist tot - es lebe die Farbskala

Berlin. (22.03. / bt) Geht es nach der von den Landesministerien für Verbraucherschutz eingesetzten Arbeitsgruppe unter Federführung von Nordrhein-Westfalen, dann soll künftig eine Farbskala darüber aufklären, ob Konsumenten in einem Restaurant oder Imbiss ohne Furcht vor hygienischen Mängeln essen können. Nach Informationen des Berliner Tagesspiegels hat sich die Arbeitsgruppe demnach für die Ampelfarben Grün, Gelb und Rot entschieden. Grün signalisiert, dass alle Anforderungen erfüllt sind. Gelb bedeutet, dass die Anforderungen teilweise erfüllt sind. Rot warnt davor, dass die Anforderungen nur unzureichend erfüllt sind. Ein Pfeil soll markieren, auf welchem Hygieneniveau sich ein Betrieb befindet. Für das angezeigte Niveau soll nicht die letzte, sondern die letzten drei Untersuchungen ausschlaggebend sein. Nachprüfungen auf Wunsch von Betreibern soll es nicht geben. Allein der Lebensmittelkontrolleur entscheide über den Termin einer Prüfung. Der Vorschlag der Arbeitsgruppe gelte als Grundlage für das kommende Treffen der Länder-Verbraucherschutzminister, berichtet die Zeitung.


13. Etappensieg: Bayern gegen Smiley-Kennzeichnung

München. (19.03. / liv) Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) hat mit seinen mehrfach unternommenen Vorstößen zur Verhinderung des Smileys einen deutlichen Etappensieg errungen. Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder hat demnach in einem Schreiben an Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D. klargestellt, dass er dessen Vorbehalte gegen eine Smiley-Kennzeichnung vollinhaltlich teilt - berichtet der LIV. Selbst wenn auf Bundesebene die erforderliche Rechtsgrundlage geschaffen würde, sehe Söder konkrete fachliche Gründe, die gegen die Einführung eines Smiley-Systems sprächen. Zu diesen Gründen gehöre die von einem derartigen System ausgehende Prangerwirkung ebenso wie das Fehlen eines klaren und fairen Bewertungssystems. Zudem könnten aus den subjektiven Einschätzungen der Kontrollbeamten und der personalbedingt nicht gegebenen Gleichzeitigkeit der Kontrollen Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Betriebe entstehen. Mit der Feststellung «Ein sinnvolles Modell zur Transparentmachung von Ergebnissen der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist im Smiley-System nicht zu erkennen» spricht sich Söder in seinem Brief gegen eine Brandmarkung und für die Beibehaltung des Systems der risikoorientierten Kontrolle aus. Er habe seine erheblichen Bedenken auch Bundesministerin Ilse Aigner (BMELV) vorgetragen.

 

 

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


14. NP Sweet: Nordzucker und PureCircle gründen Joint Venture

Braunschweig. (23.03. / nag) Die Nordzucker AG und die malaysische PureCircle Limited aus Kuala Lumpur haben ein Vertriebs- und Marketing-Joint-Venture unter dem Namen NP Sweet A/S gegründet. NP Sweet befasst sich mit der Entwicklung und Vermarktung eines Produktportfolios, das die natürlichen Vorzüge des Zuckers mit den Eigenschaften von Stevia-Produkten kombiniert - um der steigenden Nachfrage nach kalorienreduzierten, aber natürlichen Süßungsmitteln gerecht zu werden. NP Sweet vertreibt seine Stevia- und Steviasucroseprodukte - eine Kombination aus Stevia und Zucker - an Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkebranche in Nord- und Osteuropa. Das Joint Venture setzt auf Synergien beider Partner. Sowohl Nordzucker als auch PureCircle betrachten das Joint Venture als wichtigen Wachstumsantreiber, sobald die Zulassung durch die EU-Kommission vorliegt. Die wird vor Ende 2011 erwartet. NP Sweet hat den Hauptsitz in Kopenhagen, Dänemark. Die Produktion von Steviasucrose wird sowohl in Skandinavien als auch in Deutschland stattfinden. Das Führungsteam wird aus allen Regionen zusammengestellt, in denen Nordzucker aktiv ist.


15. Bundesrat: spricht sich für gentechnikfreies Saatgut aus

Berlin. (21.03. / boelw) Der Deutsche Bundesrat hat einen Antrag abgelehnt, der zur Aufweichung der Nulltoleranz von Gentechnik-Konstrukten im Saatgut hätte führen sollen. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, begrüßt die Entscheidung: «Die Reinheit des Saatguts hat höchste Bedeutung für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft. Ganz besonders gilt das für Biobauern und Hersteller Ökologischer Lebensmittel. Denn sie stehen den Verbrauchern gegenüber im Wort, alles zu tun, um Gentechnik von Lebensmitteln und aus der landwirtschaftlichen Erzeugung fernzuhalten. Es ist erfreulich, dass der Bundesrat mit seiner Entscheidung hier ein deutliches Zeichen gesetzt hat. Die Proteste von Landwirten und Bürgern haben Wirkung gezeigt». Nach Bekanntwerden des nun abgelehnten Antrags vor etwa zwei Wochen hatte es in etlichen Bundesländern Proteste gegeben. Löwenstein forderte die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für den Fortbestand der Nulltoleranz beim Saatgut einzusetzen. Auch müsse sichergestellt werden, dass die Verursacher der unerwünschten Kontaminationen zur Verantwortung gezogen werden können. Im Zweifelsfalle soll der Inhaber des Gentechnik-Konstrukts als Verursacher gelten.

 

 

BOOKMARKS + BOOKS


16. Global Industry: Groupe Le Duff acquires Bruegger's Enterprises

Hamburg. (bm) French Groupe Le Duff announces its takeover of Bruegger´s Enterprises. The café bakery chain is based in Vermont and counts 437 restaurant units in the United States. The takeover puts Le Duff second in the world café bakery sector. Other topics of the week:

 

TitleRegionDate
Starbucks: Outlines Blueprint for Profitable Growth(US)Fri 03-25
ConAgra Foods: Reports Q3/2011 EPS Growth(US)Fri 03-25
General Mills: Reports Fiscal 2011 Third Quarter Results(US)Thu 03-24
Thaifex: Asia's Unique Event for Foods and Beverages(TH)Thu 03-24
Finsbury Food: announces interim results for H1/2011(UK)Thu 03-24
Krispy Kreme: to Sign Agreement with Sysco(US)Thu 03-24
Europe: New alliance formed to protect organic standards(UK)Thu 03-24
Flowers Foods: outlines company's «Vision for Growth»(US)Wed 03-23
New study shows: menu calorie info has little impact(US)Wed 03-23
ADM: Names New Chief Operating Officer(US)Wed 03-23
De Maekelboerger: acquires 85 Kamps stores in Berlin(DE)Tue 03-22
Zenith: Stevia Sweetens Health Trends(UK)Tue 03-22
PMCI: Appoints Vice President R+D(US)Mon 03-21
Le Duff: French group buys U.S. bagel chain(FR)Sat 03-19
Anuga 2011: Large number of registrations(DE)Sat 03-19

 

 

REZEPTE + IDEEN


17. GMF: Strammer Max im Roggenbrötchen

Bonn. (25.03. / gmf) Sicher kennen Sie noch die «Roggenbäcker» Wettbewerbe. Aus einem der frühen Jahrgänge - in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) - stammt das Rezept «Strammer Max im Roggenbrötchen». Entwickelt wurde es von Schülern der Gewerblichen Schule im Hoppenlau in Stuttgart. Der WebBaecker hält die Idee nach wie vor für gut gelungen. Noch besser: Sie ist schnell zubereitet. Ihnen und Ihren Gästen wünschen wir einen guten Appetit.

 

Info: 20110325-GMF-STRAMMERMAX.JPG