DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBAECKER NEWSLETTER FÜR DIE 06. KALENDERWOCHE 2011:


MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Fricopan: konzentriert sich auf den Altmarkkreis
02. Heimatbäcker/Dahlback: Schülke nimmt Anlauf ...
03. Ukraine: Kostendruck zwingt viele Betriebe zur Aufgabe
04. Rumänen: essen für ihr Leben gerne Brot und Gebäck

TERMINE:
05. APT: Clean-Label-Produkte auch auf der Internorga
06. BIV: bietet Know-how für «Deklarationsfreundliches Backen»
07. Baking Academy: Klappern gehört zum Handwerk
08. KALS: über Imitate, Nanotechnologie und Mikrobiologie
09. BioFach: Vorträge zu Trends in Öko-Landbau und -Markt

MANAGEMENT + BETRIEB
10. Hochstiftbäcker: fördert Menschen mit Handicap
11. VDKL: TK-Backwaren drehen sich langsamer
12. Ausbildung 2011: Zukunft im Wandel gestalten
13. BGN: neue Berufsgenossenschaft konstituiert sich
14. ZV + NGG: höhere Vergütung für Azubis - einheitlich

BOOKMARKS + BOOKS:
15. Nachwuchswerbung 2011: Schwerpunkt Soziale Netzwerke
16. Arbeitsschutz: BGN über den Hautschutz an Füßen
17. Kompendium: Lexikon der deutschen Weltmarktführer
18. Global Industry: Quiznos expands into India

REZEPTE + IDEEN:
19. «USA kulinarisch»: über Smoothies und Shakes


MARKT + UNTERNEHMEN


01. Fricopan: konzentriert sich auf den Altmarkkreis

Salzwedel. (09.02. / wib) Die Fricopan Back GmbH, eine Tochtergesellschaft von Hiestand + Suhr unter dem Dach der Aryzta AG, will den Standort Berlin aufgeben. Alle Kapazitäten würden künftig auf das Werk Immekath (Stadt Klötze) im Altmarkkreis Salzwedel konzentriert. Mit dem Schritt soll die Wettbewerbsfähigkeit von Fricopan gesichert werden - zumal die Anlagen in Berlin-Neukölln veraltet seien und angesichts des enormen Marktdrucks nicht mehr ausreichend effizient produzieren könnten. Von der Schließung des Standorts seien um die 150 Arbeitsplätze betroffen, heißt es aus verschiedenen Quellen. Der Umbau soll sozialverträglich vonstatten gehen. Beschäftigten werde nach Möglichkeit ein Arbeitsplatz an anderen Standorten angeboten. Dafür böte sich das Werk Immekath an, in das die Tiefkühlbäcker in den letzten Jahren kräftig investiert haben. Heute produzieren dort etwa 600 Mitarbeitende mehr als 200 Produkte. Immekath in Sachsen-Anhalt verfügt zudem über ein Tiefkühllager mit gut 5.000 Stellplätzen für Euro-Paletten. Neben Deutschland als Absatzgebiet liefert Fricopan seine Erzeugnisse in mehr als 15 Länder; meist ins europäische Ausland, aber auch nach Übersee. Mehr zur Unternehmensgeschichte des Tiefkühlbäckers finden Interessenten hier.


02. Heimatbäcker/Dahlback: Schülke nimmt Anlauf ...

Pasewalk / Blankenfelde. (08.02. / maz) Zum Jahreswechsel hatten die Dahlewitzer Landbäckerei GmbH (Dahlback) und der bisherige Wettbewerber «Unser Heimatbäcker» ihre Fusion bekannt gegeben (siehe WebBaecker 01/2011). Damit entstand die größte Bäckerkette im Nordosten Deutschlands mit rund 350 Filialen. Mehr als 2.000 Mitarbeitende sorgen insgesamt dafür, dass alles rund läuft. Chef vom Ganzen ist heute Volker Schülke aus Pasewalk. Neben der Beteiligungsgesellschaft Steadfast Capital ist der oberste Heimatbäcker zweiter Hauptgesellschafter bei Dahlback. Die Familie Konrad, welche die Dahlewitzer Landbäckerei nach der Wende übernommen und zur Blüte geführt hatte, ist nur noch zu geringem Anteil Miteigentümer, wie Sven Konrad gegenüber der «Märkischen Allgemeinen Zeitung» (MAZ) erklärt. Sowohl Konrad als auch Schülke versichern, dass alle Veränderungen «im Guten» verlaufen seien. Schülke stellt zudem Investitionen in Aussicht: Drei bis sechs Millionen Euro seien in den nächsten 24 Monaten wohl drin. Die Dahlback-Produktion in Blankenfelde will er intensiver nutzen und vom Ein-Schicht- aufs Drei-Schicht-System umstellen. Weitere Einstellungen sind geplant und das Filialnetz soll dichter werden. Zudem interessiert sich Schülke sehr für den polnischen Markt. Entgegen mancher Vorurteile könne man dort durchaus Geld verdienen ...


03. Ukraine: Kostendruck zwingt viele Betriebe zur Aufgabe

Kiew / UA. (07.02. / gtai) Schwierige Zeiten macht die Brot- und Backwarenindustrie der Ukraine seit Mitte 2010 durch. Im Gefolge der Preissteigerungen bei Getreide und Mehl sowie bei Erdgas setzte im 2. Halbjahr 2010 ab etwa September unter den staatlichen, kommunalen und privaten Bäckereien und Brotfabriken ein Betriebssterben ein. Viele Kleinbetriebe gaben auf. Großunternehmen wie die Holdinggesellschaften TiS und Khlebnye Investitsii nutzen diese Situation aus, steigern ihre Produktion und erhöhen ihre Marktanteile - berichtet Germany Trade + Invest in der Marktbeschreibung «Kostendruck zwingt viele Betriebe zur Aufgabe».


04. Rumänen: essen für ihr Leben gerne Brot und Gebäck

Bukarest / RO. (07.02. / gtai) Die Nachfrage nach Weißmehlprodukten ist in Rumänien groß. Brot, vor allem Weißbrot, gehört als Beilage bei fast jedem Essen dazu. Jeder Rumäne verspeist davon statistisch gesehen 8,8 Kilogramm pro Monat - 105,6 Kilo pro Jahr. Hinzu kommen weitere Weißmehlprodukte wie Pizza und Pasta. Da die Rumänen auch für ihr Leben gerne süßes Gebäck essen und offen für neue, ausländische Produkte sind, könnte es zum Beispiel Lieferchancen für halbfertige oder tiefgekühlte Kuchen, Teilchen und Strudel geben. «Wir Rumänen lieben süße Mehlspeisen», bestätigt Adriana Andriescu, Mitarbeiterin von Germany Trade + Invest in Bukarest. Auch Brezeln sind in Rumänien beliebt. Vor einem Brezel-Stand in der Bukarester Innenstadt sind regelmäßig lange Schlangen zu beobachten. Ein großes Problem für die lokalen Marktspieler ist allerdings der hohe Schwarzmarkt-Anteil auf dem Getreidemarkt, der laut Medienberichten 40 Prozent beträgt. Marktteilnehmer bestätigen einen hohen Anteil der nicht deklarierten Ware. Die rumänische Landwirtschaft ist allgemein dafür bekannt, dass Ware manchmal ohne Beleg den Besitzer wechselt. Als besonders ausgeprägt gilt die Schattenwirtschaft im Getreide-Sektor und damit auch im Bereich der Brot- und Backwarenindustrie - heißt es im Bericht «Rumänen essen für ihr Leben gerne Brot und Gebäck» inklusive Tabellen und weiterführender Links.

 

 

TERMINE


05. APT: Clean-Label-Produkte auch auf der Internorga

Isernhagen. (11.02. / is) Add-Predough-Technologie (APT) steht bei IsernHäger für gebrauchsfertigen, gebrühten Vorteig - fertig portioniert. Premiere hatte APT vergangenen Herbst in Stuttgart und stieß dort auf ein außerordentlich (!) großes Interesse. Es wundert also nicht, wenn die Vorteig-Spezialisten aus Isernhagen einige APT-Varianten zur kommenden Internorga mitbringen werden. Schließlich ist es mit dem Einsatz von APT jeder Unternehmensgröße möglich, Zeit, Ressourcen und damit Kosten zu sparen. Eine Qualitätssteigerung bei den Gebäcken gibt es quasi «gratis» dazu. APT bietet Betrieben zudem die Möglichkeit, Investitionskosten in eine eigene Anlage zu «schieben» und sich in aller Ruhe zu entscheiden. Während der Internorga zeigt IsernHäger drei verschiedene Arten von APT in unterschiedlichen Technologien: Im Segment Aroma-Technologie können Anwender zwischen AromaCrust-mix, AromaSeed-mix und AromaPumkin-mix wählen, die zur wesentlichen Verbesserung der Wasserbindung, wie auch der geschmacklichen Komponenten führen. APT-Roggen und APT-Weizen verlängern die Frischhaltung der Gebäcke und sorgen für ein einmaliges Geschmackserlebnis. Überzeugen Sie sich selbst: Den vielfältigen Einsatz der Add-Predough-Technologie (Video) können Interessenten während der Fachmesse vom 18. bis 23. März in Hamburg live und schmeckbar prüfen. Alle APT-Produkte sind ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und erfüllen voll und ganz Ihre Clean-Label-Ansprüche.


06. BIV: bietet Know-how für «Deklarationsfreundliches Backen»

Hannover. (10.02. / biv) Der Bäckerinnungsverband Niedersachsen / Bremen (BIV) weist auf das Seminar «Deklarationsfreundliches Backen» hin, das sich an alle Bäcker- und Konditormeister/innen sowie interessierte Mitarbeiter/innen wendet, die sich mit ihrem Sortiment vom Wettbewerb abheben möchten. Das Seminar am 01. März im Bäckeramtshaus Hannover soll mit dazu beitragen, Vorteile am Markt zu sichern. Es geht um das Backen nach hauseigenen Rezepturen unter Verwendung naturbelassener Zutaten, die frei sind von unnötigen Zusatzstoffen («Clean Label»). Der damit verbundene Verzicht auf Vor- und Fertigmischungen ist zudem betriebswirtschaftlich sehr interessant. Gleichzeitig können Bäcker erfüllen, was sich Verbraucher von ihnen erhoffen. BIV-Referent Markus Messemer, foodIT Consulting, verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus seiner Beratungstätigkeit. Absolut praxisorientiert wird er mit den Seminarteilnehmern alle Schritte durchgehen, die bei einer Umstellung auf deklarationsfreundliche Zutaten zu beachten sind: von der Wahl der Rohstoffe über die Rezepturentwicklung und Sortimentsgestaltung bis hin zu Deklaration und Werbung. Einen Erfahrungsbericht von seiner Umstellung wird Bäckermeister Stefan Wolters liefern - Der Stadtbäcker, Wolfsburg.

Info: Seminar-Inhalte (PDF) - Anmeldung (PDF)


07. Baking Academy: Klappern gehört zum Handwerk

Weinheim. (09.02. / adb) Das Mekka der Backkultur und Backwarenvielfalt liegt im deutschsprachigen Europa; genauer gesagt in den D-A-CH-Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz. Dass viele Menschen rund um den Globus immer noch glauben, die Hochkultur des Backens käme aus Frankreich, ist historisch bedingt und so schnell nicht auszurotten. Man muss dran arbeiten. Und ebenso rührig, wie Frankreich den Rest der Welt zu Baguette und Croissant bekehrt hat, müssen die D-A-CH-Länder ihre Botschafter aussenden, um «Dies und Das» richtigzustellen. Bei passenden Angeboten kommt «die Welt» heute auch zu uns, um Einblicke in Herstellungsverfahren und Erzeugnisse zu nehmen, die weltweit immer mehr Freunde finden. Zwar ist es noch zu früh, um von einem Trend zu sprechen. Doch eilt Gebäcken aus den D-A-CH-Ländern zumindest schon mal der Ruf voraus, gesund zu sein. Das ist ein Anfang; und so gehört es zu den Aufgaben der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks (ADB) in Weinheim, die deutsche Backkultur international zu verbreiten. Heute besuchen Gruppen von Bäckerschulen aus allen Teilen der Welt die Akademie. Neben einwöchigen Programmen für organisierte Gruppen bietet die ADB zudem eine sechswöchige Fortbildung in englischer Sprache, die Bäcker aus aller Welt einzeln buchen können. Das Ganze nennt sich «iba International Baking Academy», wobei die Anleihe an die iba kein Zufall ist. Wie auch immer: Den aktuellen Durchgang der «International Baking Academy» durchlaufen gerade 15 Bäcker/innen von fünf Kontinenten; unter anderem aus Südafrika, Venezuela, Abu Dhabi, den USA, Finnland, Brasilien und Südkorea. Nach Beendigung des Kurses sind die Fachleute in der Lage, das Erlernte selbständig umzusetzen. Wir wünschen ihnen in ihrer Heimat viel Erfolg.


08. KALS: über Imitate, Nanotechnologie und Mikrobiologie

Karlsruhe. (09.02. / fpqs) Im Mittelpunkt des 5. KALS stehen die Themen Imitate, Nanotechnologie und Mikrobiologie. «KALS», das ist das «Karlsruher Lebensmittelsymposium - Jahrestreffen von Wissenschaft, Produktion, Handel und Überwachung» am 28. und 29. März. Die Teilnehmerzahl ist strikt auf 200 begrenzt: Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs abgearbeitet. Programm + Anmeldung (PDF) finden Interessenten auf der KALS-Homepage. Es gibt zudem ein Kontingent mit Sonderkonditionen für Teilnehmer aus der Lebensmittelüberwachung (20 Plätze).


09. BioFach: Vorträge zu Trends in Öko-Landbau und -Markt

Nürnberg. (05.02. / bf) Die Veranstaltung «The World of Organic Agriculture Statistics and Emerging Trends» zählt zu den Klassikern des BioFach-Kongress. Am 18. Februar werden dort die aktuellsten Statistiken und Marktdaten zum weltweiten Öko-Landbau und zur Marktentwicklung vorgestellt. Unter der Moderation von Markus Arbenz, Geschäftsführer der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) präsentieren neueste Ergebnisse: Helga Willer, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL); Amarjit Sahota, Organic Monitor sowie Beate Huber (FiBL); Hans Peter Egler (SECO) und Alexander Kasterine, International Trade Centre (ITC). Die Veranstaltung «The European Market for Organic Food» findet ebenfalls am 18. Februar statt und bietet Statistiken und Trends vor allem aus Deutschland und Großbritannien sowie den mittel- und osteuropäischen Ländern. Die BioFach 2011 findet vom 16. bis 19. Februar in Nürnberg statt.

 

 

MANAGEMENT + BETRIEB


10. Hochstiftbäcker: fördert Menschen mit Handicap

Bad Driburg. (11.02. / gb) Allein in Deutschland leben mehr als sieben Millionen schwerbehinderte Menschen. Deren Beeinträchtigung lässt sich in vielen Fällen auf Krankheit zurückführen. Sie kann also jeden treffen. Und jeder wäre froh, trotz Handicap einem Beruf nachgehen zu können. Nicht zuhause sitzen oder in einer Integrationswerkstatt arbeiten zu müssen, sondern als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft gefordert und anerkannt zu werden. Bäckermeister Matthias Goeken zählt aus genau diesem Grund unter den 430 Beschäftigten seiner Hochstiftbäckerei 18 Angestellte mit Handicap: «Der Einstieg in die freie Wirtschaft ist für Menschen mit Behinderung durchaus ein Sprung ins kalte Wasser. Die zuvor in den Werkstätten Betreuten müssen plötzlich mit längeren Arbeitszeiten unter stressigen Produktionsbedingungen zurechtkommen», sagt der Unternehmer. Sowohl Beschäftigte als auch Arbeitgeber bekämen jedoch Unterstützung vom zuständigen Integrationsfachdienst. Jedem Betrieb, der die Möglichkeit hat, Menschen mit Behinderung einzustellen, rät Goeken, sich mit dem Thema zu befassen und vor allem jungen Menschen mit Handicap eine Chance zu geben. «Die Dankbarkeit, die einem die Menschen entgegenbringen und mit welcher Freude sie täglich zur Arbeit kommen, ist einfach unglaublich», sagt der Hochstiftbäcker.


11. VDKL: TK-Backwaren drehen sich langsamer

Bonn. (11.02. / vdkl) Bei den gewerblichen Kühlhäusern in Deutschland geht es wieder aufwärts. Aktuelle Zahlen des Verbands Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL) bestätigen zwar, dass die Kühlhäuser 2010 im Vergleich zu 2009 geringfügig weniger ausgelastet waren. Doch: «Entscheidend für die Branche ist der sich abzeichnende Trend - und der geht seit Sommer 2010 ganz klar nach oben. Im September lag die Auslastung der Kühlhäuser bis zu 2,7 Prozent über dem Vorjahr», heißt es aus Bonn. Die Zahlen zur Auslastung erhebt das Kölner Institut für Handelsforschung (IfH). Diese beziffern, zu wie viel Prozent die Kapazitäten der Deutschen Kühlhäuser genutzt werden: Je mehr Euro-Paletten belegt sind, desto optimaler ist die Auslastung - desto besser das Geschäft. Die Aufschlüsselung nach Produktgruppen gibt Einblicke in zentrale Entwicklungen der deutschen Lebensmittelbranche. In Zahlen: Die Kühlhäuser in Deutschland waren 2010 im Schnitt zu 70,5 Prozent ausgelastet (2009: 71,3 Prozent). Deutliche Zuwächse konnten zum Beispiel Schweinefleisch (plus 2,3 Prozent) und Nicht-Ernährungsgüter (plus 0,5 Prozent) erzielen. Deutliche Rückgänge verzeichneten hingegen Butter (von 3,4 auf 2,0 Prozent der Paletten-Belegung) und Backwaren (von 5,5 auf 4,1 Prozent der Belegung). Der VDKL vertritt nach eigenen Angaben 85 Prozent der gewerblichen Kühlhäuser in Deutschland.


12. Ausbildung 2011: Zukunft im Wandel gestalten

Weinheim. (08.02. / adb) Rund 90 Teilnehmer zählte die Tagung «Ausbildung 2011», zu der das ADB-Kompetenzzentrum Süd-West eingeladen hatte - die Bäckerverbände Hessen, Saarland, Südwest, Baden, Württemberg und die Bundesakademie Weinheim. Ausbildung bedeutet Zukunftssicherung und die Lehre im Bäckerhandwerk befindet sich im Wandel. Hier spielen nicht nur demografische Entwicklungen eine Rolle, wie die Moderatoren Ute Sagebiel-Hannich und Andreas Kofler in Weinheim herausstellten. Es entstehen auch neue Ausbildungsberufe, wie etwa der Systemgastronom, der von der Bäckerei Günter Mack erprobt und dem Plenum vorgestellt wurde. Leo Trumm aus Olpe erläuterte das Thema Lernzielstufen und mahnte, dass die Ausbildungsqualität noch nicht in allen Betrieben stimme. Anschließend stellte Susanne Maus von der Werbegemeinschaft des Zentralverbands die sich rasant wandelnden Mediengewohnheiten der Jugendlichen vor. Heinz Essel vom BKV Nord stellte wiederum Elite-Ausbildungskonzepte aus Hamburg vor, darunter eine Turbo-Ausbildung für Abiturienten und einen Bachelor-Studiengang. Als Erfolgsmodell erläuterte Gerold Heinzelmann von der gleichnamigen Bäckerei sein Ausbildungskonzept. Im Anschluss zeigten Corinna Krefft-Ebner und Brigit Zeeb das vielfach prämierte Ausbildungskonzept der K+U Bäckerei mit ihren 800 Filialen. Neu dabei sind «Senior Azubis» im Erwachsenenalter. Mit einem Referat zur Eliteförderung im Bäckerhandwerk von ADB-Direktor Bernd Kütscher endete die vielseitige Veranstaltung in Weinheim, die in 2012 sicher fortgesetzt wird.


13. BGN: neue Berufsgenossenschaft konstituiert sich

Mannheim. (07.02. / bgn) Zum Jahreswechsel schlossen sich die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten sowie die Fleischerei-Berufsgenossenschaft zur neuen Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) zusammen. Ende Januar trat die Vertreterversammlung der neuen BG zur ersten, konstituierenden Sitzung zusammen. Die Geschäfte des neuen Unfallversicherungsträgers wird zunächst der Jurist Norbert Weis führen. Weis, bislang Hauptgeschäftsführer der BG Nahrungsmittel und Gaststätten, wird Mitte 2011 in den Ruhestand treten. Im Amt nachfolgen wird ihm Klaus Marsch, ebenfalls Jurist und bisher stellvertretender Hauptgeschäftsführer der BG Nahrungsmittel und Gaststätten. Auf dessen Position als Stellvertreter wird der Volkswirt Jürgen Schulin nach Mannheim wechseln, derzeit Geschäftsführer der BGN-Bezirksverwaltung Erfurt. Direktor Weis zu den Zielen der neuen BGN: «Wir wollen die jetzt zusammengeführten guten Ansätze und Konzepte aus beiden Häusern zum Nutzen aller Betroffenen weiter entwickeln. Dies werden Versicherte und Unternehmer spüren - im positiven Sinn». Ein wichtiger Punkt zu Beginn werde sein, dass vertraute Ansprechpartner und Adressen in der Regel erhalten bleiben. Sitz der Hauptverwaltung der neuen BGN ist Mannheim. Die Bezirksverwaltung in Mainz wird sich um die Belange der Fleischwirtschaft im Hinblick auf die gesetzliche Unfallversicherung kümmern.


14. ZV + NGG: höhere Vergütung für Azubis - einheitlich

Berlin. (05.02. / zv) Die zwischen dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) und der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) geschlossene Vereinbarung über die Ausbildungsvergütung im deutschen Bäckerhandwerk ist für allgemeinverbindlich erklärt worden. Der Tarifvertrag gilt damit nicht nur für die rund 10.100 tarifgebundenen Innungsbetriebe, sondern für alle Betriebe des Bäckerhandwerks in Deutschland. Diese rund 14.500 Unternehmen bilden derzeit 13.364 Bäcker/innen und 21.703 Bäckereifachverkäufer/innen aus. Der Tarifvertrag regelt darüber hinaus erstmals eine schrittweise Angleichung der Vergütungen in Ost und West bis 2012. «Mehr als zwanzig Jahre nach der Wende ist es Zeit, dass unsere Lehrlinge in ganz Deutschland dasselbe verdienen. Unser Bäckerhandwerk wird damit für Jugendliche noch attraktiver. Wir hoffen, dass wir damit auch ein Vorreiter für das ganze Handwerk sind», sagt ZV-Präsident Peter Becker. Die unterschiedliche Vergütung für Auszubildende wurde in Berlin bereits September 2010 aufgehoben. Die Vergütung in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen wird bis September 2012 schrittweise auf das Niveau der alten Bundesländer angehoben. «Es ist nicht einzusehen, dass die Vergütung eines Auszubildenden zum Beispiel in Berlin davon abhängt, auf welcher Straßenseite sein Betrieb liegt. Wir haben die Vergütung für alle Azubis nach 2008 noch einmal deutlich angehoben. Die Angleichung in den fünf jungen Ländern ist ein weiterer großer Schritt, den wir sehr gerne machen», sagt ZV-Hauptgeschäftsführer Amin Werner.

 

 

BOOKMARKS + BOOKS


15. Nachwuchswerbung 2011: Schwerpunkt Soziale Netzwerke

Berlin. (09.02. / zv) Im Laufe dieses Monats rollt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) die jüngste Ausgabe seiner Nachwuchskampagne «Back dir deine Zukunft» aus. Hauptbestandteile sind innovative und moderne Kommunikationsinstrumente im Internet und auf den infrage kommenden Social Media Plattformen. Die ZV-Kampagne passt sich mit diesem Schritt der Mediennutzung potenzieller Nachwuchsbäcker/innen an, die ihre Freizeit zunehmend in digitalen Sozialen Netzwerken verbringen und dort effektiver angesprochen werden sollen. Neben dem Internetangebot und Online-Werbeanzeigen thematisieren Arbeitsmaterialien für Lehrer, Informationsflyer und weitere Broschüren das Bäckerhandwerk sowie dessen Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung. Der ZV hatte die Kampagne «Back dir deine Zukunft» bereits 2008 ins Leben gerufen. Sie wird jährlich um neue Maßnahmen erweitert. Als ganzheitliches Instrument konzipiert, vereint die Kampagne klassische PR-Maßnahmen mit Marketing und Werbung. In 2011 bilden Soziale Netzwerke im Internet den Schwerpunkt der Aktivitäten. Details siehe back-dir-deine-zukunft.de; baeckerhandwerk.de; facebook.com; schuelervz.net; youtube.com.


16. Arbeitsschutz: BGN über den Hautschutz an Füßen

Mannheim. (09.02. / bgn) Worauf ist beim Schuhwerk zu achten, wenn man unter vermehrtem Fußschweiß leidet? Welche Socken und Einlege-Sohlen können Fachleute empfehlen? Gibt es spezielle Hautschutzmittel für Füße? Antworten hierauf gibt es auf der BGN-Hautschutzseite unter ...

Info: http://www.bgn.de/nl.php?l=8221.35095.519318.35091


17. Kompendium: Lexikon der deutschen Weltmarktführer

Köln / Soest. (05.02. / km) Weltweit sind deutsche Unternehmen in jeder dritten Branche Marktführer. Rund 750 dieser Unternehmen sind nun erstmalig im «Lexikon der deutschen Weltmarktführer» erfasst worden, darunter das Soester Familienunternehmen Kuchenmeister GmbH. Herausgeber des 690 Seiten umfassenden Werks sind Dr. Florian Langenscheidt und Prof. Dr. Bernd Venohr aus Köln. Entstanden aus einer kleinen Soester Handwerksbäckerei, konnte sich Kuchenmeister seit 1884 dank der Familien- und gleichzeitig auch Unternehmensprinzipien Qualität und Innovation weltweit zu einem attraktiven Anbieter für qualitativ hochwertige Backwaren entwickeln. Belegt wird dies durch die Exportquote von 35 Prozent in insgesamt 80 Länder.


18. Global Industry: Quiznos expands into India

Hamburg. (bm) QIP Holder LLC (Quiznos), pioneer of the toasted sandwich and one of the premier restaurant chains for subs, salads and soups in the United States, announced that a master franchise agreement has been signed to open the first Quiznos location in Southern India as part of the company´s international development initiative. Other topics of the week:

 

TitleRegionDate
Bunge: Reports Strong Fourth Quarter Results(US)Fri 02-11
Orkla Brands: posts fourth quarter 2010 results(NO)Fri 02-11
Britannia: Net Profit increases 28 percent in Q3/2010(IN)Fri 02-11
Ralcorp Holdings: Announces Results for Q1/2011(US)Thu 02-10
Consumers are looking for quality, not fewer calories(US)Thu 02-10
Retailers Continue to Expand Prepared Food Offerings(US)Thu 02-10
Sara Lee: Reports Second Quarter Results(US)Wed 02-09
Flowers Foods: Reports Q4 and Fiscal 2010 Results(US)Wed 02-09
ISO/IEC 17021: New edition aims to raise level ...(CH)Wed 02-09
Imperial Sugar: Reports First Quarter Fiscal 2011 Results(US)Tue 02-08
Gulfood 2011: highlights top ten trade trends(UAE)Tue 02-08
ABF Australia: George Weston Foods appoints new CEO(AU)Tue 02-08
Kellogg: Fourth Quarter and Full Year 2010 Results(US)Mon 02-07
Hain Celestial: buys Danival SAS and GG UniqueFiber AS(US)Mon 02-07
FAO: World food prices reach new historic peak(IT)Mon 02-07
Quiznos: Sandwich chain expands into India(US)Sat 02-05
Dunkin´ Brands: announces robust 2010 growth(US)Sat 02-05
Tim Hortons: announces next steps in development(CA)Sat 02-05

 

 

REZEPTE + IDEEN


19. «USA kulinarisch»: über Smoothies und Shakes

Hamburg. (11.02. / wib) Die Nachfrage nach der Handvoll Smoothie-Rezepte, vorgestellt im WebBaecker 03/2011, war «deutlich». Das Thema «Shakes + Smoothies» scheint für Sie von großem Interesse zu sein - so dass Sie wohl nichts dagegen haben, wenn wir nachlegen. Diesmal stellen wir Ihnen die Seite «USA kulinarisch» vor - seit Jahr und Tag eine gut gepflegte Hobby-Homepage von Gabriele Frankemölle aus Rhede. Mit über 800 Rezepten und vielen Info-Seiten drumherum ist aus der «Hobby-Homepage» natürlich längst eine Institution geworden; doch das ist eine andere Geschichte. Uns interessieren die Shakes und Smoothies, die die freie Journalistin zusammengetragen hat - als da wären: Milk Shake (Grundrezept); Breakfast Smoothie (Frühstücksgetränk); Apple Cream Shake; Cappucino Shake; Kalorienarmer Erdbeer-Shake; Melon Madness; Schoko-Erdnuss-Shake; White-Red-Blue Shake; Beschwipster Pina-Colada-Shake. Jedes Rezept kann einzeln ausgedruckt oder/und als Postkarte versandt werden. Am unteren Ende der Seite existiert eine Funktion, mit der Sie eine Druckversion für alle genannten Rezepte erzeugen (und eventuell als PDF-Datei abspeichern) können.